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DE10300964A1 - Haftelement für einen Fliegenden Rollenwechsel - Google Patents

Haftelement für einen Fliegenden Rollenwechsel Download PDF

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DE10300964A1
DE10300964A1 DE2003100964 DE10300964A DE10300964A1 DE 10300964 A1 DE10300964 A1 DE 10300964A1 DE 2003100964 DE2003100964 DE 2003100964 DE 10300964 A DE10300964 A DE 10300964A DE 10300964 A1 DE10300964 A1 DE 10300964A1
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DE
Germany
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adhesive
surface coating
layer
adhesive element
element according
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DE2003100964
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Inventor
Peter Prinz
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Bn - Tapes & Labels 73529 Schwaebisch Gm De GmbH
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Individual
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/10Changing the web roll in unwinding mechanisms or in connection with unwinding operations
    • B65H19/102Preparing the leading end of the replacement web before splicing operation; Adhesive arrangements on leading end of replacement web; Tabs and adhesive tapes for splicing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/40Type of handling process
    • B65H2301/46Splicing
    • B65H2301/4606Preparing leading edge for splicing
    • B65H2301/46078Preparing leading edge for splicing the adhesive tab or tab having a cleavable or delaminating layer

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Abstract

Ein Haftelement, insbesondere ein Haftstreifen, für einen fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, z. B. Papierbahnmaterial, für die Druckindustrie weist eine Unterschicht, welche mittels einem Klebestreifen auf eine Rolle aufklebbar ist, und eine Oberschicht, die im Einsatzzustand mit der Unterseite verbunden ist, sich jedoch bei Normalkraftbeanspruchung davon löst, auf. Die Oberschicht weist an ihrer von der Unterschicht abgewandten Oberseite eine im Einsatzzustand mittels einem Deckstreifen abgedeckte Klebeschicht auf. Die Oberschicht und die Unterschicht sind mittels einer hohe Spannkräfte aufnehmenden, dünnen Oberflächenbeschichtung verbunden. Die Oberflächenbeschichtung ist derart gewählt, dass die aufeinander gerichteten Seiten der beiden Schichten nach dem Trennen rückstandslos und trocken sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Haftelement, insbesondere einen Haftstreifen für einen Fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, z.B. Papierbahnmaterial für die Druckindustrie mit einer Unterschicht welche mittels einem Klebestreifen auf eine Rolle auf klebbar ist und mit einer Oberschicht die im Einsatzzustand mit der Unterschicht verbunden ist, sich jedoch bei Normalkraftbeanspruchung davon löst, wobei die Oberschicht an ihrer von der Unterschicht abgewandten Oberseite eine im Einsatzzustand mittels einem Deckstreifen abgedeckte Klebeschicht aufweist.
  • Ein gattungsgemäßes Haftelement ist aus der DE 198 41 609 A1 bekannt.
  • In Produktionsanlagen, die Rollenmaterial verarbeiten, z.B. in Druckmaschinen, zur Herstellung von Druckerzeugnissen, wie Zeitschriften, Prospekten, Broschüren, Etiketten oder dergleichen wird das zu verarbeitende Flachbahnmaterial, das im allgemeinen ein Papierbahnmaterial ist, in Rollen bereitgestellt. Das Flachbahnmaterial kann auch eine Kunststoff- oder Metallbahn oder eine kombinierte Bahn sein. Eine solche Rolle wird in der Maschine eingesetzt und das Flachbahnmaterial zum Verarbeiten abgewickelt und der Maschine zugeführt. Bahngeschwindigkeiten von beispielsweise 15 m/sek bis zu 30 m/sek sind dabei üblich.
  • Wenn eine Rolle abgewickelt ist, muss sie durch eine neue Rolle ersetzt werden. Zur Vermeidung von Stillstandzeiten werden dabei die Rollen "fliegend" gewechselt. Zu diesem Zweck wird die neue Rolle so beschleunigt, dass ihre Umfangsgeschwindigkeit mit der Ge schwindigkeit der von der ablaufenden Rolle kommenden Materialbahn übereinstimmt. In diesem Zustand wird mit Hilfe einer entsprechenden Vorrichtung in der Maschine der automatische Rollenwechsel ausgeführt und dabei die Bahn der neuen Rolle an die Bahn der alten Rolle angeklebt. Um diesen Vorgang funktionssicher ablaufen zu lassen, werden die neuen Rollen vor ihrem Einsatz in die Maschine mit speziellen Haftelementen verschlossen.
  • Aus der gattungsgemäßen Schrift ist dabei ein Haftelement bekannt, das ein mittels einer unteren Klebeschicht auf eine Rolle auf klebbares Basiselement besitzt, welches im Gebrauchszustand mit einem Deckelement wenigstens teilweise überdeckt ist, wobei das Deckelement über wenigstens eine Klebeschicht mit dem Basiselement verbunden ist und an seiner gegenüberliegenden Oberseite eine über eine Teilfläche mit dem Endbereich der obersten Windung des Flachbahnmateriales verbindbare Klebeschicht besitzt, wobei das Basiselement aus einem sich bei Normalkraftbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite auftrennenden Material besteht.
  • Durch das aus der gattungsgemäßen Schrift bekannte Haftelement werden zwei Funktionen, nämlich das sichere Verschließen der neuen Rolle sowie ein leichtes Öffnen dieses Verschlusses mit geringen Kräften und somit ein zuverlässiges Verbinden mit der ablaufenden, alten Bahn gewährleistet. Nachteilhaft dabei ist jedoch, dass durch das Auftrennen des Basisteiles in Ober- und Unterseite Faserreste, Reste des Klebstoffes und dergleichen zurückbleiben, die durch die Produktionsanlage durchgezogen werden. Beispielsweise beim üblichen Drucken im Offset-Verfahren kann es daher vorkommen, dass sich die Fasern auf das Offset-Gummituch legen und dadurch Fehlstellen im Druck entstehen. Dies hat zur Folge, dass das Offset-Gummituch entsprechend beobachtet und gegebenenfalls geputzt bzw. gereinigt werden müssen. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass wenn der Fehler nicht schnell genug entdeckt wird, erhebliche Reparaturschäden und somit auch Stillstandseiten entstehen.
  • Zum weiteren Stand der Technik wird ferner auf die DE 195 44 010 A1 sowie die WO 91/08159 verwiesen, die beide ebenfalls Haftelemente bzw. Etiketten für einen Fliegenden Rollenwechsel zeigen, bei denen eine dickenmäßig teilbare Mittelschicht durch das Ankleben des Anfangs der neuen Rolle an das Bandende der alten Rolle geteilt wird. Dabei besteht ebenfalls der Nachteil, dass Fasern des Faserbundes bzw. Kleberrückstände, die in dem Bereich in dem das Haftelement auseinandergerissen wurde vorhanden sind, durch die Produktionsanlage beispielsweise eine Druckmaschine gezogen werden.
  • Wesentlich bei Haftelementen bzw. Haftstreifen für einen Fliegenden Rollenwechsel ist, dass hohe Scherkräfte jedoch niedrige Normalkräfte aufgenommen werden sollen. Die Aufnahme von hohen Scherkräften ist notwendig, da zum einen sichergestellt sein muss, dass die neue Rolle beim Beschleunigen auf die Bahngeschwindigkeit nicht versehentlich aufreist. Zum anderen muss das Haftelement auch die hohen Scherspannun gen aufnehmen, die beim Trocknen der Rolle entstehen. Üblicherweise werden die Rollen zu der Produktionsanlage geliefert und dort mit dem Haftelement versehen. Dabei kann es vorkommen, dass die Rolle feucht bzw. kalt ist und in diesem Zustand das Haftelement aufgebracht wird. Ein anschließendes Trocknen bzw. Erwärmen der Rolle führt dazu, dass diese sich verkürzt. Trotz der daraus resultierenden Scherkräfte soll durch das Haftelement sichergestellt werden, dass die Rolle weiterhin verschlossen ist.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Haftelement, insbesondere einen Haftstreifen zu schaffen, der die vorstehend genannten Nachteile des Standes der Technik löst, insbesondere ein zuverlässiges Verschließen der neuen Rolle durch die Aufnahme von hohen Scherkräften gewährleistet, ein Öffnen durch geringe Normalkräfte ermöglicht und eine Störung des Produktionsablaufes, insbesondere von Druckmaschinen aufgrund des durchlaufenden Haftelementes weitgehend vermeidet.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 gelöst.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe ebenfalls durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 7 gelöst.
  • Dadurch, dass die Oberschicht und die Unterschicht mittels einer hohe Scherkräfte aufnehmenden, dünnen Oberflächenbeschichtung verbunden sind, entfällt die beim bisherigen Stand der Technik notwendige dickenmäßig teilbare Mittelschicht bzw. die ebenfalls dickenmäßig teilbare Klebeschicht, welche beide durch den Teilvorgang Faser- bzw. Klebstoffreste an den ursprünglich verbundenen Seite der beiden Schichten hinterlassen. Die nunmehr erfindungsgemäße Oberflächenbeschichtung ist derart gewählt, dass die aufeinandergerichteten Seiten der beiden Schichten nach dem Trennen rückstandslos und trocken sind. Somit können die getrennten Schichten problemlos die Produktionsanlage, beispielsweise eine Druckmaschine zur Herstellung von Druckerzeugnissen, durchlaufen, ohne dass Fehlstellen im Druck entstehen bzw. beispielsweise die Offset- Gummitücher geputzt werden müssen und somit ein Stillstand in der Produktion unumgänglich ist.
  • Zur Verbindung der Oberschicht und der Unterschicht des Haftelementes mittels einer Oberflächenbeschichtung sind verschiedene Ausgestaltungen möglich. Dabei kann in einfacher Weise gewährleistet werden, dass die Oberflächenbeschichtung hohe Scherkräfte, die bei den Trocknungsprozessen bzw. bei der Beschleunigung der Walze auf die notwendige Umdrehungsgeschwindigkeit auftreten, aufnimmt. Durch die dünne Oberflächenbeschichtung kann darüber hinaus eine einfache Trennung der Oberschicht von der Unterschicht bei Normalkraftbeanspruchung, d.h. wenn der Rollenanfang mit dem Ende der alten Rolle verklebt wird, gewährleistet werden.
  • In einfacher Weise lassen sich die Öffnungskräfte, in engen Toleranzen, an die Erfordernisse der Praxis anpassen.
  • Zur Durchführung eines Fliegenden Rollenwechsels wird die neue Rolle mit dem Haftelement derart versehen, dass dieses mittels des Klebestreifens an der Unterschicht auf die neue Rolle geklebt wird. Der Haftstreifen ist dabei derart positioniert, dass der Rollenanfang der neuen Rolle die Oberschicht des Haftelementes, die in diesem Bereich von dem Deckstreifen befreit ist, teilweise abdeckt. Der Rollenanfang ist somit über die Klebeschicht auf der Oberschicht des Haftelements mit der Oberschicht verklebt.
  • Zur Durchführung des Fliegenden Rollenwechsels wird die Rolle nach dem Aufbringen des Haftelementes auf eine Umfangsgeschwindigkeit gebracht, die der Geschwindigkeit der von der alten Rolle ablaufenden Materialbahn entspricht. Am Ende der Materialbahn der vorherigen Rolle wird die oberste Windung der neuen Rolle fest mit dem Bahnende der vorherigen Rolle verbunden. Dies erfolgt dadurch, dass das Haftelement vollständig von dem Deckstreifen auf der Oberfläche befreit ist, wodurch die in diesem Bereich angeordnete Klebeschicht frei liegt und zur Verbindung mit dem Ende der alten Rolle verwendet werden kann. Da sich die Bahn der alten Rolle linear fortbewegt, die oberste Windung der neuen Rolle jedoch zunächst im Umfangskreis der Rolle rotiert, erfolgt eine Normalkraftbeanspruchung zwischen der Oberschicht und der Unterschicht des Haftelementes, da die Oberschicht über die Klebeschicht mit der Bahn der alten Rolle verbunden ist, während die Unterschicht mit der neuen Rolle verklebt ist. Somit trennen sich die Oberschicht und die Unterschicht voneinander. Die Oberflächenbeschichtung stellt dabei sicher, dass die aufeinandergerichteten Seiten der beiden Schichten nach dem Trennen rückstandslos und trocken sind. Die Oberflächenbeschichtung ist nach dem Trennen der Oberschicht von der Unterschicht nicht mehr vorhanden bzw. nicht mehr nachweisbar. Folglich sind die ursprünglich dadurch verbundenen Seiten rückstandslos, trocken und glatt.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Oberflächenbeschichtung eine Dicke von weniger als 100 μm, vorzugsweise eine Dicke von 1 bis 10 μm aufweist.
  • Eine derartige Ausgestaltung der Oberflächenbeschichtung hat sich als besonders geeignet hinsichtlich der Aufnahme von hohen Scherkräften sowie der einfachen Lösbarkeit der Oberschicht von der Unterschicht bei Normalkraftbeanspruchung herausgestellt.
  • Von Vorteil ist es, wenn die Oberflächenbeschichtung wenigstens annähernd vollflächig auf wenigstens eine der aufeinandergerichteten Seiten der Oberschicht bzw. der Unterschicht aufgetragen ist.
  • Die wenigstens annähernd vollflächige Verbindung der aufeinandergerichteten Seiten der beiden Schichten hat sich zur Aufnahme von Scherkräften als besonders geeignet herausgestellt. Alternativ zur vollflächigen Beschichtung der aufeinander gerichteten Seiten ist es auch möglich die Beschichtung in Form von Streifen, Punkten (Raster), Linien oder dergleichen auszubilden.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellten Ausführungsbeispiel.
  • Eine alternative Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 7 und den darauf gerichteten Unteransprüchen sowie aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispiel.
  • Es zeigt:
  • 1 eine Seitenansicht eines Haftelementes im Grundzustand;
  • 2 eine Seitenansicht eines Haftelementes gemäß 1 im Einsatzzustand an einer Rolle; und
  • 3 eine perspektivische Ansicht des in 2 dargestellten, auf einer Rolle aufgeklebten Haftelementes.
  • Der Einsatz von Haftelementen oder Haftstreifen für den Fliegenden Rollenwechsel ist aus der DE 198 41 609 A1 prinzipiell bekannt, weshalb nachfol gend nur auf die für die Erfindung wesentlichen Merkmale näher eingegangen wird.
  • Aus 1 und 2 des Ausführungsbeispiels ist der prinzipmäßige Aufbau des Haftelementes 1 ersichtlich. Das Haftelement 1 weist eine Unterschicht 2 sowie eine Oberschicht 3 auf. Die Unterschicht 2 ist dabei mittels einer Klebeschicht 4 auf eine neue Rolle auf klebbar. Die Klebeschicht 4 ist hierfür an der von der Oberschicht 3 abgewandten Unterseite 2b der Unterschicht 2 angeordnet. Analog dazu weist die Oberschicht 3 an ihrer von der Unterschicht 2 abgewandten Oberseite 3b eine Klebeschicht 5 auf. Die Klebeschicht 5 ist an ihrer von der Oberschicht 3 abgewandten Seite mittels einem Deckstreifen 6 abgedeckt. Der Deckstreifen 6 ist dabei in zwei Hälften 6a, 6b unterteilt. Der Deckstreifen 6 kann beispielsweise als Schutzfolie ausgebildet sein.
  • Die Unterschicht 2 und die Oberschicht 3 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels einer hohe Scherkräfte aufnehmenden, dünnen Oberflächenbeschich tung verbunden, die vorzugsweise in einer Dicke von 1,5 μm ausgeführt ist. Die Oberflächenbeschichtung tritt praktisch als "Schicht" nicht in Erscheinung und ist nach dem Trennen der Oberschicht 3 von der Unterschicht 2 auch nicht mehr nachweisbar, so dass die Oberflächenbeschichtung im Ausführungsbeispiel nicht dargestellt ist. Nach dem Trennen der Unterschicht 2 von der Oberschicht 3 sind die aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a der beiden Schichten 2, 3 rückstandslos, glatt und trocken.
  • In dem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Oberflächenbeschichtung zwischen der Unterschicht 2 und der Oberschicht 3 wenigstens annähernd vollständig aufgetragen ist. Die Oberflächenbeschichtung kann dabei auf die Unterschicht 2 und/oder auf die Oberschicht 3 aufgetragen sein.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Oberflächenbeschichtung als Lackschicht ausgebildet sein. In dem Ausführungsbeispiel ist es dabei vorgesehen, dass die Oberflächenbeschichtung als UV-Lack ausgebildet ist. In Versuchen hat sich herausgestellt, dass sich eine Verbindung der Unterschicht 2 mit der Oberschicht 3, hinsichtlich der Aufnahme von hohen Scherkräften und der leichten Trennung bei Normalkraftbeanspruchung besonders gut durch eine Ausbildung der Oberflächenbeschichtung als UV-Lack realisieren lässt.
  • In einer alternativen Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass das Haftelement 1 bei ansonsten identischem Aufbau ohne eine Oberflächenbeschichtung ausgebildet ist. In dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Unterschicht 2 mit der Oberschicht 3 aufgrund von Adhäsionskräften verbunden ist. Hierfür sind aus der Praxis verschiedene Materialien bekannt, die eine derartige Verbindung ermöglichen. Durch die Ausbildung der Oberschicht 3 bzw. der Unterschicht 2 oder gegebenenfalls nur der aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a aus einem geeigneten Material, ist die Aufnahme von hohen Scherkräften realisierbar und trotzdem ein einfaches Lösen bei Normalkraftbeanspruchung gewährleisten. Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn die aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a der Un terschicht 2 bzw. der Oberschicht 3 eine hohe Oberflächengüte aufweisen bzw. geometrisch egalisiert sind. Weiterhin vorteilhaft kann es dabei sein, wenn die aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a der beiden Schichten 2, 3 eine PE-Oberfläche (Polyethylen) aufweisen bzw. vollständig aus einem PE-Material gebildet sind. Die voneinander abgewandten Seiten 2b, 3b der Unterschicht 2 bzw. der Oberschicht 3 sind in üblicher Weise mit der Klebeschicht 4 bzw. 5 sowie dem Deckstreifen 6 versehen.
  • Auch die alternative Ausführungsform bei der die Unterschicht 2 und die Oberschicht 3 ohne eine Oberflächenbeschichtung miteinander verbunden sind, eignet sich in vorteilhafter Weise zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe. Nach dem Trennen der Oberschicht 3 von der Unterschicht 2 sind die aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a rückstandslos, glatt und trocken, so dass eine Beschädigung bzw. Beeinträchtigung der Produktionsanlage ausgeschlossen ist.
  • Wie aus 2 ersichtlich ist, dient das erfindungsgemäße Haftelement 1 zunächst zur Befestigung des Endbereiches 7a der obersten Bahn 7 eines zu einer Rolle 8 (siehe 3) aufgewickelten Flachbahnmaterials. Das Haftelement 1 ist dabei teilweise auf der zweitobersten Bahn 9 bzw. Windung angeordnet und teilweise auf der freiliegenden obersten Bahn 7. In dem Bereich in dem das Haftelement 1 auf der zweitobersten Bahn 9 angeordnet ist überlappt folglich der Endbereich 7a der obersten Bahn 7. In diesem Bereich ist, wie aus 2 ersichtlich, der Deckstreifen 6a abgenommen, so dass der Endbereich 7a der obersten Bahn 7 mit der Klebeschicht 5 fest verklebt ist. Der Bereich in dem das Haftelement 1 auf der obersten Bahn 7 angeordnet ist, dient nach dem Entfernen des Deckstreifens 6b zur Verbindung mit dem Ende 10 der alten Rolle.
  • Die Unterschicht 2 ist, vorzugsweise vollflächig, mittels der Klebeschicht 4 mit der zweitobersten Bahn 9 bzw. dem Anfang der obersten Bahn 7 verklebt.
  • Bevor das Ende des Flachbahnmaterials 10 der alten Rolle das Haftelement 1 passiert hat, wird der Deckstreifen 6b entfernt. Anschließend werden, bevor das Ende des Flachbahnmaterials 10 der alten Rolle vollständig abgewickelt ist, entweder die beiden Rollen gegeneinander gedrückt oder die Bahn des sich abwickelnden Flachbahnmaterials 10 der vorigen Rolle wird kurzzeitig gegen die neue Rolle 8 gedrückt. Dabei verklebt sich der Endbereich des Flachbahnmaterials 10 der alten Rolle mittels der nunmehr freiliegenden Klebeschicht 5, die vorher von dem Deckstreifen 6b verdeckt war, mit der Oberschicht 3. Da sich das Flachbahnmaterial 10 der vorigen Rolle, das nunmehr mit der Oberschicht 3 verklebt ist, linear von der neuen Rolle 8 wegbewegt, entsteht eine Normalkraft-Beanspruchung zwischen der Oberschicht 3 und der Unterschicht 2 (die im wesentlichen mit der zweitobersten Bahn 9 der neuen Rolle 8 verklebt ist). Dadurch löst sich die Oberschicht 3 von der Unterschicht 2 in der bereits beschriebenen Art und Weise.
  • 3 zeigt das erfindungsgemäße Haftelement 1 in einer Ausführung als Haftstreifen, der gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen vergrößert dargestellt ist und sich über die komplette Breite der Rolle 8 erstreckt. Alternativ dazu kann sich der dargestellte Haftstreifen 1 auch nur über einen Teilbereich der Breite der Rolle erstrecken. Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass mehrere Haftelemente 1 in einer Ausführung als Haftpunkte nebeneinander angeordnet sind. Dies kann abhängig zu der Breite der Rolle 8 erfolgen.
  • Der Haftstreifen 1 kann vorzugsweise als Meterware von einer Vorratsrolle abgewickelt werden.
  • Pfeilrichtung A der 3 zeigt die Drehrichtung der Rolle 8 an, wenn diese an das Ende eines Flachbahnmateriales 10 einer alten Rolle angeklebt wird. Pfeilrichtung A entspricht dabei dem in 2 ebenfalls dargestellten Pfeil A, der die Laufrichtung des Flachbahnmateriales 10 angibt.
  • Zur Verbindung der Unterschicht 2 mit der Oberschicht 3 können neben dem im Ausführungsbeispiel vorgesehenen UV-Lack auch andere Oberflächenbeschichtungen herangezogen werden.
  • Bei der alternativen Ausgestaltung ohne Oberflächenbeschichtung kann eine Ausgestaltung der Seiten 2a, 3a der Schichten 2, 3 aus einem Material gewählt werden, das ähnliche Eigenschaften aufweist wie das vorgeschlagene PE-Material. Hierfür sind für den Fachmann verschiedene Lösungen naheliegend. Erfindungsgemäß wesentlich ist dabei, dass nach dem Trennen der Unterschicht 2 von der Oberschicht 3 die aufeinandergerichteten Seiten 2a, 3a rückstandslos sind, d.h., dass keinen Faser-, Klebstoffreste oder dergleichen anhaften, die zu einer Beschädigung der Produktionsanlage bzw. zu einer Beeinträchtigung der Oberflächenqualität führen können. Eine trockene Ausgestaltung der Seiten 2a, 3a nach dem Trennen der Schichten 2, 3 ist ebenfalls wesentlich.

Claims (9)

  1. Haftelement, insbesondere Haftstreifen für einen Fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, z.B. Papierbahnmaterial für die Druckindustrie, mit einer Unterschicht welche mittels einem Klebestreifen auf eine Rolle auf klebbar ist und mit einer Oberschicht die im Einsatzzustand mit der Unterschicht verbunden ist, sich jedoch bei Normalkraftbeanspruchung davon löst, wobei die Oberschicht an ihrer von der Unterschicht abgewandten Oberseite eine im Einsatzzustand mittels einem Deckstreifen abgedeckte Klebeschicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschicht (3) und die Unterschicht (2) mittels einer hohe Scherkräfte aufnehmenden, dünnen Oberflächenbeschichtung verbunden sind, wobei die Oberflächenbeschichtung derart gewählt ist, dass die aufeinander gerichteten Seiten (2a, 3a) der beiden Schichten (2, 3) nach dem Trennen rückstandslos und trocken sind.
  2. Haftelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung eine Dicke von weniger als 100 μm, aufweist.
  3. Haftelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung eine Dicke von 1 bis 10 μm, vorzugsweise 1,5 μm, aufweist.
  4. Haftelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung wenigstens annähernd vollflächig auf wenigstens eine der aufeinandergerichteten Seiten (2a, 3a) der Oberschicht (3) bzw. der Unterschicht (2) aufgetragen ist.
  5. Haftelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung als Lackschicht ausgebildet ist.
  6. Haftelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lackschicht als UV-Lack ausgebildet ist.
  7. Haftelement, insbesondere Haftstreifen für einen Fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, z.B. Papierbahnmaterial für die Druckindustrie, mit einer Unterschicht welche mittels einem Klebestreifen auf eine Rolle auf klebbar ist und mit einer Oberschicht die im Einsatzzustand mit der Unterschicht verbunden ist, sich jedoch bei Normalkraftbeanspruchung davon löst, wobei die Oberschicht an ihrer von der Unterschicht abgewandten Oberseite eine im Einsatzzustand mittels einem Deckstreifen abgedeckte Klebeschicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinandergerichteten Seiten (2a, 3a) der Oberschicht (3) und der Unterschicht (2) derart ausgebildet sind, dass die beiden Schichten (2a,3a) aufgrund von Adhäsionskräften verbunden sind.
  8. Haftelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinandergerichteten Seiten (2a, 3a) eine hohe Oberflächengüte aufweisen bzw. geometrisch egalisiert sind.
  9. Haftelement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinandergerichteten Seiten (2a, 3a) der beiden Schichten (2, 3) eine PE-Oberfläche aufweisen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004040814A1 (de) * 2004-08-24 2006-03-02 Tesa Ag Klebeband zur Herstellung einer Splice-Verbindung
DE102011007457A1 (de) * 2011-04-15 2012-10-18 Robert Bosch Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Verbindung von zwei Folienbahnen

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Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: ASS-ETIKETT GMBH, 73529 SCHWAEBISCH GMUEND, DE

8181 Inventor (new situation)

Inventor name: PRINZ, PETER, 73527 SCHWAEBISCH GMUEND, DE

8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: BN - TAPES & LABELS GMBH, 73529 SCHWAEBISCH GM, DE

8110 Request for examination paragraph 44
R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final

Effective date: 20120525