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DE10297399T5 - Neue Cellulosematerialien - Google Patents

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DE10297399T5
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cellulose
microorganisms
enterobacter
water
sugars
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DE10297399T
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Chihiro Fuji Yamane
Kunihiko Fuji Okajima
Makiko Kyoto Otsuka
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Asahi Kasei Corp
Asahi Kasei Chemicals Corp
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Asahi Kasei Corp
Asahi Kasei Chemicals Corp
Asahi Chemical Industry Co Ltd
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P19/00Preparation of compounds containing saccharide radicals
    • C12P19/04Polysaccharides, i.e. compounds containing more than five saccharide radicals attached to each other by glycosidic bonds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B15/00Preparation of other cellulose derivatives or modified cellulose, e.g. complexes
    • C08B15/08Fractionation of cellulose, e.g. separation of cellulose crystallites

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Abstract

Kugelförmiges Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildet ist, der Kristallinitätsgrad 70% oder höher ist und Makrofibrillen radial vom Zentrum der Makrofibrillen zum Umfang der Makrofibrillen gebildet sind.

Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf durch Bakterien produzierte Cellulosematerialien und ein Polysaccharid mit neuen Strukturen und Eigenschaften, ihre Kulturverfahren und ihre Verwendungen.
  • STAND DER TECHNIK
  • Als Cellulosematerialien produzierende Bakterien sind Acetobacter-Stämme (Acetobacter) wie etwa Acetobacter xylinum subsp. sucrofermentans, das durch den Stamm BPR2001 repräsentiert wird, Acetobacter xylinum ATCC23768, Acetobacter xylinum ATCC23769, Acetobacter pasteurianus ATCC10245, Acetobacter xylinum ATCC14851, Acetobacter xylinum ATCC11142 und Acetobacter xylinum ATCC10821, Agrobacterium, Rhizobium, Sarcina, Pseudomonas, Achromobacter, Alcaligenes, Aerobacter, Azotobacter, Zeuglare, verschiedene Arten von Varianten, die durch Variation dieser Bakterien durch bekannte Verfahren unter Verwenden von NTG (Nitrosoguanidin) und dergleichen erzeugt wurden, und so weiter bekannt.
  • Zur Produktivitätssteigerung von Cellulose mit Acetobacter-Stämmen gedachte Verfahren sind in einer großen Zahl Patentanmeldungen einschließlich der von Biopolymer Research Co., Ltd. eingereichten vorgeschlagen worden. Verfahren zum Erhalten von Mutanten und Verfahren des Verwendens kostspieliger und spezieller Mittel werden zum Beispiel in der JP-A-62-265990, JP-A-63-202394, JP-A-63-74490, JP-A-2-238888, JP-B-6-43443, JP-B-5-1718, JP-A-7-184677 und JP-A-7-184675 beschrieben. Verfahren zum Kontrollieren der Kulturbedingungen unter Rühren werden zum Beispiel in der JP-A-9-94094, JP-A-9-514136 und dergleichen beschrieben.
  • Bei den vorstehend beschriebenen, bekannten Kulturverfahren wird gleichzeitig eine sehr geringe Menge wasserlöslichen Polysaccharids produziert, aber nahezu das gesamte Cellulosematerial als Hauptprodukt wird als Cellulose mit β-1,4-Glykosidbindungen erkannt und das Verhältnis von Iα-Kristallen zu Iβ-Kristallen ((Iα/Iβ) × 100, hierin nachstehend als Iα-Anteil bezeichnet), das bei der Cellulo se-Kristallographie verwendet wird, wird als 64 bis 72% angenommen (SCIENCE, Bd. 223, 283 (1984)). Die Iα-Kristalle weisen eine niedrige Oberflächenenergie wie etwa Benetzbarkeit auf, da, wenn eine spezielle Kristallebene, insbesondere die (11-0)-Ebene orientiert ist, die Hydroxygruppendichte in der Kristallebene niedriger als die der Iβ-Kristalle ist. Somit weist ein Cellulosematerial, das durch herkömmliche Mikroorganismen wie etwa Acetobacter-Stämme produziert wurde, bei dem der Iα-Anteil 64 bis 72% hoch ist und die (11-0)-Ebene orientiert ist, im wesentlichen eine niedrige Oberflächenaktivität auf.
  • Einige Patentveröffentlichungen offenbaren Beispiele, bei denen der Celluloseumwandlungsgrad bezüglich der Zucker, die als Kohlenstoffquellen verwendet werden, 30% oder größer bei der Herstellung des Materials auf Cellulosegrundlage bei dem Kulturverfahren mit Acetobacter-Stämmen ist. Es kann jedoch angenommen werden, daß der Celluloseumwandlungsgrad in der Praxis etwas über 20% liegt. Diese bekannten Kulturverfahren sind in ihrer Ausführung kompliziert, da eine Spinnerkultur im Hinblick auf die Tatsache, daß Acetobacter-Stämme, die aerobe Bakterien sind, verwendet werden, besondere Einrichtungen erfordert.
  • Im allgemeinen wird eine Spinnerkultur als industrielles Herstellungsverfahren verwendet und die grundlegende Morphologie eines hergestellten Cellulosematerials wird im USP-5 144 021 offenbart. Gemäß dem US-Patent weist das Cellulosematerial eine kugelförmige oder ellipsoide Gestalt mit einer Größe von etwa 0,1 bis 10 mm als makroskopische Struktur auf. Dessen innere Struktur ist ein in sich zusammenhängendes Netzwerk und es wird somit angenommen, daß das Cellulosematerial solche Eigenschaften aufweist, daß der Verdichtungswiderstand beim Anfeuchten hoch ist. Ein hoher Verdichtungswiderstand bedeutet jedoch auch, daß Wasser schwer ablaufen kann und das Trocknen auf diese Weise schwierig ist. Da es weiterhin keine Fibrillen gibt, die sich radial um die vorstehende kugelförmige oder makroskopische elliptische Struktur erstrecken, kann angenommen werden, daß zum gegenseitigen und gleichförmigen Dispergieren der makroskopischen Strukturen eine beträchtliche Energie erforderlich ist. Weiterhin ist gemäß der USP-5 144 021 der Kristallinitätsgrad nicht so hoch, d. h. 70% oder weniger, und es ist somit vorstellbar, daß die Festigkeit der Cellulose selbst und das Leistungsverhalten beim Kombinieren mit einem anderen Polymermaterial schlecht sind.
  • Ein lockeres Material aus Bakteriencellulose mit einem Sedimentationsverdichtungsgrad von 0,12 bis 0,20 wird in der JP-B-2 877 676 offenbart. Dadurch gekennzeichnete Bakteriencellulose, daß die dynamische Viskosität einer wäßrigen Suspension von 0,1% Bakteriencellulose 1000 cP oder größer ist (30°C, 10 rad/s), wird in der JP-B-2 971 024 offenbart. Diese Offenbarungen wie die der JP-B-6-43443 zeigen, daß Bakteriencellulose leicht Wasser einschließt und das herkömmliche Cellulosematerial hohe Verdickungs- und Dispersionswirkungen aufweist, aber den Nachteil besitzt, daß beträchtliche Energie für das Verarbeiten des Materials zu einem festen Produkt verbraucht wird. Zum anderen wird die durch Acetobacter-Stämme produzierte Bakteriencellulose im Handel nur als akustische Schwingplatte verwendet.
  • Die Entwicklung von Bakteriencellulose als Nahrungsmittelzusätze ist untersucht worden, hat aber zu keiner aktuellen Kommerzialisierung geführt. Dies wird als zum Teil der Tatsache zugeschrieben angesehen, daß obschon die durch Acetobacter-Stämme produzierten Fibrillen die bemerkenswerte Eigenschaft aufweisen, im Durchmesser mehrere nm dünn zu sein, ihre makroskopische Morphologie einfach ein Ellipsoid ist und verglichen mit anderen Fasermaterialien weit davon entfernt ist, für das Verarbeiten von Vorteil zu sein. Weiterhin wird auch als weiterer Grund erachtet, daß dies der Tatsache zugeschrieben wird, daß Bakteriencellulose nicht auf wirklich funktionierende Weise in Kultur produziert worden ist.
  • Die Erfinder fanden durch Genanalyse von 16S-rRNA, daß zu Enterobacter stark homologe Mikroorganismen (Stamm CJF002) ein celluloseähnliches Material produzieren und reichten eine Patentanmeldung zur Erfindung eines Verfahrens zum Anwenden der Mikroorganismen auf die tertiäre Erdölgewinnung (JP-A-2001-321164) ein. In der Patentanmeldung wird die statische Kultur als bevorzugtes Kultivierungsverfahren beschrieben und ein Verfahren zum Blockieren eines Wasserspülkanals eines Erdölgrundgesteins durch die Produkte der Mikroorganismen wird offenbart, aber die genaue Struktur, Funktion und dergleichen verschiedener Arten von Kohlenstoffquellen, die sich auf das hergestellte celluloseähnliche Material beziehen, werden nicht offenbart.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfinder fanden, daß eine Kultur unter Verwenden Cellulose produzierender Enterobacter-Bakterien ein neues Cellulosematerial produzieren kann. Dieses neue Cellulosematerial weist eine nahezu kugelförmige Gestalt bei einem Höchstdurchmesser von mehreren Millimetern auf, wobei anders als bei der ellipsoiden Morphologie der herkömmlichen, durch Mikroorganismen produzierten Cellulose Makrofibrillen radial vom Zentrum zum Umfang gebildet sind. Diese Gestalt wird leicht von der Kulturbrühe getrennt, über einem Filter zur Reinigung gewaschen und zur Bildung eines Folgeprodukts dispergiert. Es kann ein biologisches Verfahren mit niedrigem Energieverbrauch bereitgestellt werden und weist die Möglichkeit des Zeigens einer neuen Funktion auf, die sich von einer speziellen Gestalt ableitet, die von der des herkömmlichen Materials verschieden ist. Weiterhin weist das neue Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung einen sehr hohen Kristallinitätsgrad auf und ist daher bei der Festigkeit der Cellulose selbst und dem Leistungsverhalten beim Kombinieren mit anderen Polymermaterialien ausgezeichnet.
    • (1) Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf kugelförmige Polymermaterialien, bei denen das Cellulosematerial eines durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildetes, wasserunlösliches Polysaccharid ist, der Kristallinitätsgrad 70% oder höher ist und Makrofibrillen radial vom Zentrum zur Umfang gebildet sind.
    • (2) Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Cellulosematerial, bei dem das Cellulosematerial ein durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildetes, wasserunlösliches Polysaccharid ist, das Zusammensetzungsverhältnis der Glucoseeinheiten in dem wasserlöslichen Polysaccharid 85 bis 100% ist und der Iα-Anteil des Cellulosekristallpolymorphismus mindestens 45% und höchstens 63% ist.
    • (3) Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf das Cellulosematerial gemäß vorstehend (1) oder (2), wobei der durch ein Viskositätsverfahren für eine Cadoxenlösung der Cellulose bestimmte mittlere Viskositätspolymerisationsgrad 3500 oder höher ist.
    • (4) Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf das Cellulosematerial gemäß einem aus vorstehend (1) bis (3), das durch Kultivieren von Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen davon erhalten wird.
    • (5) Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf das Cellulosematerial gemäß vorstehend (4), wobei der vorstehend beschriebene Enterobacter-Mikroorganismus vom Stamm CJF002 ist.
    • (6) Weiter bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen des Cellulosematerials gemäß einem aus vorstehend (1) bis (3), das das Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem aus der Gruppe bestehend aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend Kultivieren der Mikroorganismen unter Rühren bei einer Temperatur von mindestens 20°C und höchstens 45°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquelle umfaßt.
    • (7) Weiter bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen Verbund aus dem Cellulosematerial gemäß vorstehend (1) bis (3) und (einem) anderen Polymermaterial(ien) und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid.
    • (8) Weiter bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide mit Glucose, Galactose und Fucose als andere Hauptbestandteile als carboxylierte Zucker, die durch Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend Kultivieren der Mikroorganismen bei einer Temperatur von mindestens 4°C und höchstens 30°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquelle erhalten werden.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist eine optische Mikrophotographie (wobei die Maßstabsleiste 1 mm darstellt) eines Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung, das durch Rührkultur erhalten wurde (Rühren durch einen Rotator);
  • 2 ist eine optische Mikrophotographie (wobei die Maßstabsleiste 1 mm darstellt) eines Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung, das durch Rührkultur (Lufteinblasen) erhalten wurde;
  • 3 ist eine Scanningelektronenmikrophotographie (wobei die Maßstabsleiste 3 μm darstellt) eines Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung;
  • 4 ist eine optische Mikrophotographie (wobei die Maßstabsleiste 5 mm darstellt) eines Verbunds aus dem Cellulosematerial/anorganischen Material der vorliegenden Erfindung, der durch Rührkultur mit zugesetztem Aluminiumoxid erhalten wurde;
  • 5 ist eine Scanningelektronenmikrophotographie (wobei die Maßstabsleiste 3 μm darstellt) eines Verbunds aus dem Cellulosematerial/anorganischen Material der vorliegenden Endung, der durch Rührkultur mit zugesetztem Aluminiumoxid erhalten wurde;
  • 6 zeigt ein Festkörper-13C-NMR-Spektrum von Cellulosematerialien der vorliegenden Erfindung und
  • 7 zeigt ein Breitwinkel-Röntgenbeugungsspektrum eines Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung.
  • BESTE AUSFÜHRUNGSWEISE DER ERFINDUNG
  • In einem bevorzugten Aspekt ist ein neues Material der vorliegenden Erfindung ein Cellulosematerial, dadurch gekennzeichnet, daß das Cellulosematerial ein wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildet wird, daß es durch Enterobacter-Mikroorganismen, zum Beispiel den Stamm CJF002, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen produziert wurde, daß das Zusammensetzungsverhältnis der Glucoseeinheiten 85 bis 100% ist, daß der Kristallinitätsgrad 70% oder höher ist, daß der Iα-Anteil, der bei der Cellulose-Kristallographie verwendet wird, verglichen mit der herkömmlichen, durch Acetobacter-Stämme produzierten Bakterienglucose auf einem niedrigen Wert gehalten wird und daß die Morphologie die einer Kugel ist, bei der Makrofibrillen radial vom Zentrum zur Peripherie gebildet sind.
  • Das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung kann außer den Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs 1,2-Bindungen, 1,3-Bindungen und 1,6-Bindungen aufweisen. Diese Bindungen können in einer Molekülkette enthalten sein oder im Mischzustand mit anderen wasserunlöslichen Polysacchariden als Cellulose (ein aus sich wiederholenden β-1,4-Glucopyranoseeinheiten bestehendes Polymer) durch Wasserstoffbindung und dergleichen vorliegen. Andere Zuckerbestandteile als Glucose sind nicht spezifisch eingeschränkt und schließen verschiedene Arten Hexosen, Pentosen und carboxylierte Zucker ein, sind aber oft Galactose und Mannose.
  • Bei dem bevorzugten wasserunlöslichen Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung liegt der genau als Struktur zu beschreibende Iα-Anteil in einem Bereich von 45 bis 63%, üblicherweise ungefähr 50%, was kleiner ist als der von durch Acetobacter-Stämme produzierter Cellulose; d. h. 64 bis 72%, und der Kristallinitätsgrad ist 70% oder höher, insbesondere in einigen Fällen mehr als 90%.
  • Weiterhin besteht das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung aus Fibrillen mit einem sehr kleinen Durchmesser von mehreren zehn nm und ein aus dem Cellulosematerial hergestelltes bahnenförmiges Material weist eine sehr große Anzahl an Verfilzungspunkten auf und seine mechanische Festigkeit ist auf diese Weise sehr hoch. Eine Struktur der durch Acetobacter-Stämme produzierten Cellulose wird im USP-5 144 021 beschrieben, aber den Ansprüchen zufolge ist ihr Kristallinitätsgrad 70% oder weniger und es ist daher vorstellbar, daß ihre mechanische Festigkeit niedriger als die des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung ist. Der darin beschriebene Kristallinitätsgrad ist ein aus einem Festkörper-13C-NMR bestimmter Wert und die Einzelheiten seiner Definition und Messung werden nachstehend beschrieben. Der Kristallinitätsgrad wird im allgemeinen durch Röntgenbeugung bestimmt, aber im Fall der auf herkömmliche Weise von Mikroorganismen produzierten Cellulose und der vorliegenden Erfindung ist die Messung des Kristallinitätsgrads durch Röntgenbeugung nicht geeignet, da eine spezielle Kristallebene selektiv orientiert ist.
  • Falls eine Kohlenstoffquelle bei der Kultur Molasse ist, wird der Anteil der Glucoseeinheiten an der Zusammensetzung verringert, ist aber nicht kleiner als 85%.
  • Wenn weiterhin die Kohlenstoffquelle Sucrose oder Glucose allein ist, gibt es einige wenige Fälle, bei denen der Anteil der Glucoseeinheiten an der Zusammensetzung 100% ist und er ist in den meisten Fällen etwa 98%.
  • Da der Iα-Anteil niedrig ist und Galactosereste und Mannosereste in die Molekülkette eingeführt werden, weist das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung sowohl Eigenschaften wie etwa eine verbesserte Verarbeitbarkeit, Gemischbildung mit anderen Polymeren, Gemischbildung mit Metallen und Metalloxiden und Haftung an anderen Materialien als auch die Fähigkeit auf, ein Protein zu erkennen oder nicht zu erkennen, was für die herkömmliche Bakteriencellulose, deren Eigenschaften wie etwa Transparenz und mechanische Festigkeit genützt wurden, überhaupt nicht erwartet werden konnte. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, daß die Anwendung des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung auf herkömmlichen Gebieten nicht möglich ist.
  • Weiterhin weist das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung Kristallkomponenten von Cellulose II auf. Die Kristalloberfläche von Cellulose II weist die Kristallebene (11-0), auf der Hydroxygruppen selektiv auftreten, und die Kristallebene (110) auf, auf der Wasserstoffatome selektiv auftreten, was zu einem Kristalltyp führt, der im wesentlichen zur Gemischbildung geeignet ist.
  • Der Anteil der Glucoseeinheiten an der Zusammensetzung des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung kann durch den Anteil der als Kohlenstoffquelle verwendeten Zuckerkomponenten und die Kulturbedingungen gesteuert werden. Falls die Anzahl der Zuckertypen, die als Kohlenstoffquelle verwendet werden, erhöht wird, sind die Zuckerbestandteile des erhaltenen Cellulosematerials im Prinzip verschiedenartig. Zum Erhöhen der Menge der Glucosekomponenten kann Glucose als Kohlenstoffquelle verwendet werden.
  • Das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung kann weiterhin durch die Anwendung einer synchronisierten Kultur so aufgebaut sein, daß es nahezu denselben Polymerisationsgrad aufweist. Der Polymerisationsgrad zum Zeitpunkt der Entnahme des Produkts ist nicht besonders begrenzt, ist aber vorzugsweise etwa 300 oder mehr.
  • Falls das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung mechanische Festigkeit aufweisen soll, ist es bevorzugt, den Polymerisationsgrad auf 3500 oder mehr einzustellen. Der in der vorliegenden Erfindung beschriebene Polymerisationsgrad ist jedoch ein Wert, der durch Anwendung des Cadoxenverfahrens auf Cellulose erhalten wurde und er ist insbesondere, wenn der Anteil der Glucose an der Zusammensetzung niedrig ist, ein ungefährer Wert.
  • Das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen kugelförmige Körper mit einem Höchstdurchmesser von mehreren Millimetern, die radial vom Zentrum zum Umfang Makrofibrillen bilden, unabhängig vorliegen oder miteinander verbunden sind. Die Größe jedes kugelförmigen Körpers und die Form jeder Makrofibrille kann durch die Rührkulturbedingungen gesteuert werden.
  • Als Rührkultur kann eine Rotationskultur, bei der sich ein Rührblatt dreht, eine Schüttelkultur, bei der ein Behälter hin- und herbewegt oder gedreht wird, und eine Rührkultur durch Lufteinblasen angewendet werden.
  • Ein Beispiel des kugelförmigen Körpers des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung wird durch kugelförmige Kerne und kegelförmige Komponenten dargestellt, die sich wie in 1 dargestellt radial vom Kern erstrecken. Die kegelförmigen Komponenten und der Kern sind an den Spitzen der kegelförmigen Komponenten miteinander verbunden und an den unteren Enden der kegelförmigen Komponenten wird faserförmiges Material beobachtet. Die Höhe der kegelförmigen Komponenten ist nahezu gleich dem Radius des Kerns. Diese Form wird durch Rührkultur bei niedriger Geschwindigkeit erhalten. Die Rührkulturbedingungen bei niedriger Geschwindigkeit hängen von der Apparatur, insbesondere der Größe und Gestalt des Rührblatts ab und können nicht vorbehaltlos definiert werden. Falls die Rührgeschwindigkeit zu niedrig ist tritt ein solches Problem auf, daß sich aus dem sich daraus ergebenden Cellulosematerial ein zusammenhängendes Gelmaterial bildet und sich mit dem Rührblatt verheddert. Falls die Rührgeschwindigkeit zu hoch ist, wird ein streifenartiges Cellulosematerial erhalten, dessen Gestalt sich in Form eines Breis, Schuppen oder dergleichen mit unterschiedlichen Größen ändert. Als zum Beispiel ein Rührblatt mit einem Durchmesser von 60 mm verwendet wurde, wurde bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 50 Upm bis 200 Upm die in 1 dargestellte Morphologie erhalten. Ein weiteres Beispiel wird in 2 dargestellt. Die Makrofibrillen erstrecken sich in Längsrichtung auf eine Länge von etwa 1 mm radial von einem kugelförmigen Kern mit einem geringfügig kleineren Durchmesser als 1 mm. Diese Morphologie wurde durch Lufteinblasen erhalten und die eingeblasene Luftmenge beträgt 1 m3/Minute Luft auf 1 m3 Kulturlösung.
  • Die Größe des kugelförmigen Kerns des kugelförmigen Körpers ist 0,1 mm bis mehrere Millimeter, wird aber wie in 1 dargestellt sehr gleichförmig, wenn die Herstellungsbedingungen dieselben sind. Der kugelförmige Körper wird leicht durch ein grobes Sieb abgetrennt und leicht gereinigt. Der kugelförmige Körper kann zum Beispiel durch einfaches Pressen beträchtlich entwässert werden, so daß er so wie er ist (mit mehr oder weniger eingeschlossenem Wasser) zu einem Produkt verarbeitet werden kann oder leicht getrocknet werden kann, während er abgetragen wird. In Abhängigkeit von der endgültigen Verwendung können Arbeitsschritte zur Proteinentfernung unnötig sein, was zu einer beträchtlichen Kostenverringerung führt. Falls Arbeitsschritte zur Proteinentfernung erforderlich sind, können Proteine durch Behandlung mit Protease, einem Tensid oder durch oxidatives Bleichen entfernt werden. In einigen Fällen kann eine niedrig konzentrierte, wäßrig-alkalische Lösung verwendet werden. Weiterhin ist die herkömmliche, durch Acetobacter-Stämme produzierte Cellulose ein schuppiges, streifen-ähnliches und gelartiges Material und verstopft daher leicht ein Maschensieb, was es schwierig macht, den vorstehend beschriebenen Schritt durchzuführen.
  • Mikroskopisch setzt sich der kugelförmige Körper aus Mikrofibrillen mit einer Größe von 20 bis 100 nm zusammen. Da der kugelförmige Körper aus diesen Mikrofibrillen besteht, ist die Oberfläche des kugelförmigen Körpers sehr groß. Die durch das Stickstoffabsorptionsverfahren (BET-Verfahren) gemessene Oberfläche ist ungefähr 50 bis 150 m2/g groß, was ungefähr 100 Mal so groß wie die Oberfläche gewöhnlichen Zellstoffs ist. Aufgrund der sehr großen Oberfläche ist der kugelförmige Körper des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung für einen Träger, ein Adsorbens und dergleichen geeignet und kann direkt in eine Säule oder dergleichen unter Ausnützen seiner Aegagropila-ähnlichen Form gefüllt werden. Das wasserunlösliche Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung ist in der Morphologie deutlich verschieden von der herkömmlichen, durch Acetobacter- Stämme produzierten Cellulose, die im wesentlichen ein Gel ist, beträchtliche Energie für sein Eindampfen und Trocknen erfordert und unter industriellem Gesichtspunkt wertvoll ist.
  • Der Durchmesser des kugelförmigen Körpers mit der Aegagropila-ähnlichen Form als Grundmorphologie kann gemäß der Anfangskonzentration der eingeimpften Bakterien, der Größe des Kulturbades und der Rührgeschwindigkeit empirisch bestimmt werden.
  • Die Anfangskonzentration der eingeimpften Bakterien kann geeignet gewählt werden und die geeignete Konzentration ist etwa 103 bis 107/ml. Der pH des Kulturmediums ist nicht besonders eingeschränkt und liegt in einem Bereich von 2,2 bis 9,5, vorzugsweise 5,0 bis 8,0. Die geeignete Temperatur liegt in einem Bereich von 20 bis 45°C. Bei dem Verfahren der Herstellung des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung in Kultur werden gleichzeitig nachstehend beschriebene, wasserlösliche Polysaccharide der vorliegenden Erfindung produziert und das Halten der Kultur bei einer hohen Temperatur, z. B. 20°C oder höher, ist zum Verbessern der Ausbeute an dem Cellulosematerial bevorzugt.
  • Die Morphologie des kugelförmigen Körpers auf mikroskopischer Ebene (wie sie durch ein Elektronenmikroskop beobachtet wird) ist eine kennzeichnende Morphologie, bei der eine große Anzahl flacher Mikrofibrillen stark zusammen miteinander verschlungen ist und runde Poren in einer Phasentrennungsstruktur gegenseitig verknüpft sind (3). Hier bezieht sich die runde Pore in Phasentrennung auf eine flache Porenstruktur, die in einem schlechten Lösungsmittel gebildet wurde, bevor sich Polymerteilchen bilden konnten, d. h. als die Polymerkonzentration sich bei einer kritischen Konzentration oder darunter befand. Wenn die Polymerkonzentration höher als die kritische Konzentration in dem schlechten Lösungsmittel ist, werden Primärteilchen aus dem Polymer unter Bilden einer Struktur erzeugt, bei der die Teilchen miteinander verknüpft sind. Im USP-5 144 021 (1992) beschriebene Bakteriencellulose weist eine zu der vorstehenden Struktur ähnliche Struktur auf, wobei die Primärteilchen miteinander verknüpft sind.
  • Dank einer derartigen charakteristischen Morphologie ist das gereinigte Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Material eine sehr niedrige Anschlämmungsviskosität aufweist, wenn es wieder in Wasser dispergiert wird und kann bei einer zweiten Verarbeitung anders als die sogenannte Bakteriencellulose, die herkömmlicherweise aus Acetobacter-Stämmen stammt, leicht gehandhabt werden. Zum Beispiel ist der Sedimentationsverdichtungsgrad einer wäßrigen Dispersion (0,1 Gew.-%) von aus Acetobacter-Stämmen stammender Bakteriencellulose 0,12 bis 0,20, während der des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung so niedrig ist, daß er nur unter 0,12 ist. Dies bedeutet, daß die Naßverdichtbarkeit hoch ist. Deshalb ist das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung zum Beispiel bei der Herstellung eines sehr dünnen Bogens vorteilhaft und erfordert nur wenig Energie zum Trocknen. Der Sedimentationsverdichtungsgrad ist hierin das Verhältnis (B/A) des Sedimentationsvolumens (B ml) der Cellulose nach 30 Minuten Zentrifugieren einer Anschlämmung bei 1700 g zu dem ursprünglichen Volumen der Anschlämmung (A ml). Weiterhin ist die dynamische Viskosität einer 0,1% wäßrigen Suspension von abgelöstem Bakteriencellulosematerial, das aus Acetobacter-Stämmen stammt, 1000 cP oder mehr (30°C, 10 rad/S), während die des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung nur 200 cP niedrig ist. Dank derartiger Eigenschaften kann das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung sehr leicht zu verschiedenen Arten Bahnen und Separatoren verarbeitet werden. Diese Eigenschaften werden als das Ergebnis hauptsächlich seiner charakteristischen Morphologie angesehen, sie können aber auch mit der Orientierung der OH-Gruppen auf der Oberfläche der Monofibrillen und des kleinen Iα-Anteils von 50 bis 60% in Verbindung gebracht werden.
  • Das neue Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung ist als Material zum Bilden eines Verbunds mit einem anderen Polymermaterial als Cellulose oder einer anorganischen Substanz wie etwa ein Metall oder Metalloxid geeignet.
  • Polymere zur Verwendung bei der Bildung von Verbünden schließen zum Beispiel allgemeine hydrophobe Polymere wie etwa Polyethylene (PE), Polypropylene (PP) und Polystyrole (PS), hydrophile Polymere wie etwa Polyalkylenoxide (PAO) und Hochleistungskunststoffe wie etwa Polysulfone (PSu), Polyamide (PA), Polyester (PET) und Polyimide (PI) ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Gemische mit diesen Polymeren können hergestellt werden. Insbesondere das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung wird so eingestellt, daß es einen niedrigeren Iα-Anteil als den aus Acetobacter-Stämmen herrührender Cellulose aufweist, was zu einer Verbesserung des Gleichgewichts der Orientierung der OH-Gruppen des Cellulosematerials führt und es wird im Prinzip leicht mit verschiedenen Arten Polymere kombiniert. Von Galactose wird behauptet, daß sie Proteine und dergleichen selektiv erkennt und das Vorhandensein von Galactose als Zuckerbestandteil macht die Kombination mit Proteinen und dergleichen leichter. Somit wird das Cellulosematerial verhältnismäßig leicht mit verschiedenen Polymerarten in Gegenwart einer kleinen Menge eines hydrophilen Lösungsmittels und/oder eines hydrophoben Lösungsmittels kombiniert und kann als brauchbares funktionelles Material oder industrielles Material entwickelt werden. Selbstverständlich kann ein aus dem bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Bakterium stammendes Protein als damit zu kombinierendes Material benützt werden und trägt auf diese Weise zur Kostenverringerung bei den Materialien und Verfahren zur Kombination zusammen mit einer wirkungsvollen Nutzung eines Kultursystems bei. Weiterhin weist das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung Mikrofibrillen mit einer Größe von etwa 50 nm als Grundeinheiten auf und daher ist die Bildung eines Verbunds auf Nanoebene möglich.
  • Beispiele anorganischer Substanzen wie etwa Metalle und Metalloxide zur Verwendung beim Bilden eines Verbundes mit dem Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung, wasserlöslichen Polysacchariden oder diesen Gemischen schließen Gold, Silber, Kupfer, Platin, Palladium, Aluminium, Eisen, Bismut und Magnesium oder Legierungen davon und Oxide davon ein, die magnetische Materialien, dielektrische Materialien, Reaktionskatalysatoren und dergleichen sind. Verfahren zum Bilden eines Verbundes können ein Verfahren unter Verwenden von Kugelmühlen mit hoher Beschleunigung, ein Verfahren unter Verwenden eines Banbury-Mischers, ein sich wiederholendes Walzverfahren des vielmals wiederholten Durchführens eines Hochdruckpressens und ein Naßdispergierungsverfahrens zum Bilden eines Verbunds in einer Polymerlösung einschließen, sind aber nicht speziell darauf beschränkt.
  • Als geeignetes Verfahren zum Bilden eines Verbunds wird eine anorganische Substanz zuerst in einer derartigen Kulturlösung dispergiert oder die anorgani sche Substanz wird der Kulturlösung zu irgendeinem Zeitpunkt nach Kulturbeginn zugesetzt, wodurch ein neuer Verbund aus durch einen Mikroorganismus produzierter Cellulose/anorganischen Substanz, der im wesentlichen die Morphologie der vorliegenden Erfindung erhält, produziert wird. Beispiele anorganischer Substanzen, die geeignet verwendet werden, schließen anorganische Oxide oder Hydroxide, die beim Ladungsnullpunkt von pH 7 oder mehr ein Kolloid bilden können, zum Beispiel α-Aluminiumoxid, γ-Aluminiumoxid, Boehmit, Bayerit, Berylliumoxid, Cadmiumoxid, Cadmiumhydroxid, Cobalthydroxid, Kupferoxid, Eisenhydroxid, α-Eisenoxid, γ-Eisenoxid, Lepidocrocit, Bleihydroxid, Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid, Manganhydroxid, Thalliumoxid, Vanadiumoxid, Zinkoxid und Lanthanoxid ein. Weiterhin werden als andere Beispiele anorganische Oxide oder Hydroxide, die beim Ladungsnullpunkt von pH 7 oder weniger ein Kolloid bilden können, zum Beispiel Aluminiumverbindungen wie etwa Diaspor und Gibbsit, Eisenhydroxide wie etwa Goethit, Siliziumoxid, Zinnoxid, Titanoxid, Zirkoniumoxid, andere Titanate als Alkalimetallsalze, andere Zirkonate als Alkalimetallsalze und dergleichen geeignet verwendet. Da sie die Viskosität des Kulturmediums kaum erhöhen, sind die Menge und die Teilchengröße bei ihrem Zufügen zum Kulturmedium nicht eingeschränkt und können durch den Fachmann für die Kulturtechnik geeignet ausgewählt werden. Falls jedoch die Menge oder Größe groß sind und ein gleichmäßig dispergierendes Mischen mit dem produzierten Cellulosematerial gewünscht wird, sollten die Luftdurchlässigkeit und das Rühren verstärkt werden. Diese Verbände können es erlauben, daß die für die anorganischen Substanzen spezifische Funktion wirkungsvoll gezeigt wird. Falls diese anorganischen Materialien mit dem Cellulosematerial in Form von Verbünden gemischt werden, weisen sie die Wirkung des Erleichterns der Mikrodispergierung auf und können ihre Verstärkungsfunktion auf das Cellulosematerial ausüben. Zum Beispiel können Verbünde mit Aluminiumoxid als Rohmaterialien für Schleifmaterialien, Katalysatorträger, Gasreinigungsfilter, Flüssigkeitsreinigungsfilter, Trennfilter, Absorptions- und Trennmaterialien für organische Lösungsmittel, insbesondere organische Lösungsmittel auf Chlorgrundlage, Tintenabsorptionsmaterialien, feuchtigkeitsregulierende Mittel und dergleichen verwendet werden. Verbünde mit Titanoxid können als UV-Absorber und Photokatalysatormaterialien verwendet werden. Verbünde mit Bariumcarbonat können als Rohmaterialien für Röntgenstrahlenabschirmungen und ferroelektrische Materialien verwendet werden. Verbünde mit Zirkoniumoxid können als Rohmaterialien für niedrig wäremeleitfähige Mate rialien und stark doppelbrechende Materialien verwendet werden. Verbünde mit Cobaltoxiden können als Rohmaterialien für paramagnetische/niedrig elektrisch leitfähige Materialien verwendet werden. Verbünde mit Bariumtitanat können als Rohmaterialien für ferroelektrische Materialien verwendet werden. Verbünde mit γ-Ferrit können als Rohmaterialien für ferroelektrische Materialien verwendet werden. Weiterhin können Verbünde mit Zinkoxid als Rohmaterialien für Katalysatoren, Grundlagen lichtempfindlicher Materialien und Rohmaterialien für die Kautschukhärtung verstärkende Materialien verwendet werden.
  • Die bei dem Kulturverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erhaltenen Verbünde aus Cellulosematerial/anorganischer Substanz werden von dem Kulturmedium in Form der Verbünde abgetrennt und können selbst in der Endstufe als letztendliche Rohmaterialien im ursprünglichem Zustand des Verbunds verwendet werden. Daher werden die Kosten für das Entsorgen der Abfallflüssigkeit je Mengeneinheit der Produkte beträchtlich verringert.
  • Diese Verbünde können die Funktion eines zugesetzten anorganischen Oxids wirkungsvoller zeigen. Zum Beispiel können Verbünde mit α-Aluminiumoxid, γ-Aluminiumoxid, Cobalthydroxid, Vanadiumoxid und dergleichen als verschiedene Arten Katalysatorträger zur Verwendung in einem wäßrigen Medium und Nanodispersionsschleifmaterialien verwendet werden; Verbünde mit Zinkoxid können als Grundmaterialien einer Elektrolumineszenzdispersion verwendet werden; Verbünde mit Titanoxid können als Photokatalysatorgrundmaterialien verwendet werden und Verbünde mit Bariumtitanat können als stark dielektrische Grundmaterialien verwendet werden.
  • Das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung weist verschiedene Eigenschaften wie etwa eine feine Mikrofibrillenstruktur mit einer Größe von 50 bis 100 nm, eine äußerst große spezifische Oberfläche, ein ausgezeichnetes Proteinabsorptionsvermögen, einen kleinen linearen Ausdehnungskoeffizienten und einen hohen elastischen Koeffizienten auf und kann daher zu verschiedenen Anwendungen außer der hierin beschriebenen Gemischbildung verwendet werden. Als Anwendungen können daraus zum Beispiel Vliesstoffe, Absorbentien, Proteinabsorbentien wegen der besonders starken Wechselwirkung mit Proteinen, Trennmembranen, Kunsthäute, Träger, Wasserrückhaltemittel, Verdicken, Dispersions- /Suspensionsstabilisatoren, Lebensmittelmaterialien und dergleichen entwickelt werden. Es kann auch zu mikroporösen Membranen, Schäumen, Kautschuken, Latices, Klebstoffen und dergleichen als Bestandteile von Verbundmaterialien verwendet werden. Zu diesen Anwendungen kann die herkömmliche, durch Acetobacter produzierte Glucose in gewissem Ausmaß verwendet werden. Es ist jedoch offensichtlich, daß das Cellulosematerial gemäß der vorliegenden Erfindung mit anderen Materialien stark wechselwirkt und somit bei den vorstehend beschriebenen Anwendungen wirkungsvoller als die herkömmliche Cellulose ist, da es einen niedrigen Iα-Anteil und folglich eine hohe OH-Gruppendichte auf der Oberfläche und eine hohe Oberflächenaktivität aufweist und Galactosereste und Mannosereste enthält.
  • Ein Verfahren zum Herstellen des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung wird nachstehend beschrieben.
  • Der Gattung Enterobacter angehörende, Cellulose produzierende Bakterien können als Cellulosematerial produzierende Bakterien zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Es können zum Beispiel ein CJF002-Stamm, Subkultur-Mikroorganismen davon, verschiedene Arten von Mutanten, die durch Mutieren dieser Mikroorganismen durch wohlbekannte Verfahren unter Verwenden von NTG (Nitrosoguanidin) oder dergleichen erzeugt wurden, und so weiter verwendet werden. Hier bezieht sich CJF002-Stamm auf einen Enterobacter-Mikroorganismusstamm, der als „Enterobacter sp. CJF-002" beim National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, International Patent Organism Depository (IPOD), das sich in Central 6, 1-1-1, Higashi, Tsukuba, Ibaraki, Japan, befindet, als Ersthinterlegung am 29. März 2000 hinterlegt wurde und am 1. November 2002 von der Ersthinterlegung in eine Hinterlegung gemäß dem Budapester Übereinkommen unter der Zugangsnr. „FERM BP-8227" überführt wurde.
  • Es besteht der Vorteil, daß Bakterien, die das Cellulosematerial der vorliegenden Endung produzieren können, wahlfreie anaerobe Bakterien sind und somit ungeachtet der Anwesenheit oder Abwesenheit von Sauerstoff (Luft) kultiviert werden können. Als Kulturmedium können verschiedene Arten synthetischer und natürlicher Kulturmedien verwendet werden. Zuckerhaltige Kulturmedien sind be vorzugt. Kohlenstoffquellen schließen Glucose, Fructose, Galactose, Maltose, Sucrose, Levan, Mannit, Sorbit, Erythrit, Glycerin, Ethylenglykol, Stärke, Sirup, Maiseinweichwasser, Malzextrakte und Stärkehydrolysate ein. Insbesondere im Fall des CJF002-Stamms können verschiedene Arten organischer Säuren aus Fruchtsäften wie etwa Citrusmolassen, Zuckerrübenmolassen, Zuckerrohrmelassen, Zuckerrübensäfte und Zitrusfrüchte als sogenannte Molassen, die wohlfeil sind, aber nicht bei herkömmlichen Acetobacter-Stämmen verwendet werden können, allein oder im Gemisch aus zweien oder mehreren verwendet werden. Als Stickstoffquelle können anorganische Stickstoffquellen wie etwa Ammoniumsalze und Nitrate und organische Stickstoffquellen wie etwa Fermentationsmedien, Peptone, Sojabohnenpulver, Fleischextrakte, Caseine, Harnstoff und Sojabohnenmilch allein oder im Gemisch aus zweien oder mehreren verwendet werden.
  • Zu dem Kulturmedium können Aminosäuren, Vitamine und Fettsäuren oder organische Spurennährstoffe oder Phosphate, Eisensalze, Mangansalze und andere Metallsalze als anorganische Salze allein oder als Gemisch zweier oder mehrerer Typen geeignet verwendet werden.
  • Da Enterobacter-Mikroorganismen zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung, zum Beispiel Mikroorganismen des Stamms CJF002, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen wahlfreie anaerobe Bakterien sind, läuft die Kultur ungeachtet aerober oder anaerober Bedingungen unter Produzieren einer Gruppe von Cellulosematerialien der vorliegenden Erfindung ab. Die Kulturform ist nicht eingeschränkt und im Prinzip kann ein wohlbekanntes Verfahren zur Verwendung bei der Kultur von Mikroorganismen zum Durchführen der Kultur verwendet werden. Zum Beispiel können Mittel und Geräte wie etwa Rührtanks, die zum Beispiel einen Becherfermenter und einen Tank, einen Kolben mit einem Strömungsstörer, einen Sakaguchi-Kolben und einen Rührtank des Air-lift-Typs, ein pumpenbetriebener Kreislauf der Kulturbrühe und eine Schüttelkultur, bei der der Behälter selbst hin- und herbewegt und gedreht wird, zufällig ausgewählt, kombiniert und verwendet werden. Weiterhin kann eine Rührkultur durchgeführt werden, während bei Bedarf gleichzeitig Gas eingeblasen wird. Zum Einblasen von Gas kann zum Beispiel ein sauerstoffhaltiges Gas wie etwa Luft oder zum Beispiel sauerstofffreies Gas wie etwa Argon oder Stickstoff verwendet werden. Ein derar tiges Gas kann vom Fachmann in Abhängigkeit von den Bedingungen des Kultursystems geeignet ausgewählt werden.
  • Weiterhin kann bei dem Kulturverfahren ein wohlbekanntes Verfahren, zum Beispiel ein absatzweises Fermentationsverfahren, wiederholtes, absatzweises Fermentationsverfahren, kontinuierliches Fermentationsverfahren oder dergleichen verwendet werden. Bei der vorliegenden Erfindung ist ein besonders bevorzugtes Kulturverfahren eine aerobe Rührkultur. Bei einer statischen Kultur wird das Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung üblicherweise in Gelform produziert und somit sind die Reinigung und dessen Ablösen schwierig. Besondere Betonung sollte jedoch auf den Vorteil gelegt werden, daß bei der Herstellung des Cellulosematerials durch Mikroorganismen des Stammes CJF002, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen die Wahrscheinlichkeit, daß Bakterien in dem erzeugten Gel verborgen sind, anders als bei Acetobacter-Stämmen niedrig ist und deshalb die Reinigung verhältnismäßig leichter verglichen mit der Produktion durch Acetobacter-Stämme ist.
  • Die speziellen Eigenschaften bieten einen Vorteil, wenn die Rührkultur bei niedriger Geschwindigkeit ausgeführt wird. Es kann ein sehr spezielles, in der Photographie von 1 dargestelltes, unabhängiges Trennmaterial (Aegagropila-ähnliche Form) erzeugt werden. Dies ist äußerst vorteilhaft, da die Bakterien allein durch Spülen entfernt werden können, was in Abhängigkeit von der endgültigen Verwendung zu einer bedeutenden Kostenverringerung führt.
  • Bei aktuellen Kulturen kann die Bakterienanfangskonzentration geeignet ausgewählt werden, aber die geeignete Konzentration ist etwa 103 bis 106/ml, vorzugsweise etwa 103 bis 105/ml. Der pH des Kulturmediums ist nicht begrenzt, ist aber vorzugsweise 2,2 bis 9,5 und bevorzugter ungefähr 7. Die geeignete Temperatur liegt in einem Bereich von 20 bis 45°C. Bei der vorliegenden Erfindung wird, insbesondere falls der Stamm CJF002 verwendet wird, gleichzeitig bei dem Kulturverfahren zur Herstellung des Cellulosematerials eine Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide gebildet und ein Halten der Kultur bei einer hohen Temperatur, zum Beispiel 30°C oder höher, ist zur Ausbeuteverbesserung des Cellulosematerials bevorzugt.
  • Ein weiteres neues Material gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide mit Glucose, Galactose und Fucose als andere Hauptbestandteile als ein carboxylierter Zucker, die jeweils in einem Gehalt von ungefähr 30% enthalten sind. Die Produktion einer derartigen Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide ist ein Kennzeichen bei der Kultur einer Gruppe von Mikroorganismen zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung. Zum Beispiel kann durch einfaches Verringern der Kulturtemperatur auf etwa 30°C oder niedriger eine Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide als Hauptprodukt hergestellt werden. Der Grund, weshalb der Ausdruck „eine Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide" verwendet wird ist, daß sie weiter in mehrere Arten wasserlöslicher Polysaccharide aufgetrennt werden kann, falls eine genauere Löslichkeitstrennung durchgeführt wird. Da jedoch praktisch eine Feintrennung unnötig sein kann und es viele Fälle gibt, wo die Verwendung dieser Polysaccharide im gemischten Zustand als Kostenverringerung ausgedrückt vorteilhafter ist, wird das Material bewußt als Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide beschrieben. Der Ausdruck „wasserlöslich" schließt Materialien ein, die hohe Quelleigenschaften zeigen.
  • Der Fall, bei dem ein Desoxyderivat mit die 6-Stellung substituierendem Methyl wie etwa Fucose in die Kette eingebaut ist, wie die (Gruppe der) wasserlöslichen Polysaccharide der vorliegenden Erfindung, ist einzigartig. Wenn die wasserlöslichen Polysaccharide mit einem allgemeinen Vernetzungsmittel vernetzt werden, wird aus ihnen ein Gel mit stark absorbiertem Wasser usw., wodurch sie in einem bioverträglichen Material, einem Medium für ein Wirkstoffzuführungssystem (DDS) und einem Mittel leicht verwendet werden, das Zellen erkennen/nicht erkennen kann, wenn diese auf die Oberfläche eines anderen Materials aufgebracht werden oder in ein anderes Material eingearbeitet und darauf ausgeformt werden. Weiterhin weist die Gruppe der wasserlöslichen Polysaccharide der vorliegenden Erfindung eine ausgezeichnete Fähigkeit, verschiedene Materialien zu dispergieren auf und besitzt ein starkes Dispersionshaltevermögen in Anwesenheit eines Salzes, was das Problem ist, das Dispergiermittel auf Cellulosegrundlage immer erfahren. So kann die Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide für einen weiten Bereich industrieller Anwendungen einschließlich Kosmetika verwendet werden. Es kann selbstverständlich grundsätzlich ein Gemisch mit anderen Materialien, z. B. ein Polymermaterial, wie bei dem wasserunlöslichen Cellulosematerial beschrieben bilden.
  • Die Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide der vorliegenden Erfindung kann in einem Kulturmedium hergestellt werden, das im wesentlichen dasselbe wie das der Herstellung des zuvor beschriebenen Cellulosematerials in Kultur ist, wird aber als Hauptprodukt produziert, wenn die Kultur bei niedriger Kulturtemperatur, z. B. einer niedrigeren Temperatur als 20°C durchgeführt wird. Als Kohlenstoffquelle ist Sucrose bevorzugter als Glucose. In diesem Fall wird das Cellulosematerial mehr oder weniger produziert. Das Produktionsverhältnis der Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide zu dem Cellulosematerial erhöht sich bei niedriger Temperatur, aber beide Produkte werden bei einer niedrigeren Temperatur als 4°C kaum produziert. Da enorme Energien und Kosten für die Trennung/Erzeugung einer Gruppe in dem Kulturmedium gelöster Polysaccharide erforderlich sind, ist es notwendig, daß die Gruppe der Polysaccharide in dem Kulturmedium in hoher Konzentration vorliegt.
  • Als Verfahren zum Reinigen des durch das Verfahren der vorliegenden Anmeldung erhaltenen Cellulosematerials, des Verbunds und der Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide aus der Kulturbrühe können verschiedene Verfahren wie etwa ein Reinigen durch Filtration und Dekantieren durch Zentrifugensedimentation ohne Einschränkung angewendet werden. Der Reinigungsgrad kann gemäß der Anwendung geeignet ausgewählt werden und aus Mikroorganismen stammende Proteine, Kulturmediumsbestandteile und dergleichen können in Abhängigkeit von der Anwendung vorhanden sein. In einigen Fällen kann das Vorhandensein aus Mikroorganismen stammender Proteine zu einem wirkungsvolleren Ergebnis für den Zweck des Verbesserung der Haftung an anderen Bestandteilen oder andere Zwecke führen. Das Cellulosematerial und die Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide können gemischt werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun durch Beispiele weiter speziell beschrieben. Weiterhin werden Verfahren zur Identifizierung und Beurteilung des durch das Kulturverfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Cellulosematerials und dergleichen nachstehend beschrieben.
  • (1) Analyse von Zuckerbestandteilen gefriergetrockneter Produkte aus Cellulosematerial und der Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide
  • Ein gefriergetrocknetes Produkt aus einem Cellulosematerial wurde mit einer im Handel erhältlichen Cellulase (Hydrolysegrad: etwa 75%) hydrolysiert. Ferner wurde ein gefriergetrocknetes Produkt aus einer Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide mit einer organischen Säure zersetzt und die Reste wurden mit Cellulase weiter hydrolysiert. Das sich daraus ergebende abgebaute Material wurde unter den nachstehend beschriebenen Bedingungen auf neutrale Zucker und Uronsäure analysiert.
  • (i) Neutrale Zucker
  • sUnter Verwenden eines von Shimadzu Corp. hergestellten HPLC-Geräts (LC-9A) und einer von Tosoh Corporation hergestellten Säule (TSK-gel Sugar AXG: ⌀ 4,6 mm × 150 mm) wurde eine Probe eingespritzt und anschließend unter Verwenden von 0,5 mM Kaliumboratpufferlösung als Elutionsmittel mit 0,4 ml/min eluiert. Als Nachsäulenmarkierung wurden 1%-Arginin und 3% Borsäure verwendet. Die Durchflußgeschwindigkeit war 0,5 ml/min und die Reaktionstemperatur war 150°C.
  • (ii) Uronsäure
  • Die Analyse wurde auf dieselbe Weise wie bei der Analyse der neutralen Zucker durchgeführt, mit Ausnahme einer von Shimadzu Corp. hergestellten Säule (Shinpal ISA-07: ⌀ 4,6 mm × 250 mm) und daß die Durchflußgeschwindigkeiten des Eluats und der Nachsäulenmarkierung jeweils in 0,8 ml/min geändert wurden.
  • (2) Bindungsform der Zuckerbestandteile des Cellulosematerials
  • Ein gefriergetrocknetes Produkt aus einem Cellulosematerial wurde gemäß einem herkömmlichen Verfahren vollständig methyliert, mit Trifluoressigsäure zu Monosaccharideinheiten hydrolysiert und anschließend, durch das Acetanhydrid-Pyridin-Verfahren unter Umwandeln in ein Acetylderivat eines teilmethylierten Zuckeralkohols (teilmethyliertes Alditacetat) reduktiv acetyliert. Die Bindungsform des Cellulosematerials wurde aus der Methylierungsanalyse mittels Gaschromatographie (von Hewlett-Packard hergestelltes HP 5890A, von Supelco Japan Ltd. hergestellte Säule SPB-5, Trägergas: He, Nachweisverfahren: FID) und gaschro matographisch-massenspektroskopische Analyse (von JEOL Ltd. hergestelltes JMS DX-303, Ionisation: EI-Verfahren) abgeschätzt.
  • (3) Iα-Anteil des Cellulosematerials
  • Messungen des Festkörper-l3C-NMR-Spektrums wurden mittels eines von Bruker Co., Ltd. hergestellten DSX 400 Spectrometer und des CP/MAS-Verfahrens durchgeführt. Die Kontaktzeit war 1 ms, das Pulsintervall 5 s, der 90°-Puls 4,8 μs, die Speicherzahl 3000 und die Umdrehungsgeschwindigkeit 4000 Hz. Der Iα-Anteil wurde aus dem sich daraus ergebenden Festkörper-l3C-NMR-Spektrum (6) und der folgenden Gleichung (siehe Macromolecules, 17, 1465 (1984)) berechnet. 6 zeigt das Festkörper-l3C-NMR-Spektrum des mit Glucose als Kohlenstoffquelle erhaltenen Cellulosematerials des Beispiels 1. Dieses Spektrum zeigt den Kohlenstoff in der 4-Stellung einer Glucoseeinheit, die ein Zuckereinheitsbestandteil des Cellulosematerials ist. Iα-Bestandteile erscheinen bei Peak 2 (Iα/2 + Iβ/2) und Peak 3 (Iα/2) und die Beitragsverhältnisse der Iα-Bestandteile sind wie in Klammern dargestellt jeweils 0,5. Iß-Bestandteile erscheinen bei Peak 1 (Iβ/2) und Peak 2 (Iα/2 + Iβ/2) und die Beitragsverhältnisse der Iβ-Bestandteile sind wie in Klammern dargestellt jeweils 0,5. Somit kann der Iα-Anteil aus der folgenden Gleichung bestimmt werden:
    Iα-Anteil = (Iβ × 2/(I1 + I2 + I3)) × 100
    I1: integrierte Intensität des Peaks 1, I2: integrierte Intensität des Peaks 2, I3: integrierte Intensität des Peaks 3.
  • (4) Orientierung der Kristallebene bei dem Cellulosematerial
  • Die Ebenenorientierung wurde aus den Ergebnissen einer Breitwinkel-Röntgenbeugung (7) und der folgenden Gleichung (Polymer Journal, 7, 157 (1975)) berechnet:
    Ebenenorientierung = (I11-0/I200) × 100
    I11-0: Beugungsintensität der Kristallebene (11-0),
    I200: Beugungsintensität der Kristallebene (200)
  • (5) Polymerisationsgrad des Cellulosematerials
  • Das Molekulargewicht M wurde aus der Grenzviskosität (n) berechnet, die durch ein Viskositätsverfahren aus einer Cadoxenlösung und die folgende Gleichung (siehe European Polymer Journal, 1,1 (1965)) berechnet, das anschließend zum Bestimmen des Polymerisationsgrads durch 165 dividiert wurde. 7 zeigt ein Breitwinkel-Röntgenbeugungsmuster des unter Verwenden von Glucose als Kohlenstoffquelle erhaltenen Cellulosematerials des Beispiels 1.
    [η] = 3,85 × 10–2M0,76
  • (6) Kristallinitätsgrad
  • Ein Festkörper-l3C-NMR-Spektrum wurde durch das CP/MAS-Verfahren mittels eines von Bruker Co., Ltd. hergestellten DSX 400 Spectrometer gemessen. Die Kontaktzeit war 1 ms, das Pulsintervall 5 s, der 90°-Puls 4,8 μs, die Speicherzahl 3000 und die Umdrehungsgeschwindigkeit 4000 Hz. Bei den C4-Kohlenstoffpeaks des sich daraus ergebenden Festkörper-l3C-NMR-Spektrums wurde der Peak auf der Hochfeldseite als amorphe Komponente (Peakfläche A) definiert, während der Peak auf der Niederfeldseite als Kristallkomponente (Peakfläche B) definiert wurde. Der Kristallinitätsgrad χc wurde aus der folgenden Gleichung (siehe Polymer Journal, 17, 707 (1985) (K. Kamide, K. Okajima, K. Kowsaka, T. Matsui) berechnet:
    χc – (B/(A+b)) × 100
  • Beispiel 1
  • Ein 4,0% Sucrose, Glucose oder in China hergestellte Zuckerrübenmolasse enthaltendes Polysaccharidproduktionsmedium (hierin nachstehend als PPM-Medium, Polysaccharidproduktionsmedium bezeichnet, Akihiko Shimada, Viva Origino, 23, 1, 52–53, 1995) wurde einem Hochdruckdampf-Sterilisationsverfahren unterzogen. Anschließend wurden 1000 ml des Mediums in einen Becherfermenter mit einem Innenvolumen von 2000 ml eingebracht, mit dem Stamm CJF002 in einer Menge von 104 CFU/ml beimpft und bei niedriger Geschwindigkeit (70 Upm) 2 Tage bei 30°C unter gelinder Blasenbelüftung kultiviert. Bei allen Kulturtypen wurde ein Cellulosematerial von kugeliger Form mit Makrofibrillen erhalten, die wie in 1 dargestellt radial vom Mittelpunkt zum Umfang ausgebildet sind. Insbesondere bestand es aus einem kugelförmigen Kern und kegelförmigen Bestandteilen, die sich von dem Kern radial erstrecken. Die kegelförmigen Bestandteile und der Kern waren zusammen an der Spitze der kegelförmigen Bestandteile verbunden und am unteren Ende der kegelförmigen Bestandteile wurde faserförmiges Material beobachtet. Die Höhe der kegelförmigen Bestandteile war na hezu gleich dem Radius der kugelförmigen Kerne. Sie wurden mit einem Maschensieb (50 Mesh) filtriert, gespült, gepreßt und anschließend in 1%ige NaOH-Lösung getaucht, sterilisiert, erneut neutralisiert, gespült und gepreßt, wodurch leicht ein Wasser enthaltender, weißer, flockiger Körper erhalten werden konnte. Das durch Kultur mit Glucose erhaltene Cellulosematerial wies die in 1 dargestellte Gestalt auf und war im allgemeinen im Durchmesser gleichförmig und von ausgezeichneter Flüssigkeitsdurchlässigkeit. Die vorstehend beschriebenen Schritte der Filtration, des Spülens, Verdichtens und so weiter waren sehr zufriedenstellend. Wie nachstehend beschrieben ist die herkömmliche Cellulose aus Acetobacter-Stämmen ein schuppenförmiger Streifen und ein Gelmaterial und verursacht daher leicht ein Verstopfen der Siebe, was das Durchführen der vorstehend beschriebenen Schritte erschwert. Es wurde gefunden, daß nahezu alle Bakterien allein durch Spülen ohne Tauchen in die 1%ige NaON-Lösung entfernt wurden.
  • Die Ergebnisse der Analyse der Zuckerbestandteile, des Kristallinitätsgrads, der Analyse des Iα-Anteils und der Analyse der Orientierung der Kristallebene werden in Tabelle 1 dargestellt. Offensichtlich herrschten β-1,4-Bindungen vor, war der Glucosegehalt der Zuckerbestandteile 87,8 bis 99,6%, war der Kristallinitätsgrad 80% oder höher und war der Iα-Anteil höchstens 62% und 57% im Durchschnitt. Die Tatsache, daß der Iα-Anteil niedriger als der der im nachstehend beschriebenen Vergleichsbeispiel 2 durch Acetobacter-Stämme produzierten Cellulose war, ist dem gleichzeitigen Vorliegen wasserunlöslicher Polysaccharide mit einer der nur aus Glucose bestehenden echten Cellulosestruktur nahestehenden Struktur zuzuschreiben. Andere Zuckerbestandteile als Glucose waren hauptsächlich Galactose und Mannose. Die Ausbeute des wasserunlöslichen Cellulosematerials bezogen auf Zucker war 10 bis 15%.
  • Beispiel 2
  • Ein Kubikmeter (1 m3) eines 2,0% Glucose enthaltenden Polysaccharidproduktionsmediums (Polysaccharidproduktionsmedium, Akihiko Shimada, Viva Origino, 23, 1, 52–53, 1995), das einem Hochdruckdampf-Sterilisationsverfahren unterzogen worden war, wurde in einen 3-m3-Kulturtank gegeben, mit dem Stamm CJF 002 in einer Menge von 2 × 104 CFU/ml beimpft, vom Boden des Kulturtanks mit einer Belüftungsrate von 1 m3/Minute durchblasen und 24 Stunden bei 30°C kul tiviert. In Abständen von einer Stunde wurde ein Einstellen mit verdünnter NaOH-Lösung durchgeführt, so daß der pH in der Kultur 7 betrug. Nachdem die Kultur abgeschlossen war, wurde das Medium durch Durchblasen von Hochdruckdampf sterilisiert, mit einem groben Sieb filtriert, der Zentrifugenentwässerung unterzogen, anschließend mehrere Stunden der Bakteriolyse mit 1% kaustischer Soda bei 90°C unterzogen, neutralisiert, gespült und unter Erhalten eines etwa 10 Gew.-% Cellulose enthaltenden, feuchten Kuchens entwässert. Der Kuchen wurde direkt mit Wasser verdünnt und seine makroskopische Struktur wurde mit einem optischen Mikroskop betrachtet. Das Ergebnis wird in Tabelle 2 dargestellt. 2 zeigt eine kugelige Form, die im wesentlichen dieselbe wie die der 1 ist, bei der Makrofibrillen radial vom Zentrum zum Umfang gebildet sind, aber sie unterscheiden sich in der Gestalt und Größe der Fibrillen, da die Kulturbedingungen verschieden sind. Insbesondere erstrecken sich die Makrofibrillen in Längsrichtung in einer Länge von etwa 1 mm radial von einem kugelförmigen Kern mit einem geringfügig kleineren Durchmesser als 1 mm. Verglichen mit dem schuppenförmigen Streifen oder unbestimmten Form der durch Rührkultur von Acetobacter-Stämmen erhaltenen Bakteriencellulose (K. Watanabe, Cellulose 5, 187 (1998)) weist die durch Mikroorganismen produzierte Cellulose der vorliegenden Erfindung eine unabhängige oder etwas verknüpfte, einzigartige Struktur auf, bei der sich die Makrofibrillen radial vom Zentrum erstrecken und es ist somit ein völlig neues, von Mikroorganismen produziertes Cellulosematerial.
  • Weiterhin wurde die mikroskopische Struktur einer durch Gefriertrocknen des vorstehenden feuchten Kuchens erhaltenen Probe mit einem Elektronenmikroskop betrachtet. Das Ergebnis wird in 3 dargestellt. Durch Kultivieren von Acetobacter-Stämmen unter Rühren erhaltene Bakteriencellulose ist netzartig, aber ihre Mikrofibrillen selbst sind abgerundet und weisen eine Struktur auf, die der Struktur nahesteht, bei der kurzlebige Teilchen aus einem erzeugten Polymer durch Phasentrennung verknüpft sind (siehe USP-5 144 021, 2). Zum anderen ist wie in 3 dargestellt das Produkt der vorliegenden Erfindung im allgemeinen flach und weist eine charakteristische Morphologie auf, bei der kreisförmige Poren wie in der Phasentrennungsstruktur gegenseitig verknüpft sind und es weist ein viel höheres Ausmaß an gegenseitiger Verknüpfung unter den Mikrofibrillen auf. Weiterhin wurde die Bindungsform der Zuckerbestandteile des Cellulosematerials der vorliegenden Erfindung analysiert und als Ergebnis wurde ge funden, daß die β-1,4-Glykosidbindungen 96% oder mehr der gesamten Bindungen darstellen und Cellulose bei den Zuckerbestandteilen vorherrscht. Weiterhin war der Kristallinitätsgrad 90% oder höher und es wurde aus der Röntgenbeugung gefunden, daß mehr oder weniger die Kristallform des Typs II vorlag.
  • Beispiel 3
  • Ein tausendstel Milliliter PPM mit einer Glucosekonzentration von 3% wurde in einen kleinen Becherfermenter mit einem Gesamtvolumen von 5000 ml gegeben, anschließend mit dem Stamm CJF002 (2 × 104 CFU/ml) steril beimpft, welchem α-Aluminiumoxid (durchschnittliche Teilchengröße von 0,5 μm, 300 mg) zugefügt wurde und es wurde unter Rühren bei einer Rührumdrehungsgeschwindigkeit von 100 Upm und einer Belüftungsrate von 600 ml/min 48 Stunden kultiviert. Das Medium wurde sterilisiert, entwässert, mit Alkali gewaschen, neutralisiert, gewaschen und unter Erhalten eines Verbunds aus Cellulosematerial/anorganischer Substanz entwässert. Eine optische Mikrophotographie davon wird in 4 dargestellt. Bei dem Verbund mit dem zugesetzten Aluminiumoxid wurde eine ähnliche Morphologie, d. h. eine neue Morphologie mit radialen Mikrofibrillen um einen großen, kugelförmigen Kern eindeutig beobachtet. Der kugelförmige Kern weist eine zweimal so große oder größere Größe als die des kugelförmigen Körpers auf, bei dem kein Aluminiumoxid vorhanden ist. Falls bei diesem Beispiel das Aluminiumoxid vollständig in das erzeugte Cellulosematerial eingearbeitet ist, ist der Aluminiumoxidgehalt etwa 1/25 als Volumenanteil. Eine Elektronenmikroskopphotographie eines gefriergetrockneten Produkts aus dem Verbund aus Cellulosematerial/anorganischer Substanz wird in 5 dargestellt. Es wurde gefunden, daß Aluminiumoxid in unbestimmter Form auf Bereichen mit stark spinnenwebartiger Struktur fixiert ist. Dieses gefriergetrocknete Produkt wurde mehrere Male dem Verarbeiten durch erneutes Dispergieren unterzogen und durch ein Elektronenmikroskop betrachtet. Als Ergebnis wurde gefunden, daß sich das fixierte Aluminiumoxid kaum von den Cellulosemikrofibrillen trennte oder ablöste.
  • Beispiel 4, 5 und 6
  • Fünf Gramm α-Aluminiumoxid (Beispiel 4) (durchschnittliche Teilchengröße von 0,5 μm), 5 g Titanoxid des Anatastyps (Beispiel 5) (Teilchengröße von 0,5 μm) und 5 g Titanoxid des Rutiltyps (Beispiel 6) (Teilchengröße von 0,5 μm) wurden getrennt gemischt und jeweils in 500 ml PM mit einer Glucosekonzentration von 2% dispergiert und steril in jeweils einen Kolben mit einem Gesamtvolumen von 2000 ml gegeben und mit dem Stamm CJF002 (2 × 104 CFU/ml) beimpft. Eine Schüttelkultur wurde 18 Stunden bei einer Schüttelgeschwindigkeit von 200 Upm ausgeführt. Eine Belüftung und pH-Einstellung wurden nicht ausgeführt. Unmittelbar nach der Sterilisierung wurde die verbrauchte Glucosemenge gemessen, um zu finden, daß bei der Menge der verbrauchten Glucose ein großer Unterschied mit 94% bei α-Aluminiumoxid, 36% bei Titanoxid des Anatastyps und 21% bei Titanoxid des Rutiltyps bestand. Dies mag der Tatsache zuzuschreiben sein, daß die Oberflächen der beiden letzten Materialien alkalisch sind und die Oberfläche des ersten Materials sauer ist. Der sich daraus ergebende Verbund aus Cellulosematerial/anorganischer Substanz wurde mit einem optischen Mikroskop betrachtet und als Ergebnis wurde bei jedem Beispiel eine kugelige Form mit Makrofibrillen beobachtet, die sich radial vom Zentrum zum Umfang gebildet hatten. Im Fall der Titanoxide, wo weniger Glucose verbraucht wurde, war die Cellulosemenge nahezu gleich der im Fall von Aluminiumoxid. Somit scheint der Wirkungsgrad der Umwandlung von Glucose in Cellulose verbessert worden zu sein.
  • Beispiel 7 und Vergleichsbeispiel 1
  • Der feuchte Kuchen aus dem in Beispiel 2 erhaltenen, durch Mikroorganismen produzierten, neuen Cellulosematerial wurde so mit Wasser verdünnt, daß der Cellulosegehalt 0,1 Gew.-% betrug, und wurde auf einfache Weise mit einem TK-Homogenisator unter Erhalten einer Dispersion (Beispiel 7) ähnlich dispergiert. Im Handel erhältliche, von Fujicco Co., Ltd. hergestellte Nata de coco (durch statische Kultur mit Acetobacter-Stämmen erhaltene Bakteriencellulose) wurde auf einfache Weise mit dem TK-Homogenisator unter Erhalten einer 0,1 gew.-%igen Cellulosedispersion (Vergleichsbeispiel 1) dispergiert. Der Sedimentationsverdichtungsgrad dieser Dispersionen wurde durch das in dieser Beschreibung beschriebene Verfahren gemessen. Als Ergebnis wurde gefunden, daß der Sedimentationsverdichtungsgrad bei Vergleichsbeispiel 1 0,20 oder höher war, während er bei dem Produkt der vorliegenden Erfindung, Beispiel 7, 0,08 war. Dies bedeutet, daß das letzte leichter verdichtet wird. Ähnlich wurde die dynamische Viskosität bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 10/sec mittels eines Viskosimeters des Typs B gemessen. Das Produkt der vorliegenden Erfindung wies eine dynamische Viskosität von 200 cP auf, während das Produkt des Vergleichsbeispiels 1 eine dynamische Viskosität von 600 cP aufwies. Das heißt, es kann festgestellt werden, daß das neue, durch Mikroorganismen produzierte Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung im Trocknungsvermögen und dem Leistungsverhalten bei der Nachverarbeitung vorteilhafter als die sogenannte Bakteriencellulose ist.
  • Beispiel 8
  • Eine Kultur wurde 4 Tage bei 15°C gemäß dem in Beispiel 1 beschriebenen Kulturverfahren durchgeführt, indem ein Verfahren des Zufügens einer Glucoselösung auf schrittweiser Grundlage angewendet wurde, so daß die Glucosekonzentration im Medium 1% betrug. Bei einer Temperatur von 15°C wurde wenig Cellulosematerial produziert. Nachdem die Kulturlösung unter Hochdruck sterilisiert worden war, wurde geringfügig produziertes Cellulosematerial abgetrennt und mit einem Maschensieb (50 Mesh) entfernt und die Bakterien wurden als Sediment durch Zentrifugentrennung entfernt. Das Kulturfiltrat wurde auf die Hälfte des ursprünglichen Volumens eingeengt und anschließend in eine Acetonlösung mit einem dreimal so großen Volumen wie das des konzentrierten Filtrats eingebracht, während diese gerührt wurde. Das sich daraus ergebende Sediment wurde mit einem Maschensieb filtriert. Das filtrierte Material wurde erneut in Wasser in einer Konzentration von 10% gelöst. Diese Lösung erzeugte beim Zusatz von Methanol und Ethanol nicht gleich einen Niederschlag. Rückstände wurden aus der erneut gelösten Lösung entfernt. Der Rückstand wurde anschließend erneut mit Aceton, das ein dreimal so großes Volumen wie die Lösung aufwies, absitzen lassen. Das filtrierte Material wurde mit einem Wasser/Methanol-Gemisch (30% Methanol) unter Erhalten des gewünschten Materials gewaschen. Die Zusammensetzung der Zuckerbestandteile des gewünschten Materials wird in Tabelle 2 dargestellt. Es wurde gefunden, daß das gewünschte Material Galactose, Fucose und Glucose als Hauptbestandteile aufwies und einen Uronsäurebestandteil enthielt.
  • Beispiel 9
  • sEine Kultur wurde auf dieselbe Weise wie bei Beispiel 1 unter Verwenden in China hergestellter Zuckerrübenmolasse als Kohlenstoffquelle durchgeführt. Die Kulturtemperatur war 30°C. Nachdem die Kultur abgeschlossen war, wurde das Medium durch einen Autoklaven 20 Minuten bei 120°C sterilisiert. Die sterilisierte Kulturbrühe wurde so wie sie war unter Erhalten eines Gemisches aus einem Cellu losematerial und einer Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide getrocknet. Das Verhältnis des Cellulosematerials zu der Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide (Cellulosematerial/Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide) in dem Gemisch war 6/5.
  • Beispiel 10 und Vergleichsbeispiel 2
  • Ein Cellulosematerial mit einer zu der in 1 dargestellten ähnlichen Morphologie wurde auf dieselbe Weise wie Beispiel 1 erhalten, außer daß Glucose als Kohlenstoffquelle verwendet wurde und die Kulturtemperatur 40°C war (Beispiel 10). Das erhaltene Cellulosematerial wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 mit einem Maschensieb filtriert, gespült, verdichtet, anschließend in 1% NaOH getaucht, sterilisiert, anschließend erneut neutralisiert, gespült und verdichtet, um einen wasserhaltigen, flockigen Körper zu erhalten. Das Cellulosematerial war in dem Maschensieb von ausgezeichneter Flüssigkeitsdurchlässigkeit und daher konnten diese Schritte des Filtrierens, Spülens, Verdichtens und so weiter ziemlich leicht durchgeführt werden. Danach wurde der flockige Körper mit 200 Upm bei 140°C mittels eines biaxialen Kneters (von Kurimoto Ltd. hergestellter KRC Kneader (Warenzeichen)) gleichzeitig getrocknet und zerkleinert. Das sich daraus ergebende getrocknete Pulver wurde in Tetrahydrofuran (THF) dispergiert und anschließend wurde Polysulfon (Molekulargewicht 5000) darin gelöst. Der Prozentanteil des Polysulfons bezogen auf die Gesamtmenge an THF, dem Gellulosematerial und Polysulfon war 8 Gew.-% und der Prozentanteil des Cellulosematerials war 0,8 Gew.-%. Die erhaltene Dispersionsflüssigkeit aus Cellulosematerial/Polysulfon wurde in einer Dicke von 500 μm auf eine Glasplatte gegossen und unter Erhalten eines Cellulose/Polysulfon-Films getrocknet. Der Längenausdehnungskoeffizient des erhaltenen Films war 19 ppm, was etwa ein Drittel des Längenausdehnungskoeffizients von Polysulfon, d. h. 55 ppm, ist. Der Längenausdehnungskoeffizient des Cellulosematerials selbst ist 5 ppm und der Längenausdehnungskoeffizient eines Gemischmaterials nimmt ab und nähert sich 5 ppm, wenn die Bildung eines Verbunds bei einem zufriedenstellenden Wert verläuft.
  • Als Vergleichsbeispiel 2 wurden Acetobacter-Stämme unter Erhalten von Cellulose kultiviert. Unter Anwenden von Standardbedingungen und eines Hestrin-Schramm-Mediums (siehe S. Hestrin und M. Schramm, Biochem. J., 58, 345 (1954)) wurde die Kultur bei pH 6 und einer Temperatur von 28°C und belüfte tem Rühren durchgeführt. Das in Vergleichsbeispiel 2 erhaltene Cellulosematerial war ein unbestimmter und schuppiger Streifen und war teilweise geliert, so daß es das Sieb verstopfte und auf diese Weise schwierig die Schritte des Filtrierens, Spülens, Verdichtens und dergleichen durchlief. Die Struktur und Zusammensetzung des in Vergleichsbeispiel 2 erhaltenen Cellulosematerials wird in Tabelle 1 dargestellt. Bei der Zuckerzusammensetzung war der Glucosegehalt 100% und die Bindungen waren alle β-1,4-Bindungen. Das Cellulosematerial wies einen hohen Iα-Anteil, d. h. 69%, und eine hohe Ebenenorientierung auf. Mittels des in Beispiel 2 erhaltenen Cellulosematerials wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 10 ein Cellulose/Polysulfon-Film erhalten. Der Längenausdehnungskoeffizient des Films war 35 ppm, was deutlich höher als der des Films der vorliegenden Erfindung war. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Oberflächenaktivität (Dichte der OH-Gruppen) des Cellulosematerials des Vergleichsbeispiels so niedrig ist, daß die Bildung eines Verbunds unzureichend ist.
  • Figure 00310001
  • Figure 00320001
  • INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
  • Ein Cellulosematerial der vorliegenden Erfindung weist eine hohe Oberflächenaktivität der faserförmigen Fibrillen auf und ist ein ausgezeichnetes Material für Verbünde und Stabilisierungsmittel für Bestandteile einer Zusammensetzung, Trennmedium für die Mikrofiltration und bahnen-/granulatförmiges Material mit einer stabilisierten morphologischen Struktur, was seinen morphologischen Eigenschaften zu verdanken ist. Weiterhin ist der Verbund der vorliegenden Erfindung aus dem Cellulosematerial/anorganischen Substanz in der grundlegenden Morphologie einem Typ Cellulosematerial gleichwertig, das kein Verbund ist, und kann nicht nur für die enthaltenen anorganischen Substanzen spezifische Funktionen zeigen, sondern stellt auch neue, sich aus seiner Morphologie ergebende Funktionen bereit und ist unter dem industriellen Gesichtspunkt von großer Bedeutung.
  • Der Fall, bei dem ein Desoxyderivat mit der C6-Methylgruppe in der Glucose wie etwa Fucose in die Kette eingebaut ist, wie die Gruppe der wasserlöslichen Polysaccharide der vorliegenden Erfindung, ist einzigartig. Falls die wasserlöslichen Polysaccharide mit einem gewöhnlichen Vernetzungsmittel vernetzt sind, absorbieren sie Wasser oder andere Lösungsmittel sehr stark und werden zu einem Gel und werden leicht in einem bioverträglichen Material, einem Medium für DDS und einem Mittel verwendet, das Zellen erkennen/nicht erkennen kann, wenn sie auf die Oberfläche eines anderen Materials aufgebracht oder in ein anderes Material eingebaut und anschließend ausgeformt werden. Weiterhin weist die Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide der vorliegenden Erfindung eine ausgezeichnete Fähigkeit des Dispergierens unterschiedlicher Materialien auf und besitzt ein starkes Dispersionshaltevermögen in Gegenwart eines Salzes, was das Problem ist, das Dispergiermittel auf Cellulosegrundlage immer erfahren. Somit kann die Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide auf einem weiten Bereich industrieller Anwendungen einschließlich Kosmetika verwendet werden.
  • Das Cellulosematerial und die Gruppe der wasserlöslichen Polysaccharide sind zur Herstellung von Gemischen in Kombination mit anderen Materialien, zum Beispiel ein Polymermaterial, ein Metall und ein Metalloxid, brauchbar.
  • ZUSAMMENFASSUNG
  • Kugelförmiges Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildet ist, der Kristallinitätsgrad 70% oder höher ist und Makrofibrillen radial vom Zentrum der Makrofibrillen zum Umfang gebildet sind.

Claims (28)

  1. Kugelförmiges Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildet ist, der Kristallinitätsgrad 70% oder höher ist und Makrofibrillen radial vom Zentrum der Makrofibrillen zum Umfang der Makrofibrillen gebildet sind.
  2. Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildetes, wasserunlösliches Polysaccharid ist, das Zusammensetzungsverhältnis der Glucoseeinheiten in dem wasserunlöslichen Polysaccharid 85 bis 100% ist und der Iα-Anteil des Cellulosekristallpolymorphismus 45% bis 63% ist.
  3. Cellulosematerial gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der durch ein Viskositätsverfahren für eine Cadoxenlösung der Cellulose bestimmte mittlere Viskositätspolymerisationsgrad 3500 oder höher ist.
  4. Cellulosematerial gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, das durch Kultivieren von Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen davon erhalten wird.
  5. Cellulosematerial gemäß Anspruch 4, wobei der Enterobacter-Mikroorganismus ein Mikroorganismus des Stamms CJF002 ist.
  6. Kugelförmiges Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildetes wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Kultivieren von Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen davon erhalten wurde, der Kristallinitätsgrad 55% oder höher ist und Makrofibrillen vom Zentrum zum Umfang gebildet sind.
  7. Kugelförmiges Cellulosematerial, wobei das Cellulosematerial ein durch Zuckerkettenverknüpfungen des β-1,4-Typs gebildetes wasserunlösliches Polysaccharid ist, das durch Kultivieren von Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon oder Subkultur-Mikroorganismen davon erhalten wurde, das Zusammen setzungsverhältnis der Glucoseeinheiten des wasserunlöslichen Polysaccharids 85 bis 100% ist und der Iα-Anteil eines Cellulosekristallpolymorphismus 45% bis 63% ist.
  8. Cellulosematerial gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei der durch ein Viskositätsverfahren für eine Cadoxenlösung von Cellulose bestimmte durchschnittliche Viskositätspolymerisationsgrad 3500 oder höher ist.
  9. Cellulosematerial gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei der Enterobacter-Mikroorganismus ein Mikroorganismus des Stamms CJF002 ist.
  10. Verfahren zum Herstellen des Cellulosematerials gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, das das Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe, die aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon besteht, in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend Kultivieren unter Rühren bei einer Temperatur von 20°C bis 45°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquellen umfaßt.
  11. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei der Enterobacter-Mikroorganismus ein Mikroorganismus des Stamms CJF002 ist.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei die Zucker Molassen sind.
  13. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die Zucker Molassen sind.
  14. Verfahren zum Herstellen des Cellulosematerials gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, das das Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe, die aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon besteht, in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend Kultivieren unter Rühren bei einer Temperatur von 20°C bis 45°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquellen umfaßt.
  15. Verfahren gemäß Anspruch 14, wobei der Enterobacter-Mikroorganismus ein Mikroorganismus des Stamms CJF002 ist.
  16. Verfahren gemäß Anspruch 14, wobei die Zucker Molassen sind.
  17. Verfahren gemäß Anspruch 15, wobei die Zucker Molassen sind.
  18. Verbund aus dem Cellulosematerial gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 und (einem) anderen Polymermaterial(ien) und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid.
  19. Verfahren zum Herstellen des Verbunds gemäß Anspruch 18, das das Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe, die aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon besteht; in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend deren Kultivieren unter Rühren mit einem anderen Polymermaterial als dem Cellulosematerial und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid bei einer Temperatur von 20°C bis 45°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquelle umfaßt.
  20. Verfahren gemäß Anspruch 18, wobei die Zucker Molassen sind.
  21. Verbund aus dem Cellulosematerial gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8 und (einem) anderen Polymermaterial(ien) und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid.
  22. Verfahren zum Herstellen des Verbunds gemäß Anspruch 21, das das Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe, die aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon besteht, in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend deren Kultivieren unter Rühren mit einem anderen Polymermaterial als dem Cellulosematerial und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid bei einer Temperatur von 20°C bis 45°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquellen umfaßt.
  23. Verfahren gemäß Anspruch 22, wobei die Zucker Molassen sind.
  24. Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide mit Glucose, Galactose und Fucose als andere Hauptbestandteile als carboxylierte Zucker, die durch Beimpfen eines Kulturmediums mit wenigstens einem ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Enterobacter-Mikroorganismen, Mutanten davon und Subkultur-Mikroorganismen davon in einer Menge von 103 bis 107/ml und anschließend Kultivieren der Mikroorganismen bei einer Temperatur von 4°C bis 30°C unter Verwenden von Zuckern als Kohlenstoffquellen erhalten werden.
  25. Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide gemäß Anspruch 24, wobei der Enterobacter-Mikroorganismus ein Mikroorganismus des Stamms CJF002 ist.
  26. Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide gemäß Anspruch 24 oder 25, wobei die Zucker Molassen sind.
  27. Verbund aus dem Cellulosematerial gemäß einem der Ansprüche 24 oder 25 und (einem) anderen Polymermaterial(ien) und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid.
  28. Verbund aus der Gruppe wasserlöslicher Polysaccharide gemäß Anspruch 26 und (einem) anderen Polymermaterial(ien) und/oder einem Metall und/oder einem Metalloxid.
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