DE1030114B - Anordnung zum nachtraeglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton - Google Patents
Anordnung zum nachtraeglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus BetonInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16M5/00—Engine beds, i.e. means for supporting engines or machines on foundations
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Description
- Anordnung zum nachträglichen Zierstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton Das Maschinenfundament, wie es z. B. bei Turbogeneratoren angewendet wird, stellt ein schwingungsfähiges Gebilde von einer bestimmten Eigenfrequenz dar, gleichgültig ob es als Stahlfundament oder Betonfundament gebaut ist. Die Vorausbestimmung der Eigenfrequenz ist wichtig, da das Fundament bei ungünstiger Lage der Eigenfrequenz zu Schwingungen angeregt wird, die zu einem unruhigen Lauf der Maschine führen und darüber hinaus das Fundament so stark beanspruchen, daß Sprünge und Risse entstehen. Bei der komplizierten Form des Fundamentes, das ein System von Balken, Stützen und Portalen darstellt, wird man seine Eigenfrequenz nur mit einer gewissen Annäherung bestimmen können, und es kann daher auch bei vorsichtiger Berechnung der Fall eintreten, daß das Fundament schwingt, so daß es nachträglich verstimmt werden muß. Bei Stahlfundamenten ist die Verstimmung verhältnismäßig einfach, da man dann die notwendigen Versteifungen und Verspannungen ohne weiteres an den Stahlteilen anbringen kann. Wesentlich schwieriger liegen die Verhältnisse beim Betonfundament; denn hier muß zur Anbringung der Versteifungen der Zement losgeschlagen und müssen die Versteifungsstellen nachträglich erneut vergossen werden, ein Vorgang, der nicht nur arbeitsmäßig schwierig ist, sondern auch einen längeren Stillstand der Maschine nötig macht, die erst wieder in Betrieb genommen werden kann. wenn der Zement abgebunden hat.
- Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, ist ein Vorschlag für Betonfundamente bekanntgeworden, nach welchem die die Maschine tragenden Fundamentwangen, die L ängs- und Querträger, Säulen und Fundarnentplatten durch einen oder mehrere Spalte unterteilt sind und zur Änderung der Rückstellkräfte und damit des Schwingungsverhaltens je nach den Erfordernissen durch Einfügen von Schrauben oder anderen Mitteln nachträglich ein mehr oder weniger kraftschlüssiges Aneinanderpressen der durch Spalte getrennten Fundamentteile herbeigeführt wird. Wenn auch auf dem angegebenen Wege eine Änderung des Schwingungsverhaltens bei Betonfundamenten erreichbar ist, so ergibt sich doch bei dem angeführten Vorschlag eine ungewöhnliche Fundamentbauweise, die aus bautechnischen und festigkeitsmäßigen Gründen wenig vorteilhaft ist. Es ist weiter ein Verfahren zum Verändern der Eigenfrequenzen von Turbinenfundamenten bekanntgeworden, bei dem zusätzlich vorgespannte Stützen zwischen Tischplatte und Grundplatte eingebaut und durch Verspannung zur Mitwirkung gebracht werden. Diese Anordnung kann dabei entweder erst beim Vorliegen einer Resonanz getroffen werden, oder die zusätzlichen Stützen zwischen Tischplatte und Grundplatte können von vornherein vorhanden sein und nachträglich zwecks Verstimmung des Fundamentes wieder entfernt werden. Auch dieses Verfahren ist verhältnismäßig ungünstig, da -es einen großen baulichen Aufwand bedingt und das nachträgliche Einfügen der nur zur Veränderung des Schwingungsverhaltens vorgesehenen Betonstützen bzw. deren nachträgliche Entfernung schwierig und nur unter beträchtlichem Arbeitsaufwand durchzuführen ist. Häufig wird auch aus räumlichen Gründen die Anbringung von das Schwingungsverhalten beeinflussenden Betonstützen zwischen Tisch- und Fundamentplatte nicht möglich oder unter großen Schwierigkeiten durchzuführen sein.
- Gegenstand der Erfindung ist eine wesentlich einfachere Anordnung zum nachträglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton, insbesondere für Turbogeneratoren, die sich dadurch auszeichnet, daß sowohl in den Stützen zwischen den Fundamentplatten und Tischplatte als auch in den letztgenannten Maschinenteilen selbst Stahlkönstruktionsteile eingegossen sind, die das Einschalten bzw. Einschweißen von Verstimmungsgliedern ermöglichen. Bei den eingeschweißten Stahlkonstruktionsteilen handelt es sich um solche, die an sich funktionsmäßig zunächst nicht bedingt sind und die möglicherweise nicht gebraucht werden. Ist jedoch eine Verstimmung erforderlich, so läßt sich diese in kurzer Zeit mit einfachen Mitteln vornehmen. Die erfindungsgemäße Lösung macht es dabei möglich, in verschiedenartiger und vielseitiger Weise die die Verstimmung bewirkenden Mittel nachträglich einzubauen, wobei es weitgehend möglich ist, die Einschaltung der zur Änderung der Abstimmung dienenden Mittel den räumlichen Gegebenheiten in der verschiedensten Weise anzupassen.
- Da eine allgemein gültige Regel dafür, wo die Konstruktionsteile anzubringen sind, nicht gegeben werden kann, ihre Lage sich vielmehr aus der Art des Fundaments ergibt, kann in der Zeichnung nur ein schematisches Beispiel gezeigt werden.
- 1 ist das Betonfundament, 2 ein Turbogenerator. In das Fundament sind zusätzliche Bleche oder Walzprofilkonstruktionen 3 eingegossen, die für das Fundament zunächst nicht benötigt werden. Zeigt es sich jedoch, daß die Eigenfrequenz ungünstig liegt, so lassen sich jetzt an diesen Konstruktionsteilen Versteifungen oder Verspannungen anbringen, wie es durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. Der zusätzliche Bauaufwand ist so gering, daß er praktisch keine Rolle spielt und daß er bei weitem durch die Ersparnisse an Material und Zeit ausgeglichen wird, wenn von ihm Gebrauch gemacht werden muß. Das, was beim Stahlfundament als besonders bedeutungsvoll angesehen wurde, nämlich die leichte Abstimmbarkeit, ist jetzt auch beim Betonfundament erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zum nachträglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton, insbesondere für Turbogeneratoren, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl in den Stützen zwischen Fundamentplatte und Tischplatte als auch in den letztgenannten Maschinenteilen selbst Stahlkonstruktionsteile (3) eingegossen sind, die das Einschalten .bzw. Einschweißen von Verstimmungsgliedern ernö'-' lichen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 330 106, 459 331, 627 689, 865 051.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES37759A DE1030114B (de) | 1954-02-22 | 1954-02-22 | Anordnung zum nachtraeglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES37759A DE1030114B (de) | 1954-02-22 | 1954-02-22 | Anordnung zum nachtraeglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1030114B true DE1030114B (de) | 1958-05-14 |
Family
ID=7482681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES37759A Pending DE1030114B (de) | 1954-02-22 | 1954-02-22 | Anordnung zum nachtraeglichen Verstimmen von Maschinenfundamenten aus Beton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1030114B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE330106C (de) * | 1920-03-09 | 1920-12-07 | Hermann Dieck | Vorrichtung zum Befestigen von besonders nur voruebergehend zur Aufstellung kommenden Maschinen |
| DE459331C (de) * | 1926-01-19 | 1928-05-01 | Viktor Blaess Dr Ing | Schwingungsfreies Maschinenfundament |
| DE627689C (de) * | 1931-05-05 | 1936-03-21 | Arthur Jahn | Maschinenfundament |
| DE865051C (de) * | 1951-10-24 | 1953-01-29 | Wayss & Freytag A G | Verfahren zum Veraendern der Eigenfrequenz von Turbinenfundamenten |
-
1954
- 1954-02-22 DE DES37759A patent/DE1030114B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE330106C (de) * | 1920-03-09 | 1920-12-07 | Hermann Dieck | Vorrichtung zum Befestigen von besonders nur voruebergehend zur Aufstellung kommenden Maschinen |
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| DE627689C (de) * | 1931-05-05 | 1936-03-21 | Arthur Jahn | Maschinenfundament |
| DE865051C (de) * | 1951-10-24 | 1953-01-29 | Wayss & Freytag A G | Verfahren zum Veraendern der Eigenfrequenz von Turbinenfundamenten |
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