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DE1029912B - Elektrische Schalteinrichtung fuer Gleich- oder Wechselstrom mit UEberstrom- und Kurzschlussstromschutz - Google Patents

Elektrische Schalteinrichtung fuer Gleich- oder Wechselstrom mit UEberstrom- und Kurzschlussstromschutz

Info

Publication number
DE1029912B
DE1029912B DEC11583A DEC0011583A DE1029912B DE 1029912 B DE1029912 B DE 1029912B DE C11583 A DEC11583 A DE C11583A DE C0011583 A DEC0011583 A DE C0011583A DE 1029912 B DE1029912 B DE 1029912B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
short
switching device
current
overcurrent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC11583A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Paul Brueckner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Calor Emag AG
Original Assignee
Calor Emag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Calor Emag AG filed Critical Calor Emag AG
Priority to DEC11583A priority Critical patent/DE1029912B/de
Publication of DE1029912B publication Critical patent/DE1029912B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/021Details concerning the disconnection itself, e.g. at a particular instant, particularly at zero value of current, disconnection in a predetermined order

Landscapes

  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei elektrischen Schalteinrichtungen für deich- oder Wechselstrom mit einem lediglich für die Unterbrechung von Betriebsstrom ausgelegten Schalter, beispielsweise einem Leistungstrennschalter, eine Unterbrechungseinrichtung in Reihe zu legen, die in Abhängigkeit von der Steilheit des Stromanstieges nur auf Über- bzw. Kurzschlußstrom anspricht. An den Betriebsstromschalter werden also keine höheren Anforderungen gestellt. Über- bzw. Kurzschlußströme werden durch die hierfür bestimmte Unterbrechungseinrichtung abgeschaltet, die beim Bekannten aus einer entsprechend bemessenen Sicherung besteht.
Nun unterbrechen aber die üblichen Sicherungen nicht sehr schnell, so daß ein auftretender Kurzschlußstrom doch eine recht erhebliche die Anlage belastende Höhe annehmen kann, bevor er abgeschaltet wird. Für Hochspannung und für Gleichstrom kommt ihre Verwendung im übrigen weniger in Betracht.
Es besteht daher die Aufgabe, an Stelle von Sieherungen eine Schalteinrichtung zu verwenden, die die erwähnten Nachteile nicht aufweist. Es sind zwar Schalter bekannt, mit denen sehr schnelle Abschaltzeiten erzielt werden können, doch ist ihre Verwendung an Stelle von Sicherungen unrentabel. Unter den bekannten Schalteinrichtungen gibt es Leistungsschalter, die durch Explosionskraft mittelbar angetrieben werden. Dabei werden durch Zündung einer Patrone in einem Zylinder auf den Kolben Kräfte ausgeübt, die über ein Gestänge die Schalterkontakte antreiben. Der Aufbau sowie der Aufwand ist also beim Vergleich mit einer Sicherung verhältnismäßig groß. Außerdem sind die Zeiten von der Auslösung bis zur Abschaltung im allgemeinen nicht so kurz, als daß der auftretende Kurzschlußstrom schon während des Stromanstiegs unterbrochen wird. Erfmdungsgemäß werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß die auf Über- bzw. Kurzschlußströme ansprechende Unterbrechungseinrichtung als Sprengtrenner ausgebildet ist, d. h. als Unterbrecher, bei dem ein Leiterstück mittels Explosivstoff zerlegt wird. Ein derartiger Sprengtrenner weist keine mechanischen Antriebsund Auslöseteile auf, so daß der Unterbrechungsvorgang im Vergleich zu den meisten Schalteinrichtungen erheblich schneller vor sich geht. Es ergibt sich der große Vorteil, daß eine Abschaltung bei Überbzw. Kurzschlußströmen infolge des äußerst schnellen Arbeitens von Sprengtrennern unmittelbar nach dem Beginn des Stromanstiegs erfolgt, so daß die hinter der Schalteinrichtung liegenden Anlagenteile dynamisch nur noch für einen Bruchteil des vollen Kurzschlußstromes bemessen zu werden brauchen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Aufwand für einen derartigen Sprengtrenner, der beispielsweise die Elektrische Schalteinrichtung
für Gleich- oder Wechselstrom
mit überstrom- und Kurzschlußstromschutz
Anmelder:
CALOR-EMAG
Elektrizitäts-Aktiengesellschaft,
Ratingen, Bahnstr. 39-45
Dr.-Ing. Paul Brückner, Hösel,
ist als Erfinder genannt worden
Form einer Sicherung haben kann, erheblich geringer ist als bei einem Schalter der oben beschriebenen Bauart. ^
Zweckmäßig wird für die Zwecke der Erfindung ein im Hauptstrompfad angeordneter Sprengtrenner mit im Nebenpfad angeordneter Unterbrechungsstelle für die endgültige Abschaltung verwendet, wobei die im Nebenpfad liegende Unterbrechungsstelle vorzugsweise ohne mechanisch bewegte Teile aufgebaut ist, beispielsweise derart, daß ein Schmelzdraht zwischen Lichtbogenelektroden einer Löschkammer gespannt ist. Vorteilhaft ist hierbei, die Löschung durch Längung bzw. Querablenkung des Lichtbogens unter dem Einfluß von Magnetfeldern zu bewirken. Hierfür können die üblichen und bekannten Mittel verwendet werden.
Zur Zündung der Sprengladung des Sprengtrenners ist ein Zündkreis erforderlich, dessen Ansprechspannung so eingestellt werden muß, daß die Zündung sofort dann erfolgt, wenn ein Stromanstieg vorliegt, der einen schädlichen Über- bzw. Kurzschlußstrom erwarten läßt. Man schließt diesen Zündkreis zweckmäßig über einen Wandler an die stromführende Leitung. Zur Einstellung des Zündkreises auf beliebige Stromanstiege kann eine Regeldrossel oder ein Regelwiderstand, die bzw. der zu einem Transformator parallel liegt, dienen. Man kann auch statt der Regeldrossel bzw. des Widerstandes eine einstellbare Meßfunkenstrecke oder mehrere dieser Mittel vorsehen.
Oft ist es auch vorteilhaft, zur Anpassung des Zündkreises an die Meßeinrichtung einen Zwischenwandler zu benutzen.
808 510/375

Claims (9)

Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung. In Fig. 1 ist 1 ein Leistungstrennschalter, der nur für das Schalten von Betriebsstrom bemessen ist. Mit ihm liegt eine Unterbrechungseinrichtung 2 für Über- bzw. Kurzschlußstrom in Reihe, die einen Sprengtrenner enthält, dessen Zündkreis über den Wandler 3 angeschlossen ist. Ein Beispiel für den Zündkreis ist in Fig. 2 dargestellt. An die Sekundärseite des Zwischenwandlers 4 ist die Zündeinrichtung 5 angeschlossen. Im Zündkreis liegt der Kondensator 6. Die Ansprechspannung des Zündkreises kann durch die Regeldrossel 7, die Meßfunkenstrecke 8 oder die Dreielektrodenfunkenstrecke 9 bzw. durch mehrere dieser Mittel erfolgen. Durch die Erfindung ist. ein Schalter geschaffen worden, der sich für weitgehende Verwendung eignet. Der Aufwand eines sonstigen Leistungsschalters, der sowohlBetriebs-al'sauchKurzschlußströme beherrschen muß, ist vermieden. Man kommt mit einem Lastschalter für die Schaltung von Betriebsströmen aus. Da eine Abschaltung bei Überströmen bzw. Kurzschlüssen infolge der schnellen Abschaltmöglichkeit mit Sprengtrennern schon bald nach dem Entstehen, jedenfalls vor Erreichen des Strommaximums erfolgen kann, brauchen die hinter dieser Schaltapparatur liegenden Anlagenteile dynamisch nicht mehr für die Höchstwerte des Kurzschlußstromes bemessen zu werden. Wegen der überaus kurzen Abschaltzeiten, die mit Sprengtrennern erreichbar sind, ist es sogar möglich, eine Staffelung der Abschaltzeiten bei mehreren im Zuge der Leitung in Reihe liegenden Abschalteinrichtungen zu erreichen, so daß auch die zuletzt ansprechende Schaltapparatur noch vor dem Scheitelwert des Kurzschluß- oder Überstromes abschaltet. Pa te ν τ α ν s ρ ε γ γ. π f. 40
1. Elektrische Schalteinrichtung für Gleich- oder Wechselstrom, bestehend aus einem lediglich für die Unterbrechung von Betriebsstrom ausgelegten Schalter, beispielsweise einem Leistungstrennschalter, und einer damit in Reihe liegenden Unterbrechungseinrichtung, die in Abhängigkeit von der Steilheit des Stromanstieges nur auf Über- bzw. Kurzschlußströme anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die auf Über- bzw. Kurzschlußströme ansprechende Unterbrechungseinrichtung als Sprengtrenner ausgebildet ist, d. h. als Unterbrecher, bei dem ein Leiterstück mittels Explosivstoff zerlegt wird.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösekreis über einen Wandler an die stromführende Leitung angeschlossen ist.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Gleichstrom der Wandler eine zusätzliche Vormagnetisierung erhält, damit an den Wicklungen des Wandlers bei einem einzustellenden Strom infolge des Durchlaufens des ungesättigten Gebietes eine Spannung entsteht.
4. Schalteinrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Ansprechspannung durch eine parallel zur Sekundärwicklung angeschaltete Drosselspule und bzw. oder Widerstand eingestellt wird.
5. Schalteinrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anpassung der Ansprechspannung an die Meßeinrichtung ein Zwischenwandler benutzt wird.
6. Schalteinrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßeinrichtung eine Meßfunkenstrecke dient.
7. Schalteinrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßeinrichtung eine Dreielektrodenfunkenstrecke eventuell mit vorgeschalteter Funkenstrecke dient.
8. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch die Verwendung eines im Hauptstrompfad angeordneten Sprengtrenners mit im Nebenpfad angeordneter Unterbrechungsstelle für die endgültige Abschaltung, die vorzugsweise ohne mechanisch bewegte Teile aufgebaut ist, beispielsweise derart, daß ein Schmelzdraht zwischen Lichtbogenelektroden einer Löschkammer gespannt ist und der Lichtbogen durch Längung bzw. Querablenkung unter dem Einfluß von Magnetfeldern gelöscht wird.
9. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren im Zuge der Leitung in Reihe liegenden ähnlich schnellen Abschalteinrichtungen das Ansprechen des Zündkreises kurzzeitig gestaffelt so verzögert wird, daß nur die der Kurzschlußstelle unmittelbar vorgeschalteten Abschaltgeräte zum Ansprechen kommen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 739 503, 338 062;
AEG-Liste Sg N HOa, Februar 1951, S. 10, 11.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 510/375 S. 5S
DEC11583A 1955-07-21 1955-07-21 Elektrische Schalteinrichtung fuer Gleich- oder Wechselstrom mit UEberstrom- und Kurzschlussstromschutz Pending DE1029912B (de)

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DE1029912B true DE1029912B (de) 1958-05-14

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1140268B (de) * 1959-07-10 1962-11-29 Calor Emag Elektrizitaets Ag Ausloeseeinrichtung fuer Kurzschlussstrombegrenzer

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE338062C (de) * 1919-12-16 1921-06-13 Siemens Schuckertwerke G M B H Durch Explosionskraefte bewegter Schalter
DE739503C (de) * 1940-04-17 1943-09-28 Aeg Mit einer Sicherung in Reihe liegender Leistungstrennschalter

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