DE1028623B - Schaltungsanordnung fuer einen elektronischen Waehler, z. B. fuer Umsteuervorgaenge in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer einen elektronischen Waehler, z. B. fuer Umsteuervorgaenge in Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
DEUTSCHES
Der Netzplan großer Netze, wie z. B. des deutschen Landesfernwahlnetzes, sieht bekanntlich einen sternförmigen
Netzaufbau vor mit Knotenämtern als Netzgruppenmittelpunkte der Endämter, mit Hauptämtern
als Netzgruppenmittelpunkte der Knotenämter und S Zentralämtern als Netzgruppenmittelpunkte der
Hauptämter. Die Zentralämter sind unter sich durch ein Maschennetz verbunden. Die Verbindungen werden
in der Regel über die verschiedenen Netzgruppenmittelpunkte in auf- und absteigender Richtung hergestellt
(Kennzahlenweg). Da der Kennzahlenweg bei Verbindungen, die zu dem anrufenden Amt benachbarten
Ämtern streben, nicht immer der kürzeste ist, sieht der Netzplan auch Quervarbindungswege zwischen
den Knotenämtern, Hauptämtern und Zentralämtern vor. Die Verbindungen suchen dann zuerst
jeweils den kürzesten Querverbindungsweg einzuschlagen und, wenn dieser besetzt ist, den nächst kürzeren
usw. und schließlich den Kennzahlenweg. Diese Technik der Umweglenkung erfordert in den Netzgruppenmittelpunkten
Umsteuerwähler für die selbsttätige Umsteuerung auf die verschiedenen Verkehrsrichtungen und Umrechnungs- oder Auswertungseinrichtungen,
diese meist für mehrere Leitungen zentralisiert, für die die Richtungen bestimmenden
Ktnnzahlen.
Auch bei der sogenannten Zielwahl, bei der ein Kennzahlenweg im strengen Sinn nicht vorhanden, ist,
sondern nur mehrere Verbindungswege in wählbarer Reihenfolge zur Verfügung stehen, sind in den Ämtern
Richtungswähler und Umsteuerwähler für die selbsttätige Umweglenkung vorgesehen sowie zentrale Umrechnungseinrichtungen,
welche die Richtungskennzeichen auswerten.
Das Ziel der Umweglenkung muß sein, eine Verbindung möglichst schnell ohne stufenweises Absuchen
der vorhandenen Ouerrichtungen auf die gerade freie kürzeste Richtung oder gegebenenfalls auf den Kennzahlenweg
zu schalten. ,-_-.-
Es ist bei der Zielwahl schon bekannt, die Riehtungswähler
nicht vergeblich bereits völlig besetzte Leitungsgruppen einzelner Richtungen absuchen zu
lassen, sondern abhängig von dem Besetztzustand der Leitungsbündel der verschiedenen zur Verfügung
stehenden Richtungen durch gemeinsame Abschaltrelais in den zentralisierten Umrechnungseinrichtungen
sofort auf die gerade freie Umwegrichtung einzustellen (deutsche Patente 764 958 oder 856 317).
Diese bekannten Anordnungen erfordern vielarmige Steuerschalter und Umrechnungswähler, d. h.
einen großen Aufwand an mechanischen Schaltmitteln. Außerdem erfordern sie einen großen Zeitaufwand
für die LTmweglenkung; darunter leidet die
Schnelligkeit des Verbindungsaufbaues und damit Schaltungs ano r dnung
für einen elektronischen Wähler,
z.B. für Umsteuervorgänge in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Otto Kneisel, Großhesselohe bei München,
ist als Erfinder genannt worden
die günstigste Ausnutzbarkeit der Verbindungseinrichtungen.
Die Erfindung sucht nun einerseits möglichst viele mechanische Schaltmittel zu vermeiden, andererseits
einen möglichst schnellen Verbindungsaufbau sicherzustellen. Sie erreicht dies durch Anwendung eines
elektronischen Wählers mit mehreren Eingängen und mit mehreren Ausgängen, die mit den Eingängen über
elektronische Schaltmittel verbunden sind.
Es ist bereits ein Vermittlungsnetzwerk für Fernsprechvermittlungseinrichtungen
(deutsches Patent 929 619) bekannt, welches mehrere Eingänge und Ausgänge hat und bei dem eine Verbindung zwischen
einer Eingangsleitung und einer gewünschten Ausgangsleitung über sogenannte Transistorbrückenpunkte
hergestellt werden kann. Wenn diese gewünschte Ausgangsleitung besetzt ist, kann der betreffende
Verbindungsvorgang nicht durchgeführt werden, und es sind für diesen Fall auch keine besonderen
Maßnahmen vorgesehen.
Für die Technik der Umweglenkung ist nun ein derartiges Vermittlungsnetzwerk nicht brauchbar, da bei
der Umweglenkung mehrere Verbindungswege in wählbarer Reihenfolge zur \^erfügung stehen müssen.
Es muß bei der Umweglenkung in einem Wählvorgang unter jeweils mehreren Ausgangsleitungen eine
herausgesucht werden, und diese Aufgabe kann dieses Vermittlungsnetzwerk nicht lösen. Fernerhin· werden
die darin verwendeten Transistorbrückenpunkte, die aus Transistoren und anderen Schaltmitteln bestehen,
809 507/142
nicht nur bloß zur Auswahl eines Pfades im Vermittlungsnetzwerk
benutzt, sondern sie bilden auch Bestandteile des Sprechweges selber. Während des Bestehens
der betreffenden Verbindung müssen sich diese Transistoren daher im Arbeitszustand befinden.
Dadurch wird die Funktionsfälligkeit des Vermittlungsnetzwerkes hinsichtlich der Herbeiführung weiterer
Verbindungen beeinträchtigt. Dieser Nachteil wird bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
vermieden. Hier verläuft der Verbindungsweg selber nicht über die zwischen den Eingängen und Ausgängen
liegenden elektronischen Schaltmittel. Diese bilden auch keine Bestandteile des Sprechweges. Es
wird durch Erregung von an den Ausgängen liegenden Relais der Verbindungsaufbau eingeleitet und mit
Hilfe weiterer Schaltmittel hergestellt.
Der erfindungsgemäße elektronische Wähler hat mehrere Eingänge und Ausgänge, wobei die Eingänge
über elektronische Schaltmittel mit den Ausgängen verbunden sind. Das Freisein bzw. Besetztsein eines
Ausganges wird durch ein bestimmtes Freipotential bzw. Besetztpotential kenntlich gemacht. Er ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Eingänge des Wählers sowohl mit jeweils zugeordneten Wählerausgängen
über einen elektronischen Schalter als auch über Gleichrichter entsprechender Durchlaßrichtung mit
den elektronischen Schaltern anderer Ausgänge stufenweise in wählbarer Folge derart gekoppelt sind, daß
bei Kennzeichnung eines bestimmten Einganges durch •ein Kennzeichnungspotential dieser bei Freisein des
zugeordneten Wählerausganges auf diesen geleitet wird und bei Besetztsein des zugeordneten Wählerausganges
auf den nächsten durch Freipotential kenntlich gemachten Ausgang umgeleitet wird.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 2 ein elektronischer Wähler, aus Transistoren bestehend,
für die Umweglenkung gezeigt.
Wie aus dem Ül>ersichtsschaltbild der Fig. 1 zu ersehen
ist, befindet sich der elektronische Wähler W in einer Umrechnungseinrichtung U in einem beliebigen
Netzgruppenmittelpunkt. Der Umrechner C ist über einen Anschaltwähler oder Koppler AWR gemeinsam
für eine Gruppe von Speichern SpI bis SpS vorgesehen,
und diese sind wieder über die An-schaltwähler AlVS einer größeren Gruppe von ankommenden Leitungen
Ll bis LlOO zugeordnet. An jede der Leitungen (L) ist ein Richtungswäliler RW, z. B. ein hundertteiliger
Motordrehwähler, angeschlossen, welche Zugang zu den verschiedenen Ouerrichtungen haben.
z. B. zum Kennzahlenweg KZ, einem Zentralamt ZA, zwei Hauptämtern HAI und HA2, die im Bereich
des Zentralamtes ZA liegen, und zu einem Knotenamt KAI, das im Bereich des Hauptamtes HAI liegt.
Wird eine Leitung (L) belegt, so wird der Anschaltwähler
AWS eines freien Speichers angereizt, die anrufende Leitung zu suchen. Es möge beispielsweise
auf die anrufende Leitung Ll der Speicher Sp S geschaltet
sein. Der Speicher Sp 8 nimmt die vom anrufenden Teilnehmer über die Leitung Ll gesendete
Kennzahl in einem Schaltwerk DW auf. Nach beendeter Einspeicherung schaltet sich der Speicher Sp 8
über den Anschaltwähler A WR an den Um rechner U und übermittelt ihm die vom Teilnehmer gewählten
Kennziffern. Aus den Kennziffern wird im Umrechner U ein sogenannter Kennzahlenpunkt KP 6g
markiert (z.B. über ein Gleichrichternetzwerk), der entsprechend der Richtung, die der gewählten Kennzahl
zugeordnet ist. einen gewissen Eingang des elektronischen Wählers W durch Anschaltung von Potentialen,
z. B. Erde, kennzeichnet. Über die Wählerausgänge des Wählers DW werden im Speicher Sp 8
Ergebnisrelais E einzeln oder in bestimmter Kombination
erregt, welche am Richtung«wähler RW die gewünschte Richtung markieren, beispielsweise die
Richtung KA1. Ist eine Leitung1 in dieser Richtung
frei, so stellt sich der Richtungswähler auf diese Leitung ein. Ist keine Leitung dieser Richtung frei, so
wird mittels parallel geschalteter Ruhekontakte (strichliert angedeutet) oder durch reihengeschaltete
Kontakte c 1 ... cn der nicht dargestellten Relais (C 1, C 2... Cn) und gemeinsame Abschalterelais G1...
Gn in den abgehenden Übertragungen UgI.. . Ugn von der Leitung χ 1 das Erdpotential weggenommen.
Hierdurch meldet die Leitung χ 1 dem Wähler DW im
Umrechner U, daß alle Leitungen dieses Bündels besetzt sind. In diesem Fall wird vom Wähler nicht der
Ausgang KA1, sondern der Ausgang HA1 markiert.
Hierdurch wird durch die entsprechenden Ergebnisrelais E im Speicher Sp 8 die nächste Querrichtung
HAI am Ricntungswähler markiert. Ist auch diese
Leitungsgruppe besetzt, so wird über die Leitung x% am Wähler W der Besetztzustand dieser Leitungsgruppe
gekennzeichnet. Der Wähler W schaltet daraufhin den belegten Eingang auf einen Ausgang za
einem Ergebnisrelais um, welches die nächste Quer^
richtung markiert. Auf diese Weise schaltet der Wähler W stufenweise nacheinander die Ergebnis^
relais für die verschiedenen Querrichtungen und zuletzt für den Kennzahlenweg ein.
Fig. 2 zeigt die Schaltung des elektronischen Wählers
W im einzelnen. Jeder Wählereingang Al... AB,
der von verschiedenen Kennzahlenpunkten KfI, Kp 1'... Kp 5 ... Kpn ausgesteuert werden kann, ist
über ein aus Eingangstransistor Ta und Ausgangstransistor Tb bestehendes Verstärkeraggregat mit
seinem zugeordneten Wählerausgang verbunden. Jeder Wählereingang ist einer bestimmten Richtung zugeordnet,
so der Eingang KP 1 der Querrichtung KA1,
der Eingang KP2 der Richtung HAI, der Eingang
KP3 der -Richtung HA2, der Eingang KP 4 der Richtung
ZA und der Eingang KP 5 dem Kennzahlenweg KZ. Dementsprechend wird über den Ausgang KAt
im Speicher das Ergebnisrelais EKl, über den Aus- "
gangiLil das Ergebnisrelais EHl. über den Ausgang HAI das Ergebnisrelais EH2, über den Ausgang
ZA das Ergebnisrelais EZ und über den Ausgang KZ das Ergebnis relais EKZ im Speicher gesteuert, Im
Umrechner U wird durch die vom Speicher übertragene Kennzahl in bekannter Weise, der gewünschten
Richtung entsprechend, ein Wählereingang über ilen Kennzahlenpunkt durch Anschaltung eines gewissen
Potentials, z. B. Erde, belegt. Wird z. B. der Kennzahlenpunkt KPl markiert, so wird die negative
Sperrspannung — UB an der Basis des Transistors Ta 1 herabgesetzt. Dadurch wird der Transistor leitend.
Es fließt Strom im Kollektor-Emitter-Kieis;
durch den Spannungsabfall in diesem Kreis wird der Transistor TbI leitend, es fließt Strom im Kollefeter-Emitter-Kreis,
welcher das Relais EKl im Speicher betätigt. Das Relais markiert am RichtungswäMer-die
Richtung KAI. Voraussetzung dafür ist, daß nocfi
eine Leitung dieses Leitungsbündels frei ist und demgemäß an der Leitung .rl Erde liegt.
Ist keine Leitung dieses Bündels frei, so hat der Kontakt o· 1 das Freipotential von der Ausgangsmarkierader
.rl abgeschaltet. Da über den Gleichrichter
GH der Ausgangstransistor Tb 2 an den Eingangstransistor Ta Ϊ der Stufe StI angekoppelt ist. witd
nunmehr, vorausgesetzt, daß in dieser Leitungsgruippe,,,
noch eine Leitung frei ist. Transistor Tb 2 leitend.
Dies hat zur Folge, daß das Ergebnisrelais EH1 im
Speicher eingeschaltet wird, welches die Richtung HA1 an: Richtungswähler markiert. Ist auch in dieser
Leitungsgruppe keine Leitung frei, so ist durch den Abschaltekontakt g2 das Freipotential vom Transistor7"fr2
abgetrennt. Nunmehr ist über die Gleichrichter GIl, Gl 2 der Ausgangstransistor Tb 4 der
Stufe StA an den Eingangstransistor Tal angekoppelt
Ist in dieser Leitungsgruppe eine Leitung frei, so wird der Transistor leitend, und es spricht das Ergebnisrelais
EZ an, welches am Richtungswähler die Richtung ZA markiert. Ist auch in dieser Leitungsgruppe
keine Leitung frei, so ist der Eingang KPl über die Gleichrichter GIl, 672, GIA an den Ausgangstransistor
77)5 angekoppelt. Dieser wird leitend und schaltet das Ergebnis relais EKZ ein, das den
Kennzahlenweg KZ am Richtungswähler markiert. Ist auch keine Leitung des Kennzahlenweges frei, so
erhält der Teilnehmer in bekannter Weise Besetztzeichen.
Verkopplungen können bei dieser Wählerschaltung nicht auftreten, denn wenn z. B. sowohl der Ausgang
KAI wie der Ausgang HAI dadurch frei markiert
sind, daß sowohl der Abschaltekontakt gl als auch g2
geschlossen sind, wird nur der Ausgangstransistor Th 1 leitend, während der Ausgangstransistor Tb 2 für
flic nächste Querrichtung gesperrt bleibt. Der Spannungsabfall im Basis-Emitter-Kreis des Transistors
77) 1 ist kleiner als der Spannungsabfall am Gleichrichter GIl im angekoppelten Emitter-Basis-Stromkreis
des Transistors Tb2. Der Transistor Tb2 er
hält dadurch noch genügend Sperrspannung.
Die Zeichnung läßt ohne weiteres erkennen, wie bei einer Markierung eines anderen Wählereinganges,
z. B. über den Kennzahlenpunkt KP 3, die Umweglenkung
vor sich geht. In diesem Fall wird zunächst über den Ausgang HAI und das Ergebnisrela.is EH2
am Richtungswähler die Richtung H.4 2 markiert. Ist
diese besetzt, so ist der Ausgangstransistor 77» 4 der Stufe St4 über den Gleichrichter GI3 an den Eingungstransistor
Ta 3 angekoppelt. Der Eingang wird daher zunächst auf die Richtung ZA gekoppelt. Ist
auch diese besetzt, so ist über die Gleichrichter Gl 3. GIi der Eingang KP3 mit dem Ausgang KZ gekoppelt,
der den Kennzahlenweg markiert.
Für den Fall, daß in den abgehenden Übertragungen
der verschiedenen Richtungen keine Abschaltekontakte zur Verfügung stehen, kann an Stelle des
durch die Abschaltekontakte gesteuerten Freipotentials an den Markieradern xl bis χ Α zu den Wählerausgängen
eine zusätzliche Transistorschaltung treten, wie sie die Fig. 3 und 4 zeigen. In der Schaltung
nach F1Ig. 3 werden die zusätzlichen Transistoren Tel.
Tc2 an den Emitter der Ausgangstransistoren TbI,
Th 2 gelegt, während die Basis direkt über die Adern .rl, .t'2 . . . und das Vielfach unmittelbar durch da,s
Potential der Belegungsadern c der abgehenden Leitungen beeinflußt wird. Solange noch eine Leitung
des Bündels frei ist. bewirkt das Potential der unbelegten c-Ader ein entsprechendes Entsperrpotential
am Punkt ν 1. Der Transistor Tel wird dadurch leitend
und legt dabei an den Emitter des Augangstransistors Tb 1 annähernd Erdpotential als Freipotential
an.
Fig. 4 zeigt eine Schaltung, bei welcher positive Spannungen für die Transistoren des Wählers verwendet
werden. Der die Abschaltung steuernde zusätzliche Transistor Tel, welcher ebenfalls direkt
vom Potential der c-Adern des zugehörigen Leitungsbündels
gesteuert wird, muß dann wegen der vorgegebenen Potentiale der c-Adern in die Basisleitung
des Ausgangstransistors Tb gelegt werden.
Es kann vorkommen, daß sich während der Arbeitszeit des Umrechners der Belegungszustand der Leitungen
ändert und dadurch falsche Ergebnisse auftreten. Zum Beispiel sei über den Wählereingang A1
der Ausgang KA1 markiert, öffnet nun während der
Anzugszeit des Relais EKl der Abschaltekontakt gl, weil die letzte freie Leitung belegt worden ist, so
wird der Transistor Tb 1 gesperrt und der Transistor Tb2 über Gleichrichter Gl 1 leitend. In ungünstigen
Fällen können beide Relais EK1 und EH1 anziehen.
Der ,Speicher kann den Fehler nicht erkennen. Entsprechende Fehler treten auf, wenn über den Eingang
Al, den Gleichrichter GIl der AusgangHAl markiert
ist und während der Anzugszeit von Relais EH1
eine Leitung der Richtung K A1 frei wird, d.h. der Kontakt gl schließt.
Um diese Fehlermöglichkeit auszuschließen, wird gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung eine Überwachungsschaltung
vorgesehen, welche feststellt, ob sich das Auswerteergebnis während der Arbeitszeit
des Umrechners ändert. In diesem Fall wird durch ein Überwachungsrelais die Verbindung automatisch
auf den Kennzahlenweg umgeschaltet.
Die Überwachungsschaltung ist in Fig. 5 dargestellt. Sie ist in Verbindung mit Fig. 2 zu betrachten.
An den Punkten Bl, B 2 . . . im Kollektorkreis der
Transistoren Tb 1, To 2 ... (Fig. 2) sind über die
Gleichrichter GlBl, Widerstand RaI bzw. Gleichrichter
GlBn, Widerstand Ran, gemeinsame Leitung m die beiden Transistoren Tl, T 2 angeschlossen. Es sei
angenommen, daß der Umrechner eine Verbindung in die Richtung KA1 gekennzeichnet hat und, da noch
Leitungen in dieser Richtung frei waren, Ausgangstransistor 77) 1 entsperrt wurde. Während des Stromflusses
im Emitter-Kollektor-Kreis dieses Transistors über das Ergebnisrelais EKl ist der Widerstand des
Transistors klein und dementsprechend auch der Spannungsabfall am Transistor klein, so daß der Punkt Bl
nahezu auf Erdpotential liegt. Ändert sich nun plötzlich der Belegungszustand der Leitungen der Richtung
K.41 dahin, daß alle Leitungen besetzt werden,
so wird von der Leitung .rl und damit vom Emitter des Transistors 77; 1 die Erde weggenommen, andererseits
wird über die Gleichrichter GIl oder (7/2 oder
GlA irgendein anderer Ausgangstransistor 77»« leitend,
und damit kommt ein anderer Punkt Ii, ■/.. B. Bn (Fig. 5), ebenfalls annähernd auf Erdpotential.
Im Ruhezustand sind die Transistoren Tl und T 2
gesperrt. Wird der Punkt/>1 geerdet, so ist infolge
des Stromflusses
Erde, Bl, GlBl, RaI, A, Wi3, Wi2, -30 V
Punkt A negativer als die Emitterspaimung von
— 15 V. Transistor T1 und mit ihm Transistor T2 bleiben gesperrt. Ändert sich der Belegungszustand
der Richtung KA1, so wird das Erdpotential vom Punkt Bl zwar abgetrennt, jedoch im Kondensator
Co 1 gespeichert, wobei der Gleichrichter GIB 1 gegen
Entladung sperrt. Im gleichen Augenblick liegt am Punkt Bn Erdpotential, wodurch einerseits der Kondensator
Con geladen wird und andererseits folgender .Stromkreis über die beiden parallelen Widerstände
RaI, Ran hergestellt wird:
Erde, Col, RaI
Erde, Col, RaI
Erde, Bn, GlBn, Ran
m,
A, Wi3, Wi2, -30 V.
Über die beiden parallelen Widerstände ist der Spannungsabfall nunmehr kleiner, so daß der Punkt A
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für einen elektronischen Wähler mit mehreren Eingängen und Ausgängen,
bei dem die Eingänge über elektronische Schaltmittel mit den Ausgängen verbunden sind und bei
welchem das Freisein bzw. Besetztsein eines Ausganges durch ein bestimmtes Freipotential bzw.
Besetztpotential kenntlich gemacht ist, z. B. für Umsteuervorgänge in Feriimelde-, insbesondere
Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingänge des Wählers sowohl mit jeweils zugeordneten
Wählerausgängen über einen elektronischen Schalter (Tb 1 ... Tb 5) als auch über
Gleichrichter entsprechender Durchlaßrichtung (GIl, G12. GlA bzw. Gl3, GlA) mit den elektronischen
Schaltern anderer Ausgänge stufenweise in wählbarer Folge derart gekoppelt sind, daß bei
Kennzeichnung eines bestimmten Einganges durch ein Kennzeichnungspotential dieser bei Freisein
des zugeordneten Wählerausganges auf diesen geleitet wird und bei Besetztsein des zugeordneten
Wählerausganges auf den nächsten durch Freipotential kenntlich gemachten Ausgang umgeleitet
wird (Fig. 2). '
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für hoehohmige Eingänge
des Wählers jeweils eine zweite Verstärkerstufe (Tal ... . TaS) vor die Wählereingänge geschaltet
ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Eingang und Ausgang
des Wählers jeweils über einen zweistufigen Transistorverstärker miteinander gekoppelt sind
und Gleichrichter jeweils zwischen den Transistoraggregaten zweier Stufen eingeschaltet sind,
v-elche dieses Aggregat mit dem oder den nächsten ':Vansistoraggregaten koppeln.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3. dac.irch
gekennzeichnet, daß die Transistoren vorzugsweise in Emitterschaltung geschaltet sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 4. : dadurch" gekennzeichnet, daß an die Aisgangs-
" transistoren (Tbl;'Tb2 .;■.)- über Markieradern .
(.1-1 . . . .-4) niederohmig ein den Freizustand des
gewählten Ausganges kennzeichnendes Potential; z. B. Erde, angelegt ist.
b. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Freipotential an
den Emitter entweder über Relaiskontakte (^l ...
^4 in Fig. 2) oder über einen zusätzlichen Tranj
sistor (Tc 1... Ten in Fig. 3) angelegt wird, der
seinerseits von dem Freipotential gesteuert wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzlicher Transistor
(Tel, Tc2 in Fig. 4) in die Basisleituug des
Ausgangstransistors (TbI, TbZ) gelegt ist, der seinerseits von dem Freipotential gesteuert wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Wähler in einer einer größeren Zahl von ankommenden
Verbindungswegen gemeinsamen Umrechnungseinrichtung (Lr) vorgesehen ist und über
seine Ausgänge an einem Richtungswähler verschiedene weiterführende Verkehrsrichtungen markiert
werden, derart, daß die Eingänge des Wählers verschiedenen Verkehrsrichtungen entsprechen
und diese durch ein bestimmtes Potential, z. B. Erde, von der die Kennzahlen der gewünschten
Richtung umwertenden Umrechnungseinrichtung markiert werden, während die Wählerausgänge
Ergebnisrelais (E) steuern, welche die entsprechenden Richtungen an einem Richtungswähler markieren.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Richtung am
Richtungswähler ein Wählereingang, zwei Transistorenverstärker (Ta, Tb) in Reihe und ein
Wählerausgang des elektronischen Wählers zugeordnet sind und der Eingangstransistor (Ta),
durch das Markierpotential des Einganges (KPl . . . KPS) ausgesteuert, den zugeordneten
Ausgangstransistor (Tb) leitend macht, wenn an der Markierader (.rl ... s4) des Ausganges, abhängig
von dem Zustand der Einzelleitungen der gekennzeichneten Leitungsgruppe, Freipotential
anliegt.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abschaltung des
Freipotentials von der Ma.rkierader des Wählerausganges im Fall des Besetztzustandes sämtlicher
Leitungen des markierten Bündels der markierte Wälllereingang über Koppelgleichrichter auf den
nächsten durch Freipotential markierten Wählerausgang,
welcher einer anderen Verkehrsrichtung entspricht, umgeleitet wird.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Besetztzustand
sämtlicher Leitungen eines Leitungsbündels kennzeichnenden Kontakte, welche das Freipotential
von der Markierader des Ausgangstransistors abschalten, ersetzt werden durch einen zusätzlichen
Transistor (Tel. Tc2), welcher, unmittelbar durch
die Potentiale an den Belegungsadern eines Leitungsbündels gesteuert, den Ausgangstransistor
entsperrt bzw. sperrt.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis.l,
dadurch gekennzeichnet, daß von den Kollektor· η der Ausgangstransistoren parallel zu den Ergebnisrelais
(E) über Sperrgleichrichter (GlBl. .. GlBn in Fig. S) und Widerstände (Ra 1... Ran)
Verbindungen zu einem geineinsamen elektronischen Schalter, vorzugsweise aus zwei hintereinanderliegenden
Transistoren (Tl, TZ) bestehend, abgezweigt sind, der nur leitend wird, wenn ein
leitender Ausgangstransistor gesperrt und an dessen Stelle ein anderer Ausgangstransistor leitend
wird, danach aber leitend bleibt, auch wenn nur mehr der zweite Ausgangstransistor leitend
bleibt.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in den Abzweigen von
den Ausgangstransistoren zu dem gemeinsamen elektronischen Schalter Kondensatoren (Co 1 ...
Con) angeschaltet sind, welche das die versehwindende Leitfähigkeit des ersten Transistors kennzeichnende
Potential so lange speichern, bis dieses mit dem in einem parallelen Abzweig auftretenden,
die Leitfähigkeit des zweiten Ausgangstransistors kennzeichnenden Potential infolge Wider-Standsverringerung
über die parallelen Widerstände der beiden Abzweige die Entsperrspannung
für den elektronischen Schalter erzeugt.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangstransistor
(T2) des elektronischen Schalters nach seiner Entsperrung einerseits ein Überwachungsrelais (Ü)
einschaltet, das unter Abtrennung der vorher gekennzeichneten Wege auf den Kennzahlenweg umschaltet,
andererseits einen Spannungsverteiler (WiI, JViZ) speist, dessen Teilspanwung, auf den
Eingangstransistor (Tl) über einen Widerstand (WiS) rückgekoppelt, die Leitfähigkeit des ersten
Transistors (Tl) aufrechterhält, unabhängig davon, daß an ihm nur mehr das für die Entsperrung
nicht ausreichende Potential des leitenden zweiten Ausgangstransistors anliegt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 929 619.
Deutsche Patentschrift Nr. 929 619.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 809 507/142 4.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| NL112671D NL112671C (de) | 1956-07-16 | ||
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| DE1028623B true DE1028623B (de) | 1958-04-24 |
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ID=7487332
Family Applications (2)
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| DENDAT1074664D Pending DE1074664B (de) | 1956-07-16 | Schaltungsanordnung für elektronische Wähler, insbesondere für die Umweglenkung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB864637A (en) * | 1958-08-15 | 1961-04-06 | Ass Elect Ind | Improvements relating to selector systems |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929619C (de) * | 1953-02-02 | 1955-07-25 | Western Electric Co | Transistor-Vermittlungsnetzwerk mit Nummerngruppenkreis fuer Nachrichtensysteme |
Family Cites Families (4)
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|---|---|---|---|---|
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- 1957-07-15 GB GB22386/57A patent/GB817547A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929619C (de) * | 1953-02-02 | 1955-07-25 | Western Electric Co | Transistor-Vermittlungsnetzwerk mit Nummerngruppenkreis fuer Nachrichtensysteme |
Also Published As
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|---|---|
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| DE1074664B (de) | 1960-02-04 |
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