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Die
Erfindung betrifft ein Verdeck eines Kraftfahrzeugs, insbesondere
eines Cabriolets, mit zumindest einem Verdeckteil, das mittels einer
durch eine Antriebseinrichtung bewegbaren Lagereinrichtung an der
Karosserie zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung,
in der es in einem Ablageraum abgelegt ist, verstellbar gelagert
ist und bei abgelegtem Verdeck mittels einer Arretiereinrichtung
im Ablageraum verriegelt gehalten ist.
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Aus
der
DE 37 09 927 A1 ist
ein Klappverdeck für
einen Personenwagen bekannt geworden, das mittels einer lösbaren Arretiereinrichtung
in seiner zurückgeklappten
Offenstellung in einem Ablageraum des Personenwagens festlegbar
ist. Die Arretiereinrichtung enthält ein Aufnahmeteil an einem Dachrahmenlenker
und ein formschlüssig
damit zusammenwirkendes elastisches Rastglied, das an einem seitlichen
Längsholm
des Dachrahmens angeordnet ist, und ist somit lediglich an Bauteilen
des Verdeckgestänges
angeordnet. Das elastische Einrasten bietet nicht genügend Sicherheit
gegen ungewolltes Öffnen
der Arretierung.
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Die
DE 195 33 802 C1 offenbart
ein Verdeck mit einer an einem vorderen Verdeckabschnitt angeordneten
Verriegelungseinrichtung, die beidseits jeweils einen motorisch
angetriebenen Verschlußhaken
sowie eine Zentriereinrichtung zum Verriegeln des Verdecks an einem
Windlauf oberhalb der Frontscheibe aufweist. Zum festen Halten des
geöffneten und
in einen Ablageraum abgelegten Verdecks ist eine Arretiereinrichtung
vorgesehen, die den Verschlußhaken
und die Zentrier einrichtung umfaßt sowie einen schwenkbaren
Sperriegel, der an einem karosseriefesten Tragrahmen angebracht
ist und mit dem Verschlußhaken
in Riegeleingriff kommt. Der Verschlußhaken ist mittels eines eigenen
Antriebs betätigbar.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verdeck
mit einer verbesserten Arretiereinrichtung zum Festlegen des geöffneten Verdecks
zu schaffen.
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Die
Aufgabe wird bei dem oben genannten Verdeck erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß ein karosserieseitig
gelagerter Riegel der Arretiereinrichtung mit einem am Verdeckteil
angeordneten Riegeleingriffsteil bei abgelegtem Verdeck in Riegeleingriff ist
und der Riegel mit der Antriebseinrichtung der Lagereinrichtung
zur Betätigung
durch diese verbunden ist. Durch diese Gestaltung der Arretiereinrichtung wird
der Riegel beim Schließen
bzw. Anheben des Verdecks aus dem Ablageraum zwangsläufig entriegelt,
so daß weder
eine manuelle Betätigung
oder Entriegelung der Arretiereinrichtung noch ein eigener zusätzlicher
Antrieb dafür
erforderlich ist. Diese Arretiereinrichtung eignet sich für jegliche
Art von Verdeck wie z. B. ein Faltverdeck mit einer flexiblen Verdeckplane,
ein Hardtop mit harten Dachschalen oder auch Mischformen von Verdecken.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Vorzugsweise
bewegt die Antriebseinrichtung beim Anheben des Verdecks aus dem
Ablageraum zunächst
den Riegel in eine Öffnungsstellung, bevor
sie anschließend
die Lagereinrichtung und damit das Verdeck verschwenkt. Diese Zwangskoppelung
bietet einen funktionssicheren Bewegungsablauf.
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Gemäß einer
einfachen Gestaltung ist die Antriebseinrichtung einerseits mit
dem Riegel und andererseits mit der Lagereinrichtung verbunden. Damit
besteht eine direkte Wirkverbindung, die ohne eine Vielzahl zusätzlicher
Bauteile auskommt.
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Zweckmäßigerweise
ist der Riegel zwischen zwei Anschlägen bewegbar. Die Antriebseinrichtung kann
sich dann über
den Riegel fahrzeugfest abstützen
und die Antriebskraft auf die Lagereinrichtung zum Verschwenken
des Verdecks aufbringen.
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In
einer besonders einfachen Gestaltung ist der Riegel karosserieseitig
schwenkbar gelagert, jedoch kann er auch verschiebbar gelagert sein
oder eine überlagerte
Bewegung ausführen.
Zweckmäßigerweise
ist der Riegel in seine Riegelstellung insbesondere mittels einer
Feder oder auch durch eine elastische Einrichtung oder dergleichen
vorgespannt, um einen sicheren Riegeleingriff bei offenem Verdeck zu
erhalten.
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Als
Antriebseinrichtung ist z. B. eine insbesondere hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit oder auch
ein Elektromotor vorgesehen. Der Elektromotor ist zweckmäßigerweise
an dem bewegbaren oder verschwenkbaren Riegel gelagert.
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Nachfolgend
wird das Verdeck anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
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1 in
einer Seitenansicht in schematischer Teildarstellung ein Verdeck
eines Cabriolets in geschlossener Stellung;
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2 in
einer Seitenansicht in schematischer Teildarstellung das Verdeck
während
des Öffnungsvorganges;
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3 in
einer Seitenansicht in schematischer Teildarstellung das geöffnete und
abgelegte Verdeck;
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3a in
einer Seitenansicht in vergrößerter Darstellung
eine Teilansicht der 3;
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4 in
einer perspektivischen Seiteninnenansicht eine Antriebseinrichtung
mit einem Riegel einer Arretiereinrichtung bei geschlossenem Verdeck;
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5 in
einer Ansicht gemäß 4 die
Antriebseinrichtung mit der verriegelten Arretiereinrichtung bei
geöffnetem,
abgelegtem Verdeck;
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6 in
einer Ansicht gemäß 5 die
Antriebseinrichtung mit der entriegelten Arretiereinrichtung bei
geöffnetem,
abgelegtem Verdeck;
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7 in
einer perspektivischen Draufsicht ein zweites Ausführungsbeispiel
mit einem Elektromotor als Antriebseinrichtung;
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8 in
einer Seitenansicht ein drittes Ausführungsbeispiel mit einem verschwenkbaren
Riegelgegenhaken der Arretiereinrichtung; und
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9 in
einer Ansicht gemäß 8 das
dritte Ausführungsbeispiel
mit gegenüber 8 angehobenem
Verdeck.
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Ein
Faltverdeck 1 eines Kraftfahrzeugs oder Cabriolets weist
ein Verdeckgestell 2 und einen vom Verdeckgestell 2 gehaltenen
Verdeckstoff 3 auf. Das Verdeckgestell 2 ist symmetrisch
zu einer vertikalen Fahrzeuglängsmittelebene
aufgebaut und enthält
auf beiden Seiten jeweils ein vorderes Rahmenteil 4, ein mittleres
Rahmenteil 5 und ein hinteres Rahmenteil 6, die
in der in 1 dargestellten Schließstellung des
Faltverdecks 1 im wesentlichen entlang eines Ober- und
Hinterrandes der zumindest einen Seitenscheibe des Fahrzeugs verlaufen.
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Die
beiden seitlich gegenüberliegenden
vorderen Rahmenteile 4, die als Dichtungsträger für eine jeweilige
Scheibendichtung dienen, sind mittels zweier Stützspriegel 7 und 8 sowie
eines Frontspriegels (nicht dargestellt) miteinander starr verbunden.
Der Frontspriegel bildet eine Dachspitze, die in Schließstellung
an einem Windlauf des Fahrzeugs anliegt und daran verriegelt gehalten
ist. Der Verdeckstoff 3 überdeckt das Verdeckgestell 2 und
ist über
die zwei Stützspriegel 7 und 8 gespannt.
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Die
beiden seitlich gegenüberliegenden
mittleren Rahmenteile 5 sind über einen Hauptspriegel 9 starr
miteinander verbunden, über
den der Verdeckstoff 3 zumindest im Schließzustand
gespannt ist. Am mittleren Rahmenteil 5 ist ein Dichtungsträger 10 angebracht
(in den 1 und 2 ist nur
ein Abschnitt des Dichtungsträgers 10 dargestellt,
Dichtungsträger
am vorderen und am hinteren Rahmenteil 4 bzw. 6 sind
nicht dargestellt).
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Das
hintere Rahmenteil 6 bildet eine Hauptsäule eines das mittlere Rahmenteil 5 an
der Karosserie schwenkbar lagernden Viergelenks, das des weiteren
einen Hauptlenker 11 aufweist. Das hintere Rahmenteil bzw.
die Hauptsäule 6 ist
einerseits an einem karosseriefesten Hauptlager 12 in einem Schwenklager 13 und
andererseits am Hinterende 14 des mittleren Rahmenteils 5 in
einem Schwenklager 15 schwenkbar gelagert. Der Hauptlenker 11 ist
einerseits an dem karosseriefesten Hauptlager 12 in einem
Schwenklager 16 und andererseits am mittleren Rahmenteils 5 in
einem vom Hinterende 14 des mittleren Rahmenteils 5 beabstandeten
Schwenklager 17 schwenkbar gelagert, so daß das mittlere
Rahmenteil 5 in bekannter Parallelversetzung oder Parallelverschwenkung
nach hinten in einen Verdeckkasten oder Ablageraum (3)
des Fahrzeugs oder allgemein in eine rückseitige Ablagestellung bewegbar ist.
Der Hauptlenker 11 und die Hauptsäule 6 bilden somit
die Lagereinrichtung für
das Verdeck 1 an der Karosserie.
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Die
Lagerung des jeweiligen vorderen Rahmenteils 4 erfolgt
mittels eines Viergelenks mit einem vorderen Lenker 18 und
einem hinteren Lenker 19, wobei der hintere Lenker 19 im
Hinterbereich des vorderen Rahmenteils 4 und am mittleren
Rahmenteil 5 in Schwenkgelenken 20 bzw. 21 und
der vordere Lenker 18 am vorderen Rahmenteil 4 und
an einem Zwischenlenker 22 in Schwenkgelenken 23 bzw. 24 schwenkbar
gelagert ist. Der Zwischenlenker 22 ist an seinem Hinterende
mittels eines Schwenkgelenks 25 an einem Steuerabschnitt 26 des
Hauptlenkers 11 angelenkt, der sich über das Schwenkgelenk 17 hinaus
erstreckt. Zusätzlich
sind der Zwischenlenker 22 und der hintere Lenker 19 mittels
eines Gelenks 27 miteinander schwenkbar verbunden.
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Das
Hauptlager 12 enthält
eine Lagerplatte 28, an deren vom Schwenkgelenk 16 des
Hauptlenkers 11 entfernten Hinterende 29 ein einen
Riegelhaken 30 und einen Riegelhebel 31 aufweisender
Riegel einer Verriegelungs- oder Arretiereinrichtung mittels eines
orts- bzw. karosseriefesten Schwenklagers 32 schwenkbar
gelagert ist. Eine Antriebseinheit für das Verdeck 1 enthält eine
hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit 33, die einerseits
an dem Riegelhebel 31 in einer Schwenkachse 34 angelenkt
ist, die vom Schwenklager 32 des Riegelhebels 31 zum
Riegelhaken 30 hin versetzt angeordnet ist, und andererseits
am Hauptlenker 11 in einem Schwenkgelenk 35 angelenkt
ist, das vom Schwenklager 16 des Hauptlenkers 11 beabstandet
ist. Der Schwenkweg des Riegelhebels 31 ist von einem hinteren
Anschlag 36 (siehe 4) und einem
vorderen Anschlag 37 begrenzt. Am mittleren Rahmenteil 5 ist
ein Riegelgegenhaken 38 fest angebracht, an dem der Riegelhaken 30 des
Riegelhebels 31 verriegelbar ist (siehe 3).
Eine Druckfeder 39 spannt über ein Druckstück 40 den
Riegelhebel 31 gegen den hinteren Anschlag 36 vor
und damit in die Riegelstellung mit dem Riegelgegenhaken 38.
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Zum
Verstellen des Faltverdecks 1 aus seiner Schließstellung
(1) in seine abgelegte Offenstellung (3)
wird die Antriebseinheit 33 derart betätigt, daß die Kolbenstange 41 der
Antriebseinheit 33 ausfährt,
um den Hauptlenker 11 zu verschwenken (von 1 im
Uhrzeigersinn über 2 nach 3).
Dabei stützt
sich der Zylinder 42 der Antriebseinheit 33 an
dem nach hinten gegen den hinteren Anschlag 36 angelegten
Riegelhebel 31 ab. Das mittlere Rahmenteil 5 wird
in bekannter Parallelversetzung in den Verdeckkasten bewegt, wobei
beim Verschwenken des Viergelenks (Hauptsäule 6, Hauptlenker 11)
der Steuerabschnitt 26 des Hauptlenkers 11 den
Zwischenlenker 22 nach hinten bewegt, der wiederum den
hinteren Lenker 19 um sein unteres Gelenk 21 nach
hinten verschwenkt. Der nach hinten verschwenkende hintere Lenker 19 verschwenkt über das
Viergelenk (Lenker 18 und 19) das vordere Rahmenteil 4 nach
hinten in Richtung zum Hauptspriegel 9 oder über ihn,
wobei der Verdeckstoff 3 zumindest vor dem Hauptspriegel 9 entspannt wird.
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Wenn
sich der Schwerpunkt des Verdecks 1 bei seiner Ablagebewegung über das
Schwenklager 16 des Hauptlenkers 11 nach hinten
bewegt, zieht das Gewicht des Verdecks 1 die Antriebseinheit 33 nach
vorne und verschwenkt damit den Riegelhebel 31 in seine
Offenstellung gegen den vorderen Anschlag 37. Durch das
Gewicht des Verdecks 1 kann die Kolben-Zylinder-Einheit 33 zum
weiteren schwerkraftunterstützen
Absenken des Verdecks 1 mit geringerem Öldruck betrieben werden. Wenn
das Verdeck 1 seine untere Ablagestellung im Ablageraum erreicht
hat, hat der Riegelgegenhaken 38 seine dem Riegelhaken 30 zugeordnete
Riegelstellung eingenommen. Die in Schließrichtung betätigte Antriebseinheit 33 fährt noch
ihre Kolbenstange 41 aus und, da der Hauptlenker 11 an
einem Anschlag (nicht dargestellt) anliegt und somit nicht weiter
verschwenkt werden kann, verschwenkt sie den Riegelhebel 31 mit
dem Riegelhaken 30 in den Riegeleingriff am Riegelgegenhaken 38.
Die Druckfeder 39 unterstützt dieses Verschwenken und
hält den
Riegelhaken 30 im Riegeleingriff am Riegelgegenhaken 38,
wenn die Antriebseinheit 33 bei abgelegtem Verdeck 1 kraft- und
drucklos ist.
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Der
Riegelhaken 30 kann gemäß einer
abgewandelten Ausführungsform
am Riegelhebel 31 um eine Schwenkachse 59 schwenkbar
gelagert sein. Eine Druckfeder 60 spannt den Riegelhaken 30 gegen
einen Anschlag 61 am Riegelhebel 31 in seine Schließstellung
gemäß 3a.
Der Riegelgegenhaken 38 des sich absenkenden Verdecks 1 drückt den Riegelhaken 30 an
seiner Spitze gegen die Kraft der Druckfeder 60 nach unten
(siehe Pfeil 62), bevor er in den Riegelgegenhaken 38 zurückschwenkt.
Dieses Verschwenken des Riegelhakens 30 ist nur dann nötig, wenn
nicht der gesamte Riegelhebel 30 in den schon abgesenkten
Riegelgegenhaken 38 einschwenkt.
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Zur
Notentriegelung kann der Riegelhebel 31 mit seinem Riegelhaken 30 von
Hand entriegelt werden.
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Zum
Schließen
des Verdecks 1 wird die Antriebseinheit 33 in
Schließrichtung
betätigt,
wobei die in den Zylinder 42 einfahrende Kolbenstange 41 die Antriebseinheit 33 verkürzt. Die
Verkürzung
bewirkt zunächst,
daß der
Riegelhebel 31 in seine Offenstellung gegen den vorderen
Anschlag 37 verschwenkt wird, da das Gewicht des Verdecks 1 den
größeren Widerstand
bildet und somit zunächst
das Schwenkgelenk 35 und damit der Hauptlenker 11 unbewegt bleiben,
bis sich der Zylinder 42 über den am vorderen Anschlag 37 anliegenden
Riegelhebel 31 fest abstützt und damit die einfahrende
Kolbenstange 41 den Hauptlenker 11 verschwenkt,
bis das Verdeck 1 seine Schließstellung (1)
einnimmt.
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Der
Riegelhebel 31 der Verriegelungseinrichtung benötigt somit
keinen eigenen Antrieb, sondern wird von der Antriebseinrichtung
für das
Verschwenken des Verdecks 1 betätigt.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
(siehe 8 und 9) ist der Riegelgegenhaken 38 an
einem Unterabschnitt 43 des hinteren Lenkers 19 des das
vordere Rahmenteil 4 lagernden Viergelenks angebracht.
Der Unterabschnitt 43 erstreckt sich über das Schwenkgelenk 21 hinaus,
so daß der
Riegelgegenhaken 38 beim Ablegen des Verdecks 1 eine Schwenkbewegung
um das Schwenkgelenk 21 in Riegelrichtung ausführt. Bei
geschlossenem Verdeck 1 ist der Riegelgegenhaken 38 in
eine Ruhestellung neben das vordere Rahmenteil 4 geschwenkt,
in der es nicht über
dieses hinaussteht.
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Bei
einem weiteren abgewandelten Ausführungsbeispiel (siehe 7)
enthält
die Antriebseinheit einen Elektromotor 44, dessen Gehäuse 45 an einer
um eine fahrzeugfeste Schwenkachse 46 schwenkbar gelagerten
Trägerplatte 47 angebracht oder
mit dieser fest verbunden ist. Ein vom Elektromotor 44 angetriebenes
Schneckenrad 48 ist mit einem Ritzel 49 in Antriebseingriff,
das neben der Trägerplatte 47 koaxial
zur Schwenkachse 46 der Trägerplatte 47 gelagert
und mit einem kleinen Antriebsritzel 50 drehfest verbunden
ist, das wiederum mit einem um eine karosseriefeste Lagerachse 51 drehbar gelagerten
Zwischenrad 52 kämmt.
Das Zwischenrad 52 kämmt
mit einem Zahnsegment 53, das am Hauptlenker 11 koaxial
zu seiner Schwenkachse 16 befestigt ist.
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Die
Trägerplatte 47 weist
mehrere bogenförmige
Langlöcher 54 auf,
in die jeweils ein zugeordneter, am Hauptlager 12 befestigter
Bolzen oder Zapfen 55 eingreift. Die Zapfen 55 bilden
Anschläge
in den Langlöchern 54,
so daß die
Länge der
Langlöcher 54 den
möglichen
freien Schwenkweg der Trägerplatte 47 festlegen.
Statt dieser Zapfen 55 mit Langlöchern 54 können auch
andere Anschläge
vorgesehen sein, die eine Schwenkbewegung der Trägerplatte 47 in beide
Richtungen begrenzt.
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An
einem von der Schwenkachse 46 abstehenden Ende 56 der
Trägerplatte 47 ist
ein Riegelhaken 57 angeordnet, der in Riegelstellung bzw.
abgelegter Offenstellung des Verdecks 1 mit dem Riegelgegenhaken 38 in
Eingriff ist. Eine Zugfeder 58 kann vorgesehen sein, um
die Trägerplatte 47 in
Riegeleingriff vorzuspannen.
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Beim
Schließen
des Verdecks 1 rotiert der Elektromotor 44 das
Schneckenrad 48, das am Ritzel 49 eine Umfangsbewegung
ausführt.
Da das Gewicht des Verdecks 1 auf dem Ritzel 49 entgegen
dieser Antriebsbewegung lastet, verschwenkt zunächst die Trägerplatte 47 von dem
Riegelanschlag zu dem entgegengesetzten Anschlag (Zapfen in den
Langlöchern)
und entriegelt dabei den Riegelhaken 57. Wenn die Trägerplatte 47 an
dem entgegengesetzten Anschlag anliegt, wird die weitere Antriebsbewegung des
Schneckenrades 48 in eine Rotation des Ritzels 49 und
damit des Hauptlenkers 11 umgesetzt. Auf diese Weise wird
das Verdeck 1 aus dem Ablageraum angehoben und bis in seine
Schließstellung über den
Fahrzeuginnenraum bewegt.
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Gemäß einer
abgewandelten Ausführungsform
ist das Verdeck ein Hardtop mit festen Dachschalen. Der Riegelgegenhaken 38 ist
dann an einem seitlichen Dachrahmen einer Dachschale oder an einem
die Dachschale lagernden Hebel oder Lenker oder einem sonstigen
mit dem Dach verschwenkenden Bauteil fest angebracht oder daran
bewegbar gelagert.
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- 1
- Faltverdeck
- 2
- Verdeckgestell
- 3
- Verdeckstoff
- 4
- vorderes
Rahmenteil
- 5
- mittleres
Rahmenteil
- 6
- hinteres
Rahmenteil
- 7
- Stützspriegel
- 8
- Stützspriegel
- 9
- Hauptspriegel
- 10
- Dichtungsträger
- 11
- Hauptlenker
- 12
- Hauptlager
- 13
- Schwenklager
- 14
- Hinterende
- 15
- Schwenklager
- 16
- Schwenklager
- 17
- Schwenklager
- 18
- vorderer
Lenker
- 19
- hinterer
Lenker
- 20
- Schwenkgelenk
- 21
- Schwenkgelenk
- 22
- Zwischenlenker
- 23
- Schwenkgelenk
- 24
- Schwenkgelenk
- 25
- Schwenkgelenk
- 26
- Steuerabschnitt
- 27
- Gelenk
- 28
- Lagerplatte
- 29
- Hinterende
- 30
- Riegelhaken
- 31
- Riegelhebel
- 32
- Schwenklager
- 33
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 34
- Schwenkachse
- 35
- Schwenkgelenk
- 36
- hinterer
Anschlag
- 37
- vorderer
Anschlag
- 38
- Riegelgegenhaken
- 39
- Druckfeder
- 40
- Druckstück
- 41
- Kolbenstange
- 42
- Zylinder
- 43
- Unterabschnitt
- 44
- Elektromotor
- 45
- Gehäuse
- 46
- Schwenkachse
- 47
- Trägerplatte
- 48
- Schneckenrad
- 49
- Ritzel
- 50
- Antriebsritzel
- 51
- Lagerachse
- 52
- Zwischenrad
- 53
- Zahnsegment
- 54
- Langloch
- 55
- Zapfen
- 56
- Ende
- 57
- Riegelhaken
- 60
- Druckfeder
- 58
- Zugfeder
- 61
- Anschlag
- 59
- Schwenkachse
- 62
- Pfeil