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DE10305067A1 - Verfahren zur Feststellung und zur quantitativen Auswertung einer Unwucht an einem Welle-Lager-System - Google Patents

Verfahren zur Feststellung und zur quantitativen Auswertung einer Unwucht an einem Welle-Lager-System Download PDF

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DE10305067A1
DE10305067A1 DE10305067A DE10305067A DE10305067A1 DE 10305067 A1 DE10305067 A1 DE 10305067A1 DE 10305067 A DE10305067 A DE 10305067A DE 10305067 A DE10305067 A DE 10305067A DE 10305067 A1 DE10305067 A1 DE 10305067A1
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DE
Germany
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measurement signal
unbalance
bearing
signal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10305067A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Pecher
Stefan GLÜCK
Joachim Dr. Hering
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
FAG Kugelfischer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FAG Kugelfischer AG filed Critical FAG Kugelfischer AG
Priority to DE10305067A priority Critical patent/DE10305067A1/de
Priority to EP04707876A priority patent/EP1625374A1/de
Priority to PCT/DE2004/000183 priority patent/WO2004070340A1/de
Priority to JP2006501488A priority patent/JP4379816B2/ja
Priority to US10/544,507 priority patent/US7650254B2/en
Publication of DE10305067A1 publication Critical patent/DE10305067A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M1/00Testing static or dynamic balance of machines or structures
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    • G01M1/22Determining imbalance by oscillating or rotating the body to be tested and converting vibrations due to imbalance into electric variables
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
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    • F16C19/52Bearings with rolling contact, for exclusively rotary movement with devices affected by abnormal or undesired conditions
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Feststellung und zur quantitativen Auswertung einer an einem Bauteil-Lager-System auftretenden Unwucht, bei dem mithilfe von an dem Wälzlager (1) angeordneten druckabhängig ihren elektrischen Widerstand ändernden Sensoren einer Messbrücke (6, 7, 8, 9) die auf das Lager (1) wirkenden statischen und dynamischen Kräfte (F¶S¶, F¶U¶) ermittelt und in Form eines beiden Kräften gemeinsamen periodischen Messsignals zur Analyse in einem Computer bereitgestellt werden. DOLLAR A Zur Analyse des Messsignals wird aus diesem Messsignal der gewogene Mittelwert der von einer Unwucht erzeugten Modulationsfrequenz sowie dessen mittlere gewogene Varianz ermittelt. Anschließend wird diese Varianz mit einem vorgegebenen Varianz-Schwellwert verglichen, dessen Unterschreiten als Hinweise auf eine signifikante Unwucht im Lager gewertet wird.

Description

  • Anwendungsgebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Feststellung und zur quantitativen Auswertung einer an einem Welle-Lager-System auftretenden Unwucht gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges Verfahren kann mit Vorteil dort eingesetzt werden, wo rotierende Körper Unwuchten aufweisen, die zur Erhöhung der Lebensdauer eines Bauteil-Lager-Systems zu beseitigen sind.
  • Es ist allgemein bekannt, Wälzlager mit Messeinrichtungen zur Feststellung der auf das Lager wirkenden Kräfte auszustatten. So zeigt die DE 27 46 937 A1 ein Kraftmesslager, bei dem Dehnungsmessstreifen in einer Umfangsnut eines feststehenden Lageraußenringes befestigt und mit anderen elektrischen Widerständen in einer elektrischen Messbrücke verschaltet sind. Bei einem Überrollen der Befestigungsorte solcher dehnungsabhängig ihren Widerstand ändernden Dehnungsmessstreifen durch die Wälzkörper des Lagers wird ein im wesentlichen sinusförmiges Messsignal erzeugt, das mit einer geeigneten Auswerteeinrichtung analysierbar ist.
  • Neben der Bestimmung der auf das Wälzlager wirkenden Kräfte besteht ein Bedart an der Information, ob und in welchem Umfang ein von dem Lager aufgenommenes Bauteil eine Unwucht aufweist. Derartige Unwuchten entstehen beispielsweise bei Antriebswellen durchweg durch unregelmäßige Wandstärken des zylindrischen Wellenrohres oder durch eine außermittige Befestigung eines Wellenflansches an dem Wellenrohr. Darüber hinaus kann auch eine ungleichmäßige Schweißnaht eine Unwucht an einer solchen Antriebswelle verursachen. Die Vermeidung oder Kompensation derartiger Unwuchten ist vor allem deshalb von großer wirtschaftlicher Bedeutung, weil diese auf das Lager einwirken und dort in Abhängigkeit von der Größe der Unwucht, also von dem Grad der Massenfehlverteilung und der Drehzahl mehr oder weniger schnell zu bleibenden Lagerschäden führen, die letztlich den Totalausfall einer Maschine verursachen können.
  • Zur Vermeidung derartiger Unwuchten werden die drehbaren Bauteile am Ende ihres Herstellungsprozesses üblicherweise in eine Auswuchteinrichtung eingespannt und dort auf das Vorliegen von Unwuchten überprüft. Sobald der Ort der Unwucht sowie deren Größe festgestellt ist, kann beispielsweise durch das Anbringen von Zusatzmassen (auch Tilgermassen genannt) oder durch das Entfernen der die Unwucht verursachenden Masse die Unwucht beseitigt werden.
  • Neben dieser herstellprozessbedingten Unwucht können an drehbar gelagerten Körpern aber auch während dessen Nutzung Unwuchten auftreten. So können etwa bei einer in einem schmutzigen Fabrikationsbereich eingesetzten Antriebswelle betriebsbedingte Unwuchten dadurch entstehen, dass sich im Laufe der Zeit Schmutz an bevorzugten Stellen an der Wellenoberfläche ansammelt und sich ein Ungleichgewicht der drehenden Massen einstellt. In einem anderen Fall kann beispielsweise durch einen an der Antriebswelle ungewollt periodisch schleifenden Gegenstand im Laufe der Zeit von der Oberfläche der Antriebswelle an einer bestimmten Stelle Material abgetragen werden, was ebenfalls zu einem Ungleichgewicht der drehenden Massen und damit zu einer Unwucht führt.
  • Nachteilig bei dem Entstehen von betriebsbedingten Unwuchten ist, dass diese in der Regel nicht sofort und eindeutig erkennbar sind. Üblich ist vielmehr, dass eine solche betriebsbedingte Unwucht erst durch den Ausfall eines der Lager erkannt wird, in denen der Körper gelagert ist. Wenn es dann zu einem solchen Lagerschaden gekommen ist, muss oft eine Gesamtanlage für einen Lagerwechsel stillgelegt werden, was zu erheblichen produktionsausfallbedingten Kosten führt.
  • Zur Feststellung einer Unwucht an einem drehbar gelagerten Bauteil ist es bekannt, ein von Dehnungsmessstreifen an dem Lager erzeugtes Messsignal durch einen Frequenzfilter laufen zu lassen, der eine Trägerfrequenz von einer Modulationsfrequenz des Messsignals trennt. Dabei wird die von dem periodischen Überrollen der Wälzkörper verursachte ungestörte sinusförmige Messsignalschwingung als Trägerfrequenz angesehen, während die durch die Unwucht auf die Sensoren des Lagers wirkenden Kräfte als Modulationsfrequenz bezeichnet wird.
  • Nachteilig an diesem bekannten Verfahren ist, dass bei einer Veränderung der Modulationsfrequenz, beispielsweise durch eine Änderung der Bauteildrehzahl, auch der Frequenzfilter hinsichtlich seiner Filtereigenschaften entsprechend nachgeführt werden muss. Dies ist nur bei digital arbeitenden Frequenzfiltern praktisch durchführbar, jedoch mit einen erheblichen und damit zeitaufwendigen Rechenaufwand verbunden. Oftmals werden hierzu sogenannte „Beobachter" adaptiv nachgeführt, die auf speziellen mathematischen Funktionen beruhen. Dabei ist jedoch hinsichtlich des dort angewandten Analyseverfahrens darauf zu achten, welches während der Nachführung solcher Frequenzfilter auch noch plausible Ergebnisse erzielt werden können. Dies wird in aller Regel dadurch erschwert, dass solche digitalen Filter ein Einschwingverhalten aufweisen, dass die Feststellgeschwindigkeit und Feststellgenauigkeit hinsichtlich der zu ermittelnden Unwucht negativ beeinflusst.
  • Ein anderes Verfahren zur Ermittlung der Unwucht eines drehbar gelagerten Körpers geht ebenfalls von dem genannten amplitudenmodulierten Messsignal aus, bei dem die Bestimmung des Unwuchtbetragfrequenzganges mittels einer Fourier-Transformation erfolgt. Da eine Fourier-Transformation jedoch einen Mittelungsprozess beinhaltet, ist bei einer schnellen Änderung der Bauteildrehzahl die Zuordnung spektraler Anteile, die auf eine Unwucht schließen lassen, nur schwer durchzuführen. Zudem wird die Auflösung des Betragspektrums bestimmt durch die Länge des Zeitintervalls, das zur Transformation genutzt werden kann. Messsignalanalysen zur Unwuchtermittlung mittels der Fourier-Transformation sind aufgrund der notwenigen Berechnungsschritte in der Regel nur Offline, also nur mit zeitlichen Verzug durchführbar. Dies ist vor allen bei betriebsbedingt entstehenden Unwuchten nachteilig, da diese völlig unvermutet entstehen und sich schnell mit zerstörerischer Wirkung aufbauen können.
  • Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe an die Erfindung darin, ein Verfahren vorzustellen, mit dem das Entstehen und Vorliegen von Unwuchten drehbar gelagerter Körper leicht, schnell und ohne direkte Inaugenscheinnahme feststellbar ist, so dass beispielsweise betriebsbedingte Unwuchten schnell und gezielt beseitigt sowie Lagerschäden vermieden werden können.
  • Zusammenfassung der Erfindungs
  • Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Hauptanspruchs, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnehmbar sind.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Messsignal eines an sich bekannten Messlagers mit druckempfindlich ihren elektrischen Widerstand ändernden Sensoren auch dazu genutzt werden kann, um das Vorliegen einer Unwucht sowie die Drehfrequenz der Unwucht eines in dem Lager getragenen Bauteils zu bestimmen. Ein solches Bauteil erzeugt in dem Lager eine Last, die aus einem statischen Anteil und beim Vorhandensein einer Unwucht auch einen dynamischen Anteil aufweist. Beide Lastanteile sind in dem Messsignal enthalten, wobei der Signalanteil der statischen Last von dem dynamischen Lastanteil überlagert wird und damit zu einer Amplitudenmodulation des Sensorsignals führt.
  • Zur Auswertung eines solchen amplitudenmodulierten Messsignals werden die dynamischen Amplitudenänderungen näher untersucht. Bei dieser Analyse des Messsignals wird aus diesem die Periode bzw. Frequenz der von einer Unwucht erzeugten Schwingung im Messsignal sowie deren Varianz ermittelt. Anschließend wird diese Varianz mit einem vorgegebenen Varianz-Schwellwert verglichen, wobei ein Unterschreiten des Schwellwertes als Hinweis auf eine signifikante Unwucht im Lager gewertet wird.
  • Demnach betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Feststellung und quantitativen Bestimmung einer Unwucht eines in einem Wälzlager gelagerten Bauteils, bei dem mit Hilfe von an dem Wälzlager angeordneten druckabhängig ihren elektrischen Widerstand ändernden Sensoren die auf das Lager wirkenden statischen und dynamischen Kräfte gemessen und in Form eines beide Kräfte gemeinsamen periodischen Messsignals einem Computer zur Analyse des Signalverlaufs bereitgestellt wird. Bei diesem Verfahren sind vorzugsweise folgende Verfahrensschritte vorgesehen:
    • – Bestimmung der minimalen und maximalen Amplitudenhöhen (Signalhübe) der jeweiligen Perioden des Messsignals,
    • – Befreiung des Verlaufs der minimalen und maximalen Signalhübe von dem Anteil der auf das Lager wirkenden statischen Kraft,
    • – Ermittlung der Unwuchtperioden aus dem Verlauf der minimalen und maximalen Signalhübe des dynamischen Kraftanteils durch Interpolation über die Zeit, und
    • – Feststellung des Vorliegens einer Unwucht, wenn diese aus den durch die Interpolation ermittelten Unwuchtperioden eine geringe statistische Streuung aufweisen.
  • Durch diesen Verfahrensablauf kann auch mit einer vergleichsweise kleinen Auswerteeinrichtung, also einem Mikrocomputer, in Echtzeit eine Unwucht festgestellt werden, die an dem in einem Lager aufgenommenen Bauteil angreift.
  • Im Gegensatz zu bekannten Verfahren kann daher sehr frühzeitig und sehr kostengünstig das Entstehen auch von sehr kleinen Unwuchten an drehbar gelagerten Bauteilen ermittelt werden. Dies ist vor allem dann von besonderem Vorteil, wenn die Unwuchten plötzlich und betriebsbedingt auftreten.
  • Gerade in solchen Fällen kann sehr schnell und effizient ein drohender Lagerschaden erkannt und durch Stillegen des drehenden Bauteils vermieden werden. Auf diese Weise lassen sich erhebliche Kosten einsparen, die durch einen Lagerausfall mit anschließendem Lageraustausch und etwaigen Produktionsstillstand entstehen würden. Statt dessen wird es in den meisten Praxisfällen ausreichen, beispielsweise an einer gelagerten Welle kontinuierlich oder plötzlich anhaftende Betriebshilfsstoffe oder Produktbestandteile bei einem Maschinenstillstand von dieser Welle zu entfernen.
  • Sofern dass Messsignal der genannten Sensoren bzw. der Messbrücke ein offsetbehaftetes Messsignal ist, wird dieses Messsignal vor dem ersten aufgezählten Verfahrensschritt von seinem Offsetwert befreit. Dies erfolgt bevorzugt durch eine adaptiv-rekursive Mittelwertschätzung.
  • In einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zudem vorgesehen, dass die Befreiung des Verlaufs der minimalen und maximalen Messsignalhübe von dem Anteil der auf das Lager wirkenden statischen Kraft (Verfahrensschritt b) ebenfalls durch eine adaptiv-rekursive Mittelwertschätzung erfolgt.
  • Zur Durchführung dieser adaptiv-rekursiven Mittelwertschätzung wird bevorzugt die Gleichung für den geschätzten Mittelwert E〈X〉(k+1) = E〈X〉(k) + cx[x(k+1) – E〈X〉(k)] [Gl. 1]genutzt, in der E〈X〉(k+1) den Erwartungswert für den gewogenen arithmetischen Mittelwert und E〈X〉(k) den momentanen Erwartungswert eines gewogenen arithmetischen Mittelwertes x angibt, während k für die Laufvariable, x für einen digitalen Abtastwert des Messsignals bzw. der Messsignalhübe und c für eine Adaptionskonstante stehen.
  • Für die statistische Auswertung wird eine Varianzermittlung der unwuchtbedingten Schwingungsperioden durchgeführt, bei der die adaptiv-rekursive Gleichung für den geschätzten Varianzmittelwert E〈X2〉(k+1) = E〈X2〉(k) + cx 2[x2(k+1) – E〈X2〉(k)] [Gl. 2]genutzt wird, in der E〈X2〉(k+1) für den Erwartungswert des gewogenen arithmetischen Mittelwertes zweiter Ordnung und E〈X2〉(k) für den momentanen Erwartungswert zweiter Ordnung stehen, während k eine Laufvariable, x einen Wert für die ermittelte Periode der Unwucht und c eine Adaptionskonstante darstellen.
  • Der Ort der Unwucht an dem in dem Wälzlager drehbar gelagerten Bauteil lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch ermitteln, dass bei bekannter räumlicher Anordnung des Sensors an dem Wälzlager der Zeitpunkt des Auftretens einer durch die Unwucht hervorgerufenen dynamischen Messsignalamplitude den Ort der Unwucht an dem Bauteil markiert.
  • Die Erfindung wird mit Hilfe eines konkreten Ausführungsbeispiels erläutert, das in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist. Darin zeigen
  • 1 einen schematischen Querschnitt durch ein Messlager mit einem darin gelagerten unwuchtigen Bauteil,
  • 2 den Verlauf eines Messsignals der Sensoren des Lagers gemäß 1
  • 3 den Verlauf des Messsignals nach seiner Befreiung vom Offsetanteil des Messsystems,
  • 4 den Verlauf der Messsignalhübe für jede Periode des Messsignals gemäß 3,
  • 5 eine um den statischen Anteil der Messsignalhübe gemäß 4 bereinigte Schwingungsperiodenverlauf,
  • 6 ein Schwingungsperiodenverlauf gemäß 5 nach einer Interpolation in Zeitrichtung, und
  • 7 eine statistische Darstellung ermittelter Unwuchtperioden von fünf Sensoren A bis E in einem sogenannten Boxplot.
  • Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt demnach ein Messlager 1, das einen feststehenden Außenring 2 und einen drehbaren Innenring 3 umfasst, zwischen denen Wälzkörper 4 angeordnet sind. Während der Innenring 3 ein zylindrisches Bauteil 5 aufnimmt und lagert, sind an der Außenseite des Lageraußenringes 2 Sensoren in Messbrücken 6, 7, 8, 9 befestigt, die druckabhängig ihren elektrischen Widerstand ändern. Bei den Sensoren der Messbrücken 6, 7, 8, 9 handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel um dehnungsabhängige Widerstände, die in an sich bekannter Weise miteinander verschaltet sind. Es sind aber auch piezoelektrische Druckaufnehmer sinnvoll einsetzbar. Die Anordnung der Messbrücken von 1 ist ein Ausführungsbeispiel und kann beliebig variiert und/oder in der Anzahl der Messbrücken verändert werden.
  • Das Ausgangssignal der Messbrücken 6, 7, 8 oder 9 wird zu einer Auswerteeinrichtung 10 weitergeleitet, die vorzugsweise als ein an dem Lageraußenring 3 befestigter Mikrocomputer ausgebildet ist. Die Auswerteeinrichtung 10 ermittelt aus dem Ausgangssignal der Messbrücken 6, 7, 8, 9 jeweils Werte, aus denen im einzelnen in Echtzeit auf das Entstehen oder das Vorliegen einer Unwucht an dem drehbar gelagerten Bauteil 5 geschlossen werden kann. Es ist aber auch möglich, dass die Auswerteeinrichtung 10 nur einen Teil der Berechungsarbeit vornimmt und diesbezügliche Zwischenwerte an einen leistungsstärkeren Computer 11 sendet, der außerhalb des Lagers 1 angeordnet und mit der Auswerteeinrichtung 10 über Datenleitungen verbunden ist. In jedem Fall kann durch den oder die Auswerteeinrichtungen 10, 11 mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Unwucht in dem drehbar gelagerten Bauteil 5 ermittelt und zur Anzeige gebracht werden.
  • Wie 2 zeigt, erzeugen die vorzugsweise an dem feststehenden Lageraußenring 3 angeordneten Messbrücken 6, 7, 8 oder 9 beim Überrollen ihrer Befestigungsorte durch die Wälzkörper 4 ein im wesentlichen sinusförmiges Messsignal, dessen charakteristische Veränderung über der Zeit für den Fall einer statischen Kraft FS von 10 kN in dieser Abbildung dargestellt ist. Da an dem Bauteil 5 eine Unwucht angreift, gibt der Signalverlauf auch wieder, dass die Amplituden nicht alle den gleichen Maximal- bzw. Minimalwert erreichen. Der jeweilige Unterschied zwischen den minimalen und maximalen Amplitudenwerten ist darauf zurückzuführen, dass die durch die Unwucht entstehende Kraft FU von in diesem Beispiel 0,25 kN über den Lagerinnenring 3 und die Wälzkörper 4 an den Lageraußenring 2 weitergegeben wird. Dabei überlagern sich die dynamische Unwuchtkraft FU und die statische Lagerkraft FS, wobei letztere wegen der senkrecht nach unten gerichteten Gravitationskraft auch bei einem ausgewuchteten Bauteil 5 bzw. nicht rotierendem Bauteil 5 auf das Lager 1 und damit auf die Messbrücke 8 wirkt. Diese Kräfteüberlagerung FS+FU ist daher grundsätzlich erfassbar und messtechnisch auswertbar.
  • Wie der in 2 dargestellte Signalverlauf zeigt, ist dieser von einem Offsetwert von etwa 2 μV überlagert, der durch das verwendete Messsystem mit nichtoffsetkompensierten Messbrücken hervorgerufen wurde. Daher wird nach dem Erfassen des Messsignals in einem nächsten Verfahrensschritt dieses von dem genannten Offsetwert befreit. Dieser Verfahrensschritt kann entfallen, wenn Sensoren bzw. Messsysteme verwendet werden, die bereits ein offsetkompensiertes Messsignal liefern.
  • Zur Vorbereitung der Offsetkompensation wird das in 2 gezeigte Messsignal zunächst digitalisiert, um dann online schrittweise einen digitalen Messsignalwert einer adaptiv-rekursiven Mittelwertschätzung zu unterziehen. Dabei wird der anliegende Digitalwert mit einem aus zeitlich späteren Digitalwerten gewonnenen Mittelwert gewichtet.
  • Der Begriff "adaptiv-rekursive Mittelwertschätzung" bedeutet dabei, dass Ergebniswerte der ersten Mittelwertberechnung in die Berechung des nächsten Mittelwertes einbezogen werden. Dies ermöglicht eine konsistente Schätzung der Signalamplitude auf der Basis von jeweils nur einem neuen Abtastwert, ohne dass eine große Speicher- und Rechenkapazität in einer elektronischen Auswerteeinrichtung 10, 11 vorgehalten werden muss.
  • Die Ermittlung des gewogenen arithmetischen Mittelwertes erfolgt demnach mit Hilfe der rekursiven Grundgleichung E〈X〉(k+1) = E〈X〉(k) + cx[x(k+1) – E〈X〉(k)] [Gl. 3]in der E〈X〉(k) den momentanen Erwartungswert des gewogenen arithmetischen Mittelwertes x angibt, während k für eine Laufvariable, x für einen digitalen Abtastwert des Messsignals und c für eine Adaptionskonstante stehen. Der geschätzte momentane Mittelwert E〈X〉(k) wird zu jedem Abtastzeitpunkt vom aktuellen Abtastwert des Sensorsignals abgezogen, so dass ein in 3 dargestellter offsetbefreiter Messsignalverlauf entsteht.
  • Die Adaptionskonstante c ist dabei ein Wert, der kleiner als Eins sowie größer als Null ist und aus der Gleichung für die sogenannte Anpassungsgeschwindigkeit t = {1/cx – 1/2}·T [Gl. 4]berechenbar ist. Darin gibt t an, wie schnell mit einer tolerierbaren Fehlerquote der wahre Mittelwert feststellbar ist, während T für den zeitlichen Abstand zweier benachbarter Abtastwerte steht.
  • Anschließend werden die sogenannten Signalhübe, also der für eine Schwingungsperiode maximale und minimale Amplitudenwert des Messsignals pro Periode ermittelt. Dabei wird der aktuelle Abtastwert des Messsignals mit dem vorherigen Abtastwert verglichen. Bei einem Signumwechsel von Minus nach Plus wird in der Auswerteeinrichtung ein Register max wert zum Speichern des Maximalwertes einer Periode auf Null gesetzt. Sobald bei den dann folgenden Vergleichsberechnungen ein Abtastwert größer als der Registerinhalt ist, wird der neue Abtastwert in diesem Register max wert gespeichert. Auf diese Weise wird der Registerinhalt für den Maximalwert so lange mit immer größeren werdenden positiven Amplitudenwerten erneuert, bis ein neuer Signumwechsel des Messsignals von Plus nach Minus stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Maximum der positiven Halbwelle eine Periode des gemessenen Messsignals sicher festgestellt.
  • Daran anschließend erfolgt auf gleiche Weise die Ermittlung des Minimalwertes min wert der nun folgenden negativen Halbwelle des Messsignals. Nach Erreichen eines erneuten Signumwechsels von Minus nach Plus wird aus der Differenz der abgespeicherten Maximum- und Minimumwerte der Signalhub der untersuchten Periode und damit die an der Messstelle anliegende Gesamtkraft errechnet, die aus dem unwuchtbedingten dynamischen Anteil FU und dem statischen Anteil FS zusammengesetzt ist. Dieser Vorgang zur Offsetkompensation wird kontinuierlich über die Zeit fortgesetzt. Auf diese Weise werden die Signalhübe bzw. die Amplituden der Gesamtkraft FS+FU für jede Periode des Messsignals ermittelt, die in 4 beispielhaft dargestellt sind.
  • Zur Bestimmung des Vorhandenseins einer Unwucht wird in einem nächsten Schritt aus dem offsetbefreiten Signalhubverlauf gemäß 4 der Anteil der statischen Kraft FS entfernt, der hierbei als zweiter Offsetwert zu betrachten ist. Dieser zweite Offsetwert liegt in dem in 4 dargestellten Beispiel etwa bei einem Wert von 1 μV, um den die dynamischen Signalhubwerte schwanken. Befreit man diese unwuchtbeeinflussten Messsignalhubwerte mittels einer erneuten adaptiv-rekursiven Mittelwertberechnung entsprechend der oben genannten Gleichung [Gl. 1] von diesem zweiten Offsetwert, so erhält man den in 5 dargestellten Verlauf einer Schwingung um den Nullpunkt, deren Periode mit der Drehzahl des drehbar gelagerten Bauteils 5 bei Vorhandensein einer Unwucht korreliert.
  • Eine anschließende Interpolation dieses Amplitudenverlaufs der Unwuchtschwingung gemäß 5 führt zu einer in 6 dargestellten Schwingungsperiodenverteilung. Sofern die Verteilung der einzelnen Perioden an einen Wert mit geringer statistischer Streuung gebunden ist, der darüber hinaus mit der tatsächlichen Bauteildrehzahl korreliert, ist daraus das Vorhandensein einer Unwucht sicher erkennbar. Im vorliegenden Beispielfall kann davon ausgegangen werden, dass eine Unwucht vorliegt.
  • Zum besseren Verständnis sei darauf hingewiesen, dass bei der Interpolation in Zeitrichtung im Rechenmodell die Spitzen der Abtastwerte gemäß 5 einen kontinuierlichen Kurvenverlauf beschreiben, aus dessen Kreuzungspunkte mit der Abszisse beziehungsweise mit der Nulllinie mittels einer Dreisatzrechnung aus den Amplitudenwerten und den Zeitwerten des letzten positiven Abtastwertes vor einem Kreuzungspunkt und nach diesem Kreuzungspunkt die Periode berechnet wird.
  • Durch eine anschließende statistische Auswertung der in 6 dargestellten Berechungswerte gelangt man zu der Varianz einer Unwuchtperiode aus 5. Der gewogene Mittelwert der Varianz wird mit Hilfe der rekursiven Grundgleichung E〈X2〉(k+1) = E〈X2〉(k) + cx 2[x2(k+1) – E〈X2〉(k)] [Gl. 5],errechnet, in der E〈X2〉 (k+1) für den Erwartungswert des gewogenen arithmetischen Mittelwertes zweiter Ordnung und E〈X2〉(k) für den momentanen Erwartungswert zweiter Ordnung stehen, während k eine Laufvariable, x ein aktuell ermittelter Wert der Periode der Unwucht und c eine Adaptionskonstante darstellen.
  • Sofern eine große Streubreite um den errechneten Periodenmittelwert festgestellt wird, deutet dies darauf hin, dass keine Unwucht vorliegt, während eine geringe Varianz um den Periodenmittelwert auf eine Unwucht an dem drehbar gelagerten Bauteil hinweist. So zeigt 7 beispielhaft die berechneten Periodenmittelwerte der Messsignale von fünf verschiedenen Sensoren A bis F, die bei fünf unterschiedlichen Unwuchtnachweisversuchen genutzt wurden. Die bei diesen Versuchen festgestellten Unwuchten sind zwar unterschiedlich stark ausgeprägt, sie liegen aber noch unterhalb einer zuvor empirisch ermittelten Unwuchtschwelle.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wurden Unwuchtmessungen durchgeführt, die zeigten, dass selbst sehr kleine Unwuchten unter Echtzeitbedingungen ermittelt werden konnten.
  • 1
    Messlager
    2
    Außenring
    3
    Innenring
    4
    Wälzkörper
    5
    Bauteil
    6
    Sensor
    7
    Sensor
    8
    Sensor
    9
    Sensor
    10
    Auswerteeinrichtung; Mikrocomputer
    11
    Computer
    A
    Sensor
    B
    Sensor
    C
    Sensor
    D
    Sensor
    E
    Erwartungswert einer adaptiv rekursiven Mittelwertschätzung
    F
    Sensor
    FS
    Statische Kraft
    FU
    Dynamische Kraft
    k
    Laufvariable
    c
    Adaptionskonstante
    t
    Anpassungsgeschwindigkeit
    t
    Zeit
    T
    Zeitlicher Abstand zwischen zwei benachbarten Abtastwerten
    x
    Abtastwert des Messsignals bzw. der Messsignalhübe;
    Aktuell ermittelter Wert einer Unwuchtperiode

Claims (13)

  1. Verfahren zur Bestimmung einer Unwucht eines in einem Wälzlager (1) gelagerten Bauteils (5), bei dem an dem Wälzlager (1) angeordnete, druckabhängig ihre elektrischen Widerstand ändernde Sensoren in Messbrücken (6, 7, 8, 9) die auf das Lager (1) wirkenden statischen und dynamischen Kräfte (FS, FU) ermitteln und in Form eines beiden Kräften (FS, FU) gemeinsamen periodischen und amplitudenmodulierten Messsignals einer Auswerteeinrichtung (10, 11) zur Analyse bereitstellen, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Messsignal die Periode bzw. Frequenz der von einer Unwuchtkraft (FU) erzeugten Schwingung sowie deren Varianz ermittelt wird, dass die Varianz anschließend mit einem vorgegebenen Varianz-Schwellwert verglichen wird, und dass ein Unterschreiten der ermittelten Varianz gegenüber dem Varianz Schwellwert als Hinweis auf eine signifikante Unwucht im Lager gewertet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Analyseverfahren folgende Verfahrensschritte beinhaltet: a. Bestimmung der minimalen und maximalen Messsignalhübe (Amplitudenhöhen) der Perioden des Messsignals, b. Befreiung des Verlaufs der minimalen und maximalen Messsignalhübe von dem Anteil der auf das Lager wirkenden statischen Kraft FS, c. Ermittlung der Unwuchtschwingungsperioden aus dem Verlauf der minimalen und maximalen Messsignalhübe des dynamischen Kraftanteils durch Interpolation über die Zeit, und d. Feststellung des Vorliegens einer Unwucht, wenn die durch die Interpolation für jede Schwingung ermittelten Unwuchterioden eine geringe statistische Streuung aufweisen.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorliegen eines offsetbehafteten Messsignals vor dem Verfahrensschritt (a) das Messsignal von seinem Offsetwert befreit wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Offsetbefreiung des Messsignals vor Verfahrensschritt (a) durch eine adaptiv-rekursive Mittelwertschätzung erfolgt.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befreiung des Verlaufs der minimalen und maximalen Messsignalhübe von dem Anteil der auf das Lager wirkenden statischen Kraft (FS) gemäß Verfahrensschritt (b) durch eine adaptiv-rekursive Mittelwertschätzung erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung der adaptiv-rekursiven Mittelwertschätzung die Gleichung E〈X〉(k+1) = E〈X〉(k) + cx[x(k+1) – E〈X〉(k)] [Gl. 6]genutzt wird, in der E〈X〉(k+1) den Erwartungswert für den gewogenen arithmetischen Mittelwert und E〈X〉(k) den momentanen Erwartungswert eines gewogenen arithmetischen Mittelwertes x angibt, während k für die Laufvariable, x für einen digitalen Abtastwert des Messsignals bzw. der Messsignalhübe und c für eine Adaptionskonstante stehen.
  7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur statistischen Auswertung der durch die Interpolation für jede Schwingung ermit telten Perioden zu diesen eine adaptiv-rekursive Berechnung der Varianz mit der Gleichung E〈X2〉(k+1) = E〈X2〉(k) + cx 2[x2(k+1) – E〈X2〉(k)} [Gl. 7]durchgeführt wird, in der E〈X2〉(k+1) für den Erwartungswert des gewogenen arithmetischen Mittelwertes zweiter Ordnung und E〈X2〉(k) für den momentanen Erwartungswert zweiter Ordnung stehen, während k eine Laufvariable, x einen aktuell ermittelten Wert einer Unwuchtperiode und c ein Adaptionskonstante darstellen.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptionskonstante c einen Wert aufweist, der kleiner als Eins und größer als Null ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptionskonstante c aus der Gleichung für die Anpassungsgeschwindigkeit t = {1/cx 2 – 1/2}·T [Gl. 8]berechenbar ist, wobei t angibt, wie schnell mit einer tolerierbaren Fehlerquote der wahre Erwartungswert zweiter Ordnung feststellbar ist, während T für den zeitlichen Abstand zwischen zwei benachbarten Abtastwerten steht.
  10. Verfahren nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ort der Unwucht an dem in dem Wälzlager drehbar gelagerten Bauteil dadurch ermittelbar ist, dass bei bekannter räumlicher Anordnung des Sensors an dem Wälzlager der Zeitpunkt des Auftretens einer durch die Unwucht hervorgerufenen dynamischen Messsignalamplitude den Ort der Unwucht an dem Bauteil markiert.
  11. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der minimalen und maximalen Messsignalhübe der aktuelle Abtastwert des Messsignals mit dem vorherigen Abtastwert verglichen wird, dass bei einem Signumwechsel von Minus nach Plus in der Auswerteeinrichtung ein Register (max wert) zum Speichern des Maximalwertes einer Periode auf Null gesetzt wird, dass dann, wenn bei folgenden Vergleichsberechnungen ein Abtastwert größer ist als der im Register abgespeicherte Wert (max wert) dieser neue Abtastwert in dem Register (max wert) gespeichert wird, und dass diese Vergleichsberechnung so lange fortgeführt wird, bis ein neuer Signumwechsel von Plus nach Minus stattfindet.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der minimalen und maximalen Messsignalhübe der aktuelle Abtastwert des Messsignals mit dem vorherigen Abtastwert verglichen wird, dass bei einem Signumwechsel von Minus nach Plus in der Auswerteeinrichtung ein Register (min wert) zum Speichern des Maximalwertes einer Periode auf Null gesetzt wird, dass dann, wenn bei folgenden Vergleichsberechnungen ein Abtastwert größer ist als der im Register abgespeicherte Wert (min wert) dieser neue Abtastwert in dem Register (max wert) gespeichert wird, und dass diese Vergleichsberechnung so lange fortgeführt wird, bis ein neuer Signumwechsel von Plus nach Minus stattfindet.
  13. Verfahren nach Anspruch 10 und Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen eines erneuten Signumwechsels von Minus nach Plus die Differenz aus den Inhalten den beiden Registern (max wert, min wert) gebildet wird, welche den Signalhub der untersuchten Periode und damit die in einem Zeitintervall am Sensor (6, 7, 8, 9) anliegende Gesamtkraft (FS+FU) angibt.
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