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Federring Es sind zur Befestigung von Uhrketten, Armbändern, Halsketten
usw. dienende Federringe bekannt, bei denen im Ringrohr ein beweglicher Riegel und
eine Spiralfeder angeordnet sind, welche die Ringlücke durch den von der Spiralfeder
vorgedrückten Riegel selbsttätig verschließen. Der Riegel kann hierbei wegen der
geringen Schließkraft der Spiralfeder lediglich die Ringlücke schließen, nicht aber
einen größeren Widerstand, wie ihn etwa das Durchstechen von Kleiderstoffen oder
das Durchstanzen von Folien od. dgl. bringt, überwinden.
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Es ist wohl ein Federring bekannt, der einestempelförmige Ausführung
des Riegels sowie einen Ansatzknopf am Ringrohr uti-d einen hiervon um etwa 90°
versetzten Ansatzknopf am Riegel besitzt und bei dem die Ringlücke durch das Zusammendrücken
der beiden Ansatzknöpfe mit den Fingern einer Hand geöffnet und durch die Spiralfeder
selbsttätig wieder geschlossen wird. Da sich die Knöpfe über den verbleilenden Ringboden
von etwa 270° aber nicht zus ammendrücken lassen, kann hierdurch eine zum Durchstanzen
von Folien erforderliche Vergrößerung der SchI ießkraft nicht erzielt werden.
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Auch bei einem andern bekannten Federring mit einem spitz auslaufenden
Riegel und nur einem Ansatzknopf dient dieser lediglich zum t)ffnen der Ringlücke.
Er kann aber auch bei diesem Federring zur Vergrößerung der Schließkraft der Spiralfeder,
die hier ein Durchstechen von Kleiderstoffen ermöglichen soll, nicht benutzt werden.
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Nach der Erfindung kann die Schließkraft der Spiralfeder vergrößert
werden. Dies wird dadurch erreicht, daß der zwischen den Ansatzknöpfen liegende
Ringboden, der sich beim Schließen des Riegels verkürze, auch bei größter Ofinung
kleiner als 1800 ist, so daß durch zusätzlichen Druck auf die Ansatzknöpfe in Schließriclltung
des Riegels zu die Schließkraft der Spiralfeder erheblicll vergrößert wird.
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Die Ansatzknöpfe lassen sich zum Schließen der Ringlücke mit den
Fingerspitzen bzw. den Fingernägeln einer Hand bequem zusammendrücken. Die hierdurch
erzeugte Kraft ist mehrfach so groß wie diejenige der Spiralfeder.
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Der Ring kann dadurch weitere Funktionen ausüben, z. R. bei einer
nadelförmigen Ausführung des Riegelendes ein sicheres Durchstechen von Kleiderstoffen
oder sonstigen weichen Gegenständen sowie bei einer stempdförrnigen Ausbildung des
Riegelendes ein Durchstanzen von Papier od. dgl. stanzbaren Gegenständen.
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Die erste Ausführung bringt große Vorteile beim Abllellmen und Wiederbefestigen
der häufig zu waschenden bisher angenähten Achselschwei ßblätter fiir Unterwäsche
und Kleidungsstücke. Diese Arbeit
war umständlich und zeitraubend. Nach der Erfindung
wird sie erheblich einfacher, schneller und vor allem ohne Nähmaterial ausgeführt
durch vier kleine Federringe, durch welche die vier Ecken der Schweißblätter an
die Nähte der Wäsche- und Kleidungsstücke geheftet werden. Ebenso angenehm ist auch
das Abnehmen der 5 chwei ßblätter.
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Außerdem kann der Federring an Stelle der bisher benutzten Steck-
und Sicherheitsnadeln, Druckknöpfe u. dgl. Befestigungsmittel für viele andere Zwecke,
z. B. für die Befestigung von Verbänden, ScEleifein, Besätzen, Warensanhängezetbeln,
Fensterbehängen, Schaufensterdekorationen sowie zum Verpacken von Wäsche und Waren,
nutzbringend verwendet werden.
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Es ist ferner vorteilhaft, daß die mit dem Federring in Berührung
kommenden Gegenstände nicht beschädigt und der Körper bei Verwendung des Ringes
für Unterwäsche nicht verletzt werden, weil der Ring allseitig glatt ist und das
nadelförmige Riegel ende durch die Spiralfeder in der Schließstellung dauernd festgehalten
wird.
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Der Federring mit stempelföriniger Ausbildung des Riegelendes bringt
beim Zusammenheften von Papier blättern, Metallfolien, Leder- und Kunstsfoffplättcben
große Vorteile und kann wegen seiner einfachen Handhabung auch noch für viele andere
Zwecke verwendet werden.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Idee, bei den an sich bekannten
Federringen die Schließkraft der Spiralfeder durch die zusätzliche, z. B. mit den
Fingern einer Hand oder mit Hilfe einer Zange erzeugte Kraft um ein Vielfaches zu
vergrößern und hierdurch das VerwendungsgeIi et der Federringe erheblich zu
erweitern,
dürfte als ein wesentlicher technischer Fortschritt zu werten sein.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt. Es
zeigt Fig. 1 einen Federring mit nadelförmigem Riegelende, Fig. 2 einen Federring
mit stempelförmig ausgebildetem Riegel ende, Fig. 3 die Draufsicht auf einen mit
einem Befestigungsring versehenen Federring, Fig. 4 die Seitenansicht eines mit
einem Befestigungshaken versehenen Federringes, Fig. 5 eine Befestigungszange mit
eingelegtem Federring nach Fig. 1, Fig. 6 die Seitenansicht der gleichen Zange.
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Der in Fig. 1 dargestellte Federring besteht aus dem Ringrohr b,
dem Riegel c mit dem zu seiner Betätigung dienenden Ansatzknopf d, der Spiralfeder
e und dem festen Gegenlager t. Der Riegel weist eine nadelförmige Spitze h auf.
Der Ansatzlmopf g am Ringrobr b und der Ansatzknopf d am Riegel sind möglichst dicht
nebeneinander angeordnet, damit sie mit den Fingern einer Hand bequem zusammengedrückt
werden können.
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Die Befestigung des Federringes in Öffnungen, Knopflöchern usw. erfolgt
wie bisher. Zur Befestigung des Federringes in Stoffen werden letztere in die b
Ringlücke gelegt und der Ansatzknopf am Riegel losgelassen. Die Spiralfeder schiebt
dann den Riegel vor, und seine Spitze h drückt die Stoffe fest gegen die Ringöffnung.
Darauf werden die Ansatzknöpfe d und g mit den Fingern kräftig zusammengedrückt.
Die Riegeispitze durchsticht die Stoffe und dringt so weit in die Ringöffnung ein,
bis der Ansatzknopf d die Begrenzung erreicht hat.
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Für besonders kleine und daher schwierig festzuhaltende Federringe
ist ein griffiger Ansatz i gegenüber der Ringlücke vorgesehen.
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In Fig. 2 ist das vordere Ende h des Riegels c stempelförmig ausgeführt,
so daß Papier u. dgl. stanzbare Gegenstände durchstanzt werden können. Zum selbsttätigen
Ausstoßen der Stanzputzen ist das feste Gegenlager f dicht hinter der Stanzöffnung
keilförmig ausgebildet und das Ringrohr b mit einer Aussparung k versehen. Die Stanzöffnung
muß dem Stempel genau entsprechen, während der anschließende Hohlraum des Ringrohres
zum leichteren Fortbewegen der Stanzputzen einen etwas größeren Durchmesser hat.
Durch die Wulste und das bereits dicht hinter der Stanzöffnung beginnende, mit dem
Ringrohr b fest verbundene Gegenlager erhält das Stanzende die erforderliche Festigkeit.
In diesem Ausführungsbeispiel sind die Ansatzlmöpfe d des Riegels und g des Ringrohres
gegenüber der Ringlücke angeordnet, damit das Zusammendrücken nicht unmittelbar
an der Befestigungsstelle erfolgt, was vor allem für kleine Ringe günstig ist.
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Fig. 3 zeigt einen Ring 1 und Fig. 4 einen Haken »t die am Ringrohr
befestigt sind und zum Befestigen von Anhänger, Plättchen oder sonstigen Gegenständen
dienen.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen eine für den Federring der Fig. 1 geeignete
Zange, die durch Zusammendrücken der Ansatzknöpfe d und g größere Kräfte erzeugt
und das Durchstechen bzw. Durchstanzen dickerer Gegenstände ermöglicht. Sie besteht
aus den Griffschenkein n und o, die durch die Spiralfeder p auseinandergedrückt
werden, der dem Federring entsprechend geformten Kappe q, dem in der Mitte des Ringes
angeordneten Stifts und den Greifschenkeln mit den die AnsatzL-nöpfe d und g umklammernden
Enden s und t.
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Für den Federring der Fig. 2. bei dem die Ansatzknöpfe gegenüber
der Ringlücke angeordnet sind, muß eine sinngemäß geänderte Zange verwendet werden.
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PATENTANSPROCEIE 1. Federring mit am Ringrohr und am Riegel angeordneten
Ansatzknöpfen, bei dem der von einer Spiralfeder vorgedrückte, spitz auslaufende
oder stempelförmig ausgebildete Riegel die Ringlücke selbsttätig verschließt, dadurch
gekennzeichnet, daß der zwischen den Ansatzknöpfen (d,- g) liegende Ringbogen (24),
der sich beim Schließen des Riegels (c) verkürzt, auch bei größter Offnung kleiner
als 1800 ist; so dß zusätzlichen Druck auf die Ansatzknöpfe in SchliXrdtung des
Riegels zu die Schließkraft der Spiralfeder (e) erheblich vergrößert wird.