DE1028963B - Verfahren zum Fliesspressen von Profil- oder Rohrstraengen und Presse zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Fliesspressen von Profil- oder Rohrstraengen und Presse zur Ausuebung des VerfahrensInfo
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- DE1028963B DE1028963B DEST9052A DEST009052A DE1028963B DE 1028963 B DE1028963 B DE 1028963B DE ST9052 A DEST9052 A DE ST9052A DE ST009052 A DEST009052 A DE ST009052A DE 1028963 B DE1028963 B DE 1028963B
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- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C23/00—Extruding metal; Impact extrusion
- B21C23/21—Presses specially adapted for extruding metal
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Description
Verfahren zum Fließpressen von Profiloder Rohrsträngen und Presse
zur Ausübung des Verfahrens
Anmelder: Jaime de Sternberg, Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. L. Eberhards, Patentanwalt,
Grafschaft 40 über Jever (Oldbg.),
Grafschaft 40 über Jever (Oldbg.),
Jaime de Sternberg, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Fließpressen von Profil- oder Rohrsträngen aus in
kaltem Zustand in den Aufnehmer eingesetzten Vollbzw. Hohlblöcken aus NE-Metall oder Stahl einschließlich
Legierungen unter stetigem Auspreßdruck sowie eine Fließpresse zur Ausübung des Verfahrens.
Die bekannten Verfahren dieser Art sind in ihrer Durchführung sehr zeitraubend und teuer, da bekanntlich,
bedingt durch die Reibungsverluste im Aufnehmer, jeweils nur Blöcke begrenzter Länge verwendbar
sind.
Mit kleinen Laboratoriumspressen hat man Versuchsblöcke sehr hohen Fließpreßdrücken unterworfen
mit dem Ergebnis der Erzielung ganz beachtlicher Verdichtungs- und Festigkeitswerte des verformten
metallischen Werkstoffes, jedoch ist man dabei nicht über Versuchsblöcke von wenigen Zentimetern
Länge hinausgekommen.
Das Ziel des> erfindungsgemäßen Verfahrens liegt
in Richtung einer Steigerung der Verdichtungs- und 20
Festigkeitswerte, wie sie an kleinen Modellen erreicht worden sind, und zugleich der wirtschaftlichen 9 Nutzung der bisher praktisch angewendeten Fließpreßverfahren der eingangs genannten Art, indem Verformung von einem freien gegen ein eingespanntes unter stetigem Auspreßdruck das Fließpressen von 25 Ende des Werkstückes mechanisch, indem das Werk-Stangen bis zu mehreren Metern Länge vorgenommen stück mit stetiger, an der Verformung selbst nicht bewerden kann. teiligter Vorschubkraft durch die von radialen Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im Hämmern oder Preßbacken beaufschlagte Zone gewesentlichen darin, daß der Preßblock während des führt und zu einem Stab od. dgl. mit kleinerem Quer-Auspreßvorganges in einer dicht vor dem Einzugs- 30 schnitt reduziert wird. Demgegenüber dient diese gebiet der Auspreßöffnung liegenden geschlossenen radiale Einwirkung im vorliegenden Fall zur Erreichung einer für die Werkstückformveränderung günstigen Erwärmung auf etwa 300° C in Abhängigkeit von der Wahl der Werkstoffvorschubgeschwin-35 digkeit und insbesondere auch zur Schmierung. Der Vorschub wird im vorliegenden Fall durch eine an der Verformung wesentlich beteiligte Kraft bewirkt. Zusätzlich fördert die durch die Einschnürung hervorgerufene Werkstoffverdrängung in axialer Rich-40 tung den Fließpreßvorgang.
in Richtung einer Steigerung der Verdichtungs- und 20
Festigkeitswerte, wie sie an kleinen Modellen erreicht worden sind, und zugleich der wirtschaftlichen 9 Nutzung der bisher praktisch angewendeten Fließpreßverfahren der eingangs genannten Art, indem Verformung von einem freien gegen ein eingespanntes unter stetigem Auspreßdruck das Fließpressen von 25 Ende des Werkstückes mechanisch, indem das Werk-Stangen bis zu mehreren Metern Länge vorgenommen stück mit stetiger, an der Verformung selbst nicht bewerden kann. teiligter Vorschubkraft durch die von radialen Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im Hämmern oder Preßbacken beaufschlagte Zone gewesentlichen darin, daß der Preßblock während des führt und zu einem Stab od. dgl. mit kleinerem Quer-Auspreßvorganges in einer dicht vor dem Einzugs- 30 schnitt reduziert wird. Demgegenüber dient diese gebiet der Auspreßöffnung liegenden geschlossenen radiale Einwirkung im vorliegenden Fall zur Erreichung einer für die Werkstückformveränderung günstigen Erwärmung auf etwa 300° C in Abhängigkeit von der Wahl der Werkstoffvorschubgeschwin-35 digkeit und insbesondere auch zur Schmierung. Der Vorschub wird im vorliegenden Fall durch eine an der Verformung wesentlich beteiligte Kraft bewirkt. Zusätzlich fördert die durch die Einschnürung hervorgerufene Werkstoffverdrängung in axialer Rich-40 tung den Fließpreßvorgang.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist vorteilhaft dahin weiter ausgebildet, daß der Preßblock in einer
zweiten, von der Auspreßöffnung weiter entfernten Ringzone in gleicher Weise — gegebenenfalls mit
angesehen werden. Erstens und hauptsächlich wird 45 phasenverschobenen Druckstößen — eingeschnürt
nach dem bekannten Fließpreßprinzip der Preßblock wird. Beim Herstellen von Rohren kann zweckmäßig
unter stetigem Vorschubdruck durch eine am Ende
des Aufnehmers vorhandene Preßdüse zu einem vollen
oder hohlen Strangerzeugnis ausgepreßt, und zweitens
und gleichzeitig werden nach dem Streckschmiede- 50
prinzip auf den Preßblockumfang in einer bestimmten
des Aufnehmers vorhandene Preßdüse zu einem vollen
oder hohlen Strangerzeugnis ausgepreßt, und zweitens
und gleichzeitig werden nach dem Streckschmiede- 50
prinzip auf den Preßblockumfang in einer bestimmten
Ringzone unter intermittierender, unmittelbarer Druckeinwirkung eines fließfähigen, nicht gaserzeugenden
Schmierstoffes, wie Graphit oder Molybdänsulfid, eingeschnürt wird.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, das neue Verfahren auf das Auspressen des Werkstoffes in einen
hinter der Auspreßöffnung liegenden geschlossenen Formhohlraum anzuwenden, so daß unmittelbar Fertigformteile
erzeugt werden.
Das neue Verfahren kann gleichsam als eine Vereinigung zweier an sich bekannter Verformungsprinzipien,
nämlich des Fließpreßvorganges mit einem Vorgang ähnlich dem sogenannten Streckschmieden,
Zone periodisch radiale Druckstöße ausgeübt, die ihn durchkneten und verdichten.
Beim bekannten Streckschmiedevorgang erfolgt die
die Wandung des hohlen Preßblockes in gleicher Weiser wie von außen her in einer gemeinsamen
Ebene auch von innen her eingeschnürt werden.
Die Presse zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung hat je einen im Bereich jeder Einschnürungszone
am Umfang der Aufnehmerbohrung bzw. am Dornumfang angeordneten Ringkanal, der mit dem Schmiermittel gefüllt ist, das über gleich-
δθβ 508/93
mäßig verteilte radiale Zuführkanäle unter der Einwirkung von pulsierenden Plungern steht.
Bei einer Stange von mehreren Metern Länge würde insbesondere bei einem kleinen Stangendurchmesser
wegen der Reibungsverluste im Aufnehmer durch eine Einwirkung auf den Werkstoff mit mechanischen
Mitteln, d. h. mittels des üblichen Preßstempels, ein Erfolg nicht mehr zu erreichen sein.
Deshalb wird nach einem weiteren Merkmal der Er
bezeichnet sind. Der Kolben 14 ist mit einer Kolbenstange
18 verbunden, die bei in den Aufnehmer 2 eingefahrenem Kolben 13 am freien Ende bündig mit dem
hinteren Ende des Zylinders 15 abschließt, so daß 5 sich in dieser in Fig. 2 gezeigten Lage der Schiebekeil 8 mit seiner der schrägen Keilfläche gegenüberliegenden
Seite gegen das Kolbenstangenende 18 legt und bei etwaigem Nachgeben des Druckmittels für
den Kolben 14 dieser nicht zurückweichen kann, wenn findung die Verformimgskraft sowohl in radialer wie io sich der in den Aufnehmer 2 zum Vorschub des
in Längsrichtung unmittelbar durch ein fließfähiges, Blockes 6 eingelassene Druck auswirkt. Der Zylinder
nicht gaserzeugendes Druckmittel, das gleichzeitig 15 ist mit Hilfe einer Verbindungsstange 19 lotrecht
eine Schmierwirkung hat, wie Graphitpulver oder ein- und ausfahrbar, deren Ende von einem hydrau-Molybdänsulfid,
ausgeübt. lisch betätigten Kolben 20 in einem ebenfalls von der
Sofern gemäß der Erfindung von der zweiten Ring- i5 Traverse 12 getragenen Zylinder 21 gebildet wird. Die
zone Gebrauch gemacht wird, dient sie, insbesondere Teile 22 und 23 sind Führungen im Rahmen 1 für den
bei einem nachfolgend in den Aufnehmer einge- Schiebekeil 8 und Zylinder 15.
brachten Block, zugleich auch zum Dichten gegen den Am anderen Ende des Aufnehmers 2 ist im Pressen-
durch ein fließfähiges Mittel unmittelbar ausgeübten rahmen 1 ein Gesenk 24 gleichachsig mit der Auf-Vorschubdruck,
der sich sonst zwischen den gegenein- 20 nehmerachse beweglich. 25 ist der Auswerfer für das
anderstoßenden Blockflächen des Blockrestes und des fertiggepreßte Werkstück 26, das infolge Preß- bzw.
neuen Blockes ausgleichen könnte und damit den Vor- Reibhaftsitzes im Gesenk 24 vom Gegengesenk 24' abschub
aufheben würde. gezogen wird, wenn das Gesenk 24 vom Aufnehmer 2
In den Zeichnungen sind drei Ausführungsbeispiele und dem Gegeiigesenk fortbewegt wird. Durch den
einer Fließpresse gemäß der Erfindung dargestellt. Es 25 Haftsitz wird das Werkstück vom ausgepreßten
zeigt Strangteil abgerissen. Gegen Ende der Öffnungsbewe
gung des Gesenkes (Fig. 3) tritt der Auswerfer 25 in Tätigkeit und stößt das fertige Werkstück 26 aus, so
daß es abfällt.
Der Aufnehmer 2 hat, dem Gesenk 24 zugekehrt, eine eingesetzte Preßmatrize 27 mit einer sich nach
außen düsenartig verjüngenden zentralen Durchlaßöffnung für das Fließpressen. Zwischen der Matrize
27 und dem Ende der Aufnehmerbohrung befindet sich 35 ein in sie eingelassener Ringkörper 28 mit einer
inneren, den Block 6 über eine begrenzte Länge um- > schließenden Ringnut 29. Nahe dem vorderen Ende
des in den Aufnehmer 2 eingefahrenen Abschlußkolbens 13 mündet in den Aufnehmer die Druckmittel-40
zuführleitung 30 für den Vorschub des im Aufnehmer 2 befindlichen Blockes 6.
Die Zufuhrleitung 30 steht, wie Fig. 4 erkennen läßt, mit durch Rückschlagventile versehenen Leitungen 31,32 in Verbindung, die in Zylinder 33, 34
Fig. 9 einen Schnitt ähnlich Fig. 4 nach der Linie 45 münden, in denen abwechselnd Plunger 35, 36 vor-IX-IX
der Fig. 8, schwingen. Die Plunger 35, 36 sind durch Graphit-
Fig. 10 einen Längsschnitt gemäß der Linie VII-VIT dichtungen 37, 38 od. dgl. an den hinteren Enden, deader
Fig. 6 durch eine Presse für Rohrstränge. Zylinder 33, 34 abgedichtet. Das Druckmittel wird,
Im Pressenrahmen 1 ist der Aufnehmer 2 befestigt, über Rückschlagventile 39. 40 einer für beide Zylinder,
der an sich beliebig lang gewählt sein kann und von 5° 33, 34 gemeinsamen Nachfülleitung 41 entnommen,
aufgeschrumpften Ringteilen 3 nach Art von Geschütz- die an einem Nachfüllzylinder 42 mit fliegendem Κοίη
rohren zur Aufnahme der aufzuwendenden hohen ben 43 angeschlossen ist. Der Nachschub an Druckunterschiedlichen Fließpreßdrücke zweckmäßig um- mittel ist notwendig, weil dieses zugleich als Schmier-1
geben ist. Vor dem offenen Einführende des Auf- mittel für den Preßblock im Ringkörper 28 und das
nehmers 2 für das fließzupressende Material befindet 55 Erzeugnis in der Durchlaßöffnung der Preßmatrize 27
sich im Abstand eine Brücke 4 des Pressenrahmens, dient und mit dem Erzeugnis zum Teil austritt. Der
die eine mit der Aufnehmerbobrung fluchtende Durch- Kolben 43 bewegt sich mit dem durch die Zuleitung 44
laßbohrung 5 zum Einschieben des Preßblocks 6 in eintretenden Druckmittel bis an das linke Ende des
den Aufnehmer 2 aufweist. Die Brücke 4 hat einen Zylinders 42 und treibt dabei das vor dem Kolben,
schrägen Gegenlagersitz 7 für einen Schiebekeil 8. der 60 befindliche, zuvor über die entgegengesetzte Zuleitung
durch einen hydraulisch beweglichen Kolben 9 nebst 45 und das Rückschlagventil 46 eingedrückte Druck-Kolbenstange
10, dessen zugehöriger Zylinder 11 an mittel vor sich her zur Leitung 41. Liegt der Kolben
einer Traverse 12 des Rahmens 1 sitzt, einfahrbar ist 43 am linken Zylinderende 42 an, so ist die Leitung,
(Fig. 2), um die Betriebslage eines in den Aufnehmer 41 drucklos. Diese Betriebslage wird erreicht, wenn
eintauchenden Abschlußkolbens 13 zu sichern. In 65 auch der Block 6 zu Ende fließgepreßt ist; die Druck-Fig.
3 sind der Schiebekeil 8 und der Abschlußkolben losigkeit zeigt an, daß nun ein neuer Block in den
13 in einer ausgefahrenen Lage dargestellt. Der Ab- Aufnehmer einzusetzen ist. Die Stellung des Kolbens
schlußkolben 13 wird durch einen größeren Kolben 14 43 im Zylinder 42 ergibt ein Erkennungsmaß für den,
in einem Zylinder 15 hydraulisch bewegt, dessen Vorschub des Blockes 6 im Aufnehmer 2, so daß auf
Druckmittelzuleitung und -ableitung mit 16 und 17 70 diese Weise der Blockvorschub kontrollierbar ist. Di«}
13 in einer ausgefahrenen Lage dargestellt. Der Ab- Aufnehmer einzusetzen ist. Die Stellung des Kolbens
schlußkolben 13 wird durch einen größeren Kolben 14 43 im Zylinder 42 ergibt ein Erkennungsmaß für den,
in einem Zylinder 15 hydraulisch bewegt, dessen Vorschub des Blockes 6 im Aufnehmer 2, so daß auf
Druckmittelzuleitung und -ableitung mit 16 und 17 70 diese Weise der Blockvorschub kontrollierbar ist. Di«}
Fig. 1 eine Fließpresse in Frontansicht,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Presse nach der Linie H-II der Fig. 1 mit teilweiser Seitenansicht des
Pressenrahmens bei eingefahrenem Aufnehmerab- 30 schlußkolben,
Fig. 3 einen der Fig. 2 gleichartigen Schnitt bei ausgefahrenem Abschlußkolben,
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen teilweisen Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 3,
Fig. 6 eine für die Erzeugung von Profil- oder Rundsträngen sowie Rohrsträngen geeignete abgewandelte
Ausführung der Fließpresse,
Fig. 7 einen Längsschnitt nach der Linie VIT-VII der Fig. 6 bei eingefahrenem Abschlußkolben,
Fig. 8 einen der Fig. 7 gleichartigen Schnitt bei ausgefahrenem Abschlußkolljen,
Plunger 35, 36 sind mit größeren Kolben 47, 48 in Verbindung, deren Zylinder 49, 50 je an eine (nicht
dargestellte) Druckmittelquelle über gesteuerte Druckmittelleitungen
51 angeschlossen sind. Die Kolben 47, 48 tragen an ihrem äußeren Ende je eine aus ihrem
Zylinder herausragende Schaltstange 52, 53. die auf an sich bekannte, selbsttätige Umschaltmittel 54,55
wirken. Auf diese Weise fördern die Plunger 35, 36 abwechselnd, wie das in Fig. 4 durch Pfeile im Zylinder
33 und der Leitung 30 angedeutet ist, entsprechend einer gewünschten Blockvorschubgeschwindigkeit
bzw. Arbeitsperiodik.
Wie Fig. 5 zeigt, zweigen von der Ringnut 29, die den Endteil des Blockes 6 im Ringkörper 28 umgibt,
an zwei diametral gelegenen Stellen Druckmittelkanäle 56, 57 ab, die in Zylinder 58, 59 übergehen.
Den Zylindern 58, 59 wird das Druckmittel aus einem (nicht dargestellten) hydraulischen Akkumulator
od. dgl. mit Steuerventil über Leitungen 60, 61 nebst Ringnuten 62, 63 an geeigneter Stelle in den Zylin- ao
dem 58, 59 zur schlagartigen Druckausübung auf das Blockmaterial 6 an der Ringnut 29 für die Erwärmung
und Knetung des fließzupressenden Werkstoffes zugeführt, und zwar entsprechend der Blockvorschubgeschwindigkeit
mit Hilfe der zwei in größeren Zylindem 64, 65 gegenläufig wirkenden, hydraulischen
Kolben 66, die mit in den Zylindern 58, 59 beweglichen Plungern 67, 68 verbunden sind. Die Druckmittelanschlüsse
für die Zylinder 64, 65 sind mit 69, 70 bezeichnet.
Wegen der aufzuwendenden außerordentlich hohen Drücke für das Fließpressen sind die verschiedenen
Kolben nebst Kolbenstangen aus Stellit oder gesindertem Material herzustellen.
Die neue Fließpresse arbeitet, kurz zusammengefaßt, in folgender Weise:
Vor der Beschickung des Aufnehmers 2 mit einem Preßblock 6 nehmen der Zylinder 15 mit AbschlußkollxHi
13 sowie der Schiebekeil 8 und das Gesenk 24 in bezug auf den Aufnehmer 2 und der fliegende KoI-ben
43 im Nachfüllzylinder 42 die in Fig. 3 gezeigten Stellungen ein.
Es kann dann der Block 6 durch die Bohrung 5 in den Aufnehmer 2 bis zur Anlage an den Umfang der
düsenartigen Verjüngung in der Preßmatrize 27 eingeschoben werden. Hiernach wird der Abschlußkolben
13 in das Ende des Aufnehmers 2 eingefahren, wie das in Fig. 2 dargestellt ist. Nach Einlassen des aus
Graphit od. dgl. bestehenden Vorschubdruckmittels aus dem Xachfüllzylinder 42 in den Aufnehmer 2, wobei
der Block 6 dichtend gegen den Umfang der Verjüngung des Durchlasses in der Preßmatrize 27 gepreßt
wird, wird, zur Sicherung der Lage des Kolbens 13 im Aufnehmer 2 der Schiebekeil 8 eingefahren
(Stellung Fig. 2). Gleichzeitig hat auch das Gesenk 24 die in Fig. 2 gezeigte Schließstellung am Gegengesenk
24' eingenommen.
Zum Fließpressen bzw. kurzzeitigen Erweichen und damit axialen Verdrängen von. Werkstoff am Blockende 6 wird ein höherer Druck als der Blockvorschub-
druck durch öffnen des Ventils des hydraulischen Akkumulators eingelassen, wobei das Plungerpaar 67,
68 intermittierend zusätzlich auf das z. B. aus Graphit bestehende Druckmittel einwirkt, so daß dieses
in einer Schlagfolge über die Ringnut 29 das Blockende 6 beaufschlagt und das Material des letzteren in
den plastischen Zustand knetet. Zugleich wird der Block unter dem Vorschubdruck kontinuierlich vorgedrückt,
so daß da> Gesenk 24 gefüllt wird. Das (''herführen des Blockendes in den fließfähigen Zustand
und das intermittierende Auspressen des Blockendes erfolgen in schneller Folge so lange, bis der Kolben 43
seine Endlage links im Zylinder 42 eingenommen hat. Periodisch wird das Gesenk 24 von der Stellung nach
Fig. 2 in diejenige nach Fig. 3 bewegt, wol>ei jedesmal ein Werkstück 26 von dem in der Auspreßöffnung der
Preßmatrize 27 befindlichen Stange abgerissen und durch den Auswerfer 25 abgeworfen wird.
Nach dem Aufbrauch eines Blockes 6 wird der Schiebekeil 8 in die Stellung nach Fig. 3 ausgefahren
und hiernach ebenfalls der Abschlußkolben 13 nebst Zylinder 15, so daß der Aufnehmer 2 mit einem neuen
Block 6 beschickt werden kann.
Bei den in Fig. 6 bis 10 dargestellten, etwas abweichenden Ausführungsbeispielen einer Presse für
die Herstellung von Profil- oder Rohrsträngen arbeiten wegen der größeren Durchmesser der Aufnehmer und
der fließzupressenden vollen (Fig. 7 bis 9) bzw. hohlen (Fig. 10) Preßblöcke 6 bzw. 6' die Zylinder 64, 65
sternförmig auf die Ringnut 29 im Ringkörper 28. Im gezeichneten Beispiel sind vier Zylinder 64, 65,
64', 65' nebst Kolben 66' und Plungern 67', 68' in
Zylindern 58, 59 vorgesehen. Das Gesenk entfällt naturgemäß bei diesen Ausführungen. Statt des Gegengesenkes
24' nach Fig. 1 bis 5 ist hier ein z. B. mittels Schrauben 71 am Rahmen 1 lösbar befestigter Teil 72
hinter der Preßmatrize 27 angeordnet, durch dessen nach außen konisch erweiterten Durchlaß 73 der fließgepreßte
Strang 26' bzw. 26" austritt.
Für diejenigen Teile in Fig. 6 bis 10, die mit den Teilen in Fig. 1 bis 5 übereinstimmen, sind gleiche
Bezugszahlen verwendet, so daß sich eine wiederholte Beschreibung erübrigt. Insoweit ist auch die Arbeitsund
Wirkungsweise die gleiche.
In der Ausführung nach Fig. 7 und 8 für das Fließpressen von Profil- und Rundsträngen ist zur eingangs
erläuterten Sicherung eines störungsfreien Betriebes, nachdem ein neuer Block 6 (Fig. 8) nachgeschoben
worden ist, im Abstand von den Zylindern 64, 65, 64', 65' bzw. 58, 59 ein ebensolches Zylindersystem 74, 75
mit Kolben 76, 77 vorgesehen, die über Plunger 81, 82 in mit einer zweiten Ringnut 78 im Ringkörper 28 in
Verbindung stehenden Zylindern 79, 80 arbeiten. Die Zylinder 79, 80 werden aus den Druckmittel leitungen
60, 61 gespeist, die auch die Zylinder 58, 59 speisen. Die Plunger 81, 82 können gegenüber den Plungern
67', 68' der anderen Gruppe gegebenenfalls etwas voreilen, wie Fig. 8 erkennen läßt, um die rechtzeitige
Dichtung des eingeschobenen Blockes 6 zu erzielen. Sobald eine Dichtung nach entsprechendem Vorschub
des neuen Blockes 6 nicht mehr notwendig ist, können die Plunger 81, 82 auch nacheilen (Fig. 7).
Die zum Verpressen von Hohlblöcken. 6' zu Rohrsträngen 26" vorgesehene Presse nach Fig. 10 besitzt
einen in den Aufnehmer 2 eingeführten Abschlußkolbeu 13', dessen Lage durch einen Schraubkörper 83
gesichert ist. Der Kolben 13' weist einen zentralen Dorn 84 auf, der sich bis an bzw. in die Durchlaß-Öffnung
der Preßmatrize 27 erstreckt. Das freie Dornende ist zweckmäßig etwas dicker als der Dornschaft
und am Außenumfang mit einer Ringnut 85 versehen, die mit einer Längsbohrung 86 des Dorns 84, Kolbens
13' und Schraubkörpers 83 in Verbindung steht. Diese Bohrung 86 ist au die Druckmittelleitung 60 bzw. 61
angeschlossen und steht unter der Wirkung eines Plungers 87, der im Rhythmus der Plunger 67', 68'
arbeitet. Die Ringnut 85 liegt in der gleichen Ebene wie die Ringnut 29. Die lösbaren Teile 27 und 72
werden zum Einsetzen eines Hohlblockes 6' in den Aufnehmer 2 und Aufschieljen auf den Dorn 84 ent-
fernt. Wie Fig. 10 zeigt, ist das freie Dornende in Fließpreß richtung konisch, jedoch weniger stark verjüngt
als die Durchlaßöffnung in der Preßmatrize 27. Abweichend von der Darstellung in Fig. 6 und 10
können die Teile 27^ 72 auf hydraulischem Wege in die und aus der Arbeitsstellung verbracht werden.
Claims (6)
1. Verfahren zum Fließpressen von Profil- oder Rohrsträngen aus in kaltem Zustand in den Aufnehmer
eingesetzten Voll- bzw. Hohlblöcken aus NE-Metall oder Stahl einschließlich Legierungen
unter stetigem Auspreßdruck, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßblock während des Auspreßvorganges
in einer dicht vor dem Einzugsgebiet der Auspreßöffnung liegenden geschlossenen Ringzone unter intermittierender, unmittelbarer Druckeinwirkung
eines fließfähigen, nicht gaserzeugenden Schmierstoffes, wie Graphit oder Molybdänsulfid,
eingeschnürt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßblock in einer zweiten, von
der Auspreßöffnung weiter entfernten Ringzone in gleicher Weise —■ gegebenenfalls mit phasenverschobenen
Druckstößen — eingeschnürt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Herstellen von Rohren
die Wandung des hohlen Preßblockes in gleicher Weise wie von außen her in einer gemeinsamen
Ebene auch von innen her eingeschnürt wird.
4. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 auf das Auspressen des Werkstoffes in einen
hinter der Auspreßöffnung liegenden geschlossenen Formhohlraum.
5. Presse zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch je einen
im Bereich jeder Einschnürungszone am Umfang der Aufnehmerbohrung bzw. am Dornumfang angeordneten
Ringkanal, der mit dem Schmiermittel gefüllt ist, das über gleichmäßig verteilte radiale
Zuführkanäle unter der Einwirkung von pulsierenden Plungern steht.
6. Presse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der stetige Auspreßdruck auf die
Rückseite des Preßblockes unmittelbar durch ein fließfähiges, nicht gaserzeugendes Schmiermittel,
wie Graphit oder Molybdänsulfid, ausgeübt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 53 479, 99 893,
Deutsche Patentschriften Nr. 53 479, 99 893,
848, 614989;
deutsche Patentanmeldung S 8833 Ib/7b;
schweizerische Patentschriften Nr. 139 885,
schweizerische Patentschriften Nr. 139 885,
268 003.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
© 809 508/93 4.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9052A DE1028963B (de) | 1954-11-16 | 1954-11-16 | Verfahren zum Fliesspressen von Profil- oder Rohrstraengen und Presse zur Ausuebung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST9052A DE1028963B (de) | 1954-11-16 | 1954-11-16 | Verfahren zum Fliesspressen von Profil- oder Rohrstraengen und Presse zur Ausuebung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1028963B true DE1028963B (de) | 1958-04-30 |
Family
ID=7454659
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST9052A Pending DE1028963B (de) | 1954-11-16 | 1954-11-16 | Verfahren zum Fliesspressen von Profil- oder Rohrstraengen und Presse zur Ausuebung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1028963B (de) |
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