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Die Erfindung betrifft eine Verbindungsbildungsanordnung,
insbesondere zum Einsatz in einer Anordnung zum Überführen einer vorzugsweise über einen
Teilbereich einer Wickelwalze laufenden Materialbahn, insbesondere
einer Papier- oder
Kartonbahn, auf einen, mit der Wickelwalze einen Nip bildenden neuen
Wickelkern, vorzugsweise auf einen Leertambour.
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Eine derartige Anordnung und ein
Verfahren werden bereits in der
DE 101 61 073 A1 vorgeschlagen. Die dort
beschriebene Anordnung dient zur Überführung einer Materialbahn, beispielsweise
im Bereich einer Aufrolleinrichtung einer Papier- oder Kartonmaschine,
einer Streichmaschine oder einer äquivalenten Maschine, um die
Materialbahn ohne Unterbrechung des Herstellungsprozesses, das heißt ohne
Abschalten der Papier- oder Kartonmaschine, nacheinander auf leere
Wickelkerne, die auch als Leertamboure bezeichnet werden, aufzubringen
oder um die Materialbahn in besonderen Situationen, etwa nach dem
Abriss der Papier- oder Kartonbahn oder nach dem Anfahren der Papier- oder
Kartonmaschine, auf einen vorzugsweise leeren Wickelkern aufzuwickeln.
Hierbei muss dafür
gesorgt werden, dass der durch das Trennen der Materialbahn entstehende
Bahnanfang dem neuen Wickelkern zugeführt wird, um auf diesem eine
neue Wickelrolle zu bilden. Um dies zu erreichen, wird mindestens
ein Initialtrennstück
zur Verbindung zwischen der Materialbahn und dem leeren Wickelkern eingesetzt.
Auf dem Ini tialtrennstück
ist eine Verbindungsbildungsanordnung in Form eines Klebestreifens
aufgebracht, der die Materialbahn mit dem neuen Wickelkern verklebt.
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Durch das Einbringen des mindestens
einen Initialtrennstücks
zwischen den mindestens einen Überführstreifen
und die Wickelwalze, welches nach dem Erreichen des Nips in dem
von dem Überführstreifen
nicht überdeckten
Bereich mit dem neuen Wickelkern verbunden wird, und das definierte
Trennen des Überführstreifens
durch das Initialtrennstück unter
Ausbildung eines neuen, an das Initialtrennstück und den neuen Wickelkern
gebundenen Bahnanfangs wird ein völlig sauberer Wickelbeginn
gewährleistet.
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Aus der US 2002/0 134 879 A1 ist
ein Verfahren zum Überführen einer
Materialbahn, die auf eine Rolle aufgewickelt wird, auf einen leeren
Wickelkern bekannt. Dessen Mantelfläche wird mit einem zweiseitig
klebenden Klebeband beklebt. Erst durch das Aufbringen von Feuchtigkeit
auf die äußere Oberfläche des
Klebebandes wird dessen Klebefähigkeit
aktiviert, so dass die Materialbahn auf ihm haften kann und von
der Rolle in Richtung zu dem Wickelkern herübergezogen wird, nachdem die
Rolle und der Wickelkern unter Bildung eines Nips einander angenähert worden
sind.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Verbindungsbildungsanordnung zu schaffen, mit der
eine sichere und zuverlässige Überführung einer
Materialbahn auf einen neuen Wickelkern sichergestellt wird.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer
Verbindungsbildungsanordnung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst,
dass sie eine weiche, insbesondere kompressible oder schwammartige, Verdickung
aufweist.
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Die Verdickung der Verbindungsbildungsanordnung
bewirkt, dass eine sichere Verbindung zwischen der Verbindungsbildungsanordnung
und dem Wickelkern zustande kommt, auch wenn dieser aufgrund von
Abnutzung nicht mehr den Soll-Durchmesser
aufweist. Die Verdickung ist weich und daher nachgiebig, so dass
sie durch die sich auf den Wickelkern aufrollende Materialbahn zusammengequetscht
werden kann. Dadurch trägt
sie nicht auf, und es entstehen keine oder nur geringfügige Unebenheiten
in den oberhalb der Verbindungsbildungsanordnung liegenden Lagen
der Materialbahn auf dem Wickelkern; Ausschuss wird hierdurch weitgehend
vermieden. Die Erfindung basiert somit darauf, dass die Verbindungsbildungsanordnung
vor dem Aufführvorgang
eine größere Dicke
als hinterher aufweist. Aufgrund der Kompressibilität der Verbindungsbildungsanordnung
kann diese auch im Nip zwischen der Materialbahn und der Wickelwalze
sowie im Bereich des Wickelkerns keine Zerstörungen auf der Oberfläche der
Zylinder verursachen, wie sie durch ein starres, unnachgiebiges
Material entstehen könnten.
Die Verbindungsbildungsanordnung ist aufgrund ihrer variablen Dicke
in jeder Lage an die noch zulässige
Dicke anpassbar.
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Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen
und aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
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Um eine feste Verbindung zwischen
dem Wickelkern und der Verbindungsbildungsanordnung zustande kommen
zu lassen, reicht es aus, wenn die Verdickung, bezogen auf die Laufrichtung
der Materialbahn, mindestens an der Spitze der Verbindungsbildungsanordnung
oder im vorderen Bereich der Verbindungsbildungsanordnung angebracht
ist. Es ist jedoch auch möglich,
dass sich die Verdickung über
die gesamte Länge
der Verbindungsbildungsanordnung erstreckt.
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Eine Möglichkeit zur Schaffung einer
kompressiblen Verbindungsbildungsanordnung besteht darin, dass sie
mindestens an ihrer Spitze mit einem Gas aufgeblasen und/oder aufblasbar
ist. Eine besondere Ausgestaltung der Verbindungs bildungsanordnung
besteht darin, dass sie eine aufblasbare Luftspirale ist, die sich
durch das Einbringen von Luft oder eines Gases um den Umfang des
Wickelkerns legt, um den Aufführvorgang
einzuleiten. Alternativ ist der dickenveränderliche Bereich auf der Verbindungsbildungsanordnung
aufklappbar ausgebildet. Dabei klappt ein Teil des dickenveränderlichen
Bereichs beispielsweise infolge der Zentrifugalkraft nach hinten,
wenn die Verbindungsbildungsanordnung auf den Wickelkern aufgebracht
wird.
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In einer besonderen Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Verbindungsbildungsanordnung als aufblasbare
Luftspirale ausgebildet ist. Hierbei wird die hohe Kompressibilität eines
Gases ausgenutzt. Nachdem die Verbindungsbildungsanordnung ihre
Funktion erfüllt
hat und den Kontakt zwischen der Materialbahn und dem Wickelkern
hergestellt hat, wird sie durch die über der Verbindungsbildungsanordnung
liegenden Lagen der Materialbahn zusammengedrückt und hat damit kein relevantes störendes Volumen
mehr.
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Um zu erreichen, dass sich die Verbindungsbildungsanordnung
zum Platzen bringen lässt,
wird sie durch die Materialbahn überrollt,
die die Außenhaut
des mit Gas gefüllten
Volumens in der Verbindungsbildungsanordnung zerstört. Hierzu
kann eine spezielle Stelle oder eine Mehrzahl von Stellen in der Wandung
des Volumens vorgesehen sein, wobei diese Stellen beispielsweise
eine verringerte Wandstärke
haben.
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Nach einer anderen Weiterbildung
der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verbindungsbildungsanordnung
wenigstens an ihrer Spitze aus einem bekannten Maxwellschen Medium
besteht, das heißt
einem Kunststoff mit besonderen rheologischen Eigenschaften, die
eine ausreichende Fließfähigkeit
des Kunststoffs einschließen.
Ein Maxwell-Modell beschreibt allgemein eine viskoelastische Flüssigkeit, wobei
das Modell aus einem Dämpfer
mit der Viskosität η und einer
Feder mit der Federkonstanten G (Modul G des elastischen Anteils),
die in Serie geschaltet sind, besteht.
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Als besonders vorteilhaft erweist
es sich, eine Verbindungsbildungsanordnung auf den Wickelkern aufzubringen,
die eine größere Länge als
der Umfang des Wickelkerns aufweist. Dadurch ist es möglich, dass
die auf dem Wickelkern aufgewickelte Verbindungsbildungsanordnung
nach Durchlaufen einer Umfangslänge
die Materialbahn aufreißt
und sie damit mehr und mehr in Richtung zu ihren Bahnkanten aufreißt, bis
die Materialbahn nicht mehr auf die volle Wickelrolle, sondern auf
den noch leeren Wickelkern aufgewickelt wird. Bei dieser Ausführungsform
kann die Klebezone zwischen der Verbindungsbildungsanordnung und
der Materialbahn entfallen. Eine derartige Verbindungsbildungsanordnung
lässt sich
sowohl in Verbindung mit den oben beschriebenen Merkmalen einer
Verbindungsbildungsanordnung realisieren als auch ohne sie.
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Nach demselben Prinzip funktioniert
der Einsatz einer Verbindungsbildungsanordnung, die eine größere Breite
hat als ein in die Materialbahn zum Überführen der Materialbahn auf den
Wickelkern eingebrachter Schlitz. Auch in diesem Fall reißt die Verbindungsbildungsanordnung,
ausgehend von dem Bereich, in dem sie die Materialbahn überdeckt,
diese schließlich über die
gesamte Breite der Materialbahn auf, so dass sie nach Beendigung
des Überführvorgangs
auf den Wickelkern aufgewickelt wird. Auch in diesem Fall kann die
Klebezone in dem Bereich, der breiter als der in die Materialbahn
eingebrachte Schlitz ist und somit von der Materialbahn überdeckt
wird, entfallen. Eine derartige Verbindungsbildungsanordnung kann
auch zusätzlich
eine größere Länge als
den Umfang des Wickelkerns aufweisen. Zusätzlich kann sie auch nach einer
der oben beschriebenen Varianten in ihrer Dicke veränderlich sein,
indem sie sich beispielsweise durch die Materialbahn zusammendrücken lässt.
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In allen Fällen verbreitert sich mit Vorteil
die Verbindungsbildungsanordnung in Laufrichtung der Materialbahn
von vorn nach hinten.
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Mit Vorteil lassen sich Verbindungsbildungsanordnungen
oder Initialtrennstücke
einsetzen, die wenigstens teilweise aus einer reißfesten,
insbesondere dünnen
oder einer wasserlöslichen
Folie, einem nassfesten Papier, einem imprägnierten Papier, einem Kunststofffasern
enthaltenden oder reißfesten oder
gefalzten Papier oder Karton bestehen. Die gemäß der Erfindung verwendbaren
Verbindungsbildungsanordnungen haben eine höhere Reißfestigkeit als die Materialbahn,
so dass sie diese während des Überführvorgangs
aufreißen
können.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf
ein Verfahren zum Überführen einer
vorzugsweise über
einen Teilbereich einer Wickelwalze laufenden Materialbahn, insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn, auf einen mit der Wickelwalze einen
Nip bildenden neuen Wickelkern, insbesondere einen Leertambour, wobei
vorzugsweise mindestens ein Überführstreifen mittels
mindestens einer vor dem Nip in Laufrichtung der Materialbahn angeordneten
Trenneinrichtung ausgebildet wird und wobei mindestens ein Initialtrennstück direkt
oder indirekt mittels mindestens einer Abgabeeinrichtung eingebracht
wird, wobei eine Verbindungsbildungsanordnung mit den oben beschriebenen
Eigenschaften eingesetzt wird.
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In einer Weiterbildung dieses Verfahrens wird
die Verbindungsbildungsanordnung auf dem Wickelkern für die Herstellung
einer Klebeverbindung mit der Materialbahn oder die Verbindungsbildungsanordnung
auf der Materialbahn selber durch Einsatz von Druck, durch Temperatur,
durch ein elektrisches oder magnetisches Feld, durch elektromagnetische Strahlung,
insbesondere UV-Strahlung, oder durch eine chemische Reaktion aktiviert.
Anschließend wird
die Materialbahn mit dem Wickelkern über die Verbindungsbildungsanordnung
verbunden.
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Die oben in Bezug auf die Verbindungsbildungsanordnung
gemachten Aussagen gelten genauso für ein an sich aus der
DE 102 06 576 A1 bekanntes
Initialtrennstück,
das sich ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzen
lässt.
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Nachstehend wird die Erfindung in
Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In
den beigefügten Zeichnungen
zeigen:
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1 eine
schematisch und perspektivisch dargestellte Wickelmaschine gemäß dem Stand
der Technik;
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2 eine
Ausführungsform
der Wickelmaschine mit einer Abgabeeinrichtung zum Abgeben von Verbindungsbildungsanordnungen
tragenden Initialtrennstücken
in schematisierter Seitenansicht;
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3a, b eine Seitenansicht einer
Verbindungsbildungsanordnung mit einer kompressiblen Verdickung
im vorderen Bereich vor und nach dem Aufführvorgang;
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4 eine
Seitenansicht einer Verbindungsbildungsanordnung mit einer schwammförmigen Verdickung
im vorderen Bereich;
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5 eine
perspektivische Ansicht eines teilweise mit einer Verbindungsbildungsanordnung umwickelten
Wickelkerns; und
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6 eine
Draufsicht auf die Verbindungsbildungsanordnung gemäß 5.
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Eine Wickelmaschine 1 (1), wie sie beispielsweise
aus der WO 98/52858 A1 bekannt ist, umfasst unter anderem eine auch
als Anpresstrommel oder Tragtrommel bezeichnete Wickelwalze 2. Eine
Materialbahn wird entweder aus einem hier nicht dargestellten Glättwerk,
einem Kalander, einer Schlussgruppe einer Veredelungsmaschine oder
einer hier ebenfalls nicht dargestellten Trockenpartie einer Papier-
oder Kartonmaschine herausgeführt, umschlingt
dann meistens eine ebenfalls nicht dargestellte Leit- oder Breitstreckwalze
und läuft
dann in Pfeil richtung L auf der Mantelfläche 4 der Wickelwalze 2 auf,
umschlingt die Mantelfläche
der Wickelwalze 2 um einen gewissen Winkel („Umschlingungswinkel") bis zu einem zwischen
der Wickelwalze 2 und der Wickelrolle 5 vorhandenen
Nip N1, das heißt
einem Bereich, in dem diese einen Einfluss auf die Wickelrolle 5 ausüben kann,
und wird schließlich
auf die Wickelrolle 5 aufgewickelt.
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Wenn nun die Wickelrolle
5 einen
bestimmten Durchmesser D
W erreicht hat,
wird ein neuer Wickelkern
6 (Leertambour) mittels einer
nicht dargestellten Antriebseinrichtung vorbeschleunigt und in Kontakt
mit der Wickelwalze
2 unter Ausbildung eines Nips N2 gebracht.
Darnach wird üblicherweise
in die laufende Materialbahn
3 vor oder auf der Wickelwalze
2 mindestens
eine Trennung
7 in mindestens einem Randbereich
8 mittels
mindestens einer an sich bekannten Trenneinrichtung
9 angebracht,
wodurch mindestens ein Überführstreifen
10 ausgebildet
wird. Zum Überführen der
gesamten Materialbahn
3 auf den neuen Wickelkern
6 wird
der Überführstreifen
10 durchgetrennt
und auf den neuen Wickelkern
6 überführt. Der Überführstreifen
10 kann selbstverständlich auch
in einem mittleren Bereich der Materialbahn
3 herausgetrennt
werden, wie dies beispielsweise in den beiden deutschen Patentanmeldungen
DE 101 63 554.0 und
DE 102 02 410.8 offenbart
ist.
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Viele Varianten dieses Verfahrens
zum Überführen einer
laufenden Materialbahn 3 unter Ausbildung mindestens eines Überführstreifens
sind bekannt.
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Erfindungsgemäß wird das Einbringen eines Initialtrennstücks 11 oder
einer Verbindungsbildungsanordnung 14 (3a – 6) zwischen den Überführstreifen 10 und
die Wickelwalze 2 mittels einer der Abgabeeinrichtungen 12, 12.1 oder 12.2 auf
einem direkten oder indirekten Wege realisiert. Die Abgabeeinrichtung 12, 12.1 oder 12.2 weist
beispielsweise die Form und die Funktion eines Papiermagazins, eines
Plotters oder eines Druckers mit Multi- oder mit Einzelblattabgabe
auf.
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Insbesondere ist auch vorgesehen,
dass die lediglich angedeutete Abgabeeinrichtung 12 derart angeordnet
ist, dass das Initialtrennstück 11 vorzugsweise
im wesentlichen direkt zwischen den Überführstreifen 10 und
die Wickelwalze 2 einbringbar ist. Vorteilhaft bei dieser
Ausführung
ist neben der einfachen Ausgestaltung der Abgabeeinrichtung 12 und
des Initialtrennstücks 11 auch
die Geschwindigkeit, mit der das Initialtrennstück 11 einbringbar
ist, die um ein Vielfaches geringer als die Materialbahngeschwindigkeit
sein kann, beispielsweise beträgt
sie nur ein Prozent der Materialbahngeschwindigkeit. Darüber hinaus
kann auf eine besondere Führung
des Initialtrennstücks 11 zwar
verzichtet werden, da dieses auf dem Weg zu dem Nip N2 von dem Überführstreifen 10 und
der Wickelwalze 2 ausreichend geführt ist. Jedoch kann in anderen
Ausführungsformen
eine Führung
vorhanden sein.
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Alternativ dazu kann die Abgabeeinrichtung
12.1 derart
angeordnet sein, dass das Initialtrennstück
11 zunächst unterseitig
auf den Überführstreifen
10 oder
die Materialbahn
3 aufbringbar ist und darnach mittels
der Materialbahn
3 und/oder des Überführstreifens
10 zwischen
den Überführstreifen
10 und
die Wickelwalze
2 einbringbar ist. Diese Variante bietet
insbesondere bei eingeschränkten
Platzverhältnissen
eine gute Möglichkeit
zum Einbringen des Initialtrennstücks
11. Die Abgabeeinrichtung
12.2 kann
auch so angeordnet sein, dass das Initialtrennstück
11 zunächst bei
temporärer
Verbindung auf der Mantelfläche
4 der
Wickelwalze
2 aufbringbar ist und dann mittels der Wickelwalze
2 zwischen
den Überführstreifen
10 und
die Wickelwalze
2 einbringbar ist. Die temporäre Verbindung
kann durch eine an sich bekannte lösbare Klebeverbindung oder
bei einer besaugten Wickelwalze, die aus der
DE 198 22 052 A1 bekannt
ist, mittels Vakuum ausgeführt
sein.
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Außerdem besteht die Möglichkeit,
eine geeignete Abgabeeinrichtung in der Verlängerung der Wickelwalze 2 vorzusehen,
wie es üblicherweise
bei den bekannten Seilscheiben der Fall ist. Jede dieser Varianten
kann in Abhängigkeit
von der Führung
der Materialbahn 3, ihren Eigenschaften und den Besonderheiten
der Wickelmaschine von Vorteil sein.
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Die Trenneinrichtung 9 kann
gemäß dem Stand
der Technik oberseitig oder unterseitig der Materialbahn 3 vor
dem Nip N2 angeordnet sein und mindestens ein Schneidelement, vorzugsweise
ein Schneidelement mit einem Strahl hoher Energiedichte, insbesondere
ein Wasserstrahl- oder ein Laserstrahl-Schneidelement aufweisen.
Da keine eindeutig bevorzugte Anordnung der Trenneinrichtung 9 existiert,
ergibt sich, wie aus 2 deutlich
erkennbar ist, eine durchaus große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten
in der Anordnung der Abgabeeinrichtung 12, 12.1, 12.2 und
der Trenneinrichtung 9 in der Wickelmaschine 1.
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In einer Ausführungsform (3a) weist ein Initialtrennstück 11 oder
die Verbindungsbildungsanordnung 14 einen Träger 15 auf,
auf dem im vorderen Bereich des Trägers 15, bezogen auf
die Laufrichtung der Materialbahn 3, ein Klebebereich 16 oberhalb
eines kompressiblen Elements 17 aufgebracht ist. Das kompressible
Element 17 enthält
in seinem Innern beispielsweise ein Gas und hat nach Art eines Luftballons
eine elastische Außenwand,
die durch die Materialbahn 3 zusammengedrückt wird.
Die Dicke der Verbindungsbildungsanordnung 14 ist in ihrem vorderen
Bereich so gewählt,
dass sie größer oder gleich
der des Papiers ist. Die Verbindungsbildungsanordnung 14 klebt
dadurch auch dann mit dem Klebebereich 16 auf dem Wickelkern 2 an,
wenn der Nip nicht sehr deutlich ausgebildet ist.
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Nach dem Überrollen der Materialbahn 3 wird
das Element 17 zusammengedrückt, wie in 3b dargestellt ist. Anstelle eines mit
gasgefüllten Elements 17 lässt sich
auch ein schwammförmiges Material 18 (4) einsetzen, das ebenso
zusammendrückbar
ist.
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In einer weiteren Ausbildungsform
der Erfindung (5) kommt
eine Verbindungsbildungsanordnung 20 mit einer schmalen
Spitze 21 zum Einsatz, das eine Länge hat, die größer als
der Umfang des Wickelkerns 2 ist. Mit dem die Umfanglänge des Wickelkerns 2 überschreitenden
Bereich 22 wird die Materialbahn 3 in ihrer nächsten Lage
teilweise umwickelt und dadurch an den Kanten der Verbindungsbildungsanordnung 20 aufgerissen
und schließlich über ihre
gesamte Breite zu dem Wickelkern 2 herübergezogen, während sie
noch auf die Wickelrolle 5 aufgewickelt wird. Dadurch wird
die Materialbahn 3 von der Wickelrolle 5 auf den
Wickelkern 2 überführt. Die
Verbindungsbildungsanordnung 20 muss nur mit dem Wickelkern 2 verklebt
oder haftend verbunden werden, nicht mit der Materialbahn 3,
da bereits die Haftreibung zwischen der Materialbahn 3 und
der Verbindungsbildungsanordnung 20 ausreicht, um die Materialbahn 3 fest
mit dem Wickelkern 2 zu verbinden. In einer hier nicht
dargestellten Ausführungsform
verbreitert sich die Verbindungsbildungsanordnung 20 zu
ihrem hinteren Ende trapez- oder dreieckförmig.
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In einer anderen Ausführungsform
(6) wird die Materialbahn 3 durch
seitliche Randbereiche 23, 24 einer eine vordere
Spitze 25 aufweisenden Verbindungsbildungsanordnung 26 mit
dem Wickelkern 2 verbunden. Die Randbereiche 23, 24 überragen
einen durch zwei Trenneinrichtungen 9 erzeugten Schlitz
in der Materialbahn 3 seitlich, wobei dessen Breite der
Breite eines Bereiches 27 auf der Verbindungsbildungsanordnung 26 entspricht,
und halten dadurch die Materialbahn 3 auf der Mantelfläche des
Wickelkerns 2 fest. Auch in diesem Fall ist es nicht notwendig,
auf die Randbereiche 23, 24 Klebstoff aufzubringen.
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Auf der vorderen Spitze 25 oder über den
gesamten Bereich 27 wird dagegen ein Klebstoff, insbesondere
oberhalb eines kompressiblen Elements 17 oder eines Schwamms 18 oder
eines anderen weichen, nachgiebigen oder elastisch verformbaren
Elements, wie zum Beispiel eines Maxwellschen Mediums, aufgebracht,
um die Verbindungsbildungsanordnung 26 mit dem Wickelkern 2 zu
verbinden. Auch die Verbindungsbildungsanordnung 26 kann
zu ihrem hinteren Ende trapez- oder dreieckförmig verbreitert sein.
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- 1
- Wickelmaschine
- 2
- Wickelwalze
- 3
- Materialbahn
- 4
- Mantelfläche
- 5
- Wickelrolle
- 6
- Wickelkern
- 7
- Trennung
- 8
- Randbereich
- 9
- Trenneinrichtung
- 10
- Überführstreifen
- 11
- Initialtrennstück
- 12,
12.1, 12.2
- Abgabeeinrichtung
- 14
- Verbindungsbildungsanordnung
- 15
- Träger
- 16
- Klebebereich
- 17
- Element
- 18
- Schwammförmiges Material
- 20
- Verbindungsbildungsanordnung
- 21
- Spitze
- 22
- Bereich
- 23
- Randbereich
- 24
- Randbereich
- 25
- Vordere
Spitze
- 26
- Verbindungsbildungsanordnung
- 27
- Bereich