DE1030086B - Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgraeben - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von WasserabzugsgraebenInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02F—DREDGING; SOIL-SHIFTING
- E02F5/00—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
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- E02F5/14—Component parts for trench excavators, e.g. indicating devices travelling gear chassis, supports, skids
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- A01B13/00—Ploughs or like machines for special purposes ; Ditch diggers, trench ploughs, forestry ploughs, ploughs for land or marsh reclamation
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
B 44010111745 a ANMELDETAG: 21. M Ä R Z 19 5 7
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 14.MAI1958
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgräben für die Landwirtschaft,
wobei die Vorrichtung vorzugsweise als fahrbarer Zugmaschinenanhänger mit einer in Fahrzeuglängsrichtung
liegenden ankuppelbaren Antriebswelle, auf der das Fräswerkzeug befestigt ist, ausgebildet
ist.
Es sind bereits Grabenfräsvorrichtungen mit quer oder längs zur Arbeitsrichtung liegenden Achsen des
Fräsers bekanntgeworden. Diese bekannten, quer zur Arbeitsrichtung arbeitenden Fräser haben den Nachteil,
daß die Grabenränder ungleichmäßig werden und daß außerdem die Grabentiefe nicht gleichmäßig
ausfällt. Eine weitere bekanntgewordene Vorrichtung weist auf einer Längsachse drei hintereinander angeordnete
Schneid- oder Frässcheiben auf, auf denen eine Mehrzahl, zwischen vier und sechs, kleine gekrümmte,
sich in radialer Richtung erstreckende Schaufeln angebracht sind. Diese bekannte Vorrichtung,
die unmittelbar an Ackerschlepper angebaut wird, hat jedoch verschiedene wesentliche Nachteile.
Da die an den Schneidrädern angebrachten Schaufeln sich nicht bis an die Achse erstrecken, wickelt sich
der beim Arbeiten abgerissene Grasboden innen um die Achse und verstopft die Schaufeln. Da sich weiterhin
die Schaufeln nur über einen ganz eng begrenzten axialen Raum erstrecken, ist die Einwirkung auf den
Boden äußerst gering. Diese bekannte Vorrichtung betrifft auch weniger ein Gerät zum Herstellen von
Gräben als ein Gerät zum Reinigen bereits vorhandener Gräben.
Außerdem ist es bekannt, dann, wenn das letztgenannte Gerät zum Herstellen von Gräben verwendet
werden soll, zwei scharfe umlaufende Schneidmesser, sogenannte Kolter, deren Achsen quer zur Arbeitsrichtung
des Gerätes liegen, vor dem eigentlichen Grabenräumgerät anzubringen. Diese Schneidmesser
haben die Aufgabe, den Grasboden in der Breite abzuschneiden, in der ein Graben gezogen werden soll.
Dieses Gerät hat beim Herstellen von Gräben aber noch den weiteren sehr großen Nachteil, daß die
Grabentiefe von der Festigkeit des Bodens abhängt. Da sich die Bodenart oft selbst innerhalb eines verhältnismäßig
kurzen Wiesenstückes mehrmals ändert, beispielsweise durch eingelagerte Streifen andersartigen
Bodens, ergibt sich bei dem bekannten Gerät eine ständig wechselnde Grabentiefe, die von dem
Gewicht und von der Beschaffenheit des Bodens abhängt, d. h. davon, wie tief sich das Werkzeug in den
Boden eindrückt. Außerdem werden die vertikalen Stöße des Ackerschleppers, die durch Unebenheiten
des Bodens verursacht werden, unmittelbar auf das starr angekoppelte Gerät übertragen, so daß sich eine
weitere Verschlechterung der Gleichmäßigkeit der
Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgräben
Anmelder: Adolf Bährs, Bookholzberg (Oldbg.)
Adolf Bährs, Bookholzberg (Oldbg.), ist als Erfinder genannt worden
Grabensohle ergibt. Es ist jedoch gerade für Wasserabzugs- oder Dränagegräben von ausschlaggebender
Bedeutung, daß die Grabensohle völlig glatt und eben verläuft.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine als Zugmaschinenanhänger aufgebaute Vorrichtung zu
schaffen, welche zum Herstellen von Wasserabzugsgräben und auch zu deren Instandhaltung und Reinigung
geeignet ist und die bei bisher bekannten Vorrichtungen auftretenden Nachteile beseitigt.
Dies wird bei einer Vorrichtung mit einer in Fahrzeuglängsrichtung
liegenden ankuppelbaren Antriebswelle, auf der das Fräswerkzeug befestigt ist, gemäß
der Erfindung dadurch erreicht, daß das Fräswerkzeug aus mindestens zwei Gruppen von vorzugsweise
in annähernd zueinander parallelen Ebenen liegenden, von der Welle aus nach zwei Seiten verlaufenden
Wurfschaufeln besteht, von denen die Wurfschaufeln einer Gruppe gegen die sich unmittelbar anschließenden
Wurfschaufeln der folgenden Schaufelgruppe jeweils vorzugsweise versetzt angeordnet sind, wobei
an einem oder beiden stirnseitigen Enden der Schaufelgruppen am Umfang des von den Schaufelgruppen
gebildeten Fräswerkzeuges mehrere Schneidmesser angebracht sind. Insbesondere sind dabei die an den
stirnseitigen Enden der Scfaaufelgruppen auf dem
Umfang des Fräswerkzeuges angebrachten Schneidmesser auswechselbar und in einem spitzen Winkel
gegen die Achse des Werkzeuges, in Arbeitsrichtung gesehen, angeordnet.
Vorzugsweise ist die Vorrichtung dabei so ausgebildet, daß drei Paar gegeneinander um 90° versetzte
Wurf schaufelpaare vorgesehen sind, wobei jeweils an den in Bewegungsrichtung hinten gelegenen
Enden der Schaufelpaare vorzugsweise kreisförmig ausgebildete Verstärkerscheiben angebracht sind, an
denen sowohl die Wurfschaufeln als auch die Schneidmesser befestigt sind.
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Zweckmäßigerweise wird man dabei die Vorrichtung so gestalten, daß die das Fräswerkzeug tragende
Welle in einem U-förmig gebogenen Rahmen in feuchtigkeitsdichten Lagern gelagert ist, daß am
oberen Ende des U-förmigen Rahmens zwei gegen die Lotrechte geneigte, nach oben stehende Abprallplatten
und am hinteren Ende des U-förmi'gen Bogens zwei in ihrer seitlichen Lage verstellbare Leitschaufeln angebracht
sind und daß ebenfalls am Heck der Vorrichtung eine in ihrer Höhe verstellbare Gleitkufe
vorgesehen ist, mit deren Hilfe sich die Tiefe des herzustellenden Wasserabzugsgrabens einstellen läßt.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Fig. 1 bis 6 näher
beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 längs der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Schnittansicht der Wurfschaufeln längs der Schnittlinie IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 eine Seitenansicht von Fig. 4 und
Fig. 6 eine schematische Teilansicht einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Fräsers.
In der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung ist auf dem Fahrgestell des Anhängers ein Fräser 1 gezeigt, der
auf einer Welle 2 befestigt ist. Der Fräser selbst weist ein vorderes Wurf schaufelpaar 3, 3 α und ein mittleres
Wurf schaufelpaar 4, 4 α und ein hinteres Wurfschaufelpaar
5, Sa auf. Außerdem sind am Umfang des Fräsers verteilt Schneidmesser 6 angeordnet, die
an jeweils an den Enden der Wurf schaufeln befind-
lungsteil 16 bewegen kann. Das Kupplungsteil 16 läßt
sich dabei mit Hilfe einer Höheneinstellvorrichtung 17 in seiner Höhenlage zur Anpassung an die Höhe
der Ackerschiene des jeweils verwendeten Zugfahrzeuges einstellen. Am vorderen Ende 18 des Kupplungsteiles 16 ist ein schwenkbarer Kupplungshebel 19
mit Kupplungsöse um eine Achse 20 verschwenkbar angebracht und wird in seiner lotrechten Bewegung
durch einen Anschlag 21 begrenzt.
Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht längs der Linie III-III in Fig. 1 die Anordnung der Prallbleche
10, der Leitschare 11 und der Höhenstellvorrichtung 12 für die in dieser Figur nicht erkennbare Gleitkufe
13.
Weiterhin sieht man die Lage der Antriebswelle 2 in dem schmutzdichten Lager 9 sowie die Fräsvorrichtung
mit den am Umfang verteilten Schneidmessern 6, die in diesem Ausführungsbeispiel an Verstärkungsblechen
7 befestigt sind.
Auf dem Rahmen ist noch eine gekröpfte Achse 22 mit Reifen 23 vorgesehen, die in lösbaren Lagern 24
befestigt ist. Dadurch ist es möglich, die Achse in beliebig gedrehter Stellung einzubauen.
In Fig. 4 ist eine Vorderansicht des ersten Schaufelpaares
3, 3 α mit dem ersten Verstärkungsbfech 7 gezeigt, an dem auch die angeschraubten auswechselbaren
Schneidmesser 6 erkennbar sind, deren Lage sich im übrigen noch deutlicher aus der in Fig. 5
gezeigten Seitenansicht der Fig. 4 ergibt.
Die in den Figuren gezeigte Vorrichtung arbeitet wie folgt: Die Antriebswelle 2 wird mit der Abtriebswelle des Zugfahrzeuges, d. h. eines Ackerschleppers,
über Kreuzgelenke gekuppelt. Durch die Drehung der Welle werden die Schneidmesser 6 angetrieben und
liehen Verstärkungsblechen 7 festgeschraubt sind. Dies
ergibt sich besonders deutlich aus der Darstellung 35 schneiden den Grasboden ab. Die Wurfschaufel 3 der Fig. 4 und 5, aus der man im übrigen erkennt, bis 6 graben sich durch die Vorwärtsbewegung in daß die Schneidmesser 6 gegen die Drehrichtung ge- das Erdreich ein und werfen dieses in hohem Bogen neigt sind und außerdem, in Arbeitsrichtung gesehen, aus. Damit das ausgeworfene Erdreich nicht, wie dies mit der Welle 2 einen spitzen Winkel bilden. Die bei älteren Vorrichtungen der Fall ist, wieder in den Fräsvorrichtung ist dabei in einem auf dem Gestell 40 Graben hineinfällt, sind die beiden in ihrer Neigung des Anhängers befestigten U-förmigen Rahmen 8 an- gegen die Lotrechte einstellbaren Prallbleche vorgegebracht und in staub- und schmutzdichten Lagern 9 sehen, durch deren Neigung sich die Wurfweite eingelagert. Am oberen Ende dieses U-förmigen Rahmens stellen läßt, so daß man je nach Wunsch die aussind zwei Prallbleche 10 vorgesehen, die gegen die geworfene Erde unmittelbar am Rand des aus-Lotrechte geneigt sind. Die Neigung dieser Prall- 45 gehobenen Grabens oder aber weiter weg ablagern bleche ist dabei vorzugsweise einstellbar, um die kann. Handelt es sich bei dem zu bearbeitenden Acker Wurfweite der von dem Fräser herausgeschleuderten um einen Boden von mehrfach wechselnder Beschaf-Erde zu bestimmen. Am hinteren Ende des U-för- fenheit, so hat das auf die Arbeitsweise der Vormigen Rahmens sind zwei Leitschare 11 angebracht, richtung keinen Einfluß, da die Neigung der Vor*■■-die in dem Graben gleiten und die Aufgabe haben, 5° richtung durch das Einstellen der Höhenlage der die Seitenwände des mit der Vorrichtung herge- Gleitkufe 13 während der Fahrt von der Zugmaschine stellten Grabens noch sauber zu glätten und eventuell aus den jeweiligen Erfordernissen unverzüglich .an-■■. noch verbliebene Erdbrocken herauszudrücken. Diese gepaßt werden kann. Die von der Zugmaschine aus-Leitschare sind vorzugsweise ebenfalls in ihrer Win- gehenden lotrechten Stöße werden dabei von dem um kelstellung verstellbar. Am oberen hinteren Ende des 55 die Achse 20 schwenkbaren Kupplungshebel 19 inner-U-förmigen Rahmens 8 ist eine Einstellvorrichtung 12 halb des durch den Anschlag 21 begrenzten Spiel-
ergibt sich besonders deutlich aus der Darstellung 35 schneiden den Grasboden ab. Die Wurfschaufel 3 der Fig. 4 und 5, aus der man im übrigen erkennt, bis 6 graben sich durch die Vorwärtsbewegung in daß die Schneidmesser 6 gegen die Drehrichtung ge- das Erdreich ein und werfen dieses in hohem Bogen neigt sind und außerdem, in Arbeitsrichtung gesehen, aus. Damit das ausgeworfene Erdreich nicht, wie dies mit der Welle 2 einen spitzen Winkel bilden. Die bei älteren Vorrichtungen der Fall ist, wieder in den Fräsvorrichtung ist dabei in einem auf dem Gestell 40 Graben hineinfällt, sind die beiden in ihrer Neigung des Anhängers befestigten U-förmigen Rahmen 8 an- gegen die Lotrechte einstellbaren Prallbleche vorgegebracht und in staub- und schmutzdichten Lagern 9 sehen, durch deren Neigung sich die Wurfweite eingelagert. Am oberen Ende dieses U-förmigen Rahmens stellen läßt, so daß man je nach Wunsch die aussind zwei Prallbleche 10 vorgesehen, die gegen die geworfene Erde unmittelbar am Rand des aus-Lotrechte geneigt sind. Die Neigung dieser Prall- 45 gehobenen Grabens oder aber weiter weg ablagern bleche ist dabei vorzugsweise einstellbar, um die kann. Handelt es sich bei dem zu bearbeitenden Acker Wurfweite der von dem Fräser herausgeschleuderten um einen Boden von mehrfach wechselnder Beschaf-Erde zu bestimmen. Am hinteren Ende des U-för- fenheit, so hat das auf die Arbeitsweise der Vormigen Rahmens sind zwei Leitschare 11 angebracht, richtung keinen Einfluß, da die Neigung der Vor*■■-die in dem Graben gleiten und die Aufgabe haben, 5° richtung durch das Einstellen der Höhenlage der die Seitenwände des mit der Vorrichtung herge- Gleitkufe 13 während der Fahrt von der Zugmaschine stellten Grabens noch sauber zu glätten und eventuell aus den jeweiligen Erfordernissen unverzüglich .an-■■. noch verbliebene Erdbrocken herauszudrücken. Diese gepaßt werden kann. Die von der Zugmaschine aus-Leitschare sind vorzugsweise ebenfalls in ihrer Win- gehenden lotrechten Stöße werden dabei von dem um kelstellung verstellbar. Am oberen hinteren Ende des 55 die Achse 20 schwenkbaren Kupplungshebel 19 inner-U-förmigen Rahmens 8 ist eine Einstellvorrichtung 12 halb des durch den Anschlag 21 begrenzten Spiel-
raumes aufgefangen, so daß diese Stöße sich auf die Arbeitsweise der Maschine nicht auswirken. Dadurch
ergibt sich selbst bei sich ständig ändernden Boden-60 Verhältnissen eine konstante Grabentiefe. Dies ist für
Entwässerungsanlagen von entscheidender Bedeutung, da sich bei ungleichmäßig tiefen Gräben die Wirfe
samkeit des gesamten Grabensystems nach den höcfc
sten Teilen der Grabensohle richtet. In den tiefer eingestellt werden kann. Der Betätigungshebel 12 d 65 gelegenen Teilen des Grabens sammelt sich Wasser an'l
kann dabei aus dem Winkelhebel 12 b herausgenom- Eine weitere Anpassungsmöglichkeit an die ver-
men und höher oder tiefer eingesetzt werden. Wie schiedenen Grabentiefen ergibt sich daraus, daß die
sich besonders deutlich aus Fig. 2 ergibt, ist am lösbar befestigte Achse 22 derart verschwenkt werden;''11
vorderen Ende der Fräsvorrichtung eine Gabel 14 kann, daß die gekröpften Enden der Achse mehr oder
vorgesehen, in der sich in einem Lager 15 ein Kupp- 7° weniger nach oben statt nach unten geneigt sind.
vorgesehen, die einen Lagerbock 12 a, einen Winkelhebel
12 b, eine Schraubenspindel 12 c und einen Betätigungshebel 12 d aufweist, an dem eine breite
Gleitkufe 13 befestigt ist. Durch Drehen der Einstellvorrichtung 12 bewegt sich der Winkelhebel 12 b mittels
der auf dem Gewinde der Schraubenspindel 12 c sich bewegenden Gewindemutter nach rechts oder
links, so daß dadurch die Höhenlage der Gleitkufe 13
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist schematisch in Fig. 6 dargestellt. Dabei ist lediglich die Antriebswelle2, die
auf ihr angebrachten Wurf schaufeln 25 α bis 25 c und
das am Ende des Fräsers liegende Stützblech 7 gezeigt.
An Stelle der drei um jeweils 90° gegeneinander versetzten Schaufelpaare werden in diesem Falle drei
sich über die ganze Länge des Fräsers durchgehend erstreckende Schaufeln 25 a, 25 & und 25 c verwendet,
die an der Stirnseite des Fräsers gleichmäßig mit gleichen Winkeln gegeneinander angeordnet sind.
Diese durchgehenden Wurfschaufel erstrecken sich nun derart spiralig um die Welle 2 herum nach dem
am anderen Ende des Fräsers angeordneten Stützblech, daß sie sich etwa innerhalb der durch die
Schaufelpaare der im vorgenannten Ausführungsbeispiel gezeigten Grenzen, z. B. jeweils um etwa 40°,
um die Antriebswelle 2 herumdrehen. Durch diese Ausbildung der Wurfschaufeln werden die Stützbleche
zwischen den einzelnen Wurfschaufelgruppen überflüssig, und es empfiehlt sich, lediglich am Ende
ein Verstärkungsblech 7 vorzusehen. Die Schneidmesser 6 können jetzt unmittelbar am äußeren Umfang
der drei durchgehenden Schaufeln entweder an den Stellen angebracht werden, an denen die jeweiligen
Schaufeln gegen ihre Anfangsstellung einen Winkel von 40 bzw. 80° aufweisen, oder aber in
der Weise, daß sie auf dem Umfang der drei Wurfschaufeln längs einer schraubenförmigen Mantellinie
verteilt sind. Zweckmäßigerweise läßt man die radiale Ausdehnung der sich schraubenförmig um die Welle 2
herumwindenden Wurfschaufeln 25 von einem bestimmten Punkt ab allmählich abnehmen. Dabei ist
die Steigung der Drehung am Anfang gleichbleibend, solange die Schaufeln eine gleichbleibende radiale
Ausdehnung besitzen. Anschließend nimmt die radiale Ausdehnung der sich weiter um die Welle 2 herumwindenden
Wurf schaufeln 25 α bis 25 c mit zunehmender
axialer Entfernung vom stirnseitigen Ende vorzugsweise kontinuierlich bis zum Ende des Fräsers
ab, während gleichzeitig auch die Steigung der durch die Wurfschaufeln gebildeten dreigängigen Schraube
kontinuierlich bis zu dem am Ende der Vorrichtung liegenden Verstärkungsblech 7 abnimmt. Auf diesem
sind dann nochmals drei Schneidmesser 6 befestigt.
Insgesamt ergibt sich durch die an Hand von zwei Ausführungsbeispielen beschriebene neue Vorrichtung
ein für die Landwirtschaft, insbesondere in Entwässerungsgebieten, allseitig unter den verschiedensten
Bedingungen anwendbares Gerät. Von besonderer Wichtigkeit ist dabei, daß die \forrichtung auf verhältnismäßig
breiten Rädern läuft und daß das Gewicht auf die Räder und die Gleitkufe derart verteilt
ist, daß das Gewicht keinen Einfluß auf die Grabentiefe hat. Die Grabentiefe hängt vielmehr von der
an mehreren Punkten einstellbaren Höheneinstellung ab, während die Anpassung an die verschiedenen
Bodenverhältnisse durch die Neigung der Vorrichtung gegen die Waagerechte einstellbar ist. Auf
Grund der besonderen Ausbildung der Fräsvorrichtung und des geringen Gewichtes der Gesamtvorrichtung
ist es möglich, zum Antrieb kleinere und mittlere Schlepper von einer Arbeitsleistung von 15 PS an zu
verwenden.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgräben mit einer in Fahrzeuglängsrichtung
liegenden ankuppelbaren Antriebswelle, auf der das Fräswerkzeug befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fräswerkzeug (1) aus mindestens zwei Gruppen in annähernd zueinander parallelen
Ebenen liegenden Wurfschaufeln besteht, von denen die Schaufeln einer Schaufelgruppe
gegen die sich unmittelbar anschließenden Schaufeln der folgenden Schaufelgruppe jeweils vorzugsweise
um einen gleichbleibenden Winkel versetzt sind, wobei an einem oder beiden stirnseitigen
Enden der Schaufelgruppen am Umfang des von den Schaufelgruppen gebildeten Fräswerkzeuges
mehrere auswechselbare Schneidmesser (6) angebracht sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schaufelgruppe aus einem
Paar um den Durchmesser der Achse gegeneinander versetzt nach außen sich erstreckende Wurfschaufeln
besteht, deren axiale Schaufellänge vorzugsweise bei zwei der Schaufelgruppen mindestens
gleich oder aber größer als deren radiale Ausdehnung ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den stirnseitigen Enden
der Schaufelgruppen auf dem Umfang des Fräswerkzeuges angebrachten Schneidmesser auswechselbar
sind und sich, in Arbeitsrichtung gesehen, in einem spitzen Winkel gegen die Achse
des Werkzeuges erstrecken und mit dem Umfang in Drehrichtung gesehen einen stumpfen Winkel
bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei Paar gegeneinander um
90° versetzte Schaufelpaare vorgesehen sind und daß jeweils an den in Bewegungsrichtung hinten
gelegenen Enden der Schaufelpaare Verstärkungsbleche oder Stülzvorrichtungen angebracht sind,
an denen sowohl die Wurfschaufeln als auch die Schneidmesser befestigt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die das Fräswerkzeug tragende
Welle in einem U-förmig gebogenen Rahmen in feuchtigkeitsdichten, schmutzunempfindlichen
Lagern gelagert ist, daß am oberen Ende des U-förmigen Rahmens zwei gegen die Lotrechte
geneigte, nach oben vorzugsweise leicht gewölbte Prallbleche und am hinteren Ende des U-förmigen
Bogens zwei in ihrer seitlichen Lage verstellbare Leitschare angebracht sind und daß am Heck der
Vorrichtung eine in ihrer Höhe durch einen Kurbeltrieb verstellbare Gleitkufe vorgesehen ist,
mit deren Hilfe sich die Tiefe des herzustellenden Wasserabzugsgrabens einstellen läßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Ende des Anhängers
eine in ihrer Höhenlage verstellbare und gleichzeitig um eine zweite horizontale Achse
innerhalb vorgeschriebener Grenzen verschwenkbare Anhängerkupplung vorgesehen ist, die von
der fahrenden Zugmaschine aus einstellbar ist, so daß zusammen mit der einstellbaren Gleitkufe die
Tiefe der zu ziehenden Wasserabzugsgräben unabhängig von Auf- und Abbewegungen der an der
Zugmaschine befestigten Ackerschiene eingestellt werden kann.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß, in Fahrtrichtung
gesehen, die Abmessungen der Wurfschaufeln in den einzelnen Gruppen größer werden,
daß, in gleicher Richtung gesehen, die- Wurf-
■■"- ti
■■■ I
schaufeln mit der kleinsten radialen Ausdehnung die größte axiale Länge, die mittleren Wurfschaufeln
mit mittlerer Radialausdehnung eine mittlere axiale Länge und die vorn liegenden, die größte
Radialausdehnung aufweisenden Wurfschaufeln die kleinste axiale Länge aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Radialausdehnung der in
Arbeitsrichtung vorn liegenden kurzen Wurfschaufeln über die ganze Länge der Wurf schaufeln
im wesentlichen gleich ist, während die Radialausdehnung der weiter hinten liegenden Wurfschaufelpaare
vorzugsweise kontinuierlich bis zum letzten Verstärkungsblech abnimmt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch
das Zusammenwirken der Höhenverstellung der Anhängerkupplung mit der Höhenverstellung der
Gleitkufe eine Anpassung an verschieden hohe Ackerschienen von Ackerschleppern und/oder
durch Änderung der Neigung des Fräsers gegen die Horizontale eine Anpassung an verschieden
schwere Böden erreicht wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abprallbleche (10)
in ihrer Neigung gegen die Lotrechte einstellbar sind, so daß die seitliche Wurfweite des herausgeschleuderten
Erdreichs einstellbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, 3 und 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß drei durchgehende
Wurf schaufeln (25 α bis 25 c) gleichmäßig auf dem Umfang verteilt angeordnet sind und sich von der
Stirnseite der Fräsvorrichtung ausgehend mit zunächst gleichbleibend großer und dann mit abnehmender
Steigung spiralförmig so um die Antriebswelle (2) herumwinden, daß die Verdrehung
am Ende des Fräsers vorzugsweise gerade einem Winkelabstand zweier benachbarter Schaufeln am
Stirnende des Fräsers entspricht.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Ausdehnung der
Schaufeln für ein kurzes Stück etwa gleichbleibt, um dann mit zunehmender axialer Entfernung
vom stirnseitigen Ende des Fräsers aus vorzugsweise kontinuierlich abzunehmen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmesser (6)
jeweils in derjenigen Ebene auf dem Umfang der Wurf schaufeln (25 a, 25 6 und 25 c) angebracht
sind, in der sich die einzelnen Schaufeln gegenüber ihrer Ausgangslage an der Stirnseite des
Fräsers um gleichbleibende Winkel, insbesondere um 40 bzw. 80°, gedreht haben.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmesser auf
einer schraubenlinienförmigen Mantellinie längs des Umfanges der drei Wurfschaufeln verteilt
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des
Fräswerkzeugs ein die drei Wurf schaufeln (25 a,
25 b und 25 c) stützendes und verbindendes Stützblech (7) angeordnet ist, an dem Schneidmesser
befestigt sind (Fig. 6).
16. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfschaufeln (4,
4a, 5j 5a; 25a, 25 b und 25c) von der Welle ausgehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB44010A DE1030086B (de) | 1957-03-21 | 1957-03-21 | Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgraeben |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB44010A DE1030086B (de) | 1957-03-21 | 1957-03-21 | Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgraeben |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1030086B true DE1030086B (de) | 1958-05-14 |
Family
ID=6967215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB44010A Pending DE1030086B (de) | 1957-03-21 | 1957-03-21 | Vorrichtung zum Herstellen von Wasserabzugsgraeben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1030086B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3021621A (en) * | 1958-11-20 | 1962-02-20 | Gideon M Needham | Drain digger |
| US3102349A (en) * | 1961-11-09 | 1963-09-03 | Lamb Industries | Process and machine for forming and cleaning quarter drains in sugar cane growing squares |
-
1957
- 1957-03-21 DE DEB44010A patent/DE1030086B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3021621A (en) * | 1958-11-20 | 1962-02-20 | Gideon M Needham | Drain digger |
| US3102349A (en) * | 1961-11-09 | 1963-09-03 | Lamb Industries | Process and machine for forming and cleaning quarter drains in sugar cane growing squares |
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