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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Einätzen
von Strukturen in einen Ätzkörper, insbesondere
von lateral exakt definierten Ausnehmungen in einen Siliziumkörper, mit
einem Plasma, nach der Art der Anmeldung
DE 101 45 297.7 .
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Ein bekanntes Problem beim Plasmaätzen, das
aus elektrischer Aufladung resultiert, ist die Taschenbildung an
einer als Ätzstopp
dienenden dielektrischen Grenzfläche.
Dieses "Notching-Phänomen" begrenzt die Aspektverhältnisse
von Trenchgräben
wie sie für
mikromechanischen Strukturen benötigt
werden, da die noch ohne Auftreten von "Notches" oder "Taschen" erlaubten Überätzzeiten mit wachsendem Aspektverhältnis (Verhältnis von Tiefe
zu Breite) immer kleiner werden. Für einen fertigungssicheren
Prozess werden daher derzeit, je nach Strukturgeometrie, als Limit
des Aspektverhältnisses
Werte von ca. 5:1 bis 10:1 angesehen, so dass beispielsweise Drehratensensoren
nicht unter Verwendungen optimaler Schichtdicken von mehr als 20 μm sondern
mit Epipolysiliziumschichten mit Dicken von ca. 10 μm bis 15 μm realisiert
werden, was das Design und die Performance dieser Bauelemente stark
limitiert.
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Die 1 illustriert
die Ursache für
das Auftreten von Taschenbildung. Während Elektronen im Wesentlichen
ungerichtet auf eine zu ätzende
Oberfläche
oder Ätzschicht 61 eines
Substrates 19 einfallen und vor allen in den oberen Teilen
von Trenchgräben
mit hohem Aspektverhältnis
von den Seitenwänden
der geätzten
Strukturen absorbiert werden, treffen positiv geladene Ionen gerichtet
und nahezu senkrecht auf die Oberfläche 61 auf, so dass
ein hoher Prozentsatz der Ionen den Boden des Trenchgrabens erreicht.
Letztlich ist dieser gerichtete Ioneneinfall Ursache jeder an sich
gewünschten Ätzanisotropie;
andernfalls könnten
keine senkrechten Wände geätzt werden.
Solange der Ätzgrund
beispielsweise noch aus Silizium besteht, hat das auch keine gravierenden
Konsequenzen: Die vom oberen Teil der Seitenwand absorbierten Elektronen
wandern im leitfähigen
Silizium einfach nach unten zum Ätzgrund
und neutralisieren dort die einfallenden positiv geladenen Ionen.
Sobald jedoch eine dielektrische Grenzfläche 60 als Ätzstopp
erreicht ist, kann dieser Ausgleichstrom die auf der dielektrischen
Grenzfläche 60 fixierten
("getrappten") Ionen nicht mehr
erreichen. Die Folge sind starke Felder zwischen Ätzgrund
und Strukturseitenwänden,
die nachfolgende Ionen vermehrt in den Übergangsbe reich Silizium-Dielektrikum
hinein ablenken, was der Motor der nun einsetzenden Taschenbildung
ist.
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Zur Lösung dieses Problems wurde
in
DE 199 57 169 A1 bereits
vorgeschlagen, durch eine Pulsung der Substratbiasspannung bzw.
der der Substratelektrode zugeführten
hochoder niederfrequenten Substratelektrodenleistung während Pulspausen
dem Substrat Gelegenheit zur Entladung zu geben.
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Durch die Pulsung der an die Substratelektrode
angelegten Leistung bzw. Spannung wird ein intermittierender Ionenstrom
erreicht und durch Entladevorgänge
in den Strompausen dem Aufbau schädlicher Ladungen und daraus
resultierender elektrischer Felder entgegengewirkt. Die Taschenunterdrückung wird
grundsätzlich
umso wirksamer, je länger die
Pulspausen (= Entladezeiten) und gleichzeitig je kürzer die
Pulsdauern (= Aufbau von Aufladungen) eingestellt sind, was jedoch
die während
der Pulsphasen für
das Fortschreiten einer anisotropen Ätzung benötigten Impulsspitzenleistungen
in die Höhe treibt.
Dieser Ansatz der Zufuhr der für
eine anisotrope Ätzung
benötigten
Ionenbeschleunigungsspannung an der Substratelektrode in immer kürzeren,
dafür umso
hochgespannteren Pulsen führt
zudem zu einem Verlust an Prozessstabilität, d.h. dem Auftreten von Ätzgrundrauhigkeit
bis hin zur "Grasbildung" auf dem Ätzgrund.
Dem kann zum Teil dadurch entgegengewirkt werden, dass die Spannungs-Strom-Relation
für die
zugeführte
Leistung an der Substratelektrode zugunsten einer höheren Spannung
und eines geringeren Stroms eingestellt wird, wie dies im Fall von
Niederfrequenzbiasing mit Frequenzen von beispielsweise 100 kHz
bis 450 kHz erreicht werden kann. Dieses Vorgehen erweitert insbesondere
das zulässige
Prozessfenster in Richtung eines geringeren Puls-zu-Periode-Verhältnisses,
bevor es zum Auftreten von Ätzgrundrauhigkeiten kommt.
Leider ist auch dieser Ansatz mit Nachteilen verbunden: Die Plasmaimpedanz
ist sehr hoch, dem Anpassnetzwerk (Matchbox) werden hohe Kreisgüten abverlangt,
um die benötigte
Spannungstransformation zu leisten, das Matching selbst ist instabil
und hochgradig von Details des Plasmas abhängig, und das generierte Ionenenergiespektrum
zur Substratelektrode ist breit, was die Profilkontrolle von anisotrop geätzten Strukturen
erschwert.
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Zusammenfassend konnten die vorgenannten
Nachteile durch die niederfrequente Pulsung einer hochfrequent modulierten
Hochfrequenzleistung von beispielsweise 13,56 MHz gemäß
DE 199 57 169 A1 und
die damit verbundene Emulation einer Niederfrequenzbiasspannung
von beispielsweise 100 kHz bis 450 kHz zwar in Grenzen gehalten bzw.
teilweise überwunden
werden, jedoch ist die Unterdrückung
einer Taschenbildung an einem dielektrischen Ätzstopp bei hohen Aspektverhältnissen
von mehr als 10:1 immer noch beschränkt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
war, ausgehend von der unveröffentlichten
Anmeldung
DE 101 45 297.7 ,
die Bereitstellung weiterer Verfahrensvarianten bzw. Ausführungsbeispiele
zum Einätzen
von Strukturen in einen Ätzkörper, die
zu einer verbesserten Taschenstabilität insbesondere bei hohen Aspektverhältnissen
der eingeätzten
Strukturen führen,
und die damit auch bei diesen Strukturen hohe Überätzzeiten erlauben.
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Die vorliegende Erfindung beschreibt
in Weiterführung
von
DE 101 45 297.7 neue
Möglichkeiten zur
Verfahrensführung
mit dem Ziel der Unterdrückung
von Problemen beim Plasmaätzen,
insbesondere beim Plasmaätzen
von Silizium, die aus elektrischer Aufladung resultieren. Dabei
werden eine Reihe von problematischen Phänomenen, die das Plasmaätzen begleiten,
eliminiert. Insbesondere wird die diesen Phänomenen zu Grunde liegende
Ursache, nämlich
die elektrische Aufladung, beseitigt.
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So wurde als wesentlich erkannt,
dass die begrenzte Wirkung einer Substratbiaspulsung daraus resultiert,
dass in einem Plasma der Großteil
der negativen Ladungsträger
von Elektronen gebildet wird, während
der Großteil
der positiven Ladungsträger
schwere, positiv geladene Ionen, sogenannte Kationen, sind. Negativ
geladene Ionen, sogenannte Anionen, stellen in einem "normalen" Plasma nur einen
geringen Anteil der geladenen Teilchen. Da Kationen (und Anionen)
ca. die 100000-fache Masse eines Elektrons besitzen und die Ladungsträgerbeweglichkeit
mit der Masse skaliert, weist ein Plasma stets ein positives Plasmapotential
von typischerweise 10 V bis 20 V gegenüber Oberflächen auf, die mit dem Plasma
in Kontakt gebracht worden sind. Dieses Plasmapotential ist für negative
Ladungsträger,
also Elektronen und Anionen repulsiv, für Kationen attraktiv, so dass
Kationen stets auch bei ausgeschalteter Substratbiasspannung mit
einer Mindestenergie von ca. 10 eV bis 20 eV das zu ätzende Substrat
erreichen. Das zu ätzende
Substrat ist gegenüber
dem Plasma zudem stets negativ vorgespannt, so dass diese negative
Vorspannung bei zusätzlich
angelegter Substratleistung bzw. Substratbiasspannung aus den genannten
Gründen
noch weiter ins Negative gezogen wird, was zu einem an sich gewünschten
Auftreten einer sogenannten negativen "selfbias-Spannung" führt.
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Somit können auch bei ausgeschalteter
Beschleunigungsspannung nur gerichtete Ionen und ungerichtete Elektronen
das Substrat erreichen, was die Wirksamkeit von Substratbiaspulspausen
gemäß
DE 199 57 169 A1 zur
Entladung von Strukturen begrenzt bzw. die für eine Entladung benötigten Pausenzeiten
in unpraktikable Bereiche treibt.
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Vorteilhaft ist weiterhin, dass sich
das erfindungsgemäße Verfahren
losgelöst
vom konkret eingesetzten Ätzverfahren
für eine
Anzahl von Applikationen wie das Ätzen dielektrischer Schichten,
das Öffnen
von Ätzgrundpassivierungen
ohne eine Schädigung
einer Seitenwandpassivierung oder zum Einsatz bei Ätzprozessen
auf Basis einer Chlor- oder Brom-Chemie
unter Ausschaltung von Seitenwandangriffen und Maskenrandhinterschneidungen
eignet. Insbesondere kann es neben dem Einsatz bei einem Ätzverfahren
für Silizium
gemäß
DE 42 41 045 C1 und
dessen Weiterentwicklungen auch bei der Strukturierung von Siliziumdioxid
oder anderen Dielektrika, dem Kontaktlochätzen bzw. der Erzeugung von
Vias in SiO
2 oder anderen Dielektrika sowie
einer Teflonpassivierung von Strukturseitenwänden eingesetzt werden.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen und
der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigt
1 eine Prinzipskizze
zur Ursache der Taschenbildung,
2 illustriert
die Effekte, die beim Abschalten eines Plasma wie eines induktiv
gekoppelten Plasmas oder eines Mikrowellenplasmas auftreten,
3 zeigt eine Prinzipskizze
für ein
erstes Ausführungsbeispiel
einer Plasmaätzanlage
und deren Steuerung über
eine gekoppelte Pulstechnik an Plasmaquelle und Substrat,
4 zeigt ein zu
3 alternatives zweites Ausführungsbeispiel
mit Doppelpulstechnik an der Substratelektrode gemäß
DE 199 57 169 A1 ,
5 erläutert drei alternative Pulszüge zur Pulsung
der Plasmaleistung und der Substratleistung gemäß
3 oder
4,
6 zeigt ein drittes, zu
3 oder
4 alternatives Ausführungsbeispiel,
7 zeigt den Aufbau der Pulszüge zur Pulsung
der Plasmaleistung und der Substratspannung gemäß
6,
8 zeigt
ein zu
3,
4 oder
6 alternatives viertes Ausführungsbeispiel,
9 zeigt den Aufbau der Pulszüge zur Pulsung
der Plasmaleistung und der Substratspannung gemäß
8,
10 erläutert das
Auftreten von Elektronenakkumulationen beim Plasmaätzen im
oberen Teil eines mit einer Seitenwandpassivierung versehenen Trenchgrabens
oder in der Nähe des
Maskenrandes sowie die Taschenbildung,
11 beschreibt den Mechanismus der Schädigung einer
Seitenwandpassivierung beim Öffnen
einer Bodenpassivierung eines Trenchgrabens mit nachfolgender, lokal
unerwünschter
isotroper Seitenwandätzung
mit ClF
3, und
12 zeigt,
welche Konsequenzen elektrische Aufladungen beim Ätzen von Dielektrika
haben können.
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Ausführungμsbeispiele
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Zur Durchführung der nachfolgend erläuterten
Ausführungsbeispiele
wird zunächst
von der Plasmaätzanlage
ausgegangen, die bereits in
DE 101
45 297.7 beschrieben ist. Insbesondere werden die dort
verwendeten Bezugszeichen mit gleicher Bedeutung weiterhin verwendet,
so dass auf eine erneute Erläuterung
verzichtet werden kann.
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Die 2 zeigt
die bei einem Abschalten eines Plasmas, insbesondere einem Abschalten
eines gepulsten Plasmas, in der Pulspause auftretenden Effekte.
Zunächst
wird dabei das Plasma, ausgehend von einem "normalen" Plasma, das während der Pulsdauer aus einer
niedrigen Dichte an Anionen und einer hohen Dichte an Elektronen
und Kationen zusammengesetzt ist, zum Zeitpunkt t0 vorübergehend abgeschaltet.
In der damit beginnenden Pulspause kühlt das Elektronengas in dem
Plasma innerhalb von einigen Mikrosekunden ab, wobei es teilweise zur
Rekombination von Elektronen mit Kationen und zum paarweisen Verlust
beider Spezies kommt, andererseits aber auch ein beträchtlicher
Teil der Elektronen von neutralen Gasmolekülen eingefangen wird, wodurch
sich Anionen bilden. Dieser Effekt wird unterstützt durch einen drastischen
Anstieg des Einfangquerschnitts von niederenergetischen Elektronen
nach dem Abkühlen
des Elektronengases sowie der Elektronegativität der beteiligten Gasmoleküle. Für bei einem
Plasmaätzen
von Silizium oder Siliziumoxid übliche
Prozessgase wie SF6, Cl2,
HCl, HBr, SiCl4, SiF4,
C4F8, C3F6, C4F6,
C5F8, CF4, CHF3, C2F6, C3F8, O2, N2 ist
die Elektronegativität
hoch, d.h. die Tendenz zur Anionenbildung bei Vorliegen ausreichend
niederenergetischer, "kalter" Elektronen entsprechend
ausgeprägt.
Wenige μs
nach dem Abschalten der Plasmaanregung liegt daher bereits ein Plasma
vor, das fast nur noch Anionen und Kationen und nur noch sehr wenige
freie Elektronen enthält. Dieser
Zustand ist dann relativ langlebig, d.h. Anionen- und Kationenkonzentration
fallen durch Stoßneutralisation über der
Zeit t exponentiell mit einer Zeitkonstante, die je nach Druck und
beteiligten Gassorten einige 10 μs
bis einige 100 μs
betragen kann, gegen 0 ab
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Die Formel im unteren Teil von 2 gibt die Polarität P des
Plasmas wieder, d.h. die normierte Asymmetrie der Massen positiver
und negativer Ladungsträger.
Für ein "normales" Plasma ist die Polarität zunächst nahe
1, da die Elektronenmassen me– gegenüber den
Kationenmassen mx+ nicht ins Gewicht fallen,
und die Anionenkonzentration nx– nur sehr
klein ist. Beim Abschalten des Plasmas fällt die Polarität P des
Plasmas dagegen sehr schnell gegen 0, d.h. es liegt Ambipolarität vor.
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Als wesentliche Konsequenz der näherungsweisen
Massengleichheit von positiven und negativen Ladungsträgern im
ambipolaren Plasma sinkt auch das Plasmapotential UPlasma auf
0, d.h. der Zeitverlauf der Polarität P entspricht in der Tendenz
auch dem skizzierten zeitlichen Verlauf des Plasmapotentials UPlasma, das ausgehend von ca. 10 V bis 20
V innerhalb weniger Mikrosekunden auf einen Wert nahe 0 V abfällt.
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Die Konsequenzen aus diesem ambipolaren Zustand
sind gravierend: Ohne eine angelegte Substratspannung, d.h. bei
Fehlen einer Substratbiasleistung, besteht kein Potentialunterschied
mehr zwischen Plasma und Substrat, so dass Kationen wie Anionen
mit sehr geringen Energien auf das Substrat einwirken und dieses überall dort
entladen können, wo
immer sich schädliche
Ladungsagglomerationen befinden.
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Von dieser Erkenntnis machen die
hier erläuterten
Ausführungsbeispiele
mit einer gepulsten Plasmaleistung und Substratbiasleistung gemäß
DE 101 45 297.7 Gebrauch.
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Im Übrigen werden die nachfolgenden
Ausführungsbeispiele
bevorzugt zur Durchführung
des Verfahrens gemäß
DE 42 41 045 C1 beim
anisotropen Ätzen
von Silizium eingesetzt.
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Die
3 zeigt
eine induktiv gekoppelte Plasmaquelle
5 entsprechend
1 in
DE 101 45 297.7 mit einem Plasmagenerator
13,
der bevorzugt bei einer Frequenz von 13,56 MHz betrieben wird, zur
Speisung einer induktiven Spule
11, sowie einen Hochfrequenz-
oder Niederfrequenzgenerator als Substratleistungsgenerator
22,
der bevorzugt bei einer Frequenz 13,56 MHz bzw. 380 kHz betrieben wird,
zur Speisung der Substratelektrode
18. Sowohl der Substratleistungsgenerator
22 als
auch der Plasmagenerator
13 sind jeweils mit einem Pulsgeber
62,
63,
vorzugsweise einem Niederfrequenzpulsgeber, verbunden oder versehen,
um damit die Leistung des jeweils zugeordneten Generators
13,
22 mit
einer Frequenz von vorzugsweise 200 Hz im Fall des Substratleistungsgenerators
22 bzw.
1,2 kHz im Fall des Plasmagenerators
13 und einem Duty-Cycle
von vorzugsweise jeweils 50 % zu pulsen. Eine optionale Synchronisation
beider Pulsgeber
62,
63 bzw. beider Generatoren
13,
22 gestattet
es zudem, eine feste, ganzzahlige Phasenbeziehung zwischen dem in
die Substratelektrode
18 und dem in die Spule
11 eingekoppelten
Pulszug einzustellen, so dass ein "stehendes" Bild der beiden Pulszüge zueinander
entsteht.
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Die 4 zeigt
in Weiterführung
von 3 eine besonders
vorteilhafte Ausführungsform,
wobei der Substratbiasgenerator 22 gegenüber 3 neben der niederfrequenten
Modulation mit dem Pulsgeber 62 zusätzlich durch einen weiteren
Pulsgeber 64 mit einer bevorzugten Frequenz von 100 kHz
und geringerem Duty-Cycle von vorzugsweise 10 % gepulst wird. Auch
hier kann eine Synchronisationseinheit vorgesehen sein, um zwischen
dem in die Substratelektrode 18 und dem in die Spule 11 eingekoppelten
Pulszug eine feste, ganzzahlige Phasenbeziehung einzustellen, so
dass erneut ein "stehendes" Bild der beiden
Pulszüge
zueinander entsteht.
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Die 5 zeigt
verschiedene bevorzugte Varianten der Pulsung der Einhüllenden
des Trägersignals 34 von
Plasmagenerator und Substratbiasgenerator 13, 22 für die Anordnungen
gemäß 3 oder 4 ohne Rücksicht darauf ob es sich bei
der Substratspannung um ein hochfrequentes Trägersignal, beispielsweise ein
mit 100 kHz gepulstes hochfrequentes Trägersignal, oder um ein niederfrequentes Trägersignal,
beispielsweise mit einer Frequenz von 100 kHz bis 450 kHz, handelt.
Wesentlich ist jedoch in 5,
dass während
der relativ langsamen Pulspausen an der Substratelektrode mehrere
Plasmapulse und Plasmapausen auftreten, wobei während letzterer das Plasma
ambipolar wird und der Abbau von Aufladungen auf dem Wafer mit hoher
Effizienz erfolgt.
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Im oberen Teil von 5 wird die Plasmaleistung bzw. der Plasmagenerator 13 beispielhaft mit
einer Frequenz von 1,15 kHz und 50 % Duty-Cycle gepulst, während der
Substratbias bzw. der Substratleistungsgenerator 22 beispielhaft
mit 200 Hz und 50 % Duty-Cycle gepulst wird.
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Im Laufe von Versuchen hat sich gezeigt, dass
für eine
wirksame Taschenunterdrückung
die Plasmapulsrate eine Frequenz von mindestens 500 Hz, vorzugsweise
1000 Hz, noch besser eine Frequenz in einem Bereich von 1 kHz bis
10 kHz, beispielsweise 2000 Hz bis 3000 Hz aufweisen sollte. Noch
höhere
Frequenzen führen
zu Problemen mit dem ver mehrten Auftreten von "Zündaussetzern", d.h. Plasmapulsphasen,
in denen es zu keiner Zündung
des Plasmas kommt, mit entsprechend hoher reflektierter Leistung.
Eine Plasmapulsrate von 250 Hz führte
in Versuchen noch zur Taschenbildung, während bei 1000 Hz stets keine
Taschen mehr beobachtet wurden.
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Frequenzen oberhalb von einigen kHz
sind mit vertretbarer reflektierter Leistung nur dadurch zu realisieren,
dass das Plasmadarf während
der Plasmapulspausen nicht völlig
erlischt, sondern mit geringer oder minimaler Intensität weiterbrennt,
wie dies in
DE 101 45 297.7 bereits
ausgeführt
ist. Eine damit verbundene Grundionisation im Plasma kann beispielsweise
erreicht werden, indem die Leistung in den Pulspausen nicht völlig auf
0 zurückgefahren wird,
oder mit Zusatzmitteln in der Plasmaätzanlage
5 für eine Grundionisation
wie einen Hilfsgenerator geringer Leistung oder eine hochgespannte
DC-Einkopplung. Für
die Substratelektrodenpulsung ist im Übrigen zu beachten, dass gängige, preiswerte
Substratbiasgeneratoren
22 meist nur mit maximal ca. 300
Hz bis 500 Hz gepulst werden können.
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Die Darstellung im oberen Teil von 5 weist keine Ganzzahlbeziehung
zwischen den beiden Pulsfrequenzen auf; das Verhältnis der beiden Frequenzen
liegt bei ca. 6. Auf diese Weise kommt es zu einer Schwebung mit
einer Schwebungsfrequenz von etwa 50 Hz.
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Für
die gezeigte Verfahrensführung
mit einer Nicht-Ganzzahlbeziehung der Frequenzen ist es vorteilhaft,
wenn deren Verhältnis
in der Nähe
einer geraden Zahl, vorzugsweise mindestens 4, liegt, damit während einer
Substratbiaspause stets mindestens eine fallende Plasmapulsflanke
sowie daneben mindestens zwei Plasmapulse und zwei Plasmapausen pro
Substratbiaspause und Substratbiaspuls auftreten. Besonders bevorzugt
liegt die Plasmapulsfrequenz etwas oberhalb einer geradzahligen
Beziehung der beiden Frequenzen, wobei diese Zahl erneut mindestens
4 betragen sollte, damit während
einer Substratbiaspause stets mindestens zwei fallende Plasmapulsflanken
auftreten.
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Im oberen Teil von 5 sollte daher die Plasmapulsfrequenz
bevorzugt statt wie gezeichnet 1,15 kHz zu 1,25 kHz gewählt werden,
also etwas oberhalb einer 6:1-Relation. In diesem Fall treten unabhängig von
der Phasenlage zwischen Substratpulsung und Plasmapulsung in den
Substratbiaspausen stets mindestens drei fallende Plasmapulsflanken auf.
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Wird in 5 exakt eine Ganzzahlbeziehung zwischen
beiden Pulsfrequenzen gewählt,
bietet sich die Möglichkeit
einer Synchronisation der Pulsgeber 62, 63 gemäß 3 oder 4 an. Dies kann beispielsweise dadurch
geschehen, dass der Plasmapulsgenerator 13 frei läuft, dessen
Pulsverlauf geeignet abgegriffen wird, beispielsweise durch einen
angekoppelten HF-Demodulator oder ein herausgeführtes Pulssignal, und der Pulsgeber 62 für den Substratleistungsgenerator 22 gemäß 3 auf einem ganzzahligen
Bruchteil dieser Frequenz phasenstarr mit dem abgegriffenen Plasmapulssignal
verriegelt wird. Bevorzugt erfolgt dies über einen phase-locked-loop-Kreis
(PLL), über
den der Pulsgeber 62 des Substratleistungsgenerators 22 auf
einem Bruchteil der Plasmageneratorfrequenz in einer festen Phasenbeziehung
gehalten werden kann, oder durch eine übliche Synchronisationsschaltung.
Alternativ ist es auch möglich,
die Plasmapulsfrequenz über
einen digitalen Teiler zu führen
und so ein Signal mit einem Bruchteil der Plasmapulsfrequenz zu
erzeugen. Digitale Teiler erlauben es besonders einfach, Frequenzbeziehungen
herzustellen, die einer Zweierpotenz entsprechen; mit programmierbaren Teilern
ist jedoch auch jede andere, vorzugsweise geradzahlige Teilerbeziehung
möglich.
Schließlich
ist es möglich,
den Substratleistungsgenerator 22 zunächst mit einer niedrigen Frequenz
zu pulsen, und sich eine n-fache Frequenz für die Pulsung des Plasmagenerators 13 daraus
abzuleiten. Auch hierfür
eignet sich ein Phase-Locked-Loop-Kreis (PLL) oder jede andere Technik
zur Frequenzvervielfachung.
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Im mittleren Teil der 5 ist eine 6:1-Frequenzrelation
dargestellt, wobei der Plasmagenerator 13 mit 1,2 kHz und
der Substratbiasgenerator 22 mit 200 Hz gepulst werden.
Die Phasen beider Pulsgeber sind zueinander so synchronisiert, dass
während
der Substratbiaspausen jeweils exakt drei fallende Plasmapulsflanken
auftreten.
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Im unteren Teil der 5 ist eine 4:1-Frequenzrelation zwischen
Plasmapulsgeber 63 und Substratbiaspulsgeber 62 dargestellt.
Die Phasen beider Pulsgeber 62, 63 sind dabei
so verriegelt, dass während
der Substratbiaspulspausen exakt zwei fallende Plasmapulsflanken
auftreten. Durch die Phasensynchronisation beider Pulsgeber 62, 63 tritt hier
keine Schwebung auf; vielmehr ist die Zahl der fallenden Plasmapulsflanken
während
der Substratbiaspausen jetzt eine feste Größe. Dies erlaubt auch einen
Betrieb mit einer Frequenzrelation von 2:1 und mit mindestens einer
fallenden Plasmapulsflanke während
der Substratbiaspause zu einem wohldefinierten Zeitpunkt.
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Die in 5 erläuterten
Pulstechniken sind vor allem geeignet für einen Substratleistungsgenerator 22,
der in seiner oberen Grenzfrequenz auf beispielsweise 300 Hz, also
auf relativ niedrige Pulsfrequenzen, beschränkt ist. Dies ist für die meisten
einfachen und kostengünstigen
Generatoren geringer Leistung der Fall. Insofern muss bei diesen
Beispielen nur der Plasmagenerator 13 in der Lage sein, hohe
Pulsfrequenzen von 1000 Hz und mehr zu verarbeiten.
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Andererseits bieten teuerere Generatoren großer Leistung,
d.h. beispielsweise 5500 Watt, die im Allgemeinen auch elektronisch
wesentlich aufwändiger
gebaut sind, vielfach die Möglichkeit
einer schnellen Pulsung ohne erhebliche Zusatzkosten.
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Ein Vorteil der schnellen Pulsung
liegt darin, dass sich während
der relativ langsamen Substratbiaspausen Plasmapulse mehrfach wiederholen.
Da weiter gemäß 2 bei jeder fallenden Plasmapulsflanke
eine große
Anionenkonzentration erzeugt wird, wiederholt sich so während der
Substratbiaspause mehrfach ein ambipolarer Zustand im Plasma, der
eine hocheffiziente Entladung von Ladungsagglomerationen auf dem
Substrat gestattet.
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Als nachteilig ist demgegenüber anzusehen, dass
solche Plasmapausen auch zu Zeiten auftreten, während der der Substratbiasgenerator
eingeschaltet ist. Da die Substratelektrode 18 durch das
erläuterte "self-biasing" aufgrund der anliegenden
Substratleistung negativ vorgespannt ist, führen zu diesen Zeiten bei fallender
Plasmapulsflanke generierte und während der nachfolgenden Plasmapause
aufrechterhaltene Anionenkonzentrationen sowie nachfolgende ambipolare
Plasmazustände
nicht zu einer effizienten Entladung des Substrates 19.
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Vielmehr ist es sogar so, dass durch
die vergleichsweise hohe "self-bias"-Spannung an der
Substratelektrode 18 während
der Phasen, in denen das Plasma ausgetaktet ist, also eine sehr
hohe Impedanz aufweist, eine unerwünschte Ionenbeschleunigung
auftritt, die Anlass zu Profilstörungen
geben kann. Darüber
hinaus legt der beschriebene Betriebszustand einen Duty-Cycle, d.h.
ein Puls-zu-Periode-Verhältnis,
von 50 % nahe, und zwar sowohl für den
Plasmagenerator 13 als auch für den Substratbiasgenerator 22.
Dies bedeutet hohe benötigte
Spitzenleistungen des Plasmagenerators 13 insbesondere
dann, wenn gleichzeitig hohe Ätzraten
gewünscht
werden, also eine hohe mittlere Leistung für die Erzeugung chemisch aktiver
Radikale im Plasma benötigt
wird. Für
einen Hochraten ätzprozess,
der im Zeitmittel 2,7 kWatt Plasmaleistung benötigt, werden bei 50 % Duty-Cycle so Pulsleistungen
von 5,4 kWatt und mehr benötigt.
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Erhöht man andererseits den Duty-Cycle-Parameter,
werden die während
einer Substratbiaspause effektiv zur Verfügung stehenden Plasmapulspausen
deutlich verkürzt,
was die Effektivität
der Taschenunterdrückung
beeinträchtigt.
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Letztlich nützt diese Betriebsart beider
Generatoren 13, 22 die an der Substratelektrode 18 zur Verfügung stehende
Pausenzeit nicht optimal aus, da nicht nur eine Plasmapause, sondern
eben auch ein Plasmapuls in die Substratbiaspause fällt.
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Experimente haben weiter gezeigt,
dass es für
die Taschenstabilität
nachteilig ist, wenn sich während
einer Substratbiaspulsphase die absoluten Plasma-Ein-Zeiten auf
Werte größer 1 ms,
insbesondere größer 2 ms,
aufsummieren. Zwar findet zwischen den einzelnen Plasmapulsen auch
während die
Substratelektrode 18 mit Leistung beaufschlagt wird eine
gewisse Entladung von Strukturen statt, diese ist allerdings vergleichsweise
gering und erreicht bei weitem nicht die Effizienz eines ambipolaren
Zustands.
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Die Situation im unteren Teil der 5 mit einer Plasmapulsrate
von 800 Hz und einer Substratbiaspulsrate von 200 Hz, beides mit
50 % Duty-Cycle, ist also grenzwertig hinsichtlich der während eines Substratbiaspulses
aufsummierten Plasma-Ein-Zeiten von 1,25 ms.
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Da der in den Plasmapulspausen auftretende
ambipolare Plasmazustand aufgrund der gleichzeitig anliegenden negativen
Substratbiasspannung nicht für
eine hocheffiziente Entladung des Substrates genutzt werden kann,
akkumulieren sich vielmehr über
die mehreren Plasmapulse während
eines Substratbiaspulses anfallenden Ladungsmengen an den einschlägigen Stellen
auf dem Substrat, ohne dass es zwischendurch in den Plasmapulspausen
zu einer wirklich entscheidenden Abnahme dieser Landungsmengen kommen
würde.
Eine gewisse Verbesserung bzw. Verringerung hinsichtlich der während eines
Substratbiaspulses akkumulierten Ladungsmengen kann in dieser Situation
erreicht werden, wenn die Plasmapulsfrequenz nicht als geradzahliges
Vielfaches (2n) der Substratbiaspulsfrequenz gewählt wird, sondern als ungeradzahliges
Vielfaches (2n+1), und wenn zusätzlich
die Plasmapulsfolge so mit der Substratbiaspulsfolge synchronisiert
wird, dass in einen Substratbiaspuls jeweils nur n Plasmapulse fallen,
während
während
einer Sub stratbiaspause n+1 Plasmapulse auftreten. Auf diese Weise
wird während
der Substratbiaspulsphase nur über
n Plasmapulse Ladung auf dem Substrat 19 akkumuliert (entsprechend
n+1 Plasmapausen), während
während der
Substratbiaspause n+1 Plasmapulse und entsprechend nur n–1 Plasmapausen
auftreten. Im Falle eines ungeradzahligen Frequenzverhältnisses
ist eine Synchronisation beider Pulszüge jedoch unbedingt zu empfehlen.
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Die unerwünschte Ladungsakkumulation
in Betriebszuständen,
bei denen der Substratbiasgenerator 22 und der Plasmagenerator 13 gleichzeitig
einen Puls bereitstellen, zwingt jedoch letztlich zur Reduktion
der Duty-Cycle-Parameter für
beide Generatoren 13, 22 im Interesse der Taschenstabilität, um so einerseits
die Substratbiaspulse relativ zu den Substratbiaspausen und andererseits
auch die Plasmapulse relativ zu den Plasmapausen möglichst
kurz zu gestalten. Letztere Maßnahme
ist jedoch für
die chemische Aktivität
des Plasmas im Hinblick auf die Radikalengeneration von Nachteil,
d.h. es ist bevorzugt, an dieser Stelle zumindest einen Wert von
50 % zu halten.
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Eine optimale Situation ist unter
Berücksichtigung
der vorstehenden Erkenntnisse gegeben, wenn die Substratbiaspulse
so kurz gewählt
sind, dass während
eines Substratbiaspulses keine schädliche Ladungsmenge auf dem
Substrat 19 akkumuliert werden kann, und wenn die Plasmapulse
möglichst
so mit den Substratbiaspulsen synchronisiert werden, dass eine möglichst
kurze Plasmapause, d.h. bei einem möglichst hohen Duty-Cycle von
50 % bis 90 %, vorzugsweise 80 %, ausschließlich während einer Substratbiaspause
stattfindet. In diesem Fall wird die Plasmapause optimal genutzt,
da sie vollständig
in eine Substratbiaspause fällt,
und es wird ein maximaler Duty-Cycle-Wert für die Plasmapulsung und damit
eine hohe Plasmaanregung möglich.
Der Substratbias-Duty-Cycle kann dann weiter unter Beachtung der
Randbedingung hinsichtlich des Zusammentreffens beider Pausenzeiten
unabhängig gewählt werden,
beispielsweise auf Werte zwischen 25 % und 75 %, vorzugsweise 50
%.
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Eine besondere vorteilhafte Verfahrensführung sieht
daher den Einsatz eines schnell pulsbaren Substratbiasgenerators 22,
beispielsweise vom Typ RF10-S/PWT der Firma RFPP, vor, der eine
Grenzfrequenz von beispielsweise 100 kHz aufweist. Dieser kann dann
in jedem Fall mit der gleichen Frequenz gepulst werden wie der Plasmagenerator 13.
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In 6 wird
ein entsprechendes Ausführungsbeispiel
erläutert,
bei dem aus dem Pulszug des Plasmagenerators 13 über den
Pulsgenerator 63 oder durch einen HF-Demodulator ein Triggersignal für den Pulsgeber 64 abgeleitet
wird, mit dem mit gleicher Frequenz wie das Triggersignal und fester Phasenbeziehung
zum Plasmagenerator 13 Pulse variabler Länge erzeugt
werden können,
welche zur Pulsung des Substratbiasgenerators 22 eingesetzt werden.
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Bevorzugt wird der Plasmagenerator 13 gemäß 6 mit einer Frequenz von
2 kHz und einem Duty-Cycle von 80 % gepulst, so dass der Substratleistungsgenerator 22 ebenfalls
mit dieser Frequenz und Pulslängen
von beispielsweise 0,25 ms arbeitet, was einem Duty-Cycle von 50
% entspricht.
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Die
7 zeigt
das der
6 zugeordnete Pulsschema,
dessen Verständnis
sich dem Fachmann neben den hier gegebenen Erläuterungen auch aus
2 bzw.
3 in
DE
101 45 297.7 und den dort dazu gegebenen Erläuterungen
erschließt.
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Im Einzelnen wird gemäß 7 mit steigender Flanke
der Signaleinhüllenden
bzw. des Plasmapulses 40 am Ausgang des Plasmagenerators 13 ein Substratbiaspuls 30 erzeugt,
der sich über
die ersten 0,25 ms des Plasmapulses 40 mit dem Ausgangssignal
des Plasmagenerators 13 deckt. Danach fällt der Substratbiaswert auf
0, während
der Plasmagenerator 13 noch Hochfrequenz an das Plasma
abgibt und für
die Erzeugung chemisch aktiver, beispielsweise ätzender und/oder passivierender
Radikale sorgt. Während
dieser Zeitspanne kommt es bereits zu einer gewissen Entladung von
Aufladungsphänomenen
auf dem Substrat 19, allerdings noch nicht sehr effizient.
Erst mit dem Abschalten des Plasmagenerators 13 während der
Substratbiaspause 31 und Beginn der Plasmapulspause 41 tritt
der ambipolare Plasmazustand mit hoher Anionenkonzentration gemäß 2 ein, d.h. alle Ladungsphänomene auf dem
Substrat 19 werden nun hocheffizient abgebaut, da das Plasma
dem Substrat 19 mit nahezu identischem Potenzial von ca.
0 Volt gegenübersteht.
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Die
8 zeigt
die Situation gemäß
7 bei Doppelpulsung der
Substratelektrode
18 nach Art der
DE 199 57 169 A1 . Dabei
wird durch schnelle Modulation eines beispielsweise bei 13,56 MHz
betriebenen Substratleistungsgenerators
22, beispielsweise über den
Pulsgeber
62 mit 100 kHz und 10 % Duty-Cycle, ein Niederfrequenzbiasing
emuliert, d.h. man derhält
die wesentlichen Vorteile eines Niederfrequenzbiasing, ohne dessen
Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Das derart schnell modulierte hochfrequente Trägersignal
34 des Substratbiasgenerators
22 wird
gemäß
8 zudem über den niederfrequenten Pulsgeber
64 im kHz-Bereich bei einem Duty-Cycle von 25 % bis 75 %, beispielsweise
50 %, gepulst. Als Trigger für
diesen Pulsgeber
64 kann wiederum ein aus dem Pulszug des
Plasmagenerators
13 abgeleitetes Signal herangezogen werden.
Bevorzugt wird dazu ein HF-Demodulator eingesetzt, um aus dem hochfrequenten
Ausgangssignal des Plasmagenerators
13 eine zur Einhüllenden
proportionale Spannung zu erzeugen. Der Plasmagenerator
13 wird
weiter bevorzugt mit einer Repetitionsrate von 1 kHz bis 3 kHz,
vorzugsweise 2 kHz, bei einem Duty-Cycle von 80 % gepulst. Der substratseitige
Pulsgeber
64 wird ebenfalls mit dieser Frequenz und einem
Duty-Cycle von 50 % entsprechend einer Pulszeit von 0,25 ms betrieben.
Die feste Phasenbeziehung zwischen beiden Pulszügen bzw. den Pulsgebern
63,
64 ergibt
sich aus der Art des Triggers. Im Übrigen ist es im Rahmen des
erläuterten
Beispiels ohne Weiteres möglich,
auch andere Methoden zur fequenz- und phasenstarren Verriegelung
beider Pulsgeber
63,
64 bzw. Pulszüge einzusetzen
wie eine Synchronisationsschaltung zweier freilaufender Pulsgeneratoren
oder einen PLL-Kreis.
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Die 9 zeigt
das der 8 zugeordnete Pulsschema
analog zu 6 und 7. Dabei wird der Substratbiaspulszug
mit beispielsweise 2 kHz Repetitionsrate und beispielsweise 50 %
Duty-Cyle von dem Plasmapulszug mit beispielsweise 80 % Duty-Cycle eingehüllt, wobei
die Synchronisation bzw. Triggerschaltung dafür Sorge trägt, dass die Plasmapulspause 41 stets
während
der Substratbiaspause 31 zu einem wohldefinierten Zeitpunkt
auftritt.
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Als Trigger kann auch hier die steigende Flanke
des Signals des Plasmagenerators 13 dienen, die den Substratbiaspuls 30 bzw. 32 auslöst. In 9 ist überdies vorgesehen, dass der
Plasmagenerator 13 den Plasmapuls 40 noch bereitstellt,
während
die Substratbiasspannung bereits ausgeschaltet ist. Da das Plasma
in diesem Zustand immer noch ca. 10 V bis 20 V über dem Substratpotential liegt, beginnen
zwar bereits Entladevorgänge
auf dem Substrat 19 zum Abbau schädlicher Aufladungen, diese
sind allerdings aus den schon erwähnten Gründen nicht besonders effektiv.
Mit Abschalten des Plasmagenerators 13, d.h. in der Plasmapulspause 41,
tritt dann aber eine hohe Anionenkonzentration auf, die die Elektronen
als negative Ladungsträger ablösen, d.h.
es kommt zu einem ambipolaren Plasmazustand. Da zu dieser Zeit die
Substratbiasspannung immer noch ausgeschaltet ist, können jetzt hocheffiziente
Entladevorgänge
einsetzen, die schädliche
Aufladungen auf dem Substrat 19 innerhalb kürzester
Zeit vollständig
abbauen. Die 9 zeigt
somit in Verbindung mit 8 ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Insbesondere sind in 9 die Ein- und Auszeiten der beiden Generatoren 13, 22 optimal
miteinander kombiniert, so dass es keine nutzlosen Plasma-Aus-Zustände gibt,
während
die Substratbiasspannung noch "ein" ist.
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Der Unterschied von 9 zu 7 besteht im Übrigen lediglich
darin, dass der hochfrequente Pulszug an der Substratelektrode 18 in
sich zusätzlich
noch eine schnelle Modulation mit beispielsweise 100 kHz und einem
sehr niedrigen Duty-Cycle von beispielsweise 10 % aufweist, um so
auch die Vorteile eines niederfrequenten Biasing zu nutzen ohne dessen
Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
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Die Pulsfrequenzen für die Substratbiaspulse
30 und
die Plasmapulse
40, die in den
6 bis
9 jeweils
gleich sind, sollten generell 250 Hz nicht unterschreiten. Eine
Frequenz von 500 Hz ist grenzwertig hinsichtlich der gewünschten
Taschenunterdrückung,
ab einer Frequenz von 1000 Hz wird auch im Fall einer Überätzung von
200 % in schmalen Trenchgräben
mit hohen Aspektverhältnissen
keine Taschenbildung mehr an einer dielektrischen Grenzfläche als Ätzstopp
beobachtet. Besonders bevorzugt sind Frequenzen von 1000 Hz bis
10000 Hz, beispielsweise 2000 Hz bis 3000 Hz. Dabei ist zu beachten,
dass bei höheren
Frequenzen Plasmazündaussetzer
zusammen mit hoher reflektierter Leistung immer häufiger auftreten,
was jedoch mit bereits in
DE 101
45 297.7 beschriebenen Massnahmen korrigiert werden kann.
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Als besonders vorteilhaft hat sich
weiter herausgestellt, wenn in den ambipolaren Plasmaphasen ohne
Substratbiasspannung beispielsweise gemäß 7 oder 9 oder
permanent dem Plasma ein leichtes und/oder leicht ionisierbares
Inertgas zugesetzt wird, vorzugsweise Helium. Im ambipolaren, biaslosen
Zustand sind ionisierte Heliumatome sehr leicht durch elektrische
Ladungen ablenkbar und können
diese bei entsprechendem Vorzeichen besonders gut entladen. Insofern
ist Helium aufgrund seiner geringen Masse ideal geeignet zum "Aufspüren" und Entladen schädlicher
Ladungsagglomerationen auf dem Substrat 19. Andererseits
stört eine
geringe Heliumbeimischung von einigen % des Gesamtgasflusses, vorzugsweise
maximal 10 % bis 15 % des Gesamtgasflusses auch wenn sie permanent zugesetzt
wird das Plasma nicht, sondern bewirkt im Gegenteil sogar eine Stabilisierung
der Entladung. Wirklich wirksam ist Helium allerdings nur in den
am bipolaren, biaslosen Phasen, da nur dann die Aufladungseffekte "sichtbar" werden und durch
entsprechend niederenergetische Ionen neutralisiert werden können, die
andernfalls, d.h. ohne den ambipolaren Plasmazustand, gar nicht
zum Substrat 19 gelangen würden.
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Eine Anwendung der vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiele
betrifft vor allem die bereits mit Hilfe der 1 erläuterte
Unterdrückung
der Taschenbildung an einer dielektrischen Grenzfläche 60 beim Ätzen von
beispielsweise Silizium. Dabei erreichen im ambipolaren Plasma und
biaslosem Substratzustand negativ geladene Ionen (Anionen) mit geringer
Energie den durch positive Ionen aufgeladenen dielektrischen Ätzgrund
geätzter
Strukturen, und können
dort schädliche
Ladungen neutralisieren. Gleichzeitig können positiv geladene Ionen
mit geringer Energie auch in erzeugte Trenchgräben mit einem hohen Aspektverhältnis vordringen,
und dort im Bereich der Seitenwände
in der Nähe
des dielektrischen Ätzstopps
akkumulierte Elektronenmengen entladen.
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Eine weitere Anwendung der vorstehend
erläuterten
Ausführungsbeispiele
und gleichzeitig eine bisher kritische Situation beim Plasmaätzen zeigt 10: Ein ungerichteter Einfall
von niederenergetischen Elektronen sowie von gerichteten Ionen mit
einer Energie von mindestens 10 eV bis 20 eV Energie (zuzüglich der
erläuterten "selfbiasing"-Spannung) führen zum Auftreten von Elektronenakkumulationen im
oberen Teil von Trenchgräben
in der Nähe
des Maskenrandes. Die Ränder
der Maske aus Photolack (PL) oder SiO2 stellen
dabei einen Isolator dar, auf dem Elektronen "getrappt" werden. Desweiteren besteht auch die
Seitenwandpassivierung bei den meisten Ätzprozessen für Silizium
aus einem mehr oder weniger isolierenden Material, und zwar auch bei
solchen Prozessen, die nicht explizit eine Schichtabscheidung beinhalten.
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So setzen neben der Abscheidung von
Seitenwandfilmen, beispielsweise von teflonartigen Materialien (PTFE)
gemäß
DE 42 41 045 C1 ,
einige Prozesse auch auf eine Oxidation oder Nitrifizierung der Seitenwände, um
diese vor einem Ätzangriff
zu schützen.
Insbesondere sind Prozesse auf Chlor- oder Brombasis oder kryogene
Siliziumätzprozesse bekannt,
die auf SiO
2 artige Seitenwandschutzfilme oder
eine Seitenwandoxidation auf atomarer Ebene setzen.
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In jedem Fall sind diese Schutzfilme
zumindest lokal elektrisch isolierend und können punktuelle oder sogar
flächige
Elektronenansammlungen akkumulieren, d.h. sie bilden i solierende,
elektrisch geladene inselförmige
Bereiche aus, die häufig
in der Nähe
der Trencheintrittsöffnung,
gelegentlich aber auch einfach irgendwo punktuell verteilt auf der
Seitenwand sitzen.
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Diese inselförmigen, elektrisch geladenen Bereiche
rufen starke elektrische Felder hervor, die "Querschläger", d.h. positive Ionen, die vom Ätzgrund
reflektiert werden, anziehen und zusätzlich in die geladenen Bereiche
hinein beschleunigen. Solche "Querschläger" führen zu
einer Beschädigung der
Seitenwandpassivierung und zu einer Unterätzung des betroffenen Bereiches.
Insgesamt führt
dieser Mechanismus vor allem beim Hochratenätzen von Silizium zu Hinterschneidungen
unterhalb des Maskenrands sowie zu spontan an der Seitenwand von
tiefer geätzten
Strukturen auftretenden unregelmäßigen, spalten-
oder lochartigen Penetrationen der Seitenwandpassivierung, wie dies
im unteren Teil von 10 gezeigt
ist.
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Diese unerwünschten Effekte können mit
der erläuterten
erfindungsgemäßen Verfahrensführung wirksam
unterdrückt
werden, da im Fall eines ambipolaren Plasmas in Verbindung mit einem
biaslosen Substratzustand, welcher sich periodisch wiederholt, Ionen
(Anionen und Kationen) von sehr niedriger Energie Ladungen überall im
Trenchgraben aufspüren und
neutralisieren können,
wobei die Ionenenergien noch so gering sind, dass sie noch keinen
Schaden anrichten können – zumindest
wenn man so rasch aufeinanderfolgend für diesen ambipolaren, biaslosen
Zustand sorgt, dass sich in der Zwischenzeit keine gefährlichen
elektrischen Felder aufbauen können.
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Im Übrigen erweist sich gerade
für das "Aufspüren" und Neutralisieren
von punktuell auf der Seitenwand festsitzenden Ladungsmengen der
bereits erwähnte
He-Zusatz als besonders wirksam. Damit werden sehr tief geätzte Profile
stabiler, die Seitenwand wird nicht länger von Löchern und Spalten durchbrochen,
und Unterätzungen
unterhalb der Maske vermieden.
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Eine weitere Anwendung der vorstehend
erläuterten
Ausführungsbeispiele
betrifft einen Vorprozess zur Opferschichtätzung in Silizium mit Hilfe
von Fluonadikalen oder einer hochoxidierenden Fluorverbindung, vorzugsweise
ClF
3, wie sie in
DE 44 20 962 C2 oder
DE 198 47 455 A1 vorgeschlagen
worden ist.
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Die
11 zeigt
dazu im oberen Teil, wie die Seitenwand einer zuvor anisotrop geätzten Siliziumstruktur
mit einer Passivierschicht bedeckt worden ist, die beispielsweise
als SiO
2-Schicht oder als teflonartige Schicht
analog zur Seitenwandpassivierung gemäß
DE 42 41 045 C1 abgeschieden
wurde. Vor der Aufbringung der teflonartigen Schicht wird im Interesse
einer guten Haftung auf dem Silizium dieses im Übrigen bevorzugt kurz überätzt, beispielsweise mit
Hilfe eines Plasmaätzschrittes
unter Einsatz von CF
4 oder C
2F
6, um durch ein Anätzen der Siliziumoberfläche diese
zu reinigen, von Oxid zu befreien, zu aktivieren und mit Fluorcarbonbindungen
zu initialisieren, bevor anschließend mit Hilfe eines Plasmas auf
die aktivierte Oberfläche
in situ mit Hilfe von C
4F
8, C
3F
6 oder C
4F
6 die Teflonschicht
abgeschieden wird. Diese Schicht bedeckt dabei sowohl die Seitenwand als
auch den Boden der geätzten
Struktur und ist elektrisch isolierend. Bevor dann eine Opferschichtätzung stattfinden
kann, muss diese Passivierung am Ätzgrund danach zunächst durchbrochen
und so der Zugang zu einer Opferschicht aus Silizium eröffnet werden,
ohne dass die Seitenwandpassivierung beschädigt wird. Dies geschieht beispielsweise
mit einem Oxidätzprozess
auf der Basis von C
2F
6,
C
4F
8, CF
4 mit CHF
3 oder CF
4 mit C
4F
8 oder mit Hilfe eines Ätzprozesses zum Entfernen der
teflonartigen Seitenwandpassivierung, beispielsweise auf der Basis von
O
2, CF
4 oder C
2F
6, oder alternativ
auch lediglich durch Sputtern mit Argon oder einer Argon-Helium-Mischung
als Prozessgas.
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Auch bei diesem Verfahren kommt es
vielfach zu den beschriebenen elektrischen Aufladungsphänomenen
auf der dielektrischen Seitenwandpassivierung, d.h. entweder einer
Schicht aus SiO2 oder einem teflonartigen
Material, die zu einer Ionenablenkung und Beschädigung des Seitenwandfilms
führen. Diese
Beschädigungen
treten überwiegend
im oberen Teil der Strukturen und an einer dielektrischen Trennschicht
im unteren Teil der Strukturen auf, insbesondere bei Trenchgräben mit
hohen Aspektverhältnissen.
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Bei einem anschließenden Opferschichtätzprozess,
vorzugsweise unter Einsatz von gasförmigem ClF3,
gemäß dem unteren
Teil in 11 führen diese
Beschädigungen
dann zu einem unkontrollierten Ätzen
des eigentlich durch die Seitenwandfilme zu schützenden Siliziums. Dieser Schadensmechanismus
ist letztlich das wesentliche limitierende Element bei der Silizium-basierten
Opferschichttechnik, d.h. das Prozessfenster ist bisher insbesondere
hinsichtlich erzielbarer Aspektverhältnisse von Trenchgräben, die
noch zuverlässig
passiviert werden können,
stark eingeschränkt.
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Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren,
das noch durch Heliumzusatz verbessert werden kann, werden diese
Probleme überwunden
und ein weites Prozessfenster auch für die ClF3-Opferschichttechnik bzw.
dessen Vorprozess, d.h. das Öffnen
einer Bodenpassivierung eines Trenchgrabens, eröffnet.
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Mit Hilfe der 12 wird schließlich erläutert, welche Konsequenzen
elektrische Aufladungen beim Ätzen
von Dielektrika, beispielsweise von dicken Oxidschichten oder Nitridschichten,
haben können. Bisher
weisen vor allem dicke Dielektrika, die mit hohem Aspektverhältnis über ein
Plasmaätzverfahren strukturiert
worden sind, im oberen Teil der Profile vielfach Profilstörungen durch
elektrische Aufladungen, d.h. im Wesentlichen "getrappte" Elektronen im Isolatormaterial auf,
die zu hohen Feldern und Innenablenkung mit nachfolgender Schädigung führen.
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Diesen Profilstörungen wird bisher dadurch begegnet,
dass man einen erhöhten
Maskenabtrag und eine Facettierung der Ätzmaske in Kauf nimmt, um durch
Verschleppung abgetragenen Maskenmaterials den oberen Teil der Ätzgraben
verstärkt
zu schützen
und so die im unteren Teil der 12 angedeuteten
Profilstörungen
zu vermeiden. Die Maskenrandfacettierung, d.h. das kontrollierte
Zurückweichen
der Maske von der Öffnung
des Ätzgrabens,
ist somit ein weiteres Hilfsmittel, um die Profilprobleme im oberen
Teil des Ätzgrabens
zu verschleiern.
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Auch diese Problematik wird durch
das erfindungsgemäße Verfahren
bereinigt. So wird während der
biaslosen Phasen an der Substratelektrode 18 das Plasma
durch Austasten zeitweise ambipolar, d.h. es können nunmehr Ionen (Anionen
und Kationen) sehr niedriger Energie das Innere der Ätzgräben erreichen
und dort akkumulierte Ladungen effektiv aufspüren und neutralisieren. Besonders
gut sind hierfür
möglichst
leichte Ionen wie beispielsweise Heliumionen geeignet.
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Da zwischen dem Substrat 19 und
dem ambipolaren Plasma kein Potentialunterschied mehr vorliegt,
reichen bereits minimale elektrische Felder, um Ionen aus dem ambipolaren
Plasma zu den entsprechenden, die Felder verursachenden Ladungsmengen
anzuziehen und diese zu neutralisieren. Dadurch werden Aufladungen
frühzeitig
und effizient abgebaut, bevor sie eine Größenordnung erreichen, bei der
die durch sie bewirkten elektrischen Felder zu Ionen-Schäden führen.