DE1029869B - Optische Filterscheibe fuer Fernsehempfaenger - Google Patents
Optische Filterscheibe fuer FernsehempfaengerInfo
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- H01J29/86—Vessels; Containers; Vacuum locks
- H01J29/89—Optical or photographic arrangements structurally combined or co-operating with the vessel
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, bei Fernsehempfängern vor dem Bildschirm der Kathodenstrahlröhre ein optisches
Filter anzuordnen. Es ist vorgeschlagen worden, dieses Filter zur Erzielung einer Kontrastverbesserung
einzufärben. Durch Tages- oder Lampenlicht, das zur Aufhellung des Raumes, in dem der Fernsehempfänger
aufgestellt ist, dient, wird die Bild' wiedergabe erheblich verschlechtert, da es nach
Streuung bzw. Reflexion am Bildschirm als Störlicht den Kontrast des Bildes wesentlich herabsetzen kann.
Bereits durch eine an sich bekannte geringfügige neutrale Graufärbung des Filters läßt sich der Kontrast
verbessern, da das störende Fremdlicht zweimal das Filter passieren muß und dabei stärker gedämpft
wird, als das vom Bildschirm ausgehende Nutzlicht, das das Filter nur einmal durchdringt.
Bei den üblichen Fernsehbildröhren weist das sichtbare Spektrum des vom Bildschirm ausgesandten
Lichtes zwei oder mehrere Maxima auf, die jedoch so liegen, daß ein annähernd weißer Lichteindruck
erhalten wird. Unter Ausnutzung dieser Eigenschaften der Leuchtphosphore ist es zur Kontrasterhöhung
des Fernsehbildes bekannt, vor dem Bildschirm der Elektronenstrahlröhre ein optisches Filter
anzubringen, das im wesentlichen nur die auf der Fluoreszenzschicht des Bildschirmes durch den Elektronenstrahl
erzeugte Strahlung hindurchläßt und Strahlung anderer Wellenlängen, die z. B. im einfallenden
Tageslicht oder im von der Beleuchtungsquelle des Wiedergaberaumes ausgehenden Licht ent-
halten ist, schwächt.
Bei manchen Fernsehbildröhren wirkt das auf dem Schirm erzeugte Bild infolge seines leicht bläulichen
oder grünlichen Lichteindruckes kalt und wenig ansprechend. Es wurde auch festgestellt, daß Fernsehempfänger,
deren Bild eine mehr in Richtung eines Chamois-Tones gehende Färbung aufweist, vom
Käuferpublikum günstiger aufgenommen wurden. Aus der Lichttechnik ist durch neuere Untersuchungen
bekanntgeworden, daß ganz allgemein bei kleineren Beleuchtungsstärken ein Farbton als angenehm
empfunden wird, dessen Schwerpunkt mehr in Richtung längerer Wellenlängen (gegen Rot) verschoben
ist, während bei hohem Beleuchtungsniveau ein mehr dem Tageslicht angenäherter Farbton als
angenehm empfunden wird, der bei kleinerem Beleuchtungsniveau kalt und blaustichig wirkt. Da ein
Fernsehbildschirm meist als Lichtquelle mit kleinem Beleuchtungsniveau angesehen werden muß, ist der
unangenehme Eindruck eines bläulich eingestellten Schirmes verständlich.
Es ist daher wünschenswert, jedermann die Möglichkeit zu geben, unabhängig von der Art des Fernsehgerätes
bzw. der Bildröhre durch Wahl eines Optische Filterscheibe
für Fernsehempfänger
für Fernsehempfänger
Anmelder:
Siemens-Electrogeräte Aktiengesellschaft,
Siemens-Electrogeräte Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Oskar-von-Miller-Ring 18
München 2, Oskar-von-Miller-Ring 18
Dr. Paul Schulz und Dipl.-Ing. Gerhard Janus,
Karlsruhe (Bad.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
geeigneten Lichtfilters den Bildeindruck seinem individuellen Geschmack anzupassen und gleichzeitig den
Kontrast zu verbessern.
Es ist zwar bekannt, bei industriellen Fernsehanlagen vor dem Bildwiedergabegerät ein optisches
Filter anzubringen, dessen Farbe der des zu übertragenden Objektes oder dem Spektralbereich, der bevorzugt
auf der Bildaufnahmeseite wirksam ist, angepaßt ist, so daß beispielsweise bei der Beobachtung
einer Feuerungsanlage der Eindruck eines gelblichroten Bildes entsteht, sofern dieser Spektralbereich
noch mit ausreichender Amplitude im Emissionsspektrum des Fluoreszenzschirmes enthalten ist.
Hierdurch wird jedoch lediglich eine der natürlichen Farbe des beobachteten Vorganges entsprechende
Färbung des wiedergegebenen Bildes, aber keine wesentliche Erhöhung des Kontrastes erreicht.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fernsehempfänger mit optischem Filter, das vorwiegend nur die
auf der Fluoreszenzschicht des elektronenstrahlerregten Bildschirmes erzeugte Strahlung, die zwei
oder mehrere Maxima besitzt, hindurchläßt und Strahlung anderer Wellenlängen, die z. B. im ein-
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fallenden Tageslicht oder, im von der Beleuchtungsquelle des Wiedergaberaum.es ausgehenden. Licht enthalten
sind, schwächt. Nach der Erfindung wird die Durchlässigkeit der Filterschicht im Bereich mindestens
eines der Emissionsmaxima -der Fluoreszenzschicht durch Dämpfung! oder Verschiebung mindestens
eines der Durchlässigkeitsmaxima der Filterscheibe soweit verändert,, daß der Farbton des Fernsehbildes
um einen gewünschten Betrag in Richtung auf ein anderes Emissidnsmaximum verschoben wird.
Hierdurch läßt sich beispielsweise ein mehr ins Chamois gehender angenehm warmer Farbton der
Bildwiedergabe erzielen, vorausgesetzt, daß entsprechend längerwellige Strahlungskomponenten überhaupt
im Emissionsspektrum des Schirmmaterials enthalten sind.
Gemäß Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann das Filter gleichzeitig so bemessen sein, daß
nur schmale Spektralbereiche, die jeweils die Emissionsmaxima des Bildschirmes umfassen, durchgelassen
werden und die zwischen den Emissionsmaxima des Bildschirmes liegenden Spektralbereiche
stark gedämpft werden. Hierdurch wird gleichzeitig der Kontrast in besonders wirkungsvoller Weise verbessert.
Auch durch geringfügige Verschiebung der Maxima der Filterdurchlaßkurve gegenüber den
Strahlungsmaxima des Phosphors kann dem Bild ein bestimmter Farbcharakter. verliehen werden.
Es ist an sich bekannt, bei Kontrastfiltern die zwischen den Emissionsmaxima des vom Bildschirm
ausgesandten Lichtes liegenden Spektralbereiche stark zu dämpfen. Nach der Erfindung wird dagegen ein
Filter vorgeschlagen, das zugleich mit einer wirksamen Kontrastverbesserung eine dem individuellen
Geschmack des Fernsehteilnehmers angepaßte Färbkorrektur des Schirmbildes bewirkt. Durch die erfindungsgemäßen
Filter können gegebenenfalls auch unerwünschte Streuungen in der spektralen Emissionsverteilung, die bei der Fabrikation der Bildröhren
auftreten, ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß man
in der Wahl der Phosphore für den Bildschirm eine größere Freiheit erhält. Das Emissionsspektrum des
Bildschirmes braucht daher nicht von vornherein den gewünschten Farbton zu ergeben. Insbesondere
können auch Phosphore bzw. Phosphormischungen verwendet werden, die kleine störende relative
Maxima in ihrem Emissionsspektrum besitzen, welche sonst den Farbton unerwünscht beeinflussen würden.
Die Filterscheibe nach der Erfindung kann auch nachträglich an einem schon vorhandenen Fernsehempfänger
befestigt werden oder als besondere transparente Schicht auf dem am Fernsehempfänger bereits
vorhandenen Implosionsschutz oder auf der Bildröhre selbst angebracht sein. Es empfiehlt sich auch, die
Filterscheibe leicht auswechselbar im Gerät einzubauen, so daß bei einer eventuellen Verwendung einer
Bildröhre mit gänzlich anderen Schirmeigenschaften ein geeigneteres Filter in einfacher Weise eingesetzt
werden kann.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Fernsehempfänger, dessen Gehäuse 1 eine
öffnung 2 zur Betrachtung des Bildschirmes 3 der Bildröhre 4 aufweist. In der Öffnung 2 befindet
sich leicht gegen die Vertikale geneigt der Rahmen, 6, in dem die Filterscheibe 7, die beispielsweise aus
Mehrschichtensicherheitsglas besteht und gleichzeitig auch als Implosionsschutzscheibe dienen kann, gehalter
ist. Hierbei sind mit la die beiden Glasscheiben;
mit 7 b die zum Verkleben der beiden Scheiben dienende Zwischenschicht bezeichnet. Die
Zwischenschicht 7 b kann in einfacher Weise zur Erzielung einer Filterwirkung eingefärbt sein. Es ist
jedoch auch möglich, die Glasscheiben selbst oder deren Oberfläche zur Erzielung einer optischen Filterwirkung
entsprechend einzufärben. Das die Schaltelemente des Fernsehempfängers enthaltende Chassis
ist mit 5 bezeichnet.
Fig. 2 zeigt beispielsweise ein Emissionsspektrum la eines Bildschirmes, das drei Maxima aufweist.
Zur Erreichung einer Farbverschiebung (Kurve 1 b) genügt ein Filter mit einer Durchlässigkeitskurve
nach Ic. Hierdurch wird gleichzeitig eine Kontrastverbesserung erzielt. Auf der Ordinate sind
die relative Energie und die relative Durchlässigkeit aufgetragen.
Fig. 3 zeigt das Emissionsspektrum einer Röhre mit zwei komplementären Emissionsmaxima
(Kurve 2 a). Auch hier läßt sich durch stärkeres Absenken des einen Maximums (z. B. blau) entsprechend
Kurve 2 b der Farbeindruck verändern und gleichzeitig der Kontrast verbessern. Dies wird erreicht
durch eine Durcblässigkeitskurve 2 c des Filters.
In den Emissionskurven bestimmter Phosphore befinden sich bisweilen neben dem Hauptmaximum
kleinere relative Maxima, die unter Umständen einen unerwünschten Farbeindruck des Bildschirmes her
vorrufen können. Mit Hilfe einer Filterkurve 3 c in"
Fig. 4 könnte für eine Phosphor-Emissionskurve nach 3 a eine Unterdrückung des Nebenmaximums
unter gleichzeitiger Kontrastverbesserung erreicht werden. Kurve 3 b stellt das Spektrum der gefilterten
Strahlung dar.
In Fig. 5 ist dargestellt, wie man durch geeignete Verschiebung eines Durchlässigkeitsmaximums der
Filterkurve eine Farbkorrektur des Schirmlichtes erreichen kann. Hierbei ist mit 4a der spektrale Verlauf
der Lichtemission eines Bildschirmes bezeichnet. Verwendet man beispielsweise ein Filter mit einem
Durchlässigkeitsverlauf nach Kurve Ac, so erhält man ein Spektrum der gefilterten Strahlung 4 b und
somit einen Bildeindruck ohne störende blaue Verfärbung.
Claims (4)
1. Optische Filterscheibe für Fernsehempfänger,
weiche vorwiegend nur die auf der Fluoreszenzschicht des elektronenstrahlerregten Bildschirmes
erzeugte Strahlung, die zwei oder mehrere spektrale Maxima besitzt, hindurchläßt und Strahlung
anderer Wellenlängen, die z. B. im einfallenden Tageslicht oder im von der Beleuchtungsquelle
des Wiedergaberaumes ausgehenden Licht enthalten ist, schwächt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Durchlässigkeit der Filterscheibe im Bereich mindestens eines der Emissionsmaxima durch
Dämpfung oder Verschiebung mindestens eines der Durchlässigkeitsmaxima soweit verändert ist,
daß der Farbton des Fernsehbildes um einen gewünschten Betrag in Richtung auf ein anderes
Emissionsmaximum verschoben ist.
2. Filterscheibe nach Anspruch 1, dadurch ger
kennzeichnet, daß das Filter so bemessen ist, daß jeweils nur schmale Spektralbereiche um die
Emissionsmaxima des Bildschirmes durchgelassen
werden und die zwischen den Emissionsmaxima des Bildschirmes liegenden Spektralbereiche stark
gedämpft werden.
3. Filterscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterscheibe oder
Filterschicht auf dem Implosionsschutz oder der Bildröhre nachträglich anbringbar ist.
4. Filterscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterscheibe leicht
auswechselbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1708 717;
deutsche Patentanmeldung S 23394
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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