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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich allgemein auf das Gebiet der digitalen Bilderzeugung und insbesondere
auf ein System und ein Verfahren zum automatischen Entrastern digitaler
Abbildungen.
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Scanner werden immer häufiger verwendet, um
unterschiedliche Typen von Dokumenten abzutasten bzw. zu scannen,
wie z. B. Papierdokumente, Photographien,
Negative, Transparenzfolien und/oder ähnliches. Benutzer derartiger
Scanner bzw. Abtastvorrichtungen müssen jedoch verschiedene Abtasteinstellungen
eingeben, um eine digitale Abbildung von annehmbarer Qualität zu erhalten.
Visuelle Artefakte erscheinen häufig
in der digitalen Abbildung, die die Qualität der abgetasteten Abbildung verschlechtern.
Moire-Muster sind ein visuelles Artefakt, das üblicherweise als ein Gitter
oder ein Raster erscheint, das über
die digitale Abbildung gelagert wird, aufgrund des Vorhandenseins
eines Halbtons in dem Dokument, das abgetastet wird. Dieses Problem ist
in dem Fall gedruckter Dokumente deutlicher, z. B. bei
Zeitungsdruck, Magazinen und Büchern,
im Vergleich zu anderen Dokumenten, wie z. B.
Photographien. Ferner ist dieses Problem oft relativ ausgeprägt in dem
Fall digitaler Abbildungen von Nicht-Text-Abschnitten des Dokuments.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren und ein System zum automatischen Verbessern
einer digitalen Abbildung eines Dokuments mit verbesserten Charakteristika
zu schaffen.
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Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren
gemäß Anspruch
1, 14 oder 28 und ein System gemäß Anspruch
21 oder 29 gelöst.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum automatischen
Verbessern einer digitalen Abbildung eines Dokuments offenbart.
Das Verfahren weist das automatische Erfassen des Vorhandenseins
eines vordefinierten visuellen Artefakts in einer Musterregion einer
Abbildung des Dokuments auf, das abgetastet wird, vor einer endgültigen Abtastung
des Dokuments, das Durchführen
des endgültigen
Abtastens des Dokuments, um die digitale Abbildung zu erhalten,
und das automatische Entrastern bzw. "Descreenen" der digitalen Abbildung, um eine endgültige digitale
Abbildung des Dokuments ansprechend auf das automatische Erfassen
eines vordefinierten visuellen Artefakts zu erhalten.
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Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird ein System zum automatischen Verbessern
einer digitalen Abbildung eines Dokuments offenbart. Das System
weist eine Einrichtung zum automatischen Erfassen des Vorhandenseins
eines vordefinierten visuellen Artefakts in einer Musterregion einer
Abbildung des Dokuments, das abgetastet wird, vor einer endgültigen Abtastung
des Dokuments, eine Einrichtung zum Durchführen der endgültigen Abtastung
des Dokuments, um die digitale Abbildung zu erhalten, und eine Einrichtung
zum automatischen Entrastern der digitalen Abbildung auf, um eine
endgültige
digitale Abbildung des Dokuments ansprechend auf das automatische
Erfassen eines vordefinierten visuellen Artefakts zu erhalten.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden
Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1A und 1B perspektivische Ansichten
einer Abbildungserfassungsvorrichtung, die Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung vorteilhaft verwenden kann; und
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2 ein
Flußdiagramm
eines Verfahrens zum automatischen Entrastern einer digitalen Abbildung
gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Das bevorzugte Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung und dessen Vorteile werden am besten
durch Bezugnahme auf die 1 bis 2 der Zeichnungen verständlich,
wobei gleiche Bezugszeichen für
gleiche und entsprechende Teile der verschiedenen Zeichnungen verwendet
werden.
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Die vorliegende Erfindung wird hierin
Bezug nehmend auf eine Abbildungserfassungsvorrichtung beschrieben.
Die Erfindung ist diesbezüglich
jedoch nicht eingeschränkt,
und die Lehren der vorliegenden Erfindung können im Hinblick auf andere
Typen von Abbildungserfassungsvorrichtungen verwendet werden, wie
z. B. Photokopierer, Faksimilemaschinen, Drucker,
digitale Kameras und/oder ähnliches.
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1A ist
eine perspektivische Ansicht einer Abbildungserfassungsvorrichtung 10 in
der Form eines Scanners, wie z. B.
eines Flachbettscanners, und 1B ist
eine perspektivische Ansicht des Flachbettscanners 10,
bei dem die obere Abdeckung 12 entfernt ist. Falls erwünscht, kann
die Abbildungserfassungsvorrichtung 10 statt dessen Teil
eines Kopierers, einer Multifunktionsvorrichtung, einer Faksimilemaschine
oder einer anderen Maschine sein, die eine digitale Abbildung für eine Speicherung, Übertragung
oder Weiterverarbeitung herstellt. Die Ausdrücke „Abbildungserfassungsvorrichtung", "Flachbettscanner" und "Scanner" werden hierin austauschbar
verwendet. Der Scanner 10 umfaßt eine Platte 14,
gegen die ein Objekt plaziert werden kann, das abgetastet werden
soll, wie z. B. ein Dokument oder ein
anderer Artikel. Der Scanner 10 kann mit einem Computersystem 11 gekoppelt
sein, um eine Steuerung und Operation des Scanners 10 zu
ermöglichen.
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Vorzugsweise unterstützt ein
Wagen 16, der in dem Scanner 10 angeordnet ist,
eine oder mehrere Abtastvorrichtungen oder Teilsysteme, wie z. B.
eine Lichtquelle 18, ein internes optisches System (nicht gezeigt)
und eine photoempfindliche Vorrichtung (nicht gezeigt). Der Wagen 16 ist
in der Lage, sich entlang einer oder mehrerer Stützschienen 22A und 22B zu
bewegen. Wenn sich der Wagen 16 entlang der Stützschienen 22A und 22B bewegt,
strahlt eine Lichtquelle 18 Licht aus, das durch die Platte 14 geleitet
wird und von dem Dokument reflektiert wird, das auf derselben plaziert
ist. Das reflektierte Licht wird durch das interne optische System
gesammelt und auf die photoempfindliche Vorrichtung gerichtet. Die photoempfindliche
Vorrichtung wandelt das reflektierte Licht der Lichtquelle 18 in
eines oder mehrere elektrische Signale um.
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Eine typische Abtastoperation umfaßt zwei separate
Abtastungen, eine Vorschau-Abtastung und eine End-Abtastung. Nachdem
der Benutzer eine Abtastoperation initiiert, wird durch den Scanner
eine Vorschau-Abtastung durchgeführt.
Während
der Vorschau-Abtastung bewegt sich der Wagen 16 von einer
Anfangsposition zu einer Endposition und tastet das Objekt mit einer
niedrigen Auflösung
ab, um eine digitale Anfangsabbildung zu liefern. Das Abtasten mit
niedriger Auflösung
ermöglicht,
daß die
Vorschau-Abtastung schnell durchgeführt wird. Nachdem die Vorschau-Abtastung
abgeschlossen ist, kehrt der Wagen 16 zu dessen Anfangsposition
in der Nähe
eines Endes des Scanners zurück.
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Nach der Vorschau-Abtastung kann
der Benutzer die Werte der verschiedenen Parameter auswählen und
setzen, wie z. B. Auflösung des
Abtastens, Farbe, Abtastbereich, Belichtung und/oder ähnliches,
für die
Endabtastung. Der Benutzer macht diese Parameter-Einstellungen und
-Setzungen basierend zumindest teilweise darauf, wie die digitale
Anfangsabbildung ausgesehen hat, wie sie auf einem Computerbildschirm 13 angezeigt
wurde, der kommunikativ mit dem Scanner gekoppelt ist. Die Endabtastung
wird dann basierend zumin dest teilweise auf den Parametern durchgeführt, die
durch den Benutzer gesetzt wurden. Während der Endabtastung bewegt
sich der Wagen 16 wiederum von der Anfangsposition hin
zu der Endposition, um das Objekt basierend auf den ausgewählten Parametern
abzutasten, z. B. mit der ausgewählten Auflösung, um
die digitale Endabbildung zu liefern. Nachdem der Wagen 16 die Endposition
erreicht und dadurch die Endabtastung beendet, bewegt sich derselbe
wiederum zurück
zu der Anfangsposition.
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Bei bestehenden Systemen kann der
Benutzer die digitale Endabbildung visuell inspizieren, sobald die
Endabtastung fertiggestellt ist. Der Benutzer kann unerwünschte visuelle
Artefakte erfassen, wie z. B. Moire-Muster,
die in der digitalen Endabbildung vorliegen. Ein visuelles Artefakt
kann andere Defekte oder Unregelmäßigkeiten umfassen, abgesehen
von Moire-Mustern, wie z. B. Staub
und/oder ähnliches. Das
Vorhandensein von Moire-Mustern in der digitalen Endabbildung zeigt
an, daß zumindest
ein Teil des abgetasteten Objekts einer Halbtongebung unterzogen
wurde. Wenn Moire-Muster vorliegen, dann kann der Benutzer manuell
ein Entrastern aktivieren und dann das Objekt erneut abtasten, um
eine digitale Endabbildung ohne Moire-Muster zu erhalten. Das Entrastern
umfaßt
das Entfernen oder Reduzieren der Moire-Muster aus der digitalen
Abbildung. Bei bestehenden Systemen kann der Benutzer ein Entrastern
mittels einer Softwarebenutzerschnittstelle aktivieren, die auf
einem Computersystem 11 installiert ist, mit dem der Scanner
gekoppelt ist. Somit muß der Benutzer
bei bestehenden Systemen das Vorhandensein von Moire-Mustern visuell
bestimmen, um die Moire-Muster aus einer digitalen Abbildung zu
reduzieren oder zu entfernen, und muß dann den Abtastprozeß nach dem
manuellen Aktivieren des Entrasterns durch die Softwarebenutzerschnittstelle
wiederholen.
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Eine Alternative zu dem bestehenden
Lösungsansatz
wäre es,
das Entrastern für
alle Abtastungen unabhängig
von dem Vorhandensein von Moire-Mustern zu aktivieren. Während diese
Alternative nicht erfordern würde,
daß der
Benutzer visuell das Vorhandensein von Moire-Mustern bestimmt, würde die
Abtastzeit erhöht
und in manchen Fällen die
Qualität
der resultierenden Abbildung nachteilhaft beeinflußt werden.
Somit würde
das Aktivieren eines Entrasterns für alle Abtastungen die Abtastzeit
unnötig
erhöhen
und ferner die Qualität
der Abbildungen in Fällen
beeinträchtigen,
in denen keine Moire-Muster vorliegen.
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Dementsprechend besteht ein Bedarf
nach einem System und einem Verfahren zum automatischen Entrastern
von digitalen Abbildungen. Ein System und ein Verfahren zum automatischen
Erfassen des Vorhandenseins eines Halbtons in einem Objekt und zum
Entrastern ansprechend auf die Erfassung eines Halbtons ist offenbart.
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2 ist
ein Flußdiagramm
eines Verfahrens 30 zum automatischen Entrastern einer
digitalen Abbildung gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Ein Dokument, das abgetastet werden
soll, wie z. B. ein Papierdokument,
eine Photographie, ein Negativ, eine Transparenzfolie oder ein anderer
Artikel wird auf die Platte 14 des Scanners 10 plaziert.
Bei Schritt 32 wird eine Vorschau-Abtastung durchgeführt. Die Vorschau-Abtastung
wird vorzugsweise mit einer vorbestimmten niedrigen Auflösung durchgeführt. Die
Auflösung
der Vorschau-Abtastung kann z. B. auf
75 dpi (Punkte pro Zoll) gesetzt sein.
Während
der Vorschau-Abtastung wird die digitale Niedrigauflösungsabbildung des
Objekts im wesentlichen gleichzeitig auf einem Computerbildschirm 13 angezeigt,
der dem Computersystem 11 zugeordnet ist, mit dem der Scanner 10 gekoppelt
ist.
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Bei Schritt 34 wird eine
Region des Dokuments als eine Musterregion definiert. Abbildungsdaten,
die während
der Vorschau-Abtastung erhalten werden, werden vorzugsweise analysiert,
um die Positionen von Nicht-Text-Daten in der Abbildung zu bestimmen.
Das Vorhandensein von Farbdaten zeigt üblicherweise das Vorhandensein
von Nicht-Text-Daten an. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Musterregion definiert, um Bereiche des Dokuments zu umfassen,
die Nicht-Text-Daten aufweisen, da wahrscheinlicher ist, daß der Nicht-Text-Bereich einen
Halbton aufweist, und es daher wahrscheinlicher ist, daß derselbe
Moire-Muster in der digitalen Abbildung aufweist. Die Erfindung
ist jedoch nicht darauf beschränkt
und falls erwünscht
können
andere Abschnitte des Objekts als die Musterregion definiert sein.
Falls erwünscht,
kann die Musterregion mehr als eine nichtzusammenhängende Region
des Dokuments umfassen und kann alle Regionen von Nicht-Text-Daten
umfassen.
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Bei Schritt 36 wird eine
Erfassungsabtastung auf der Musterregion durchgeführt, um
das Vorhandensein eines Halbtons in dem Dokument zu erfassen. Um
das Vorhandensein eines Halbtons zu erfassen, wird die Erfassungsabtastung
mit einer hohen Auflösung
durchgeführt,
z. B. 600 dpi.
Das Durchführen
einer Abtastung mit hoher Auflösung
ist zeitaufwendig. Als solches wird die Erfassungsabtastung vorzugsweise
nur über
die Musterregion durchgeführt.
Während
der Erfassungsabtastung wird der Wagen 16 von der Anfangsposition
hin zu der Endposition bewegt, zum Abtasten der Musterregion. Sobald
die Abtastung der Musterregion abgeschlossen ist, kehrt der Wagen 16 zu
der Anfangsposition zurück.
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Obwohl das oben offenbarte Ausführungsbeispiel
einen Vorschau-Abtastschritt (Schritt 32) und einen separaten
Schritt zum Erfassen eines Halbtons (Schritt 36) umfaßt, ist
die Erfindung nicht darauf beschränkt. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel können die
Vorschau-Abtastung und die Erfassungsabtastung in demselben Schritt
durchgeführt
werden. Bei einem derartigen Ausführungsbeispiel werden unterschiedliche
Abschnitte des Dokuments mit unterschiedlichen Auflösungen während derselben
Abtastoperation abgetastet. Auf die Initiierung der Abtastung hin
bewegt sich der Wagen 16 von der Anfangsposition hin zu
der Endposition und tastet das Dokument mit einer niedrigen Auflö sung ab.
Während
des Abtastprozesses, wenn eine Region von Nicht-Text-Daten erfaßt wird,
wird das Abtasten mit einer hohen Auflösung durchgeführt. Das
Vorhandensein von Farbdaten zeigt vermutlich das Vorhandensein von
Nicht-Text-Daten an. Falls erwünscht, kann
nur ein Abschnitt der Nicht-Text-Daten
mit hoher Auflösung
abgetastet werden. Das Abtasten wird zurück zu einer niedrigen Auflösung geschaltet, wenn
der gewünschte
Abschnitt des Dokuments mit der hohen Auflösung abgetastet wurde. Wenn
das gesamte Dokument abgetastet wurde, kehrt der Wagen 16 zu
der Anfangsposition zurück.
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Bei Schritt 38 wird eine Bestimmung
darüber durchgeführt, ob
ein Halbton in der Musterregion vorliegt. Die Abbildungsdaten, die
von der Erfassungsabtastung erhalten werden, werden analysiert,
um das Vorhandensein des Halbtons zu bestimmen. Ein Halbton kann
durch ein herkömmliches
Verfahren für eine
Halbtonerfassung erfaßt
werden, die aktuell bekannt oder später entwickelt wird. Bei dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel
kann eine schnelle Fourier-Transformation
an die Abbildungsdaten angewendet werden, die von der Erfassungsabtastung
erhalten werden, um die Raumfrequenzkomponenten der Abbildungsdaten
zu bestimmen. Es wird ein Vergleich durchgeführt, um zu bestimmen, ob jegliche der
bestimmten Frequenzen mit bekannten Halbtonauflösungen übereinstimmen. Üblicherweise
erreichen Halbtonfrequenzen von 85 bis 185. Wenn die bestimmten
Frequenzen mit bekannten Halbtonauflösungen übereinstimmen, dann kann daraus
gefolgert werden, daß ein
Halbton vorhanden ist. Wenn kein Halbton vorhanden ist, dann wird
der Prozeß beginnend
bei Schritt 52 ausgeführt.
Wenn ein Halbton vorhanden ist, dann wird der Prozeß beginnend
bei Schritt 39 ausgeführt.
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Bei Schritt 39 wird eine Bestimmung
darüber durchgeführt, ob
der Benutzer Parameter für
die Endabtastung ausgewählt
und gesetzt hat. Vor der Endabtastung kann der Benutzer unterschiedliche
Parameter auswählen,
die beim Durchführen
der Endabtastung verwendet werden sollen. Die unterschied lichen
Parameter können
z. B. durch Verwenden einer graphischen
Benutzerschnittstelle einer Software ausgewählt werden, die dem Scanner
zugeordnet ist. Einer oder mehrere der nachfolgenden Parameter können durch
den Benutzer ausgewählt werden,
z. B. Abtastbereich, Auflösung, Belichtungszeit,
Art der Abtastung und/oder ähnliches.
Wenn der Benutzer keine Parameter für die Endabtastung ausgewählt und
gesetzt hat, dann wird der Prozeß beginnend bei Schritt 44 ausgeführt. Wenn
der Benutzer zumindest einen Parameter für die Endabtastung ausgewählt und
gesetzt hat, dann wird der Prozeß beginnend bei Schritt 40 ausgeführt.
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Bei Schritt 40 wird eine
Bestimmung darüber durchgeführt, ob
der Benutzer einen Abtastbereich für die Endabtastung definiert
hat. Wenn der Benutzer keinen Abtastbereich für die Endabtastung definiert
hat, dann wird der Prozeß beginnend
bei Schritt 44 ausgeführt.
Wenn der Benutzer einen Abtastbereich für die Endabtastung definiert
hat, dann wird der Prozeß beginnend
bei Schritt 42 ausgeführt.
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Bei Schritt 42 wird eine
Bestimmung darüber durchgeführt, ob
der benutzerdefinierte Abtastbereich und die Musterregion, die bei
Schritt 36 verwendet wurden, zumindest teilweise überlappen.
Wenn der benutzerdefinierte Abtastbereich und die Musterregion zumindest
teilweise überlappen,
dann wird der Prozeß beginnend
bei Schritt 44 ausgeführt,
um eine Entrasterung zu ermöglichen.
Wenn der benutzerdefinierte Abtastbereich und die Musterregion nicht überlappen,
dann wird vorzugsweise angenommen, daß der benutzerdefinierte Abtastbereich
keine Abschnitte mit Moire-Mustern umfaßt. Das Durchführen der
Entrasterungsoperation in einem derartigen Fall würde keine
bedeutende Auswirkung auf die Abbildungsqualität haben und kann die Abtastzeit
unnötig erhöhen. Deshalb
kann die Entrasterungsoperation weggelassen werden und der Prozeß wird beginnend bei
Schritt 52 ausgeführt.
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Bei Schritt 44 wird ein
automatisches Entrastern für
die Endabtastung aktiviert. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel
kann falls erwünscht
ein automatisches Entrastern ansprechend auf eine Benutzereingabe
aktiviert werden. Der Benutzer kann z. B,
informiert werden, daß ein
Halbton in dem benutzerausgewählten
Abtastbereich vorliegt, und der Benutzer kann ermutigt oder aufgefordert
werden, dem Erlauben, daß eine
automatische Entrasterung abläuft,
entweder zuzustimmen oder nicht zuzustimmen.
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Bei Schritt 46 wird eine
Endabtastung des benutzerdefinierten Abtastbereichs mit einer Entrasterungsauflösung durchgeführt, um
eine Endabbildung zu erhalten. Die Entrasterungsauflösung ist wahrscheinlich
eine höhere
Auflösung
als eine benutzerausgewählte
Auflösung,
um später
eine abgetastete Endauflösung
mit der benutzerausgewählten Auflösung zu
erreichen. Somit, wenn der Benutzer eine bestimmte Auflösung für die Endabtastung
ausgewählt
hat, dann ist die Entrasterungsauflösung vorzugsweise ein vorbestimmtes
Mehrfaches der benutzerausgewählten
Auflösung
oder ein vorbestimmtes Mehrfaches der Frequenz des Halbtons, abhängig davon,
was höher
ist. Das Mehrfache, das verwendet werden soll, kann von dem Typ
des Scanners, der Frequenz des Halbtons und/oder ähnlichem
abhängen.
Wenn der Benutzer keine Auflösung
für die
Endabtastung ausgewählt
hat, dann ist die Entrasterungsauflösung eine vorbestimmte Auflösung. Die vorbestimmte
Auflösung
ist vorzugsweise ein Mehrfaches der Frequenz des Halbtons und ist
vorzugsweise zweimal so hoch.
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Bei Schritt 48 werden die Abbildungsdaten der
Endabtastung entrastert. Ein herkömmliches Verfahren zum Entrastern,
das bereits bekannt ist oder später
entwickelt wird, kann zum Entrastern verwendet werden. Bei dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
wird das Entrastern durch ein Tiefpaßfiltern der Abbildungsdaten
der Endabtastung durchgeführt,
um eine gefilterte Abbildung zu erhalten. Das Tiefpaßfiltern
der Abbildungsdaten glättet
die Abbildungsdaten so, daß die unerwünschte Auswirkung
des Abwärtsabtastens,
wie es bei dem nächsten
Schritt angewendet wird, reduziert oder vollständig beseitigt wird.
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Bei Schritt 50 werden die
gefilterten Abbildungsdaten abwärts
auf die benutzerausgewählte Endabtastauflösung abgetastet,
falls vorhanden. Falls der Benutzer keine Auflösung für die Endabtastung ausgewählt hat,
werden die gefilterten Abbildungsdaten abwärts auf eine voreingestellte
Auflösung
abgetastet. Ein herkömmliches
Verfahren zum Abwärtsabtasten,
das bekannt ist oder später
entwickelt wird, kann verwendet werden. Bei Schritt 54 wird
die abgetastete Endabbildung angezeigt.
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Das Verfahren beginnend bei Schritt 52 kann ausgeführt werden,
wenn kein Halbton vorhanden ist oder der benutzerdefinierte Endabtastbereich
und die Musterregion nicht überlappen.
Bei Schritt 52 wird eine Endabtastung des Dokuments mit
der benutzerausgewählten
Endabtastauflösung
durchgeführt, falls
vorhanden. Wenn der Benutzer keine Endabtastauflösung ausgewählt hat, dann wird die Endabtastung
mit einer voreingestellten Endabtastauflösung durchgeführt, z. B.
300 dpi. Bei Schritt 54 wird
die abgetastete Endabbildung angezeigt.
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Die vorliegende Erfindung kann in
Software, Hardware oder einer Kombination aus sowohl Software als
auch Hardware implementiert sein. Die Software und/oder Hardware
kann auf einer Abbildungserfassungsvorrichtung 10 oder
einem Computersystem 11 vorliegen. Falls erwünscht kann
ein Teil der Software und/oder Hardware auf einer Abbildungserfassungsvorrichtung 10 und
ein Teil der Software und/oder Hardware kann auf dem Computersystem 11 vorliegen.
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Obwohl das bevorzugte Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wie oben beschrieben einen Vorschau-Abtastschritt
(Schritt 32) und einen Schritt zum Definieren der Musterregion
(Schritt 34) aufweist, auf der die Erfassungsabtastung (Schritt 36)
durchgeführt
wird, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel
kann das Vorhandensein eines Halbtons durch Anwenden der Erfassungsabtastung
an einen vordefinierten Bereich des Objekts erfaßt werden. Einer oder mehrere
Parameter können
z. B. so gesetzt sein, daß die Erfassungsabtastung
in der Nähe
einer indexmarkierten Ecke der Platte 14 durchgeführt wird.
Falls erwünscht,
können
unterschiedliche Schritte, die hierin erörtert wurden, in einer Reihenfolge
und/oder gleichzeitig miteinander durchgeführt werden. Ferner können falls
erwünscht
einer oder mehrere der oben beschriebenen Schritte optional sein
oder kombiniert sein, ohne von dem Schutzbereich der vorliegenden
Erfindung abzuweichen.
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Obwohl das bevorzugte Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung oben Bezug nehmend auf das Entfernen von
Moire-Mustern beschrieben wurde,
ist die Erfindung nicht darauf beschränkt. Die Lehren der vorliegenden
Erfindung können
für eine Entfernung
von anderen Typen von visuellen Artefakten von einer Abbildung verwendet
werden, wie z. B. Staub. Die Lehren
der vorliegenden Erfindung sind besonders nützlich zum Entfernen visueller
Artefakte, die durch Analysieren einer Musterregion erfaßt werden
können
und/oder deren Entfernung rechentechnisch intensiv ist.