DE1029495B - Haltevorrichtung fuer Kernreaktor-Brennstoff-Elemente - Google Patents
Haltevorrichtung fuer Kernreaktor-Brennstoff-ElementeInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Kernbrennstoff-Elemente für Kernreaktoren, und zwar insbesondere
auf solche Elemente, welche als Teilelemente in einer Brennstoffelementsäule mit gleichartigen Elementen
in einem Kernreaktor mit senkrechter Stabanordnung zu verwenden sind.
Die Betriebstemperatur eines Kernreaktors, der als Teil einer mit Dampf arbeitenden Elektrizitäts-Erzeugungsanlage
entworfen bzw. dafür bestimmt ist, sollte in Hinblick auf einen guten Wirkungsgrad der Elektrizitätserzeugung
so hoch wie möglich sein. Somit begrenzen die Faktoren, die für die höchstzulässige
Betriebstemperatur im Reaktor in Betracht kommen, auch den Wirkungsgrad der Anlage. Einer der wichtigsten
dieser Faktoren ist die Schrumpffestigkeit bzw. die Fließgrenze des Werkstoffes, der zum Umhüllen
des Kernbrennstoffes verwendet wird. Jede Ausführungsfonn, die auf die A^ermeidung von
solchen Belastungen hinzielt, die Schrumpfverformungen beim Hüllenwerkstoff zur Folge haben
könnten, ist daher von besonderer Bedeutung, insbesondere in Hinsicht darauf, daß die Brennstoffelemente
eine möglichst lange Zeit im Kernreaktor verbleiben sollen, damit eine hohe Energieausbeute aus dem
Brennstoff erzielt wird. Bei einem zu diesem Zweck gemachten Vorschlag ist in Erwägung gezogen
worden, daß die Brennstoffelemente in einem Kernreaktor mit senkrechter Elementanordnung einzeln
gehalten oder gestützt werden, so daß die Gesamtbelastung niemals das Gewicht eines einzelnen
Elementes überschreitet. Es wurde weiterhin noch vorgeschlagen, die beanspruchten Teile des Hüllenwerkstoffes
bevorzugt zu kühlen.
In der vorgeschlagenen Ausführmigsform setzt sich ein Kernbrennstoff-Element, das in einem Kernreaktor
mit senkrechter Elemeutanordnung verwendet werden soll, zusammen aus einem von einem Schutzmantel
aus Hüllenwerkstoff umgebenen Kernbrennstoffkörper, bei dem erfindungsgemäß eine oder mehrere
Halterungsvorrichtungen an den Enden des Brennkörpers vorgesehen sind, welche eine Stütze aufweisen,
deren Schrumpf- oder Verformungswiderstand größer als der des Schutzmantelwerkstoffes ist, wobei dieser
Bauteil fest mit dem Schutzmantel verbunden ausgebildet und so eingerichtet ist, daß er am Kernbrennstoffkörper
zu befestigen ist, derart, daß die Beanspruchung, welche durch das Gewicht des Kernbrennkörpers
bedingt ist, unmittelbar durch die Stütze aufgenommen wird.
Die Stütze kann am einen oder anderen Ende des Brennstoffelementes vorgesehen werden, derart, daß
dadurch entweder ein aufgehängtes Brennstoffelement, welches auf Zug beansprucht ist und sich demnach
nicht verbiegen kann, oder ein gehaltenes bzw. abge-
Haltevorrichtung
für Kernreaktor-Brennstoff-Elemente
für Kernreaktor-Brennstoff-Elemente
Anmelder:
United Kingdom Atomic Energy Authority, London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 25. August 19S5
Großbritannien vom 25. August 19S5
Kenneth Henry Dent,
Warrington, Lancashire (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
stütztes Brennstoffelement geschaffen wird, welches
as sich bei Druckbeanspruchung wie eine Verstrebung
verhält und auf Biegung beansprucht wird, sich andererseits jedoch auch leicht aus dem Reaktor entfernen
läßt. Die Elemente können einzeln oder eines durch das benachbarte gestützt bzw. gehalten ausgebildet
und/oder so angeordnet sein, daß ihre Belastungen über ihre aneinandergefügten Endhalterungen
erfolgen bzw. weitergegeben werden.
Die Gewichsstütze wird vorzugsweise aus einem Werkstoff, der eine geringe Neutronenabsorption aufweist
(z. B. Beryllium- oder Zirkoniumlegierung), hergestellt, da viele dieser Bauteile innerhalb eines gefüllten
Reaktorkerns enthalten sind. Andere Überlegungen können jedoch auch die Verwendung von
Werkstoffen mit kleinerem Neutronenabsorptionsvermögen ausschließen. Es ist dann von Wichtigkeit, den
Umfang bzw. das Volumen des die Belastung aufnehmenden Bauteils so klein wie möglich zu halten.
Ein verschraubbarer Stift, dessen eines Ende in den Kernbrennstoffkörper eingeschraubt wird und dessen
anderes Ende frei liegt oder hervorragt, um mit einem Außenteil verbunden werden zu können, damit der
Brennkörper gehalten wird, ist hierzu besonders geeignet.
Eine Anordnung von einzelnen aufgehängten Brenn-Stoffelementen gemäß der Erfindung ist besonders vorteilhaft,
da sie nicht nur zweckmäßige Betriebsbedingungen, ohne daß ein Ausbiegen des Elementes zu
befürchten ist, bietet, sondern da sie auch ein sicheres Entladen aus dem Reaktor gewährleistet, weil nämlich
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der Entladevorgang keine Beanspruchung des Hüllenwerkstoffes mit sich bringen würde.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnung näher erläutert
werden, und zwar zeigt ■
Fig. 1 eine Seitenansicht in Schnittdarstellung, während
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Einrichtung gemäß Fig. 1 wiedergibt.
In der Zeichnung wird ein Kernbrennstoff-Element dargestellt, welches einen senkrecht gelagerten Brennkörper
10 aufweist, der von einem Mantel 11 eingeschlossen ist, welcher aus einem Rohr 12 mit Umfangsrippen
13, einem unteren Endverschluß 14 und einem oberen Endverschluß 15 besteht. Eine Endhalterung
in Form eines Zapfens 16 aus nichtrostendem Stahl dringt in den Endverschlußteil 15 des Mantels
11 ein und ist vermittels eines Gewindes 17 in den Brennkörper 10 eingeschraubt. Der Zapfen 16 ist
durch die Mantelfläche 18 mit dem Verschluß 15 verbtinden,
so daß er fest und dicht mit dem Mantel an dessen Durchlaßstelle verbunden ist.
Auf den Zapfen 16 ist ein Hub- und Haltebauteil 19 geschraubt, welches sich aus einem Nabenstück 20
mit drei festen Schenkeln 21 und drei unter Federspannung stehenden schwenkbaren Schenkeln oder
Rasten 22 zusammensetzt. Die Schenkel 22 sind um Stift 23 drehbar, während die Federspannung durch
Federn 24 (Fig. 2) hervorgerufen wird, und zwar so, daß die Schenkel 22 nach außen gedruckt werden.
Jeder Schenkel 22 hat ein nach oben hervorragendes Teilstück bzw. eine Nase 25 mit einer Stirnfläche 26,
welche dann, wenn auf sie ein Druck ausgeübt wird, die Schenkel 22 entgegen der Federspannung nach
innen drückt, und zwar in die Stellung, die in gestrichelten Linien dargestellt ist (während des Einsetzens
und Entfernens der Kernbrennstoff-Elemente), Das Brennstoffelement ist in einem Graphitmoderator
27 untergebracht, welcher so geformt ist, daß er einen Kanal 28 (Fig. 2) für das Kühlmittel, eine
Kerbe oder einen Absatz 29, auf welchem die Schenkel
22 zu liegen kommen, um das Brennstoff-Element zu stützen, und ein konisch weggeschnittenes Teilstück 30
bildet.
Eine Wärmeisolierungsscheibe 31 aus Aluminiumoxyd ist zwischen dem Brennkörper 10 und Endverschluß
14 vorgesehen, um die Wärmeübertragung nach dem weniger gekühlten Verschluß 14 hin zu verringern.
Beim Zusammenbau des Brennstoffelementes wird das mit Rippen versehene Rohr 12 an seinem unteren
Ende dadurch verschlossen, daß der Endverschluß 14, welcher die Scheibe 31 hält, eingesetzt und die Stoßkante
32 verschweißt wird. Der Kernbrennstoffkörper 10 wird dann in diese Hülse eingesetzt und das
Gefüge der Verschlußhaube 15 und des fest damit verbundenen Zapfens 16 werden mit Hilfe eines
Werkzeuges, welches in die Löcher 33 eingeführt wird, festgeschraubt. Dadurch werden die Flanschstücke
34, 35 miteinander in Berührung gebracht, welche dann an ihrer Stoßkante 36 verschweißt werden.
Daraufhin wird der Hub- und Haltebauteil 19 befestigt.
Während das Kernbrennstoff-Element in den Kernreaktor eingeführt wird, wird es von einem Greifer an
den Schenkeln 21 gehalten, wobei ein Stößel im Greifer auf die Stirnfläche 26 einwirkt und dadurch
die Schenkel 22 in der nach innen gerichteten Stellung hält. An einer geeigneten Stelle des Brennstoffkanals
(deren Festlegung nicht kritisch ist) wird beim Einführen des Elementes der Stößel zurückgezogen, woraufhin
sich die Schenkel 22 unter dem Druck der Feder 24 nach außen bewegen, so daß sie die Wände
des Kanals 28 berühren und dem konischen Teilstück folgen, bis sie den Absatz 29 erreicht haben, wo
dann das Element abgestützt wird.
Beim Entladen oder Ausbau des Brennstoffelementes wird ein Greifer abgesenkt, dessen Mantelteilstück einen größeren Radius als die Schenkel 21
hat und der so angeordnet ist, daß er durch Schenkel gedreht werden kann, bis ein Hubteil des Greifers
unter die Schenkel 21 zu liegen kommt.
Claims (6)
1. Haltevorrichtung für ein Kernbrennstoff-Element mit Schutzhülle eines Kernreaktors mit
. senkrechter Elementanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernbrennstoffkörper an mindestens
einem Ende mit einem Kopfstück und einer Stütze, deren Schrumpf- oder Verformungswiderstand
größer als der der Schutzhülle ist, derart versehen ist, daß die durch das Gewicht des Kernbrennstoffkörpers
möglichen Beanspruchungen der Schutzhülle unmittelbar durch die Stütze und das Kopfteil abgefangen werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung nur an
einem Ende des Brennstoffelementes vorgesehen ist, wodurch eine Einzeihalterung für jedes Brennstoffelement
geschaffen wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stützvorrichtung an beiden
Enden des Brennstoffelementes vorgesehen ist, wodurch eine ganze Kette übereinander angeordneter
und miteinander verbundener Brennstoffelemente gehaltert wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteil, an dem die Last des
Brennstoffelementes angreift, die Form eines Zapfens hat, der in den Brennstoffkörper eingeschraubt
ist, und daß eine Vorrichtung zum Halten und Lagern des Brennstoffelementes vorgesehen
ist, welche außen am Brennstoffelement befestigt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Halte- und Lagervorrichtung
des Brennstoffelementes ein Schenkelkreuz bzw. einen Schenkelstern mit ausschwenkbaren
Schenkeln aufweist, welche so unter Federspannung stehen, daß sich die Schenkel nach außen
zu bewegen suchen.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schenkel Teilstücke aufweisen, welche sich oberhalb der Oberfläche des
Sterns erstrecken und so angeordnet sind, daß dann, wenn sie in Richtung der Oberfläche des
Kreuzes bzw. des Sterns gedrückt werden, die Schenkel entgegen der Federspannung nach innen
bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 509/346 4.
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