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DE10305905A1 - Elektromotor - Google Patents

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Publication number
DE10305905A1
DE10305905A1 DE2003105905 DE10305905A DE10305905A1 DE 10305905 A1 DE10305905 A1 DE 10305905A1 DE 2003105905 DE2003105905 DE 2003105905 DE 10305905 A DE10305905 A DE 10305905A DE 10305905 A1 DE10305905 A1 DE 10305905A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
poles
rotor
stator
electric motor
rotation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2003105905
Other languages
English (en)
Inventor
Yan Lu
Josef Mahalek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayerische Motoren Werke AG filed Critical Bayerische Motoren Werke AG
Priority to DE2003105905 priority Critical patent/DE10305905A1/de
Publication of DE10305905A1 publication Critical patent/DE10305905A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K33/00Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system
    • H02K33/16Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with polarised armatures moving in alternate directions by reversal or energisation of a single coil system
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K26/00Machines adapted to function as torque motors, i.e. to exert a torque when stalled
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K37/00Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors
    • H02K37/10Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of permanent magnet type
    • H02K37/12Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of permanent magnet type with stationary armatures and rotating magnets
    • H02K37/14Motors with rotor rotating step by step and without interrupter or commutator driven by the rotor, e.g. stepping motors of permanent magnet type with stationary armatures and rotating magnets with magnets rotating within the armatures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Stepping Motors (AREA)

Abstract

Ein Elektromotor (10) hat einen Stator (51), der eine an drei Phasen einer elektrischen Stromversorgung anschließbare elektromagnetische Einrichtung (1 bis 3) aufweist, und einen Rotor (41), der eine Mehrzahl von magnetischen Rotorpolen (43) aufweist, DOLLAR A - wobei die elektromagnetische Einrichtung (1 bis 3) bei Bestromung eine Anzahl von magnetischen Statorpolen (11 bis 13) aufweist, die in einer eine Drehachse (42) des Elektromotors in sich geschlossen umlaufenden Umfangsrichtung des Elektromotors gleichmäßig über den Stator (51) verteilt sind, DOLLAR A - wobei jeder Statorpol (11 bis 13) eindeutig einer der drei Phasen zugeordnet ist, so dass in der Umfangsrichtung eine gleichbleibende und periodisch wiederkehrende Reihenfolge der drei Phasen gebildet ist, DOLLAR A - wobei die magnetischen Rotorpole (43) in der Umfangsrichtung gleichmäßig über den Rotor (41) verteilt sind, DOLLAR A - wobei in der Umfangsrichtung unmittelbar aufeinander folgende Rotorpole (43) jeweils eine, bezogen auf die Drehachse (42), entgegengesetzte Magnetfeldrichtung aufweisen und DOLLAR A - wobei das Verhältnis der Anzahl der Statorpole (11 bis 13) zu der Anzahl der Rotorpole (43) 3 : 2 beträgt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Elektromotor mit einem Stator, der eine an eine elektrische Stromversorgung anschließbare elektromagnetische Einrichtung aufweist, und mit einem Rotor, der eine Mehrzahl von magnetischen Rotorpolen aufweist. Die Erfindung betrifft insbesondere einen Elektromotor, der als Schritt- und/oder Pendelmotor betreibbar ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben des Elektromotors.
  • Ein Elektromotor der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der DE 199 09 227 A1 bekannt. Dieser Elektromotor ist als Zweiphasen-Motor ausgestaltet. Der außen liegende Stator besteht aus zwei weichmagnetischen Statorteilen, die jeweils zwei magnetische Pole aufweisen. Auf einem zwischen den Polen liegenden Mittelteil ist jeweils eine Spule gewickelt, sodass jeweils ein Nord- und ein Südpol gebildet sind. Der innen liegende Rotor weist einen zylinderringförmigen, mit fünf aneinander anschließenden Polpaaren versehenen Magneten auf, sodass abwechselnd Nord- und Südpole gebildet sind.
  • Bei zahlreichen in der Praxis vorkommenden Anwendungen sollen Pendelbewegungen durch einen Elektromotor erzeugt werden, d. h. ein Gegenstand soll hin- und herbewegt werden. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist ein elektrisch angetriebener Ventiltrieb (EVT) bei einem Kraftfahrzeugverbrennungsmotor. Bei diesen Anwendungen ist ein möglichst großes Verhältnis der Antriebsleistung des Elektromotors zu dessen Bauvolumen erwünscht oder erforderlich. Beispielsweise steht bei dem Kraftfahrzeugverbrennungsmotor insgesamt nur ein geringes Volumen zur Verfügung, in dem der Kraftfahrzeugverbrennungsmotor mit allen dazugehörigen Teilen untergebracht werden muss. Eine Möglichkeit besteht darin, einen Schrittmotor zu verwenden und ihn im Pendelbetrieb zu betreiben. Jedoch nehmen bekannte Schrittmotoren zu viel Raum ein.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Elektromotor anzugeben, der ein großes Verhältnis von Antriebsleistung zu Bauvolumen ermöglicht. Insbesondere soll der Elekt romotor auf möglichst einfache Weise als Schrittmotor und/oder im Pendelbetrieb betreibbar sein.
  • Es wird ein Elektromotor mit folgenden Merkmalen vorgeschlagen: Der Elektromotor hat einen Stator, der eine an drei Phasen einer elektrischen Stromversorgung anschließbare elektromagnetische Einrichtung aufweist, und einen Rotor, der eine Mehrzahl von magnetischen Rotorpolen aufweist,
    • – wobei die elektromagnetische Einrichtung bei Bestromung eine Anzahl von magnetischen Statorpolen aufweist, die in einer eine Drehachse des Elektromotors in sich geschlossen umlaufenden Umfangsrichtung des Elektromotors gleichmäßig über den Stator verteilt sind,
    • – wobei jeder Statorpol eindeutig einer der drei Phasen zugeordnet ist, so dass in der Umfangsrichtung eine gleichbleibende und periodisch wiederkehrende Reihenfolge der drei Phasen gebildet ist,
    • – wobei die magnetischen Rotorpole in der Umfangsrichtung gleichmäßig über den Rotor verteilt sind,
    • – wobei in der Umfangsrichtung unmittelbar aufeinanderfolgende Rotorpole jeweils eine bezogen auf die Drehachse entgegengesetzte Magnetfeldrichtung aufweisen und
    • – wobei das Verhältnis der Anzahl der Statorpole zu der Anzahl der Rotorpole 3:2 beträgt.
  • Die elektromagnetische Einrichtung kann z. B. eine Vielzahl von Magnetspulen aufweisen, die insbesondere jeweils um ein sich in radialer Richtung erstreckendes magnetisierbares Material gewickelt sind. Die magnetischen Pole des Rotors können ebenfalls einen oder mehrere Elektromagneten aufweisen. Bevorzugt wird jedoch, dass die magnetischen Pole des Rotors unter Verwendung von Permanentmagneten gebildet werden. Diese Ausführungsform ist effektiv und kann auf einfa che Weise hergestellt und betrieben werden.
  • Durch die gleichmäßige Verteilung jeweils der Statorpole und der Rotorpole in der Umfangsrichtung des Elektromotors kann eine besonders kompakte Bauform mit hoher Antriebsleistung erzielt werden. Dabei bilden – steuerungstechnisch betrachtet – jeweils drei in Umfangsrichtung aufeinander folgende Statorpole, die wie beschrieben jeweils einer der drei Phasen zugeordnet sind, eine Gruppe. Weiterhin befinden sich in dem Winkelsegment um die Drehachse des Elektromotors, über das sich eine Gruppe der Statorpole erstreckt, jeweils zwei der Rotorpole.
  • Um eine möglichst große Antriebsleistung zu erzielen sind insbesondere zumindest zwei, vorzugsweise mehr als zwei der Gruppen vorhanden. In diesem Fall wiederholt sich daher zumindest qualitativ die Struktur der zwischen den Statorpolen und den Rotorpolen wirkenden magnetischen Kräfte in dem oder den weiteren Winkelsegmenten.
  • In jedem Fall kann der für die Erzeugung der magnetischen Kräfte in dem Stator zur Verfügung stehende Platz auf Grund der gleichmäßigen Verteilung der Statorpole optimal ausgenutzt werden. Sind also weniger Statorpole vorhanden, können beispielsweise die Spulen mehr Wicklungen aufweisen.
  • Die Anzahl der Gruppen und damit die Anzahl der Statorpole bestimmt außerdem die Schrittweite, mit der der Elektromotor im Schrittbetrieb betrieben werden kann, wie noch anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert wird. Umgekehrt hängt daher die Anzahl der Gruppen von der gewünschten Schrittweite ab.
  • Durch das Verhältnis der Anzahl der Statorpole zu der Anzahl der Rotorpole von 3:2 und durch die gleichmäßige Verteilung jeweils der Statorpole und der Rotorpole in der Umfangsrichtung des Elektromotors ist gewährleistet, dass der Elektromotor in jeder Drehstellung durch eine geeignete Bestromung der elektromagnetischen Einrichtung in gewünschter Weise in Bewegung versetzt oder in Bewegung gehalten werden kann. Darüber hinaus bietet die für Schrittmotoren ungewöhnliche Ausgestaltung des Elektromotors als Dreiphasen-Motor besondere Steuer- und Betriebsmöglichkeiten, wie in der später folgenden Figurenbeschreibung noch beispielhaft näher erläutert wird, wobei ein Betrieb mit Gleichstrom möglich ist und lediglich die Richtung des Stromes in geeigneter Weise (d. h. zum richtigen Zeitpunkt) umgekehrt werden muss. Bei einer bestimmten Betriebsweise z. B. wird der Strom zumindest einmal dann umgekehrt, wenn während einer Drehung des Rotors um die Drehachse des Elektromotors ein Rotorpol einen Statorpol passiert. Dadurch wird der Einfluss der Wechselwirkung zwischen dem Statorpol und dem Rotorpol auf das Drehmoment qualitativ in gleicher Weise beibehalten. Insbesondere bedeutet dies, dass eine anziehende Kraft nach dem Passieren zu einer abstoßenden Kraft umgekehrt wird, aber nach wie vor zu einem Drehmoment in der momentanen Drehrichtung beiträgt.
  • Insbesondere sind die Statorpole und die Rotorpole jeweils radial zu der Drehachse des Elektromotors ausgerichtet. Diese Ausrichtung ermöglicht einen symmetrischen Betrieb in beiden Drehrichtungen.
  • Vorzugsweise weist jeder Rotorpol dieselbe Anzahl, insbesondere zumindest zwei, in Umfangsrichtung hintereinander liegender Magnete auf. Dadurch wird, insbesondere bei Verwendung von Permanentmagneten, das von dem Rotorpol ausgehende Magnetfeld verstärkt. Die Mehrzahl von Magneten pro Pol ermöglicht es außerdem, das von den Magneten ausgehende Magnetfeld über einen Winkelbereich um die Drehachse des Elektromotors annähernd homogen bzw. konstant auszugestalten. Dadurch wird wiederum die Steuerbarkeit des Elektromotors vereinfacht und es können spezielle zeitliche bzw. bewegungsabhängige Verläufe des Drehmoments, z. B. konstante Bereiche, erzielt werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Elektromotors sind die Rotorpole so ausgestaltet und/oder betreibbar, dass sie in einer die Drehachse konzentrisch umhüllenden Hüllfläche jeweils gleich starke Magnetfelder erzeugen. Ferner sind die Statorpole so ausgestaltet und betreibbar, dass sie in der Hüllfläche jeweils gleich starke Magnetfelder erzeugen. Jede der oben genannten Gruppen von Statorpolen trägt somit in gleicher Weise und Stärke zum Drehmoment bei.
  • Ferner wird ein Verfahren zum Betreiben des Elektromotors vorgeschlagen, wobei während einer ersten Betriebsphase die Stromrichtung von allen drei Phasen so eingestellt wird, dass alle Statorpole ein Drehmoment des Rotors in einer ersten Drehrichtung erzeugen, und wobei während einer darauf folgenden zweiten Betriebsphase die Stromrichtung der Phasen so eingestellt bleibt, dass die einer ersten und einer zweiten Phase zugeordneten Statorpole ein Drehmoment des Rotors in der ersten Drehrichtung erzeugen und der oder die der dritten Phase zugeordnete(n) Statorpol(e) ein Drehmoment in der entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung erzeugt bzw. erzeugen. Diese Verfahrensweise ist mit einer Bestromung durch Gleichstrom sehr einfach durchzuführen und ermöglicht es, den Elektromotor (z. B. bis zum Stillstand) abzubremsen. Das Entgegenwirken des Beitrages der dritten Phase zu dem Gesamt-Drehmoment kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Stromrichtung der Phase nicht umgekehrt wird, wenn ein bzw. mehrere Rotorpole den bzw. die Statorpole der dritten Phase passiert bzw. passieren.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei wird auf die beigefügte schematische Zeichnung Bezug genommen. Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Elektromotors in einer Querschnittsdarstellung,
  • 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Elektromotors in einer Querschnittsdarstellung,
  • 3 ein Beispiel für die Bestromung von Spulen des in 1 dargestellten Elektromotors,
  • 4 Diagramme mit einem Beispiel für elektrische Ströme durch Spulen z. B. des in 1 oder 2 dargestellten Elektromotors jeweils in Abhängigkeit von dem Drehwinkel eines Rotors und
  • 5a bis 5c weitere Beispiele für elektrische Ströme durch die Spulen des Elektromotors jeweils in Abhängigkeit von dem Drehwinkel des Rotors.
  • Der in 1 dargestellte Elektromotor 10 weist einen Rotor 41 und einen Stator 51 auf, wobei der Rotor 41 den Stator 51 ringartig umfängt. D. h. der Stator 51 liegt innerhalb des Rotors 41. Der Rotor 41 ist durch nicht dargestellte Mittel drehbeweglich um eine den Stator 51 zentral durchstoßende Drehachse 42 ausgestaltet, die senkrecht zur Bildebene von 1 verläuft. Beispielsweise ist der Stator 51 von einer zentralen, axialen Aussparung durchdrungen, durch die sich eine Welle erstreckt.
  • Der Stator 51 weist insgesamt zwölf Pole auf, von denen beispielhaft einer mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet ist. Die Pole sind bezogen auf die Drehachse 42 radial nach außen gerichtet und sind gleichmäßig über den Umfang des Stators 51 verteilt. Wie in 1 dargestellt ist, können die Pole jeweils nach außen hervorstehende Polzähne bilden. Es können jedoch auch jegliche andere an sich bekannte Gestaltungen der Pole und/oder eines den magnetischen Fluss beeinflussenden Materials gewählt werden. Jedem der Pole ist zur Erzeugung des Magnetfeldes eine elektromagnetische Einrichtung, insbesondere jeweils eine Spule, zugeordnet. Die Spulen sind mit den Bezugsziffern 1, 2 und 3 (sowie zur weiteren Unterscheidung mit keinem, einem, zwei oder drei Strichen) bezeichnet und sind in drei jeweils untereinander elektrisch verbundene oder verbindbare Gruppen eins, zwei und drei aufgeteilt. Das heißt die mit 1, 1', 1" und 1''' bezeichneten Spulen gehören zu derselben Gruppe, nämlich der Gruppe eins, usw.. Im Ergebnis handelt es sich daher um einen Dreiphasen-Elektromotor.
  • In Umfangsrichtung des Stators 51 wiederholt sich die Folge der Spulen der einzelnen Gruppen periodisch. Das heißt im Uhrzeigersinn von 1 folgt jeweils auf eine Spule der Gruppe eins eine Spule der Gruppe zwei und danach eine Spule der Gruppe drei usw.. Die Spulen der einzelnen Gruppen sind beispielsweise alle parallel zueinander oder alle in Reihe zueinander geschaltet. In jedem Fall sind die Anschlüsse und Wicklungsrichtungen der Spulen so verschaltet bzw. ausgestaltet, dass die durch die Spulen derselben Gruppe erzeugten Magnetfelder zu einem gegebenen Zeitpunkt entweder alle radial nach außen gerichtet sind oder alle radial nach innen gerichtet sind.
  • Insbesondere sind alle Pole und die zugeordneten Spulen gleich aufgebaut bzw. dimensioniert. Auf diese Weise ist das durch den Stator 51 erzeugte Magnetfeld entsprechend der vier Pole pro Gruppe vierfach periodisch. Anders ausgedrückt kann das Magnetfeld durch eine imaginäre 90 Grad-Drehung um die Drehachse 42 oder durch ganzzahlige Vielfache einer solchen Drehung identisch auf sich selbst abgebildet werden.
  • Durch die mehrfache, hier vierfache Periodizität oder sogar eine höhere Periodizität können auf engem Raum große Magnetfelder und damit große Drehmomente erzeugt werden.
  • Der Rotor 41 weist insgesamt acht magnetische Pole 43 auf, die bezogen auf die Drehachse 42 radial ausgerichtet sind. Die Magnetfelder der Pole 43 sind ferner so ausgerichtet, dass die Magnetfeldrichtung zweier nächst benachbarter Pole 43 immer umgekehrt ist. Die Pole 43 werden jeweils durch Permanentmagnete gebildet, von denen insgesamt vier beispielhaft mit den Bezugszeichen 31, 32, 33 und 34 bezeichnet sind. Im dargestellten Fall weist jeder Pol 43 zwei Permanentmagnete 31, 32 bzw. 33, 34 auf, die parallel zueinander ausgerichtet sind. Bei alternativen Ausgestaltungen können die Pole eine andere Anzahl von Permanentmagnete aufweisen. Je größer die Anzahl der Permanentmagnete pro Pol ist desto stärker ist bei Verwendung des gleichen Materials das Magnetfeld. Es können somit stärkere Drehmomente erzeugt werden. Außerdem ist, wie aus der weiteren Beschreibung ersichtlich wird, eine Mehrzahl von Permanentmagneten pro Pol vorteilhaft für den Betrieb des Elektromotors. Insbesondere ermöglicht die gleichförmigere Verteilung des durch die Permanentmagnete eines Poles erzeugten magnetischen Flusses die Erzeugung eines über größere Drehwinkel-Bereiche in guter Näherung konstanten Drehmoments.
  • Außenseitig der Permanentmagnete weist der Rotor 41 einen ringförmigen Rückschluss 4 auf. Die Permanentmagnete sind derart angeordnet, dass die Pole 43 gleichmäßig über den Umfang des Rückschlusses 4 bzw. des Rotors 41 verteilt sind.
  • Somit beträgt das Verhältnis der Anzahl der Statorpole zu der Anzahl der Rotorpole 3:2. Vorzugsweise sind auch alle Pole des Rotors 41 gleich ausgestaltet, sodass der Elektromotor insgesamt vierfach magnetisch periodisch ist. Zur Beschreibung seiner Funktion reicht es daher aus, die magnetische Wechselwirkung für lediglich ein 90 Grad-Segment zu beschreiben.
  • 2 zeigt eine alternative Ausgestaltung eines Elektromotors 20, bei dem der drehbewegliche Rotor 45 innerhalb des Stators 55 angeordnet ist. Dementsprechend sind die Permanentmagnete (z. B. 33 und 34) des Rotors 45 an dessen Außenumfang angeordnet. Sie werden vom einem Rückschluss 9 getragen, der im Querschnitt zahnradähnliche Aussparungen 47 zwischen Polschuhen 46 aufweist. Die Funktion und weitere Merkmale des Elektromotors 20 entsprechen denen des Elektromotors 10 gemäß 1. Gleiche und funktionsgleiche Elemente sind mit gleichen Bezugszeichen wie in 1 bezeichnet.
  • 3 zeigt beispielhaft einen Betriebszustand des Elektromotors 10. Die Spulen 1 und 2 werden so bestromt, dass das Magnetfeld des zugehörigen Poles 11 bzw. 12 radial nach innen gerichtet ist. Die Spule 3 wird so bestromt, dass das Magnetfeld des zugehörigen Poles 13 radial nach außen gerichtet ist. Daher ist das Magnetfeld des Poles 11 entgegengesetzt zu dem Magnetfeld des gegenüberstehenden Rotorpoles mit den Permanentmagneten 31 und 32 gerichtet. Somit entsteht an dieser Stelle eine abstoßende Kraft. Da die abstoßende Kraft zwischen den Permanentmagneten 31, 32 und dem Pol 11 in der gezeigten Drehposition exakt in radialer Richtung wirkt, bewirkt die abstoßende Kraft kein Drehmoment.
  • An der Stelle des im Uhrzeigersinn benachbarten Rotorpoles mit den Permanentmagneten 33 und 34 wirkt durch die annähernd gleich gerichteten Magnetfelder des Rotorpoles und des Statorpoles 12 eine anziehende Kraft und durch die einander entgegengesetzt gerichteten Magnetfelder des Rotorpoles und des Statorpoles 13 eine gleich große abstoßende Kraft. Da sich der Rotorpol zwischen den Statorpolen 12, 13 befindet, entsteht an ihm ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn. Weiterhin wird das Drehmoment noch durch die abstoßende Kraft zwischen dem Statorpol 12 und den entgegengesetzt gerichteten Permanentmagneten 31, 32 sowie durch die anziehende Kraft zwischen dem Statorpol 13 und den gleich gerichteten Permanentmagneten 35, 36 verstärkt.
  • Für die weitere Beschreibung wird der Wert des Drehwinkels a des Rotors 41 in dieser Drehposition auf null gesetzt, wobei die Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtet ist. Einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn entsprechen positive Werte des Drehwinkels a, wie durch einen Pfeil angedeutet ist.
  • 4 zeigt Ansteuerströme I1, I2 und I3 durch die Spulen der Gruppe eins, zwei bzw. drei jeweils in Abhängigkeit des Drehwinkels a für eine Betriebsweise, bei der der Rotor seine Drehrichtung nicht umkehrt. Dabei und auch in Bezug auf die weiteren Ausführungen anhand von 5 ist anzumerken, dass die dargestellten Funktionsverläufe Modellrechnungen zuzuordnen sind, die die Ansteuerung und das Verhalten des Elektromotors näherungsweise beschreiben. Bei den entsprechenden Funktionsgrafen, die im praktischen Betrieb vorkommen, werden insbesondere die Sprungstellen abgerundet sein. Das Funktionsprinzip lässt sich jedoch anhand von 4 und 5 gut erklären. Es gilt für Motoren, deren Rotorpole wie bei den Motoren 10, 20 gemäß 1 und 2 über einen Winkelbereich ein etwa homogenes Magnetfeld aufweisen, im Beispielfall etwa über einen Winkelbereich von jeweils mindestens 7,5 Grad.
  • Ausgehend von der Drehstellung bei dem Drehwinkel a = 0 wird anhand von 4 folgender Betriebsablauf beschrieben. Dabei entspricht jeweils einem positiven Ansteuerstrom 11, 12 und 13 ein nach innen gerichtetes Magnetfeld des zugehörigen Statorpols: Unmittelbar bei a = 0 und bis zu einem Drehwinkel von a = 3,75 Grad ist der Ansteuerstrom 11 null, d. h. bei z. B. dem Elektromotor 10 würde in der in 3 gezeigten Drehstellung zunächst keine abstoßende Kraft zwischen dem Statorpol 11 und den Permanentmagneten 31, 32 wirken. Die Ansteuerströme 12 und 13 sind wie beispielhaft in 3 dargestellt zunächst positiv bzw. negativ. Wie oben bereits beschrieben, ergibt sich daher ein Drehmoment in positiver Drehrichtung (Gegenuhrzeigersinn in 3).
  • Mit dem Einschalten des Ansteuerstromes der Phase eins bei a = 3,75 Grad wird das Drehmoment M verstärkt. Nun tragen auch die Statorpole der Phase eins zum Drehmoment M bei.
  • Bei a = 11,25 Grad haben die Statorpole der zweiten Phase jeweils einen Winkelbereich erreicht, in dem das zu einem in radialer Richtung gegenüberliegenden Rotorpol (in 3 mit den Permanentmagneten 33, 34) gehörende Magnetfeld homogen ist. Diese Statorpole tragen daher allenfalls noch geringfügig zu dem Drehmoment M bei. Bei dem Drehwinkel von 11,25 Grad wird der Strom 12 zunächst abgeschaltet und bei dem Drehwinkel 18,75 mit umgekehrter Stromrichtung wieder eingeschaltet. Über einen zu der Drehstellung, bei dem die Statorpole genau einem Rotorpol radial gegenüberstehen, symmetrischen Winkelbereich wird also die Stromrichtung der Phase umgekehrt. Diese Drehstellung ist bei einem Drehwinkel a = 15 Grad erreicht. Durch die Umkehrung der Stromrichtung wirken nun abstoßende Kräfte zwischen den Statorpolen der Phase zwei und den Rotorpolen, die während der Umkehrung passiert wurden. Die Statorpole der Phase zwei tragen daher wieder zum Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn bei.
  • Wird wie in 4 dargestellt jeweils bei einer weiteren Drehung um 15 Grad die Stromrichtung der in einen homogenen Rotor-Magnetfeldbereich eintretenden Statorpole umgekehrt, setzt sich dieser Ablauf fort. Jeweils nach einer weiteren Drehung um 15 Grad wirkt wieder dasselbe Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn.
  • Das beschriebene Verfahren der Umkehrung jeweils eines der Ansteuerströme, wenn der oder die entsprechenden Statorpole jeweils einem Rotorpol radial gegenüberstehen, kann unabhängig von der Anzahl der Statorpole bzw. Rotorpole durchgeführt werden. Allgemein formuliert findet jeweils nach einer Drehung um b = 180 Grad / n eine Stromumkehrung statt, wobei b der zurückgelegte Drehwinkel und n die Anzahl der Statorpole ist.
  • Fest zu halten ist, dass durch die beschriebene Art der Umkehrung der Stromrichtung ein Elektromotor der erfindungsgemäßen Art mit konstanter Drehrichtung betrieben werden kann.
  • Weiterhin ist ersichtlich, dass durch die Mehrzahl von Magneten pro Rotorpol eine einfache Betriebsweise mit Gleichstrom möglich ist und dass die Fernwirkung zwischen Statorpolen und entfernt gelegenen Rotorpolen aufgrund des starken, homogenen Magnetfeldes der nächst gelegenen Rotorpole zurücktritt, d.h. in guter Näherung vernachlässigbar ist.
  • Anhand von 5, mit den Teilfiguren 5a, 5b, 5c, wird nun erläutert, wie der erfindungsgemäße Elektromotor, z. B. in den anhand der 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsformen, als Schrittmotor betrieben werden kann. Wie bei dem 4 zu Grunde liegenden Fall handelt es sich um einen Elektromotor mit zwölf Statorpolen und acht Rotorpolen. Es kann daher beispielhaft auf 3 Bezug genommen werden, um die auftretenden Kräfte zu veranschaulichen. Wieder werden ausschließlich Gleichströme zur Bestromung der elektromagnetischen Einrichtung verwendet, wobei jedoch wiederum die Stromrichtung umgekehrt werden kann.
  • Bei a = 15 Grad ist der Strom I1 abgeschaltet. Die Ströme I2 und I3 sind negativ, d. h. die Magnetfelder der Statorpole der Phasen zwei und drei weisen radial nach außen. Im wesentlichen ausschließlich durch die Bestromung der Statorpole der Phase drei entsteht ein Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn. Im Beispiel von 3 wirken in dieser Drehstellung anziehende Kräfte zwischen dem Statorpol 13 und den Permanentmagneten 35, 36 sowie abstoßende Kräfte zwischen dem Statorpol 13 und den Permanentmagneten 33, 34.
  • Mit fortschreitender Drehbewegung verlassen die Statorpole der Gruppe bzw. Phase zwei die Drehstellung, in der sie sich im homogenen Bereich gegenüberliegender Rotorpole befinden und tragen ebenfalls zum Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn bei. Andererseits treten die Statorpole der Phase drei in einen solchen homogenen Bereich ein. Bei a = 18,75 Grad wird der Strom durch die Statorpole der Phase eins in positiver Richtung eingeschaltet, d. h. das Magnetfeld der Statorpole weist radial nach innen. Auch die Statorpole der Phase eins tragen somit zum Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn bei. Im Beispiel von 3 wirken abstoßende Kräfte zwischen dem Statorpol 11 und den Permanentmagneten 31, 32 sowie anziehende Kräfte zwischen dem Statorpol 11 und den Permanentmagneten 33, 34.
  • Mit weiter fortschreitender Bewegung erreichen die Statorpole der Phase drei einen homogenen Bereich gegenüberliegender Rotorpole. Im Beispiel von 3 ist dies etwa bei a = 26,25 Grad der Fall. Zu diesem Zeitpunkt wird der Strom 13 abgeschaltet. Gleichzeitig wird der Strom 12 abgeschaltet. Die Statorpole der Phase zwei sind in dieser Drehstellung gerade dabei, einen homogenen Bereich gegenüberliegender Rotorpole zu verlassen. Dagegen befinden sich die Statorpole der Gruppe eins bzw. Phase eins in einer Drehstellung zwischen zwei Rotorpolen und halten das Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn aufrecht.
  • Im Ergebnis ist das Drehmoment M ausgehend von a = 15 Grad bis über a = 30 Grad hinaus in erster Näherung konstant. Ab einer Drehstellung jenseits von a = 30 Grad jedoch, im Beispiel bei a = 33,75 Grad, verlassen die Statorpole der Phase drei den homogenen Bereich gegenüberliegender Rotorpole (im Beispiel von 3 den homogenen Bereich der Permanentmagnete 35, 36) und die Stromrichtung von 13 wird umgekehrt, sodass die Statorpole der Phase drei weiterhin zum Drehmoment M im Gegenuhrzeigersinn beitragen. Außerdem treten die Statorpole der Phase eins in einen homogenen Bereich gegenüberliegender Rotorpole ein (im Beispiel von 3 in den homogenen Bereich der Permanentmagnete 33, 34). Dagegen bleibt im Falle von 5a der Strom 12 ausgeschaltet. Dadurch unterscheidet sich die Bestromung von derjenigen gemäß 4. Folglich nimmt das Drehmoment M im weiteren Verlauf der Drehbewegung zunehmend ab, da der Beitrag der Statorpole der Gruppe zwei wegfällt.
  • Allgemein formuliert kann lediglich durch Steuerung des Stromes zumindest einer Phase in anderer Weise als bei dem oben beschriebenen Prinzip (4) der regelmäßigen Stromumkehrung erreicht werden, dass das Drehmoment M abnimmt oder auf null zurückgeht. Weiter ist es möglich, wie anhand von 5b und 5c beschrieben wird, die Stärke der Abnahme mit fortschreitender Drehbewegung zu steuern, indem eine zusätzliche Stromumkehr der zumindest einen Phase vorgenommen wird.
  • Wie aus 5b und 5c erkennbar ist, wird der Strom I2 eingeschaltet und/oder eingeschaltet gelassen, wenn die Statorpole einer Phase, hier der Phase zwei, sich in einer Drehstellung zwischen zwei Rotorpolen befindet, wobei die Richtung des Stromes I2 so gewählt ist, dass der von den Statorpolen dieser Phase geleistete Beitrag zum Drehmoment bremsend wirkt, d. h. der momentanen Drehrichtung entgegengesetzt gerichtet ist. Im Beispiel von 3 treten bei der Drehstellung von etwa a = 35 Grad auf Grund des nach innen gerichteten Magnetfeldes der Statorpole der Gruppe zwei anziehende Kräfte zwischen dem Statorpol 12 und den Permanentmagneten 33, 34 sowie abstoßende Kräfte zwischen dem Statorpol 12 und den Permanentmagneten, 35, 36 auf.
  • In 5c ist der Drehwinkelbereich, in dem die Statorpole der Phase zwei einen bremsenden Beitrag zum Drehmoment liefern, länger als in 5b. Dadurch wird die Drehbewegung länger und damit auf kleinere Geschwindigkeitswerte abgebremst.
  • Die beschriebene Verfahrensweise ermöglicht einen Schrittbetrieb, beispielsweise indem der Motor zum Stillstand gebracht wird und später wieder ein Drehmoment in derselben Drehrichtung erzeugt wird, wobei wiederum nach Zurücklegen der selben Drehwinkeldifferenz der Motor zum Stillstand gebracht wird. Bei dem zuvor beschriebenen Beispiel kann in wiederholt gleicher Verfahrensweise dadurch eine Schrittweite von 30 Grad erreicht werden. Es ist jedoch auch auf einfache Weise möglich, eine Schrittweite von nur 15 Grad, von 45 Grad oder mehr zu erzielen. Da allgemein alle b = 180 Grad / n (siehe oben) ein Rotorpol in eine Drehstellung gelangt, in der er einem Statorpol radial genau gegenüberliegt, und da zu diesem Zeitpunkt jeweils keine Kräfte zwischen diesen Polen wirken, kann die entsprechende Schrittweite bzw. ein ganzzahliges Vielfaches davon besonders einfach erzielt werden. Es ist jedoch auch möglich, andere Schrittweiten zu erzielen.
  • Weiterhin ist es nicht nur möglich, durch Steuerung des Stromes zumindest einer Phase in anderer Weise als bei dem anhand von 4 beschriebenen Prinzip eine Drehbewegung des Rotors abzubremsen oder zum Stillstand zu bringen, sondern die Drehbewegung umzukehren. Beispielsweise ist dies dadurch möglich, in dem Betriebszustand gemäß 5c im Drehwinkelbereich von etwa a = 35 Grad den Strom einer weiteren Phase auszuschalten und/oder umzukehren, etwa den Strom der Phase drei. Somit kann der Elektromotor auch im Pendelbetrieb betrieben werden.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, dass der erfindungsgemäße Elektromotor ein besonders hohes Verhältnis von Drehmoment bzw. Antriebsleistung zu Bauvolumen ermöglicht. Insbesondere bei den anhand von 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen kann das Verhältnis gegenüber dem aus der DE 199 09 227 A1 bekannten Schrittmotor um mehr als einen Faktor zwei gesteigert werden. Dies liegt zum einen daran, dass sowohl in dem Stator als auch in dem Rotor eine Vielzahl von Magnetspulen vorhanden sind. Bei der Bauart des in 1 dargestellten Motors mit innenliegendem Stator kommt hinzu, dass der Innenbereich des Motors für die Spulenwicklungen und ggf. Spulenkerne genutzt wird und außerhalb des Rotors kaum Platz benötigt wird. Da ein hohes Drehmoment auch entsprechende Abmessungen des Rotors in radialer Richtung erfordert, kann der Motor somit noch Platz sparender gebaut werden.
  • Weiterhin kann der Elektromotor im Dreiphasen-Gleichstrombetrieb in einfacher Weise lediglich durch geeignete Stromumkehrung so angesteuert werden, dass der Rotor kontinuierlich in einer Drehrichtung dreht, dass der Motor im Schrittbetrieb betrieben wird und/oder dass der Motor im Pendelbetrieb betrieben wird.
  • Eine Einsatzmöglichkeit des Elektromotors (in insbesondere den anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsformen) besteht darin, ihn als Antriebsmotor eines elektrischen Ventiltriebes (EVT) eines Kraftfahrzeugmotors zu verwenden.

Claims (6)

  1. Elektromotor (10; 20) mit einem Stator (51; 55), der eine an drei Phasen einer elektrischen Stromversorgung anschließbare elektromagnetische Einrichtung (1 bis 3) aufweist, und mit einem Rotor (41; 45), der eine Mehrzahl von magnetischen Rotorpolen (43) aufweist, – wobei die elektromagnetische Einrichtung (1 bis 3) bei Bestromung eine Anzahl von magnetischen Statorpolen (11 bis 13) aufweist, die in einer eine Drehachse (42) des Elektromotors in sich geschlossen umlaufenden Umfangsrichtung des Elektromotors gleichmäßig über den Stator (51; 55) verteilt sind, – wobei jeder Statorpol (11 bis 13) eindeutig einer der drei Phasen zugeordnet ist, so dass in der Umfangsrichtung eine gleichbleibende und periodisch wiederkehrende Reihenfolge der drei Phasen gebildet ist, – wobei die magnetischen Rotorpole (43) in der Umfangsrichtung gleichmäßig über den Rotor (41; 45) verteilt sind, – wobei in der Umfangsrichtung unmittelbar aufeinanderfolgende Rotorpole (43) jeweils eine bezogen auf die Drehachse (42) entgegengesetzte Magnetfeldrichtung aufweisen und – wobei das Verhältnis der Anzahl der Statorpole (11 bis 13) zu der Anzahl der Rotorpole (43) 3:2 beträgt.
  2. Elektromotor nach Anspruch 1, wobei die Statorpole (11 bis 13) und die Rotorpole (43) jeweils radial zu der Drehachse (42) des Elektromotors ausgerichtet sind.
  3. Elektromotor nach Anspruch 1 oder 2, wobei jeder Rotorpol (43) dieselbe Anzahl, insbesondere zumindest zwei, in Umfangsrichtung hintereinander liegender Magnete (31, 32, 33, 34) aufweist.
  4. Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Rotorpole (43) so ausgestaltet und/oder betreibbar sind, dass sie in einer die Drehachse (42) konzentrisch umhüllenden Hüllfläche jeweils gleich starke Magnetfelder er zeugen, und wobei die Statorpole (11 bis 13) so ausgestaltet und betreibbar sind, dass sie in der Hüllfläche jeweils gleich starke Magnetfelder erzeugen.
  5. Verfahren zum Betreiben eines Elektromotors (10; 20 ) mit den Merkmalen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die elektromagnetische Einrichtung (1 bis 3) mit einem Dreiphasen-Gleichstrom bestromt wird und wobei die Stromrichtung eines bestimmten Statorpols (11 bis 13) zumindest einmal dann umgekehrt wird, wenn während einer Drehung des Rotors (41; 45) um die Drehachse (42) ein Rotorpol (43) den Statorpol (11 bis 13) passiert.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei während einer ersten Betriebsphase die Stromrichtung von allen drei Phasen so eingestellt wird, dass alle Statorpole (11 bis 13) ein Drehmoment des Rotors (41; 45) in einer ersten Drehrichtung erzeugen, und wobei während einer darauf folgenden zweiten Betriebsphase die Stromrichtung der Phasen so eingestellt bleibt, dass die einer ersten und einer zweiten Phase zugeordneten Statorpole (11, 12) ein Drehmoment des Rotors (41; 45) in der ersten Drehrichtung erzeugen und der oder die der dritten Phase zugeordnete(n) Statorpol(e) (13) ein Drehmoment in der entgegengesetzten, zweiten Drehrichtung erzeugt bzw. erzeugen.
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