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DE10306911A1 - Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen - Google Patents

Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen Download PDF

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DE10306911A1
DE10306911A1 DE2003106911 DE10306911A DE10306911A1 DE 10306911 A1 DE10306911 A1 DE 10306911A1 DE 2003106911 DE2003106911 DE 2003106911 DE 10306911 A DE10306911 A DE 10306911A DE 10306911 A1 DE10306911 A1 DE 10306911A1
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DE
Germany
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guide channel
metal
coating
side parts
plate
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Withdrawn
Application number
DE2003106911
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English (en)
Inventor
Walter Dr. Trakowski
Rolf Brisberger
Holger Dr. Behrens
Klaus Dr. Frommann
Bernhard Tenckhoff
Bodo Falkenhahn
Michael Zielenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SMS Siemag AG
Original Assignee
SMS Demag AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/14Removing excess of molten coatings; Controlling or regulating the coating thickness
    • C23C2/24Removing excess of molten coatings; Controlling or regulating the coating thickness using magnetic or electric fields

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen (1), insbesondere von Stahlband, in der der Metallstrang (1) vertikal durch einen das geschmolzene Beschichtungsmetall (2) aufnehmenden Behälter (3) und durch einen vorgeschalteten Führungskanal (4) hindurchführbar ist, wobei im Bereich des Führungskanals (4) ein das Beschichtungsmetall (2) im Behälter (3) zurückhaltendes, eine Magnetkraft erzeugendes Element, insbesondere ein elektromagnetischer Induktor (5), angeordnet ist. Zur Verbesserung der Dichtigkeit des Führungskanals ist die Vorrichtung erfindungsgemäß gekennzeichnet durch im Bereich des Führungskanals (4) angeordnete Mittel (6), die senkrecht zur Förderrichtung (R) des Metallstranges (1) und senkrecht zur Oberflächennormalen (N) des Metallstranges (1) in den Führungskanal (4) hinein verschiebbar sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen, insbesondere von Stahlband, in der der Metallstrang vertikal durch einen das geschmolzene Beschichtungsmetall aufnehmenden Behälter und durch einen vorgeschalteten Führungskanal hindurchführbar ist, wobei im Bereich des Führungskanals ein das Beschichtungsmetall im Behälter zurückhaltendes, eine Magnetkraft erzeugendes Element, insbesondere ein elektromagnetischer Induktor, angeordnet ist.
  • Übliche Metall-Tauchbeschichtungsanlagen für Metallbänder weisen einen wartungsintensiven Teil auf, nämlich das Beschichtungsgefäß mit der darin befindlichen Ausrüstung. Die Oberflächen der zu beschichtenden Metallbänder müssen vor der Beschichtung von Oxidresten gereinigt und für die Verbindung mit dem Beschichtungsmetall aktiviert werden. Aus diesem Grunde werden die Bandoberflächen vor der Beschichtung in Wärmeprozessen in einer reduzierenden Atmosphäre behandelt. Da die Oxidschichten zuvor chemisch oder abrasiv entfernt werden, werden mit dem reduzierenden Wärmeprozess die Oberflächen so aktiviert, dass sie nach dem Wärmeprozess metallisch rein vorliegen.
  • Mit der Aktivierung der Bandoberfläche steigt aber die Affinität dieser Bandoberflächen für den umgebenden Luftsauerstoff. Um zu verhindern, dass Luftsauerstoff vor dem Beschichtungsprozess wieder an die Bandoberflächen gelangen kann, werden die Bänder in einem Tauchrüssel von oben in das Tauchbeschichtungsbad eingeführt. Da das Beschichtungsmetall in flüssiger Form vorliegt und man die Gravitation zusammen mit Abblasvorrichtungen zur Einstellung der Beschichtungsdicke nutzen möchte, die nachfolgenden Prozesse jedoch eine Bandberührung bis zur vollständigen Erstarrung des Beschichtungsmetalls verbieten, muss das Band im Beschichtungsgefäß in senkrechte Richtung umgelenkt werden. Das geschieht mit einer Rolle, die im flüssigen Metall läuft. Durch das flüssige Beschichtungsmetall unterliegt diese Rolle einem starken Verschleiß und ist Ursache von Stillständen und damit Ausfällen im Produktionsbetrieb.
  • Durch die gewünschten geringen Auflagedicken des Beschichtungsmetalls, die sich im Mikrometerbereich bewegen können, werden hohe Anforderungen an die Qualität der Bandoberfläche gestellt. Das bedeutet, dass auch die Oberflächen der bandführenden Rollen von hoher Qualität sein müssen. Störungen an diesen Oberflächen führen im allgemeinen zu Schäden an der Bandoberfläche. Dies ist ein weiterer Grund für häufige Stillstände der Anlage.
  • Um die Probleme zu vermeiden, die im Zusammenhang mit den im flüssigen Beschichtungsmetall laufenden Rollen stehen, existieren Lösungen, die ein nach unten offenes Beschichtungsgefäß einsetzen, das in seinem unteren Bereich einen Führungskanal zur vertikalen Banddurchführung nach oben aufweist. Zur Abdichtung des Führungskanals nach unten wird hier ein elektromagnetischer Verschluss oder ein solcher mit Permanentmagneten eingesetzt. Bei den elektromagnetischen Verschlüssen handelt es sich um elektromagnetische Induktoren, die mit zurückdrängenden, pumpenden bzw. einschnürenden elektromagnetischen Wechsel- bzw. Wanderfeldern arbeiten.
  • Derartige Lösungen sind beispielsweise aus der EP 0 673 444 B1 , der JP 5086446 , der DE 195 35 854 A1 , der DE 100 14 867 A1 , der WO 96/03533 A1, der WO 01/11101 A1 und der WO 01/11102 A1 bekannt. Gemäß einigen der vorgeschlagenen Konzepte ist vorgesehen, dass neben den Spulen zur Erzeugung des elektromagnetischen Wanderfeldes zusätzliche Korrekturspulen vorgesehen sind, die mit einem Regelungssystem in Verbindung stehen und dafür Sorge tragen, dass das Metallband beim Abweichen von der Mittellage in diese wieder zurückgeholt wird.
  • Darüber hinaus sind spezielle Ausführungsformen im Stand der Technik bekannt, die die konkrete Ausgestaltung des Führungskanals betreffen.
  • Die FR 2 799 767 A1 sieht im Bereich des Führungskanals Wärmetauschelemente vor, mittels derer durch Einsatz eines flüssigen Kühlmittels der Führungskanal temperiert werden kann.
  • Zur Verbesserung der Abdichtung des Führungskanals nach unten schlägt die FR 2 804 443 A1 eine Lösung vor, bei der flüssiges Beschichtungsmetall durch eine Ausnehmung im Führungskanal zunächst nach unten geleitet, im Inneren des Führungskanals dann nach oben umgelenkt und schließlich im Bereich des Durchtrittsspalts für den Metallstrang diesem zugeleitet wird, so dass durch die Hydrodynamik des so zugeführten Beschichtungsmetalls eine nach oben gerichtete Kraft im Durchtrittsspalt für den Metallstrang erzeugt wird, was die Abdichtung des Beschichtungsgefäßes erleichtert.
  • Aus der FR 2 798 396 A1 ist eine Schmelztauchbeschichtungsanlage bekannt, bei der vorgesehen ist, dass im Bodenbereich des Beschichtungsgefäßes am Übergang in den Führungskanal ein Sperrwerk angeordnet ist. Dieses soll die Strömungen im flüssigen Beschichtungskanal vom Führungskanal abhalten; hierzu ist vorgesehen, dass es mit strömungsgünstig ausgebildeten Wänden bzw. Leitblechen ausgestattet ist.
  • Zur Verbesserung der Abdichtung des Führungskanals schlägt die FR 2 798 937 A3 vor, zusätzlich zum elektromagnetischen Induktor ein elektromagnetisches Ventil einzusetzen, das unterhalb des Induktors in der Nähe der unteren Öffnung des Führungskanals angeordnet ist. Dieses elektromagnetische Ventil erstreckt sich über die gesamte Breite des Führungskanals.
  • Bei den gattungsgemäßen Schmelztauchbeschichtungsanlagen hat es sich als problematisch erwiesen, dass zur Umrüstung der Anlage auf Metallstränge unterschiedlicher Breite relativ lange Stillstandszeiten hingenommen werden müssen, die den Schmelztauchbeschichtungsprozess verteuern. Die EP 0 910 681 B1 schlägt daher – und auch für den effizienten Austausch verschlissener Elemente der Schmelztauchbeschichtungsvorrichtung – vor, eine solche Vorrichtung einzusetzen, bei der der Führungskanal leicht lösbar am Boden des Beschichtungsbehälters befestigt ist, wobei vorgesehen ist, dass der Führungskanal aus mehreren in Bandlaufrichtung trennbaren und gegeneinander abgedichteten Teilen besteht, die zum Auswechseln des Führungskanals bei darin befindlichem Metallstrang nach Lösen einer Trennverbindung einzeln quer zur Bandlaufrichtung vom Metallstrang weg bewegbar sind.
  • Mit diesem Vorschlag können Stillstandszeiten zwar reduziert werden, allerdings ergibt sich hiermit immer noch keine zufriedenstellende Lösung für das Problem, die Schmelztauchbeschichtungsanlage auf unterschiedlich breite Metallstränge in kurzer Zeit umzurüsten.
  • Will man gattungsgemäße Beschichtungsvorrichtungen unter typischen Produktionsbedingungen einsetzen, hat man in der Regel den Fall, dass Metallstränge unterschiedlicher Breite gemäß einem vorgegebenen Produktionsprogramm be schichtet werden müssen. Mit den vorbekannten Lösungen ist ein Austausch des Führungskanals zur Anpassung des Kanals auf die jeweilige Breite des zu beschichtenden Metallstranges erforderlich, was die erläuterten teuren Produktionsunterbrechungen bedingt. Dies hat entsprechende Produktivitätseinbussen zur Folge. Allerdings ist ein spezieller Führungskanal für jede Bandbreite nötig, da ansonsten die Dichtigkeit des Führungskanals nicht zuverlässig sichergestellt werden kann.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mit der es möglich ist, eine schnelle Umrüstung der Anlage auf verschieden breite zu beschichtende Metallstränge vorzunehmen, hierbei jedoch trotzdem zuverlässig dafür Sorge zu tragen, dass der sich unter dem Beschichtungsbehälter befindliche Führungskanal eine hohe Dichtigkeit aufweist, so dass kein schmelzflüssiges Beschichtungsmetall nach unten ausfließen kann.
  • Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist gekennzeichnet durch im Bereich des Führungskanals angeordnete Mittel, die senkrecht zur Förderrichtung des Metallstranges und senkrecht zur Oberflächennormalen des Metallstranges in den Führungskanal hinein verschiebbar sind. Bevorzugt weisen die Mittel plattenförmige Abschnitte auf; diese können eine Dicke zwischen 0,5 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 2 mm, aufweisen.
  • Die Erfindung geht dabei von folgender Erkenntnis aus:
    Es hat sich bei umfangreichen Versuchen herausgestellt, dass die Abdichtung des Führungskanals für den Metallstrang mit einem teeren Kanal (also ohne sich in diesem befindlichen Metallstrang) sehr schwierig ist. Bei der Anwesenheit des Metallstranges zeigte sich die Abdichtung des Führungskanals relativ unproblematisch. Weitergehende Untersuchungen förderten die Feststellung zutage, dass der hydrodynamische Widerstand für das schmelzflüssige Metall bei Anwesenheit des Metallstranges im Führungskanal sehr viel höher ist, so dass sich mehrere kleinere Ringströmungen ausbilden können, anstatt – im Falle des leeren Führungskanals – eine große rechteckförmige Rohrströmung.
  • Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag der Mittel, die sich vom seitlichen Begrenzungsbereich des Führungskanals einstellbar und verschiebbar in den Führungskanal hinein erstrecken, kann der hydrodynamische Widerstand für das schmelzflüssige Beschichtungsmetall im seitlichen Endbereich des Führungskanals erhöht werden, namentlich dort, wohin sich (in Folge zu geringer Breite des Metallstranges) der Metallstrang nicht erstreckt. Damit wird sichergestellt, dass auch in den seitlichen Endbereichen eine optimale Dichtigkeit für schmelzflüssiges Beschichtungsmetall gegeben ist.
  • Mit Vorteil ist vorgesehen, dass der Führungskanal aus zwei im wesentlichen rechteckförmigen Platten gebildet wird, wobei die beiden Platten durch Seitenteile auf Abstand gehalten werden, wobei weiterhin der Führungskanal durch die Seitenteile seitlich abgedichtet wird und wobei die Seitenteile Ausnehmungen für die Mittel aufweisen. Hierbei ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Platten aus Keramikmaterial und die Seitenteile aus Metall, insbesondere aus Molybdän, bestehen.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Seitenteile aus zwei beabstandeten, rechteckförmigen Platten, die die Ausnehmung zum Durchtritt der plattenförmigen Abschnitte der Mittel bilden. Dabei kann die Ausnehmung zum Durchtritt der Mittel einen Querschnitt aufweisen, der demjenigen der Mittel entspricht.
  • Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die Seitenteile aus je einem rechteckförmigen Block bestehen, der eine Ausnehmung zur Aufnahme der Mittel aufweist.
  • Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit sieht vor, dass die Mittel mindestens zwei plattenförmige Abschnitte aufweisen, die über eine Scherenmechanik in den Führungskanal hinein verschiebbar sind.
  • Allen Ausgestaltungen ist gemein, dass die Mittel mindestens eine Verschiebevorrichtung aufweisen können, wobei es sich hierbei um einen elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Aktuator handeln kann.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
  • 1 schematisch eine Schmelztauch-Beschichtungsanlage mit einem durch sie hindurch geführten Metallstrang,
  • 2 den Schnitt A-B gemäß 1 durch den unteren Bereich des Führungskanals,
  • 3 den Schnitt C-D gemäß 2,
  • 4 eine zu 2 analoge Schnittdarstellung einer alternativen Ausführungsform und
  • 5 eine zu 3 analoge Darstellung für den linken unteren Bereich des Führungskanals.
  • In 1 ist das Prinzip der Schmelztauchbeschichtung eines Metallstranges 1, insbesondere eines Stahlbands, gezeigt. Der zu beschichtende Metallstrang 1 tritt vertikal von unten in den Führungskanal 4 der Beschichtungsanlage ein. Der Führungskanal 4 bildet das untere Ende eines Behälters 3, der mit flüssigem Beschichtungsmetall 2 gefüllt ist. Der Metallstrang 1 wird in Bewegungsrichtung R vertikal nach oben geführt. Damit das flüssige Beschichtungsmetall 2 nicht aus dem Behälter 3 auslaufen kann, ist im Bereich des Führungskanals 4 ein elektromagnetischer Induktor 5 angeordnet. Dieser besteht aus zwei Hälften, von denen jeweils eine seitlich des Metallstranges 1 angeordnet ist. Im elektromagnetischen Induktor 5 wird ein elektromagnetisches Sperrfeld erzeugt, das das flüssige Beschichtungsmetall 2 im Behälter 3 zurückhält und so am Auslaufen hindert.
  • In 2 ist der Schnitt A-B gemäß 1 zu sehen. Aus dieser Darstellung ist der Aufbau des Führungskanals in seinem unteren Bereich ersichtlich. Die entsprechende Ansicht nach dem Schnitt C-D gemäß 2 ist in 3 skizziert.
  • Der Metallstrang 1 ist in beiden Figuren skizziert, wobei die Förderichtung R und die Oberflächennormale N auf den Metallstrang 1 eingetragen ist. Der Führungskanal 4 wird durch zwei Platten 7a und 7b aus Keramikmaterial begrenzt, die parallel zum Metallstrang 1 verlaufen. Die Seitenbereiche des Führungskanals 4 werden durch Seitenteile 8a bzw. 8b gebildet, die den Führungskanal 4 in diesem Bereich abdichten.
  • Die beiden Platten 7a und 7b befinden sich in einem Abstand D, der für den Durchtritt des Metallstranges 1 zur Verfügung steht. Die maximale Breite des Metallstranges 1, der in der Beschichtungsvorrichtung verarbeitet werden kann, ist durch die Breite B des Führungskanals 4 definiert.
  • Bei gegebenem Produktionsprogramm werden in der Regel Metallstränge 1 unterschiedlicher Breite in der Beschichtungsvorrichtung zu verarbeiten sein. Deshalb weist die erfindungsgemäße Vorrichtung die Möglichkeit auf, die Anlage in sehr kurzer Zeit auf die aktuelle Breite eines Metallstranges 1 anzupassen und trotz dem die Dichtigkeit des Führungskanals 4 – bewerkstelligt durch die elektromagnetischen Induktoren 5 – sicherzustellen.
  • Hierzu befinden sich in den Seitenbereichen des Führungskanals 4, also an den Enden der Platten 7a bzw. 7b und namentlich in den Seitenteilen 8a bzw. 8b, verschiebbare Mittel 6, die in gewünschter Position in den Bereich des Führungskanals 4 hinein geschoben bzw. aus diesem heraus gezogen werden können.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß 2 bzw. 3 weisen diese Mittel 6 zwei plattenförmige Abschnitte 6a und 6b auf. Diese stehen mit Verschiebevorrichtungen 17a bzw. 17b in Verbindung, die die Abschnitte 6a bzw. 6b in Richtung des Doppelpfeiles gemäß 2 verschieben können.
  • Die Seitenteile 8a bzw. 8b werden aus rechteckförmigen Platten 10 und 11 gebildet, wobei zwischen den beiden Platten 10, 11 eine Ausnehmung 9 gebildet wird, die für den Durchtritt der Abschnitte 6a, 6b dient. Die Ausnehmung 9 entspricht dabei von ihrem Querschnitt her dem Querschnitt des plattenförmigen Abschnitts 6a, 6b. D.h. die plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b treten nach Art eines Kolbens durch die Ausnehmungen 9 hindurch, die wie ein Zylinder fungieren, so dass sie in das Innere des Führungskanals 4 hineinragen können.
  • Wie es in 2 zu sehen ist, sind dabei die plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b in die Nähe der seitlichen Enden des zu beschichtenden Metallstranges 1 hineingeschoben, so dass hier nur ein geringer Spalt verbleibt. In der in 2 bzw. 3 dargestellten Position hat das zur Folge, dass sich im Betrieb der Vorrichtung ein hoher hydrodynamischer Widerstand für das schmelzflüssige Beschichtungsmetall 2 bildet und damit die Dichtigkeit des Führungskanals 4 sichergestellt ist, und zwar auch in dem Falle, dass die Breite des Metallstranges 1 wesentlich geringer ist als die Breite B des Führungskanals 4.
  • In den Figuren nicht näher dargestellt sind fachmännische Ausgestaltungen des Aufbaus der Seitenteile 8a, 8b und der Platten 7a, 7b. Es sei nur am Rande erwähnt, dass geeignete Dichtungen (in 2 und 3 schwarz dargestellt) zwischen den einzelnen Bauteilen angeordnet werden können, um auch insofern die Dichtigkeit des Führungskanals sicherstellen zu können. Ferner ist nur sehr schematisch dargestellt, dass die gesamte Anordnung durch Schraubverbindungen fixiert wird. Die beiden plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b können dabei mit Langlöchern versehen sein, so dass einerseits die Verbindung zwischen beiden Platten 7a, 7b durch eine Schraubverbindung zuverlässig hergestellt ist, andererseits aber die Möglichkeit gegeben ist, die plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b in Richtung der Doppelpfeile gemäß 2 zu verschieben.
  • Die Seitenteile 8a, 8b mit ihren Bestandteilen Platte 10, Platte 11 und dazwischen angeordneten plattenförmigen Abschnitten 6a, 6b bestehen aus Metall. Damit erreicht man eine Umlenkung der für die elektromagnetische Abdichtung wichtigen Wirbelströme im Beschichtungsmetall 2. Es wird damit sichergestellt, dass im flüssigen Beschichtungsmetall 2 zur Abdichtung die erzeugten Vektoren für die Levitationskraft immer nach oben ausgerichtet sind.
  • Beim Wechsel des zu beschichtenden Metallstranges 1 auf einen solchen mit anderer Briete können mittels der Verschiebevorrichtung 17a, 17b die plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b seitlich verschoben werden, womit sich die lichte Weite des Führungskanals 4 einstellen lässt; der hydrodynamische Widerstand für das Beschichtungsmetall 2 kann damit auf dem maximal möglichen Wert gehalten werden.
  • Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung ist in den 4 bzw. 5 zu sehen. Hier sind die Seitenteile 8a, 8b aus einem rechteckförmigen Metallblock 12 gefertigt, in die eine Ausnehmung 13 für die verschiebbaren Mittel 6 eingearbeitet ist. Wie es insbesondere in 5 gesehen werden kann, werden die Mittel 6 hier aus zwei Abschnitten 14 und 15 gebildet, die an einer Drehachse 18 miteinander verbunden sind. Die beiden Abschnitte 14, 15 sind an eine Scherenmechanik 16 angekoppelt, so dass mit der Verschiebevorrichtung 17a, 17b die Winkelposition der beiden Abschnitte 14, 15 zueinander verändert werden kann. Dies hat zur Folge, dass die dem Führungskanal 4 zugewandten Enden der Abschnitte 14, 15 mehr oder weniger weit in den Führungskanal 4 hineinragen und damit in der erläuterten Weise zur Einstellung des hydrodynamischen Widerstandes dienen können; die Abschnitte 14, 15 definieren damit also ebenfalls die effektive lichte Weite des Führungskanals 4.
  • Während die Platten 7a, 7b aus Keramikmaterial bestehen, ist vorgesehen, dass die Seitenteile 8a, 8b (Platten 10, 11, Block 12, plattenförmige Abschnitte 6a, 6b, Abschnitte 14, 15) aus Metall bestehen, das eine hohe Widerstandfähigkeit gegen das flüssige Beschichtungsmetall 2 hat. Dabei hat sich insbesondere Molybdän bewährt bzw. ähnlich widerstandfähige Metalle.
  • Mit der vorgeschlagenen Vorrichtung wird eine Schmelztauchbeschichtungsanlage geschaffen, mit der in besonders einfacher Weise die Anpassung der Anlage an die Breite des aktuell zu beschichtenden Metallstranges erfolgen kann. Der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dennoch relativ einfach, so dass die Herstellkosten einer solchen Vorrichtung gering bleiben.
  • 1
    Metallstrang (Stahlband)
    2
    Beschichtungsmetall
    3
    Behälter
    4
    Führungskanal
    5
    Magnetkraft erzeugendes Element
    (elektromagnetischer Induktor)
    6
    verschiebbare Mittel
    6a
    plattenförmiger Abschnitt
    6b
    plattenförmiger Abschnitt
    7a
    Platte aus Keramikmaterial
    7b
    Platte aus Keramikmaterial
    8a
    Seitenteil
    8b
    Seitenteil
    9
    Ausnehmung
    10
    Platte
    11
    Platte
    12
    Block
    13
    Ausnehmung
    14
    Abschnitt
    15
    Abschnitt
    16
    Scherenmechanik
    17a
    Verschiebevorrichtung
    17b
    Verschiebevorrichtung
    18
    Drehachse
    R
    Förderrichtung
    N
    Oberflächennormale
    d
    Dicke der plattenförmigen Abschnitte 6a, 6b
    D
    Abstand der Platten 7a, 7b
    B
    Breite des Führungskanals

Claims (10)

  1. Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen (1), insbesondere von Stahlband, in der der Metallstrang (1) vertikal durch einen das geschmolzene Beschichtungsmetall (2) aufnehmenden Behälter (3) und durch einen vorgeschalteten Führungskanal (4) hindurchführbar ist, wobei im Bereich des Führungskanals (4) ein das Beschichtungsmetall (2) im Behälter (3) zurückhaltendes, eine Magnetkraft erzeugendes Element, insbesondere ein elektromagnetischer Induktor (5), angeordnet ist, gekennzeichnet durch, im Bereich des Führungskanals (4) angeordnete Mittel (6), die senkrecht zur Förderrichtung (R) des Metallstranges (1) und senkrecht zur Oberflächennormalen (N) des Metallstranges (1) in den Führungskanal (4) hinein verschiebbar sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) plattenförmige Abschnitte (6a, 6b) aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Abschnitte (6a, 6b) eine Dicke (d) zwischen 0,5 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 2 mm, aufweisen.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (4) aus zwei im wesentlichen rechteckförmigen Platten (7a, 7b) gebildet wird, wobei die beiden Platten (7a, 7b) durch Seitenteile (8a, 8b) auf Abstand (D) gehalten werden, wobei der Führungskanal (4) durch die Seitenteile (8a, 8b) seitlich abgedichtet wird und wobei die Seitenteile (8a, 8b) Ausnehmungen (9) für die Mittel (6, 6a, 6b) aufweisen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (7a, 7b) aus Keramikmaterial und die Seitenteile (8a, 8b) aus Metall, insbesondere aus Molybdän, bestehen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (8a, 8b) aus zwei beabstandeten, rechteckförmigen Platten (10, 11) bestehen, die die Ausnehmung (9) zum Durchtritt der plattenförmigen Abschnitte (6a, 6b) der Mittel (6) bilden.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) zum Durchtritt der Mittel (6a, 6b) einen Querschnitt aufweist, der demjenigen der Mittel (6a, 6b) entspricht.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (8a, 8b) aus je einem rechteckförmigen Block (12) bestehen, der eine Ausnehmung (13) zur Aufnahme der Mittel (6, 6a, 6b) aufweist.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) mindestens zwei plattenförmige Abschnitte (14, 15) aufweisen, die über eine Scherenmechanik (16) in den Führungskanal (4) hinein verschiebbar sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6) mindestens eine Verschiebevorrichtung (17a, 17b) aufweisen.
DE2003106911 2003-02-19 2003-02-19 Vorrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen Withdrawn DE10306911A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102018206185A1 (de) * 2018-04-23 2019-10-24 Thyssenkrupp Ag Vorrichtung und Verfahren zum Schmelztauchbeschichten eines Metallbandes mit mindestens zwei Schichten

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DE102018206185A1 (de) * 2018-04-23 2019-10-24 Thyssenkrupp Ag Vorrichtung und Verfahren zum Schmelztauchbeschichten eines Metallbandes mit mindestens zwei Schichten

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