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Verwandte Anmeldungen
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Die vorliegende Anmeldung beansprucht
Priorität
bezüglich
einer provisorischen Anmeldung, eingereicht am 20. März 2001
mit der Seriennummer 60/277 326.
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Hintergrund
der Erfindung
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Zur Herstellung von MOSFET-Vorrichtungen (MOSFET:
Metalloxidhalbleiter-Feldeffekttransistor) bzw.
Vorrichtungen hoher Speicherkapazität, wie beispielsweise DRAMs
(Dynamische Schreib-Lese-Speicher) ist es oftmals notwendig, eine
dünne Schicht
mit hoher Dielektrizitätskonstante (high-k-Schicht) auf einem
Substrat, wie beispielsweise eine Siliciumscheibe, zu bilden. Die
Dicke derartiger Schichten beträgt
oftmals weniger als 30 Nanometer. Um eine derartig dünne dielektrische Schicht
auf ein Substrat aufzubringen, wurde eine Vielzahl von Aufbringtechniken
entwickelt.
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Beispielsweise wurde traditionell
eine chemische Aufdampfung (CVD) zum Bilden einer high-k-Schicht
auf einem Substrat angewendet. Eine chemische Aufdampfung beinhaltet
typischerweise das Zuführen
eines Gaszwischenproduktes sowie eines Oxidationsgas zu einem Behälter. Die
Zwischenprodukte zersetzen sich und reagieren mit dem Oxidationsgas
auf der Oberfläche
des Substrats zum Bilden der Oxidschicht. Jedoch führt eine
chemische Aufdampfung allgemein zu verhältnismäßig dicken Schichten, welche
eine Anzahl von Mängeln
aufweisen, die die Leistung der resultierenden elektronischen Bauelemente
einschränken
können.
Somit wird nach Bilden der high-k-Schicht diese üblicherweise anschließend einem
Glühgas
ausgesetzt, so dass Sauerstoff in die Schicht eintreten kann, um
die Mängel
an der Grenzfläche
zwischen der Schicht und dem Substrat und im Volumen der Schicht
zu beseitigen. In vielen Fällen
sind verhältnismäßig hohe Temperaturen
erforderlich, um ein Diffundieren des Oxidationsgases durch die
Schicht in der oben beschriebenen Weise zu ermöglichen.
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Jedoch können derartig hohe Temperaturen manchmal
eine unerwünschte
Kristallisation der Schicht bewirken, wodurch der Leckstrom durch
die Korngrenzen weiter zunimmt, was die Gesamtleistung der elektrischen
Vorrichtung verschlechtert.
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Somit wurde angesichts dieser Probleme
ein weiteres Verfahren, bekannt als "Atomschichtabscheidung" zum Abscheiden einer
high-k-Schicht auf ein Substrat entwickelt. Die Atomschichtabscheidung beinhaltet
das sequentielle periodische Anwenden reaktiver Chemien auf das
Halbleiterscheibensubstrat zum Bilden dünner Schichten. Genauer wird
jeder Reaktionszyklus bei den gleichen Abscheidungs- und Oberflächenreaktivierungsbedingungen
ausgeführt,
so dass lediglich eine monomolekulare Schicht pro Reaktionszyklus
gebildet wird. Die Atomschichtabscheidung beinhaltet beispielsweise
allgemein das Zuführen
eines Gaszwischenprodukts (beispielsweise anorganische Metallhalogenide)
zum Liefern einer einzelnen monomolekularen Schicht. Anschließend wird
ein zweites Gas, wie beispielsweise Wasser, zugeführt, um
das Gaszwischenprodukt vollständig
zu oxidieren und einen Metalloxidfilm auf dem Halbleiterscheibensubstrat
zu bilden. Zusätzliche
Zyklen werden zum Bilden zusätzlicher
monomolekularer Schichten angewendet, bis die gewünschte Schicht gebildet
ist. Anschließend
wird ein Glühgas
zugeführt,
um Mängel
von der Schicht zu entfernen. Beispielsweise ist, wie in 4A dargestellt, eine gemäß einer
herkömmlichen "Atomschichtabscheidung"-Technik gebildete
Schicht dargestellt. Weiter Beispiele derartiger her kömmlicher
Atomschichtabscheidungstechniken sind in den U.S.-Patenten Nr. 4,058,430
und 4,413,022 an Suntola beschrieben.
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Obwohl die Atomschichtabscheidung
einige Vorteile bezüglich
früherer
Verfahren aufweist, bringt diese auch eine Vielzahl von Problemen
mit sich. Beispielsweise liefert die Atomschichtabscheidung eine sehr
geringe Ablaufsteuerung, und infolgedessen können gewisse Zielcharakteristiken
der dielektrischen Schicht nicht ohne weiteres erzielt werden. Ferner
kann aufgrund der Tatsache, dass die Atomschichtabscheidung auf
eine monomolekulare Schicht pro Reaktionszyklus begrenzt ist, deren
Effektivität
in einem Produktionsbereich begrenzt sein.
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Somit besteht derzeit Bedarf an einem
verbesserten Verfahren zur Abscheidung einer high-k-Schicht auf
ein Substrat.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Abscheidung einer
dielektrischen Schicht auf ein Substrat (beispielsweise eine Halbleiterscheibe)
geschaffen, welches ein System mit einer Reaktionskammer, welche
geeignet ist zum Aufnehmen des Substrats, und mit einer Energiequelle
in Verbindung mit der Reaktionskammer zum Erwärmen des Substrats umfasst. Solange
sich das Substrat in der Reaktionskammer befindet, kann dieses einem
Reaktionszyklus bzw. mehreren Reaktionszyklen ausgesetzt werden.
Ein Reaktionszyklus kann beispielsweise folgendes umfassen:
- a) Erwärmen
des Substrats auf eine erste Abscheidungstemperatur mit der Energiequelle,
wobei die erste Abscheidungstemperatur höher ist als etwa 300°C;
- b) Zuführen
eines ersten Gaszwischenprodukts zur Reaktionskammer für eine erste
Abscheidungszeitspanne, während
das Substrat die erste Abscheidungstemperatur aufweist, wobei das erste
Gaszwischenprodukt eine erste Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit aufweist
und das erste Gaszwischenprodukt eine organometallische Verbindung
umfasst;
- c) Zuführen
eines ersten Oxidationsgases zur Reaktionskammer für eine erste
Oxidationsgaszeitspanne, während
das Substrat eine erste Oxidationsgastemperatur aufweist, wobei
das erste Oxidationsgas eine erste Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
aufweist.
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Folglich wird zumindest eine partielle
monomolekulare Schicht eines Dielektrikums während des Reaktionszyklus gebildet,
und in einigen Fällen
zumindest eine monomolekulare Schicht. Beispielsweise kann das Dielektrikum
ein Metalloxid umfassen, welches Aluminiumoxid (Al2O3), Tantaloxid (Ta2O5), Titanoxid (TiO2),
Zirkonoxid (ZrO2), Hafniumoxid (HfO2), Yttriumoxid (Y2O3), Verbindungen daraus und ähnliches
beinhaltet, jedoch nicht darauf begrenzt ist. Ferner kann die dielektrische
Beschichtung auch ein Metallsilikat, wie beispielsweise Hafniumsilikat
oder Zirkonsilikat, umfassen.
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Ferner kann das Verfahren zur Abscheidung einer
dielektrischen Schicht auf das Substrat auch umfassen:
Anwenden
eines zweiten Reaktionszyklus auf das Substrat, wobei der zweite
Reaktionszyklus umfasst:
- a) Zuführen eines
zweiten Gaszwischenprodukts zur Reaktionskammer für eine zweite
Abscheidungszeitspanne, während
das Substrat eine zweite Abscheidungstemperatur aufweist, wobei die
zweite Abscheidungstemperatur höher
ist als etwa 300°C
und wobei das Gaszwischenprodukt eine zweite Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit
aufweist;
- b) Zuführen
eines zweiten Oxidationsgases zur Reaktionskammer für eine zweite
Oxidationsgaszeitspanne, während
das Substrat eine zweite Oxidationsgastemperatur aufweist, wobei
das zweite Oxidationsgas eine zweite Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
aufweist.
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Das Verfahren kann ferner ein derartiges Steuern
des ersten Reaktionszyklus und des zweiten Reaktionszyklus umfassen,
dass die erste Abscheidungstemperatur von der zweiten Abscheidungstemperatur
verschieden ist, die erste Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit
von der zweiten Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit verschieden
ist, die erste Abscheidungszeitspanne von der zweiten Abscheidungszeitspanne
verschieden ist, die erste Oxidationsgastemperatur von der zweiten
Oxidationsgastemperatur verschieden ist, die erste Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
von der zweiten Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit verschieden
ist, die erste Oxidationsgaszeitspanne von der zweiten Oxidationsgaszeitspanne
verschieden ist, bzw. Kombinationen daraus. Bei alternativen Ausführungsbeispielen
jedoch bleiben die oben genannten Parameter bei jedem Reaktionszyklus
im wesentlichen gleich.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Abscheiden einer dielektrischen
Schicht offenbart. Das Verfahren umfasst:
- i)
Vorsehen eines Systems mit einer Reaktionskammer, welche geeignet
ist zum Aufnehmen der Halbleiterscheibe, und einer Energiequelle
in Verbindung mit der Reaktionskammer zum Erwärmen der in der Kammer enthaltenen
Halbleiterscheibe;
- ii) Anwenden eines ersten Reaktionszyklus auf die Halbleiterscheibe,
wobei der erste Reaktionszyklus umfasst:
- a) Erwärmen
der Halbleiterscheibe auf eine erste Abscheidungstemperatur mit
der Energiequelle, wobei die erste Abscheidungstemperatur höher ist
als etwa 300°C;
- b) Zuführen
eines ersten Gaszwischenprodukts zur Reaktionskammer für eine erste
Abscheidungszeitspanne, während
die Halbleiterscheibe eine erste Abscheidungstemperatur aufweist,
wobei das erste Gaszwischenprodukt eine erste Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit aufweist;
- c) Zuführen
eines ersten Oxidationsgases zur Reaktionskammer für eine erste
Oxidationsgaszeitspanne, während
die Halbleiterscheibe eine erste Oxidationstemperatur aufweist,
wobei das erste Oxidationsgas eine erste Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
aufweist, wobei zumindest eine partielle monomolekulare Schicht
eines Dielektrikums während
des ersten Reaktionszyklus gebildet wird; und
- iii) Anwenden eines zweiten Reaktionszyklus auf die Halbleiterscheibe,
wobei der zweite Reaktionszyklus umfasst:
- a) Zuführen
eines zweiten Gaszwischenprodukts auf die Reaktionskammer für eine zweite
Abscheidungszeitspanne, während
die Halbleiterscheibe eine zweite Abscheidungstemperatur aufweist, wobei
die zweite Abscheidungstemperatur höher ist als etwa 300°C, wobei
das zweite Gaszwischenprodukt eine zweite Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit
aufweist;
- b) Zuführen
eines zweiten Oxidationsgases zur Reaktionskammer für eine zweite
Oxidationsgaszeitspanne, während
die Halbleiterscheibe eine zweite Oxidationsgastemperatur aufweist,
wobei das zweite Oxidationsgas eine zweite Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
aufweist, wobei zumindest eine partielle monomolekulare Schicht
eines Dielektrikums während
des zweiten Reaktionszyklus gebildet wird; und
- iv) Anwenden eines Reaktionszyklus oder mehrerer Reaktionszyklen
auf die Halbleiterscheibe, um eine Zieldicke zu erreichen. Bei dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel
umfassen das erste Gaszwischenprodukt, das zweite Gaszwischenprodukt bzw.
Kombinationen daraus ein Organo-Silicium-Verbindung, so dass die resultierende
dielektrische Verbindung ein Metallsilikat enthält.
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Weitere Merkmale und Aspekte der
vorliegenden Erfindung werden nachfolgend genauer erläutert.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Eine vollständige und befähigende
Offenbarung der vorliegenden Erfindung einschließlich des besten Verfahrens
davon, gerichtet an einen Fachmann auf diesem Gebiet, ist genauer
in dem verbleibenden Teil der Beschreibung dargelegt, wobei auf die
beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird. Es zeigen:
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1 eine
Querschnittsansicht eines Systems zur schnellen thermischen chemischen
Aufdampfung, welches bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann;
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2 ein
Flussdiagramm eines Verfahrens zur Bestimmung der erforderlichen
Anzahl von Reaktionszyklen gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3 eine
graphische Darstellung der Temperatur-, Durchflussgeschwindigkeits-
und Zeitspannenprofile für
drei Reaktionszyklen gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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4 eine
graphische Darstellung verschiedener Reaktionszyklen, wobei 4A die Abscheidung von Chemikalien "a" und "e" unter
Verwendung herkömmlicher
Atomschichtabscheidungstechniken und 4B die
Abscheidung von Chemikalien "a" und "e" gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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5 eine
graphische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung, wobei 5A ein Graph der
abgeschiedenen Dicke über
die Anzahl von Zyklen ist, 5B ein
Graph der abgeschiedenen Dicke über
die Gaszwischenproduktzeitspanne ist, 5C ein
Graph der abgeschiedenen Dicke über
die Gesamtzeitspanne ist und 5D ein
Graph der abgeschiedenen Dicke über den
Gaszwischenproduktdampfdruck ist; und
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6 eine
Darstellung eines Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung, wobei 6A eine
Graph der abgeschiedenen Dicke an verschiedenen Punkten der Halbleiterscheibe über den
Abstand des Punkts von der Halbleiterscheibenmitte und 6B eine Darstellung der Oberflächengleichmäßigkeit
und Ebenheit der Halbleiterscheibe ist, wie durch Ellipsometrie
und Rasterkraftmikroskopie bestimmt.
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Die wiederholte Verwendung von Bezugszeichen
in der vorliegenden Beschreibung und Zeichnung soll gleiche bzw.
analoge Merkmale bzw. Elemente der Erfindung bezeichnen.
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Genaue Beschreibung
repräsentativer
Ausführungsbeispiele
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Fachleuten auf diesem Gebiet ist
ersichtlich, dass die vorliegende Beschreibung lediglich eine Beschreibung
beispielhafter Ausführungsbeispiele
ist und die umfassenderen Aspekte der vorliegenden Erfindung nicht
einschränken
soll, wobei die umfassenderen Aspekte in dem beispielhaften Aufbau
enthalten sind.
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Die vorliegende Erfindung ist allgemein
gerichtet auf ein Verfahren zum Abscheiden einer Schicht mit einer
verhältnismäßig hohen
Dielektrizitätskonstante "k" auf ein Substrat. Die Dielektrizitätskonstante
der erfindungsgemäß gebildeten
Schicht ist beispielsweise typischerweise größer als etwa 4, bei einigen
Ausführungsbeispielen
größer als
etwa 8, bei einigen Ausführungsbeispielen
größer als
etwa 10 und bei einigen Ausführungsbeispielen
größer als etwa
15. Erfindungsgemäß gebildete
Schichten können
beispielsweise eine Dielektrizitätskonstante
zwischen etwa 5 und etwa 100 und, bei einigen Ausführungsbeispielen,
zwischen etwa 15 und etwa 20 aufweisen. Ferner kann die resultierende
high-k-Schicht allgemein eine Dicke von weniger als etwa 30 Nanometer
aufweisen. Beispielsweise liegt beim Herstellen von Logikbausteinen,
wie beispielsweise MOSFET-Vorrichtungen, die resultierende Dicke
typischerweise zwischen etwa 1 und etwa 8 Nanometern und, bei einigen
Ausführungsbeispielen,
zwischen etwa 1 und etwa 2 Nanometern. Ferner liegt beim Herstellen
von Speichervorrichtungen, wie beispielsweise DRAMs, die resultierende
Dicke typischerweise zwischen etwa 2 und etwa 30 Nanometern und, bei
einigen Ausführungsbeispielen,
zwischen etwa 5 und etwa 10 Nanometern.
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Bei einigen Ausführungsbeispielen kann das Verfahren
der vorliegenden Erfindung verwendet werden zum Abscheiden einer
dielektrischen high-k-Schicht,
welche ein Metalloxid enthält,
bei welchem das Metall Aluminium, Hafnium, Tantal, Titan, Zirkon,
Yttrium, Silicium, Verbindungen daraus und ähnliches ist. Das Verfahren
der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise verwendet werden
zum Abscheiden einer dünnen
Schicht aus Metalloxid, wie beispielsweise Aluminiumoxid (Al2O3), Tantaloxid (Ta2O5), Titanoxid (TiO2), Zirkonoxid (ZrO2),
Hafniumoxid (HFO2), Yttriumoxid (Y2O3) und ähnliches,
auf eine Halbleiterscheibe aus Silizium. Tantaloxid beispielsweise
bildet typischerweise eine Schicht mit einer Dielektrizitätskonstante
zwischen etwa 15 und etwa 30. Ähnlich
kann die dielektrische Schicht ebenso eine Metallsilikatverbindung,
wie beispielsweise Zirkonsilikat (SiZrO4),
Hafniumsilikat (SiHfO4) und ähnliches
enthalten.
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Zum Abscheiden der Schicht . mit
verhältnismäßig hoher
k (bzw. „high-k-Schicht") kann das Substrat
verschiedenen Reaktionszyklen ausgesetzt werden. Bei einem typischen
Reaktionszyklus beispielsweise wird das Halbleiterscheibensubstrat
auf einem bestimmte Abscheidungstemperatur (beispielsweise höher als
etwa 300°C)
erwärmt.
Anschließend
werden ein oder mehr Reaktivgaszwischenprodukte der Reaktionskammer
zugeführt. Zum
vollständigen
Oxidieren und/oder Glühen
(das heißt,
Verdichten) der abgeschiedenen Schichten kann anschließend ein
Oxidationsgas der Kammer bei einer bestimmten Oxidationstemperatur
zugeführt
werden, welche gleich der Abscheidungstemperatur bzw. verschieden
davon sein kann. Zusätzliche Reaktionszyklen
können
anschließend
zum Abscheiden einer anderen Schicht (anderer Schichten) auf das
Substrat verwendet werden, um eine Schicht mit gewünschter
Dicke zu erzielen. Folglich kann eine dielektrische Schicht in einem
Reaktionszyklus gebildet werden, welche eine Dicke aufweist, die
zumindest einer partiellen monomolekularen Schicht entspricht, und
in einigen Fällen
zumindest einer monomolekularen Schicht.
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Verschiedene Parameter des oben beschriebenen
Verfahrens können
sorgfältig
gesteuert werden, so dass die Eigenschaften der resultierenden Schicht
optimiert werden. Beispielsweise können die Abscheidungstemperatur,
Oxidationstemperatur und/oder die Durchflussgeschwindigkeit des
Gaszwischenproduktes und/oder Oxidationsgases in jedem Zyklus derart
gesteuert werden, dass die abgeschiedene Schicht vollständig oxidiert
ist und eine verhältnismäßig niedrige
Defektdichte aufweist. Wie nachfolgend genauer beschrieben, kann
das Verfahren der vorliegenden Erfindung eine Vielzahl von Verbesserungen
bezüglich
herkömmlicher
Abscheidungstechniken liefern. Beispielsweise kann im Gegensatz zu
herkömmlichen
Techniken das Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden
zum Bilden von Mehrfachoxidschichten in einem einzelnen Reaktionszyklus.
Genauer können
sich Mehrfachschichten zum Teil infolge der verwendeten höheren Abscheidungs-
und/oder Oxidationstemperaturen bilden. Ferner können die er findungsgemäß gebildeten Schichten
vollständig
oxidiert und/oder geglüht
werden in Inkrementalschritten, das heißt, zwischen der Abscheidung
von Gaszwischenprodukten in verschiedenen Reaktionszyklen. Ferner
kann aufgrund der Tatsache, dass ein derartiges Oxidieren und/oder Glühen schrittweise
während
der Abscheidung erfolgt, die Erfordernis eines getrennten Glühschritts nach
einer vollständigen
Abscheidung praktisch eliminiert werden. Infolge dieser und anderer
Verbesserungen stellten die Erfinder der vorliegenden Erfindung
fest, dass dielektrische high-k-Schichten derart gebildet werden
können,
dass diese weniger Mängel und
einen geringeren Leckstrom, mit höherem Durchsatz, aufweisen
und einheitlicher sind als herkömmlich
gebildete Schichten.
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Allgemein kann jegliche Kammer bzw.
jeglicher Behälter,
die/der zum Abscheiden einer dielektrischen Schicht auf ein Substrat
verwendet werden kann, bei der vorliegenden Erfindung verwendet
werden. Beispielsweise können
herkömmliche
Aufdampfkammern zur Verwendung bei dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung angepasst werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass
andere Behälter,
welche bei anderen Techniken verwendet werden, ebenso bei der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können,
wie beispielsweise Behälter,
welche bei einer Abscheidung aus der Dampfphase, einer plasmagestützten chemischen
Dampfabscheidung, Sputtern und ähnlichem
verwendet werden.
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In dieser Hinsicht ist unter Bezugnahme
auf 1 ein spezielles
Ausführungsbeispiel
eines Systems 10 dargestellt, welches eine chemische Aufdampfung
zum Abscheiden der dielektrischen Schicht auf ein Substrat verwendet.
Wie dargestellt, umfasst das System 10 eine Reaktorkammer 12,
welche zum Aufnehmen von Substraten, wie beispielsweise einer Halbleiterscheibe 14,
angepasst ist. Wie dargestellt, ist die Halbleiterscheibe 14 auf
einem Substrathalter 15 aus einem wärmeisolierenden Material, wie
beispielsweise Quarz, angeordnet. Während einer Verarbeitung kann
der Substrathalter 15 bei einem Ausführungsbeispiel derart angepasst sein,
dass dieser die Halbleiterscheibe 14 unter Verwendung einer
Halbleiterdrehvorrichtung dreht. Ein Drehen der Halbleiterscheibe 14 kann
eine bessere Temperaturgleichmäßigkeit über die
Oberfläche
der Halbleiterscheibe 14 und eine verbesserte Kontakt- und
Gasgleichmäßigkeit
zwischen der Halbleiterscheibe 14 und in die Reaktionskammer 12 eingeführten Gasen
begünstigen.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass außer Halbleiterscheiben die
Reaktionskammer 12 ebenso zum Bearbeiten anderer Substrate,
wie beispielsweise optische Elemente, Filme, Fasern, Bänder etc.
geeignet ist.
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Die Reaktionskammer 12 ist
ausgelegt zum Erwärmen
der Halbleiterscheibe 14 in sehr schnellen Raten bzw. Geschwindigkeiten
und unter sorgfältig gesteuerten
Bedingungen. Die Reaktorkammer 12 kann aus verschiedenen
Materialien, einschließlich beispielsweise
Metallen und Keramiken, hergestellt sein. Bei einigen Ausführungsbeispielen
beispielsweise kann die Reaktionskammer 12 aus rostfreiem Stahl
bzw. Quarz bestehen. Besteht die Reaktionskammer 12 aus
einem wärmeleitenden
Material, so beinhaltet diese typischerweise ein Kühlsystem.
Wie in 1 dargestellt
umfasst die Reaktionskammer 12 beispielsweise einen Kühlkanal 16,
gewickelt um den Umfang der Reaktionskammer 12 bzw. enthalten innerhalb
von Öffnungen
der Reaktionskammer 12.
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Wie dargestellt, ist ferner eine
Energiequelle 22 in der Vorrichtung 10 vorgesehen.
Genauer ist die Energiequelle 22 in Verbindung mit der
Reaktionskammer 12 zum Abgeben von Energie zum Erwärmen der
Halbleiterscheibe 14 während
einer Bearbeitung angeordnet. Allgemein kann eine Vielzahl von Heizvorrichtungen
als Energiequelle 22 verwendet werden. Beispielsweise kann
die Energiequelle 22 Licht, Laser (beispielsweise Stickstofflaser), UV-Strahlungs-Heizvorrichtungen,
Bogenlampen, Blitzlampen, Infrarotstrahlungsvorrichtungen, Kombinationen
daraus und ähnliches
enthalten. Ferner können
die Spektralform und/oder bestimmte Eigenschaften (beispielsweise
Intensität,
Polarisation, kontinuierliche und/oder gepulste Emissionsstrahlung) der
Energiequelle 22 geändert
werden, um für
ein bestimmtes Verfah ren geeignet zu sein. Die Spektralform der
Energiequelle 22 beispielsweise kann gesteuert werden als
Funktion der Zeit und/oder als Funktion einer Eigenschaft der Halbleiterscheibe 14 bzw.
einem Film bzw. Filmen auf der Halbleiterscheibe 14 (beispielsweise
Temperatur des Films/der Filme und/oder der Halbleiterscheibe, Dicke
eines auf der Halbleiterscheibe 14 aufgebrachten Films
bzw. jeglicher anderer physikalischer bzw. chemischer Parameter
des Films/der Filme bzw. der Halbleiterscheibe 14).
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel
beispielsweise umfasst die Energiequelle 22 eine Vielzahl
von Lampen 24. Die Lampen 24 können Glühlampen, wie beispielsweise
Wolfram-Halogen-Lampen, sein. Die Energiequelle 22 kann
ebenso einen Reflektor bzw. einen Satz von Reflektoren zum gleichmäßigen Lenken
von Energie, abgegeben durch die Lampen 24, auf die Halbleiterscheibe 14. Wie
in 1 dargestellt, sind
die Lampen 24 oberhalb der Halbleiterscheibe 14 angeordnet.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Lampen 24 an jeglichem
Ort angeordnet werden können.
Beispielsweise können
Lampen oberhalb und/oder unterhalb der Halbleiterscheibe 14 verwendet
werden. Ferner können
zusätzliche
bzw. weniger Lampen in das System 10 integriert werden,
falls gewünscht.
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Das System 10 kann ferner
ein Fenster 32, angeordnet zwischen der Energiequelle 22 und
der Lampe 14, umfassen, welches in der Lage ist zu ermöglichen,
dass Energie mit einer vorausgewählten Wellenlänge dieses
passiert. Beispielsweise kann bei einigen Ausführungsbeispielen das Fenster 32 als Filter
dienen, indem dieses ermöglicht,
dass gewissen Wellenlängen
von Licht dieses passieren, wohingegen eine andere Wellenlänge/andere
Wellenlängen
absorbiert werden. Ferner kann das Fenster 32 in einigen
Ausführungsbeispielen
nicht als Filter wirken. Beispielsweise kann bei einem Ausführungsbeispiel
ein transparentes Fenster 32 verwendet werden, um zu ermöglichen,
dass ein Laser, wie beispielsweise ein Stickstofflaser, welcher
Licht mit einer Wellenlänge
von 337 Nanometern emittiert, von der Energie quelle 22 auf
die Halbleiterscheibe 14 ausgesendet wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
muss das Fenster 32 nicht als Filter wirken.
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Um die Temperatur der Halbleiterscheibe 14 während eines
Erwärmungszyklus
zu überwachen, kann
die Reaktionskammer 12 bei einem Ausführungsbeispiel eine Vielzahl
von Strahlungserfassungsvorrichtungen 27 umfassen. Die
Strahlungserfassungsvorrichtungen 27 können beispielsweise eine Vielzahl
optischer Fasern, Linsen, Lichtleitern etc. umfassen. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
beispielsweise umfassen die Strahlungserfassungsvorrichtungen Lichtleiter 28,
welche mit einer Vielzahl entsprechender Temperaturdetektoren 30 in
Verbindung sind. Bei einem Ausführungsbeispiel
beispielsweise sind die optischen Fasern 28 derart gestaltet,
dass diese Wärmeenergie,
emittiert durch die Halbleiterscheibe 14, mit einer speziellen Wellenlänge aufnehmen.
Der Betrag der erfassten Strahlung wird dann den Temperaturdetektoren 30 übermittelt,
welche ein geeignetes Spannungssignal erzeugen zum Bestimmen der
Temperatur der Halbleiterscheibe, welche teilweise auf der Grundlage
des Planckschen Gesetzes berechnet werden kann. Bei einem Ausführungsbeispiel
umfasst jede optische Faser 28 in Verbindung mit einem
Temperaturdetektor 30 ein Pyrometer. Bei einem anderen
Ausführungsbeispiel
werden die optischen Fasern 28 zu einer einzelnen Strahlungserfassungsvorrichtung
geführt,
die jedoch im Multiplex-Betrieb arbeitet.
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Neben der Verwendung von Strahlungserfassungsvorrichtungen
können
ferner andere Temperaturmessvorrichtungen bei dem System der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Beispielsweise kann ein Thermoelement
bzw. mehrere Thermoelemente in das System zum Überwachen der Temperatur der
Halbleiterscheibe 14 an einem einzelnen Ort bzw. an einer
Vielzahl von Orten integriert werden. Die Thermoelemente können in
direktem Kontakt mit der Halbleiterscheibe 14 bzw. angrenzend
an die Halbleiterscheibe 14 angeordnet werden, wovon die Temperatur
extrapoliert werden kann.
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Die Reaktionskammer 12 umfasst
ferner mindestens einen Eingang 18 zum Einführen eines flüssigen Zwischenproduktes
oder Gases bzw. mehrerer flüssiger
Zwischenprodukte oder Gase in die Kammer zum Bilden der dielektrischen
Schicht auf der Halbleiterscheibe 14. Der Einlass 18 kann
beispielsweise, wie dargestellt, in Verbindung sein mit einer Gasversorgung 70 über eine
Leitung 72 und einer Gasversorgung 80 über eine
Leitung 74 zum Zuführen
zweier getrennter Gase zur Reaktionskammer 12. Die Reaktionskammer 12 umfasst
ferner mindestens einen Ausgang 20 zum Evakuieren von Gases aus
der Kammer 12 nach einer bestimmten Zeitspanne. Beispielsweise,
wie nachfolgend genauer beschrieben, können ein Gaszwischenprodukt
und Oxidationsgas in die Reaktionskammer 12 durch den Eingang 18 zum
Bilden einer Schicht auf der Halbleiterscheibe 14 eingeführt werden.
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass, obwohl lediglich ein Eingang 18 und
ein Ausgang 20 dargestellt sind, die Kammer 12 jegliche
Anzahl von Eingängen
und Ausgängen
zum Zuführen
von Gasen oder Flüssigkeiten
in die Kammer enthalten kann.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wir dein Gas bzw. werden mehrere Gase
der Reaktionskammer 12 zum Bilden einer dielektrischen
Schicht auf der Halbleiterscheibe 14 zugeführt. Die
dielektrische Schicht kann direkt auf der Halbleiterscheibe 14 bzw.
auf einer Sperrschicht, wie beispielsweise einer Siliciumnitridschicht,
zuvor auf der Halbleiterscheibe 14 gebildet, gebildet werden.
In dieser Hinsicht folge eine genaue Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung zum Bilden einer dielektrischen
Schicht auf der Halbleiterscheibe 14 unter Verwendung des
chemischen Aufdampfsystems, dargestellt in 1. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass
andere Systeme und andere Abscheidungstechniken ebenso bei dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Ein geeignetes chemisches
Aufdampfsystem kann beispielsweise in dem U.S.-Patent Nr. 6 136
725 an Loan, et al. beschrieben sein, welches hierin in dessen Gesamtheit
mittels Verweis für
alle Zwecke enthalten ist.
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Wie dargestellt wird ein Reaktionszyklus
eingeleitet zuerst durch Erwärmen
der Halbleiterscheibe 14 auf eine bestimmte Abscheidungstemperatur
unter Verwendung der Energiequelle 22. Die genaue Abscheidungstemperatur
für einen
bestimmten Reaktionszyklus kann allgemein basierend auf dem verwendeten
Substrat, dem verwendeten Reaktivgas und/oder den gewünschten
Eigenschaften der abgeschiedenen Schicht variieren, wie nachfolgend
genauer beschrieben.
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Erfindungsgemäß weist die Abscheidungstemperatur
allgemein einen verhältnismäßig hohen Wert
auf, so dass Mehrfach-high-k-Schichten auf dem Substrat gebildet
werden können,
falls gewünscht.
Beispielsweise wird typischerweise gewünscht, dass die bei der vorliegenden
Erfindung angewendete Abscheidungstemperatur höher ist als die bei herkömmlichen
Atomschichtabscheidungstechniken verwendete Abscheidungstemperaturen.
Genauer wird beim Abscheidung einer dielektrischen high-k-Schicht
auf eine Siliciumhalbleiterscheibe die Abscheidungstemperatur der
Halbleiterscheibe typischerweise bei mehr als etwa 300°C gehalten,
bei einigen Ausführungsbeispielen
bei mehr als etwa 350°C,
und bei einigen Ausführungsbeispielen
bei mehr als etwa 500°C.
Beispielsweise liegt, auch wenn die Abscheidungstemperatur allgemein
basierend auf dem verwendeten Gaszwischenprodukt/den verwendeten
Gaszwischenprodukten variiert, diese typischerweise zwischen etwa
300°C und
etwa 900°C,
und bei einigen Ausführungsbeispielen
zwischen etwa 500°C
und etwa 900°C.
Ferner liegt der Reaktionskammerdruck während der Abscheidung typischerweise
zwischen etwa 10–7 Torr und etwa 100 Torr.
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Während
die Halbleiterscheibe bei der Abscheidungstemperatur gehalten wird,
wird ein Gaszwischenprodukt einer Reaktionskammer 12 über den
Eingang 18 für
eine bestimmte Abscheidungszeitspanne und mit einer bestimmten Durchflussgeschwindigkeit
zugeführt.
Beispielsweise, wie in GI. 1 dargestellt, kann ein Gaszwischenprodukt
bzw. können
mehrere Gaszwi schenprodukte dem Gaseingang 18 von einer
Gasversorgung 70 über
eine Leitung 72 zugeführt
werden. Die Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeiten können variieren,
liegen jedoch typischerweise zwischen etwa 1 Standardkubikzentimeter
pro Minute und etwa 1 Liter pro Minute. Das Gaszwischenprodukt/die
Gaszwischenprodukte können
der Reaktionskammer 12 entweder alleine oder in Verbindung
mit einer Trägergas,
wie beispielsweise einem Edelgas (zum Beispiel Argon) zugeführt werden.
Weitere geeignete Inertgase sind in dem U.S.-Patent Nr. 5 972 430
an DiMeo, Jr., beschrieben, welches hierin in dessen Gesamtheit
mittels Verweis für
alle Zwecke enthalten ist.
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Allgemein kann eine Vielzahl von
Gaszwischenprodukten bei der vorliegenden Erfindung zum Bilden einer
Schicht mit einer hohen Dielektrizitätskonstanten "k" verwendet werden. Genauer kann jedes
Gaszwischenprodukt bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden,
welches in der Lage ist, eine high-k-Schicht auf der Halbleiterscheibe
zu bilden. Einige geeignete Gaszwischenprodukte beinhalten beispielsweise
Gase, welche Aluminium, Hafnium, Tautal, Titan, Silicium, Yttrium,
Zirkon, Verbindungen daraus und ähnliches
enthalten.
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In einigen Fällen kann der Dampf einer organometallischen
Verbindung als Zwischenprodukt verwendet werden. Einige Beispiele
derartiger organometallischer Gaszwischenprodukte umfassen tri-i-Butylaluminium,
Aluminiumethylat, Aluminiumacetylacetonat, Hafnium(IV)-t-butoxid,
Hafnium(IV)-ethylat, Tetrabutoxysilan, Tetraethoxysilan, Pentakis-(dimethylamino)-Tantal,
Tantalethylat, Tantalmethylat, Tantaltetraethoxyacetylacetonat,
Tetrakis(diethylamino)-Titan, Titan-t-butoxid, Titanethylat, tris(2,2,6,6-tetramethyl-3,5-heptanedionato)-Titan, Tris[N,N-bis(trimethylsilyl)amid]-Yttrium, tris(2,2,6,6-tetramethyl-3,5-heptanedionato)-Yttrium,
Tetrakis(diethylamino)-Zirkon, Zirkon-t-butoxid, Tetrakis(2,2,6,6-tetramethyl-3,5-heptanedionato)-Zirkon,
Bis(cyclopentadienyl)dimethylzirkon, und ähnliches.
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Wenn erfindungsgemäß verwendet,
kann ein organometallisches Zwischenprodukt, wie oben beschrieben,
eine partielle monomolekulare Schicht, eine monomolekulare Schicht
bzw. mehrere monomolekulare Schichten (partiell oder vollständig) auf dem
Halbleiterscheibensubstrat bilden. Somit kann, im Gegensatz zu herkömmlichen
CVD-Techniken, bei welchen ein anorganisches metallisches Gaszwischenprodukt
mit einem Oxidationsgas reagiert, um die dielektrische Schicht zu
bilden, das Verfahren der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise Schichten bilden, ohne auf der Oberfläche des Substrats mit einem
Oxidationsgas reagieren zu müssen.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass anorganische metallische
Gaszwischenprodukte in Verbindung mit organischen metallischen Zwischenprodukten
bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Bei einem
Ausführungsbeispiel
beispielsweise wird ein organisches metallisches Zwischenprodukt
(beispielsweise ein Organo-Silicium-Verbindung) während eines
ersten Reaktionszyklus verwendet, während ein anorganisches metallisches
Zwischenprodukt (beispielsweise eine siliciumhaltige anorganische
Verbindung) während
eines zweiten Reaktionszyklus verwendet wird, oder umgekehrt.
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Während
der Bildung der Schicht (dieser Schichten) bei dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung kann das organometallische Gaszwischenprodukt
manchmal unerwünschte
Kohlenwasserstoffe auf dem Substrat erzeugen. Daher kann in einigen Fällen ein
Oxidationsgas bzw. können
mehrere Oxidationsgase vorgesehen sein, um die Kohlenwasserstoffdefekte
aus der Schicht (den Schichten) zu reduzieren. Beispielsweise, wie
in 1 dargestellt, kann nach
der gewünschten
Abscheidungszeitspanne das Gaszwischenprodukt bzw. können die
Gaszwischenprodukte aus der Reaktionskammer 12 über den Ausgang 20 unter
Verwendung einer (nicht dargestellten) Pumpe entfernt werden. Ein
Edelgas bzw. mehrere Edelgase können
ebenso verwendet werden, um das Gaszwischenprodukt (die Gaszwischenprodukte)
zu reinigen. Dann kann ein Oxidationsgas der Reaktionskammer 12 über den
Eingang 18 für eine
bestimmte Oxidationszeitspanne und mit einer bestimmten Durchflussgeschwindigkeit
zugeführt werden.
Beispiels weise, wie in 1 dargestellt, kann
ein Oxidationsgas bzw. können
mehrere Oxidationsgase dem Gaseingang 18 aus einer Gasversorgung 80 über eine
Leitung 74 zugeführt
werden. Die Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeiten können variieren,
liegen jedoch typischerweise zwischen etwa 1 Standardkubikzentimeter
pro Minute und etwa einem Standardliter pro Minute. Allgemein kann
jedes einer Vielzahl von Gasen, welche in der Lage sind, ein Metall
zu oxidieren, bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Einige
geeignete Oxidationsgase umfassen beispielsweise Sauerstoff, Salpetersäure (NO2), Distickstoffoxid (N2O),
Dampf, Verbindungen daraus und ähnliches.
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Während
der Oxidationsgaszeitspanne wird die Halbleiterscheibe 14 typischerweise
durch die Energiequelle 22 auf eine Oxidationsgastemperatur erwärmt, um
die Oxidschicht derart zu oxidieren und/oder zu verdichten, dass
die darin gebildeten Defekte begrenzt werden. Die Oxidationsgastemperatur kann
gleich der Abscheidungstemperatur oder verschieden davon sein. In
der Tat kann die spezielle Oxidationsgastemperatur für einen
bestimmten Reaktionszyklus auf der Grundlage des verwendeten Substrats,
des verwendeten Gases und/oder der gewünschten Eigenschaften der abgeschiedenen Schicht
variieren. Beispielsweise beträgt
die Oxidationsgastemperatur, welche beim Abscheiden einer dielektrischen
high-k-Schicht auf eine Siliciumhalbleiterscheibe verwendet wird,
typischerweise mehr als etwa 300°C,
bei einigen Ausführungsbeispielen
mehr als 500°C,
bei einigen Ausführungsbeispielen
zwischen etwa 400°C
und etwa 900°C
und bei einigen Ausführungsbeispielen
zwischen etwa 500°C
und etwa 900°C.
Ferner liegt der Reaktionskammerdruck während des Oxidierens typischerweise
zwischen etwa 10–7 Torr und etwa 100
Torr.
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Infolge eines Reaktionszyklus, wie
oben beschrieben, können
sich eine Schicht bzw. mehrere Schichten eines high-k-Oxidmaterials
nahe des Übergangs
zur Halbleiterscheibe 14 bilden und werden somit hierin
als "Grenz"-Schicht(en) bezeichnet. Wie oben beschrieben,
können
ebenso zusätzliche Schichten
auf dieser Grenzschicht (diesen Grenzschichten) durch Verwen den
eines zusätzlichen
Reaktionszyklus bzw. mehrerer zusätzlicher Reaktionszyklen gebildet
werden. Diese zusätzliche
Schicht (diese zusätzlichen
Schichten) wird bzw. werden hierin als "Mengen"-Schicht bezeichnet. Es sei darauf hingewiesen,
dass lediglich die erste auf der Halbleiterscheibe 14 gebildete
Schicht notwendigerweise als "Grenzschicht" und lediglich die
letzte auf der Halbleiterscheibe 14 gebildete Schicht notwendigerweise
als "Mengenschicht" bezeichnet wird.
Genauer, die zwischen der ersten und letzten Schicht gebildeten
Schichten können
entweder als Mengen- oder als Grenzschichten bezeichnet werden.
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Wie oben dargelegt, können zusätzliche
Reaktionszyklen ausgeführt
werden, um eine gewünschte
Schichtdicke zu erzielen. Unter Bezugnahme beispielsweise auf 2 ist ein Ausführungsbeispiel
eines Verfahrens zum Bestimmen der für ein bestimmtes Verfahren
notwendigen Anzahl von Reaktionszyklen dargestellt. Wie dargestellt,
wird beispielsweise zuerst eine Metalloxidabscheidungskurve bei einer
bestimmten Abscheidungstemperatur für die gewünschte Schicht gemäß industrieller
Standardtechniken entwickelt. Während
einer Bearbeitung wird die Entwicklung der Schicht als Funktion
der Abscheidungszeit beobachtet um zu bestimmen, ob die Schicht
kontinuierlich wächst
oder eine Sättigungsdicke
erreicht. Wird eine Sättigungsdicke
erreicht, so wird die Abscheidungstemperatur erhöht und eine neue Wachstumskurve
bei der erhöhten
Temperatur entwickelt. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis beobachtet
wird, dass die Schicht bei einer Erhöhung der Abscheidungstemperatur
kontinuierlich wächst.
An diesem Punkt wird ein Reaktionszyklus, wie oben beschrieben,
bei einer vorgeschriebenen Temperatur ausgeführt, und die Dicke der abgeschiedenen Schicht
wird bestimmt. Die gemessene Dicke wird dann mit einer vorbestimmten
Zieldicke verglichen. Die Anzahl erforderlicher zusätzlicher
Reaktionszyklen ist gleich der vorbestimmten Zieldicke geteilt durch
die gemessene Dicke.
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Der Abscheidungsvorgang kann entweder
in dem Sättigungsbetriebsverfahren
oder in dem Betriebsverfahren kontinuierlichen Wachstums ausgeführt werden.
Die Morphologie und Filmeigenschaften der abgeschiedenen Filme variiert
infolge der unterschiedlichen einbezogenen Oberflächenreaktionsmechanismen.
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Erfindungsgemäß können verschiedene Parameter
des oben beschriebenen Verfahrens gesteuert werden, um eine dielektrische
Schicht mit gewissen vorausgewählten
Eigenschaften zu erzeugen. Beispielsweise können das Gaszwischenprodukt
und die Oxidationsgase, welche bei den Reaktionszyklen verwendet
werden, derart gewählt
werden, dass diese gleich bzw. voneinander verschieden sind. Ferner können bei
einem Ausführungsbeispiel
die "Abscheidungsbedingungen" (das heißt, Bedingungen
bezüglich
der Zeitspanne, in welcher das Gaszwischenprodukt mit dem Substrat
in Berührung
gelangen darf) eines Reaktionszyklus bzw. mehrerer Reaktionszyklen
gesteuert werden. Bei einigen Ausführungsbeispielen beispielsweise
kann es erwünscht
sein, ein bestimmtes vorausgewähltes
Abscheidungstemperaturprofil, Gaszwischenproduktdampfdruckprofil, Abscheidungszeitspannenprofil
und/oder Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeitsprofil zu verwenden,
so dass ein Reaktionszyklus auf einen Satz von Abscheidungsbedingungen
angewendet wird, wohingegen ein anderer Reaktionszyklus bei einem
anderen Satz von Abscheidungsbedingungen angewendet wird.
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Unter Bezugnahme auf 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Profils
eines Satzes von Abscheidungsbedingungen, welche bei der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können,
dargestellt. Genauer stellt das in 3 dargestellte
Ausführungsbeispiel
ein Verfahren dar, welches mit drei Reaktionszyklen arbeitet. Wie
dargestellt, nimmt die Abscheidungstemperatur für jeden Zyklus ab, wohingegen
die Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit für alle drei
Reaktionszyklen gleich bleibt. Beispielsweise beträgt bei einem
Ausführungsbeispiel die
Abscheidungstemperatur für
den ersten Zyklus etwa 500°C
und nimmt anschließend
ab. Ferner ist bei dem in 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel die
Zwischenproduktabscheidungszeitspanne für den ersten Reaktionszyklus
etwas geringer als die Abscheidungszeitspanne für die verbleibenden zwei Reaktionszyklen.
Folglich können
die anfänglichen Grenzflächen, gebildet
im ersten Zyklus, etwas dünner
sein als die in den anderen Zyklen gebildeten Schichten, was in
einigen Fällen
die Qualität
der Grenzflächen
und die elektrischen Eigenschaften der resultierenden Schicht verbessern
kann.
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Zusätzlich zum Steuern der Abscheidungsbedingungen
eines Reaktionszyklus bzw. mehrerer Reaktionszyklen können ferner
die "Oxidationsgasbedingungen" (das heißt, Bedingungen
bezüglich
der Zeitspanne, in welcher das Oxidationsgas mit dem Substrat in
Berührung
gelangen darf) eines Reaktionszyklus bzw. mehrere Reaktionszyklen
gesteuert werden. Bei einigen Ausführungsbeispielen beispielsweise
kann es gewünscht
sein, ein bestimmtes vorausgewähltes
Oxidationsgastemperaturprofil, Oxidationsgasdampfdruckprofil, Oxidationsgaszeitspannenprofil
und/oder Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeitsprofil zu verwenden,
so dass ein Reaktionszyklus auf einen Satz von Oxidationsbedingungen
angewendet wird, wohingegen ein anderer Reaktionszyklus bei einem
anderen Satz von Oxidations/Glüh-Bedingungen angewendet
wird.
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Unter Bezugnahme auf 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Profils
der Oxidationsbedingungen dargestellt, welche bei der vorliegenden
Erfindung angewendet werden können.
Wie dargestellt, nehmen die Oxidationsgaszeitspanne und die Oxidationsgastemperatur
für alle
drei Reaktionszyklen ab. Ferner ist die Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit
für den
ersten Reaktionszyklus für
eine längere Zeitspanne
verhältnismäßig hoch,
ist jedoch für
den zweiten und dritten Reaktionszyklus für eine kürzere Zeitspanne verringert.
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Ein derartiges Profil für die Oxidationsgasbedingungen
kann eine Vielzahl vorteilhafter Ergebnisse bezüglich der Metalloxidschicht
liefern. Genauer kann durch Verwenden einer verhältnismäßig hohen Oxidationsgastemperatur
und Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit im ersten Reaktionszyklus die resultierende
Grenzfläche
(die resultierenden Grenzflächen)
mit einer verhältnismäßig hohen
Sauerstoffkonzentration versehen werden. Diese erhöhte Sauerstoffkonzentration
kann ungewollte nicht abgesättigte
Bindungen zwischen dem Metalloxid (beispielsweise Aluminiumoxid,
Hafniumoxid, Tantaloxid, Titanoxid, Zirkonoxid, Yttriumoxid, Siliciumoxid
etc) und der Halbleiterscheibe (zum Beispiel Silicium) verringern,
welche herkömmlicherweise
als "Mängel" bezeichnet werden
und "Leckstrom" bewirken.
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Im Gegensatz zu herkömmlichen
Techniken, wie in 4B dargestellt,
kann das Verfahren eines Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung eine monomolekulare Schicht (partielle
monomolekulare Schicht bzw. ganze monomolekulare Schicht) bzw. mehrere
monomolekulare Schichten (partielle monomolekulare Schichten bzw.
ganze monomolekulare Schichten) nach jedem Zyklus abscheiden, und
der nachfolgende Oxidationsschritt dient dem vollständigen Oxidieren
und Verdichten des Films zum Entfernen/Reduzieren der Mängel. Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung stellten fest, dass ein derartiger
Oxidationsgasschritt, welcher typischerweise bei einer höheren Temperatur
ausgeführt
wird als der Zwischenproduktabscheidungsschritt, bewirken kann,
dass zumindest ein Teil der Gasmoleküle durch die gebildeten Oxidschichten
diffundiert, um dadurch Leckstrom zu blockieren.
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Somit kann durch die vorliegende
Erfindung eine dielektrische high-k-Schicht auf ein Substrat in einer
besser steuerbaren und skalierbaren Weise als bei herkömmlichen
Techniken abgeschieden werden, wodurch ermöglicht wird, dass die gebildete
Schicht geringere Mängel
aufweist. Ein Beispiel des hoch skalierbaren Verfahrens der vorliegenden
Erfindung ist in 5A–5D dargestellt. Wie dargestellt,
erfolgt eine Skalierung der abgeschiedenen Filmdicke linear mit
der Zyklenzahl, der Zwischenproduktwirkzeit, der Gesamtwirkzeit
und dem Zwischenproduktdampfdruck. Ferner kann das Verfahren der
vorliegenden Erfindung auch ultradünne Filme liefern, welche hoch einheitlich
und gleichmäßig sind.
Ein Beispiel eines Ausführungsbeispiels
eines einheit lichen und gleichmäßigen Substrats,
welches erfindungsgemäß gebildet
ist, ist in 6A–6B dargestellt.
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Obwohl verschiedene Ausführungsbeispiele des
Verfahrens der vorliegenden Erfindung oben beschrieben wurden, sei
darauf hingewiesen, dass andere Abscheidungs- und Oxidationsbedingungen
bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Beispielsweise
kann jeglicher Satz von Abscheidungs- bzw. Oxidationsbedingungen
allgemein verwendet werden, solange zumindest einer der Abscheidungs-
bzw. Oxidationsparameter (beispielsweise Abscheidungszeitspanne,
Abscheidungstemperatur, Gaszwischenproduktdurchflussgeschwindigkeit,
Oxidationsgaszeitspanne, Oxidationsgastemperatur bzw. Oxidationsgasdurchflussgeschwindigkeit)
mindestens für
einen Reaktionszyklus variiert.
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Um die Abscheidungs- und Oxidationsgasbedingungen
in einer Weise wie oben beschrieben zu steuern, kann eine Vielzahl
von Vorrichtungen verwendet werden. Bei einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beispielsweise, wie in 1 dargestellt, kann das System 10 eine
Systemsteuervorrichtung 50 umfassen, welche Eingangssignale von
verschiedenen Bauteilen des Systems 10 bzw. von einem Bediener
empfangen kann und, basierend auf diesen Signalen, einen speziellen
Parameter des Systems 10 steuern kann. Die Steuervorrichtung 50 kann
ein programmierbarer logischer Computer (PLC), wie beispielsweise
ein Allen-Bradley Controllogix Processor, sein, obwohl jegliche
andere Steuervorrichtung allgemein akzeptiert werden kann, welche
zum Steuern des oben beschriebenen Systems 10 geeignet
ist. Alternativ können
festverdrahtete Schaltungsanordnungen, Relais, Software etc. anstelle
der PLC und als Steuervorrichtung 50 verwendet werden.
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Bei einem Ausführungsbeispiel beispielsweise
empfängt
die Systemsteuervorrichtung 50 Spannungssignale von den
Temperaturdetektoren 30, welche die Strahlungswerte darstellen,
welche an verschiedenen Stellen abgetastet werden. Auf der Grundlage
der empfangenen Signale ist die Steuervorrichtung 50 derart
aufgebaut, dass diese die Temperatur der Halbleiterscheibe 14 an
verschiedenen Stellen berechnet. Ferner kann die Systemsteuervorrichtung 50,
wie in 1 dargestellt,
ebenso in Verbindung mit einer Lampenleistungs-Steuervorrichtung 25 sein.
Bei dieser Anordnung kann die Steuervorrichtung 50 die
Temperatur der Halbleiterscheibe 14 bestimmen und, auf
der Grundlage dieser Information, die Menge der von der Energiequelle 22 emittierten
Wärmeenergie
steuern. Auf diese Weise können
verhältnismäßig unverzögerte Anpassungen hinsichtlich
der Bedingungen innerhalb der Reaktionskammer 12 zum Bearbeiten
der Halbleiterscheibe 14 innerhalb sorgfältig gesteuerter
Grenzen erfolgen.
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Beispielsweise, wie oben beschrieben,
kann die Systemsteuervorrichtung 50 in Verbindung mit den
Temperaturdetektoren 30 und der Energiequelle 22 verwendet
werden, um die Temperatur innerhalb der Reaktionskammer 12 auf
eine vorbestimmte Abscheidungs- oder Oxidationstemperatur anzupassen. Die
Temperatur kann ferner automatisch nach einer voreingestellten Abscheidungs-
oder Oxidationszeitspanne angepasst werden. Ferner kann die Abscheidungs-
bzw. Oxidationstemperatur ebenso unter Verwendung der Steuervorrichtung 50 für einen
Zyklus bzw. für
mehrere Zyklen variiert werden, wie oben beschrieben.
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Die Steuervorrichtung 50 kann
ferner zum automatischen Steuern anderer Bauteile des Systems 10 verwendet
werden. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 50 zum
Steuern der Durchflussgeschwindigkeiten von Gasen verwendet werden,
welche in die Reaktionskammer 12 durch den Gaseingang 18 eintreten
(beispielsweise Gaszwischenprodukte und/oder Oxidationsgase). Wie
dargestellt, kann die Systemsteuervorrichtung 50 in Verbindung mit
Ventilen 76 und 78 (beispielsweise Magnetventile)
zum Steuern der Durchflussgeschwindigkeit von Gasen von den Gasversorgungen 70 bzw.
80 sein. Beispielsweise kann bei einigen Ausführungsbeispielen die Steuervorrichtung 50 gestaltet
sein zum Empfangen von Temperaturmesswerten von den Temperaturdetektoren 30.
Somit kann, wenn eine bestimmte Temperatur während eines bestimmten Reaktionszyklus
erhalten wird, wie oben beschrieben, die Systemsteuervorrichtung 50 ein Öffnen der
Ventile 76 und/oder 78 bewirken, um ein Gas bzw.
mehrere Gase der Reaktionskammer 12 mit einer vorbestimmten
Durchflussgeschwindigkeit zuzuführen.
Die Systemsteuervorrichtung kann die Durchflussgeschwindigkeit der
Gase auf der Grundlage verschiedener Eingangssignale vom System 10 bzw.
von einem Programmierer anpassen.
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Infolge des Steuerns verschiedener
Parameter eines Reaktionszyklus bzw. mehrerer Reaktionszyklen kann
die vorliegende Erfindung eine Vielzahl von Vorteilen erzielen.
Beispielsweise weist im Gegensatz zu herkömmlichen "Atomschichtabscheidung"-Techniken das Verfahren
der vorliegenden Erfindung eine höhere Ausbeute auf und kann
Leckstrom in ausreichender Weise blockieren. Ferner kann durch Liefern
einer Steuerung der Zyklusparameter die resultierende dielektrische
Schicht leichter derart gebildet werden, dass diese ausgewählte Eigenschaften
aufweist. Beispielsweise können
bestimmte Eigenschaften der Schicht während einer Halbleiterschichtbearbeitung
gemessen werden (beispielsweise die Dicke). Diese Eigenschaften
können, wenn
gewünscht,
unverzögert
angepasst werden, indem einfach einer der Zyklusparameter, wie beispielsweise
die Temperatur bzw. die Durchflussgeschwindigkeit eines zugeführten Gases,
verändert wird.
Ferner können
einige Schichten der Beschichtung derart ausgebildet werden, dass
diese eine Charakteristik aufweisen, wohingegen andere Schichten derart
gebildet werden können,
dass diese eine andere Charakteristik aufweisen. Beispielsweise
können
die Grenzschichten mit einer verhältnismäßig hohen Sauerstoffkonzentration
gebildet sein, wodurch der Leckstrom verringert wird. Daher liefert
im Gegensatz zu herkömmlichen
Abscheidungstechniken das Verfahren der vorliegenden Endung eine Steuerung
der Reaktionszyklusparameter, so dass die resultierende dielektrische
Schicht leichter derart gebildet werden kann, dass diese spezifische,
vorbestimmte Eigenschaften aufweist.
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Diese und andere Abwandlungen und Änderungen
der vorliegenden Erfindung können
durch Fachleute auf diesem Gebiet vorgenommen werden, ohne von Wesen
und Umfang der Erfindung abzuweichen. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Aspekte der verschiedenen Ausführungsbeispiele sowohl ganz
als auch teilweise untereinander getauscht werden können. Ferner
ist Fachleuten auf diesem Gebiet ersichtlich, dass obenstehende
Beschreibung lediglich beispielhaften Charakter hat und die Erfindung,
welche ferner in den beiliegenden Ansprüchen beschrieben ist, nicht
einschränken
soll.
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Zusammenfassung
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Es ist ein Verfahren zum Abscheiden
einer dielektrischen high-k-Schicht auf ein Substrat (14), wie
beispielsweise eine Halbleiterscheibe vorgesehen. Auf das Substrat
wird ein Reaktionszyklus bzw. werden mehrere Reaktionszyklen angewendet.
Bei einem typischen Reaktionszyklus beispielsweise wird das Substrat
auf eine bestimmte Abscheidungstemperatur erwärmt. Anschließend wird
bei einem Ausführungsbeispiel
ein reaktives organometallisches Gaszwischenprodukt bzw. mehrerer
reaktive organometallische Gaszwischenprodukte der Reaktionskammer
(12) zugeführt.
Ein Oxidationsgas wird ebenso dem Substrat bei einer bestimmten
Oxidationstemperatur zum Oxidieren und/oder Verdichten der Schichten
zugeführt.
Folglich wird eine Metalloxidschicht gebildet, welche eine Dicke
aufweist, die mindestens etwa einer monomolekularen Schicht und,
in einigen Fällen,
zwei oder mehr monomolekularen Schichten entspricht. Die Dielektrizitätskonstante
der resultierenden Metalloxidschicht ist oftmals größer als
etwa 4 und liegt in einigen Fällen
zwischen etwa 10 und etwa 80.
(1)