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DE10305621A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone Download PDF

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DE10305621A1
DE10305621A1 DE10305621A DE10305621A DE10305621A1 DE 10305621 A1 DE10305621 A1 DE 10305621A1 DE 10305621 A DE10305621 A DE 10305621A DE 10305621 A DE10305621 A DE 10305621A DE 10305621 A1 DE10305621 A1 DE 10305621A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen, das insbesondere die folgenden Schritte umfaßt: Bereitstellen eines Guthabens unter Angabe einer Mobiltelefonnummer, Generieren einer Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte, wobei diese Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben und eine Telefonnummer, die für ein Freischalten des Guthabens angewählt werden muß, enthält, Versenden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer, Speichern der Nachricht auf der SIM-Karte, Auslesen der auf der SIM-Karte gespeicherten Nachricht, Programmieren der SIM-Karte gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht durch die Programmiervorrichtung, automatisierte Freischaltung des Guthabens. Das Verfahren betrifft ferner eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen.
  • Der Begriff „Calling Card Dienstleistungen" bezieht sich hier auf den gängigen Begriff von Dienstleistungen, die von einem anderen Dienstleister bzw. Provider angeboten werden als dem, der für den Betrieb des Mobiltelefons an sich genutzt wird, obwohl eine „Karte" für diese Dienstleistungen nicht unbedingt erforderlich ist. Der Begriff „Calling Card" hat sich je doch bei der Fachwelt unter dem Benutzer durchgesetzt, so daß er auch in dieser Anmeldung verwendet wird.
  • SIM (Subscriber Identification Module)-Karten sind Karten für Mobiltelefone, auf denen viele unterschiedliche Informationen gespeichert werden können. Mit einer solchen Karte wird insbesondere der Benutzer identifiziert und die Kostenrechnung organisiert. Ferner können solche SIM-Karten auch dazu verwendet werden, Daten für ein Telefonbuch des Benutzers zu speichern.
  • Auf der SIM-Karte wird insbesondere auch die „International Mobile Subscriber Identity" (IMSI) gespeichert, bei der es sich um eine Nummer zur Identifizierung der Mobilfunkteilnehmer handelt. Diese Nummer setzt sich in der Regel aus einem dreistelligen Ländercode, einer zweistelligen Netzkennung und einer bis zu zehn Stellen umfassenden Nutzerkennung zusammen.
  • Unter dem Begriff „SIM-Karte oder ähnliche Speichervorrichtung" im Sinne dieser Erfindung ist sowohl die SIM-Karte im engeren Sinne zu verstehen, wie sie in üblichen Mobiltelefonsystemen standardmäßig eingesetzt wird, jedoch auch jegliche andere Vorrichtung, die zumindest einen Speicherbereich umfaßt. Solche Vorrichtungen im Sinne der Erfindung können sowohl fest mit Mobiltelefonen, beispielsweise als integrales Bauteil, aber auch als getrennte Bauteil ausgeführt sein. Es ist üblich, daß diese Vorrichtungen, wie die SIM-Karten im engerem Sinne, aus Mobiltelefonen oder ähnlichen Bauteilen einfach entnommen bzw. ausgetauscht werden können, es ist jedoch auch möglich, daß diese fest mit dem Mobiltelefonen bzw. mit entsprechenden Systemen verbunden sind. Unter dem Begriff „SIM-Karte oder ähnliche Speichervorrichtung" im Sinne der Erfindung sind daher sämtliche Vorrichtungen zu verstehen, die mittels Speicherelementen die Nutzung und den Betrieb eines Mobiltelefons unterstützen oder gar erst ermöglichen.
  • Bei einer von Vielzahl von etablierten Mobilfunkanbietern werden die Telefonate monatlich nach bestimmten Tarifmodellen, die beispielsweise auch je nach Klientel wechselbar sind, abgerechnet. Je nach Mobilfunkanbieter ist man jedoch als Nutzer auf jeweils nur einen Anbieter und die von ihm angebotenen Tarife angewiesen.
  • Neben den üblichen Monatsabrechnungen bieten viele Mobilfunkanbieter auch ein sogenannten Pre-Paid Tarif an, der insbesondere häufig ohne monatliche Grundgebühren auskommt, bei dem jedoch die Gesprächsgebühren in der Regel relativ hoch sind. Solche Pre-Paid Angebote zielen insbesondere auf jugendliches Klientel ab, welches zum Teil noch nicht über ein planbares, kontinuierliches Einkommen verfügt und dessen monatliches Auskommen an Telefonzeit noch relativ gering ist, so daß die höheren Kosten für Telefonate im Hinblick auf die entfallende Grundgebühr in Kauf genommen werden. Auch kann mit einem solchen System eine bessere Überwachung der Kosten sichergestellt werden, was insbesondere für jugendliches Klientel von hoher Bedeutung ist.
  • Auch bei diesen Pre-Paid-Tarifen ist man jedoch auf einen einmal gewählten Provider angewiesen.
  • Um Kosten für Mobiltelefonate je nach Zielgruppe, Ort und Dauer der Telefonate, beispielsweise aus verschiedenen Ländern, und anderen Vorgaben weiter zu reduzieren, kommen sogenannte Calling Cards zum Einsatz. Diese Systeme vermitteln das zu führende Gespräch indirekt über eine Zentralstation, wo das Telefonat berechnet wird, wobei das Telefonat zuerst an die Zentralstation über sogenannte Toll-Free Nummern der Zentralstation des Alternativanbieters der Calling Cards läuft, so daß dieses nicht im System des angestammten Anbieters bzw. Providers, auf den man ansonsten angewiesen wäre, läuft.
  • Solche Toll-Free Nummern sind für den Anrufenden kostenlos, unabhängig davon, aus welchem Telefonnetz er anruft. Die Kosten für das Gespräch werden von Mobilfunkunternehmer des Nutzers dem Serviceanbieter dieser Toll-Free Nummer und nicht dem Anrufer in Rechnung gestellt.
  • Der Kunde ruft daher erst die spezielle Toll-Free Nummer des Serviceanbieters an, wodurch ihm unmittelbar keine Kosten entstehen, woraufhin er nachfolgend die Zielrufnummer des gewünschten Gesprächsteilnehmers wählt und durch den Calling-Card-Anbieter verbunden wird. Die Kosten für das tatsächlich gewünschte Gespräch werden dann von dem Calling-Card-Anbieter berechnet und von einem dem Benutzer zugeordnetem Guthabenkonto, welches der Kunde in der Regel zuvor auffüllen muß, abgebucht.
  • Nachteilig bei allen Pre-Paid-Systemen, sowohl denen eines festen Providers oder Anbieters, als auch bei den oben beschriebenen Calling-Card-Anbieter, bei denen mittels der erläuterten Toll-Free Nummern beliebige Anbieter oder Provider genutzt werden können, ist es, daß nach Kauf eines Guthabens dieses auf relativ umständliche Weise erst freigeschaltet werden muß.
  • Bekannt ist es, daß eine sogenannte "Guthabenkarte" gekauft wird, bei der es sich in der Regel um Kunststoffkarten oder ähnliche Karten im Scheckkartenformat handelt, die mit einem Rubbelfeld versehen sind, das freigerubbelt werden kann, so daß eine PIN-Nummer sichtbar wird. Der Kunde kauft eine solche Karte von einem Verkäufer, der solche Karten vorab von einem Provider kauft und auf Lager halten muß, rubbelt dann den PIN-Code frei und muß den Provider auf einer vorgegebenen Nummer anrufen und dann von Hand den freigerubbelten PIN eingeben, um sein Guthaben freizuschalten. Diese Vorgänge sind zum einem langwierig, für einige Nutzer zu komplex und aufwendig, ferner können häufig Fehleingaben bei den teilweise sehr langen PIN-Nummern entstehen, was zu einer weiteren Verzögerung oder sogar zum Scheitern des Freischaltens der Karte führen kann.
  • Es ist auch möglich, daß die sogenannten Calling Card Anbieter kein Pre-Paid System benutzen sondern ein sogenanntes Post-Pay System, so daß ein Freischalten eines Guthabens gegebenenfalls entfällt. In diesem Fall muß jedoch der Kunde bzw. der Nutzer des Calling Card Services zuerst eine Toll-Free Nummer des Serviceanbieters anrufen und kann erst nachfolgend die eigentliche Zielrufnummer des gewünschten Gesprächsteilnehmers wählen, was gegebenenfalls noch durch weitere, in der Regel menügesteuerte bzw. ansagegesteuerte Vorgänge unterstützt wird.
  • Insbesondere nachteilig bei solchen Calling Card Systemen ist es, daß nach dem Wählen der Toll-Free Nummer in der Regel nicht mehr auf ein Telefonbuch des Mobiltelefons zurückgegriffen werden kann, so daß der Nutzer, der eine gegebenenfalls in seinem Telefonbuch abgespeicherte Nummer anrufen will, zuerst diese Nummer abrufen und auf einem Notizzettel notieren muß, bevor er dann den komplizierten Einwahlvorgang durchführt, was sehr aufwendig ist, um dann erst die gewünschte Zielrufnummer manuell einzugeben.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die das Verfahren solcher Dienstleistungen, sowohl Pre-Paid als auch Post-Pay, beschleunigt und/oder vereinfacht und/oder insbesondere die Möglichkeit von Fehlbedienungen vermeidet.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 10 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 12 sowie ein System gemäß Anspruch 17 gelöst. Die Ansprüche 2 bis 9 und 11 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Ansprüche 13 bis 16 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und der Anspruch 18 betrifft ein besonders vorteilhaftes System.
  • Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Guthaben für eine Mobiltelefonbenutzer bei einem Provider unter Angabe einer Mobiltelefonnummer bestellt, wobei dies bevorzugt durch einen vom Provider autorisierten Verkäufer geschieht. Bevorzugt wird das Guthaben telefonisch bestellt, insbesondere ist es bevorzugt, daß der vom Provider autorisierte Verkäufer dem Provider eine Nachricht schickt, insbesondere auf elektronischem Weg und/oder mit einer SMS (Short Message Service)-Nachricht, mit der ein kurzer Text von einem Mobiltelefon auf ein anderes Mobiltelefon oder auch zu und von Festnetztelefonen versendet werden kann. Eine solche Nachricht kann bevorzugt einen dem Verkäufer zugeordneten Code enthalten, insbesondere um den Verkäufer gegenüber dem Provider zu identifizieren und/oder die Abrechnung zwischen Verkäufer und Verkäufer zu vereinfachen.
  • Nach Empfang der Bestellung des Guthabens wird, bevorzugt automatisch, eine Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung nach einem vorgegebenem Format generiert, wobei diese Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben erhält. Das Generieren einer Nachricht erfolgt bevorzugt cumputerunterstützt und vollautomatisch.
  • Daraufhin wird die generierte Nachricht vom Provider, bevorzugt von einer dafür vorgesehenen Computervorrichtung, an die angegebene Mobiltelefonnummer geschickt. Bei einer solchen Nachricht handelt es sich bevorzugt um eine SMS (Short Message Service) Nachricht, die Nachricht kann aber auch auf beliebige andere Weise an die angegebenen Mobiltelefonnummer übermittelt werden.
  • Die von dem Mobiltelefon empfangenen Nachricht wird auf der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung des Mobiltelefons gespeichert.
  • Danach kann die auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherte Nachricht durch eine Programmiervorrichtung, bevorzugt automatisch, ausgelesen werden, wobei ferner bevorzugt ist, daß der Nutzer den Befehl zum Auslesen der SIM-Karte manuell eingibt, also gleichsam „triggert". Es ist jedoch auch möglich, daß das Auslesen der SIM-Karte ohne jegliches weiteres Zutun des Mobilfunknutzers automatisch erfolgt.
  • Nachdem die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht programmiert worden ist, erfolgt durch Anrufen des Providers das Freischalten des Guthabens gemäß mindestens einem der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung programmierten Befehle der Nachricht.
  • Auch dieses bevorzugt automatisierte Anrufen wird bei einer besonderen Variante des Verfahrens manuell von dem Benutzer gestartet bzw. getriggert, es ist jedoch auch möglich, daß auch dieses Anrufen ohne jegliches weiteres Zutun des Benutzers automatisch durchgeführt wird.
  • Bevorzugt erfolgt eine Automatisierung der Freischaltung des Guthabens durch Anwahl eines in der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung neu erzeugten Telefonbucheintrages, welcher insbesondere die Aufladecodes des Providers enthält, gemäß einem der mindestens einen auf der SIM-Karte oder ähnlichen Speichervorrichtung programmierten Befehle der Nachricht.
  • Es ist dabei insbesondere bevorzugt, daß die generierte Nachricht und die Programmiereinrichtung so ausgelegt sind, daß die SIM-Karte oder der ähnliche Speicher so programmiert werden, daß nach einem erstmaligen Einschalten des Mobiltelefons nach dem Programmieren der SIM-Karte mittels Aus- und Anwahl eines von der Programmiereinrichtung zuvor gemäß dem mindestens einem Befehl der Nachricht auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung neu erzeugte Telefonbucheintrages die Aufladung des Kundenguthabens beim Provider automatisiert erfolgt. Dadurch werden mögliche Fehleingaben durch den Benutzer umgangen.
  • Bei einem bevorzugten Verfahren wird eine Programmiervorrichtung benutzt, die in der Lage ist, die auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherte Nachricht auszulesen und zu verarbeiten sowie die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einem Befehl der Nachricht automatisch zu programmieren, wobei es sich bei einer solchen Programmiervorrichtung bevorzugt um eine externe Vorrichtung handelt.
  • Das Bereitstellen einer solchen externen Vorrichtung hat den Vorteil, daß sie für unterschiedliche Mobiltelefone und unterschiedliche Standards eingesetzt werden kann, wobei lediglich eine Verbindung zwischen Programmiervorrichtung und Mobiltelefon, in Abhängigkeit von dem jeweiligen Mobiltelefon zur Verfügung gestellt werden muß, oder aber im wesentlichen standardisierte Elemente, wie zum Beispiel die SIM-Karte, verwendet werden können.
  • Bei einem bevorzugtem Verfahren ist die externe Programmiervorrichtung so ausgelegt, daß eine SIM-Karte oder eine ähnliche Speichervorrichtung nach dem Empfang und dem bevor zugt automatischen Speichern der Nachricht aus dem Mobiltelefon entnommen und in die externe Programmiervorrichtung eingesetzt werden kann. Nach Auslesen der SIM-Karte und dem Programmieren der SIM-Karte gemäß dem mindestens einen in der Nachricht enthaltenen Befehl kann die SIM-Karte wieder in das Mobiltelefon eingesetzt werden kann.
  • Dies hat den Vorteil daß keinerlei Schnittstellen verwendet werden müssen, wobei in dem Falle, daß die SIM-Karte oder der ähnliche Speicher standardisiert sind, wie es bei der SIM-Karte im „engerem Sinn" der Fall ist, eine einzige standardisierte externe Programmier-Vorrichtung für alle auf dem Markt befindlichen Mobiltelefone genutzt werden kann.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es natürlich auch möglich, daß die Programmiervorrichtung mit einem Mobiltelefon über eine Schnittstelle verbunden werden kann. Auch in diesem Falle kann eine standardisierte Programmiervorrichtung für alle Mobiltelefone eingesetzt werden, lediglich ein Kabel mit entsprechenden Schnittstellen muß auf die jeweiligen Mobiltelefone, die gegebenenfalls voneinander abweichende Anschlüsse aufweisen, angepaßt werden.
  • Bei einem besonders bevorzugtem Verfahren sind die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so ausgelegt, daß die SIM-Karte oder der ähnliche Speicher so programmiert werden, daß nach einem erstmaligem Einschalten des Mobiltelefons nach Programmieren der SIM-Karte der Provider angerufen und das Guthaben freigeschaltet wird, was bevorzugt mittels automatisierte Übermittlung der ein Guthaben repräsentierenden Codes an den Calling-Card-Provider erfolgt, woraufhin das Guthaben von diesem freigeschaltet wird. Dies hat den Vorteil, daß der Nutzer des Mobiltelefons keine weiteren Schritte einleiten muß, insbesondere natürlich keinen PIN-Code eingeben muß, wie oben erläutert, und allenfalls lediglich den Anruf des Providers und das Freischalten des Guthabens initiieren muß, wobei bei einer weiteren bevorzugten Realisierung auch diese Initiierung nicht erforderlich ist, so daß der Benutzer im wesentlichen von manuellen Eingaben entlastet wird und das Verfahren sogar vollautomatisch ablaufen kann, der Benutzer daher von allen Eingaben befreit wird.
  • Gemäß einem weiteren auch unabhängig erfinderischen Aspekt des Verfahrens können die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so ausgebildet sein, daß auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung enthaltenen Telefonbucheinträge automatisch überarbeitet werden, wobei diese überarbeiteten Telefonbucheinträge anstelle der ursprünglichen Telefonbucheinträge, zusätzlich zu den existierenden Telefonbucheinträgen oder auch kombiniert auf der SIM-Karte oder dem ähnlichen Speicher gespeichert werden.
  • Dies weist insbesondere bei den oben beschriebenen Calling-Card-Systemen erhebliche Vorteile auf, da die Telefonbucheinträge beispielsweise so überarbeitet werden können, daß alle zusätzlichen Eingaben zum Nutzen der Calling-Card-Systeme beispielsweise die Eingabe der Toll-Free Nummern, aber auch weitere Eingaben, die ein Nutzer eines oben beschriebenen Calling-Card-Systems leisten muß, in der Regel menügesteuert, direkt in die überarbeiteten Telefonbucheinträge integriert und gespeichert werden, so daß ein Nutzer nach wie vor lediglich einen bestimmten Telefonbucheintrag auswählen und die gewünschte Nummer automatisch wählen kann, ohne sich im geringsten um mögliche Toll-Free Nummern, die je nach Calling-Card verschieden sind, oder sich um weitere Eingabeerfordernisse kümmern zu müssen, was die Bedienung des Mobiltelefons bei Calling-Card-Systemen erheblich erleichtert und beschleunigt; wobei ferner mögliche Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen sind.
  • Dieser weitere erfinderische Aspekt des Verfahrens hat sowohl Bedeutung für Pre-Paid Systeme, in diesem Zusammenhang insbesondere kombiniert mit dem zuvor beschriebenen Verfahren, als auch für Post-Pay Systeme, bei denen ein Freischalten eines Guthabens zumindest nicht regelmäßig oder auch gar nicht erforderlich ist.
  • Bevorzugt werden die überarbeiteten Telefonbucheinträge gekennzeichnet, beispielsweise durch einen * oder ein # vor dem der Nummer zugeordneten Namen, so daß aus einem Telefonbucheintrag „Müller" beispielsweise ein, gegebenenfalls zusätzlicher, Telefonbucheintrag „*Müller" oder „#Müller" entsteht.
  • Bei einem bevorzugtem Verfahren, bei dem sowohl die alten Telefonbucheinträge als auch die neuen Telefonbucheinträge vorhanden sind und abgespeichert werden, kann dann der Benutzer auswählen, ob er durch Wahl des Telefonbucheintrages „Müller" über seinem normalen Provider anrufen will, oder aber ob er durch die Wahl des Telefonbucheintrages „#Mül-ler" den Anruf über den Calling-Card-Provider tätigen will.
  • In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, daß es selbstverständlich bei einer bevorzugten Realisierung des Verfahrens auch möglich ist, eine Vielzahl von unterschiedlichen Sätzen von Telefonbucheinträgen für jeweils eine Auswahl von unterschiedlichen Calling-Card-Providern und für den eigentlichen Mobiltelefon-Provider zur Verfügung zustellen, so daß beispielsweise Telefonbucheinträge „Müller", „*Müller", „#Müller" und „>Müller" parallel nebeneinander auf der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung abgelegt sind, wobei der Nutzer dann jeweils wählen kann, über welchen Provider er gerade telefonieren will, ohne jeweils unterschiedliche Einwahlnummern etc. beachten zu müssen oder sich die Einträge in seinem Telefonbuch zuerst notieren zu müssen, da nach einem umständlichen Eintippen der Einwahlnummer nach dem Stand der Technik ein Zugriff auf das Telefonbuch in der Regel nicht mehr möglich ist.
  • Insbesondere eine Kombination dieser beiden bereits unabhängig voneinander erfinderischen Aspekte, also einer automatischen Freischaltung des Guthabens und einer automatischen Überarbeitung der Telefonbucheinträge, wie oben erläutert, führt zu besonders vorteilhaften kombinatorischen Wirkungen, nämlich zu einer extrem bedienungsfreundlichen Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling-Card-Systemen, auch von unterschiedlichen Providern.
  • Besonders bevorzugt ist ferner vorgesehen, daß das Bestellen des Guthabens bei dem Provider durch einen vom Provider autorisierten Verkäufer mittels eines Telefons, insbesondere eines Mobiltelefons erfolgt. Da auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens auf die Ausgabe von beispielsweise Pre-Paid Karten oder Calling-Cards verzeichnet werden kann, da eine Lagerhaltung von solchen Karten nicht erforderlich ist, müssen für den autorisierten Verkäufer nahezu keine technischen oder räumlichen Anforderungen erfüllt werden. Es ist daher möglich, daß der Provider beispielsweise lediglich mit einem Mobiltelefon versehen ist und sich daher frei bewegen kann, beispielsweise in einer Fußgängerzone oder bei bestimmten Veranstaltungen freibeweglich die Möglichkeit bietet, kurzfristig einem interessierten Nutzer ein Guthaben eines Providers zur Verfügung zu stellen, ohne daß dieser, wie oben erwähnt, sämtliche Eingaben durchführen müßte.
  • Anstelle eines üblicherweise in einem Ladengeschäft festgelegten stationären Verkaufsstelle, auch „stationärer Point of Sale (POS)" genannt, kann daher eine mobile Verkaufsstelle, „Mobile Point of Sale (MPOS)", realisiert werden, wie es oben erläutert ist.
  • Bevorzugt kann ein solcher MPOS nach Erhalt eines Auftrags eines Kunden schlicht und einfach eine SMS-Nachricht an den Provider versenden, woraufhin automatisch die oben erläuterten erfindungsgemäßen Schritte durchgeführt werden, so daß das Guthaben unverzüglich freigeschaltet und/oder sein Telefonbuch überarbeitet wird und der Kunde direkt telefonieren kann.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen zur Durchführung eines Verfahrens, wie es oben beschreiben worden ist, wobei eine solche Vorrichtung eine Programmiervorrichtung umfaßt, die so ausgelegt ist, daß sie ein auf einer SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung abgespeicherte Nachricht eines vorgegebenen Formats ausliest bzw. editiert und automatisch die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung gemäß den Befehlen, die in der Nachricht enthalten sind, programmiert. Diese Programmierung erfolgt bevorzugt automatisch und ist daher unabhängig von dem verwendeten Endgerät, also Mobiltelefon, und insbesondere natürlich vom technischem Wissensstand des Nutzers, der die Programmierung der SIM-Karte gar nicht nachverfolgen muß.
  • Die benötigten Informationen über das vom Anbieter bzw. vom Provider geforderte Format zum Freischalten des Guthabens bei einem Anruf des Providers und/oder Information über den individuellen Guthabencode und/oder Informationen über das vom Anbieter bzw. vom Provider geforderte Rufnummernformat einschließlich eventueller Toll-Free Nummern, werden bevorzugt per SMS-Nachricht versendet.
  • Wie bereits erläutert, handelt es sich bei der Programmiervorrichtung zum Auslesen und Programmieren der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung, um eine externe Programmiervorrichtung, da hierdurch eine größere Flexibilität beim Zusammenwirken mit unterschiedlichen Endgerät-Anbietern bzw. Mobiltelefonen ermöglicht wird.
  • Die Programmiervorrichtung, die auch als „SIM-Card-Manager" bezeichnet werden kann, ermöglicht daher auf besonders vorteilhafte Weise eine anbieterspezifische Modifikation der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung des Nutzers, um ebenfalls anbieterspezifisch und automatisiert ein erworbenes Guthaben freizuschalten und/oder anbieterspezifisch Telefonbucheinträge auf der SIM-Karte des Nutzer zu modifizieren.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein System zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen, das eine Vorrichtung zum Empfangen einer Bestellung eines Guthabens, bevorzugt von einem autorisierten Verkäufer, und zum Empfangen einer Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht mit Befehlen zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung des Mobiltelefons nach einen vorgegebenen Format und eine Vorrichtung zum Versenden einer Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer umfaßt, wobei diese Vorrichtungen bevorzugt computerunterstützt ist, so daß sämtliche Vorgänge bevorzugt vollautomatisch ablaufen können.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen, die eine Vorrichtung zum Bestellen eines Guthabens für einen Mobiltelefonbenutzer bei einem Provider unter Angabe einer Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung nach einem vorgegebenen Format, wobei diese Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben enthält, eine Vorrichtung zum Ver senden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer, eine SIM-Karte oder eine ähnliche Speichervorrichtung zum Speichern der Nachricht, eine Programmiervorrichtung zum Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherten Nachricht und zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht sowie eine Vorrichtung zum automatisierten Anrufen des Providers und Freischalten des Guthabens gemäß einem der mindestens einen auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung programmierten Befehle der Nachricht umfaßt.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid und/ oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen, die ein Vorrichtung zum Bestellen mindestens eines Datensatzes für die Benutzung einer bestimmten Dienstleistung unter Angabe einer Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder ähnlichen Speichervorrichtung nach einem vorgegebenen Format, wobei diese Nachricht mit mindestens Informationen über die erforderlichen zusätzlichen Eingaben in das Mobiltelefon zur Nutzung der Dienstleistungen enthält, eine Vorrichtung zum Versenden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer, eine Vorrichtung zum Speichern der Nachricht auf der der angegebenen Mobiltelefonnummer zugeordneten SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung, eine Vorrichtung zum Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherten Nachricht und der gespeicherten Telefonbucheinträge durch die Programmiervorrichtung, Vorrichtung zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht durch die Programmiervorrichtung, so daß die ausgelesenen Telefonbucheinträge automatisch gemäß einem in der Nachricht enthaltenen Befehl überarbeitet werden, wobei die überarbeiteten Telefonbucheinträge anstelle der ursprünglichen Telefonbucheinträge und/oder zusätzlich zu dem existierenden Telefonbucheinträgen auf der SIM-Karte oder dem ähnlichen Speicher gespeichert werden.
  • Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der beigefügten Figuren deutlich. Es zeigen:
  • 1 schematisch den Ablauf einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 2 schematisch den Ablauf eines Verfahrens gemäß dem Stand der Technik; und
  • 3 schematisch eine Programmiervorrichtung gemäß einer besonderen Ausführungs form der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • In 2, die den Ablauf eines Verfahrens gemäß dem Stand der Technik darstellt, muß ein Kunde 210, der eine Pre-Paid Dienstleistung, in diesem Falle eine Pre-Paid Karte, die das Freischalten eines Guthabens für sein Mobiltelefon ermöglicht, kaufen möchte, diese bei einem autorisierten Verkäufer 220 bezahlen, was durch den Pfeil 310 dargestellt ist. Damit der Verkäufer 220 dem Käufer 210 die Pre-Paid Karte überhaupt aushändigen kann, ist es für den Verkäufer 220 erforderlich, diese Pre-Paid Karten von einem Anbieter bzw. Provider 230 anzufordern, was durch den Pfeil 320 dargestellt ist, wobei der Verkäufer 220 eine Vielzahl von Karten bestellen muß, da das Liefern der Karten Zeit beansprucht, daher nicht erst mit einer Bestellung bzw. einem Kaufauftrag eines Käufers 210 initiiert werden kann.
  • Der Provider 230 stellt daher eine Vielzahl von Pre-Paid Karten zur Verfügung, was durch den Pfeil 330 dargestellt ist, die wiederum von dem Verkäufer 220 in einem Lager 225 gelagert werden müssen, wobei der Käufer eine Vielzahl von Karten vorbezahlen muß, was auch einen erhöhten Kostenaufwand für ihn bedeutet.
  • Der Verkäufer 220 muß dann die Karten aus dem Lager holen, was durch den Pfeil 340 verdeutlicht ist, und kann diese dann an den Käufer 210 weitergeben, wie es durch den Pfeil 350 dargestellt ist.
  • Der Käufer 210 muß dann die PIN, die auf der Karte vermerkt aber durch eine entfernbare Schicht abgedeckt ist, freirubbeln, damit die PIN sichtbar wird, und dann mit einer vorgegebenen Nummer, die in der Regel auch auf der Karte vermerkt ist, den Provider 230 anwählen und, in der Regel menü-gesteuert, weitere Eingaben machen, insbesondere die PIN-Nummer eingeben. Diese ganzen Vorgänge sollen durch den Pfeil 360 in 2 dargestellt werden.
  • Erst nach korrekter Anwahl des Providers, Eingabe aller notwendigen Daten nach vorgegebenen Format und Eingabe der PIN-Nummer kann das Guthaben durch den Provider 230 freigeschaltet werden, was durch den Pfeil 370 dargestellt ist.
  • 1 zeigt im Gegensatz zu dem in 2 gezeigten Verfahren ein deutlich vereinfachtes Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung: Ein Käufer 10 kauft von einem Verkäufer 20 das gewünschte Guthaben, was durch den Pfeil 110 dargestellt ist. Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß der Verkäufer 20 keinerlei Laden, Lager oder ähnliches braucht, sondern lediglich eine Vorrichtung zum Versenden einer Nachricht an einen Provider benötigt, was durch ein Telefon, insbesondere ein Mobiltelefon, realisiert werden kann. Wenn der Verkäufer 20 mit einem Mobiltelefon ausgestattet ist, ist er auch lokal nicht gebunden, so daß eine mobile Verkaufsstelle (Mobile Point of Sale, MPOS) realisiert wird.
  • Sobald der Verkäufer 20 vom Käufer 10 den Wert des Guthabens erhalten hat, ordert er von einem Provider 30 das Guthaben unter Angabe der Mobilfunknummer des Kunden bzw. Käufers 10 an, was durch den Pfeil 120 dargestellt ist.
  • Beim Provider 30 wird daraufhin automatisch eine Nachricht generiert, die zumindest die Informationen über das bestellte Guthaben enthält, wobei diese Nachricht automatisch an das Mobiltelefon des Käufers 10 versendet wird, was durch den Pfeil 130 dargestellt ist.
  • Die Nachricht wird automatisch auf der SIM-Karte des Mobiltelefons gespeichert.
  • Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens nimmt der Käufer 10 dann die SIM-Karte aus seinem Mobiltelefon und gibt diese in eine Programmiervorrichtung 40 ein, die automatisch die SIM-Karte und die auf ihr gespeicherte Nachricht ausliest und die SIM-Karte gemäß dem oder den Befehlen der auf der SIM-Karte gespeicherten Nachricht umprogrammiert.
  • Damit der Zugriff auf die SIM-Karte durch die Programmiervorrichtung 40 ermöglicht wird, muß der Käufer 10 die in der Regel 4-stellige PIN-Nummer in die Programmiervorrichtung 40 eingeben.
  • Die Programmiervorrichtung 40, die bei dem bevorzugten Verfahren gemäß 1 verwendet wird, umfaßt neben einer Tastatur auch eine Statusanzeige, die anzeigt, wann der Auslese- und Programmiervorgang abgeschlossen ist. Für die Programmiervorrichtung 40 wird insbesondere auch auf 3 verwiesen.
  • Nach Abschluß des Auslese- und Programmiervorganges nimmt der Kunde bzw. Käufer 10 die SIM-Karte aus der Programmiervorrichtung 40 und setzt sie wieder in sein Mobiltelefon ein. Diese Vorgänge sind durch den Doppelpfeil 140 dargestellt.
  • Da zur Nutzung des Guthabens eine bestimmte Telefonnummer zum Freischalten des Guthabens angewählt werden muß, ist die vom Provider versendete Nachricht 30 so ausgelegt, daß nach Einlegen der von der Programmiervorrichtung 40 umprogrammierten SIM-Karte und nach erstmaligem Einschalten des Mobiltelefons automatisch der Provider 30 angewählt wird, sämtliche notwendigen Informationen versendet und das Guthaben freigeschaltet wird, was durch die Pfeile 150 und 160 dargestellt ist, ohne daß der Mobilfunkbenutzer 10 irgendwelche Codes, PIN-Nummern etc. eingeben muß oder auch nur eine bestimmte Nummer zum Freischalten eingeben muß. Der Nutzer 10 wird daher von allen ihm möglicherweise unbekannten Schritten, Eingabe von Codes etc. befreit, er muß lediglich die PIN-Nummer seiner SIM-Karte kennen und in die Programmiervorrichtung eingeben.
  • Bei dem in 1 dargestellten Verfahren wird im Falle eines Calling Card Systems, bei dem zum Telefonieren vor der Eingabe der Zieltelefonnummer zumindest eine Toll-Free Nummer eingegeben werden muß, darüber hinaus in der Programmiervorrichtung 40 die SIM-Karte aufgrund der abgespeicherten Nachricht nicht nur dahingehend programmiert, daß das Guthaben automatisch freigeschaltet wird, ferner werden auch die Telefonbucheinträge, die auf der SIM-Karte gespeichert sind, gemäß in der Nachricht enthaltenen Befehlen und/oder Informationen überarbeitet, wobei ein neuer Satz überarbeiteter Telefonbucheinträge zusätzlich abgespeichert wird und die zugehörigen Namen beispielsweise mit einem Doppelkreuz gekennzeichnet werden.
  • Der Nutzer 10 kann daher nach dem erneuten Wiedereinlegen seiner SIM-Karte nicht nur automatisch und sofort ohne weitere Schritte das Guthaben nutzen, er kann ferner auch direkt die gewünschten Telefonbucheinträge auswählen, ohne sich um eine "Einwahlnummer" oder um weitere Eingaben für den Calling Card Provider zu kümmern.
  • Zur Verdeutlichung der Umprogrammierung der auf der SIM-Karte gespeicherten Telefoneinträge soll nachfolgend beispielhaft angenommen werden, daß auf der SIM-Karte ein Eintrag unter dem Namen "Peter Müller" mit der eingespeicherten Nummer "+49171345678" abgespeichert ist.
  • Gemäß den Informationen und der Befehle, die in der automatisch generierten Nachricht, die auf der SIM-Karte gespeichert ist, enthalten sind, wird dieser Telefonbucheintrag ebenfalls ausgelesen und gemäß den Anforderungen des Calling Card Providers entsprechend angepaßt, so daß neben dem obengenannten Eintrag ein zweiter Eintrag unter dem Namen "#Peter Müller" erzeugt wird, beispielsweise mit der Nummer "*31++08001801699p0171345678*".
  • Dieser neue Eintrag stellt eine typische Kombination von Eingaben dar, die gemäß dem Stand der Technik von Hand eingeben werden müßten, wenn das erfindungsgemäße Verfahren nicht eingesetzt wird. Es wird deutlich, daß das Verfahren eine extreme Erleichterung für die Bedienung des Mobilfunktelefons und der Nutzung einer Calling Card darstellt.
  • Es ist deutlich geworden, daß das in 1 gezeigte vorteilhafte Verfahren eine Kombination beider Aspekte der Erfindung beinhaltet, es soll jedoch darauf hingewiesen werden, daß die 1 auch ein Verfahren darstellen kann, bei dem entweder nur ein Guthaben freigschaltet wird, oder aber, zum Beispiel bei einem Post-Pay System, ohne Freischalten eines Guthabens nur ein oder mehrere Telefonbucheinträge bearbeitet werden, so daß 1 auch auf jeden einzelnen Aspekt anwendbar ist.
  • 3 schließlich zeigt schematisch eine Darstellung einer Programmiervorrichtung 40, die auch als SIM-Card-Manager bezeichnet werden kann, wobei der SIM-Card-Manager 40 eine Tastatur 44. aufweist, mit der eine PIN-Nummer eingegeben werden kann, um den Zugriff auf eine SIM-Karte 60 zu ermöglichen, die in einen zugehörigen Slot 42 des SIM-Card-Managers eingesetzt werden kann.
  • Sobald die SIM-Karte 60 mit der auf ihr gespeicherten, vom Provider automatisch generierten Nachricht in den Slot 42 der Programmiervorrichtung 40 eingesetzt wird, muß der Benutzer die PIN-Nummer der SIM-Karte auf der Tastatur 44 eingeben, so daß der Zugriff auf die SIM-Karte 60 ermöglicht wird.
  • Die Programmiervorrichtung 40 liest dann die SIM-Karte aus und erfüllt alle Befehle, die in der auf der SIM-Karte 60 gespeicherten Nachricht abgelegt sind, und programmiert die SIM-Karte entsprechend um.
  • Eine Statusanzeige 46, die in diesem Fall aus zwei LED-Leuchten besteht, zeigt den Status der Programmiervorrichtung an.
  • Sobald die Statusanzeige 46 zeigt, daß der Vorgang abgeschlossen ist, entnimmt der Nutzer die SIM-Karte 60 aus der Programmiervorrichtung 40 und setzt sie wieder in sein Mobiltelefon ein, woraufhin alle oben erwähnten Schritte automatisch ausgeführt werden, ohne daß der Nutzer Details oder Einwahlnummern etc. kennen muß.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglichen daher eine Vielzahl von Vorteilen, insbesondere eine äußerst flexible Distribution durch den Einsatz eines "trägerlosen Guthabens", wobei sehr kostengünstige Verkaufsysteme (Mobile Point of Sale) realisiert werden können.
  • Es entstehen zum einen auf der Verkäuferseite äußerst geringe Kosten für die Distribution, die Handhabung ist speziell auf mobile Endgeräte ausgelegt, auf der anderen Seite ist die Bedienung für den Nutzer extrem vereinfacht, insbesondere werden Fehlbedienungen durch den Benutzer vermieden.
  • Die in den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
  • 10
    Nutzer/Käufer
    20
    Verkäufer
    30
    Provider
    40
    Programmiervorrichtung
    42
    Slot für SIM-Karte
    44
    Tastatur
    46
    Statusanzeige
    60
    SIM-Karte
    110
    Zahlvorgang/Bestellvorgang Käufer-Verkäufer
    120
    Bestellvorgang Käufer-Provider
    130
    Verschicken der Nachricht
    140
    Auslesen und Programmieren der SIM-Karte
    150
    Senden Informationen an Provider
    160
    Freischalten Guthaben/Übermitteln von Provider-Informationen/Befehlen
    210
    Nutzer/Käufer
    220
    Verkäufer
    225
    Lager
    230
    Provider
    310
    Zahlvorgang
    320
    Bestellvorgang Guthabenkarten
    330
    Lieferung Guthabenkarten an Lager
    340
    Transport Guthabenkarten aus Lager
    350
    Aushändigen Guthabenkarte an Nutzer
    360
    Eintippen und Versenden von Informationen an Provider
    370
    Freischalten des Guthabens

Claims (18)

  1. Verfahren zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen, das die folgenden Schritte umfaßt: – Bestellen eines Guthabens für einen Mobiltelefonbenutzer bei einem Provider unter Angabe einer Mobiltelefonnummer, – Generieren einer Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung nach einem vorgegeben Format, wobei diese Nachricht mindestens eine Information über das bestellte Guthaben und eine Telefonnummer, die für ein Freischalten des Guthabens angewählt werden muß, enthält, – Versenden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer, – Speichern der Nachricht auf der der angegebenen Mobiltelefonnummer zugeordneten SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung, – Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherten Nachricht durch eine Programmiervorrichtung, – Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht durch die Programmiervorrichtung, – Automatisierte Freischaltung des Guthabens durch Anwahl der in der Nachricht enthaltenen Telefonnummer und gemäß einem der mindestens einen auf der SIM-Karte oder ähnlichen Speichervorrichtung programmierten Befehle der Nachricht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Nachricht um eine SMS-Nachricht handelt.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmiervorrichtung eine zum Mobiltelefon externe Vorrichtung ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die SIM-Karte oder der ähnliche Speicher nach dem Empfang und dem Speichern der Nachricht aus dem Mobiltelefon entnommen und in die externe Programmiervorrichtung eingesetzt wird, das Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung in der externen Programmiervorrichtung durchgeführt wird, woraufhin die gemäß der Nachricht programmierte SIM-Karte oder ähnliche Speichervorrichtungen wieder in das Mobiltelefon eingesetzt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mobiltelefon und die Programmiervorrichtung zum Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speicher vorrichtung gespeicherten Nachricht und zum Programmieren der SIM-Karte oder ähnliche Speichervorrichtungen über eine Schnittstelle miteinander verbunden werden.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so ausgelegt sind, daß die SIM-Karte oder der ähnliche Speicher so programmiert werden, daß bei einem erstmaligen Einschalten des Mobiltelefons nach dem Programmieren der SIM-Karte automatisch der Provider von dem Mobiltelefon durch Anwahl der in der Nachricht enthaltenen Telefonnummer angerufen und das Guthaben freigeschaltet wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die generierte Nachricht und die Programmiervorrichtung so ausgelegt sind, daß auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherte Telefonbucheinträge automatisch gemäß einem in der Nachricht enthaltenen Befehl überarbeitet werden, wobei die überarbeiteten Telefonbucheinträge anstelle der ursprünglichen Telefonbucheinträge und/oder zusätzlich zu den existierenden Telefonbucheinträgen auf der SIM-Karte oder dem ähnlichen Speicher gespeichert werden.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bestellen des Guthabens bei dem Provider durch einen vom Provider autorisierten Verkäufer mittels eines Telefons, insbesondere eines Mobiltelefons, erfolgt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verkäufer eine Nachricht, insbesondere eine SMS-Nachricht, an den Provider versendet.
  10. Verfahren zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das die folgenden Schritte umfaßt: – Bestellen mindestens eins Datensatzes für die Benutzung einer bestimmten Dienstleistung unter Angabe einer Mobiltelefonnummer, – Generieren einer Nachricht mit mindestens einem Befehl zum Programmieren der SIM-Karte oder ähnlichen Speichervorrichtungen nach einem vorgegebenen Format, wobei diese Nachricht mindestens Informationen über erforderliche zusätzliche Eingaben in das Mobiltelefon zur Nutzung der Calling Card Dienstleistung enthält, – Versenden der Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer, – Speichern der Nachricht auf der angegebenen Mobiltelefonnummer zugeordneten SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung, – Auslesen der auf der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gespeicherten Nachricht und Auslesen der gespeicherten Telefonbucheinträge durch die Programmiervorrichtung, – Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung gemäß dem mindestens einen Befehl der Nachricht durch die Programmiervorrichtung, so daß zumindest die ausgelesenen Telefonbucheinträge automatisch gemäß einem in der Nachricht enthaltenen Befehl überarbeitet werden, wobei die überarbeiteten Telefonbucheinträge anstelle der ursprünglichen Telefonbucheinträge und/oder zusätzlich zu den existierenden Telefonbucheinträgen auf der SIM-karte oder dem ähnlichen Speicher gespeichert werden.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die überarbeiteten und gespeicherten Telefonbucheinträge gekennzeichnet werden.
  12. Vorrichtung zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das eine Programmiervorrichtung umfaßt, die so ausgelegt ist, daß sie eine auf einer SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung abgespeicherte Nachricht eines vorgegebenen Formats ausliest und die SIM-Karte oder die ähnliche Speichervorrichtung gemäß mindestens eines Befehls, der in der Nachricht enthalten ist, programmiert.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmiervorrichtung als eine zu einem Mobiltelefon externe Vorrichtung ausgelegt ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine SIM-Karte oder eine ähnliche Speichervorrichtung in die externe Programmiervorrichtung einsetzbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmiervorrichtung über eine Schnittstelle mit einem Mobiltelefon verbindbar ist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmiervorrichtung eine Tastatur zumindest zur Eingabe eines PIN-Codes, der der SIM-Karte oder einer ähnlichen Speichervorrichtung zugeordnet ist, umfaßt.
  17. System zur Nutzung von Pre-Paid- und/oder Calling Card Dienstleistungen für Mobiltelefone mit SIM-Karten oder ähnlichen Speichervorrichtungen zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, das folgende Elemente umfaßt: – Vorrichtung zum Empfangen einer Bestellung eines Guthabens und zum Empfangen einer Mobiltelefonnummer; – Vorrichtung zum Generieren einer Nachricht mit Befehlen zum Programmieren der SIM-Karte oder der ähnlichen Speichervorrichtung des Mobiltelefons nach einem vorgegebenen Format; – Vorrichtung zum Versenden einer Nachricht an die angegebene Mobiltelefonnummer.
  18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16 umfaßt.
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