DE1029887B - Hochfrequenzverstaerker mit einem Neutralisierungskreis - Google Patents
Hochfrequenzverstaerker mit einem NeutralisierungskreisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hochfrequenzverstärker mit einer Elektronenröhre, insbesondere einer
Triode, einer einseitig mit der Anode verbundenen Ausgangsspule und einem Neutralisierungskreis.
Bei Hochfrequenzverstärkern für den Bereich von 50 bis 250MHz (im folgenden VHF-Bereich genannt),
insbesondere bei Abstimmeinrichtungen nach der Revolverbauart für Fernsehgeräte, wurden bisher
Pentoden- oder Kaskadenverstärkerstufen verwendet. Derartige Stufen sind teurer und enthalten mehr
Einzelteile als eine Triodenverstärkerstufe für den gleichen Verstärker. Triodenverstärker wurden in
diesen Frequenzbereichen jedoch bisher nicht benutzt, weil die Rückkopplungssignale zu negativer Verstärkung
führen und weil es bisher nicht gelang, eine derartige
Hochfrequenzrückkopplung innerhalb des ganzen VHF-Bereiches zu neutralisieren. Durch die Erfindung
wird die Anwendbarkeit der Neutralisierung erweitert, so daß im VHF- oder Meterwellenbereich
von 50 oder weniger bis 250 oder mehr MHz Trioden zur Verstärkung praktisch verwendet werden können.
Ihre Verwendung bei VHF-Fernseh-Mehrkanal-Abstimmeinrichtungen,
insbesondere bei beweglichen Arten mit Revolver oder Spule, führt bei einfachen Triodenstufen zu einer bemerkenswerten Neutralisierungswirkung.
Erfindungsgemäß wird ein Hochfrequenzverstärker der eingangs genannten Art in der Weise ausgebildet,
daß ein einen leitfähigen Hauptteil und eine Gegenelektrode mit zwei Anschlüssen aufweisender Kondensator
mit vernachlässigbarer Induktivität vorgesehen ist, dessen einer Anschluß mit dem anodenfernen, aber
HF-Spannung führenden Ende der Ausgangsspule, dessen Hauptteil mit dem Verstärkerchassis verbunden
ist, und dessen zweiter Anschluß, an welchem Signale auftreten, die um 180° gegenüber den an der
Anode auftretenden phasenverschoben sind, mit einem Neutralisierungskondensator verbunden ist, welcher
dem Gitter der Triode ein den Verstärker stabilsierendes Gegensignal zuführt.
Auf diese Weise wird bei den wirksamen Kapazitäten und im ganzen Frequenzbereich des Signals die
sonst in den Zuführungsleitungen vorhandene Induktivität auf einen sehr kleinen Wert verringert, so daß
sie einen vernachlässigbaren Einfluß auf die Phase des rückgekoppelten Neutralisierungssignals hat.
Bei der kommerziellen Anwendung der Erfindung werden bei wesentlich verringertem Schaltungsaufwand
Verstärkungen erzielt, die denen der Pentoden- oder Kaskodenverstärker gleichen, wobei der Rauschfaktor
und andere Kenngrößen mit denen der letztgenannten Verstärker vergleichbar sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Kondensator ein Durchführungs-
Hochfrequenzverstärker
mit einem Neutralisierungskreis
mit einem Neutralisierungskreis
Anmelder:
Standard Coil Products Co.,
Inc., Los Angeles, Calif. (V.StA.)
Inc., Los Angeles, Calif. (V.StA.)
Vertreter: Dipl.-Ing. C. Wallach, Patentanwalt,
München 2, Kaufingerstr. 8
München 2, Kaufingerstr. 8
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5. April 1955
V. St. v. Amerika vom 5. April 1955
Robert C. A. Eland, Arcadia, Calif. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
kondensator, der zweckmäßigerweise einen äußeren leitfähigen Hauptteil sowie eine Innenelektrode mit
zwei Anschlüssen aufweist, die von gegenüberliegenden Seiten des Kondensators hervorstehen. Weiterhin
kann zweckmäßigerweise der leitfähige Hauptteil des Kondensators an dem metallischen Verstärkerchassis
befestigt sein, während sich die genannten Anschlüsse an gegenüberliegenden Seiten des Chassis befinden
und von diesem gegeneinander abgeschirmt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsbeispielen an Hand einer einzigen, in der Zeichnung dargestellten Schaltung. Die Erfindung
kann jedoch auf Fernsehwähl- oder Abstimmeinrichtungen jeder Art angewendet werden oder zur Nachrichtenübertragung,
Hochfrequenzverstärkung od. dgl. dienen. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild einer Hochfrequenzverstärkerund Mischstufe, die einer Fernsehabstimmeinrichtung
entspricht,
Fig. 2 eine Schaltung des Neutralisierungskreises
nach der Erfindung,
Fig. 3 einen abgewandelten Kreis nach Fig. 2,
Fig. 4 im Schnitt einen im Neutralisierungskreis bevorzugt verwendeten Kondensator geringer Induktivität und
Fig. 4 im Schnitt einen im Neutralisierungskreis bevorzugt verwendeten Kondensator geringer Induktivität und
Fig. 5 eine Abwandlung des der Fig. 4 entsprechenden Kreises.
Fig. 1 zeigt ein Schaltbild einer Fernsehabstimmeinrichtung. Ein Antennentransformator 10 weist eine
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3 4
symmetrische Primärwicklung-11 ■ auf,, die mit einer oder Pentodenverstärkers. Das Vorwählglied 20, 21
Dipol-Empfangsantenne 15 verbunden ist. Das obere 22 ist einem bestimmten Kanal zugeordnet, ebenso
Ende 18 der Sekundärwicklung 16 ist mittels eines wie die Kreise, welche den Hochfrequenztransforma-
Kopphingskondensators 20, einer Hochfrequenzinduk- tor 33 und die zur Spule 50 gehörende Oszillatortivität'21
und eines Kopplungskondensators 22 mit 5 schaltung enthalten. Diese Schaltungsteile sind für
einer Vorwähl- oder Frequenzbestimmungsstufe ver- jeden Kanal auf einem besonderen Schaltbrett oder
bunden. Die Größen der Kondensatoren 20, 22 und der Streifen einer revolverartigen Abstimmeinrichtung
Induktivität oder Spule 21 bestimmen das Frequenz- angeordnet. Die zur Neutralisierung gemäß der Erfin-
band, auf welches die Stufe abgestimmt oder vorabge- dung dienenden Teile sind fest angeordnet und bleiben
stimmt ist. ' io bei sämtlichen gewählten Kanälen wirksam.
Das Ausgangssignal der Vorwahlstufe wird dem Ein Durchführungs- oder Scheibenkondensator
Steuergitter- 25 einer .Verstärkertriode 30 zugeführt. dient zur Kopplung des Ausgangskreises der Triode
Das Sieuergitter hat zwei voneinander unabhängige mit dem Neutralisierungskondensator 65 und über
Zuführungen 68 und 69: -Die Anode 31 der Triode 30 diesen mit dem Steuergitter. In Fig. 1 ist ein solcher
ist mit der Primärwicklung 32 eines Ausgangstrans- 15 Durchführungskondensator bei 60 dargestellt und verformators
33 verbunden·. -Die Anodenspannungsquelle bindet den Punkt B am unteren Ende der Primär-
B-V ist-mit der Anode 31 über eine Höchstfrequenz- wicklung 32 des Transformators 33 durch eine Platte
drossel 36 verbunden. Ein Uberbrückungskondensa- 61 hindurch mit einem Neutralisierungskondensator
tor 37 ist in üblicher Weise gegen Erde geschaltet. 65. Die Platte 61 kann ein Spulenbrettchen, eine Ab-Die
Sekundärwicklung 35 des Ausgangstransforma- 20 schirmung oder ein Teil des Chassis der Abstimmeintors
33 ist mit dem Steuergitter 41 einer Mischpen.- " richtung sein. Der Außenleiter 62 des Durchführungstode40
verbunden. Auf· diese Weise wird ein durch kondensator 60 ist entweder unmittelbar oder durch
das Glied 20, 21 und 22-Vofgewähltes und in der Tri- die teitf ähige Platte 61 mit Erde verbunden,
ode 30 verstärktes Hochfrequenzband über den Trans- Der untere oder innere Anschluß C des Durchfühformator
33 mit dem Steuergitter 41 der Mischröhre 25 rungskondensators 60 ist mit dem Neutralisierungs-40
gekoppelt. „ ' kondensator 65 verbunden. Zur Verringerung äußerer
Von einem nicht dargestellten Oszillator wird der Induktivitäten zwischen dem Punkt B und dem Gkter-
Mischröhre40 über einerWicklung 50 und die Sekun- anschluß 26 muß die Triode dicht am Transformator
därwicklung 35 die Oszillatorfrequenz zugeführt. Bei 33 angeordnet sein, so daß der Abstand zwischen den
einer Abstimmeinrichtung für sprunghafte Einstellung 30 Punkten B, C und 26 so klein wie möglich ist. Dann
werden die Wicklungen 32, 35 und 50 als Gruppe für hat eine durch Zuführungen des Neutralisierungskon-
die verschiedenen Frequenzkanäle eingeschaltet. Ein densators 65 zwischen den Punkten C und 26 gebildete
im Anodenkreis der Mischröhre liegender Punkt 56 Induktivität nur einen kleinen Einfluß auf die erzielte
"ist mit dem Zwischenfrequenzteil des Fernsehempfän- Neutralisierung,
gers in üblicher Weise verbunden. 35 Zum besseren Verständnis wird an Hand der Fig. 2
Die \rerwendung des Triodenverstärkers für Hoch- die Wirkung des Durchführungskondensators 60 in
frequenzverstärkung- hängt von einer vollkommenen der beschriebenen-Schaltung erklärt. Ein Kondensa-
Neutralisierung der Spannungsrückkopplung vom tor C0 stellt die zwischen der Anode 31, dem Gitter 25
Anodenkreis zum Kreis des Steuergitters 25 ab. Zur und Erde vorhandene Zwischenelektroden- oder innere
Erzielung einer Neutralisierung muß eine zum Gitter 40 Kapazität der Triode 30 dar sowie eine zusätzliche
der Triode zurückgeführte.Spannung im wesentlichen äußere Kapazität der Schaltungsteile im Ausgangs-
um 180° gegenüber der Spannung phasenverschoben kreis der Röhre 30, unabhängig von der abgestimmten
sein, die dem Gitter durch die Anode 31 über die Spule32. Mit anderen Worten: C0 stellt die Kapazi-
zwischen ihnen vorhandene Zwischenelektrodenkapa- tat der Triode 30 zwischen dem Punkt A und Erde,
zität zugeführt wird.' Bis; rückgeführte Signal sollte 45 L0 die Induktivität der Spule 32 und C1 die Kapazität
dem durch die Zwfschenelektrodenkapazität züge- des Durchführungskondensators 60 dar, der zwischen
führten Signal gleichen^ ;das selbstverständlich mit die Punkte B und C (Fig. 1) eingeschaltet ist. Diese
dem im Anodenkreis "der Triode vorhandenen, ver- Kapazität C1 ist die zwischen der Durchführungstei-
stärkten Signal identisch; ist. "' tung B-C und Erde auftretenden Kapazität.
Dadurch,, daß dem Steuergitter 25 eine Gegenspan- 50 Wie man sieht, stellt der Kreis, welcher C0, L0 und '
nung zugeführt wird,' die., etwa dieselbe Größe und C1 enthält, ein π-Glied dar. Die Spannung am Punkt A
Wellenform wie die demTSteuergitter durch die Rück- stellt das Ausgangshochfrequenzsignal der Triode 30
kopplung über die Zwislcfienelektrodenkapazität züge- dar, das über die Spule 32 in die Mischröhre 40 einführte
Spannung hat, jedoch dieser gegenüber um gespeist wird. Das am Punkt B liegende Potential
180°. phasenverschoben ist,. wird die Wirkung der 55 gleicht in seiner Wellenform dem am Punkte aufRückkopplung
kompensiert oder die Triode neutrali- tretenden Potential, ist diesem gegenüber jedoch um
siert. Auf diese Weise Mrd in den Frequenzbereichen, etwa 180° phasenverschoben. Die Amplitude am
bei denen die Neutralisiening wirksam ist, die volle Punkt B kann etwa der am Punkt A gleichen oder e>t-Verstärkung
der Triode;er*zielt. Die Erfindung richtet was geringer sein, wenn die Induktivität L0 einen
sich darauf, diese Neutralisierung über einen weiten 60 ohmschen Widerstand aufweist. Die ganze Induktivifiochfrequenzbereich,
insbesondere bei höheren Hoch- tat L0 kann als zwischen den Punkten A und B konfrequenzen,
wirksam.zu machen. Die als Beispiel zentriert angesehen werden, wobei das Potential am
dienende Ausführungsfarm für einen Fernsehkanal- Punkt £ gegenüber dem am Punkte um etwa 180°
wähler im VHF-Bereich1 wird im Bereich von 54 bis phasenverschoben ist.
216MHz für die in den'USA üblichen zwölf VHF- 65 Der Durchführungskondensator 60 hat die Aufgabe,
Kanäle neutralisiert. . . das Potential B mit dem Neutralisierungskondensator
Die zu beschreibende wirksame Neutralisierung 65 unter der richtigen Phasenverschiebung von 180°
arbeitet zufriedenstellend, und ergibt für jeden der in Beziehung zu bringen. Dies wird dadurch erreicht, ν.
zwölf Xanäle eine volle ,Verstärkung der Triode, die daß der Durchführungskondensator 60, betrachtet1'
vergleichbar ist mit der Verstärkung eines Kaskoden- 70 vom Punkt C her, gegenüber dem Punkt B praktisch!·
keine Induktivität aufweist, sondern in diesem Sinne eine reine Kapazität ist, während eine etwa vorhandene
kleine Induktivität in L0 liegt. Sollte eine wirksame Induktivität zwischen den Punkten B und C auftreten,
so würde die Phasenverschiebung von 180° für die Zwecke der Neutralisierung der Triode 30 gestört
werden. Bei den Höchstfrequenzen, bei denen die als Beispiel dienende Ausführungsform arbeitet, stört
selbst eine kleine Induktivität bei B-C die Neutralisierung vollständig. In diesem Falle würde das Signal
l>ei seiner Ankunft an dem Gitter 25 keine ausreichende Wirkung haben, um das Gitter von der
Anode 31 zugeführte Signal zu neutralisieren. Die Triode 30 könnte daher nicht, wie erforderlich, wirksam verstärken.
Die Außenhülse 62 des Durchführungskondensators ist mit Erde über die Kapazität C1 verbunden. Auf
diese Weise ist die Kapazität C0 am Eingang von L0
durch das abgebildete π-Glied neutralisiert. Gemäß
der Erfindung wird durch ein .τ-Glied am Punkt C die
Phasenverschiebung von 180° des erforderlichen Signals mit Sicherheit hervorgerufen. Ferner sollte die
Kapazität des Durchführungskondensators C1 in der
Größenordnung der zehnfachen wirksamen Kapazität C0 liegen. Bei der als Beispiel dienenden Ausführungsform
kann der Durchführungskondensator 60, je nach dem Wert von C0, eine Kapazität C1 der Größenordnung
von 10 bis 50 pF haben. Mit Cn wird im folgenden
die wirksame Neutralisierungskapazität des Kondensators 65 bezeichnet und mit Cga die Kapazität
zwischen dem Gitter 25 und der Anode 31. Der Erfinder hat festgestellt, daß die hier erwähnte breitbandige
Neutralisierung auftritt, wenn die Beziehung
Cn
35
Ca
erfüllt ist. Wesentlich ist, daß am Punkt B durch die Verbindung mit dem Neutralisierungskondensator 65
keine wirksame Induktivität hinzugefügt wird und daß die Induktivitäten in L0 des ^-Gliedes konzentriert
werden. Ein unterschiedlicher Wert der Kapazität C1 hat lediglich eine unterschiedliche Amplitude des am
Punkt C auftretenden Signals zur Folge. Dies kann, wenn das Signal mit dem am Gitter 25 erforderlichen
Rückkopplungssignal verknüpft wird, durch die Größe des Neutralisierungskondensators 65 berücksichtigt
werden.
Der Neutralisierungskondensator 65 kann einstellbar sein, damit bei irgendeiner bestimmten Triode 30
innerhalb des Höchstfrequenzbereiches eine vollständige Neutralisierung erzielt werden kann. Bei der als
Beispiel dienenden Ausführungsform hatte die C0 entsprechende
Zwischenelektrodenkapazität der Röhre 30 einen Wert von 1 pF und die wirksame Kapazität des
Neutralisierungskondensators 65 etwa 1,8 pF. Die Induktivität der Zuführungen des Neutralisierungskondensators
65 zwischen den Punkten C und 26 ist hierbei im Hinblick auf den kleinen Wert der Kapazität
des Kondensators 65 nicht sehr wesentlich. Trotzdem ist es erwünscht und wichtig, daß die Gesamtlängen
der Zuführungen vom Kondensator 65 zu den Punkten 26 und C so kurz wie möglich sind,
Fig. 3 zeigt ein wirksames τι-Glied C0, L0, C2, L2.
Der Teil zwischen den Punkten A und B und C0
gleicht denen der Fig. 2. An Stelle eines geerdeten Durchführungskondensators 60 weist jedoch das Glied
eine gewöhnliche Leitung zwischen dem Punkt B der Spule 32 und dem Verbindungspunkt C auf, welcher
dem Punkt C der Fig. 2 entspricht. Eine solche gewohnliche Leitung hat eine wirksame Induktivität L2,
die die am Punkt C erforderliche Phasenverschiebung um 180° gegenüber dem am Punkt A auftretenden
Signal stört. Das π-Glied ist gestört, undp die durch
die obengenannten Mittel nach Fig. 1 normalerweise erzielte Neutralisierung kann nicht auftreten.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform des Durchführungskondensators 60. Der
Durchführungsleiter 63 verbindet die beiderseits der Platte 61 liegenden Punkte B und C. Ein dielektrisches
Röhrchen 64, z. B. aus keramischem Stoff, umgibt den Leiter 63. Eine leitende Schicht 62, z. B. Silber, umgibt
das Dielektrikum 64 oder ist auf dieses aufgalvanisiert. Der Durchführungskondensator 60 ist in einer
Öffnung in der Platte 61 angeordnet, die, sofern sie
metallisch ist, selbst eine Erdung für die Außenschicht 62 des Durchführungskondensators 60 bildet. Andere
bekannte Konstruktionen für den Durchführungskondensator können selbstverständlich ebenfalle verwendet
werden.
Fig. 5 zeigt eine Alternative zu dem Durchführungskondensator 60 in Form eines Scheibenkondensators
66. Ein Scheibenkondensator hat ebenfalls eine sehr niedrige oder vernachlässigbare Induktivität für die
hier in Betracht kommenden hohen Frequenzen. Die Bodenfläche 67 des Scheibenkondensators 66 ist an der
Platte 61', die eine Abschirmung oder ein Chassisteil sein kann, befestigt oder an diese angelötet. Der
Scheibenkondensator 66 wird an Stelle des Durchführungskondensators 60 eingeschaltet. Der Anschluß B"
ist unmittelbar mit der unteren Seite B der Spule 32 und der Anschluß C" unmittelbar mit der einen Seite
des Neutralisierungskondensators 65 verbunden. Der Erfinder hat festgestellt, daß beim Neutralisieren
einer Triode mit einem Scheibenkondensator ebenso gute Erfolge erzielt werden wie mit einem Durchführungskondensator.
Der Erfinder hat festgestellt, daß auch bei einer Ausführungsform mit nur einer Gitterzuführung eine
wirksame Neutralisierung nach der Erfindung erzielt werden kann, wenn als abgestimmter Hochfrequenzeingangskreis
der Stufe 30 an Stelle eines Parallelschwingkreises ein Reihenschwingkreis verwendet
wird.
Der Preis einer Triode ist geringer als der einer Kasko'de oder einer Pentode, so daß eine wesentliche
Ersparnis erzielt wird, insbesondere wenn man bedenkt, daß für die Triodenschaltung weniger Schaltungsteile
erforderlich sind. Die Triode 30 nach Fig. 1 kann die eine Hälfte einer Doppelröhre sein, so daß
weitere Ersparnisse eintreten, wenn die zweite Hälfte für einen anderen Teil der Schaltung, z. B. für die
Oszillator- oder Mischstufe verwendet wird. Sollte eine Neutralisierung einer zweiten Triode in dem
Hochfrequenzverstärker erforderlich sein, so kann die Erfindung auch auf diese unabhängig angewandt
werden.
Claims (6)
1. Hochfrequenzverstärker mit einer Elektronenröhre, insbesondere einer Triode, einer einseitig
mit der Anode verbundenen Ausgangsspule und einem Neutralisierungskreis, dadurch gekennzeichnet,
daß ein einen leitfäbigen Hauptteil (62 in Fig. 1 und 4; 67 in Fig. 5) und eine Gegenelektrode
mit zwei Anschlüssen (B, C; B", C") aufweisender Kondensator (60, 66) mit vernachlässigbarer
Induktivität vorgesehen ist, dessen einer Anschluß (B, B") mit dem anodenfernen, aber
HF-Spannung führenden Ende der Ausgangsspule
(32), dessen Hauptteil (62, 67) mit dem Verstärkerchassis (61, 61') verbunden ist, und dessen
zweiter Anschluß (C, C"), an welchem Signale auftreten, die um 180° gegenüber den an der
Anode (31) auftretenden phasenverschoben sind, mit einem Neutralisierungskondensator (65) verbunden
ist, welcher dem Gitter (25) der Triode (30) ein den Verstärker stabilisierendes Gegensignal
zuführt.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgangsspuk (32) eine von mehreren zum Betrieb des Empfängers innerhalb
eines bestimmten VHF-Bandes wahlweise in Reihe mit der Anode (31) schaltbaren Ausgangsspulen
ist.
3. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator ein Durchführungskondensator
(60) ist.
4. Verstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchführungskondensator (60)
einen äußeren leitfähigen Hauptteil (62) sowie eine Innenelektrode mit zwei Anschlüssen (B, C)
aufweist, die von gegenüberliegenden Seiten des Kondensators hervorstehen.
5. Verstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der leitfähige Hauptteil (62) des
Kondensators an dem metallischen Verstärkerchassis (61) befestigt ist und daß sich die Anschlüsse
(B, C) an gegenüberliegenden Seiten des Chassis befinden und von diesem gegeneinander
abgeschirmt werden.
6. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator knopfartig
ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 658 450, 829 908,
732, 869 224;
Deutsche Patentschriften Nr. 658 450, 829 908,
732, 869 224;
Britische Patentschrift Nr. 436 419;
USA.-Patentschrift Nr. 2 128 661.
USA.-Patentschrift Nr. 2 128 661.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 510/351 5. 58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US829403XA | 1955-04-05 | 1955-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1029887B true DE1029887B (de) | 1958-05-14 |
Family
ID=22174417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST11040A Pending DE1029887B (de) | 1955-04-05 | 1956-04-05 | Hochfrequenzverstaerker mit einem Neutralisierungskreis |
Country Status (2)
| Country | Link |
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