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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf dynamische
Größensensoren
und insbesondere auf einen kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe, welcher
eine dynamische Größe unter
Verwendung einer zwischen einer beweglichen Elektrode und einer
festen Elektrode gebildeten Kapazität erfaßt.
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Üblicherweise
wird ein kapazitiver Sensor für
eine dynamische Größe wie in 7 dargestellt
durch Ätzen
eines Substrats 10 wie einem Halbleitersubstrat konstruiert.
Das Ätzen
bildet einen Graben in dem Substrat 10, um einen beweglichen
Abschnitt, welcher Balken- bzw. Auslegerabschnitte 22 und
bewegliche Elektroden 24 enthält, von Elektroden von festen
Elektrodengruppen 32, 42 zu trennen.
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Die
Auslegerabschnitte 22 erstrecken sich in eine Richtung
senkrecht zu der Y-Richtung von 7 und wirken
im Betrieb wie eine Feder, wenn sie sich in der Y-Richtung bezüglich einer
darauf aufgebrachten Kraft deformieren. Die beweglichen Elektroden 24 erstrecken
sich ebenfalls in eine Richtung senkrecht zu der Y-Richtung und
bewegen sich in der Y-Richtung zusammen mit den Auslegerabschnitten 22.
Die beweglichen Elektroden 24 besitzen beispielsweise eine
kammförmige
Struktur.
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Die
kammförmigen
Elektroden der festen Elektrodengruppen 32, 42 werden
von dem Substrat 10 derart gehalten und sind daran befestigt,
daß sie
den beweglichen Elektroden 24 gegenüberliegen.
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Entsprechend
dem oben beschriebenen kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe ist eine
Gesamtkapazität
CS1 in Lücken
D gebildet, welche zwischen den beweglichen Elektroden 24 auf
der linken Seite von 7 und den Elektroden der festen
Elektrodengruppe 32 angeordnet sind, und es ist eine Gesamtkapazität CS2 in
Lücken
D gebildet, welche zwischen den beweglichen Elektroden 24 auf
der rechten Seite von 7 und den Elektroden der festen
Elektrodengruppen 42 angeordnet sind. Wenn eine physikalische
Größe wie eine
Beschleunigung dem kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe aufgebracht
wird, ändern
sich die Kapazitäten
CS1, CS2 entsprechend einem Betrag der physikalischen Größe. Daher
wird die physikalische Größe auf der
Grundlage der Änderung
der Differenz zwischen den Kapazitäten CS1, CS2 erfaßt.
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Bei
dem obigen kapazitiven Sensor für
eine dynamische Größe werden
die festen Elektrodengruppen 32, 42 und der bewegliche
Abschnitt, welcher die Auslegerabschnitte 22 und die beweglichen
Elektroden 24 enthält,
zur selben Zeit durch Ätzen
des Grabens in dem Substrat 10 gebildet. Daher ist ein
Herstellungsfehler der Breite B in etwa der gleiche relativ zu jedem
der Auslegerabschnitte 22 und der Lücken D, welche zwischen den
beweglichen Elektroden 24 und den Elektroden der festen
Elektrodengruppen 32, 42 angeordnet sind. Wenn
beispielsweise die Breiten B der Auslegerabschnitte 22 sich
erhöhen,
verringern sich die Lücken
D, welche zwischen den beweglichen Elektroden 24 und den
Elektroden der festen Elektrodengruppen 32, 42 angeordnet
sind, bezüglich
der Breite.
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Dementsprechend
ruft der Herstellungsfehler Änderungen
der Breiten B und der Lücken
D hervor, und daher wird die charakteristische Ungleichförmigkeit
des kapazitiven Sensors für
eine dynamische Größe groß.
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Nebenbei
bemerkt kann die charakteristische Ungleichförmigkeit des kapazitiven Sensors
für eine
dynamische Größe durch
Vergrößern der
Breiten B und der Lücken
D minimiert werden. Jedoch verringern sich folglich die Kapazitäten CS1,
CS2, und es verringert sich ebenfalls die Sensorempfindlichkeit.
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Aus
der
US 2001/0
025 529 A1 ist ein kapazitiver Sensor für eine dynamische Größe bekannt
mit einem Auslegerabschnitt, welcher einen Ausleger zur Deformierung
in eine vorbestimmte Deformierungsrichtung auf der Grundlage des
Aufbringens einer physikalischen Kraft aufweist; einer beweglichen
Elektrode, welche integriert mit dem Auslegerabschnitt gebildet
ist, um sich damit zu bewegen, und sich in eine Richtung senkrecht
zu der vorbestimmten Deformierungsrichtung erstreckt; und einer
festen Elektrode, welche der beweglichen Elektrode gegenüberliegt
und davon in der vorbestimmten Deformierungsrichtung um eine vorbestimmte
Lücke getrennt
ist. Ein Verhältnis
der Breite des Auslegers zu der Breite der Lücke wird in der Druckschrift
nicht offenbart.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen kapazitiven Sensor für eine physikalische
Größe mit einer
geringen charakteristischen Ungleichförmigkeit und einer hohen Empfindlichkeit
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Sensors zu
schaffen.
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Die
Lösung
der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der Ansprüche 1, 5 und 7.
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Entsprechend
der vorliegenden Erfindung wird ein kapazitiver Sensor für eine dynamische
Größe geschaffen,
bei welchem eine Breite (B) eines Balkens oder Auslegers eines Balken-
bzw. Auslegerabschnitts (22), welcher sich in eine senkrechte
Richtung relativ zu einer vorbestimmten Deformierungsrichtung erstreckt, und
eine Lücke
(D), welche zwischen einer beweglichen Elektrode (24) und
einer festen Elektrode (32, 42) in der vorbestimmten
Deformierungsrichtung gebildet ist, in etwa identisch sind.
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Dementsprechend
wird die Empfindlichkeit des kapazitiven Sensors für eine dynamische
Größe nicht beeinträchtigt.
Dabei wird eine Herstellungstoleranz von ±2,5% beim Entwerfen der Breite
des Auslegers und der Lücke
zwischen der beweglichen Elektrode und der festen Elektrode erzielt.
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Die
vorliegende Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
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1 stellt
eine Draufsicht auf einen kapazitiven Sensor einer dynamischen Größe einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar;
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2 stellt
eine Querschnittsansicht des kapazitiven Sensors für eine dynamische
Größe entlang
Linie II-II von 1 dar;
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3 stellt
eine Querschnittsansicht des kapazitiven Sensors einer physikalischen
Größe entlang
Linie III-III von 1 dar;
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4 stellt
eine elektrische Schaltung des kapazitiven Sensors für eine dynamische
Größe entsprechend
der ersten Ausführungsform
dar;
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5 stellt
eine schematische Ansicht einer Beziehung zwischen einer Breitenänderung ΔD und einer Empfindlichkeit ΔC der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar;
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6A und 6B stellen
Auslegerabschnitte einer modifizierten Version der ersten Ausführungsform
dar; und
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7 stellt
eine Draufsicht auf einen kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe eines
kapazitiven Sensors für
eine dynamische Größe einer
verwandten Technik dar.
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Die
vorliegende Erfindung wird anhand von verschiedenen Ausführungsformen
beschrieben, welche in den Figuren dargestellt sind.
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Erste Ausführungsform
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wird ein Halbleiterbeschleunigungssensor (Beschleunigungssensor)
vom Typ einer differentiellen Kapazität S1 oder allgemein ein kapazitiver
Sensor für
eine dynamische Größe dargestellt.
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1 stellt
eine Draufsicht auf den Beschleunigungssensor S1 dar. 2 und 3 stellen
Querschnittsansichten des Beschleunigungssensors S1 entlang der
Linien II-II und III-III von 1 dar. Der
Beschleunigungssensor wird beispielsweise als Fahrzeugbeschleunigungssensor
oder als Gyrosensor zum Steuern eines Airbagsystems, eines Antiblockierbremssystems
(ABS), eines Seitenrutschsteuersystems oder irgendeines anderen ähnlichen
Systems verwendet, welches das Abtasten einer dynamischen Größe erfordert.
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Der
Beschleunigungssensor S1 wird auf einem Halbleitersubstrat unter
Verwendung einer Mikro-Materialbearbeitungstechnologie hergestellt.
Entsprechend den 2 und 3 wird ein
SOI-Substrat 10 für
das Halbleitersubstrat verwendet. Das SOI-Substrat 10 enthält ein erstes
Siliziumsubstrat 11, ein zweites Siliziumsubstrat 12 und
einen Oxidfilm 13, welcher zwischen den ersten und zweiten
Siliziumsubstraten 11, 12 angeordnet ist. Das
erste Siliziumsubstrat 11 entspricht einer ersten Halbleiterschicht,
das zweite Siliziumsubstrat 12 entspricht einer zweiten
Halbleiterschicht, und der Oxidfilm 13 entspricht einem
Isolierfilm.
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Entsprechend
den 1 bis 3 besitzt das zweite Substrat 12 Gräben 14,
in welchen eine Struktur gebildet ist, die kollektiv als kammförmige Struktur
von Balken bzw. Auslegern 20–40 bezeichnet wird,
welche einen beweglichen Abschnitt 20 und feste Abschnitte 30, 40 enthält. Der
Oxidfilm 13 enthält
einen Öffnungsabschnitt 15,
in welchem die kammförmige
Struktur von Auslegern 20–40 gebildet ist.
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Der
bewegliche Abschnitt 20, welcher über dem Öffnungsabschnitt 15 getragen
wird, enthält
einen rechtwinkligen Lotabschnitt (plumb portion) 21, Auslegerabschnitte 22 und
Ankerabschnitte 23a, 23b. Der rechtwinklige Lotabschnitt 21,
die Auslegerabschnitte 22 und die Ankerabschnitte 23a, 23b sind
miteinander integriert ausgebildet, und die Ankerabschnitte 23a, 23b tragen
den Lotabschnitt 21 über
die Auslegerabschnitte 22. Wie in 3 dargestellt
sind die Ankerabschnitte 23a, 23b an Randpositionen
des Öffnungsabschnitts 15 des
Oxidfilms 13 gebildet und werden von dem ersten Siliziumsubstrat 11 getragen.
Daher sind die Auslegerabschnitte 22 und der Lotabschnitt 21 über dem Öffnungsabschnitt 15 angeordnet.
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Jeder
der Auslegerabschnitte 22 besitzt zwei Ausleger, von denen
sich beide in eine parallele Richtung erstrecken und an Endabschnitten
davon miteinander verbunden sind. Dementsprechend bilden die Auslegerabschnitte 22 einen
rechtwinkligen Rahmen und werden in einer Richtung senkrecht zu
einer Längsseite
der Balken deformiert. Insbesondere bewegt sich entsprechend der
Auslegerabschnitte 22 der Lotabschnitt 21 in einer
Y-Richtung (Pfeilrichtung in 1), wenn
eine Beschleunigung, welche eine Y-Richtungskomponente aufweist,
darauf aufgebracht wird, und kehrt zur Anfangsposition zurück, wenn
sich die Beschleunigung verringert. D. h., der bewegliche Abschnitt 20 bewegt
sich in einer Deformierungsrichtung (d. h. in der Y-Richtung) der
Auslegerabschnitte 22 über
dem Öffnungsabschnitt 15 auf
das Aufbringen einer Beschleunigung.
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Der
bewegliche Abschnitt 20 enthält ebenfalls bewegliche Elektrodengruppen 24,
welche sich in eine Richtung senkrecht zu der Y-Richtung von beiden
Seiten des Lotabschnitts 21 aus erstrecken. In 1 enthält jede
Seite der beweglichen Elektrodengruppen 24 vier Elektroden,
welche von rechten bzw. linken Seiten des Lotabschnitts 21 herausragen,
und jeweilige Elektroden der beweglichen Elektrodengruppen 24 sind über dem Öffnungsabschnitt
positioniert. Dementsprechend sind die beweglichen Elektrodengruppen 24 mit
den Auslegerabschnitten 22 und dem Lotabschnitt 12 integriert
gebildet und bewegen sich in der Y-Richtung mit den Auslegerabschnitten 22 und
dem Lotabschnitt 21.
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Die
festen Abschnitte 30, 40 werden auf jeweils gegenüberliegenden
Randseiten des Öffnungsabschnitts 15 des
Oxidfilms 10 gehalten, wo die jeweils gegenüberliegenden
Randseiten den Seiten gegenüberliegen,
welche die Ankerabschnitte 23a, 23b tragen. Die
festen Abschnitte 30, 40 enthalten einen ersten
festen Abschnitt 30 auf einer linken Seite von 1 und
einen zweiten festen Abschnitt 40 auf der rechten Seite
davon.
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Die
festen Abschnitte 30, 40 enthalten jeweils Verdrahtungsabschnitte 31, 41 und
eine Mehrzahl von jeweiligen ersten und zweiten festen Elektrodengruppen 32, 42.
Die Verdrahtungsabschnitte 31, 41 sind auf dem
ersten Siliziumsubstrat 11 an dem Randabschnitt des Öffnungsabschnitts 15 des
Oxidfilms 10 befestigt. In 1 ist jede
der festen Elektrodengruppen 32, 42 durch vier
Elektroden gebildet. Jeweilige Elektroden der festen Elektrodengruppen 32, 42 werden
auf den Verdrahtungsabschnitten 31, 41 an Endabschnitten
davon getragen und erstrecken sich parallel zu jeweiligen Elektoden
der beweglichen Elektrodengruppen 24 und liegen ihnen gegenüber, um
jeweilige vorbestimmte Lücken
D dazwischen zu definieren. Hiernach wird die feste Elektrodengruppe 32 des
ersten festen Abschnitts 30 als erste feste Elektrodengruppe 32 bezeichnet,
und die feste Elektrodengruppe 42 des zweiten festen Abschnitts 40 wird
als zweite feste Elektrodengruppe 42 bezeichnet.
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Feste
Elektrodenkontaktstellen 31a, 41a für ein Drahtbonden
sind an vorbestimmten Positionen der Verdrahtungsabschnitte 31, 41 der
ersten und zweiten festen Abschnitte 30, 40 gebildet.
Ein beweglicher Elektrodenverdrahtungsabschnitt 25 ist
auf dem Anker 23b gebildet und besitzt eine bewegliche
Elektrodenkontaktstelle 25a an einer vorbestimmten Position
davon. Die Kontaktstellen 25a, 31a, 41a sind
beispielsweise aus Aluminium gebildet.
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Der
Beschleunigungssensor S1 ist auf einem (nicht dargestellten) Gehäuse bzw.
Baustein an einer entgegengesetzten Seite des ersten Siliziumsubstrats 11 entsprechend
einer Seite gegenüberliegend
dem Oxidfilm 13 über
ein Haftmittel angebracht. Eine elektrische Erfassungsschaltung 100 (4)
ist in dem Baustein enthalten und ist mit den Elektrodenkontaktstellen 25a, 31a, 41a über eine
Verdrahtung aus Gold, Aluminium oder dergleichen elektrisch verbunden.
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Im
folgenden wird die Herstellung des Beschleunigungssensors S1 beschrieben.
Eine (nicht dargestellte) Maske entsprechend einer Form der kammförmigen Struktur
der Ausleger 20–40 wird
auf dem zweiten Siliziumsubstrat 12 des SOI-Substrats 10 durch
Photolithographie gebildet. Die Gräben 14 werden auf
dem zweiten Substrat 12 durch Trockenätzen mit CF4,
F6 oder dergleichen gebildet. Dementsprechend
wird die kammförmige
Struktur der Balken 20–40 auf
dem SOI-Substrat gebildet. Danach wird der Oxidfilm 13 durch Opferätzung mit
Fluorwasserstoffsäure
oder dergleichen entfernt. Daher wird die kammförmige Struktur der Ausleger 20–40 von
dem ersten Siliziumsubstrat 11 getragen.
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Bei
dem Beschleunigungssensor S1 wird eine Gesamtkapazität CS1 in
Lücken
D gebildet, welche in der Y-Richtung zwischen jeder der beweglichen
Elektroden 24 und entsprechenden der festen Elektrodengruppe 32 definiert
wird, und es wird eine Gesamtkapazität CS2 in Lücken D gebildet, welche in
der Y-Richtung zwischen jeder der beweglichen Elektroden 24 und
entsprechenden der festen Elektrodengruppe 42 definiert wird.
Wenn eine physikalische Größe wie eine
Beschleunigung dem kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe aufgebracht
wird, ändern
sich die Kapazitäten
CS1, CS2 entsprechend einem Betrag der physikalischen Größe. Daher
wird die physikalische Größe auf der
Grundlage der Änderung
zwischen den Kapazitäten CS1,
CS2 erfaßt.
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4 stellt
ein schematisches Diagramm einer elektrischen Erfassungsschaltung 100 des
vorliegenden Beschleunigungssensors S1 dar. Die elektrische Erfassungsschaltung 100 enthält eine
geschaltete Kondensatorschaltung (SC-Schaltung, switched capacitor
circuit) 110, welche einen Kondensator 111 mit
einer Kapazität
Cf, einen Schalter 112 und eine differentielle Verstärkerschaltung 113 aufweist.
Die SC-Schaltung 110 wandelt eine Eingangskapazitätdifferenz
(CS1–CS2)
zwischen den Kapazitäten
CS1, CS2 in eine Spannung um.
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Bei
dem vorliegenden Beschleunigungssensor S1 wird beispielsweise eine
Trägerwelle
W1 mit einer Amplitude Vcc der festen Elektrodenkontaktstelle 31a beaufschlagt,
und es wird eine Trägerwelle
W2 mit einer Amplitude Vcc, welche zu der Trägerwelle W1 invertiert ist,
der festen Elektrodenkontaktstelle 41a aufgebracht. Der
Schalter 113 der SC-Schaltung 110 wird auf der
Grundlage eines vorbestimmten Zeitablaufs geöffnet und geschlossen. Daher
wird eine dem Beschleunigungssensor S1 aufgebrachte Beschleunigung
als Ausgangsspannung V0 entsprechend der folgenden Gleichung dargestellt: V0 = (CS1 – CS2)·Vcc/Cf (1)
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Des
weiteren werden bei dem vorliegenden Beschleunigungssensor S1 die
Lücken
D zwischen jeder der beweglichen Elektroden 24 definiert,
und es werden die entsprechenden festen Elektroden 32, 42 derart definiert,
daß sie
dieselbe Breite wie die Breiten B der Balkenabschnitte 22 besitzen,
wobei die Breiten B ebenfalls in der Y-Richtung definiert sind. Dementsprechend
ist es möglich
zu verhindern, daß der
Beschleunigungssensor infolge eines Herstellungsfehlers eine verringerte
Sensorcharakteristik besitzt, ohne daß die Notwendigkeit auftritt,
die Breiten D zu erhöhen,
und daher wird eine Abnahme der Empfindlichkeit des Beschleunigungssensors
S1 verhindert.
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Im
allgemeinen ändert
sich bei einem kapazitiven Sensor für eine dynamische Größe die Empfindlichkeit
linear mit der Kapazität.
Die Änderung
der Kapazität
entsprechend ”ΔC” wird im
folgenden ausgedrückt, wobei
eine zwischen den beweglichen Elektroden 24 und den Elektroden
der festen Elektrodengruppen 32, 42, gebildete
Gesamtkapazität,
bei welcher eine Beschleunigung gleich Null ist, ”Co” entspricht,
die Masse des beweglichen Abschnitts 20 ”m” entspricht
und die Federkonstante der Auslegerabschnitte 22 ”k” entspricht. Nebenbei
bemerkt entspricht ”D” den Lücken D wie
oben erörtert. ΔC
= (2·Co·m)/(k·D) (2)
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Die
Empfindlichkeit, d. h. die Änderung ΔC der Kapazität, ändert sich
auf der Grundlage eines Herstellungsfehlers wie eines Ätzfehlers
beim Bilden der Gräben 14 und
eines Opferätzfehlers
beim Entfernen des Oxidfilms 13. Der Herstellungsfehler
wird durch zwei Typen einer Größenungleichförmigkeit
definiert, d. h. einer Größenungleichförmigkeit
in einer Richtung parallel zu einer ebenen Oberfläche des
SOI-Substrats 10 der Auslegerabschnitte 22, der
beweglichen Elektrode 24 und der Elektroden der festen
Elektrodengruppen 32, 42 und einer Größenungleichförmigkeit
in einer Richtung parallel zu der Dicke des SOI-Substrats 10.
Die erstgenannte entspricht der Breitenungleichförmigkeit ΔD, und die zuletzt genannte
entspricht der Dickenungleichförmigkeit Δh.
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Die
Empfindlichkeit ΔC,
welche in der Gleichung (2) ausgedrückt wird, ändert sich wie im folgenden dargestellt,
wobei eine Dicke der Balkenabschnitte 22, der beweglichen
Elektroden 24 und der Elektroden der feste Elektrodengruppen 32, 42 ”h” entspricht
und Breiten der beweglichen Elektroden 24 und der Elektroden der
festen Elektrodengruppen 32, 42 ”W” entsprechen.
Nebenbei bemerkt, ”D” entspricht
den Lücken
D und ”B” entspricht
den Breiten W wie oben erörtert.
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Die
Gleichung (3) wird durch die folgenden Gleichungen umgeformt und
führt schließlich zu
der Gleichung (6).
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Entsprechend
der Gleichung (6) besitzt der Nenner einen minimalen Wert, wenn
die Breiten B in der Größe gleich
den Lücken
D sind.
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5 stellt
eine Beziehung zwischen der Breitenungleichförmigkeit ΔD und der Änderung der Kapazität ΔC dar. In 5 stellt
eine durchgezogene Linie die Beziehung dar, bei welcher die Breiten
B in der Größe gleich
den Lücken
D sind, und eine gestrichelte Linie stellt die Beziehung dar, bei
welcher die Breiten B größer als
die Lücken
D sind. Ein Knick- bzw. Wendepunkt (inflection point) einer durch
die durchgezogene Linie veranschaulichten quadratischen Kurve ist
ein Punkt von ΔD
= 0, und derjenige einer durch die gestrichelte Linie veranschaulichten
quadratischen Kurve ist von dem Punkt von ΔD = 0 verschoben.
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Bei
dem Herstellungsprozeß ist
die Änderung
der Kapazität ΔC von dem
Mittelpunkt aus verschoben, d. h. 0 μm. Wenn beispielweise ΔD in einem
Bereich von –1 μm bis +1 μm verschoben
wird, ist die Ungleichförmigkeit ΔΔC1 der Änderung
der Kapazität ΔC, wenn die
Breiten B gleich den Lücken
D sind, kleiner als die Ungleichförmigkeit ΔΔC2 der Änderung der Kapazität ΔC, wenn die
Breiten B größer als
die Lücken
D sind.
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Es
wurde ebenfalls dargestellt, daß die
Beziehung identisch ist, falls die Ungleichförmigkeit der Änderung
der Kapazität ΔC, wenn die
Breiten B gleich den Lücken
D sind, verglichen wird mit der Ungleichförmigkeit der Änderung
der Kapazität ΔC, wenn die
Breiten B kleiner als die Lücken
D sind. Die Änderung
der Kapazität ΔC besitzt
einen minimalen Wert, wenn die Breiten B gleich den Lücken D sind,
und ein Knick- bzw. Wendepunkt einer quadratischen Kurve, welche
die Beziehung zwischen der Breitenungleichförmigkeit ΔD und der Änderung der Kapazität Δ C darstellt,
ist ein Punkt von ΔD
= 0. Dementsprechend wird durch einen Entwurf des Beschleunigungssensors
S1 dahingehend, daß identische
Breiten B und Lücken
D vorhanden sind, die Empfindlichkeit des Beschleunigungssensors
S1 nicht durch einen Herstellungsfehler beeinträchtigt.
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Daher
sind bei der vorliegenden Ausführungsform
die Breiten W gleich groß wie
die Lücken
D. Diese Wirkung wird vorzugsweise mit dem Beschleunigungssensor
S1 erzielt, dessen Auslegerabschnitte 22, die beweglichen
Elektroden 24 und die Elektroden der festen Elektrodengruppen 32, 42 gleichzeitig
auf dem Substrat 10 (dem zweiten Substrat 12)
durch Bilden der Gräben 14 durch Ätzen ausgebildet
werden.
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Nebenbei
bemerkt, es wird eine Fehlertoleranz von ±2,5% beim Entwurf der Breiten
B und der Lücken D
akzeptiert. Dies gilt, da ein Herstellungsfehler von ±2,5% erzeugt
werden kann, wenn eine Maskenstruktur entsprechend der kammförmigen Struktur
der Balken 20–40 hergestellt
wird.
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Modifizierung
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Bei
der ersten Ausführungsform
können
die Balkenabschnitte 22 alternativ als wiederholt gedreht
geformte Struktur wie in 6A veranschaulicht
oder als L-förmige
Struktur wie in 6B veranschaulicht angepaßt bzw.
ausgebildet sein. In diesen Fällen
entsprechen die Breiten B den Breiten der Ausleger, welche sich
in eine Richtung senkrecht zu der Y-Richtung erstrecken.
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Der Öffnungsabschnitt 15 kann
alternativ in dem ersten Siliziumsubstrat 11 ebenso wie
in dem Oxidfilm 13 gebildet sein. In diesem Fall wird,
nachdem die kammförmige
Struktur der Ausleger 20–40 in dem zweiten Siliziumsubstrat 1 gebildet
worden ist, das erste Siliziumsubstrat 11 anisotrop geätzt und
der Oxidfilm 13 wird weiter mit Fluorwasserstoffsäure oder
dergleichen geätzt.
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Bei
den obigen Ausführungsformen
wurde ein Beschleunigungssensor beschrieben; jedoch können andere
kapazitive Sensoren für
eine dynamische Größe wie ein
Winkelgeschwindigkeitssensor ebenfalls auf eine ähnliche Weise realisiert werden.
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Während oben
die bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben wurden, wird festgestellt,
daß die
Erfindung ohne vom Rahmen der zugehörigen Ansprüche abzuweichen modifiziert, abgewandelt
oder verändert
werden kann.
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Vorstehend
wurde ein kapazitiver Sensor für
eine dynamische Größe offenbart.
In einem kapazitiven Sensor für
eine dynamische Größe sind
eine Breite (B) eines Auslegers in einem Auslegerabschnitt (22),
welcher sich in eine Richtung senkrecht zu einer vorherbestimmten
Deformierungsrichtung erstreckt, und eine zwischen einer beweglichen
Elektrode (24) und der festen Elektrode (32, 42)
befindliche Lücke
in der vorbestimmten Deformierungsrichtung in etwa identisch. Dementsprechend
wird verhindert, daß ein
Herstellungsfehler die Empfindlichkeit des kapazitiven Sensors für eine dynamische
Größe beeinträchtigt.
Beispielsweise wird als Ergebnis des Entwurfs der Breite des Auslegers
und der Lücke
auf eine identische Größe eine
Herstellungstoleranz von ±2,5%
erreicht.