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Die Erfindung betrifft einen Kindersitz,
insbesondere für
einen Fahrzeugsitz eines Kraftfahrzeuges, mit den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Merkmalen.
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Es ist bekannt, einen Kindersitz
in eine Rückenlehne
und/oder ein Sitzteil eines Fahrzeugsitzes zu integrieren. Hierbei
nimmt ein Kind entsprechend den erwachsenen Kraftfahrzeug-Insassen
in einer bekannten Ausführung
die gleiche Position in einer Vorwärts-Fahrtrichtung des Kraftfahrzeuges
ein. Bekannt sind auch Lösungen,
bei denen das Kind in einem Kindersitz untergebracht wird, der entgegen
der Vorwärts-Fahrtrichtung
des Kraftfahrzeuges angeordnet ist. Beispielsweise gehören Fahrzeugsitze zum
Stand der Technik, bei denen die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes
mit einem herausbewegbaren Kindersitz ausgestattet ist. Diese Kindersitze
werden auch als rückwärts gerichtete
Kindersitze bezeichnet.
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In diesem Zusammenhang offenbart
die Druckschrift
DE 43 38 69,5 einen
Fahrzeugsitz mit einem aus seiner Rückenlehne herausbewegbaren Kindersitz.
Hierbei ist die Rückenlehne
zunächst
in Vorwärts-Fahrtrichtung
in eine mit dem Sitzpolster des Fahrzeugsitzes einen spitzen Winkel
einschließende
Stellung verschwenkbar. Aus der Rückseite der Rückenlehne
ist ein Sitzpolster für
ein Kind herausbewegbar. Die Rückseite
der Rückenlehne
bildet gleichzeitig ein Lehnenteil für den Kindersitz, der in der
nach vorne verschwenkten Stellung arretierbar ist. Zudem ist die
Rückenlehne
in verschiedenen Winkelstellungen arretierbar. Nachteilig bei dieser bekannten
Lösung
ist, dass der aus der Rückenlehne herausbewegbare
Kindersitz keinerlei Seitenteile aufweist und somit keinen Schutz
gegen bei einem möglichen
Crash seitlich auf ein Kraftfahrzeug wirkende Kräfte bietet.
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Ferner ist aus der Offenlegungsschrift
DE 24 54 573 ein Kindersitz
bekannt, der in einer Aussparung in einer Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes oder
einer Fahrzeugbank angeordnet ist und der nach außen in seine
Benutzungsstellung herausklappbar und in das Innere der Aussparung
hineinklappbar ausgebildet ist. Der hier beschriebene Kindersitz
weist auf jeder Seite eine Seitenwand auf, die einerseits am Sitz
und andererseits am Rückenteil angelenkt
ist. Durch diese Anordnung ist die Bewegung der Seitenteile und
des Sitzteils in nachteiliger Weise in jedem Fall gekoppelt, so
dass eine Bedienung des Sitzteiles zu einem Herausziehen der zwangsgekoppelten
Seitenteile führt.
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Eine ähnliche Lösung beschreibt die WO 83/03978,
bei der ein rückwärts gerichteter
Kindersitz in eine Rückenlehne
eines Kraftfahrzeugsitzes eine Sitzfläche aufweist, wobei sich nach
Herunterklappen dieser Sitzfläche
Seitenteile ausbilden, die ebenfalls mit der Sitzfläche und
der Rückenlehne
verbunden sind. Entsprechend der Offenlegungsschrift
DE 24 54 573 sind somit die Seitenteile
mit der Sitzfläche zwangsgekoppelt
und nicht getrennt bedienbar. Zudem nachteilig ist, dass die ausgebildeten
Seitenteile nur zum Teil den Seitenbereich eines Kindes schützen und
nicht über
die gesamte Länge
der Rückenlehne
ausgebildet sind. Ferner fehlen zumeist individuelle Möglichkeiten
zur Einstellung der Seitenteile, des Kindersitz-Sitzteiles beziehungsweise
des Gurtsystems, so dass ein erhöhter
Schutz und eine größere Sicherheit
der Kinder beim Frontal- und Seitenaufprall zumeist nicht ausreichend
gegeben ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei dem in einfacher Weise ein Kindersitz integriert ist und aus
einem Erwachsenensitz in einen Kindersitz und umgekehrt umwandelbar
ist oder der Erwachsenensitz als so genannte Huckepack-Lösung mit
einem Kindersitz aufrüstbar
ist, wobei die Lösungen
den Komfortanforderungen der Fahrzeugeinsassen in der Nichtgebrauchsstellung des
Kindersitzes entsprechen. Der Kindersitz soll ferner die notwendige
Sicherheit und den Schutz eines Kindes vor einem Frontal- beziehungsweise
Seitenaufprall auf das Kraftfahrzeug bieten.
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Diese Aufgabe wird durch einen Kindersitz, insbesondere
für Kraftfahrzeuge,
mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass Seitenteile
um im Wesentlichen parallel zu der Ebene des mindestens einen Kindersitz-Rückenlehnenteiles
vertikal verlaufende erste Drehachsen von dem mindestens einen Kindersitz-Rückenlehnenteil weg
aufklappbar sind und das Kindersitz-Sitzteil um eine im Wesentlichen
parallel zu der Ebene des mindestens einen Rückenlehnenteiles horizontal
verlaufende zweite Drehachse von dem mindestens einen Kindersitz-Rückenlehnenteil
weg aufklappbar ist und das Kindersitz-Sitzteil im aufgeklappten
Zustand an den Kindersitz-Seitenteilen befestigbar ist, wird ein Fahrzeugsitz
mit einem rückwärts gerichteten
Kindersitz geschaffen, der in einfacher Weise durch eine integrierte
Lösung
(Integrated child's
seat) in das Rückenlehnenteil
des Fahrzeugsitzes Integriert ausgebildet ist und von einem Erwachsenensitz
in einen Kindersitz umwandelbar ist und umgekehrt. Zudem kann dem
Fahrzeugsitz der Kindersitz mit den gleichen Merkmalen des Anspruchs
1 in einer Huckepack-Lösung
(Add-On-child's
seat) ausgeführt
sein und somit ist ebenfalls ein Erwachsenensitz in einen Kindersitz
umwandelbar und umgekehrt.
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Der erfindungsgemäße Fahrzeugsitz mit integriertem
Kindersitz im Rückenlehnenteil
(Integrated child's
seat) oder die so genannte Huckepack-Lösung (Add-On-child's seat) ist am Rückenlehnenteil angeordnet
und bietet eine große
Sicherheit und hervorragenden Schutz des Kindes vor einem möglichen
Frontal- beziehungsweise Seitenaufprall.
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In bevorzugter Ausgestaltung der
Erfindung sind die Seitenteile und/oder das Kindersitzteil des Kindersitzes
mit einer Arretierung, insbesondere einem Drehbeschlag, zwischen
Sitzteil und Rückenlehnenteil
des Fahrzeugzeugsitzes gekoppelt, derart, dass die Seitenteile und/oder
das Kindersitz-Sitzteil nur bei einem arretierten Rückenlehnenteil
des Fahrzeugsitzes aus dem Rückenlehnenteil
herausbewegbar ist.
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Ferner ist in bevorzugter Ausgestaltung
der Erfindung das Kindersitz-Rückenlehnenteil
in ein oberes Kindersitz-Rückenlehnenteil
und ein unteres Kindersitz-Rückenlehnenteil
gegliedert. Das obere Kindersitz-Rückenlehnenteil weist in bevorzugter Ausführung eine
Gurtplatte, mindestens eine Gurtplatten-Führung mit mindestens einer
Gurtplatten-Abdeckung und hinter dem oberen Kindersitz-Rückenlehnenteil
mindestens eine Spindel, mindestens eine Synchrongurtrolle-Aufnahme,
mindestens einen Synchrongurtroller und mindestens eine Synchrongurtroller-Halterung
auf.
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Erfindungsgemäß ist ein auf einer horizontalen
Achse angeordnetes Handrad derart mit der vertikal angeordneten
Spindel verbunden, so dass eine rotatorische Bewegung des Handrades
und der mit dem Handrad verbundenen Welle eine rotatorische Bewegung
der in die Gurtplatte eingreifenden Spindel hervorruft, wodurch über geeignete Übertragungsmittel
eine lasttragende, geradlinige, vertikale Höhenverstellung der Gurtplatte
innerhalb der Gurtplattenabdeckung ausführbar ist. Die Gurtplatte weist durch
ihre vertikale Höhenverstellung
eine wählbare obere
Gurtaustrittsstellung und eine untere Gurtaustrittsstellung auf.
Eine bevorzugte Ausführung
ist zudem, dass die Gurtplatte zweiteilig ausgeführt ist und eine obere Gurtaustrittsstellung
der Gurtplatten einen größeren Abstand
aufweist als die untere Gurtaustrittsstellung.
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Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung
der Erfindung ist die Anordnung eines Gelenkes auf der zweiten Drehachse
und eines Führungsschlitzes
im Rückenlehnenteil-Rahmen
bei einem integrierten Kindersitz (Integrated child's seat) beziehungsweise im
Kindersitz-Grundrahmen bei einem hinzufügbaren Kindersitz (Add-On-child's seat).
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Für
beide Varianten gilt ferner erfindungsgemäß, dass das untere Kindersitz-Rückenlehnenteil ein
oberes Befestigungsmittel mit einem formstabilen Führungsorgan
und ein unteres Befestigungsmittel aufweist. Das formstabile Führungsorgan
des oberen Befestigungsmittels greift in den Führungsschlitz ein und das untere
Befestigungsmittel wird über
ein Verbindungsmittel mit dem Gelenk verbunden. Durch diese Anordnung
ist in vorteilhafter Weise eine Bewegung des Kindersitz-Sitzteiles
von der im Wesentlichen vertikalen Nichtgebrauchsstellung in die
im Wesentlichen horizontale Gebrauchsstellung über das Gelenk möglich, woraus
gleichzeitig eine Drehschwenkbewegung des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteiles
um die zweite Drehachse resultiert.
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In Abhängigkeit der Ausführung als
integrierter Kindersitz (Integrated child's seat) oder als zufügbarer Kindersitz (Add-On-child's seat) ist ein erstes beziehungsweise
ein zweites Kindersitz-Seitenteil mindestens jeweils an einem oberen
Seitenwangenlager und einem unteren Seitenwangenlager an dem Rückenlehnenteil-Rahmen
(Integrated child's
seat) oder an dem Kindersitz-Grundrahmen (Add-On-child's seat) angeordnet.
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Ferner besitzen die Seitenteile mindestens eine
Seitenwangenausnehmung, die in Nichtgebrauchsstellung zur Aufnahme
des Haupt-Gurtschlosses, des Schultergurtes beziehungsweise des Beckengurtes
sowie des Mittelgurtes dient oder die zur Aufnahme eines Bedienelementes,
insbesondere eines Hebels, zur Entriegelung der Kindersitz-Seitenteile und des
Kindersitzteiles dient. Der Hebel zur Entriegelung wurde an der
Unterseite des Kindersitz-Sitzteiles angeordnet.
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Schließlich weisen die Seitenteile
gemäß der Erfindung
jeweils mindestens einen in Gebrauchsstellung zum Kindersitz-Sitzteil
hin gerichteten Stift auf, der lasttragend zur Arretierung des Kindersitz-Sitzteiles
in eine korrespondierende erste Aufnahme des ersten beziehungsweise
zweiten Kindersitz-Seitenteiles eingreift. Zudem sind unterhalb
des Kindersitz-Sitzteiles zweite Stifte angeordnet, die jeweils
in ihrer Nichtgebrauchsstellung des Kindersitz-Sitzteiles in korrespondierende
zweite Aufnahmen in das erste beziehungsweise zweite in Nichtgebrauchsstellung
verlagerte Seitenteil eingreifen und als Arretierung des ersten
beziehungsweise zweiten Seitenteiles dienen.
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Weitere bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten
Merkmalen.
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Die Erfindung wird nachfolgend in
einem Ausführungsbeispiel
anhand der zugehörigen
Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht als Prinzipdarstellung;
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2 einen
Schnitt C-C auf einen rückwärts gerichteten
Kindersitz;
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3 einen
Schnitt A1-A1 auf einen rückwärts gerichteten
Kindersitz in Nichtgebrauchsstellung;
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4 einen
Schnitt A2-A2 rückwärts gerichteter
Kindersitz in Gebrauchsstellung;
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5 einen
Schnitt B-B Seitenwange;
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6 einen
Schnitt D-D Gurtplatte in oberer Position und
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7 einen
Schnitt D-D Gurtplatte in unterer Position.
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In den sieben Figuren sind die einzelnen
Teile und Baugruppen des erfindungsgemäßen Kindersitzes in der Ausführungsvariante
des integrierten Kindersitzes (Integrated child's seat) in einer perspektivischen Ansicht
beziehungsweise in Schnitten dargestellt. Die grundsätzlichen
erfindungsgemäßen Merkmale
gelten jedoch auch für
einen hinzufügbaren
Kindersitz (Add-On-child's
seat), wobei auf vorhandene wesentliche Unterschiede im nachfolgenden
Ausführungsbeispiel
eingegangen wird. Gleiche Teile und Baugruppen des Kindersitzes
sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen und nur
im Zusammenhang mit der Erläuterung
von weiteren funktionellen Lösungen
nochmals beschrieben.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht als Prinzipdarstellung eines rückwärts gerichteten
Kindersitzes 10, der in ein Rückenlehnenteil eines Fahrzeugsitzes 12 integriert
ist. Der Fahrzeugsitz 12 weist einen Rückenlehnenteil-Rahmen 14 auf.
Unabhängig von
der Anordnung des Kindersitzes 10 ist am Rückenlehnenteil
des Fahrzeugsitzes 12 eine Kopfstütze 16 angeordnet.
Die wesentlichen Bestandteile des Kindersitzes 10 sind
Seitenteile 20, wobei ein erstes Kindersitz-Seitenteil 20A und
ein zweites Kindersitz-Seitenteil 20B ausgeführt sind.
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Diese Kindersitz-Seitenteile 20 werden
auch als Seitenwangen bezeichnet. Das erste Kindersitz-Seitenteil 20A und
das zweite Kindersitz-Seitenteil 20B erheben sich in Gebrauchsstellung
von einem Kindersitz-Rückenlehnenteil,
wobei das Ausführungsbeispiel
eine geteilte Ausführung
des Kindersitz-Rückenlehnenteils
darstellt. Wie 1 weiter zeigt,
sind in den Fahrzeugsitz 12 ein oberes Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 und
ein unteres Kindersitz-Rückenlehnenteil 24 integriert.
Am unteren Kindersitz-Rückenlehnenteil 24 ist
als weiterer wesentlicher Bestandteil des Kindersitzes 10 ein
Kindersitz-Sitzteil 26 ausgeführt.
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In der perspektivischen Darstellung
der 1 ist ferner oberhalb
des oberen Kindersitz-Rückenlehnenteiles 22 eine
Gurtplatte 28 sichtbar, die seitlich von einer Gurtplattenabdeckung 30 teilweise überdeckt
ist. Ein im Kindersitz gesichertes Kind ist in der Gebrauchsstellung
des Kindersitzes 10 durch Schultergurte 32, durch
Beckengurte 34 sowie durch einen Mittelgurt 36 in
dem Kindersitz 10 angeordnet, wobei die Gurte 32, 34, 36 im
Ausführungsbeispiel
in einem Haupt-Gurtschloss 38 münden. Wie in weiteren Figuren
noch detailliert dargestellt wird, ist die Gurtplatte 28 vertikal
verschieblich in der Gurtplattenabdeckung 30 geführt, so
dass die Schultergurte 32 zwischen einer oberen Gurtaustrittsstellung 40 und
einer unteren Gurtaustrittsstellung 42 wählbar angeordnet
sind. 3 zeigt dabei
die untere Gurtaustrittsstellung 42.
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2 zeigt
einen Schnitt C-G auf den rückwärts gerichteten
Kindersitz 12. Die in 2 dargestellten
Schnittebenen A, B und D werden in den weiteren 3 bis 7 beschrieben.
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Aus 2 geht
hervor, dass sich das erste Kindersitz-Seitenteil 20A und
das zweite Kindersitz-Seitenteil 20B um eine erste Drehachse
A gegenüber
den Kindersitz-Rückenlehnenteilen 22, 24 von
einer Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung klappen lassen.
Die Darstellung zeigt die Gebrauchsstellung, bei der das Kind auf
dem Kindersitz-Sitzteil 26 zwischen den Kindersitz-Seitenteilen 20A, 20B sitzt.
Die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B weisen Versteifungen 52 auf,
die in 2 nur im Kindersitz-Seitenteil 20B dargestellt
sind. Ferner sind die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B mit
einem Seitenwangenbezug/einer Seitenwangenpolsterung 44 komfortabel
bezogen. Das Kindersitz-Sitzteil 26 weist ebenfalls eine
Sitzteil-Polsterung 46 auf. Die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B sind
jeweils an einem oberen Seitenwangenlager 48 beziehungsweise
an einem unteren Seitenwangenlager 50 mit dem Rückenlehnenteil-Rahmen 14 des
Fahrzeugsitzes 12 verbunden. In der Ausführung als
hinzufügbarer
Kindersitz (Add-On-child's
seat) sind die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B nicht
mit dem Rückenlehnenteil-Rahmen 14 verbunden,
sondern sind über
die oberen beziehungsweise unteren Seitenwangenlager 48, 50 mit
dem Kindersitz-Grundrahmen verbunden.
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Im Schnitt C-C der 2 sind weiterhin Winkel 76 sichtbar,
die über
Schraubverbindungen oder dergleichen mit dem Kindersitz-Sitzteil 26 verbunden sind.
Diese Winkel 76 dienen der Befestigung der Becken-Gurtschlösser 74,
die in 2 nicht dargestellt sind.
Des Weiteren verdeutlicht die 2,
dass die Gurtplatten 28 eine obere Gurtaustrittsstellung 40 als auch
eine untere Gurtaustrittsstellung 42 durch vertikale Verschiebung
aufweisen können.
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Schließlich ist in 2 ein Arretierungsmittel 102,
insbesondere ein Drehbeschlag, dargestellt. Es besteht die Möglichkeit,
dass die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B und/oder
das Kindersitz-Sitzteil 26 mit einer Arretierung, insbesondere
dem Drehbeschlag 102, zwischen den Sitzen und dem Rückenlehnenteil des
Fahrzeugsitzes derart gekoppelt sind, dass die Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B und/oder
das Kindersitz-Sitzteil 26 nur bei einem in einer bestimmten Stellung
arretierten Rückenlehnenteil
des Fahrzeugsitzes 12 aus dem Rückenlehnenteil herausbewegbar
sind. Diese Kopplung zwischen den Seitenteilen 20A,. 20B
und/oder dem Kindersitz-Sitzteil 26 ist jedoch in 2 nicht dargestellt.
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3 zeigt
in einem Schnitt A1-A1 den rückwärts gerichteten
Kindersitz 10 in Nichtgebrauchsstellung. Zunächst ist
in 3 die Anordnung der Kopfstütze 16 mittels
einer bekannten Kopfstützhalterung 18 dargestellt.
Unterhalb der Kopfstütze 16 mit der
Kopfstützhalterung 18 befindet
sich ein Raum 54 für
einen Synchrongurtroller 64, der im Weiteren in 4, 6 und 7 dargestellt
ist. Das obere Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 ist
in nicht dargestellter Weise am Korpus des Rückenlehnenteiles 62 beziehungsweise
durch geeignete Mittel am Rückenlehnenteil-Rahmen 14 befestigt.
Das untere Kindersitz-Rückenlehnenteil 24 ist
in Nichtgebrauchsstellung zwischen dem Rückenlehnenteil-Rahmen 14 und
dem Kindersitz-Sitzteil 26 angeordnet. Durch geeignete Übertragungsmittel
und einen übergehenden Bezug
der Sitzteilpolsterung 46 des Kindersitz-Sitzteiles 26 und
des Bezuges 72 des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteiles 24 sind
das Kindersitz-Sitzteil 24 und das untere Kindersitz-Rückenlehnenteiles 24 miteinander
verbunden.
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Das obere Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 ist
ebenfalls mit einem Bezug 58 bespannt. Auf dem oberen Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 ist
die Gurtplatte 28 angeordnet, die ebenfalls eine komfortable Polsterung
oder einen Bezug 60 aufweist. Dargestellt sind das Kindersitz-Sitzteil 26 und
das untere Kindersitz-Rückenlehnenteil 24 in
Nichtgebrauchsstellung und das Haupt-Gurtschloss 38. Das
Arretierungsmittel 102 verbindet das Rückenlehnenteil des Fahrzeugsitzes 12 drehbeweglich
mit dem Sitzteil des Fahrzeugsitzes und ist auf einer dritten Drehachse
C gegenüber
dem nicht dargestellten Sitzteil klappbar angeordnet. Die geklappten
Kindersitz-Seitenteile 20A, 20B schließen den
integrierten Kindersitz 10 geradlinig ab und ermöglichen,
wie 3 zeigt, eine günstige Fondsitzposition 56 eines
Fahrzeuginsassen.
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4 zeigt
in einem Schnitt A2-A2 den rückwärts gerichteten
Kindersitz 10 in Gebrauchsstellung. In der Gebrauchsstellung
wird der rückwärts gerichtete
Kindersitz zunächst
durch Verstellung des Rückenlehnenteiles
mittels arretierbarem Drehbeschlag 102 in eine geneigte
Position gebracht, die es erlaubt, ein Kind in den Kindersitz 10 zu
setzen.
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Unterhalb der Kopfstütze 16 befindet
sich eine Synchrongurtroller-Aufnahme 66, die insbesondere
eine Synchrongurtroller-Halterung 96 zur Befestigung eines
Synchrongurtrollers 64 aufweist. Der Gurt kann zwischen
der oberen Gurtaustrittsstellung 40 und der unteren Gurtaustrittsstellung 42 herausgeführt werden,
was in 4 anhand der
dargestellten Linien angedeutet ist. Die detaillierte technische Ausführung und
Funktion wird in den 6 und 7 näher erläutert.
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In 4 ist
ferner sichtbar, dass das Kindersitz-Sitzteil 26 in Gebrauchsstellung
mit zuvor aufgeklappten Kindersitz-Seitenteilen 20A, 20B
um die erste Drehachse A eine Drehschwenkbewegung des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteils 24 bewirkt.
Um diese Drehschwenkbewegung zu realisieren, weist das untere Kindersitz-Rückenlehnenteil 24 ein
oberes Befestigungsmittel 86 und ein unteres Befestigungsmittel 88 auf.
Das obere Befestigungsmittel 86 weist ein formstabiles
Führungsorgan 82 auf,
welches mit dem oberen Befestigungsmittel 86 fest verbunden
ist. Das untere Befestigungsmittel 88 ist über ein
Verbindungsmittel 90 mit einem Gelenk 84 verbunden.
Das Gelenk 84 wiederum ist unter Anordnung einer Verstärkung 78 am
Kindersitz-Sitzteil 26 befestigt, wobei das Gelenk 84 um
eine zweite Drehachse B drehbeweglich angeordnet ist. Zusätzlich ist ein
Führungsschlitz 80 angeordnet,
der in der integrierten Kindersitzvariante (Integrated child's seat) vorzugsweise
im Rückenlehnenteil-Rahmen 14 und in
der Variante als hinzufügbarer
Kindersitz (Add-On-child's
seat) in dem Kindersitz-Grundrahmen angeordnet ist. Durch die Anordnung
dieser Bauteile 80, 82, 84, 86, 88, 90 ist
es erfindungsgemäß möglich, dass
sich bei einem Hochklappen des Kindersitz-Sitzteiles 26 von
der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung über das
Gelenk 84 um die zweite Drehachse B eine teilweise Schwenkbewegung
des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteiles 24 ergibt,
welches in seinem oberen Bereich am oberen Befestigungsmittel 86 über das
formstabile Führungsorgan 82 im
Führungsschlitz 80 in
der Art geführt
ist, dass es entsprechend der Hochklappbewegung des Kindersitz-Sitzteiles 26 zu
einer Dreh-Schwenkbewegung des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteiles 24 kommt.
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4 zeigt
im Schnitt A2-A2 ferner ein Beckengurt-Schloss 74, welches
vorzugsweise an den in 3 dargestellten
Winkeln 76 befestigt ist. Des Weiteren sind in 4 die zweiten Aufnahmen 106 sichtbar,
die mit zweiten Stiften 94 korrespondieren. Die zweiten
Stifte 94 sind vorzugsweise unterhalb des Kindersitz-Sitzteiles 26 angeordnet
und sind in Nichtgebrauchsstellung als Verriegelungselemente nutzbar,
indem die zweiten Stifte 94 in die zweiten Aufnahmen 106 eingreifen.
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Eine ähnliche Lösung ist erfindungsgemäß ausgeführt, indem
die Seitenteile 20A, 20B nach zum Kindersitz-Sitzteil 26 hin
gerichtete erste Stifte 92 aufweisen, die korrespondierend
in seitlich im Kindersitz-Sitzteil 26 angeordneten ersten
Aufnahmen 104 zu einer Arretierung des Kindersitz-Sitzteiles 26 führen.
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Die Seitenteile 20A, 20B weisen,
wie 4 weiter zeigt,
jeweils eine Seitenwangenausnehmung 68 auf, die einerseits
im Bereich der Arme des Kindes liegen und somit Armfreiheit für das Kind
gewährleisten
und andererseits in Nichtgebrauchsstellung zur Aufnahme der Komponenten
des Sicherheitssynchrongurtsystems dienen. Der Beckengurt 34 wird vom
Becken-Gurtschloss 74 zum Haupt-Gurtschloss 38 geführt und
der Mittelgurt 36 wird von einer Befestigung 70 im
Bereich des Kindersitz-Sitzteiles 26 ebenfalls zum Haupt-Gurtschloss 38 geführt. Die Schultergurte 32 werden über die
Schultern des Kindes zum Haupt-Gurtschloss 38 geführt und
verriegelt, so dass das Kind eine besonders gute gesicherte Position
im rückwärts gerichteten
Kindersitz 10 einnimmt.
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5 zeigt
zur weiteren Verdeutlichung ein Seitenteil 20A im Schnitt
B-B. Das Seitenteil 20A beziehungsweise auch das entsprechende
Seitenteil 20B besitzt die Versteifungen 52, das
obere Seitenwangenlager 48 und das untere Seitenwangenlager 50 und
ein zugehöriges
oberes Filmscharnier 108 und ein unteres Filmscharnier 110.
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5 zeigt
im Unterschied zu 4,
dass das untere Befestigungsmittel 88 nicht durch ein Verbindungsmittel 90 mit
dem Gelenk 84 verbunden werden muss, sondern dass die Komponenten
ebenfalls durch eine Schweißverbindung
oder dergleichen verbindbar sind, so dass durch eine Drehbewegung
des unteren Kindersitz-Rückenlehnenteils 24,
welches hier in gestrichelter Linie dargestellt ist, eine Drehbewegung über die
zweite Drehachse B realisiert werden kann. Die weiteren gezeigten
Komponenten sind bereits in den 1 bis 4 beschrieben.
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Die 6 und 7 zeigen jeweils in einem Schnitt
D-D die Gurtplatte 28 in einer oberen Position (6) und in einer unteren
Position (7). Zur Realisierung
der oberen Gurfaustrittsstellung 40, aller Zwischenstellungen
und der unteren Gurtaustrittstellung 42 ist im Bereich
einer Durchführung
innerhalb des oberen Kindersitz-Rückenlehnenteils 22 eine erste
Rolle 98 angebracht. Im Bereich des Austrittes aus der
Gurtplatte 28 befindet sich eine zweite Rolle 100,
die die Umlenkung des Gurtes ermöglicht.
In der oberen Gurtaustrittsstellung 40 ist, wie 6 zeigt, keine Umlenkung
des Gurtes notwendig. Die innerhalb der Synchrongurtroller-Aufnahme 66 liegende Synchrongurtroller-Halterung 96 ermöglicht das
Abrollen des fest installierten Synchrongurtrollers 64 in der
oberen Gurfaustrittsstellung 40 wie auch in der unteren
Gurfaustrittsstellung 42, die in 7 entsprechend dargestellt ist.
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7 zeigt,
dass durch die erste Rolle 98 und die zweite Rolle 100 eine
Umlenkung des Gurtes möglich
ist, wobei der Gurt in der unteren Gurfaustrittsstellung 42 zwischen
dem oberen Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 und
der Gurtplatte 28 entlangführbar ist.
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Die Ausführungen zu 6 und 7 gelten prinzipiell
auch für
den hinzufügbaren
Kindersitz (Add-On-child's
seat), wobei dann die Komponenten zwischen dem Kindersitz-Grundrahmen
und dem oberen Kindersitz-Rückenlehnenteil 22 angeordnet sind.
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In den Darstellungen nicht gezeigt
ist der erfindungsgemäße Verstellmechanismus
der Gurtplatte 28 in der Gurtplattenabdeckung 30.
Zu diesem Zweck ist hinter der Gurtplatte 28 eine Gurtplattenführung angeordnet.
Die Gurtplattenführung
stabilisiert die gewünschte
geradlinige, vertikale Bewegung der Gurtplatte 28. Zusätzlich ist
auf einer vertikalen parallelen Gurtplattenführung eine Spindel angeordnet,
die von einem vorzugsweise auf einer horizontalen Achse angeordneten
Handrad oder dergleichen derart antreibbar ist, so dass durch eine
rotatorische Bewegung des Handrades oder dergleichen eine rotatorische
Bewegung der in die Gurtplatte 28 eingreifenden Spindel
hervorrufbar ist, wodurch über
geeignete Übertragungsmittel
eine lasttragende, geradlinige, vertikale Höhenverstellung der Gurtplatte 28 innerhalb
der Gurtplattenabdeckung 30 ausführbar ist.
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In das beschriebene Handrad kann
erfindungsgemäß eine zusätzliche
Taste oder dergleichen angeordnet sein, die zur Verriegelung beziehungsweise
Entriegelung des ersten Kindersitz-Seitenteiles 20A und/oder
des zweites Kindersitz-Seitenteil 20B dient. Mit dieser
Lösung
besitzen die Seitenteile eine zusätzliche Sicherung für die Nichtgebrauchsstellung, wodurch
ein Fondpassagier vor einem ungewollten Herausschwenken der Seitenteile 20A und 20B geschützt ist.
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Durch diese Ausführung ist in Gebrauchsstellung,
auch während
ein Kind auf dem Kindersitz positioniert ist, eine Verstellung der
Gurtplatte 28 möglich.
Die Verstellbarkeit der Gurtplatte 28 ist dabei nicht auf
eine mechanische Bedienung beschränkt, hierfür sind auch elektrische, pneumatische oder
hydraulische Antriebsmöglichkeiten
denkbar. Mittels dieser Verstellbarkeit der Gurtplatte 28 ist
eine Gurthöhenverstellung
möglich,
die es berücksichtigt, dass
der Kindersitz 10 von kleinen und großen Kindern mit unterschiedlicher
Schulterhöhe
benutzt wird.
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Denkbar ist es jedoch auch, dass
eine zweiteilige Gurtplatte angeordnet ist, bei der die einzelnen Gurtplatten
separat verschiebbar sind und individuell verstellt werden können. Dadurch
ist eine Gurthöhenverstellung
realisierbar, in der die Gurtplatten 28 schräg zur gedachten
Mittellinie des Kindersitzes angeordnet sind, so dass die Gurtaustritte
in der oberen Gurtaustrittsstellung 40 der Schultergurte 32 einen größeren Abstand
als die Gurtaustritte der unteren Gurtaustrittsstellung 42 aufweisen.
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Weitere funktionelle Merkmale sind
ausführbar,
jedoch ebenfalls in den 1 bis 7 nicht dargestellt. So ist
es erfindungsgemäß möglich, die
ersten beziehungsweise zweiten Seitenteile 20A, 20B horizontal
und/oder vertikal verschiebbar und/oder verlängerbar (teleskopierend) auszubilden.
Gleiche Möglichkeiten
bestehen für
das obere und/oder das untere Kindersitz-Rückenlehnenteil 22, 24,
die ebenfalls horizontal und/oder vertikal verschiebbar und/oder
verlängerbar
(teleskopierend) ausgebildet werden können.
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Durch die Anordnung von mehreren
ersten Aufnahmen 104 im Kindersitz-Seitenteil 26 ist
ferner eine Einstellung des Kindersitz-Seitenteiles 26 in
unterschiedlichen Winkelstellungen möglich, in dem dann wahlweise
die ersten Stifte 92 in die verschiedenen ersten Aufnehmungen 104 arretierbar
sind.
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Als weiteres Ausführungsmerkmal kann ein Gehäuse des
Haupt-Gurtschlosses 38, welches in Nichtgebrauchsstellung
in der Seitenwangenausnehmung 68 angeordnet ist, als Arretierung
der Nichtgebrauchsstellung für
das erste beziehungsweise zweite Seitenteil 20A, 20B dienen.
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- 10
- Kindersitz
- 12
- Fahrzeugsitz
- 14
- Rückenlehnenteil-Rahmen
- 16
- Kopfstütze
- 18
- Kopfstützhalterung
- 20
- Seitenteile
- 20A
- erste
- 20B
- zweites
Kindersitz-Seitenteil (Seitenwange)
- 22
- oberes
Kindersitz-Rückenlehnenteil
- 24
- unteres
Kindersitz-Rückenlehnenteil
- 26
- Kindersitz-Sitzteil
- 28
- Gurtplatte
- 30
- Gurtplattenabdeckung
- 32
- Schultergurt
- 34
- Beckengurt
- 36
- Mittelgurt
- 38
- Haupt-Gurtschloss
- 40
- obere
Gurtaustrittsstellung
- 42
- untere
Gurtaustrittsstellung
- 44
- Seitenwangen-Bezug/Polsterung
- 46
- Sitzteil-Polsterung
- 48
- oberes
Seitenwangenlager
- 50
- unteres
Seitenwangenlager
- 52
- Versteifung
- 54
- Raum
für Synchrongurtroller
- 56
- Fondsitzposition
- 58
- Bezug
(oberes Kindersitz-Rückenlehnenteil)
- 60
- Bezug
(Polsterung Gurtplatte)
- 62
- Korpus
Rückenlehnenteil
- 64
- Synchrongurtroller
- 66
- Synchrongurtroller-Aufnahme
- 68
- Seitenwangenausnehmung
- 70
- Befestigung
- 72
- Bezug
(unteres Kindersitz-Rückenlehnenteil)
- 74
- Becken-Gurtschloss
- 76
- Winkel
- 78
- Verstärkung
- 80
- Führungsschlitz
- 82
- Führungsorgan
(formstabil)
- 84
- Gelenk
- 86
- oberes
Befestigungsmittel
- 88
- unteres
Befestigungsmittel
- 90
- Verbindungsmittel
- 92
- erster
Stift (Seitenteil)
- 94
- zweiter
Stift (Kindersitz-Sitzteil)
- 96
- Synchrongurtroller-Halterung
- 98
- erste
Rolle
- 100
- zweite
Rolle
- 102
- Arretierung/Drehbeschlag
- 104
- erste
Aufnahme
- 106
- zweite
Aufnahme
- 108
- oberes
Filmscharnier
- 110
- unteres
Filmscharnier
- A
- erste
Drehachse (Seitenwangen)
- B
- zweite
Drehachse (Kindersitz-Sitzteil)
- C
- dritte
Drehachse (Rückenlehnenteil)
des Fahrzeugsitzes