DE1029266B - Elektrisches Zuendhuetchen fuer Patronen - Google Patents
Elektrisches Zuendhuetchen fuer PatronenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C19/00—Details of fuzes
- F42C19/08—Primers; Detonators
- F42C19/12—Primers; Detonators electric
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
- Elektrisches Zündhütchen für Patronen Für die Zündung von Patronen sind Zündhütchen bekannt, die durch elektrischen Strom gezündet werden. Diese Zündhütchen enthalten einen leitfähigen Zfindsatz, welcher in eine Metallkapsel eingepreßt ist. Es müssen zwei gegeneinander isolierte Metallzuführungen vorhanden sein, die den Strom an den Satz heranführen. Diese Zündhütchen werden in eine Metallhülse eingesetzt. Die eine Elektrode des Zündhütchens ist über die Metallhülse mit der Waffe leitend verbunden, die andere Elektrode mit dein elektrisch isolierten Zündstift der Waffe.
- Für besondere Zwecke wünscht man, daß die Metallhülse der Patrone durch eine solche ersetzt wird, die praktisch rückstandslos verbrennt. In diesem Fall wird die Hülse aus einem brennbaren Stoff, z. B. Zelluloid, N itrozellulosepulver oder ähnlichem, geformt. Man hat für solche Hülsen bereits Schlagzündhütchen mit brennbarem Näpfchen entwickelt, deren Umhüllung ebenfalls aus einer ähnlichen brennbaren Masse besteht.
- Die Verwendung von elektrischen Zündhütchen für derartige Patronen stößt dagegen auf erhebliche Schwierigkeiten, da für die Strarnzuführung elektrisch gut leitfähige Kontakte nicht entbehrt werden können. Es besteht zwar die Möglichkeit, für die Stromzuführung dünne Metallfolien aus leicht verdampfendem bzw. brennbarem Metall zu verwenden. Es ist aber unbedingt wichtig, den Elektrodenabstand bei der Fertigung und auch beim Gebrauch des Zündhütchens konstant zu halten, denn von dem Elektrodenabstand hängt die Zündspannung bzw. Zündenergie ab, die für die Zündung des Zündhütchens notwendig ist. Da in automatischen Waffen die zur Verfügung stehende Zündenergie innerhalb geringer Grenzen schwanken kann, erweist es sich als notwendig, ein besonderes Augenmerk auf diesen Elektrodenabstand zu legen.
- Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, für die Elektroden Zweistoffolien zu verwenden, von denen der eine Werkstoff leitfähig, der andere isolierend ist. Als metallische Leiter können sämtliche Metalle verwendet werden, als Isolationsmaterial brennbare Stoffe, wie. z. B. Zelluloid, N itrozellulosepulver, Papier usw.
- Die Herstellung dieser Zweistoffolien geschieht in der Weise, daß man die beiden Stoffe, sowohl Metall als auch Isolationsmaterial, nach den üblichen Kaschierungsmethoden. Aufwalzen, Kleben, unter Druck und Wärine verbindet. Dieses kann auf endlosen Rollen oder Bögen geschehen, die dann auf die. erforderliche Streifenbreite zugeschnitten werden. Die Metallkaschierung braucht nicht nur einseitig, sondern kann auch auf beiden Seiten erfolgen. Diese Streifen enthalten das leitende Material entweder auf der einen oder auf beiden Seiten. Für die Verwendung zu Spaltzündhütchen ist es notwendig, nunmehr eine genau bemessene Unterbrechung der Metallschicht auszuführen, die später von dem leitfähigen Satz überdeckt wird. Die Unterbrechung kann bei einseitig metallkaschierten Folien durch vorsichtiges Abfräsen der Metallschicht, bei zweiseitig metallkaschierten Folien durch Stanzen der Streifen erfolgen. In dem ersten Fall ist die Spaltbreite durch die Breite der Ausfräsung gegeben, im zweiten durch die Dicke des Isolationsmaterials.
- Es besteht ferner auch die Möglichkeit, das Metall durch Aufdampfen oder Aufspritzen auf die isolierende Unterlage aufzubringen. Hierbei kann durch entsprechende Abdeckung bereits der Schlitz beim Metallisieren erhalten werden.
- In der Zeichnung ist dargestellt, wie diese Folien nunmehr für die Herstellung der elektrischen Zündhütchen verwendet werden sollen.
- In Fig. 1 wird in ein brennbares Näpfchen 1 eine einseitig kaschierte Metallfolie 2 mit eingefrästem Spalt für die Stromzuführung eingelegt und der Spaltsatz 3 auf dieselbe aufgepreßt. Auf den Spaltsau wird als nächster der Zündsatz 4 eingefüllt und dieser durch eine dicke Scheibe 6 aus brennbarem Material abgedeckt.
- In Fig. 2 wird in ein brennbares Näpfchen 1 zunächst der Zündsatz 4 eingepreßt und auf diesen das Näpfchen 5 mit dem Spaltsatz 3 eingedrückt. Die Kontaktzuführung besteht aus einem einseitig kaschierten Metallfolienstreifen 2, dessen Spalt durch Einfräsen hergestellt ist. Das Näpfchen 5 kann durch Preßsitz oder durch Einschrauben mit dein Näpfchen 1 verbunden werden. Damit die Folie 2 nicht beschädigt wird, wird diese in eine entsprechend ausgesparte Nut des Näpfchens 5 eingelegt. Fig. 3 zeigt ein brennbares Näpfchen 1, in das ein doppelseitig metallisch kaschierter Streifen 2 mit Lochspalt 2 eingelegt wird. Hierzu erhält das Näpfchen 1 Nuten, in die der Streifen eingelegt wird, so daß er über den Innendurchmesser des Näpfchens nicht vorsteht. Beim Einfüllen muß so verfahren werden, daß auch ein Teil des Spaltsatzes 3 unter den Stromzuführungsstreifen gelangt, damit sowohl die Unter- als auch -die Oberseite der Stromzuführung mit Spaltsatz in Berührung kommt. Hierzu hat das N äpfchen 1 in seinem Boden eine kleine Vertiefung 7. welche den Spaltsatz » aufnimmt, damit dieser die Unterfläche des Stromzuführungsstreifens berühren soll. Nach dem Festpressen des Spaltsatzes werden ein Näpfchen 5, welches bereits mit einem Zündsatz 4 versehen ist, eingepreßt und die Metallzuführungen in der in der Skizze angedeuteten Weise an der äußeren Umhüllung befestigt.
- Fig. 4 zeigt ein brennbares Näpfchen 1, durch dessen Schlitz die einseitig kaschierten Folienenden durchgezogen werden. Das Näpfchen 5 mit den eingelegten Metallfolienstreifen 2 wird mit dem Spaltsatt 3 in das Näpfchen 5 eingepreßt. Auf den Spaltsatz 3 wird dann der Zündsatz 4 eingefüllt und dieser durch eine dicke Scheibe 6 aus brennbarem Material abgedeckt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrisches Zündhütchen für Patronen mit brennbarer Hülle, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung aus Zweistoffolien, die aus einte leitenden und isolierenden Material bestehen, hergestellt ist.
- 2. Zündhütchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet2 daß der Spalt bei einseitig metallisch kaschierter Folie durch Fräsen, bei zweiseitig metallisch kaschierter Folie durch Stanzen eines Spaltes hergestellt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 47 212; schweizerische Patentschrift Nr. 207 169; französische Patentschrift Nr. 1005 318; britische Patentschrift Nr. 8272 vom Jahre 1900.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22419A DE1029266B (de) | 1956-02-27 | 1956-02-27 | Elektrisches Zuendhuetchen fuer Patronen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22419A DE1029266B (de) | 1956-02-27 | 1956-02-27 | Elektrisches Zuendhuetchen fuer Patronen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1029266B true DE1029266B (de) | 1958-04-30 |
Family
ID=7037444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED22419A Pending DE1029266B (de) | 1956-02-27 | 1956-02-27 | Elektrisches Zuendhuetchen fuer Patronen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1029266B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1280093B (de) * | 1963-09-12 | 1968-10-10 | Dynamit Nobel Ag | Elektrisches Zuendhuetchen |
| US3427972A (en) * | 1965-06-04 | 1969-02-18 | Dynamit Nobel Ag | Electrically ignited primer element |
| EP0310517A1 (de) * | 1987-10-01 | 1989-04-05 | GIAT Industries | Geschossboden für eine mit einem elektrischen Zünder versehene Grosskalibermunition |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE47212C (de) * | AMERICAN ELECTRIC ARMS AND AMMUNITION COMPANY in New-York City, 42 Broadway, V. St. A | Neuerung an dem unter Nr. 33599 patentirten elektrischen Zündhütchen | ||
| CH207169A (de) * | 1938-06-08 | 1939-09-30 | Gazda Antoine | Geschosspatrone. |
| FR1005318A (fr) * | 1947-07-01 | 1952-04-09 | Cartouches pour armes à feu |
-
1956
- 1956-02-27 DE DED22419A patent/DE1029266B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE47212C (de) * | AMERICAN ELECTRIC ARMS AND AMMUNITION COMPANY in New-York City, 42 Broadway, V. St. A | Neuerung an dem unter Nr. 33599 patentirten elektrischen Zündhütchen | ||
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| FR2621388A1 (fr) * | 1987-10-01 | 1989-04-07 | France Etat Armement | Culot pour munition de gros calibre comportant un allumeur electrique |
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