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DE1029965B - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe

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Publication number
DE1029965B
DE1029965B DEB36457A DEB0036457A DE1029965B DE 1029965 B DE1029965 B DE 1029965B DE B36457 A DEB36457 A DE B36457A DE B0036457 A DEB0036457 A DE B0036457A DE 1029965 B DE1029965 B DE 1029965B
Authority
DE
Germany
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parts
mixture
dyes
water
compounds
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB36457A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Arnold Tartter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Publication of DE1029965B publication Critical patent/DE1029965B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc
    • C09B47/08Preparation from other phthalocyanine compounds, e.g. cobaltphthalocyanineamine complex
    • C09B47/12Obtaining compounds having alkyl radicals, or alkyl radicals substituted by hetero atoms, bound to the phthalocyanine skeleton
    • C09B47/16Obtaining compounds having alkyl radicals, or alkyl radicals substituted by hetero atoms, bound to the phthalocyanine skeleton having alkyl radicals substituted by nitrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe Es wurde gefunden, daß man neue Farbstoffe der Phthalocyaninreihe erhält, wenn man Phthalocyanine in wasserfreier saurer Lösung mit Verbindungen des allgemeinen Typs worin X ein Wasserstoff- oder ein Halogenatom, eine Alkoxy-, Dialkylamino- oder Thioalkylgruppe, Y eine Hydroxyl-, Alkoxy- oder Acyloxygruppe oder ein Halogenatom und R, R2 und R3 Wasserstoffatome oder Alkylgruppen bedeuten, umsetzt und die erhaltenen Produkte gewünschtenfalls nach an sich bekannten Methoden hydrolysiert oder in quartäre Ammonium- bzw. tertiäre Sulfonium- oder Isothiuroniumverbindungen überführt.
  • Es ist bekannt, daß sich aromatische Verbindungen, wie Benzol, Alkylbenzole oder Naphthalin, mit einfachen N-Oxymethylcarbonsäureamiden unter Wasseraustritt in Acylaminomethylverbindungen überführen lassen. Doch schon bei Verbindungen wie Nitrobenzol, Benzoesäureamid oder Acetophenon konnte auf diese Weise bisher keine Acylaminomethylierung erreicht werden. Es war daher überraschend und nicht vorauszusehen, daß sich Phthalocyaninmoleküle acylaminomethylieren lassen.
  • Als Phthalocyanine können sowohl diejenigen Schwermetallphthalocyanine, die in stark saurem Milieu ihr komplexgebundenes Metallatom nicht abgeben, wie z. B. die des Kupfers, Kobalts, Nickels oder Eisens, als auch Leichtmetall- und solche Schwermetallphthalocyanine, die unter den Reaktionsbedingungen ihr Metallatom verlieren, verwendet werden, ferner das metallfreie Phthalocyanin selbst und schließlich Derivate wie z. B. Mono-und Dichlor-kupferphthalocyanin.
  • Als Reaktionskomponenten der obigen allgemeinen Formel eignen sich insbesondere die Halogenacylmethylolamine, z. B. die Methylolverbindungen des Chlor- und Bromacetamids sowie des a-Chlor- oder a-Brompropionsäureamids und anderer a-halogensubstituierter Acylamide, ihrer N-Monomethyl-, -äthyl- oder -butylderivate; ferner eignen sich auch die Methylolverbindungen unsubstituierter Acylamine sowie die von a-Alkoxy-, a-Thioalkyl- und a-Dialkylaminoacylaminen, z. B. das N-Oxymethyl-N-methyl-, -äthyl- oder -propylamid der Essigsäure, der Propionsäure, der Methoxy-, Methylmercapto-oder Dimethylaminoessigsäure.
  • Die Umsetzung wird in wasserfreien sauren Medien vorgenommen, z. B. in 100°/oiger Schwefelsäure, wasserfreier Phosphorsäure oder wasserfreiem Aluminiumchlorid, gegebenenfalls unter Zusatz von wasserabspaltenden Mitteln, wie Oleum, Schwefeltrioxyd, Essigsäureanhydrid, Phosphorpentoxyd, Meta- oder Polyphosphorsäuren; die günstigsten Temperaturen liegen im allgemeinen bei etwa 80 bis 120°C.
  • Es ist nicht erforderlich, die N-Oxymethylacylamine als solche rein herzustellen und zu verwenden; man kann sie vielmehr im Reaktionsgemisch selbst erzeugen und sofort umsetzen, indem man etwa die oxymethylgruppenfreien Acylamine und wasserfreien Formaldehyd in mono-oder polymerer Form, z. B. als Trioxymethylen, Polyoxymethylen oder Dichlordimethyläther, in das Gemisch von saurem Mittel und Phthalocyanin einbringt.
  • Die Acylaminomethylierungsprodukte können in einfacher Weise abgetrennt werden, z. B. durch Eintragen des Umsetzungsgemisches in Eiswasser, Absaugen und Auswaschen des Niederschlages.
  • Die so erhaltenen neuen Phthalocyaninderivate können unmittelbar als Farbstoffe verwendet oder aber durch saure Hydrolyse in Aminomethyl- bzw. Alkylaminomethylphthalocyanine übergeführt werden; diese sind in Form ihrer sauren Salze wasserlöslich und können z. B. zum Färben von Fasergut aller Art, von Papier oder von natürlichen oder synthetischen Harzen, Lacken und Kunstmassen benutzt werden.
  • Diejenigen Acylaminomethylphthalocyanine, die im Acylrest ein Halogenatom, eine Dialkylamino- oder eine Thioalkylgruppe enthalten, können ferner in quartäre Ammonium-, tertiäre Sulfonium- oder tertiäre Isothiuroniumverbindungen umgewandelt werden. Phthalocyanine, in die zwei oder mehrere solcher Gruppen eingeführt wurden, sind wasserlösliche Farbstoffe, die zum Färben von Textilien und Papier und besonders im Textildruck verwendet werden können.
  • Es ist bekannt, Aminomethylphthalocyanine in der Weise herzustellen, daß man N-Oxymethylphthalimid mit Phthalocyaninen umsetzt und die so erhaltenen Stoffe verseift. Das neue Verfahren gestattet zwar auch die Herstellung dieser bekannten Verbindungen; es ist jedoch nicht auf die Herstellung dieser beschränkt, sondern liefert vor allem auch zahlreiche N-Alkylaminomethylphthalocyanine, die nach dem bekannten Verfahren nicht erhältlich sind. Sein besonderer Vorteil liegt darüber hinaus in der Herstellung von Chloracylaminomethylphthalocyaninen, die sich in quartäre Ammonium-, tertiäre Sulfonium- oder tertiäre Isothiuroniumverbindungen umwandeln lassen. Die so erhältlichen Farbstoffe ergeben gegenüber bereits bekannten wasserlöslichen Phthalocyaninderivaten, bei denen quartäre oder tertiäre Salzgruppen über eine Methylenbrücke direkt an den Kern des Farbstoffmoleküls gebunden sind, gedecktere und sattere Farbtöne.
  • Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 1 In 800 Teile 1000/,iger Schwefelsäure werden 50 Teile Phosphorpentoxyd, 60 Teile Kupferphthalocyanin, 110 Teile Chloracetamid und 60 Teile Paraformaldehyd unter Rühren und Kühlen eingetragen. Man erwärmt allmählich auf 100°C, hält etwa 20 Stunden bei dieser Temperatur, läßt dann erkalten und rührt das Gemisch in Eiswasser ein. Der entstandene Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen. Nach dem Trocknen auf dem Wasserbad erhält man etwa 85 bis 90 Teile eines blauen Farbstoffes, der aus einem Gemisch von Bis- und Tris-(chloracetylaminomethyl)-kupferphthalocyaninen besteht. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe.
  • a) 30 Teile des so erhaltenen Produktes werden gemahlen und mit 300 Teilen Pyridin etwa 1 Stunde auf dem Wasserbad gerührt. Nach dem Erkalten wird der Farbstoff mit Aceton gefällt, abgesaugt und bei niederer Temperatur getrocknet. Man erhält so 36 Teile des Gemisches der entsprechenden Pyridiniumverbindungen, das Baumwolle oder Naturseide aus essig- oder ameisensaurer Lösung in blauen Tönen färbt.
  • b) Ein Gemisch aus 25 Teilen des chloracetylaminomethylierten Kupferphthalocyanins, 25 Teilen N,N-Dimethylcyclohexylamin und 100 Teilen Benzylalkohol erwärmt man auf dem Dampfbad, fällt nach dem Erkalten mit Aceton und saugt ab. Man erhält 34 Teile eines Gemisches quartärer Ammoniumverbindungen, das zum Bedrucken von Textilien verwendet werden kann und leuchtendblaue Drucke von guter Lichtechtheit ergibt.
  • c) 20 Teile des chloracetylaminomethylierten Kupferphthalocyanins erhitzt man in 300 Teilen 20°/oiger Salzsäure einige Stunden unter Rückfluß und Rühren und fällt das Umsetzungsprodukt mit Natriumchloridlösung. Das dabei entstehende Gemisch von Aminomethylkupferphthalocyanin-hydrochloriden färbt z. B. natürliche oder regenerierte Cellulosefasern aus ameisen- oder essigsaurer Lösung in blauen Tönen.
  • d) Verwendet man an Stelle von Kupferphthalocyanin Tetraphenylkupferphthalocyanin, so erhält man in entsprechender Weise wasserlösliche grüne Farbstoffe. Der feuchte Filterrückstand wird mit 200 Teilen Thioharnstoff angerieben und auf dem Wasserbad 20 bis 30 Minuten erwärmt. Das entstandene, nun wasserlösliche Farbstoffgemisch wird mit Aceton aüsgefäut und an der Luft getrocknet. Verarbeitet man es zu einer Druck-Paste und bedruckt damit in üblicher Weise ein Gewebe; beispielsweise Baumwollbatist, so erhält man nach dem Trocknen und Dämpfen lebhafte leuchtendblaue Drucke von guter Lichtechtheit.
  • Beispiel 3 Ein Gemisch von 20 Teilen Kupferphthalocyanin, 20 Teilen Phosphorpentoxyd, 50 Teilen N-Oxymethylchloracetamid und 250 Teilen 1000/,iger Schwefelsäure wird 12 Stunden auf 95°C erhitzt. Nach dem Aufarbeiten erhält man 30 Teile eines blauen Farbstoffs. Dieser wird durch Erhitzen mit 60 Teilen Tetramethylthioharnstoff und wenig Wasser in den entsprechenden Isothiuroniumfarbstoff übergeführt, der auf Baumwolle leuchtende blaue Färbungen ergibt.
  • Beispiel 4 Zur Lösung von 60 Teilen Kupferphthalocyanin in 750 Teilen 1000/,iger Schwefelsäure läßt man unter Kühlung 150 Teile Essigsäureanhydrid fließen und rührt dann eine Mischung von 120 Teilen Chloracetamid und 66 Teilen Paraformaldehyd ein. Nun wird so lange auf 100°C erhitzt, bis eine mit Thioharnstoff und wenig Wasser erwärmte Probe eine klare Lösung ergibt.
  • Der in üblicher Weise abgetrennte blaue Farbstoff läßt sich mit tertiären Basen oder mit Thioharnstoffderivaten in eine wasserlösliche Form überführen.
  • Beispiel 5 60 Teile Kobaltphthalocyanin, 60 Teile Phosphorpentoxyd, 60 Teile Paraformaldehyd und 115 Teile Chloracetamid werden in 800 Teilen 1000/,iger Schwefelsäure gelöst und auf dem Dampfbad etwa 15 bis 20 Stunden erhitzt. Man erhält ein Gemisch chloracetylaminomethylierter Kobaltphthalocyanine, das nach der Überführung in die quartären Ammonium- oder die tertiären Isothiuroniumverbindungen zum Färben und Bedrucken von Textilien verwendet werden kann. Man erhält blaue Farbtöne von guter Lichtechtheit.
  • Verwendet man statt Kobaltphthalocyanin Eisen- oder Nickelphthalocyanin, so erhält man in entsprechender Weise wasserlösliche Farbstoffe, die z. B. Baumwolle in grünstichigblauen Tönen färben.
  • Beispiel 6 In eine Lösung von 15 Teilen Kupferphthalocyanin in 200 Teilen 1000/,iger Schwefelsäure rührt man 15 Teile Phosphorpentoxyd und danach 20 Teile Paraformaldehyd und 45 Teile N-Methylchloracetamid bei Raumtemperatur allmählich ein. Nach 22stündigem Erwärmen auf dem Dampfbad wird die abgekühlte schwefelsaure Lösung in Eiswasser eingetragen und der entstandene Farbstoff abgesaugt, neutral gewaschen und getrocknet. Man erhält so 21 Teile eines Gemisches von N-Methylchloracetylaminomethyl-kupferphthalocyaninen, das beim Erwärmen mit Thioharnstoffderivaten in die entsprechenden Isothiuroniumverbindungen übergeht. Letztere eignen sich zum Färben und Bedrucken von Cellulosefasern.
  • In ähnlicher Weise kann auch N-Äthyl- oder N-Propylchloracetamid als Ausgangsmaterial verwendet werden. Beispiel 7 In die abgekühlte Lösung von 170 Teilen Phosphorpentoxyd in 140 Teilen 81 °/oiger Phosphorsäure wird ein Gemisch aus 15 Teilen metallfreien Phthalocyanins Beispiel 2 In 800 Teilen rauchender Schwefelsäure von 501, SO,-Gehalt löst man 60 Teile Monochlorkupferphthalo: cyanin und trägt unter mäßigem Kühlen und Rühren ein Gemisch von 120 Teilen Chlöracetamid und 66 Teilen Paraformaldehyd ein. Man erhitzt dann etwa 20 Stunden auf 98°C, gibt nach dem Erkalten die Lösung auf Eis, saugt ab und wäscht den Filterkuchen mit Wasser neutral. So erhält man einen Farbstoff, der in Wasser und auch in wäßrigem Ammoniak und in verdünntem Alkali unlöslich ist. '. 20 Teilen Paraformaldehyd und 40 Teilen Chloracetamid eingerührt. Man erwärmt 22 Stunden lang auf dem Wasserbad und arbeitet in üblicher Weise auf. Das erhaltene Gemisch von chloracetylaminomethylierten metallfreien Phthalocyaninen kann in das Gemisch der entsprechenden Pyridiniumsalze übergeführt werden, das Fasern, wie Baumwolle, aus ameisensaurer Lösung in grünstichigblauen Tönen färbt.
  • Beispiel 8 15 Teile Phosphorpentoxyd, 15 Teile Kupferphthalocyanin, 15 Teile Paraformaldehyd und 45 Teile a-Chlorpropionsäureamid werden unter Kühlung nacheinander in 250 Teile 100°/oiger Schwefelsäure eingerührt und 24Stunden auf 100°C erwärmt. Danach gießt man die erkaltete saure Lösung in Eiswasser, saugt den Farbstoff ab, wäscht ihn mit Wasser neutral und trocknet ihn. Man erhält so 20 Teile eines Farbstoffgemisches, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst und sich in üblicher Weise in die entsprechenden quartären Ammoniumverbindungen überführen läßt.
  • Beispiel 9 15 Teile Phosphorpentoxyd werden in 200 Teilen 100°/oiger Schwefelsäure gelöst und dann bei Raumtemperatur 15 Teile Kupferphthalocyanin, 20 Teile Paraformaldehyd und 50 Teile Bromacetamid in die Lösung eingetragen. Dann erwärmt man unter Rühren etwa 24 Stunden auf dem Wasserbad, arbeitet die abgekühlte schwefelsaure Lösung in üblicher Weise auf und erhält so 25 Teile eines blauen Farbstoffs, der sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst.
  • Beispiel 10 Man trägt unter Kühlen 20 Teile Kupferphthalocyanin, 12 Teile Paraformaldehyd und 25 Teile N-Methylacetamid in 300 Teile Polyphosphorsäure ein, die durch Auflösen von 165 Teilen Phosphorpentoxyd in 135 Teilen 81 °/oiger Phosphorsäure in der Wärme erhalten wurde. Das Gemisch wird allmählich auf 100°C erwärmt und einige Stunden bei dieser Temperatur gehalten; dann führt man durch längeres Erhitzen auf 125 bis 130°C die Umsetzung zu Ende und arbeitet wie üblich auf. Man erhält 25 Teile eines blauen Farbstoffs, der sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbstichiggrüner Farbe löst.
  • Der erhaltene Farbstoff wird in 20°/Qiger wäßriger Salzsäure mehrere Stunden unter Rückfluß erhitzt und das Umsetzungsprodukt mit wäßrigem Ammoniak oder mit Alkali gefällt. Das dabei entstehende Gemisch N-methylaminomethylierter Kupferphthalocyanine färbt natürliche oder regenerierte Cellulosefasern aus ameisensaurer Lösung in blauen Tönen.
  • In ähnlicher Weise lassen sich N-Äthyl- oder N-Butylacetamid als Ausgangsmaterial verwenden.
  • Beispiel 11 28 Teile N,N-Diäthylaminoessigsäureamid und 11 Teile Paraformaldehyd werden in der Kälte in eine Lösung von 10 Teilen Kupferphthalocyanin und 10 Teilen Phosphorpentoxyd in 140 Teilen 100°/oiger Schwefelsäure eingerührt und etwa 20 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Dann erhöht man die Temperatur einige Stunden auf 105 bis 110°C. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man einen blauen Farbstoff, der sich in heißer starker Ameisensäure löst und aus wäßriger ameisensaurer Dispersion Fasern, wie Baumwolle, in blauen Tönen färbt.
  • In ähnlicher Weise läßt sich beispielsweise auch S-Äthylthioessigsäureamid als Ausgangsmaterial verwenden. Beispiel 12 Eine Mischung von 200 Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 50 Teilen Natriumchlorid wird unter Rühren auf etwa 150°C erhitzt, bis eine klare Schmelze entstanden ist. Nun trägt man unter Aufrechterhaltung dieser Temperatur 40 Teile Kupferphthalocyanin und 40 Teile N-Oxymethylchloracetamid ein und erhöht dann die Temperatur auf 200°C. Nach 75 Minuten Reaktionszeit läßt man die Schmelze etwas- abkühlen und gießt sie in Eiswasser. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt, mit verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält so 55 Teile eines blauen Farbstoffes, der nach dem Ergebnis der Analyse ein Gemisch von wenig Mono- und vorwiegend Bis-(chloracetylaminomethyl)-kupferphthalocyanin darstellt.
  • Werden an Stelle von 40 Teilen N-Oxymethylchloracetamid 60 Teile bzw. 80 Teile dieser Verbindung eingesetzt, so erhält man unter den obengenannten Bedingungen ein Gemisch von etwa gleichen Mengen Bis- und Tris- bzw. fast ausschließlich von Tris-(chloracetylaminomethyl)-kupferphthalocyanin.
  • Die Farbstoffe lassen sich durch Erwärmen mit tertiären Aminen, wie z. B. mit Triäthanolamin oder Nicotinsäureamid, entsprechend Beispiel 1, a) oder b) in quartäre Ammoniumverbindungen überführen.
  • Tertiäre Sulfoniumverbindungen erhält man in folgender Weise: In 100 Teile Dioxan gibt man unter Rühren bei gewöhnlicher Temperatur 15 Teile Äthylmercaptan und 15 Teile festes Natriummethylat. Sobald das Natriummethylat in Lösung gegangen ist, trägt man 10 Teile feingemahlenes Tris- (chloracetylaminomethyl) -kupferphthalocyanin ein und erwärmt 1 bis 2 Stunden auf etwa 100°C. Dann gießt man die erkaltete Lösung in Wasser, saugt das entstandene Tris-(äthylmercaptoacetylaminomethyl)-kupferphthalocyanin ab und trocknet es. Erwärmt man den so erhaltenen Farbstoff mit etwa der 10fachen Menge Dimethyl- oder Diäthylsulfat, so entstehen wasserlösliche blaue tertiäre Sulfoniumverbindungen des Tris-(äthylmercaptoacetylaminomethyl)-kupferphthalocyanins. Sie können vorteilhaft zum Bedrucken von Baumwollfasern verwendet werden, auf denen sie leuchtendblaue Drucke von guter Lichtechtheit ergeben. Beispiel 13 In eine Schmelze von 200 Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid, 25 Teilen Natriumchlorid und 25 Teilen Kaliumchlorid rührt man 20 Teile Kupferphthalocyanin und danach innerhalb von 20 Minuten 50 Teile N-Oxymethylchloracetamid ein. Dann wird die Schmelze ungefähr 1,5 Stunden auf 195°C erwärmt und, wie im Beispiel 12 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält dabei 38 Teile Pentakis-(chloracetylaminomethyl)-kupferphthalocyanin.
  • Beendet man die Umsetzung bereits nach etwa 1stündiger Reaktionszeit, so erhält man Tetrakis-(chloracetylaminomethyl)-kupferphthalocyanin. Ähnliche Verbindungen entstehen, wenn man die Umsetzung innerhalb 7 Stunden bei 170°C oder etwa 20 Stunden bei 150'C durchführt.
  • Vermahlt man 20 Teile der so dargestellten Tetrakisverbindung mit 40 Teilen Thioharnstoff, erwärmt die Mischung nach Zusatz von 60 Teilen Wasser 20 Minuten auf 95°C, fällt nach dem Erkalten mit 100 Teilen Aceton und arbeitet wie üblich auf, so erhält man 24 Teile der blauen wasserlöslichen Isothiuroniumverbindurg.
  • Beispiel 14 Man rührt 10 Teile Kupferphthalocyanin bei Normaltemperatur in 200 Teile 100°/oige Schwefelsäure ein und setzt zu der Mischung allmählich 40 Teile rohes N-Chlormethylchloracetamid zu, das nach dem Verfahren der französischen Patentschrift 860 582 aus Chloracetamid und Dichlordimethyläther hergestellt wurde. Dann erwärmt man das Gemisch etwa 30 Stunden auf 80 bis 90°C und gießt die Lösung nach dem Abkühlen in Eiswasser. Nach Absaugen, Auswaschen und Trocknen erhält man 13 Teile eines blauen Farbstoffes, dessen Pyridiniumsalz aus ameisensaurer Flotte Baumwolle in blauen Tönen färbt.
  • Beispiel 15 Man löst 150 Teile Phosphorpentoxyd in 130 Teilen 80°/oiger Phosphorsäure und trägt in die abgekühlte Lösung 10 Teile Kupferphthalocyanin und danach allmählich 40 Teile rohes N-Butoxymethylchloracetamid (hergestellt entsprechend Helv. chim. Acta, 24 [1941], Fasc. extraord., S. 243 E, durch Verätherung von N-Oxymethylchloracetamid mit Butanol) ein. Nach einiger Zeit erhöht man die Temperatur auf 60 bis 80°C und beendet die Umsetzung durch längeres Erwärmen bei 100 bis 110°C. Nach dem Aufarbeiten erhält man einen Farbstoff, dessen Pyridinium- oder Isothiuroniumsalz Baumwolle in blauen Tönen färbt.
  • In ähnlicher Weise kann man auch N-Acetoxymethylacetamid (Liebigs Ann. Chem., 448, S. 299) als Ausgangsprodukt verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Phthalocyanine in wasserfreier saurer Lösung" mit Verbindungen des allgemeinen Typs worin X ein Wasserstoff- oder ein Halogenatom, eine Alkoxy-, Dialkylamino- oder Thioalkylgruppe, Y eine Hydroxyl-, Alkoxy- oder Acyloxygruppe oder ein Halogenatom und R1, R2 und R3 Wasserstoffatome oder Alkylgruppen bedeuten, umsetzt und die erhaltenen Produkte gewünschtenfalls hydrolysiert oder in quartäre Ammonium-, tertiäre Sulfoninm-oder tertiäre Isothiuroniumverbindungen überführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 812 945, 843725, 849 462, 852 588; britische Patentschrift Nr. 695 523; schweizerische Patentschrift Nr. 261977.
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