DE1028664B - Elektrische Schalteinrichtung - Google Patents
Elektrische SchalteinrichtungInfo
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- DE1028664B DE1028664B DEA23832A DEA0023832A DE1028664B DE 1028664 B DE1028664 B DE 1028664B DE A23832 A DEA23832 A DE A23832A DE A0023832 A DEA0023832 A DE A0023832A DE 1028664 B DE1028664 B DE 1028664B
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- Germany
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- electrical switching
- pneumatic chamber
- throttling
- walls
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- Pending
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04F—TIME-INTERVAL MEASURING
- G04F1/00—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/86—Means for introducing a predetermined time delay between the initiation of the switching operation and the opening or closing of the contacts
- H01H50/88—Mechanical means, e.g. dash-pot
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Switches Operated By Changes In Physical Conditions (AREA)
Description
DEUTSCHES
Für viele elektrische Schaltaufgaben ist das Bedürfnis vorhanden., in Abhängigkeit von mechanisch
vorgegebenen oder elektrisch (z. B. durch Relaisaniker) erzeugten Verschiebungen nicht nur momentane Kin- oder Ausschaltungen von Spannungen oder
Strömen vorzunehmen, sondern auch verzögerte Ein- oder Ausschaltungen vorzunehmen oder kurzzeitig
wirksame Kontaktschließungen oder öffnungen (sogenannte
Wischkontakte) zu betätigen.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, eine
universell alle die genannten Forderungen einzeln oder in beliebiger Kombination erfüllende einfache Einrichtung
zu schaffen.
Kernstück der Erfindung ist eine mit zwei vorzugsweise parallelen, einander gegenüberstehenden
beweglichen Wänden versehene Kammer, deren Innenraum über eine Luftdrossel mit der Außenluft
kommuniziert. Durch Eigenelastizität oder durch von außen wirksame Federkräfte sollen die Wände rückstellbar
sein. Durch die Bewegungen der Wände sollen unmittelbar oder mittelbar Kontaktelektroden verschoben
werden. In ein-e der Wände soll eine Verschiebung von außen eingeleitet werden, insbesondere die
Verschiebung des Ankers eines Relais. Zur Beschreibung der Wirksamkeit einer solchen Anordnung sei auf
die Abb. 1 verwiesen. Hier sind 1 und 2 die beweglichen Wände. Sie sind als elastische Membranen ausgeführt,
welche die Tendenz haben, in. ihre Ausgangsstellung zurückzukehren. Mit der Membran 1 ist die
Kontaktelektrode 3 verbunden,, der die mit der Membran 2 vorzugsweise elastisch verbundene Kontaktelektrode
4 gegenübersteht. Ebenfalls mit der Membran 2 verbunden ist die Kontaktelektrode 5, der die
raumfeste Kontaktelektrode 6 gegenübersteht. 7 ist eine Luftdrossel, über welche der Inrienraum der von
den Membranen 1 und 2 abgeschlossenen Kammer mit der Außenluft kommuniziert. Wird die Membran
1 plötzlich in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung verschoben, etwa über den Hebel 8 durch
Betätigung des in der Abbildung angedeuteten Relais, so überträgt sich die Bewegung der Membran 1
über das zwischen den Membranen vorhandene Luftpolster
auch auf die Membran 2. Es kommt zu einem sofortigen Kontakt zwischen den Elektroden 5 und 6.
Tn dem Maße aber, wie das Luftpolster durch Entweichen
von Luft aus der Kammer durch dieDrossel7 nach außen seine Spannung verliert, kehrt die Membran
wieder in ihre Außenlage zurück, und der Kontakt zwischen den Elektroden 5 und 6 wird unterbrochen.
Statt dessen kommt es nach Ablauf einer durch die Drossel vorbestimmten Zeit zu einem
Kontakt zwischen den Elektroden 3 und 4. Die Elektroden 5 und 6 geben also einen nur kurzzeitig wirksamen
Kontakt, einen sogenannten Wischkontakt, die
Elektrische Schalteinrichtung
Anmelder:
Askania -Werke Aktiengesellschaft,
Berlin-Friedenau, Bundesallee 86-89
Berlin-Friedenau, Bundesallee 86-89
Walter Fabian, Berlin-Charlottenburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Elektroden 3 und 4 geben einen verzögerten Kontakt. Die im. Beispiel vorkommenden Konitakte sind Arbeitskontakte. Man kann sie ohne Schwierigkeiten durch
Ruhekontakte ersetzen. Es lassen sich auch. Arbeitskontakte und Ruhekontakte beliebig kombinieren. Es
ist keinesfalls notwendig, die Kontaktelektrode!! unmittelbar
an den Membranen anzubringen. Ihre Verschiebung kanu auch mittelbar über beliebige, insbesondere
kinematische Übertragungsmittel durch die Membranen erfolgen. Mitunter kann es erwünscht
sein, die Membran 1 sehr schnell aus ihrer Verschiebung in ihre Ausgangstage zurückkehren zu lassen,
ohne daß jedoch die Lage der Membran 2 und der durch sie gesteuerten Kontaktelektrode!! dadurch
merkbar geändert wird. Mitunter ist es auch erwünscht, daß nach der Rückkehr der Membran 1 in
ihre Ausgangslage sofort ein neuer Bereitschaftszustand der gesamten Schalteinrichtung wiederhergestellt
ist. Dazu gehört, daß der Luftdruck im Innern der Kammer sofort dem Luftdruck außerhalb der
Kammer angeglichen wird. Durch Nachströmen von Außenluft über die Drossel 7 würde dieser Ausgleich
nur verzögert erfolgen. Um einen sofortigen Altsgleich zu ermöglichen, ist deshalb das Rückschlagventil 9
vorgesehen.
Für die Funktion der Schalteinrichtung ist es an sich gleichgültig, auf welche Weise die Beweglichkeit
der Kammerwände und die Drossel konstruktiv realisiert werden. .Man kann auch eine Ausführungsform
nach Abb.- 2 wählen. Hier gleitet das die Funktionen
eines Kolbens übernehmende Teil 10 in dem die Funktionen eines Zylinders übernehmenden Teil 11. Diebeiden
Teile gleiten jedoch mit einem solchen Spiel ineinander, daß durch dieses Spiel Luft in hinreichendem
Maße, jedoch gedrosselt hindurchtreten kann. Zweckmäßig wird man die Teile 10 und 11 durch Rückstellfedern
elastisch an ihre Ausgangslage fesseln. Zweck Einstellung bestimmter Wirkzeiten des Wischkontaktes
oder bestimmter Verzögerungszeiten des
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Verzögerungskontaktes kann die Drossel einstellbar sein.
Claims (8)
1. Elektrische Schalteinrichtung, gekennzeichnet durch eine mit der Außenluft über einen drosselnden
Querschnitt kommunizierende:, mit zwei beweglichen Wänden versehene Kammer (pneumatische
Kammer) und von. der Verschiebung der Wände gesteuerten Kontaktelektroden.
2. Elektrische Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische
Kammer mit zwei Membranen als beweglichen! Wänden versehen, ist.
3. Elektrische Schalteinrichtung nach An-Spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische
Kammer aus einem Zylinder und einem in diesem mit luftdurchlässigem, aber luftdrosselndem
Spiel beweglichen Kolben besteht.
4. Elektrische Schalteinrichtung nach den Ansprächen. 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich alle oder ein Teil der Kantaktelektroden im Innern der pneumatischen Kammer befinden.
5. Elektrische Schalteinrichtung nach den Ansprüchen
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Wände der pneumatischen Kammer
unmittelbar (Eigenelastizität) oder mittelbar (durch von außen wirkende Federn) elastisch
rück stellbar sind.
6.· Elektrische Schalteinrichtung nach den Ansprüchen.
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der drosselnde Querschnitt, über den der Innenraum
der pneumatischen Kammer mit der Außeniuft kommuniziert, verstellbar ist.
7. Elektrische Schalteinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der Wände der pneumatischen Kammer mit dem Anker eines Relais starr oder elastisch gekoppelt
ist.
8. Elektrische Schalteinrichtung nach den. Ansprüchen
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der pneumatischen Kammer außer über
den drosselnden. Querschnitt noch über eine nicht drosselnde, aber ein in der einen oder der anderen
Richtung wirksames Überschlagventil enthaltende Verbindung mit der Außenluft kommuniziert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 190 812;
französische Patentschrift Nr. 1 034 903.
Schweizerische Patentschrift Nr. 190 812;
französische Patentschrift Nr. 1 034 903.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 507/294 4.58
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA23832A DE1028664B (de) | 1955-11-24 | 1955-11-24 | Elektrische Schalteinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA23832A DE1028664B (de) | 1955-11-24 | 1955-11-24 | Elektrische Schalteinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1028664B true DE1028664B (de) | 1958-04-24 |
Family
ID=6925527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA23832A Pending DE1028664B (de) | 1955-11-24 | 1955-11-24 | Elektrische Schalteinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1028664B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH190812A (fr) * | 1935-01-12 | 1937-05-15 | Delle Atel Const Electr | Dispositif de soufflage. |
| FR1034903A (fr) * | 1951-03-30 | 1953-08-07 | Forges Ateliers Const Electr | Interrupteurs à auto-soufflage |
-
1955
- 1955-11-24 DE DEA23832A patent/DE1028664B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH190812A (fr) * | 1935-01-12 | 1937-05-15 | Delle Atel Const Electr | Dispositif de soufflage. |
| FR1034903A (fr) * | 1951-03-30 | 1953-08-07 | Forges Ateliers Const Electr | Interrupteurs à auto-soufflage |
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