-
Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling
Card Dienstleistungen für
Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen.
-
Der Begriff „Calling Card Dienstleistungen" bezieht sich hier
auf den gängigen
Begriff von Dienstleistungen, die von einem anderen Dienstleister
bzw. Provider angeboten werden als dem, der für den Betrieb des Mobiltelefons
an sich genutzt wird, obwohl eine „Karte" für
diese Dienstleistungen nicht unbedingt erforderlich ist. Der Begriff „Calling
Card" hat sich je doch
bei der Fachwelt unter dem Benutzer durchgesetzt, so daß er auch
in dieser Anmeldung verwendet wird.
-
SIM (Subscriber Identification Module)-Karten
sind Karten für
Mobiltelefone, auf denen viele unterschiedliche Informationen gespeichert
werden können.
Mit einer solchen Karte wird insbesondere der Benutzer identifiziert
und die Kostenrechnung organisiert. Ferner können solche SIM-Karten auch dazu
verwendet werden, Daten für
ein Telefonbuch des Benutzers zu speichern.
-
Auf der SIM-Karte wird insbesondere
auch die „International
Mobile Subscriber Identity" (IMSI) gespeichert,
bei der es sich um eine Nummer zur Identifizierung der Mobilfunkteilnehmer
handelt. Diese Nummer setzt sich in der Regel aus einem dreistelligen
Ländercode,
einer zweistelligen Netzkennung und einer bis zu zehn Stellen umfassenden
Nutzerkennung zusammen.
-
Unter dem Begriff „SIM-Karte
oder ähnliche Speichervorrichtung" im Sinne dieser
Erfindung ist sowohl die SIM-Karte im engeren Sinne zu verstehen,
wie sie in üblichen
Mobiltelefonsystemen standardmäßig eingesetzt
wird, jedoch auch jegliche andere Vorrichtung, die zumindest einen
Speicherbereich umfaßt.
Solche Vorrichtungen im Sinne der Erfindung können sowohl fest mit Mobiltelefonen,
beispielsweise als integrales Bauteil, aber auch als getrennte Bauteil
ausgeführt
sein. Es ist üblich,
daß diese
Vorrichtungen, wie die SIM-Karten im engerem Sinne, aus Mobiltelefonen
oder ähnlichen
Bauteilen einfach entnommen bzw. ausgetauscht werden können, es
ist jedoch auch möglich,
daß diese
fest mit dem Mobiltelefonen bzw. mit entsprechenden Systemen verbunden
sind. Unter dem Begriff „SIM-Karte oder ähnliche
Speichervorrichtung" im
Sinne der Erfindung sind daher sämtliche
Vorrichtungen zu verstehen, die mittels Speicherelementen die Nutzung und
den Betrieb eines Mobiltelefons unterstützen oder gar erst ermöglichen.
-
Bei einer von Vielzahl von etablierten
Mobilfunkanbietern werden die Telefonate monatlich nach bestimmten
Tarifmodellen, die beispielsweise auch je nach Klientel wechselbar
sind, abgerechnet. Je nach Mobilfunkanbieter ist man jedoch als
Nutzer auf jeweils nur einen Anbieter und die von ihm angebotenen
Tarife angewiesen.
-
Neben den üblichen Monatsabrechnungen bieten
viele Mobilfunkanbieter auch ein sogenannten Pre-Paid Tarif an,
der insbesondere häufig
ohne monatliche Grundgebühren
auskommt, bei dem jedoch die Gesprächsgebühren in der Regel relativ hoch sind.
Solche Pre-Paid
Angebote zielen insbesondere auf jugendliches Klientel ab, welches
zum Teil noch nicht über
ein planbares, kontinuierliches Einkommen verfügt und dessen monatliches Auskommen
an Telefonzeit noch relativ gering ist, so daß die höheren Kosten für Telefonate
im Hinblick auf die entfallende Grundgebühr in Kauf genommen werden.
Auch kann mit einem solchen System eine bessere Überwachung der Kosten sichergestellt
werden, was insbesondere für
jugendliches Klientel von hoher Bedeutung ist.
-
Auch bei diesen Pre-Paid-Tarifen
ist man jedoch auf einen einmal gewählten Provider angewiesen.
-
Um Kosten für Mobiltelefonate je nach Zielgruppe,
Ort und Dauer der Telefonate, beispielsweise aus verschiedenen Ländern, und
anderen Vorgaben weiter zu reduzieren, kommen sogenannte Calling Cards
zum Einsatz. Diese Systeme vermitteln das zu führende Gespräch indirekt über eine
Zentralstation, wo das Telefonat berechnet wird, wobei das Telefonat zuerst
an die Zentralstation über
sogenannte Toll-Free Nummern der Zentralstation des Alternativanbieters
der Calling Cards läuft,
so daß dieses nicht
im System des angestammten Anbieters bzw. Providers, auf den man
ansonsten angewiesen wäre, läuft.
-
Solche Toll-Free Nummern sind für den Anrufenden
kostenlos, unabhängig
davon, aus welchem Telefonnetz er anruft. Die Kosten für das Gespräch werden
von Mobilfunkunternehmer des Nutzers dem Serviceanbieter dieser
Toll-Free Nummer und nicht dem Anrufer in Rechnung gestellt.
-
Der Kunde ruft daher erst die spezielle Toll-Free
Nummer des Serviceanbieters an, wodurch ihm unmittelbar keine Kosten
entstehen, woraufhin er nachfolgend die Zielrufnummer des gewünschten Gesprächsteilnehmers
wählt und
durch den Calling-Card-Anbieter verbunden wird. Die Kosten für das tatsächlich gewünschte Gespräch werden
dann von dem Calling-Card-Anbieter
berechnet und von einem dem Benutzer zugeordnetem Guthabenkonto, welches
der Kunde in der Regel zuvor auffüllen muß, abgebucht.
-
Nachteilig bei allen Pre-Paid-Systemen,
sowohl denen eines festen Providers oder Anbieters, als auch bei
den oben beschriebenen Calling-Card-Anbieter, bei denen mittels
der erläuterten Toll-Free
Nummern beliebige Anbieter oder Provider genutzt werden können, ist
es, daß nach
Kauf eines Guthabens dieses auf relativ umständliche Weise erst freigeschaltet
werden muß.
-
Bekannt ist es, daß eine sogenannte "Guthabenkarte" gekauft wird, bei
der es sich in der Regel um Kunststoffkarten oder ähnliche
Karten im Scheckkartenformat handelt, die mit einem Rubbelfeld versehen
sind, das freigerubbelt werden kann, so daß eine PIN-Nummer sichtbar
wird. Der Kunde kauft eine solche Karte von einem Verkäufer, der
solche Karten vorab von einem Provider kauft und auf Lager halten
muß, rubbelt
dann den PIN-Code frei und muß den
Provider auf einer vorgegebenen Nummer anrufen und dann von Hand
den freigerubbelten PIN eingeben, um sein Guthaben freizuschalten.
Diese Vorgänge
sind zum einem langwierig, für
einige Nutzer zu komplex und aufwendig, ferner können häufig Fehleingaben bei den teilweise
sehr langen PIN-Nummern entstehen, was zu einer weiteren Verzögerung oder
sogar zum Scheitern des Freischaltens der Karte führen kann.
-
Es ist auch möglich, daß die sogenannten Calling Card
Anbieter kein Pre-Paid System benutzen sondern ein sogenanntes Post-Pay
System, so daß ein
Freischalten eines Guthabens gegebenenfalls entfällt. In diesem Fall muß jedoch
der Kunde bzw. der Nutzer des Calling Card Services zuerst eine
Toll-Free Nummer des Serviceanbieters anrufen und kann erst nachfolgend
die eigentliche Zielrufnummer des gewünschten Gesprächsteilnehmers wählen, was
gegebenenfalls noch durch weitere, in der Regel menügesteuerte
bzw. ansagegesteuerte Vorgänge
unterstützt
wird.
-
Insbesondere nachteilig bei solchen
Calling Card Systemen ist es, daß nach dem Wählen der Toll-Free
Nummer in der Regel nicht mehr auf ein Telefonbuch des Mobiltelefons
zurückgegriffen
werden kann, so daß der
Nutzer, der eine gegebenenfalls in seinem Telefonbuch abgespeicherte
Nummer anrufen will, zuerst diese Nummer abrufen und auf einem Notizzettel
notieren muß,
bevor er dann den komplizierten Einwahlvorgang durchführt, was
sehr aufwendig ist, um dann erst die gewünschte Zielrufnummer manuell
einzugeben.
-
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder
Calling Card Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die das Verfahren
solcher Dienstleistungen, sowohl Pre-Paid als auch Post-Pay, beschleunigt
und/oder vereinfacht und/oder insbesondere die Möglichkeit von Fehlbedienungen
vermeidet.
-
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren
gemäß Anspruch
1 oder 10 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 12 sowie ein System
gemäß Anspruch
17 gelöst.
Die Ansprüche
2 bis 9 und 11 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
die Ansprüche 13
bis 16 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
der Anspruch 18 betrifft ein besonders vorteilhaftes System.
-
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
ein Guthaben für
eine Mobiltelefonbenutzer bei einem Provider unter Angabe einer
Mobiltelefonnummer bestellt, wobei dies bevorzugt durch einen vom Provider
autorisierten Verkäufer
geschieht. Bevorzugt wird das Guthaben telefonisch bestellt, insbesondere
ist es bevorzugt, daß der
vom Provider autorisierte Verkäufer
dem Provider eine Nachricht schickt, insbesondere auf elektronischem
Weg und/oder mit einer SMS (Short Message Service)-Nachricht, mit
der ein kurzer Text von einem Mobiltelefon auf ein anderes Mobiltelefon
oder auch zu und von Festnetztelefonen versendet werden kann. Eine
solche Nachricht kann bevorzugt einen dem Verkäufer zugeordneten Code enthalten,
insbesondere um den Verkäufer
gegenüber
dem Provider zu identifizieren und/oder die Abrechnung zwischen Verkäufer und
Verkäufer
zu vereinfachen.
-
Nach Empfang der Bestellung des Guthabens
wird, bevorzugt automatisch, eine Nachricht mit mindestens einem
Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder einer ähnlichen
Speichervorrichtung nach einem vorgegebenem Format generiert, wobei diese
Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben
erhält.
Das Generieren einer Nachricht erfolgt bevorzugt cumputerunterstützt und vollautomatisch.
-
Daraufhin wird die generierte Nachricht
vom Provider, bevorzugt von einer dafür vorgesehenen Computervorrichtung,
an die angegebene Mobiltelefonnummer geschickt. Bei einer solchen
Nachricht handelt es sich bevorzugt um eine SMS (Short Message Service)
Nachricht, die Nachricht kann aber auch auf beliebige andere Weise
an die angegebenen Mobiltelefonnummer übermittelt werden.
-
Die von dem Mobiltelefon empfangenen Nachricht
wird auf der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung
des Mobiltelefons gespeichert.
-
Danach kann die auf der SIM-Karte
oder der ähnlichen
Speichervorrichtung gespeicherte Nachricht durch eine Programmiervorrichtung,
bevorzugt automatisch, ausgelesen werden, wobei ferner bevorzugt
ist, daß der
Nutzer den Befehl zum Auslesen der SIM-Karte manuell eingibt, also
gleichsam „triggert". Es ist jedoch auch
möglich,
daß das
Auslesen der SIM-Karte
ohne jegliches weiteres Zutun des Mobilfunknutzers automatisch erfolgt.
-
Nachdem die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung
gemäß dem mindestens
einen Befehl der Nachricht programmiert worden ist, erfolgt durch
Anrufen des Providers das Freischalten des Guthabens gemäß mindestens
einem der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung programmierten
Befehle der Nachricht.
-
Auch dieses bevorzugt automatisierte
Anrufen wird bei einer besonderen Variante des Verfahrens manuell
von dem Benutzer gestartet bzw. getriggert, es ist jedoch auch möglich, daß auch dieses
Anrufen ohne jegliches weiteres Zutun des Benutzers automatisch
durchgeführt
wird.
-
Bevorzugt erfolgt eine Automatisierung
der Freischaltung des Guthabens durch Anwahl eines in der SIM-Karte
oder der ähnlichen
Speichervorrichtung neu erzeugten Telefonbucheintrages, welcher insbesondere
die Aufladecodes des Providers enthält, gemäß einem der mindestens einen
auf der SIM-Karte oder ähnlichen
Speichervorrichtung programmierten Befehle der Nachricht.
-
Es ist dabei insbesondere bevorzugt,
daß die generierte
Nachricht und die Programmiereinrichtung so ausgelegt sind, daß die SIM-Karte
oder der ähnliche
Speicher so programmiert werden, daß nach einem erstmaligen Einschalten
des Mobiltelefons nach dem Programmieren der SIM-Karte mittels Aus-
und Anwahl eines von der Programmiereinrichtung zuvor gemäß dem mindestens
einem Befehl der Nachricht auf der SIM-Karte oder der ähnlichen
Speichervorrichtung neu erzeugte Telefonbucheintrages die Aufladung
des Kundenguthabens beim Provider automatisiert erfolgt. Dadurch
werden mögliche
Fehleingaben durch den Benutzer umgangen.
-
Bei einem bevorzugten Verfahren wird
eine Programmiervorrichtung benutzt, die in der Lage ist, die auf
der SIM-Karte oder der ähnlichen
Speichervorrichtung gespeicherte Nachricht auszulesen und zu verarbeiten
sowie die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung
gemäß dem mindestens
einem Befehl der Nachricht automatisch zu programmieren, wobei es
sich bei einer solchen Programmiervorrichtung bevorzugt um eine
externe Vorrichtung handelt.
-
Das Bereitstellen einer solchen externen Vorrichtung
hat den Vorteil, daß sie
für unterschiedliche
Mobiltelefone und unterschiedliche Standards eingesetzt werden kann,
wobei lediglich eine Verbindung zwischen Programmiervorrichtung
und Mobiltelefon, in Abhängigkeit
von dem jeweiligen Mobiltelefon zur Verfügung gestellt werden muß, oder
aber im wesentlichen standardisierte Elemente, wie zum Beispiel
die SIM-Karte, verwendet werden können.
-
Bei einem bevorzugtem Verfahren ist
die externe Programmiervorrichtung so ausgelegt, daß eine SIM-Karte
oder eine ähnliche
Speichervorrichtung nach dem Empfang und dem bevor zugt automatischen
Speichern der Nachricht aus dem Mobiltelefon entnommen und in die
externe Programmiervorrichtung eingesetzt werden kann. Nach Auslesen
der SIM-Karte und dem Programmieren der SIM-Karte gemäß dem mindestens
einen in der Nachricht enthaltenen Befehl kann die SIM-Karte wieder
in das Mobiltelefon eingesetzt werden kann.
-
Dies hat den Vorteil daß keinerlei
Schnittstellen verwendet werden müssen, wobei in dem Falle, daß die SIM-Karte
oder der ähnliche
Speicher standardisiert sind, wie es bei der SIM-Karte im „engerem Sinn" der Fall ist, eine
einzige standardisierte externe Programmier-Vorrichtung für alle auf dem Markt befindlichen
Mobiltelefone genutzt werden kann.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
ist es natürlich
auch möglich,
daß die
Programmiervorrichtung mit einem Mobiltelefon über eine Schnittstelle verbunden
werden kann. Auch in diesem Falle kann eine standardisierte Programmiervorrichtung
für alle
Mobiltelefone eingesetzt werden, lediglich ein Kabel mit entsprechenden
Schnittstellen muß auf
die jeweiligen Mobiltelefone, die gegebenenfalls voneinander abweichende
Anschlüsse
aufweisen, angepaßt
werden.
-
Bei einem besonders bevorzugtem Verfahren
sind die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so
ausgelegt, daß die
SIM-Karte oder der ähnliche
Speicher so programmiert werden, daß nach einem erstmaligem Einschalten
des Mobiltelefons nach Programmieren der SIM-Karte der Provider
angerufen und das Guthaben freigeschaltet wird, was bevorzugt mittels
automatisierte Übermittlung
der ein Guthaben repräsentierenden
Codes an den Calling-Card-Provider
erfolgt, woraufhin das Guthaben von diesem freigeschaltet wird.
Dies hat den Vorteil, daß der
Nutzer des Mobiltelefons keine weiteren Schritte einleiten muß, insbesondere
natürlich
keinen PIN-Code eingeben muß,
wie oben erläutert,
und allenfalls lediglich den Anruf des Providers und das Freischalten
des Guthabens initiieren muß, wobei
bei einer weiteren bevorzugten Realisierung auch diese Initiierung
nicht erforderlich ist, so daß der Benutzer
im wesentlichen von manuellen Eingaben entlastet wird und das Verfahren
sogar vollautomatisch ablaufen kann, der Benutzer daher von allen Eingaben
befreit wird.
-
Gemäß einem weiteren auch unabhängig erfinderischen
Aspekt des Verfahrens können
die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so ausgebildet
sein, daß auf
der SIM-Karte oder
der ähnlichen
Speichervorrichtung enthaltenen Telefonbucheinträge automatisch überarbeitet
werden, wobei diese überarbeiteten
Telefonbucheinträge
anstelle der ursprünglichen
Telefonbucheinträge,
zusätzlich
zu den existierenden Telefonbucheinträgen oder auch kombiniert auf
der SIM-Karte oder dem ähnlichen
Speicher gespeichert werden.
-
Dies weist insbesondere bei den oben
beschriebenen Calling-Card-Systemen erhebliche Vorteile auf, da
die Telefonbucheinträge
beispielsweise so überarbeitet
werden können,
daß alle
zusätzlichen
Eingaben zum Nutzen der Calling-Card-Systeme beispielsweise die
Eingabe der Toll-Free Nummern, aber auch weitere Eingaben, die ein
Nutzer eines oben beschriebenen Calling-Card-Systems leisten muß, in der
Regel menügesteuert,
direkt in die überarbeiteten
Telefonbucheinträge
integriert und gespeichert werden, so daß ein Nutzer nach wie vor lediglich
einen bestimmten Telefonbucheintrag auswählen und die gewünschte Nummer
automatisch wählen
kann, ohne sich im geringsten um mögliche Toll-Free Nummern, die
je nach Calling-Card verschieden sind, oder sich um weitere Eingabeerfordernisse
kümmern
zu müssen,
was die Bedienung des Mobiltelefons bei Calling-Card-Systemen erheblich
erleichtert und beschleunigt; wobei ferner mögliche Fehlbedienungen nahezu
ausgeschlossen sind.
-
Dieser weitere erfinderische Aspekt
des Verfahrens hat sowohl Bedeutung für Pre-Paid Systeme, in diesem
Zusammenhang insbesondere kombiniert mit dem zuvor beschriebenen
Verfahren, als auch für Post-Pay
Systeme, bei denen ein Freischalten eines Guthabens zumindest nicht
regelmäßig oder
auch gar nicht erforderlich ist.
-
Bevorzugt werden die überarbeiteten
Telefonbucheinträge
gekennzeichnet, beispielsweise durch einen * oder ein # vor dem
der Nummer zugeordneten Namen, so daß aus einem Telefonbucheintrag „Müller" beispielsweise ein,
gegebenenfalls zusätzlicher,
Telefonbucheintrag „*Müller" oder „#Müller" entsteht.
-
Bei einem bevorzugtem Verfahren,
bei dem sowohl die alten Telefonbucheinträge als auch die neuen Telefonbucheinträge vorhanden
sind und abgespeichert werden, kann dann der Benutzer auswählen, ob
er durch Wahl des Telefonbucheintrages „Müller" über
seinem normalen Provider anrufen will, oder aber ob er durch die
Wahl des Telefonbucheintrages „#Mül-ler" den Anruf über den
Calling-Card-Provider tätigen
will.
-
In diesem Zusammenhang soll darauf
hingewiesen werden, daß es
selbstverständlich
bei einer bevorzugten Realisierung des Verfahrens auch möglich ist,
eine Vielzahl von unterschiedlichen Sätzen von Telefonbucheinträgen für jeweils
eine Auswahl von unterschiedlichen Calling-Card-Providern und für den eigentlichen
Mobiltelefon-Provider zur Verfügung zustellen,
so daß beispielsweise
Telefonbucheinträge „Müller", „*Müller", „#Müller" und „>Müller" parallel nebeneinander auf der SIM-Karte
oder einer ähnlichen
Speichervorrichtung abgelegt sind, wobei der Nutzer dann jeweils
wählen
kann, über
welchen Provider er gerade telefonieren will, ohne jeweils unterschiedliche
Einwahlnummern etc. beachten zu müssen oder sich die Einträge in seinem
Telefonbuch zuerst notieren zu müssen,
da nach einem umständlichen
Eintippen der Einwahlnummer nach dem Stand der Technik ein Zugriff
auf das Telefonbuch in der Regel nicht mehr möglich ist.
-
Insbesondere eine Kombination dieser
beiden bereits unabhängig
voneinander erfinderischen Aspekte, also einer automatischen Freischaltung
des Guthabens und einer automatischen Überarbeitung der Telefonbucheinträge, wie
oben erläutert,
führt zu besonders
vorteilhaften kombinatorischen Wirkungen, nämlich zu einer extrem bedienungsfreundlichen
Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling-Card-Systemen, auch von unterschiedlichen Providern.
-
Besonders bevorzugt ist ferner vorgesehen, daß das Bestellen
des Guthabens bei dem Provider durch einen vom Provider autorisierten
Verkäufer mittels
eines Telefons, insbesondere eines Mobiltelefons erfolgt. Da auf
Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens
auf die Ausgabe von beispielsweise Pre-Paid Karten oder Calling-Cards
verzeichnet werden kann, da eine Lagerhaltung von solchen Karten nicht
erforderlich ist, müssen
für den
autorisierten Verkäufer
nahezu keine technischen oder räumlichen Anforderungen
erfüllt
werden. Es ist daher möglich, daß der Provider
beispielsweise lediglich mit einem Mobiltelefon versehen ist und
sich daher frei bewegen kann, beispielsweise in einer Fußgängerzone oder
bei bestimmten Veranstaltungen freibeweglich die Möglichkeit
bietet, kurzfristig einem interessierten Nutzer ein Guthaben eines
Providers zur Verfügung zu
stellen, ohne daß dieser,
wie oben erwähnt,
sämtliche
Eingaben durchführen
müßte.
-
Anstelle eines üblicherweise in einem Ladengeschäft festgelegten
stationären
Verkaufsstelle, auch „stationärer Point
of Sale (POS)" genannt,
kann daher eine mobile Verkaufsstelle, „Mobile Point of Sale (MPOS)", realisiert werden,
wie es oben erläutert
ist.
-
Bevorzugt kann ein solcher MPOS nach
Erhalt eines Auftrags eines Kunden schlicht und einfach eine SMS-Nachricht
an den Provider versenden, woraufhin automatisch die oben erläuterten
erfindungsgemäßen Schritte
durchgeführt
werden, so daß das Guthaben
unverzüglich
freigeschaltet und/oder sein Telefonbuch überarbeitet wird und der Kunde
direkt telefonieren kann.
-
Die Erfindung betrifft ferner eine
Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen
zur Durchführung
eines Verfahrens, wie es oben beschreiben worden ist, wobei eine
solche Vorrichtung eine Programmiervorrichtung umfaßt, die
so ausgelegt ist, daß sie
ein auf einer SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung abgespeicherte
Nachricht eines vorgegebenen Formats ausliest bzw. editiert und
automatisch die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung
gemäß den Befehlen,
die in der Nachricht enthalten sind, programmiert. Diese Programmierung
erfolgt bevorzugt automatisch und ist daher unabhängig von dem
verwendeten Endgerät,
also Mobiltelefon, und insbesondere natürlich vom technischem Wissensstand
des Nutzers, der die Programmierung der SIM-Karte gar nicht nachverfolgen
muß.
-
Die benötigten Informationen über das
vom Anbieter bzw. vom Provider geforderte Format zum Freischalten
des Guthabens bei einem Anruf des Providers und/oder Information über den
individuellen Guthabencode und/oder Informationen über das vom
Anbieter bzw. vom Provider geforderte Rufnummernformat einschließlich eventueller
Toll-Free Nummern, werden bevorzugt per SMS-Nachricht versendet.
-
Wie bereits erläutert, handelt es sich bei
der Programmiervorrichtung zum Auslesen und Programmieren der SIM-Karte
oder einer ähnlichen Speichervorrichtung,
um eine externe Programmiervorrichtung, da hierdurch eine größere Flexibilität beim Zusammenwirken
mit unterschiedlichen Endgerät-Anbietern
bzw. Mobiltelefonen ermöglicht
wird.
-
Die Programmiervorrichtung, die auch
als „SIM-Card-Manager" bezeichnet werden
kann, ermöglicht
daher auf besonders vorteilhafte Weise eine anbieterspezifische
Modifikation der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung
des Nutzers, um ebenfalls anbieterspezifisch und automatisiert ein
erworbenes Guthaben freizuschalten und/oder anbieterspezifisch Telefonbucheinträge auf der
SIM-Karte des Nutzer zu modifizieren.
-
Die Erfindung betrifft ferner ein
System zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen,
das eine Vorrichtung zum Empfangen einer Bestellung eines Guthabens,
bevorzugt von einem autorisierten Verkäufer, und zum Empfangen einer
Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht
mit Befehlen zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen
Speichervorrichtung des Mobiltelefons nach einen vorgegebenen Format
und eine Vorrichtung zum Versenden einer Nachricht an die angegebene
Mobiltelefonnummer umfaßt,
wobei diese Vorrichtungen bevorzugt computerunterstützt ist,
so daß sämtliche
Vorgänge bevorzugt
vollautomatisch ablaufen können.
-
Die Erfindung betrifft ferner eine
Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen
für Mobiltelefone
mit SIM-Karten oder ähnlichen
Speichervorrichtungen, die eine Vorrichtung zum Bestellen eines
Guthabens für
einen Mobiltelefonbenutzer bei einem Provider unter Angabe einer
Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht
mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder
der ähnlichen
Speichervorrichtung nach einem vorgegebenen Format, wobei diese
Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben
enthält, eine
Vorrichtung zum Ver senden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer,
eine SIM-Karte oder eine ähnliche
Speichervorrichtung zum Speichern der Nachricht, eine Programmiervorrichtung zum
Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung
gespeicherten Nachricht und zum Programmieren der SIM-Karte oder
der ähnlichen
Speichervorrichtung gemäß dem mindestens
einen Befehl der Nachricht sowie eine Vorrichtung zum automatisierten
Anrufen des Providers und Freischalten des Guthabens gemäß einem
der mindestens einen auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung
programmierten Befehle der Nachricht umfaßt.
-
Die Erfindung betrifft ferner eine
Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/ oder Calling Card Dienstleistungen
für Mobiltelefone
mit SIM-Karten oder ähnlichen
Speichervorrichtungen, die ein Vorrichtung zum Bestellen mindestens
eines Datensatzes für
die Benutzung einer bestimmten Dienstleistung unter Angabe einer
Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht
mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder ähnlichen
Speichervorrichtung nach einem vorgegebenen Format, wobei diese
Nachricht mit mindestens Informationen über die erforderlichen zusätzlichen
Eingaben in das Mobiltelefon zur Nutzung der Dienstleistungen enthält, eine
Vorrichtung zum Versenden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer,
eine Vorrichtung zum Speichern der Nachricht auf der der angegebenen
Mobiltelefonnummer zugeordneten SIM-Karte oder der ähnlichen
Speichervorrichtung, eine Vorrichtung zum Auslesen der auf der SIM-Karte
oder der ähnlichen Speichervorrichtung
gespeicherten Nachricht und der gespeicherten Telefonbucheinträge durch
die Programmiervorrichtung, Vorrichtung zum Programmieren der SIM-Karte
oder der ähnlichen
Speichervorrichtung gemäß dem mindestens
einen Befehl der Nachricht durch die Programmiervorrichtung, so
daß die
ausgelesenen Telefonbucheinträge
automatisch gemäß einem
in der Nachricht enthaltenen Befehl überarbeitet werden, wobei die überarbeiteten
Telefonbucheinträge
anstelle der ursprünglichen
Telefonbucheinträge
und/oder zusätzlich
zu dem existierenden Telefonbucheinträgen auf der SIM-Karte oder dem ähnlichen
Speicher gespeichert werden.
-
Diese und weitere Vorteile und Merkmale
der Erfindung werden anhand der beigefügten Figuren deutlich. Es zeigen:
-
1 schematisch
den Ablauf einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
-
2 schematisch
den Ablauf eines Verfahrens gemäß dem Stand
der Technik; und
-
3 schematisch
eine Programmiervorrichtung gemäß einer
besonderen Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
-
In 2,
die den Ablauf eines Verfahrens gemäß dem Stand der Technik darstellt,
muß ein Kunde 210,
der eine Pre-Paid Dienstleistung, in diesem Falle eine Pre-Paid
Karte, die das Freischalten eines Guthabens für sein Mobiltelefon ermöglicht, kaufen
möchte,
diese bei einem autorisierten Verkäufer 220 bezahlen,
was durch den Pfeil 310 dargestellt ist. Damit der Verkäufer 220 dem
Käufer 210 die Pre-Paid
Karte überhaupt
aushändigen
kann, ist es für
den Verkäufer 220 erforderlich,
diese Pre-Paid Karten von einem Anbieter bzw. Provider 230 anzufordern,
was durch den Pfeil 320 dargestellt ist, wobei der Verkäufer 220 eine
Vielzahl von Karten bestellen muß, da das Liefern der Karten
Zeit beansprucht, daher nicht erst mit einer Bestellung bzw. einem
Kaufauftrag eines Käufers 210 initiiert
werden kann.
-
Der Provider 230 stellt
daher eine Vielzahl von Pre-Paid Karten zur Verfügung, was durch den Pfeil 330 dargestellt
ist, die wiederum von dem Verkäufer 220 in
einem Lager 225 gelagert werden müssen, wobei der Käufer eine
Vielzahl von Karten vorbezahlen muß, was auch einen erhöhten Kostenaufwand
für ihn
bedeutet.
-
Der Verkäufer 220 muß dann die
Karten aus dem Lager holen, was durch den Pfeil 340 verdeutlicht
ist, und kann diese dann an den Käufer 210 weitergeben,
wie es durch den Pfeil 350 dargestellt ist.
-
Der Käufer 210 muß dann die
PIN, die auf der Karte vermerkt aber durch eine entfernbare Schicht
abgedeckt ist, freirubbeln, damit die PIN sichtbar wird, und dann
mit einer vorgegebenen Nummer, die in der Regel auch auf der Karte
vermerkt ist, den Provider 230 anwählen und, in der Regel menü-gesteuert,
weitere Eingaben machen, insbesondere die PIN-Nummer eingeben. Diese
ganzen Vorgänge
sollen durch den Pfeil 360 in 2 dargestellt werden.
-
Erst nach korrekter Anwahl des Providers, Eingabe
aller notwendigen Daten nach vorgegebenen Format und Eingabe der
PIN-Nummer kann das Guthaben durch den Provider 230 freigeschaltet
werden, was durch den Pfeil 370 dargestellt ist.
-
1 zeigt
im Gegensatz zu dem in 2 gezeigten
Verfahren ein deutlich vereinfachtes Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung: Ein Käufer 10 kauft
von einem Verkäufer 20 das
gewünschte Guthaben,
was durch den Pfeil 110 dargestellt ist. Es soll an dieser
Stelle darauf hingewiesen werden, daß der Verkäufer 20 keinerlei
Laden, Lager oder ähnliches
braucht, sondern lediglich eine Vorrichtung zum Versenden einer
Nachricht an einen Provider benötigt,
was durch ein Telefon, insbesondere ein Mobiltelefon, realisiert
werden kann. Wenn der Verkäufer 20 mit
einem Mobiltelefon ausgestattet ist, ist er auch lokal nicht gebunden,
so daß eine
mobile Verkaufsstelle (Mobile Point of Sale, MPOS) realisiert wird.
-
Sobald der Verkäufer 20 vom Käufer 10 den Wert
des Guthabens erhalten hat, ordert er von einem Provider 30 das
Guthaben unter Angabe der Mobilfunknummer des Kunden bzw. Käufers 10 an, was
durch den Pfeil 120 dargestellt ist.
-
Beim Provider 30 wird daraufhin
automatisch eine Nachricht generiert, die zumindest die Informationen über das
bestellte Guthaben enthält,
wobei diese Nachricht automatisch an das Mobiltelefon des Käufers 10 versendet
wird, was durch den Pfeil 130 dargestellt ist.
-
Die Nachricht wird automatisch auf
der SIM-Karte des Mobiltelefons gespeichert.
-
Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
nimmt der Käufer 10 dann
die SIM-Karte aus seinem Mobiltelefon und gibt diese in eine Programmiervorrichtung 40 ein, die
automatisch die SIM-Karte und die auf ihr gespeicherte Nachricht ausliest
und die SIM-Karte gemäß dem oder
den Befehlen der auf der SIM-Karte gespeicherten Nachricht umprogrammiert.
-
Damit der Zugriff auf die SIM-Karte
durch die Programmiervorrichtung 40 ermöglicht wird, muß der Käufer 10 die
in der Regel 4-stellige PIN-Nummer in die Programmiervorrichtung 40 eingeben.
-
Die Programmiervorrichtung 40,
die bei dem bevorzugten Verfahren gemäß 1 verwendet wird, umfaßt neben
einer Tastatur auch eine Statusanzeige, die anzeigt, wann der Auslese- und Programmiervorgang
abgeschlossen ist. Für
die Programmiervorrichtung 40 wird insbesondere auch auf 3 verwiesen.
-
Nach Abschluß des Auslese- und Programmiervorganges
nimmt der Kunde bzw. Käufer 10 die SIM-Karte
aus der Programmiervorrichtung 40 und setzt sie wieder
in sein Mobiltelefon ein. Diese Vorgänge sind durch den Doppelpfeil 140 dargestellt.
-
Da zur Nutzung des Guthabens eine
bestimmte Telefonnummer zum Freischalten des Guthabens angewählt werden
muß, ist
die vom Provider versendete Nachricht 30 so ausgelegt,
daß nach
Einlegen der von der Programmiervorrichtung 40 umprogrammierten
SIM-Karte und nach erstmaligem Einschalten des Mobiltelefons automatisch
der Provider 30 angewählt
wird, sämtliche
notwendigen Informationen versendet und das Guthaben freigeschaltet wird,
was durch die Pfeile 150 und 160 dargestellt ist, ohne
daß der
Mobilfunkbenutzer 10 irgendwelche Codes, PIN-Nummern etc.
eingeben muß oder
auch nur eine bestimmte Nummer zum Freischalten eingeben muß. Der Nutzer 10 wird
daher von allen ihm möglicherweise
unbekannten Schritten, Eingabe von Codes etc. befreit, er muß lediglich
die PIN-Nummer seiner SIM-Karte
kennen und in die Programmiervorrichtung eingeben.
-
Bei dem in 1 dargestellten Verfahren wird im Falle
eines Calling Card Systems, bei dem zum Telefonieren vor der Eingabe
der Zieltelefonnummer zumindest eine Toll-Free Nummer eingegeben
werden muß,
darüber
hinaus in der Programmiervorrichtung 40 die SIM-Karte aufgrund
der abgespeicherten Nachricht nicht nur dahingehend programmiert,
daß das
Guthaben automatisch freigeschaltet wird, ferner werden auch die
Telefonbucheinträge,
die auf der SIM-Karte gespeichert sind, gemäß in der Nachricht enthaltenen
Befehlen und/oder Informationen überarbeitet,
wobei ein neuer Satz überarbeiteter
Telefonbucheinträge
zusätzlich
abgespeichert wird und die zugehörigen
Namen beispielsweise mit einem Doppelkreuz gekennzeichnet werden.
-
Der Nutzer 10 kann daher
nach dem erneuten Wiedereinlegen seiner SIM-Karte nicht nur automatisch
und sofort ohne weitere Schritte das Guthaben nutzen, er kann ferner
auch direkt die gewünschten
Telefonbucheinträge
auswählen,
ohne sich um eine "Einwahlnummer" oder um weitere
Eingaben für den
Calling Card Provider zu kümmern.
-
Zur Verdeutlichung der Umprogrammierung der
auf der SIM-Karte gespeicherten Telefoneinträge soll nachfolgend beispielhaft
angenommen werden, daß auf
der SIM-Karte ein Eintrag unter dem Namen "Peter Müller" mit der eingespeicherten Nummer "+49171345678" abgespeichert ist.
-
Gemäß den Informationen und der
Befehle, die in der automatisch generierten Nachricht, die auf der
SIM-Karte gespeichert ist, enthalten sind, wird dieser Telefonbucheintrag
ebenfalls ausgelesen und gemäß den Anforderungen
des Calling Card Providers entsprechend angepaßt, so daß neben dem obengenannten Eintrag
ein zweiter Eintrag unter dem Namen "#Peter Müller" erzeugt wird, beispielsweise mit der
Nummer "*31++08001801699p0171345678*".
-
Dieser neue Eintrag stellt eine typische
Kombination von Eingaben dar, die gemäß dem Stand der Technik von
Hand eingeben werden müßten, wenn das
erfindungsgemäße Verfahren
nicht eingesetzt wird. Es wird deutlich, daß das Verfahren eine extreme
Erleichterung für
die Bedienung des Mobilfunktelefons und der Nutzung einer Calling
Card darstellt.
-
Es ist deutlich geworden, daß das in 1 gezeigte vorteilhafte
Verfahren eine Kombination beider Aspekte der Erfindung beinhaltet,
es soll jedoch darauf hingewiesen werden, daß die 1 auch ein Verfahren darstellen kann,
bei dem entweder nur ein Guthaben freigschaltet wird, oder aber,
zum Beispiel bei einem Post-Pay System, ohne Freischalten eines Guthabens
nur ein oder mehrere Telefonbucheinträge bearbeitet werden, so daß 1 auch auf jeden einzelnen
Aspekt anwendbar ist.
-
3 schließlich zeigt
schematisch eine Darstellung einer Programmiervorrichtung 40,
die auch als SIM-Card-Manager bezeichnet werden kann, wobei der
SIM-Card-Manager 40 eine Tastatur 44. aufweist,
mit der eine PIN-Nummer eingegeben werden kann, um den Zugriff auf
eine SIM-Karte 60 zu ermöglichen, die in einen zugehörigen Slot 42 des SIM-Card-Managers
eingesetzt werden kann.
-
Sobald die SIM-Karte 60 mit
der auf ihr gespeicherten, vom Provider automatisch generierten Nachricht
in den Slot 42 der Programmiervorrichtung 40 eingesetzt
wird, muß der
Benutzer die PIN-Nummer der SIM-Karte auf der Tastatur 44 eingeben,
so daß der
Zugriff auf die SIM-Karte 60 ermöglicht wird.
-
Die Programmiervorrichtung 40 liest
dann die SIM-Karte aus und erfüllt
alle Befehle, die in der auf der SIM-Karte 60 gespeicherten
Nachricht abgelegt sind, und programmiert die SIM-Karte entsprechend
um.
-
Eine Statusanzeige 46, die
in diesem Fall aus zwei LED-Leuchten besteht, zeigt den Status der Programmiervorrichtung
an.
-
Sobald die Statusanzeige 46 zeigt,
daß der Vorgang
abgeschlossen ist, entnimmt der Nutzer die SIM-Karte 60 aus
der Programmiervorrichtung 40 und setzt sie wieder in sein
Mobiltelefon ein, woraufhin alle oben erwähnten Schritte automatisch
ausgeführt
werden, ohne daß der
Nutzer Details oder Einwahlnummern etc. kennen muß.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
ermöglichen
daher eine Vielzahl von Vorteilen, insbesondere eine äußerst flexible
Distribution durch den Einsatz eines "trägerlosen
Guthabens", wobei
sehr kostengünstige Verkaufsysteme
(Mobile Point of Sale) realisiert werden können.
-
Es entstehen zum einen auf der Verkäuferseite äußerst geringe
Kosten für
die Distribution, die Handhabung ist speziell auf mobile Endgeräte ausgelegt,
auf der anderen Seite ist die Bedienung für den Nutzer extrem vereinfacht,
insbesondere werden Fehlbedienungen durch den Benutzer vermieden.
-
Die in den Ansprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl
einzeln als auch in Kombination für die Verwirklichung der Erfindung
wesentlich sein.
-
- 10
- Nutzer/Käufer
- 20
- Verkäufer
- 30
- Provider
- 40
- Programmiervorrichtung
- 42
- Slot
für SIM-Karte
- 44
- Tastatur
- 46
- Statusanzeige
- 60
- SIM-Karte
- 110
- Zahlvorgang/Bestellvorgang
Käufer-Verkäufer
- 120
- Bestellvorgang
Käufer-Provider
- 130
- Verschicken
der Nachricht
- 140
- Auslesen
und Programmieren der SIM-Karte
- 150
- Senden
Informationen an Provider
- 160
- Freischalten
Guthaben/Übermitteln
von Provider-Informationen/Befehlen
- 210
- Nutzer/Käufer
- 220
- Verkäufer
- 225
- Lager
- 230
- Provider
- 310
- Zahlvorgang
- 320
- Bestellvorgang
Guthabenkarten
- 330
- Lieferung
Guthabenkarten an Lager
- 340
- Transport
Guthabenkarten aus Lager
- 350
- Aushändigen Guthabenkarte
an Nutzer
- 360
- Eintippen
und Versenden von Informationen an Provider
- 370
- Freischalten
des Guthabens