DE10311807A1 - Brauseanordnung - Google Patents
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Abstract
Eine Brauseanordnung ist in einer Vorwandinstallation verwirklicht. Sie enthält ein Sanitärventil, das über eine Steigleitung mit einem Anschluss für einen Brauseschlauch verbunden ist. Der Brauseschlauch ist so gehaltert, dass er bei Nichtgebrauch stetig ein Gefälle aufweist. Der Brausekopf ist in einer Halterung angeordnet, die mit einem Auslass verbunden ist. An der höchsten Stelle ist eine Belüftungseinrichtung vorgesehen, die dafür sorgt, dass sowohl der Brauseschlauch als auch die Steigleitung entleert werden.
Description
- Die Erfindung geht aus von einer Brauseanordnung mit einem Sanitärventil, das eine über einen Brauseschlauch angeschlossene Brause steuert.
- Aus Hygienegründen besteht die Forderung, die zu den Brausen führenden Leitungen, insbesondere die Brauseschläuche, zu entleeren. Die bisherigen Möglichkeiten der Entleerung beschränken sich auf Anordnungen von Kopfbrausen mit einem Entleerungsventil am unteren Ende der Steigleitung, also direkt nach dem Mischer. Bei Brauseschläuchen wird das Problem dadurch verstärkt, dass diese meistens an irgendeiner Stelle durchhängen, wobei dieser Teil sich nicht entleeren lässt.
- Um Brauseschläuche, die gegebenenfalls störend wirken, aufzuräumen, ist es bereits bekannt, diese aufzuwickeln. Hierzu ist eine Vorrichtung mit einer um eine horizontale Drehachse verdrehbaren Trommel bekannt (
DE 38 12 399 ). - Ebenfalls bekannt ist eine Unterputzschlauchbrausengarnitur (
DE 201 13 857 ), bei der der Schlauch mit Hilfe eines Gewichts in einen Behälter zurückgezogen wird. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit zu schaffen, auch bei den Brauseschläuchen die hygienischen Bedingungen zu verbessern.
- Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Brauseanordnung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
- Die Halterungsanordnung ist so ausgebildet, dass der Brauseschlauch beim Ansprechen der Belüftungseinrichtung entleert wird. Bei der Belüftungseinrichtung handelt es sich um eine bekannte Einrichtung. Diese spricht dann an, d.h. ein Belüfterventil wird dann geöffnet, wenn der Druck in der Leitung einen bestimmten Wert unterschreitet. Dieser Wert ist so eingestellt, dass dann, wenn das Zulaufventil, nämlich der Mischer, geschlossen wird, das Belüfterventil anspricht und sich öffnet.
- In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Brauseschlauch erst dann entleert wird, wenn nach dem Ansprechen des Belüfterventils der Brauseschlauch in die Ruhestellung gebracht wird. Unter Ruhestellung ist diejenige Position oder Bedingung der Brauseanordnung zu verstehen, die dann eintritt, wenn niemand die Brause benutzt. Die Halterungsanordnung kann dabei entweder an dem Schlauch oder an dem Brausekopf angreifen oder auch an beiden.
- Eine Möglichkeit, wie dafür gesorgt werden kann, dass der Brauseschlauch entleert wird, besteht darin, dass er nach Öffnen der Belüftungseinrichtung von seinem Anschluss ausgehend so geführt wird, dass der Schlauch eine bis zum Brausekopf fortschreitende Ausbiegung nach oben erfährt, die praktisch eine höchste Stelle bildet, die das Was ser auf ihrer Vorderseite vor sich her bis zum Brausekopf drängt. Dann kann der Brauseschlauch in seinem entleerten Teil auch wieder herab hängen.
- Eine weitere Möglichkeit, die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe zu lösen, besteht darin, den Brauseschlauch in der Ruhestellung derart zu haltern, dass seine Linie an keiner Stelle ein Minimum bildet, was bedeutet, dass er nirgends durchhängt. Dadurch läuft das Wasser nach Öffnen des Belüfters von alleine aus dem Brausekopf heraus.
- Wie bereits an einem Beispiel erwähnt wurde, kann es ausreichend sein, den Brauseschlauch so zu halten, dass ein Minimum nur stromauf des schon entleerten Teils des Schlauchs gebildet ist.
- Eine weitere Möglichkeit, das automatische Entleeren des Brauseschlauchs beim Übergang in die Ruhestellung zu ermöglichen, besteht darin, dass der Brauseschlauch im Ruhezustand in der Brauseanordnung von seinem Anschluss an stetig ein Gefälle aufweist.
- Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Belüftungseinrichtung an der höchsten Stelle des Leitungswegs angeordnet ist. Es ist sinnvoll, den Anschluss für den Brauseschlauch relativ hoch zu legen, um die erwähnten Maßnahmen durchführen zu können. Die Belüftungseinrichtung kann je nach deren Bauform jedoch auch an einer Stelle unterhalb der höchsten Stelle angeordnet sein, da sich auch dann der Brauseschlauch entleeren lässt, entsprechend dem Saugheberprinzip.
- Der Brausekopf kann beispielsweise einfach am Ende des Brauseschlauchs herab hängen. Dann wird er in die Badewanne oder Duschwanne entleert. Es ist aber sinnvoll und wird von Erfindung vorgeschlagen, dass die Brauseanordnung eine Halterung für den Brausekopf aufweisen kann, in der dieser im Ruhezustand untergebracht wird. In Weiterbildung der Erfindung kann diese Halterung so ausgebildet sein, dass der Brausekopf in die Halterung entleert wird, und das Wasser durch einen Abfluss abgeleitet wird. Als Halter für die Handbrause kann ein becherförmiges Teil vorgesehen sein, in das der Brausekopf eingesteckt oder eingelegt wird. Die Abflusseinrichtung aus der Halterung kann stromabwärts auch mit der Abflusseinrichtung der Zuleitung zu Rolle verbunden sein. Bei der Zuleitung zur Schlauchtrommel handelt es sich um ein fest installiertes Rohr, das durch den Belüfter ebenfalls belüftet werden kann, so dass ein Abflussventil diesen Teil der Leitung ebenfalls entleeren kann.
- Um die Brauseanordnung in den Ruhezustand zu überführen, kann die Brauseanordnung in Weiterbildung der Erfindung eine Einrichtung aufweisen, um den Brauseschlauch zurückzuziehen. Diese Einrichtung zum Zurückziehen des Brauseschlauchs kann kraftbeaufschlagt sein, beispielsweise gewichtsbeaufschlagt, insbesondere jedoch federbeaufschlagt.
- Es kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen sein, dass der Brauseschlauch in der Ruhestellung der Brauseanordnung mindestens teilweise abgedeckt ist, wozu die Brause Anordnungen eine Abdeckung aufweisen kann, die auch sonstige Funktionsteile abdecken kann. Insbesondere kann die Brauseanordnung in einer Vorwandinstallation untergebracht sein.
- Es kann erfindungsgemäß zum Unterbringen und Entleeren des Brauseschlauchs vorgesehen sein, dass dieser in der Ruhestellung mindestens teilweise auf gewickelt ist. Hierzu kann eine Schlauchtrommel vorgesehen sein, wobei das Anschlussende des Schlauchs an die Installation oben angeordnet ist und dass handbrausenseitige Ende am unteren Teil der Rolle angeordnet ist.
- Wenn die Drehachse der Schlauchtrommel vertikal verläuft, so ergibt sich automatisch ein Gefälle, das mindestens der Windungssteigung des Brauseschlauchs auf der Rolle entspricht. Das Gefälle kann gegebenenfalls durch entsprechende Erhöhung der Windungssteigung verstärkt werden, wenn die Windungen des Brauseschlauchs nicht aneinander anliegen. Die Windungssteigung kann auf der Schlauchtrommel als Führungsrille aufgeprägt und damit vorgegeben sein. Es ist aber ebenfalls möglich, die Steigung durch eine Axialbewegung der Rolle auf dem Rollenlager zu erzeugen.
- Eine derartige Axialbewegung der Rolle kann besonders vorteilhaft sein, weil dadurch der Ablaufpunkt des Schlauchs von der Rolle immer in der gleichen Höhe gehalten wird. Es kann immer der gleiche Auslaufpunkt des Schlauchs zu einer Gehäusedurchführung eingehalten werden. Dies verringert die Reibungswiderstände des Schlauchs in der Durchführung.
- Wenn die Zurückziehbewegung des Brauseschlauchs langsam genug über eine höchste Stelle erfolgt, kann auch ein Aufwickeln auf eine Schlauchtrommel um eine horizontale oder schräge Achse erfolgen.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen und der Zusammenfassung, deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung der Brauseanordnung; -
2 in vergrößertem Maßstab die Ansicht der Schlauchtrommel zum Aufwickeln des Brauseschlauchs. -
1 zeigt eine an einer Wand1 angebrachte Vorwandinstallation2 , die in ihrem oberen Bereich nach vorne ragt und dort eine Kopfbrause3 enthält. Die Kopfbrause3 ist über eine Leitung4 innerhalb der Vorwandinstallation2 mit einem Sanitärventil5 verbunden. Das Sanitärventil5 , dessen Bedienung von der Außenseite der Vorwandinstallation2 zugänglich ist, enthält auch ein Entleerungsventil6 , das zum Entleeren der zu der Kochbrause3 führenden Leitung4 dient. Das Entleerungsventil, besser gesagt sein Auslass, führt über einen Siphon7 zur Kanalisation. - Das Sanitärventil
5 kann nicht nur die Kopfbrause3 mit Duschwasser versorgen, sondern über einen Umsteller und eine Leitung8 auch eine Handbrause9 . Das Sanitärventil wird über eine Leitung10 mit kaltem und einer Leitung11 mit warmem Wasser versorgt. In Sanitärventil5 erfolgt eine Mischung, so dass in den Leitungen4 und8 Wasser geführt wird, dessen Temperatur und Menge von dem Sanitärventil5 bestimmt wird. - Der zu der Handbrause
9 führende Brauseschlauch ist im oberen Bereich am Ende der Steigleitung8 mit Hilfe eines Anschlusses13 angeschlossen. Direkt am oberen Ende der Steigleitung8 ist eine Belüftungseinrichtung14 angeordnet, die bei nicht mehr vorhandenem Druck sowohl die Steigleitung8 als auch den Brauseschlauch12 belüften kann. - Im oberen Bereich der Installationseinheit ist eine Konsole
15 angebracht, durch die die Steigleitung8 hindurch führt. Auf der Oberseite der Konsole15 ist eine Schlauchtrommel16 um eine vertikale Achse drehbar gelagert, die mit der Achse der Steigleitung8 zusammen fällt. Der Brauseschlauch12 ist von seinem Anschluss13 ausgehend auf die Schlauchtrommel16 aufgewickelt. Im unteren Bereich führt der Brauseschlauch dann von der Schlauchtrommel16 durch eine seiner Form entsprechende Öffnung17 durch die Konsole15 und schräg nach unten. Dort ist eine Öffnung18 vorhanden, die in der Vorderseite der Vorwandinstallation2 ausgebildet ist. Diese Öffnung18 weist abgerundete Ränder auf. Die Handbrause9 ist in eine becherförmige Halterung19 mit ihrer Öffnung nach unten bzw. nach hinten eingelegt. Aus der Halterung19 führt ein Auslass20 über eine Auslassleitung21 zu dem Siphon7 . - Wenn die Belüftungseinrichtung
14 sich öffnet, so fließt das in dem Brauseschlauch vorhandene Wasser wegen des vorhandenen durchgehenden Gefälles aus der Handbrause9 in den Auslass20 ab. - Die Schlauchtrommel
16 , siehe auch2 , ist federbeaufschlagt in der Richtung, dass sich der Brauseschlauch12 durch die Öffnungen18 und17 nach oben zieht und dabei auf die Schlauchtrommel16 aufwickelt. Die Federkraft kann so eingestellt werden, dass ein Benutzer nur wenig durch diese Kraft gestört wird. Es ist auch denkbar, dass bei herausgezogenem Brauseschlauch zunächst eine gewisse Arretierung erfolgt, die das Zurückziehen unterbricht, bis der Benutzer durch ein kurzes nochmaliges Ziehen diese Arretierung aufhebt. - Durch die Belüftungseinrichtung
14 wird auch die Steigleitung8 belüftet. Durch die Erfindung wird es möglich, nicht nur den Brauseschlauch wieder aufzuräumen, sondern auch dafür zu sorgen, dass er und seine Zuleitung entleert wird. Dadurch verringern sich die Gesundheitsgefahren, die durch sich in dem stehenden Wasser vermehrende Keime entstehen können. - Das gleiche gilt auch für eine gegebenenfalls vorhandene Kopfbrause, die ebenfalls durch die Belüftungseinrichtung belüftet werden kann.
- Einer Installationseinheit, wie sie dargestellt und beschrieben wurde, kann auch als Unterputzsystem ausgebildet sein.
Claims (17)
- Brauseanordnung, mit 1.1 einem Sanitärventil (
5 ), 1.2 einem stromab des Sanitärventils (5 ) angeschlossenen zu einem Brausekopf (9 ) führenden Brauseschlauch (12 ), 1.3 einer in dem Leitungsweg (8 ,12 ) zu dem Brausekopf (9 ) angeordneten Belüftungseinrichtung (14 ), sowie mit 1.4 einer Halterungsanordnung zur derartigen Halterung des Brauseschlauchs (12 ) und/oder des Brausekopfs (9 ) in einer Ruhestellung der Brauseanordnung, dass 1.5 der Brausekopf (9 ) mit seiner Öffnung an der tiefsten Stelle des Brauseschlauchs angeordnet ist und 1.6 der Brauseschlauch (12 ) nach Ansprechen der Belüftungseinrichtung entleert wird. - Brauseanordnung nach Anspruch 1, bei der der Brauseschlauch beim Übergang in die Ruhestellung entleert wird.
- Brauseanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Brauseschlauch (
12 ) in der Ruhestellung derart gehaltert ist, dass seine Höhenlinie an keiner Stelle ein Minimum bildet. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Brauseschlauch (
12 ) derart gehaltert ist, dass ein Minimum nur stromauf des schon entleerten Teils des Schlauchs (12 ) gebildet ist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Brauseschlauch (
12 ) im Ruhezustand von seinem Anschluss (13 ) an stetig ein Gefälle aufweist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Belüftungseinrichtung (
14 ) an der höchsten Stelle des Leitungswegs (8 ,12 ) angeordnet ist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Halterung (
19 ) für den Brausekopf (9 ). - Brauseanordnung nach Anspruch 7, bei der die Halterung (
19 ) einen Abfluss (20 ) aufweist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Einrichtung zum Zurückziehen des Brauseschlauchs (
12 ) in die Ruhestellung. - Brauseanordnung nach Anspruch 9, bei der die Einrichtung zum zurückziehen des Brauseschlauchs (
12 ) kraftbeaufschlagt ist, insbesondere federbeaufschlagt. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Brauseschlauch (
12 ) in der Ruhestellung mindestens teilweise abgedeckt ist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Abdeckung zum Abdecken von Funktionsteilen.
- Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Brauseschlauch (
12 ) in der Ruhestellung mindestens teilweise auf gewickelt ist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Schlauchtrommel (
16 ) zum Aufwickeln des Brauseschlauchs (12 ). - Brauseanordnung nach Anspruch 14, bei der die Schlauchtrommel (
16 ) eine vertikale Achse aufweist. - Brauseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in einer Vorwandinstallation (
2 ) verwirklicht. - Brauseanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, in einer Unterputzinstallation verwirklicht.
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