DE1031220B - Vorrichtung zum Austragen von Holzspaenen u. dgl. aus einem Bunker - Google Patents
Vorrichtung zum Austragen von Holzspaenen u. dgl. aus einem BunkerInfo
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Description
- Vorrichtung zum Austragen von Holzspänen u. dgl. aus einem Bunker Die Erfindung betritt eine Vorrichtung zum Austragen von Holzspänen aus einem Bunker mit Hilfe eines endlosen, mit regelbarer Geschwindigkeit umlaufenden Forderbandes; anstatt Holzspäne kann auch ein ähnliches, sperriges Massengut ausgetragen werden. Bei den bekannten Austragvorrichtungen dieser Art bildet der die Holzspäne aus dem Bunker aufnehmende Obertrum des Förderbandes den Abschluß des waagerecht oder etwas schräg abgeschnittenen Bunkerauslaufes. Die auf dem Obertrum des Förderbandes liegenden Holzspäne werden an der in Laufrichtung liegenden Umkehrstelle dieses Bandes je nach den Bedingungen des Einzelfalls entweder auf ein weiteres ortsfestes oder ortsbewegliches Fördermittel oder unmittelbar in eine Nrerarbeitungsmaschine od. dgl. aufgegeben. In vielen Fällen hängt die praktische Brauchbarkeit des Austragvorrichtung davon ab, daß man an der Abgabestelle des Förderbandes einen zwar von der Umlaufgeschwindigkeit dieses Bandes abhängigen, aber nach erfolgter Geschwindigkeitseinstellung gleichmäßigen Anfall der Holzspäne je Zeiteinheit erhält.
- Die vorerwähnten bekannten Austragvorrichtungen vermögen diese Aufgabe nicht oder nur unvollkommen zu lösen, wenn der Bunkerinhalt zum Anbacken an den Bunkerwänden, zu Zusammenballungen, Verfilzungen oder Brückenbildungen im Bunker neigt.
- Dann ist ein gleichmäßiger Auslauf aus dem Bunker und damit eine gleichmäßige Beschickung des Förderbandes nicht mehr gegeben. Bei backendem Bunkerinhalt kann man die Brückenbildung in den meisten Fällen durch Anordnung geeigneter Hilfseinrichtungen im Bunker in Gestalt von Rütteleinrichtungen, hin- und hergehenden oder umlaufenden, mit Mitnehmern ausgerüsteten Stangen, Seilen oder Ketten verhindern. Für das störungsfreie Austragen von Holzspänen und ähnlichem sperrigem Massengut, dessen Teile sich im Bunker fest ineinander verfilzen, haben sich solche Hilfseinrichtungen nicht bewährt.
- Es ist bisher nicht gelungen, Holzspäne u. dgl. in regelbaren, aber nach erfolgter Einregelung gleichbleibenden Mengen je Zeiteinheit aus einem Bunker auszutragen.
- Die Erfindung bezweckt, diese überstände in einfacher und betriebssicherer Weise zu beseitigen. Zu diesem Zweck bildet erfindungsgemäß der die Holzspäne aufnehmende, als Bunkerboden dienende Obertrum des in an sich bekannter Weise mit Mitnehmern ausgerüsteten Förderbandes zugleich auch eine Seitenwand des Bunkers. Dieser Obertrum ist von einer neben der Unterkante der der vorgenannten Seitenwand gegenüberliegenden festen Seitenwand liegenden unteren Umlenkrolle in Gestalt einer gewölbten Fläche als Ersatz für die Bodenfläche und die sich dann anschließende Seitenwand des Bunkers bis zu der das obere Ende dieser Seitenwand bildenden oberen Umlenkrolle des Förderbandes geführt. Die gewölbte Fläche besitzt in einem parallel zu den beiden anderen Bunkerwänden gelegten Querschnitt die Form einer schlanken, etwa J-förmigen Kurve. An der oberen Umlenkrolle erfolgt die Abgabe der von dem Förderband mitgenommenen Holzspäne beispielsweise auf ein weiteres Fördermittel.
- Die praktische Erfahrung hat gezeigt, daß die etwas in das Bunkerinnere hineinragenden Mitnehmer des Förderbandes die im Bunker befindlichen Holzspäne ständig umwälzen und so eine Zusammenballung oder Brückenbildung der Späne im Bunker mit Sicherheit verhindern. Ferner hat sich ergeben, daß die von dem Obertrum des Förderbandes mitgenommenen Holzspäne an der Abgabestelle je nach der Umlaufgeschwindigkeit des Förderbandes in regelbarer, aber nach einmal erfolgter Einstellung dieser Geschwindigkeit in gleichbleibender Menge je Zeiteinheit ankommen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
- Ein im ganzen mit 1 bezeichneter Bunker dient zum zeitweiligen Stapeln von Holzspänen und ähnlichem sperrigem Massengut. Die Bodenfläche2 und eine sich daran anschließende Seitenwand 3 des Bunkers 1 wird durch den Obertrum 4a eines mit Mitnehmern 5 ausgerüsteten Förderbandes 4 gebildet. Die untere Umlenkrolle 6 dieses Förderbandes befindet sich seitlich neben und am unteren Ende einer festen der Seitenwand 3 gegenül)erliegenden Bunkerwand 7.
- Von der unteren Umlenkrolle 6 ist der Obertrum 4a des Förderbandes bis zu der das obere Ende der Seitenwand 3 bildenden oberen Umlenkrolle 8 geführt, wo die Abgabe der mitgenommenen Holzspäne in gleichbleibenden Mengen beispielsweise an eine Schurre 9 erfolgt. Der zwischen den Umlenkrollen 6 und 8 befindliche Obertrum 4 4a des Förderbandes 4 bildet eine gewölbte Fläche, die in einem parallel zu den beiden anderen Bunkerwänden 10 und 11 gelegten Querschnitt die Gestalt einer schlanken, etwa J-förmigen Kurve besitzt und als Ersatz für die Bodenfläche 2 und die sich daran anschließende Seitenwand 3 des Bunkers 1 dient.
- Der (nicht gezeichnete) Antrieb der Umlenkrollen 6 und 8 ist in üblicher Weise so ausgebildet, daß man die Umlaufgeschwindigkeit des Förderbandes 4 innerhalb weiter Grenzen beliebig einregeln kann. Insbesondere bei größerer Höhe des Bunkers 1 empfiehlt es sich, den Obertrum 4a des Förderbandes 4 in bekannter Weise über Stützrollen od. dgl. laufen zu lassen, um eine übermäßige Beanspruchung und ein Durchhängen des dann mit einer beträchtlichen Gewichtsmenge an Holzspänen belasteten Obertrums zu verhüten.
- Das Förderband 4 hat zweckmäßig eine etwas größere Breite als die von seinem Obertrum4 gebildeten Bunkerflächen 2 und 3. Jeder Mitnehmer 5 des Förderbandes hat dagegen eine etwas geringere Breite als diese Flächen. An den durch die benachbarten Bunkerwände 10 und 11 gebildeten Seitenkanten der Bunkerflächen 2 und 3 können Führungen für die seitlich über die Mitnehmer 5 hervorstehenden Teile des Förderbandes 4 vorgesehen sein, beispielsweise in Gestalt von in die Seitenkanten eingelassenen Druckrollen od. dgl. Die vorerwähnten, gegebenenfalls erforderlichen Stützrollen für den Obertrum 4a des Förderbandes 4 sind der Übersichtlichkeit halber aus der Zeichnung fortgelassen. Wie die Zeichnung erkennen läßt, erhält die durch den Obertrum4 gebildete Seitenwand 3 des Bunkers 1 zweckmäßig eine geringe Neigung zur Senkrechten.
- Die Mitnehmer 5 können in beliebiger und bekannter Weise, z. B. als in Abständen voneinander angeordnete Querleisten, ausgebildet sein. In der Regel genügt es, die Mitnehmer 5 starr an dem Förderband4 anzuordnen; sie können aber auch in Laufrichtung des Bandes gesehen nach vorn abklappbar sein. Selbstverständlich kann man ferner das Förderband 4 durch einen Blechmantel od. dgl. nach außen hin abdecken.
- Das vorerwähnte ständige Umwälzen der im Bunker 1 befindlichen Holzspäne mit Hilfe der entsprechend ausgebildeten Mitnehmer 5 des Förderbandes 4 ergibt eine bisher unerreichte gründliche Durchmischung der Späne, die sich in vielen Fällen besonders vorteilhaft auswirkt. Wird der Bunker 1 z. B. chargenweise mit Holzspänen beschickt, so können die einzelnen Chargen sehr unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte aufweisen. Bei den bisher üblichen Vorrichtungen würden sich die einzelnen Chargen schichtweise im Bunker stapeln und dementsprechend aus dem Bunker abwechselnd sehr feuchte und vergleichsweise viel trocknere Holzspäne abgezogen werden.
- Da die Verarbeitung von Holzspänen in der Regel einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalt der Späne voraussetzt, müßte ein dem Bunker nachgeschalteter Trockner dauernd auf den wechselnden Feuchtigkeitsgehalt der ihm jeweils zugeführten Holzspäne umgestellt werden. Dazu müßte man eine laufende Überwachung der aus dem Bunker abgezogenen Holzspäne auf Feuchtigkeitsgehalt durch Entnahme von Proben und deren Untersuchung sowie eine entsprechende Einregelung des nachgeschalteten Trockners vornehmen, was die Verarbeitungskosten der Holzspäne außerordentlich erhöhen würde. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung dagegen fallen infolge der guten Durchmischung im Bunker ständig Holzspäne mit einem in etwa gleichbleibenden durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt an, die ohne laufende Überwachung in dem nachgeschalteten Trockner auf den gewünschten Endfeuchtigkeitsgehalt gebracht werden können.
Claims (4)
- PATENTANsPRÜcHE: 1. Vorrichtung zum Austragen von Holzspänen u. dgl. aus einem Bunker mit Hilfe eines als Bunkerboden dienenden endlosen, mit regelbarer Geschwindigkeit umlaufenden Förderbandes, dadurch gekennzeichnet, daß der die Holzspäne aufnehmende Obertrum (4a) des in an sich bekannter Weise mit Mitnehmern (5) ausgerüsteten Förderbandes (4) zugleich auch eine Seitenwand (3) des Bunkers (1) bildet und von einer neben der Unterkante der ihr gegenüberliegenden festen Seitenwand (7) liegenden unteren Umlenkrolle (6) in Gestalt einer gewölbten Fläche, die im Querschnitt parallel zu den anderen beiden Bunkerwänden (10, 11) die Form einer schlanken, etwa J-förmigen Kurve besitzt, als Ersatz für die Bodenfläche (2) und die sich daran anschließendle Seitenwand (3) des Bunkers (1) bis zu der das obere Ende dieser Seitenwand (3) bildenden oberen Umlenkrolle (8) des Förderbandes geführt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (4) eine etwas größere Breite hat als die von seinem Obertrum (4a) gebildeten Bunkerflächen (2 und 3), während jeder Mitnehmer (5) des Förderbandes dagegen eine etwas geringere Breite als diese Flächen besitzt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den durch die benachbarten Bunkerwände (10 und 11) gebildeten Seitenkanten der Bunkerflächen (2 und 3) Führungen für die seitlich über die Mitnehmer (5) hervorstehenden Teile des Förderbandes (4) vorgesehen sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für den Obertrum (4 a) des Förderbandes (4) Stützrollen od. dgl. vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO5286A DE1031220B (de) | 1957-01-08 | 1957-01-08 | Vorrichtung zum Austragen von Holzspaenen u. dgl. aus einem Bunker |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEO5286A DE1031220B (de) | 1957-01-08 | 1957-01-08 | Vorrichtung zum Austragen von Holzspaenen u. dgl. aus einem Bunker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1031220B true DE1031220B (de) | 1958-05-29 |
Family
ID=7350568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEO5286A Pending DE1031220B (de) | 1957-01-08 | 1957-01-08 | Vorrichtung zum Austragen von Holzspaenen u. dgl. aus einem Bunker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1031220B (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1133311B (de) | 1960-08-25 | 1962-07-12 | Schenck Gmbh Carl | Materialbehaelter, insbesondere fuer feinkoerniges, fluidisiertes Schuettgut, mit Austragsvorrichtung |
| DE1175608B (de) | 1962-02-24 | 1964-08-06 | Schilde Maschb Ag | Austragsvorrichtung fuer Drehtrommeln |
| DE1197023B (de) | 1965-05-11 | 1965-07-15 | Ind G M B H | Vorrichtung zum Zuteilen von Holz an eine Laengsfoerderrinne |
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| US8336714B2 (en) | 2009-05-14 | 2012-12-25 | Emerging Acquistions, LLC | Heating system for material processing screen |
| US8618432B2 (en) | 2007-12-18 | 2013-12-31 | Emerging Acquisitions, Llc | Separation system for recyclable material |
-
1957
- 1957-01-08 DE DEO5286A patent/DE1031220B/de active Pending
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