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Die
Erfindung betrifft ein Verdeck für ein Kraftfahrzeug, insbesondere
Cabriolet-Fahrzeug, welches mittels eines Verdeckmechanismus zwischen einer
geschlossenen Position und einer offenen Position verlagerbar ist,
nach der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten
Art.
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Aus
der Praxis sind Verdecke für Cabriolet-Fahrzeuge bekannt,
welche mit Funktionsbauteilen, beispielsweise zur Festlegung des
Verdecks in einem offenen Zustand, ausgebildet sind, wobei diese
unabhängig von einer Verdeckbewegung eine feste Position
einnehmen.
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Aus
der
EP 0 763 439 A1 ist
ein derartiges Verdeck bekannt, bei welchem das Funktionsbauteil als
Sperrriegel einer heckseitigen Arretiereinrichtung ausgebildet ist,
wobei die Arretiereinrichtung zur Festlegung des Verdecks in einer
abgelegten Position vorgesehen ist. Zur Festlegung des Verdecks
in der abgelegten Position schwenkt ein in einem vorderen Verdeckabschnitt
angeordneter Verriegelungshaken eines Verriegelungsorgans in den
Sperrriegel ein.
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Während
einer Verdeckbewegung steht der Sperrriegel der Arretiereinrichtung
fest in einer Position, so dass eine Bewegung von Verdeckelementen, Textilkomponenten
und Verkleidungselementen während einer Verdeckbewegung
derart ausgeführt werden muss, dass die Verdeckelemente
während ihrer Bewegung nicht mit dem Sperrriegel der Arretiereinrichtung
kollidieren. Die Anordnung und der Bewegungsablauf von Verdeckelementen
kann somit durch den Sperrriegel der Arretiereinrichtung eingeschränkt
sein.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verdeck für
ein Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet-Fahrzeug, nach der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welchem wenigstens ein Funktionsbauteil
des Verdecks derart flexibel an dem Verdeck angeordnet ist, dass
eine große Freiheit bei der Anordnung und Bewegungsgestaltung
von während einer Verdeckbewegung bewegten Elementen, wie beispielsweise
Verdeckelemente, Verkleidungselemente und Textilkomponenten, auf
einfache Weise ermöglicht ist.
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Diese
Aufgabe wird bei einem Verdeck für ein Kraftfahrzeug, insbesondere
Cabriolet-Fahrzeug, der eingangs genannten Art mit den Merkmalen
des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches 1 gelöst.
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Die
Erfindung sieht ein Verdeck für ein Kraftfahrzeug, insbesondere
Cabriolet-Fahrzeug, vor, welches mittels eines Verdeckmechanismus
zwischen einer geschlossenen Position und einer offenen Position
verlagerbar ist, mit wenigstens einem Funktionsbauteil, welches
sowohl bei einem Beginn einer Öffnungsbewegung bzw. einer
Schließbewegung des Verdecks als auch bei einem Ende einer Öffnungsbewegung
bzw. Schließbewegung des Verdecks eine wenigstens annähernd
identische erste Position einnimmt. Dabei wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass wenigstens ein Funktionsbauteil bei sich zwischen seiner geschlossenen
und seiner offenen Position befindlichem Verdeck wenigstens zeitweise
aus seiner ersten Position zur Freigabe eines Bewegungsraumes für
wenigstens ein bei einer Verdeckbewegung bewegtes Element bewegbar
ist.
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Durch
die bewegliche Ausgestaltung des Funktionsbauteils während
der Verdeckbewegung kann bei einem erfindungsgemäßen
Verdeck ein für ein während einer Verdeckbewegung
bewegtes Element zur Verfügung stehender Bewegungsraum
auf einfache Weise flexibel gestaltet und eventuell vergrößert
werden, da das Funktionsbauteil insbesondere in Abhängigkeit
des bewegten Verdeckelements den von dem bewegten Verdeckelement
benötigten Bewegungsraum freigibt. Eine derartige Bewegung des
Funktionsbauteils kann selbstverständlich auch an mehrere
während einer Verdeckbewegung bewegte Elemente angepasst
werden.
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Weiterhin
kann es auch vorgesehen sein, dass mehrere Funktionsbauteile des
Verdecks beweglich ausgebildet sind und derart während
einer Bewegung des Verdecks bewegbar sind, dass auch bei einem Einsatz
von mehreren während einer Verdeckbewegung bewegbaren Funktionsbauteilen
eine möglichst große Freiheit in der Gestaltung
der während einer Verdeckbewegung bewegten Elemente und
deren Bewegungsablauf realisierbar ist.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass das Funktionsbauteil zur Freigabe eines Bewegungsraumes für
das bei einer Verdeckbewegung bewegte Element eine Schwenkbewegung
in eine zweite Position ausführt und von der zweiten Position
in die erste Position zurückschwenkbar ist.
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Hierdurch
kann ein einfacher Mechanismus zur Freigabe eines Bewegungsraumes
von wenigstens einem während einer Verdeckbewegung bewegten
Element zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sind
neben der genannten Schwenkbewegung auch andere Bewegungsarten,
beispielsweise eine translatorische Bewegung oder eine aus translatorischen
und rotatorischen Bewegungselementen gekoppelte Bewegung des Funktionsbauteils
zwischen seiner ersten und seiner zweiten Position, möglich.
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Eine
Bewegung des Funktionsbauteils wird in einer vorteilhaften Ausbildung
der Erfindung bei einer Verdeckbewegung zwangsgesteuert ausgeführt, wobei
zur Bewegung des Funktionsbauteils, insbesondere von seiner ersten
Position in seine zweite Position, eine separate Antriebseinrichtung
vorgesehen ist.
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Der
Einsatz einer derartigen Antriebseinrichtung ermöglicht
es, dass das Funktionsbauteil sehr flexibel verschwenkt werden kann.
Hierbei kann es vorgesehen sein, dass die Antriebseinrichtung mit
einem Steuergerät, insbesondere einem Verdecksteuergerät,
zusammenwirkt, über welches ein bestimmtes Bewegungsmuster
von der Antriebseinrichtung auf das Funktionsbauteil übertragen
werden kann und das Funktionsbauteil zwischen seiner ersten Position
und seiner zweiten Position bewegt werden kann.
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Ein
sehr kostengünstiger und einfacher Mechanismus zur Bewegung
des Funktionsbauteils ist geschaffen, wenn das Funktionsbauteil
durch ein Zusammenwirken mit einem sich während der Verdeckbewegung
bewegenden Verdeckelement, insbesondere mit einem Element eines
Verdeckgestänges, von seiner ersten Position in seine zweite
Position bewegbar ist.
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Dabei
kann einerseits vorgesehen sein, dass das Funktionsbauteil von dem
sich während der Verdeckbewegung bewegenden Verdeckelement
zur Freigabe eines Bewegungsraumes für ein anderes während
der Verdeckbewegung bewegenden Verdeckelements bewegt wird. Andererseits
kann das sich während der Verdeckbewegung bewegende Element
durch sein Zusammenwirken mit dem Funktionsbauteil auch das Funktionsbauteil
aus seinem eigenen Bewegungsraum bewegen.
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Um
ein schonendes und verschleiß- und belastungsarmes Zusammenwirken
des während einer Verdeckbewegung bewegten Verdeckelements
mit dem Funktionsbauteil sicherstellen zu können, ist es in
einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass das
Verdeckelement ein zum Zusammenwirken mit einem Gegengleitelement
des Funktionsbauteils ausgebildetes Gleitelement wenigstens zur
Bewegung des Funktionsbauteils von seiner ersten Position in seine
zweite Position aufweist.
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Wenn
das Gegengleitelement mit einer Anlaufschräge ausgebildet
ist, kann auf einfache Weise ein fließender Anstieg von
von dem während einer Verdeckbewegung auf das Funktionsbauteil
wirkenden Kraft erzielt werden und eine stoßhafte Kraftübertragung
vorteilhafterweise vermieden werden.
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Das
während einer Verdeckbewegung bewegte Verdeckelement kann
das Funktionsbauteil insbesondere aus seiner eigenen Bewegungsbahn bewegen,
wenn eine insbesondere als Schwenkbewegung ausgeführte
Bewegung des Verdeckelements in einer Bewegungsebene ausgeführt
ist, welche wenigstens annähernd senkrecht zu einer Bewegungsebene
des Funktionsbauteils, in welcher dessen Schwenkbewegung ausgeführt
ist, angeordnet ist.
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Um
ein Bewegen des Funktionsbauteils während einer Verdeckbewegung
von seiner zweiten Position zurück in seine erste Position
sehr einfach zu gestalten, wird in einer vorteilhaften Ausbildung der
Erfindung vorgeschlagen, dass das Funktionsbauteils eine Federeinrichtung
aufweist, mittels welcher das Funktionsbauteil von seiner zweiten
Position in seine erste Position verschwenkbar ist.
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Das
Funktionsbauteil ist in einer vorteilhaften Ausbildung eines erfindungsgemäßen
Verdecks als eine Arretiereinrichtung ausgebildet, welche zur Festlegung
des Verdecks in seiner abgelegten Position vorgesehen ist.
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Die
Arretiereinrichtung kann in einer einfachen Ausbildung eines erfindungsgemäßen
Verdecks an einem Hauptlager des Verdecks insbesondere mittels einer
Schraubverbindung angeordnet sein, wobei die Arretiereinrichtung
zur einfachen Realisie rung der Schwenkbarkeit mit einer Scharniereinrichtung
ausgebildet ist.
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Ein
erfindungsgemäßes Verdeck kann auf einfache Weise
in seiner abgelegten Position festgelegt werden, wenn die Arretiereinrichtung
mit einem Verriegelungsgegenelement ausgebildet ist, welches mit
einem insbesondere in einem vorderen Verdeckbereich angeordneten
Verriegelungselement einer Verriegelungseinrichtung zusammenwirkt.
Hierdurch können Schwingungen des Verdecks während
der Fahrt reduziert werden und somit Beschädigungen an
dem Verdeck oder an im Bereich des Verdecks angeordneten Elementen
verhindert werden.
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Ein
einfaches Zusammenwirken zur Festlegung des Verdecks in seiner abgelegten
Position kann dadurch ermöglicht werden, dass das Verriegelungsgegenelement
eine Ausnehmung aufweist, welche mit einem als Verriegelungshaken
ausgebildeten Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung in
Eingriff bringbar ist.
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Das
Verriegelungsgegenelement der Arretiereinrichtung ist in einer vorteilhaften
Ausbildung der Erfindung als wenigstens annähernd plattenförmiges
Element ausgebildet, wobei das insbesondere als Verriegelungshaken
ausgebildete Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung in
abgelegter Position des Verdecks derart unter das plattenförmige
Element der Arretiereinrichtung bewegbar ist, dass durch die in
Fahrzeughochrichtung unbeweglich an dem Verdeck angeordnete Arretiereinrichtung eine
Bewegung des Verdecks in Fahrzeughochrichtung verhindert ist.
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Das
plattenförmige Element bietet dabei eine Auflage für
das abgelegte Verdeck, wobei das plattenförmige Element
derart ausgebildet werden kann, dass auch bei einer Nichtbenutzung
der Auflage ein Kofferraum des Cabriolet-Fahrzeugs sehr an sprechend
gestaltet und/oder ein Kofferraumvolumen sehr groß ausgebildet
werden kann.
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Es
ist erstrebenswert, dass das Verdeck bei einem Ausfall des das Verdeck
in seiner abgelegten Position festlegenden Verschlussmechanismus
manuell lösbar ausgebildet ist. Hierzu wird vorgeschlagen,
dass die Arretiereinrichtung in offener Position des Verdecks insbesondere
zur Notbetätigung des Verdecks manuell derart manipulierbar
bzw. beeinflussbar ist, dass das sich in seiner offenen Position befindliche
Verdeck zur Bewegung in seine geschlossene Position freigegeben
ist. Hierbei kann die Arretiereinrichtung derart ausgebildet sein,
dass ein Bolzen, mittels welchem die Arretiereinrichtung schwenkbar
in der Scharniereinrichtung gelagert ist, manuell entfernbar ist.
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Eine
Möglichkeit der manuellen Entriegelung des Verdecks in
seiner abgelegten Position ist geschaffen, wenn die Arretiereinrichtung
in offener Position des Verdecks zur Notbetätigung des
Verdecks manuell von ihrer ersten Position in Richtung ihrer zweiten
Position bewegbar und somit außer Eingriff mit der Verriegelungseinrichtung
bringbar ist. Anschließend kann das Verdeck manuell oder
automatisch in seine geschlossene Position überführt
werden.
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In
einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Verriegelungseinrichtung neben der Festlegung des Verdecks
in einer abgelegten Position auch zur Festlegung des Verdecks in
einer geschlossener Position vorgesehen ist, wobei die Verriegelungseinrichtung,
welche insbesondere in einem vorderen Bereich des Verdecks angeordnet
ist, hierzu insbesondere mit einem an einer A-Säule oder
einem Windschutzscheibenrahmen des Cabriolet-Fahrzeugs angeordneten
Gegenelement zusammenwirkt. Die Verriegelungseinrichtung ist somit
mulifunktional einsetzbar, wodurch vorteilhafterweise Bauteile eingespart
werden können.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausführungen eines Verdecks nach
der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, den
Zeichnungen und der Beschreibung.
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Nachfolgend
sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung
prinzipmäßig beschrieben.
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Es
zeigt:
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1 eine
vereinfachte Darstellung eines Cabriolet-Fahrzeugs mit einem Verdeck
in einer Schließstellung;
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2 eine
vereinfachte Darstellung eines Antriebsmechanismus zur Festlegung
des Verdecks in einer offenen Position an einem Windschutzscheibenrahmen
und zur Festlegung des Verdecks in einer geschlossenen Position
in einem Ablageraum;
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3 eine
vereinfachte Darstellung eines Hauptlagers des Verdecks der 1 mit
einer daran angeordneten Arretiereinrichtung, wobei die Arretiereinrichtung
in einer ersten Position bei geschlossenem Verdeck dargestellt ist;
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4 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung eines Ausschnitts des
Hauptlagers der 3 mit der Arretiereinrichtung;
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5 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung eines Ausschnitts des
Hauptlagers gemäß der 4, wobei die
Arretiereinrichtung in einer zweiten Position während einer
Verdeckbewegung gezeigt ist;
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6 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung des Hauptlagers mit der
sich in der ersten Position bei geschlossenem Verdeck befindlichen Arretiereinrichtung,
wobei eine an einem angedeutet dargestellten Dachteil des Verdecks
angeordnete Verriegelungseinrichtung mit der Arretiereinrichtung in
Eingriff ist;
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7 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung des Hauptlagers der 1 bis 6 mit einer
alternativ ausgebildeten Arretiereinrichtung in seiner ersten Position
bei geschlossenem Verdeck;
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8 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung des Hauptlagers mit der
Arretiereinrichtung der 7, welche in ihrer zweiten Position
während einer Verdeckbewegung gezeigt ist;
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9 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung der Arretiereinrichtung
der 8 bei offenem Verdeck, wobei das Verdeck mit einem
an einem angedeuteten Dachteil angeordneten Verriegelungseinrichtung
an der Arretiereinrichtung festgelegt ist; und
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10 eine
vereinfachte dreidimensionale Darstellung der Arretiereinrichtung,
welche in Eingriff mit einer an einem Dachteil des Verdecks angeordneten
Verriegelungseinrichtung in Eingriff ist.
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In 1 ist
ein Cabriolet-Fahrzeug 1 mit einem als Hard-Top-Verdeck
ausgebildeten Verdeck 3 gezeigt, welches zwischen einer
in der 1 gezeigten geschlossenen Position und einer offenen
Position verlagerbar ist.
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Das
Verdeck 3 ist mit drei Dachteilen 5, 7, 9 ausgebildet,
wobei das vordere Dachteil 5 in der geschlossenen Position
des Verdecks 3 an einem Windschutzscheibenrahmen 11 festlegbar
ist. Zur Arretierung des Verdecks 3 an dem Windschutzscheibenrahmen 11 ist
eine beispielsweise in der 2 ersichtliche
Verriegelungseinrichtung 13 vorgesehen.
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Mittels
eines Verdeckgestänges 15, welches in einem heckseitigen
Bereich des Verdecks 3 an einem zum Befestigen des Verdecks 3 an
einer Karosserie des Cabriolet-Fahrzeugs vorgesehenen Hauptlagers 17 des
Verdecks 3 angelenkt ist, kann das Verdeck 3 zwischen
der in der 1 dargestellten geschlossenen
Position und der offenen Position des Verdecks 3, in der
das Verdeck 3 in einer heckseitigen Ablageposition abgelegt
ist, verlagert werden.
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Die
im Folgenden verwendeten Begriffe unten, oben, hinten, vorne und
mittig beziehen sich jeweils auf das in Fahrzeugfrontrichtung betrachtete Cabriolet-Fahrzeug 1 in
dessen Gebrauchszustand.
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In 2 ist
ein in einem vorderen mittigen Bereich des vorderen Dachteils 5 angeordnetes,
als Mittenantrieb 19 ausgebildetes Antriebsorgan ersichtlich,
mittels welchem das Verdeck 3 über eine Betätigung
eines ersten Verschlusshakens 21 der an dem vorderen Dachteil 5 des
Verdecks 3 festgelegten Verriegelungseinrichtung 13 in
geschlossener Position des Verdecks 3 an dem Windschutzscheibenrahmen 11 festlegbar
ist.
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Hierzu
ist eine Treibstange 23 eines Gestänges 25 an
ihrem dem Mittenantrieb 19 abgewandten Ende mit einem dreieckförmigen
Gelenkhebel 27 verbunden, wobei der Gelenkhebel 27 über einen
Bolzen 29 drehbar an der Verriegelungseinrichtung 13 festgelegt
ist. Der Bolzen 29 ist mit seinem dem Gelenkhebel 27 abgewandten
Ende mit dem ersten Verschlusshaken 21 drehfest verbunden.
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Zum
Festlegen des ersten Verschlusshakens 21 an dem Windschutzscheibenrahmen 11 kann
der Mittenantrieb 19 die Treibstange 23 in Verdeckquerrichtung
bewegen, so dass der Gelenkhebel 27 an der verdeckfesten
Verriegelungseinrichtung 13 verschwenkt wird. Hieraus resultiert
eine Drehung des Bolzens 29 um die Achse 31, welche wiederum
den ersten Verschlusshaken 21 verschwenkt und diesen in
Verdeckschließstellung mit einem Gegenelement am Windschutzscheibenrahmen 11 in
Eingriff bringt. Durch eine Bewegung der Treibstange 23 in
umgekehrter Richtung kann der erste Verschlusshaken 21 von
dem Gegenelement am Windschutzscheibenrahmen 11 gelöst
werden.
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Zur
Lagesicherung des Verdecks 3 in einer offenen Position
des Verdecks 3 weist die Verriegelungseinrichtung 13 eine
Verschlusseinrichtung 33 auf, welche ein an dem vorderen
Dachteil 5 festlegbares Blechelement 35 und einen
an dem Blechelement 35 angelenkten, zweiten Verschlusshaken 37 aufweist.
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Das
Blechelement 35 ist mit einem U-förmigen Bereich 39 ausgebildet,
wobei der zweite Verschlusshaken 37 derart an dem Blechelement 35 angelenkt
ist, dass der zweite Verschlusshaken 37 bei einer von dem
Mittenantrieb 19 verursachten Bewegung entweder in eine
in einem Schenkel 41 des U-förmigen Bereichs 39 ausgebildete
Ausnehmung eingeschwenkt oder aus der Ausnehmung herausgeschwenkt
werden kann.
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Zur
Fixierung des Verdecks 3 in der offenen Position des Verdecks 3 kann
die Verschlusseinrichtung 33 mit einem beispielsweise in
der 3 dargestellten, als Arretiereinrich tung 43 ausgebildeten Funktionsbauteil
zusammenwirken, wobei der zweite Verschlusshaken 37 der
Verriegelungseinrichtung 13 hierzu mit einer ein Verriegelungsgegenelement
zu der Verschlusseinrichtung 33 bildenden Ausnehmung 45 des
zweiten Verschlusshakens 37 in Eingriff bringbar ist.
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Bei
einem Übergang des Verdecks 3 von einer geschlossenen
Position in seine offene Position wird das Verdeckgestänge 15 derart
an dem Hauptlager 17 verschwenkt, dass die Verschlusseinrichtung 33 entsprechend 5 auf
die Arretiereinrichtung 43 an dem Hauptlager 19 zubewegt
wird bis der U-förmige Bereich 39 des Blechelements 35 mit
der Arretiereinrichtung 43 in Anlage kommt und der zweite
Verschlusshaken 37 der Verschlusseinrichtung 33 in
Eingriff mit der Ausnehmung 45 der Arretiereinrichtung 43 bringbar
ist.
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Der
zweite Verschlusshaken 37 ist zum Ein- und Ausschwenken
in die Ausnehmung 45 der Arretiereinrichtung 43 mit
einer Koppelstange 47 verbunden, welche an ihrem dem zweiten
Verschlusshaken 37 abgewandten Ende mit dem Gelenkhebel 27 verbunden
ist. Durch eine von dem Mittenantrieb 19 ausgelöste
Bewegung der Treibstange 23 des Gestänges 25 in
Richtung des Mittenantriebs 19 wird der Gelenkhebel 27 um
den Bolzen 29 verschwenkt und bewegt hierdurch die ebenfalls
mit dem Gelenkhebel 27 verbundene Koppelstange 47 wenigstens
annähernd in Verdeckquerrichtung.
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Mittels
dieser translatorischen Bewegung der Koppelstange 47 wird
der zweite Verschlusshaken 37 um seine gelenkige Verbindung
mit dem Blechelement 35 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass
der zweiten Verschlusshaken 37 in die Ausnehmung 45 der
Arretiereinrichtung 43 gedreht wird.
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Das
Verdeckgestänge 15 kann in dieser in der 5 dargestellten
Stellung des zweiten Verschlusshakens 37 nicht nach oben
bewegt werden, da der sich oberhalb der Ausnehmung 45 der
Arretiereinrichtung 43 befindliche Bereich 49 von
dem zweiten Verschlusshaken 37 an einer derartigen Bewegung
gehindert wird. Durch die karosseriefeste Festlegung des Verdecks 3 in
seiner offenen Position wird eine hohe Steifigkeit des abgelegten
Verdecks erzielt, was insbesondere in einem Fahrtzustand des Cabriolet-Fahrzeugs
durch eine Reduzierung von Schwingungen des Verdecks vorteilhaft
ist.
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Zum
Lösen des Verdecks 3 aus der gesicherten Ablageposition
wird die Treibstange 23 des Gestänges 25 von
dem Mittenantrieb 19 in Richtung der Verriegelungseinrichtung 13 bewegt.
Hierdurch wird die Koppelstange 47 über eine Verschwenkung
des Gelenkhebels 27 in eine dem Mittenantrieb 19 abgewandte
Richtung bewegt und dreht dadurch den zweiten Verschlusshaken 37 um
seine Festlegung an dem Blechelement 35 entgegen dem Uhrzeigersinn aus
der Ausnehmung 45 der Arretiereinrichtung 43 heraus.
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Das
Verdeck 3 kann anschließend von seiner offenen
Position in seine geschlossene Position überführt
werden, da das Verdeckgestänge 15 dann nicht mehr
an der an dem Hauptlager 17 angeordneten Arretiereinrichtung 43 gehalten
ist. Das mit dem Blechelement 35 ausgebildete vordere Dachteil 5 bewegt
sich hierbei nach oben von der Arretiereinrichtung 43 weg,
welche bei geschlossenem Verdeck 3 keine weitere Funktion
erfüllt.
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Die
Arretiereinrichtung 43 ist mittels einer Scharniereinrichtung 51 an
dem Hauptlager 17 angeschraubt, wobei die Arretiereinrichtung 43 mittels
eines Lagerbolzens 53 schwenkbar in der Scharniereinrichtung 51 gelagert
ist.
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Die
Arretiereinrichtung 43 weist weiterhin eine als Schenkelfeder 55 ausgebildete
Federeinrichtung auf, welche die Arre tiereinrichtung 43 in
ihrer beispielsweise in der 1 gezeigten
ersten Position hält.
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Da
während einer Verdeckbewegung vorliegend ein nicht näher
dargestelltes, als Verdeckhimmel-Komponente ausgebildetes Element
in den Bauraum der sich in der ersten Position befindlichen Arretiereinrichtung 43 eingreift,
wird die Arretiereinrichtung 43 während der Verdeckbewegung
von ihrer ersten Position in eine beispielsweise in der 5 dargestellte
zweite Position verschwenkt.
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Die
Arretiereinrichtung 43 wird dabei entlang eines in der 5 ersichtlichen
Pfeils P aus der dort strichliert dargestellten ersten Position
gegenüber der ersten Position in Richtung einer Fahrzeugmitte hin
bis zu der zweiten Position bewegt.
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Hierdurch
wird ein von der Verdeckhimmel-Komponente während einer
Verdeckbewegung benötigter Bewegungsraum von der Arretiereinrichtung 43 freigegeben,
wobei die Arretiereinrichtung 43 nachdem die Verdeckhimmel-Komponente
durch den Bauraum der sich in der ersten Position befindlichen Arretiereinrichtung 43 bewegt
ist und diesen wieder verlassen hat zurück in ihre erste
Position bewegt wird.
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Eine
Bewegung der Arretiereinrichtung 43 von ihrer ersten Position
in ihre zweite Position wird dabei vorliegend zwangsgesteuert über
ein Zusammenwirken mit einem als Hebel 57 des Verdeckgestänges 15 ausgebildeten
Verdeckelement umgesetzt.
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Bei
einer Schwenkbewegung des Hebels 57 um das Hauptlager 19,
wobei die Schwenkbewegung des Hebels wenigstens annähernd
in einer parallel zu einer Fahrzeugmittelebene angeordneten Bewegungsebene
ausgeführt wird, wirkt der Hebel 57 über ein
an dem Hebel 57 angeordnetes Gleitelement 59 mit
einem an der Arretiereinrichtung 43 angeordneten Gegengleitelement 61 zusammen.
Die Arretiereinrichtung 43 wird hierdurch um die Scharniereinrichtung 51 verschwenkt,
wobei diese Schwenkbewegung der Arretiereinrichtung 43 in
einer Bewegungsebene liegt, die wenigstens annähernd senkrecht
zu der Bewegungsebene des Hebels 57 verlauft.
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Der
Bewegungsablauf der Arretiereinrichtung 43 von seiner ersten
Position in seine zweite Position ist in den 4 bis 6 und
in den 7 bis 9 – dort aus einer
anderen Perspektive betrachtet – dargestellt, wobei in
den 7 bis 9 eine alternativ zur der Arretiereinrichtung 43 ausgebildete Arretiereinrichtung 100 dargestellt
ist.
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In
der 4 und der 7 ist das
Verdeck 3 in einer geschossenen Position dargestellt, wobei sich
die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 in ihrer ersten
Position befindet. Das Verdeck 3 wird dann in seine Position
in der 5 bzw. 8 verschwenkt, wobei das mit
dem Hebel 57 verbundene Gleitelement 59 dabei
mit dem Gegengleitelement 61 der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 in
Eingriff kommt und die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 um
die Scharniereinrichtung 51 von seiner ersten Position
in seine zweite Position verschwenkt wird.
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Die
Innenhimmel-Komponente befindet sich bei sich in der zweiten Position
befindlicher Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 in
dem Bauraum, den die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 in
ihrer ersten Position einnimmt.
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Die
an der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 angeordnete
Schenkelfeder 55 drückt die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 in
dieser Zwischenposition des Verdecks 3 dem Hebel 57 entgegen und
stellt einen Kontakt des Gleitelements 59 mit dem Gegengleitelement 61 sicher.
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Um
diesen Übergang möglichst fließend zu gestalten,
ist das Gegengleitelement 61 der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 an
einer als erstes mit dem Gleitelement 59 in Kontakt tretenden
Seite mit einer Anlaufschräge 63 versehen und
das Gleitelement 59 des Hebels 57 mit abgerundeten
Kanten ausgebildet.
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Wenn
das Verdeck 3 anschließend von der in der 5 bzw. 8 gezeigten
Zwischenposition in seine Position bei offenem Verdeck 3,
welche in der 6 bzw. 8 dargestellt
ist, verlagert wird, schwenkt der Hebel 57 weiter um das
Hauptlager 17, so dass das an dem Hebel 57 angeordnete
Gleitelement 59 von dem an der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 angeordneten
Gegengleitelement 61 entfernt und außer Eingriff
bewegt wird.
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Die
Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 wird dann, nachdem
die Innenhimmel-Komponente durch den Bauraum der sich in der ersten
Position befindlichen Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 verschwenkt
ist, durch die von der Schenkelfeder 55 auf die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 ausgeübte
Kraft von ihrer zweiten Position zurück in ihre erste,
nunmehr von der Innenhimmel-Komponente freigegebene Position bewegt,
in welcher der zweite Verschlusshaken 37 das abgelegte
Verdeck 3 über das in der 6 strichliert
dargestellte vordere Dachteil 5 an der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 festlegen
kann.
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Ein
Zurückschwenken der Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 von
ihrer zweiten Position in ihre erste Position ist vorliegend auch
deshalb erforderlich, weil dadurch ein von einer nicht naher dargestellten
Hutablage benötigter Platz in offenem Verdeck freigegeben
wird, in welchen die sich in ihrer zwei ten Position befindliche
Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 eingreift.
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Eine Überführung
des Verdecks 3 von seiner offenen Position in seine geschlossene
Position wird in umgekehrter Reihenfolge der eben beschriebenen Schritte,
also von 6 bis 4 bzw. 9 bis 7,
durchgeführt.
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Für
den Fall eines Ausfalls der Verriegelungseinrichtung 13,
insbesondere wenn der Mittenantrieb 19 eine Fehlfunktion
aufweist, ist ein Notbetätigungsmechanismus vorgesehen,
mittels welchem die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 bei
sich in offener Position befindlichem Verdeck 3 außer
Eingriff mit dem zweiten Verschlusshaken 37 der Verriegelungseinrichtung 13 gebracht
werden kann.
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Hierbei
kann die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 einerseits
manuell entgegen einer Federkraft der Schenkelfeder 55 von
ihrer ersten Position in ihre zweite Position bewegt werden, wodurch
die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 außer
Eingriff mit dem zweiten Verschlusshaken 37 der Verriegelungseinrichtung 13 bringbar
ist.
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Andererseits
kann die Arretiereinrichtung 43 bzw. 100 durch
eine Demontage des Lagerbolzens 53 entnommen werden. Auch
hier ist das Verdeck 3 dann zu einer Überführung
von der offenen Position in die geschlossene Position über
eine Verschwenkung um das Hauptlager 17 freigegeben.
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Die
in den 7 bis 10 dargestellte Arretiereinrichtung 100 ist
gegenüber der in den 2 bis 6 dargestellten
Arretiereinrichtung 43 dahingehend verändert,
dass die Arretiereinrichtung 100 an ihrem nach vorne weisenden
Ende keine Ausnehmung aufweist, sondern dort ein ein Verriegelungsgegenelement
bildendes plattenförmigen Element 102 zum Zusammenwirken
mit der Verschlusseinrichtung 33 aufweist. Die Verschlusseinrichtung 33 kann
bei diesem Ausbildungsbeispiel vorteilhafterweise einfach mit nur
dem zweiten Verschlusshaken 37 ausgebildet werden.
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Es
kann dabei auch vorgesehen sein, dass der zweite Verschlusshaken 37 der
Verschlusseinrichtung 33 von einem eigenen Antrieb separat
bewegt werden kann.
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Der
Ablauf der Verriegelung seitens des zweiten Verschlusshakens 37 der
Verriegelungseinrichtung 13 ist dabei unverändert.
Allerdings greift der Verschlusshaken 37 nachdem das vordere
Dachteil 5 mit einem in der 10 ersichtlichen
Plattenelement 104 bei einer Verdecköffnungsbewegung
in Anlage mit dem plattenförmigen Element 102 der
Arretiereinrichtung 100 kommt, unter das plattenförmige
Element 102 der Arretiereinrichtung 100. Das Verdeck 3 ist
somit von der Verriegelungseinrichtung 13 in Fahrzeughochrichtung
festgelegt und sichert die Position des Verdecks 3 in seiner
abgelegten Position.
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In
einer alternativen Ausbildung der Erfindung kann es vorgesehen sein,
dass zur Festlegung des Verdecks in seiner offenen Position und
zur Festlegung des Verdecks in seiner geschlossenen Position ein
einziger Verschlusshaken vorgesehen ist, welcher insbesondere an
einem vorderen Dachteil angeordnet ist.
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Selbstverständlich
können neben der Arretiereinrichtung auch andere Funktionsteile
während einem Bewegungsablauf eines Verdecks zwischen einer
offenen und einer geschlossenen Position bewegbar ausgebildet sein
und während der Bewegung des Verdecks Platz für
dementsprechend andere Elemente, wie beispielsweise Textilkomponenten oder
Verkleidungseinrichtungen, schaffen.
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Neben
dem vorliegend beschriebenen dreiteiligen Hard-Top-Verdeck ist die
Erfindung auch bei zweiteiligen oder mehrteiligen Hard-Top-Verdecken und
bei anderen Verdeckarten für Cabriolet-Fahrzeuge, wie beispielsweise
Soft-Top-Verdecken, anwendbar.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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