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DE10306403A1 - Fahrzeugsitz - Google Patents

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DE10306403A1
DE10306403A1 DE2003106403 DE10306403A DE10306403A1 DE 10306403 A1 DE10306403 A1 DE 10306403A1 DE 2003106403 DE2003106403 DE 2003106403 DE 10306403 A DE10306403 A DE 10306403A DE 10306403 A1 DE10306403 A1 DE 10306403A1
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DE
Germany
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vehicle seat
backrest
piston
seat according
cushion frame
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Withdrawn
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DE2003106403
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English (en)
Inventor
Andreas Lucht
Geert Helge Wittenberg
Michael Stamm
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Autoliv Development AB
Original Assignee
Autoliv Development AB
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/02Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable
    • B60N2/22Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/24Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles for particular purposes or particular vehicles
    • B60N2/42Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles for particular purposes or particular vehicles the seat constructed to protect the occupant from the effect of abnormal g-forces, e.g. crash or safety seats
    • B60N2/427Seats or parts thereof displaced during a crash
    • B60N2/42727Seats or parts thereof displaced during a crash involving substantially rigid displacement
    • B60N2/42745Seats or parts thereof displaced during a crash involving substantially rigid displacement of the back-rest

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)
  • Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)

Abstract

Die Aufgabe, einen Fahrzeugsitz (1) zu schaffen, dessen Rückenlehne (4) bei übermäßiger Belastung infolge eines Front- und/oder Heckaufpralls für betroffene Fahrzeuginsassen weitest möglich schonend ohne Belastungssprünge nachgibt, wird im Wesentlichen dadurch gelöst, dass der Rückenlehne (4) zur Kraftbegrenzung wenigstens ein Dämpfungselement (5) in Form einer hydraulisch wirkenden Drehkolben-Zylinder-Einheit zugeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Fahrzeugsitze sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. In der US 5,743,591 wird beispielsweise ein Fahrzeugsitz offenbart, der seinerseits eine hydraulisch betätigte Verstellvorrichtung zur stufenlosen Verstellung der Rückenlehne beinhaltet.
  • Ferner ist es aus der Praxis bekannt, dass insbesondere bei einem Unfall mit einem Heckaufprall oder in der Reboundphase eines Frontalaufpralls erhebliche Kräfte an der Rückenlehne angreifen. Ebenso wirken infolge des besagten Unfalls auch starke Belastungen auf die Halswirbelsäule der Fahrzeuginsassen.
  • Um diesem Missstand zu begegnen, wurde als vorteilhaft erkannt, die Rückenlehne in ihrer Schwenkbewegung nachgiebig zu gestalten. Eine geeignete Vorrichtung dazu ist der DE-24 15 769 A1 zu entnehmen. Diese umfasst eine stufenlose, hydraulisch arbeitende Verstellvorrichtung für einen Fahrzeugsitz respektive dessen Rückenlehne, die ihrerseits derart ausgebildet ist, dass bei Überschreitung vorgegebener Drücke selbsttätig sich öffnende Sicherheitsventile ein Nachgeben der Rückenlehne gewährleisten.
  • Als nachteilig ist jedoch herauszustellen, dass derartige Sicherheitsventile zwar bei Überschreiten vorgegebener Drücke öffnen, jedoch dieser Öffnungsvorgang und auch ein eventuell nachfolgender Schließvorgang in kurzer Zeit und demzufolge abrupt erfolgt, welcher sich nachteilig für die betroffenen Fahrzeuginsassen auswirken kann. Des Weiteren wird diese Vorrichtung als kompliziert und aufwendig eingeschätzt und baut relativ groß. Hier setzt die nachfolgend beschriebene Erfindung an.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des eingangs geschilderten Standes der Technik zu vermeiden und einen Fahrzeugsitz zu schaffen, dessen Rückenlehne bei übermäßiger Belastung infolge eines Front- und/oder Heckaufpralls für betroffene Fahrzeuginsassen weitest möglich schonend ohne Belastungssprünge nachgibt.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass der Rückenlehne zur Kraftbegrenzung wenigstens ein Dämpfungselement in Form einer hydraulisch wirkenden Drehkolben-Zylinder-Einheit zugeordnet ist.
  • In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Dämpfungselement koaxial zur Schwenkachse der Rückenlehne angeordnet.
  • Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Dämpfungselement in Form der Drehkolben-Zylinder-Einheit ein Gehäuse mit zylindrischer Innenkontur und einen in dem Gehäuse rotatorisch geführten Kolben umfasst, wobei dem Gehäuse ein radial nach innen weisendes Wandelement fest zugeordnet ist und Wandelement und Kolben derart gestaltet sind, dass wenigstens zwei mit einem inkompressiblen oder nahezu in kompressiblen Hydraulikmittel gefüllte und in ihrem Volumen veränderliche Arbeitsräume ausgebildet sind, die ihrerseits zur Realisierung eines definierten Druckausgleiches während einer Rotationsbewegung des Kolbens zum Austausch von Hydraulikmittel strömungstechnisch untereinander verbunden sind.
  • Diese strömungstechnische Verbindung zwischen den Arbeitsräumen kann dabei über einen Verbindungsspalt zwischen der Innenkontur des Gehäuses und der korrespondierenden Stirnkante des Kolbens und/oder zwischen der nach innen weisenden Stirnkante des Wandelementes und einer korrespondierenden Rotationsfläche des Kolbens und/oder wenigstens einer Verbindungsbohrung durch den Kolben und/oder das Wandelement hindurch realisiert sein.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht nach einer ersten Variante vor, dass das Gehäuse des Dämpfungselementes mit dem Sitzkissenrahmen oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und der Kolben mit der Rückenlehne fest verbunden ist.
  • Gemäß einer zweiten Ausgestaltungsvariante ist der Kolben des Dämpfungselementes mit dem Sitzkissenrahmen oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und das Gehäuse mit der Rückenlehne fest verbunden.
  • Wie die Erfindung außerdem vorsieht, ist dem Dämpfungselement in Form der Drehkolben-Zylinder-Einheit ein den Ausgangszustand selbsttätig wiederherstellendes Rückstellmittel zugeordnet.
  • Das Rückstellmittel ist vorzugsweise als ein am Kolben angreifendes und sich am Gehäuse abstützendes Federelement ausgebildet.
  • Darüber hinaus sind die Abmaße des Verbindungsspaltes beziehungsweise der Verbindungsbohrungen und das Hydraulikmittel in Abhängigkeit vom gewünschten Dämpfungseffekt gewählt.
  • Das Hydraulikmittel kann ein an sich bekanntes Hydrauliköl oder ein hochviskoses Hydraulikmittel sein, wobei als hochviskose Hydraulikmittel ein Silikon vorgeschlagen wird.
  • Schließlich kann vorgesehen sein, dass das Dämpfungselement entweder ein separat am Fahrzeugsitz angeordnetes Bauteil darstellt oder in eine an sich bekannte Vorrichtung zur Verstellung der Rückenlehne integriert ist.
  • Der vorgeschlagene Fahrzeugsitz hat gegenüber herkömmlichen Fahrzeugsitzen den wesentlichen Vorteil, dass bei einem Heck- oder Frontalaufprall die Rückenlehne aufgrund der auf sie wirkenden überhöhten Kräfte ohne Belastungssprünge zunächst weich und mit kontinuierlich über den Schwenkwinkel α ansteigender Kraftkennlinie schonend für betroffene Fahrzeuginsassen nachgibt.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 einen Fahrzeugsitz in der Seitenansicht,
  • 2 ein Dämpfungselement des erfindungsgemäß ausgestatteten Fahrzeugsitzes in einer Schnittansicht,
  • 3 ein Diagramm zur Charakteristik der Kraftbegrenzung über den Schwenkwinkel α der Rückenlehne.
  • Gemäß 1 besteht ein an sich bekannter Fahrzeugsitz 1 aus einem gepolsterten Sitzkissenrahmen 2 und einer zu diesem um eine horizontale Schwenkachse 3 schwenkbaren sowie in einem bestimmten Winkel zum Sitzkissenrahmen 2 feststellbaren Rückenlehne 4. Die Feststellbarkeit der Rückenlehne 4 im gewählten Winkel α wird mittels einer nicht näher dargestellten, jedoch an sich bekannten und nicht unmittelbar zum vorliegenden Erfindungsgegenstand zugehörigen mechanisch, elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Vorrichtung zur Verstellung der Rückenlehne 4 realisiert.
  • Wie oben bereits erläutet, wirken bei bestimmten Unfallsituationen, insbesondere bei einem Heck- und/oder Frontalaufprall, derartig hohe Kräfte sowohl auf die Fahrzeuginsassen als auch auf die Rückenlehne 4 des Fahrzeugsitzes 1, dass die Rückenlehne 4 in Abhängigkeit von der Höhe der Belastung eine undefinierte Schwenkbewegung um einen bestimmten Schwenkwinkel α nach hinten vollführen kann (1).
  • Gerade bei der einem Frontalaufprall folgenden Reboundphase kann es zu einer übermäßigen Belastung der Hals wirbelsäule betroffener Fahrzeuginsassen infolge des sogenannten Peitscheneffektes kommen, welches des Öfteren mit erheblichen Halswirbelverletzungen einhergeht (HWS-Trauma). Um diesem wirkungsvoll zu begegnen ist es angezeigt, die Rückenlehne 4 nachgiebig zu gestalten und zwar derart, dass der in der Reboundphase zurückschleudernde Kopf des Fahrzeuginsassen schonend, d. h., gleichsam weich und ohne Belastungssprünge durch die Rückenlehne 4 beziehungsweise durch eine an der selben befestigten Kopfstütze 4a aufgenommen und samt dem Oberkörper des Fahrzeuginsassen gleichmäßig bis zum Stillstand abgebremst wird.
  • Um diesem Anliegen gerecht zu werden, ist in diesem Ausführungsbeispiel der Rückenlehne 4 des Fahrzeugsitzes 1 koaxial zu deren Schwenkachse 3 zur Kraftbegrenzung wenigstens ein sogenanntes Dämpfungselement 5 in Form einer hydraulisch wirkenden Drehkolben-Zylinder-Einheit zugeordnet, die ihrerseits in 2 näher gezeigt ist.
  • Dieses Dämpfungselement 5 besteht im wesentlichen aus einem hydraulisch dicht geschlossenen Gehäuse 6 mit einer zylindrischen Innenkontur und einem in dem Gehäuse 6 rotatorisch geführten Kolben 7, wobei dem Gehäuse 6 ferner ein radial nach innen weisendes Wandelement 8 fest zugeordnet ist, welches seinerseits an eine untere Rotationsfläche 9 des Kolbens 7, auch als Kolbengrund bezeichnet, derart dicht anschließt, dass eine Rotationsbewegung des Kolbens 7 noch gewährleistet ist.
  • Wie der 2 weiter zu entnehmen ist, sind durch den Kolben 7 und das Wandelement 8 zwei durch die Rotationsbe wegung des Kolbens 7 in ihrem Volumen veränderliche und mit einem inkompressiblen oder nahezu inkompressiblen Hydraulikmittel 10 gefüllte Arbeitsräume 11 und 12 ausgebildet.
  • Fernerhin sind die beiden Arbeitsräume 11, 12 zur Realisierung eines definierten Druckausgleiches während der Rotationsbewegung des Kolbens 7 beziehungsweise zum Austausch von Hydraulikmittel 10 untereinander verbunden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist danach zwischen der Innenkontur des Gehäuses 6 und der korrespondierenden Stirnkante des Kolbens 7 ein Verbindungsspalt 13 angeordnet, der den Austausch von Hydraulikmittel 10 während der Rotationsbewegung des Kolbens 7 gewährleistet (1). Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit und wird durch die Erfindung mit erfasst, einen oder einen weiteren Verbindungsspalt 13 zwischen der radial nach innen weisenden Stirnkante des Wandelementes 8 und der Rotationsfläche 9 des Kolbens 7 und/oder ein oder mehrere Verbindungsbohrungen durch den Kolben 7 und/oder das Wandelement 8 hindurch vorzusehen.
  • Für die Anordnung des besagten Dämpfungselementes 5 am Fahrzeugsitz 1 bieten sich gleichwirkend zwei Varianten an. Gemäß einer ersten Variante kann das Gehäuse 6 mit dem Sitzkissenrahmen 2 oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und der Kolben 7 mit der Rückenlehne 4 verbunden sein. Eine zweite Variante sieht dagegen vor, den Kolben 7 mit dem Sitzkissenrahmen 2 oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und das Gehäuse 6 mit der Rückenlehne 4 fest zu verbinden.
  • Die Auswahl ist dabei in das Belieben des Konstrukteurs, sicherlich in Abhängigkeit von den aktuell vorhandenen Baufreiheiten, gestellt. Im wesentlichen muss lediglich gewährleistet sein, dass zwischen Kolben 7 und Gehäuse 6 eine rotatorische Relativbewegung erzeugbar ist.
  • Des Weiteren kann das Dämpfungselement 5 als ein separat am Fahrzeugsitz 1 angeordnetes Bauteil ausgebildet oder in bevorzugter Weise in bereits vorstehend erwähnte Vorrichtung zur Verstellung der Rückenlehne 4 integriert sein, um bei verschieden eingestellten Neigungen der Rückenlehne 4 immer eine optimale Kraftbegrenzungsfunktion zu gewährleisten.
  • Nachfolgend wird die Erfindung in ihrer Funktion näher erläutert. Gesetzt den Fall, es liegt ein Frontalaufprall vor und der betroffene angeschnallte Fahrzeuginsasse wird zunächst nach vorn und nachfolgend in der Reboundphase nach hinten geschleudert, treffen der Oberkörper und der Kopf desselben auf die Rückenlehne 4 beziehungsweise auf die Kopfstütze 4a des Fahrzeugsitzes 1 auf. Schon in diesem Augenblick wirken entsprechende Kräfte auch auf die Rückenlehne 4 selbst und bei Überschreiten einer bestimmten Kraft auch auf das Dämpfungselement 5. Sofern der Kolben 7 mit der Rückenlehne 4 verbunden ist (erste mögliche Variante), wird derselbe in eine Rotationsbewegung versetzt, wodurch unter Energieabsorption Hydraulikmittel 10 über den Verbindungsspalt 13 vom Arbeitsraum 11 in den Arbeitsraum 12 gedrängt wird, bis es zum Stillstand der Rotationsbewegung des Kolbens 7 kommt.
  • Der 3 ist hierzu ein Diagramm zu entnehmen, welches die Charakteristik der Kraftbegrenzung über den Schwenkwinkel α der Rückenlehne darstellt. Im wesentlichen ist eine weiche Kraftaufbringung ohne Belastungssprünge durch das Dämpfungselement 5 und demgemäss eine für betroffenen Fahrzeuginsassen schonende Energieabsorption zu verzeichnen.
  • Aufgrund der Verwendung eines hydraulisch wirkenden Dämpfungselementes 5 stellt sich die erforderliche Gegenkraft automatisch auf ein jeweils vorab angepasstes Niveau ein, so dass dieses selbsttätig auf die aktuelle Belastungsschwere reagiert. Der gewünschte Dämpfungseffekt kann dabei vorab durch die Anzahl der Verbindungsspalte 13 und/oder Verbindungsbohrungen, deren Abmaße und/oder der Wahl des verwendeten Hydraulikmittels 10 eingestellt werden.
  • In umfangreichen Versuchen haben sich hochviskose Hydraulikmittel 10, wie Silikone, als besonders energieverzehrend und demgemäss als besonders geeignet herausgestellt. Selbstverständlich können auch herkömmliche Hydrauliköle zur Anwendung kommen.
  • Was das Dämpfungselement 5 weiter anbelangt, ist dieses aufgrund seiner einfachen Bauweise im Reparaturaufwand als äußerst günstig einzuschätzen. Sofern keine Beschädigungen an demselben aufgrund schwerer Kollisionen zu verzeichnen sind, kann dieses einer Wiederverwendung zugeführt werden oder einfach im Fahrzeugsitz 1 verbleiben. Zumindest für einen solchen Fall bietet es sich an, das Dämpfungsele ment 5 mit einem Rückstellmittel 14, vorzugsweise in Form eines Federelementes zu versehen, welches einerseits am Kolben 7 angreift und sich andererseits am Gehäuse 6 abstützt (2). Durch diese Maßnahme ist gewährleistet, dass gemäß vorliegendem Ausführungsbeispiel (erste mögliche Variante) der Kolben 7 selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
  • Für den Fachmann ist es sicherlich leicht nachvollziehbar, dass in Grenzen auch die Möglichkeit besteht, eine Mehrzahl von Arbeitsräumen 11, 12 vorzusehen, was durch die Erfindung mit erfasst ist. Hierdurch kann ebenfalls auf den gewünschten Dämpfungseffekt Einfluss genommen werden.
  • 1
    Fahrzeugsitz
    2
    Sitzkissenrahmen
    3
    Schwenkachse
    4
    Rückenlehne
    4a
    Kopfstütze
    5
    Dämpfungselement
    6
    Gehäuse
    7
    Kolben
    8
    Wandelement
    9
    Rotationsfläche
    10
    Hydraulikmittel
    11
    Arbeitsraum
    12
    Arbeitsraum
    13
    Verbindungsspalt
    14
    Rückstellmittel
    α
    Schwenkwinkel der Rückenlehne 4

Claims (13)

  1. Fahrzeugsitz (1), bestehend aus einem gepolsterten Sitzkissenrahmen (2) und einer zu diesem um eine horizontale Schwenkachse (3) schwenkbaren sowie in einem bestimmten Winkel zum Sitzkissenrahmen (2) feststellbaren Rückenlehne (4), wobei die Rückenlehne (4) vornehmlich infolge eines Front- und/oder Heckaufpralls auf das Kraftfahrzeug einwirkender Kräfte gegen undefinierte Schwenkbewegungen kraftbegrenzt ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehne (4) zur Kraftbegrenzung wenigstens ein Dämpfungselement (5) in Form einer hydraulisch wirkenden Drehkolben-Zylinder-Einheit zugeordnet ist.
  2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (5) koaxial zur Schwenkachse (3) der Rückenlehne (4) angeordnet ist.
  3. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (5) in Form der Drehkolben-Zylinder-Einheit ein Gehäuse (6) mit zylindrischer Innenkontur und einen in dem Gehäuse (6) rotatorisch geführten Kolben (7) umfasst, wobei dem Gehäuse (6) ein radial nach innen weisendes Wandelement (8) fest zugeordnet ist und Wandelement (8) sowie Kolben (7) derart gestaltet sind, dass wenigstens zwei mit einem inkompressiblen oder nahezu inkompressiblen Hydraulikmittel (10) gefüllte und in ihrem Volumen veränderliche Arbeitsräume (11; 12) ausgebildet sind, die ihrerseits zur Realisierung eines definierten Druckausgleiches während einer Rotationsbewegung des Kolbens (7) beziehungsweise zum Austausch von Hydraulikmittel (10) untereinander verbunden sind.
  4. Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Arbeitsräumen (11; 12) vermittels eines Verbindungsspaltes (13) zwischen der Innenkontur des Gehäuses (6) und der korrespondierenden Stirnkante des Kolbens (7) und/oder zwischen der nach innen weisenden Stirnkante des Wandelementes (8) und einer korrespondierenden Rotationsfläche (9) des Kolbens (7) und/oder wenigstens einer Verbindungsbohrung durch den Kolben (7) und/oder das Wandelement (8) hindurch realisiert ist.
  5. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) des Dämpfungselementes (5) mit dem Sitzkissenrahmen (2) oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und der Kolben (7) mit der Rückenlehne (4) fest verbunden ist.
  6. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (7) des Dämpfungselementes (5) mit dem Sitzkissenrahmen (2) oder einem sonstigen starren Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie und das Gehäuse (6) mit der Rückenlehne (4) fest verbunden ist.
  7. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Dämpfungselement (5) in Form der Drehkolben-Zylinder-Einheit ein den Ausgangszu stand selbsttätig wiederherstellendes Rückstellmittel (14) zugeordnet ist.
  8. Fahrzeugsitz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellmittel (14) ein am Kolben (7) angreifendes und sich am Gehäuse (6) abstützendes Federelement ist.
  9. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmaße des Verbindungsspaltes (13) und/oder der Verbindungsbohrung sowie das Hydraulikmittel (10) in Abhängigkeit vom gewünschten Dämpfungseffekt gewählt sind.
  10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydraulikmittel (10) ein an sich bekanntes Hydrauliköl oder ein hochviskoses Hydraulikmittel (10) ist.
  11. Fahrzeugsitz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das hochviskose Hydraulikmittel (10) ein Silikon ist.
  12. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (5) ein separat am Fahrzeugsitz (1) angeordnetes Bauteil ist.
  13. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (5) in eine an sich bekannte Vorrichtung zur Verstellung der Rückenlehne integriert ist.
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