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DE10300052A1 - Verfahren und Verabreichungssystem zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für injizierbares Produkt - Google Patents

Verfahren und Verabreichungssystem zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für injizierbares Produkt Download PDF

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DE10300052A1
DE10300052A1 DE10300052A DE10300052A DE10300052A1 DE 10300052 A1 DE10300052 A1 DE 10300052A1 DE 10300052 A DE10300052 A DE 10300052A DE 10300052 A DE10300052 A DE 10300052A DE 10300052 A1 DE10300052 A1 DE 10300052A1
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DE10300052A
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Frank Schiffmann
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Tecpharma Licensing AG
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Tecpharma Licensing AG
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
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Abstract

Bei einem Verfahren zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für ein injizierbares Produkt wird ein Behälter (1) mit einem Auslass und einem Einlass für das Produkt durch eine Fülleinrichtung (2) mit Produkt befüllt. Der Behälter (1) wird an eine Antriebseinrichtung (4) zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter angeschlossen. Der Behälter (1), die Fülleinrichtung (2) und die Antriebseinrichtung (4) sind dabei separate Vorrichtungen, die aus einem System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für ein injizierbares Produkt ausgewählt werden. Hierfür besteht das System aus mehreren verschiedenen Fülleinrichtungen (2; 2'; 2''; 2''') und Antriebseinrichtungen (4; 4'; 4'').

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für ein injizierbares Produkt. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und ein System zur Bereitstellung eines nadellosen Verabreichungsgeräts.
  • Zur Verabreichung von medizinischen, pharmazeutischen oder kosmetischen fluiden Produkten in ein Körpergewebe werden Verabreichungsgeräte verwendet, die sich je nach Produkt, Eindringtiefe in ein Gewebe und erforderliche Dosiergenauigkeit stark voneinander unterscheiden. Beispielsweise existieren Einwegspritzen, bei welchen eine Dosis eines Produkts in der Spritze aufgenommen ist und eine Antriebseinrichtung zur Verabreichung des Produkts bereits in einer funktionsbereiten Stellung ist. Solche Einwegspritzen können nach der Entnahme aus einer sterilen Verpackung sofort zur Verabreichung des Produkts eingesetzt werden. Nach der Abgabe des Produkts wird die Einwegspritze entsorgt. Aufwendiger gestaltete Verabreichungsgeräte können z. B. einen Dosiermechanismus oder eine Einrichtung zur Abgabe mehrerer aufeinanderfolgenden Dosen aufweisen. Meist ist hierfür in dem Verabreichungsgerät ein Produktreservoir aufgenommen, aus dem eine gewünschte Produktsdosis in eine Verabreichungskammer gefüllt und durch eine Antriebseinrichtung aus der Verabreichungskammer ausgeschüttet wird. Ein leeres Produktreservoir kann durch ein volles Reservoir ersetzt werden, so dass das Verabreichungsgerät wiederverwendbar ist. Wird eine Nadel zur Injektion verwendet, muss für jede Dosisverabreichung eine neue Nadel an dem Verabreichungsgerät angebracht werden. Es sind auch Verabreichungsgeräte zur nadellosen Injektion bekannt, die eine komplexe Antriebseinrichtung aufweisen, da für die nadellose Injektion der auf das Produkt ausgeübte Druck ein bestimmtes Druckprofil für die Verabreichung des Produkts aufweisen muss. Das Austauschen von leeren Produktreservoirs, wie Ampullen, sowie die Bereitstellung einer Antriebseinrichtung zur Verabreichung des Produkts aus einer Produktkammer und einer Fülleinrichtung zum Füllen der Produktkammer mit dem Produkt aus dem Produktreservoir und gegebenenfalls auch eine Dosiereinrichtung erfordert eine Vielzahl präzise aufeinander abgestimmter Bauteile innerhalb dem Verabreichungsgerät. Die Herstellung solcher Verabreichungsgeräte ist kostspielig, so dass es wünschenswert ist, die Antriebs-, Füll- und auch die Dosiereinrichtung wiederverwenden zu können, während billige Einzelteile, wie die Produktkammer oder die Nadel als Einwegteile den hygienischen Anforderungen gerecht werden.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts zu schaffen, das leicht zu handhaben ist, und bei dem einzelne Vorrichtungen wiederverwendet werden können. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts zu schaffen durch das auf verschiedene Anforderungen an das Verabreichungsgerät eingegangen werden kann und das ein kostengünstiges Verabreichungsgerät ermöglicht.
  • Die vorliegende Erfindung wird gelöst durch ein Verfahren und ein System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts gemäß den unabhängigen Patentansprüchen 1 und 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Ausführungen des Verfahrens und des Systems gehen aus den Unteransprüchen hervor.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für ein injizierbares Produkt wird ein Behälter mit einem Auslass und einem Einlass für das Produkt durch eine Fülleinrichtung über den Einlass mit Produkt befüllt. Der befüllte Behälter wird an eine Antriebseinrichtung zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter angeschlossen. Der Behälter kann vor oder nach dem Befüllen an die Antriebseinrichtung angeschlossen werden. Vorzugsweise ist er beim Anschließen an die Antriebseinrichtung bereits befüllt. Der Behälter, die Fülleinrichtung und die Antriebseinrichtung sind separate Vorrichtungen. Das heißt die Vorrichtungen können voneinander unabhängig hergestellt werden, so dass sie als einzelne Bauteile eines Verabreichungsgeräts vorliegen.
  • Zur Bereitstellung des Verabreichungsgeräts ist erfindungsgemäß ein System aus mehreren separaten Vorrichtungen vorgesehen. Die Vorrichtungen des Systems umfassen wenigstens einen Behälter zur Aufnahme des Produkts mit einem Auslass und einem Einlass für das Produkt, eine Fülleinrichtung zum Befüllen des Behälters mit dem Produkt und eine Antriebseinrichtung zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter. Die einzelnen Vorrichtungen sind wie beschrieben voneinander unabhängige Bauteile für das Verabreichungsgerät und erfüllen jeweils eigenständig ihre jeweilige Funktion.
  • Entsprechend den Anforderungen an ein gewünschtes Verabreichungsgerät kann die Antriebseinrichtung vorteilhaft aus mehreren unterschiedlichen Antriebseinrichtungen ausgewählt werden, wie z. B. eine Antriebseinrichtung mit einem Druckmechanismus für eine nadellose Injektion. Nach der Verabreichung des Produkts kann der Behälter wieder von der Antriebseinrichtung gelöst werden. Die Antriebseinrichtung steht dadurch für eine weitere Verabreichung zur Verfügung. Der Behälter, der z. B. als kostengünstiges Spritzgussteil hergestellt wird, bildet vorzugsweise ein Einwegbauteil, das nach der Verabreichung entsorgt wird. Der Behälter kann aber auch als mehrfach verwendbares Bauteil vorgesehen sein. Ebenso kann die Fülleinrichtung zum Befüllen des Behälters aus mehreren unterschiedlichen Fülleinrichtungen ausgewählt werden. Die Fülleinrichtung kann dabei z. B. durch eine kostengünstige Einwegvorrichtung oder auch durch eine Vorrichtung mit einem aufwendigen Dosiermechanismus gegeben sein. Demnach kann die Fülleinrichtung als separate Vorrichtung für weitere Verabreichungen wiederverwendet werden oder auch nach ihrem einmaligen Gebrauch entsorgt werden. Das erfindungsgemäße System zur Bereitstellung eines Verabereichungsgeräts bildet eine Art Baukastensystem oder ein Stecksystem bei dem einzelne Vorrichtungen des Verabreichungsgeräts, wie der Behälter, die Antriebs- und die Fülleinrichtung, als unabhängige Einzelteile vorliegen und zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für bestimmte Anforderungen miteinander verbunden werden.
  • Bei einer bevorzugten Durchführung des Verfahrens zur Bereitstellung des Verabreichungsgeräts wird der befüllte Behälter vor oder nach dem Anschließen an die Antriebseinrichtung entlüftet. Das Entlüften kann z. B. erforderlich werden, wenn mit dem Befüllen des Behälters gleichzeitig Luft in den Behälter gelangt ist oder, wenn nicht das gesamte freie Volumen des Behälters mit Produkt gefällt wird, so dass ein Teil des Volumens mit Luft gefüllt bleibt. Eine zum Entlüften verwendete Entlüftungseinrichtung kann als weitere separate Vorrichtung des Baukastensystems oder auch in Verbindung z. B. mit der Antriebseinrichtung vorgesehen sein.
  • Ferner wird das Verabreichungsgerät bei der Bereitstellung bevorzugt mit einer vorbestimmten Produktdosis befüllt. Hierfür kann wiederum eine Dosiereinrichtung als separate Vorrichtung des Baukastensystems vorgesehen sein. Es ist jedoch auch möglich, die Dosiereinrichtung an die Füll- oder an die Antriebseinrichtung zu koppeln. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Baukastensystems sind die Antriebs-, die Dosier- und die Entlüftungseinrichtung in einer einzigen Vorrichtung vereint. Eine derartige Vorrichtung weist einen komplexen inneren Aufbau auf, um die einzelnen Vorgänge exakt aufeinander abzustimmen. Mit der vorliegenden Erfindung ist es möglich, eine solche Kombinationsvorrichtung mit einem kostspieligen Aufbau wiederholt oder bei Geräten für unterschiedliche Anforderungen einsetzen zu können.
  • Die Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts mit hohen Anforderungen an die Dosierung, die Verabreichungsgenauigkeit und die Sicherheit beim Verabreichen kann einfach und schnell durchgeführt werden, da ein einzelner Behälter mit der Fülleinrichtung leicht und schnell befüllt werden kann und der Behälter erst anschließend an die Kombinationsvorrichtung angeschlossen wird. Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung ist es möglich die einzelnen Vorrichtungen eines Verabreichungsgeräts hinsichtlich ihrer Herstellung, ihrer Kosten und ihres Anforderungsprofils zu optimieren. Das heißt es können z. B. Vorrichtungen, wie der Behälter oder die Fülleinrichtung, als Einwegteile, die billig und leicht herzugestellt werden, wenn an sie keine großen Anforderungen gestellt werden müssen. Andererseits kann eine Antriebseinrichtung, die hohen Ansprüchen an die Verabreichung genügen muss, wie z. B. bei der nadellosen Injektion, häufiger wiederverwendet und für verschiedene Einsätze herangezogen werden. Auch kann bei der Antriebseinrichtung dadurch darauf verzichtet werden, dass sie zusätzlich einen Füllmechanismus oder eine Verabreichungskammer aufweist, so dass ihr Aufbau dadurch nicht unnötig komplizierter wird.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die separaten Vorrichtungen des Systems zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts nach den Anforderungen für eine Injektion ausgewählt und derart in ein Gehäuse eingesetzt, dass die einzelnen Vorrichtungen miteinander verbunden werden. Das Gehäuse nimmt dabei den Behälter für das injizierbare Produkt, die Fülleinrichtung und die Antriebseinrichtung so auf, dass der Behälter an oder auch in dem Gehäuse liegt, wobei darauf zu achten ist, dass der Auslass des Behälters für eine Injektion nach außen frei bleibt, der Behälter durch die Fülleinrichtung innerhalb des Gehäuses befüllt und anschließend das Produkt durch die Antriebseinrichtung durch den Auslass verabreicht werden kann. Zur Bereitstellung eines verabreichungsbereiten Geräts muss bei dieser Ausführungsform nicht mit den separaten, einzelnen Vorrichtungen des Systems hantiert werden, sondern diese werden beim Einsetzen in das Gehäuse in den verabreichungsbereiten Zustand versetzt. Die Bereitstellung des Verabreichungsgeräts wird dadurch einfacher und schneller.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und das System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts wird anhand der Zeichnung veranschaulicht. In der Zeichnung stellen dar:
  • 1a bis 1c schematische Darstellung einzelner Vorrichtungen eines erfindungsgemäßen Systems zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts und
  • 2a bis 2e schematische Darstellung des Ablaufs einzelner Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In den 1a bis 1c wird der Ablauf der einzelnen Schritte des Verfahrens zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts gemäß der Erfindung dargestellt. In 1a ist ein Behälter 1 gezeigt, der als kostengünstiges Einwegteil hergestellt wird und zur Aufnahme verschiedener injizierbarer Produkte und unterschiedlicher Produktdosen geeignet ist. Der Behälter 1 weist vorteilhafterweise einen Bereich mit großem Durchmesser, der mit einem Einlass für das Produkt versehen ist und der zum Anschließen an eine weitere Vorrichtung des Systems vorgesehen ist, und einen Bereich mit einem kleinen Durchmesser auf, der mit einem Auslass versehen ist. An den Behälter 1 können verschiedene Fülleinrichtungen 2, 2', 2'' und 2''' angeschlossen werden. Die verschiedenen Fülleinrichtungen bilden eine Gruppe von separaten Vorrichtungen, aus denen eine bestimmte Fülleinrichtung entsprechend den Anforderungen an das Verabreichungsgerät ausgewählt wird. Die Fülleinrichtung 2 wird z. B. durch einen konventionellen herkömmlichen Injektionspen 2 mit einer integrierten Dosiereinrichtung gebildet, in den eine gewöhnliche Ampulle als Produktreservoir eingesetzt werden kann. Mit dieser Fülleinrichtung können unterschiedliche Produktdosen präzise bemessen und aus dem Produktreservoir in den Behälter 1 abgegeben werden. Die Fülleinrichtung 2' wird durch einen Einwegpen mit Dosiereinrichtung gebildet, dessen Dosier- und Füllmechanik weniger aufwendig ausgebildet ist, als bei der Fülleinrichtung 2, da die Fülleinrichtung 2' nach ihrem Gebrauch entsorgt wird. Die Fülleinrichtung 2'' wird durch eine herkömmliche Spritze gebildet, in die zur Befüllung des Behälters 1 eine bestimmte Dosis aufgezogen wurde. Eine solche Fülleinrichtung 2'' stellt ebenfalls eine kostengünstige Wegwerfvorrichtung dar. Es wäre jedoch auch möglich bei Verwendung des selben Produkts eine solche Fülleinrichtung 2'' mehrmals zu verwenden. Die Fülleinrichtung 2'' wird von einer bereits mit einem bestimmten Produkt befüllten Einwegvorrichtung gebildet. Bei der Einwegvorrichtung 2''' und dem herkömmlichen Pen 2 kann es zum Beispiel möglich sein, ein Zweikomponentenprodukt zu verwenden, das beispielsweise aus einem Fluid und einem Feststoff besteht, das erst kurz vor der Verabreichung abgemischt werden soll. Hierfür kann in die Fülleinrichtung eine entsprechende Mechanik eingebaut sein.
  • Nach dem Befüllen wird der Behälter 1 an eine Entlüftungseinrichtung 3 angeschlossen, um eventuell in dem Behälter befindliche Luft zu verdrängen, wie in 1b gezeigt ist. Die Entlüftungseinrichtung 3 kann beispielsweise ebenfalls in einem herkömmlichen konventionellen Pen als zusätzliche Entlüftungsmechanik vorgesehen sein. Eine solche Entlüftungsmechanik kann auf unterschiedliche Dosen innerhalb des Behälters und damit auf unterschiedliche Volumina verbleibender Luft in dem Behälter abgestimmt werden. Weiter ist es möglich die Entlüftungseinrichtung durch eine einfache Kolbenmechanik vorzusehen, bei der ein Kolben so lange in Richtung des Auslasses des Behälters 1 verschoben wird und dabei das Produkt in Richtung des Auslasses fördert, bis das Produkt am Auslass angelangt ist, d. h. beispielsweise ein Tropfen ausgetreten ist.
  • Anschließend wird, wie in 1c gezeigt, der Behälter 1 an eine Antriebseinrichtung 4 angeschlossen. Als Antriebseinrichtung kann wieder eine bestimmte Vorrichtung aus mehreren verschiedenen Vorrichtungen ausgewählt werden, die den Anforderungen an das Verabreichungsgerät, d. h. an die Injektion entspricht. Dabei ist es z. B. möglich, dass auch die Entlüftungseinrichtung 3 in der Antriebseinrichtung 4 integriert ist, so dass ein Umstecken des Behälters 1 nicht notwendig ist. Die Antriebseinrichtung 4 kann z. B. durch ein Ladegerät zum Spannen einer Antriebsfeder gebildet sein, welche nach dem Lösen aus ihrer Vorspannung einen Kolben zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter 1 antreibt. Weiter kann die Antriebseinrichtung durch einen Injektionspen 4' gebildet sein, der beispielsweise einen Drehmechanismus zur Dosierung des Produkts aufweist. Ferner kann ein Pen 4'' eingesetzt werden, der durch eine Bewegung eines Kolbens in Richtung auf den Auslass des Behälters 1 zu das Produkt aus dem Behälter 1 verabreicht. Die einzelnen Antriebseinrichtungen 4, 4' und 4'' bilden daher verschiedene Vorrichtungen des Systems zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts. Nach dem Anschließen des Behälters 1 an eine ausgewählte Antriebseinrichtung ist das Verabreichungsgerät zur Injektion des Produkts bereit. Die Antriebseinrichtung 4'' weist vorzugsweise einen Antriebsmechanismus auf, durch den ein Druckverlauf auf das Produkt ausgeübt werden kann, der eine nadellose Injektion des Produkts in ein Gewebe eines Patienten ermöglicht.
  • In den 2a bis 2e werden die einzelnen Schritte bei der Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts dargestellt. In 2a ist gezeigt, wie ein Behälter 1 und eine Fülleinrichtung 2''' in Form einer Spritze, wie sie z. B. in 1a gezeigt ist, in eine Zentrierhilfe 5 eingesetzt. Die Zentrierhilfe 5 erleichtert die Handhabung der Vorrichtung des erfindungsgemäßen Systems und die Durchführung der einzelnen Schritte bei der Bereitstellung des Verabreichungsgeräts. Die Zentrierhilfe 5 ist zur Verabreichung des Produkts jedoch nicht erforderlich. In 2b wird innerhalb der Fülleinrichtung 2''' durch Verdrehen einer Kolbenstange 6 der Fülleinrichtung 2''' ein fluides Produkt innerhalb eines Produktreservoirs 7 der Fülleinrichtung 2''' abgemischt. Das System zur Bereitstellung des Verabreichungsgeräts ist daher auch für injizierbare Produkte geeignet, die z. B. in trockenem Zustand gelagert und erst vor der Verabreichung mit Flüssigkeit abgemischt werden. 2c zeigt das Umfüllen des abgemischten Produkts aus der Fülleinrichtung 2''' in den Behälter 1. Dieser Vorgang erfolgt durch einen Vorschub der Kolbenstange 6 in Richtung auf einen Einlass des Behälters 1, so dass das Produkt aus der Fülleinrichtung 2''' in den Behälter 1 hinein verdrängt wird. Die Fülleinrichtung 2''' und die Zentrierhilfe 5 werden nach dem Befüllen des Behälters 1 von dem Behälter 1 getrennt, wie in 2d dargestellt ist. Letztlich wird eine Antriebseinrichtung 4 ausgewählt, welche die Anforderungen an das Verabreichungsgerät erfüllen kann, und an den Behälter 1 angeschlossen, wie in 2e gezeigt ist. Das Bereitstellungssystem ist vor allem für Verabreichungsgeräte geeignet, die eine Antriebseinrichtung für einen vorbestimmten Druckverlauf verwenden, um eine nadellose Injektion zu ermöglichen. Derartige Antriebseinrichtungen weisen eine aufwendige und komplexe Mechanik auf, die durch das Trennen des Verabreichungsgeräts in einzelne eigenständige Vorrichtungen einfacher gestaltet werden kann, da kein zusätzliches Produktreservoir in der Antriebseinrichtung untergebracht werden muss. Nach dem Ansetzen der Antriebseinrichtung 4 an den Behälter 1 ist das Verabreichungsgerät zur Verabreichung des Produkts bereit.
  • Durch die Auswahlmöglichkeit der einzelnen Vorrichtungen eines Verabreichungsgeräts aus einer Vielzahl von Vorrichtungen können die einzelnen Bauteile des Verabreichungsgeräts vereinfacht werden und Kosten reduziert werden. Ferner wird die Handhabung des Verabreichungsgeräts vereinfacht. Teure und komplex ausgestaltete Mehrwegvorrichtungen können öfter eingesetzt werden und durch ihre Kombination mit Einwegvorrichtungen eine weitere Kostenersparnis sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Therapie eines Patienten ermöglichen.

Claims (14)

  1. Verfahren zur Bereitstellung eines Geräts zur Verabreichung eines injizierbaren Produkts, bei dem ein Behälter (1) zur Aufnahme des Produkts mit einem Auslass und einem Einlass für das Produkt durch eine Fülleinrichtung (2) mit Produkt befüllt und der Behälter (1) an eine Antriebseinrichtung (4) zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter (1) angeschlossen wird, wobei der Behälter (1), die Fülleinrichtung (2) und die Antriebseinrichtung (4) separate Vorrichtungen sind.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) vor dem Anschließen an die Antriebseinrichtung (4) befüllt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) mit einer vorbestimmten Dosis des Produkts befüllt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dosiereinrichtung an die Fülleinrichtung (2) oder die Antriebseinrichtung (4) angeschlossen wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der befüllte Behälter (1) vor oder nach dem Anschließen an die Antriebseinrichtung entlüftet wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung aus mehreren unterschiedlichen Antriebseinrichtungen (4; 4'; 4'') ausgewählt wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fülleinrichtung aus mehreren unterschiedlichen Fülleinrichtungen (2; 2'; 2''; 2''') ausgewählt wird.
  8. System zur Bereitstellung eines Verabreichungsgeräts für ein injizierbares Produkt das wenigstens folgende Vorrichtungen umfasst: – einen Behälter (1) zur Aufnahme des Produkts mit einem Auslass und einem Einlass für das Produkt, – eine Fülleinrichtung (2) zum Befüllen des Behälters (1) mit dem Produkt und – eine Antriebseinrichtung (4) zur Verabreichung des Produkts aus dem Behälter (1), wobei der Behälter (1), die Fülleinrichtung (2) und die Antriebseinrichtung (4) separate Vorrichtungen sind.
  9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verabreichungsgerät durch Anschließen des Behälters (1) an die Antriebseinrichtung (4) gebildet wird.
  10. System nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) vor dem Anschließen an die Antriebseinrichtung (4) mit Produkt befüllt ist.
  11. System nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (4) wiederverwendbar ist.
  12. System nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) eine Einwegvorrichtung ist.
  13. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dosiereinrichtung als separate Vorrichtung vorgesehen ist.
  14. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die separaten Vorrichtungen des Verabreichungssystems ein Baukastensystem oder Stecksystem bilden.
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