DE1028400B - Zentralschmiersystem, bestehend aus einer Zentralpumpe und einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu dieser zurueckgefuehrten Ringleitung angeschlossenen Verteilern - Google Patents
Zentralschmiersystem, bestehend aus einer Zentralpumpe und einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu dieser zurueckgefuehrten Ringleitung angeschlossenen VerteilernInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Zentralschmiersystem, bestehend aus einer Zentralpumpe und einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu dieser zurückgeführten Ringleitung angeschlossenen Verteilern Die Erfindung betrifft ein Zentralschmiersystem, bestehend . aus einer Zentralpumpe mit einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu. dieser zurückgeführten Ringleitung angeschlossenen Verteilern, von denen der jeweils in Förderrichtung des Schmiermittels durch. die Ringleitung zu bedienende Verteirler den Durchgang des Schmiermittels zu, dem jeweils nachgeschalteten Verteiler bzw. den Rücklauf zur Zentralpumpe erst dann freigibt, wenn die ihm zugeordnete Schmierstelle versorgt ist.
- Erfindungsgemäß ist bei einem Ze ntralsch.miersystem der vorgenannten Art bei gleichbleibender Förderrichtung der Pumpe jedem Verteiler in der Ringleitung eine Umsteuereinrichtung zugeordnet, die nach jedem Arbeitsgang: dies Verteilers die Förderrichtung innerhalb der Umsteuereinrichtungen zum Zurückbringen der Verteiler in die Ausgangsstellung umkehrt.
- Durch diese Ausbildung wird ohne Umkehr der Förderrichtung der Zentralpumpe ein stetig arbeitendes Zentralsch:miersystem erhalten, bei dem sich jeder folgende Arbeitsgang an den vorangegangenen vollen Arbeitsgang anschließt, ohne daß ein besonderer Umschalter bedient werden ruß.
- Zweckmäßig ist der Förderkolben eines jeden Verteilers durch eine Kuppelstange mit dem Arbeitskolben einer Zweikolbenurnsteuereinrichtung gekuppelt und die Schalträume der beiden Umsteuerkolben sowie die sie verbindenden Kanäle sind so ausgebildet, daß sie im Wechseltakt tulter Ausschieben der jeweils verdrängten Schmiermittelmenge nach dem nächsten.Umsteuerverteiler von dem. durch die Pumpe in die Ringleitung geförderten Schmiermittel beau.fschlagt werden und ferner der Förderraum des Verteilers in einer der Stellungen der Umsfieuerkolben an die Zufuhrleitung angeschlossen ist. Der Verteilerkolben ist dabei zweckmäßig mit einem die Anschlußlei.tung an die Schmierstelle steuernden Schleppkolben gekuppelt, dessen Stellweg über einen Elnstellanschlug regelbar ist.
- An sich sind Umsteuerverteiler bekannt, doch lassen sich diese nicht in Reihe zur voneinander abhängiger Folgeu.msteuerung in eine Ringleitung einbauen bzw. lassen sich je nach der Schaltung nur bis zu vier Schmierstellen versorgen. Mit der Ausbildung nach der Erfindung ist dagegen der Anschluß einer beliebigen Anzahl von Schmierstellen an die Ringleitung bei sich stetig wiederholender Folgeversorgung aller angeschlossenen Schmierstellen möglich.
- Die neue Ausbildung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 das Schaltschema und Fig.2 einen Schemaschnitt durch den Umsteuervertei 1e r. Das im der Fig. 1 dargestellte Ringleitungsschmiersystem besteht aus der Zentralpumpe ZP, welche mechanisch oder von Hand angetrieben sein kann, einem in die Ringleitung eingeschalteten Sicherheits-ventil SV, einem Druckanzeiger ?47, einem Schmiermitte@lfilter F und den Verteilern VJ, V2 usw. sowie einem Anzeigegerät A, das in der Höhe der Zentralpumpe angebracht ist und welches anspricht, wenn der Flüssigkeitsstrom nach Passieren der Verteiler das Ende der Ringleitung erreicht.
- Ein in das Ringleitungsschmiersystem nach Fig. 1 eingeschalteter Verbeitler ist in Fig. 2 dargestellt. Dieser besteht aus einem Gehäusekörper 1, der in Zylinderbohrungen den Schaltkolben 2 und den Antriebskolben 3 verschiebbar aufnimmt. Der Schaltkolben ist mit Ausparun gen 5, 6, 7 versehen, während der Antriebskolben die Ausparu:ngen 8, 9,10 aufweist. Die Zylinderbohrungen der Schalt- und Antriebskolben sind durch Kanäle 36, 31, 38, 28. 30, 32, 35 miteinander verbunden. Abflußkanal 34 und ZufluBkanal 29 münden in die Zylinderbohrung des Antriebskolbens 3. An dem Gehäusekörper 1 ist in Achsrichtung des Antriebskolbens 3 der Förderzylinder 18 angeschraubt, welcher den Förderkolben 17 aufnimmt. Der Förderkolben 17 ist mit dem Antriebskolben 3 über eine Kolbenstange 15 verbunden. Ein Schleppkolben 21 ist über eine Kolbenstange 20, die in einer schwalbenschwanzförmigen Ausparung des Kolbens 17 mit Spiel längs verschiebbar geführt ist, verbunden. An der Stirnseite des Förderzylinders 18 ist ein Gewindestück 24 eingeschraubt;:: welches eine Gewindespindel 22 für Mengenregelung des Schmiermittels aufnimmt. über den Kanal 27 und die Leitung 26 ist der Förderzylinder mit dem Zylinder des Schaltkolbens verbunden. Die Abflu:ßleitung 25 führt zur Schmierstelle. Eine Bohrung 4 in der Zylinderwand des Förderzylinders 18 dient zur Entlüftung. Der Antriebskolben 3 ist in der Mitte mit einem Nocken 15 versehen, welcher eine durch eine Feder 13 belastete Sperrkugel 12 zur Verriegelung des Antriebskolbens steuert.
- Die Wirkungsweise der Umsteuerverteiler in einem Ringleibungsschmiersystem nach der Fig. 2 ohne Umkehr der Förderrichtung in der Ringleitung ist wie folgt: Es sei angenommen, daß sich alle Verteiler mit den sie steuernden Umsteuereinrichtungen bei mit Schmiermittel gefüllten Leitungen in der Stellung nach der Fig.2 befinden. Das von der Pumpe geförderte Schmiermittel gelangt über die Leitungen 29, 28. 6, 30 zu der rechten Stirnseite des Kolbens 3 und verschiebt diesen in die linke Endlage. Dabei wird der Verteilerkolben 17 des ersten Verteilers nach links verschoben und verschiebt unter Mitnahme des Bemessungskolbens 21 dias zwischen ihm und diesem eingeschlossene Schmiermittel unter Abschluß der Leitung 26 nach links, bis der Schleppkolben die Leitung 25 freigibt und an der Stellschraube 22 zur Anlage kommt. Mit der weiteren Verschiebung nach links drückt dann der Verteilerlcalben 17 das Schmiermittel über die Leitung 25 zur Schmierstelle Mit dem Übergang des Umsteuerkolbens 3 in die linke Endlage wird das vor seiner .linken Stirnfläche befindliche Schmiermittel über die Leitungen 31, 7, 32, 33, 34 dem zweiten Verteiler zugeführt und bewirkt die Verschiebung dessen Umsteuerkolben.s 3 nach links.
- In der linken Endlage verbindet der Umsteuerkolben 3 die Leitung 29 mit der Leitung 36 und die Leitung 35 mit 33. Das von der Pumpe geförderte Schmiermittel gelangt durch die Leitungen 29 und 36 zur linken Stirnseite des Kolbens 2 und verschiebt diesen nach rechts, wobei das von dessen rechter Stirnseite verdrängte Schmiermittel über 35, 33, 34 zum nächsten Verteiler gelangt und dessen Kolben 2 nach rechts verschiebt.
- Mit dem Verschieben des Umsteuerkolbens 2 nach rechts wird die Zuleitung 29 an die Leitung 31 gelegt, während die Leitung 30 an die Ableitung 38, 34 angeschlossen wird. Das von der Pumpe kommende Schmiermittel bringt über die Leitungen 29, 31 den Kolben 3 in die rechte Endlage zurück, wobei das hierbei verdrängte Schmiermittel den Kolben 3 des zweiten Aggregates ebenfalls nach rechts verschiebt. Es ist dann die Zuleitung 29 über die Leitung 35 an die rechte Stirnseite des Kolbens 2 angeschlossen und verschiebt diesen nach links, wobei das von der linken Stirnseite dieses Kolbens verdrängte Schmiermittel über 36, 34 zum zweiten Verteiler gelangt und dort ebenfalls den Kolben 2 nach links verschiebt.
- In allen Verteilern liegt jetzt die Leitung 26, 27 an der Zuleitung 29. Das von der Pumpe geförderte Schmiermittel kann jedoch nur in den von dem Verteilerkolben 17 und dem Bemessungskolben 21 des ersten Verteilers begrenzten Raum gelangen und diesem füllen, bis der Bemessungskolben die aus.geschobene Endlage erreicht hat.
- Demzufolge erfolgt mit dem dann einsetzenden neuen Arbeitsspiel des ersten Umsteuerverteilers beim Verschieben des Kolbens 3 nach links und Ausschieben des vor dessen linker Stirnfläche befindlichen Schmiermittels über die Leitungen 31, 32, 33, 34 zu dem zweiten Umsteuerverteiler noch kein Verschieben dessen Kolbens 3 nach links, sondern die hierbei verdrängte Schmiermittelmenge gelangt i r den zweiten bzw. den jeweils folgenden Verteiler, und erst die bei dem dann erfolgenden Verschieben des Kolbens 2 des ersten Verteilers nach rechts verdrängte Schmriermittelmenge bewirkt das Verschieben des Kolbens 3 des nächsten Verteilers nach links. Die aufeinanderfolgenden Umsteuerverteiler arbeiten somit um jelveils 1l4 Takt versetzt zueinander.
- Je nach dem Schmiermittelbedarf der Schnnierstelle kann die Förderung eingestellt werden, indem der Anschlag 22 weiter nach links verstellt wird, so daß der Kolben 21 erst später an diesen zur Anlage kommt, wodurch der Zwischenraum zwischen den Kolben 17, 21 vergrößert wird und eine entsprechend geringere Volumenverkleinerung dieses Zwischenraumes erfolgt. Soll die Förderung von Schmiermittel zur Schmierstelle unterbrochen werden, dann wird der AnsdhJag 22 so weit nach links: verschraubt, daß auch bei der linken Endstellung des Kolbens 17 der Kolben 21 den Anschlag 22 nicht berührt; hierdurch tritt keine Volumenverkleinerung in dem zwischen den Kolben 21 und 17 gebildeten Zwischenraum ein und somit awch kein Druck auf das Schmiermittel, welches nicht aus der Leitung 25 strömen kann.
- lm Falle einer Störung, beispielsweise Verstopfung einer Schmierstelle, kann durch die Leitung 25 kein Schmiermittel abfließen, so daß auch keine Volumenverringerung in dem Raum zwischen den beiden Kolben 17 und 21 eintritt und somit die Bewegung des Kolbens 17 nach links gehemmt wird. Ebenso wird auch der Kolben 3 in der Bewegung gehindert, wodurch der Durchfluß von Schmiermittel von der Leitung 29 nach der Leitung 34 unterbrochen ist und somit alle nachfolgenden Verteiler außer Betrieb gesetzt sind und der Kreislauf durch die Ringleitung unterbrochen wird. Das Ausbleiben des Schmiermittels wird dann durch das vor der Zentralpumpe in. die Zweigleitung eingeschaltete Anzeigegerät angezeigt und ist als Zeichen, für das Ausfallen der Schmieranlage zu werten.
- Der Antrieb des angetriebenen Teiles des Verteilers kann auch durch die Hubbewegung einer hydraulischen Umsteuerung geschehen, wenn bei einer Schmieranlage die Notwendigkeit vorliegt, eine oder einige Schmierstellen mit Hilfe der hydraulischen Rückme:ldung besonders zu kontrollieren.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Zentralschm.iersystem, bestehend aus einer Zentralpumpe und einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu dieser zurückgeführten Ringleitung angeschlossenen Verteilern, von denen der jeweils in Förderrichtung des Schmiermittels durch die Ringleitung zu bedienende Verteiler den Durchgang des Schmiermittels zu dem jeweils nachgeschalteten Verteiler bzw. den Rücklauf zur Zentralpumpe erst dann freigibt, wenn die ihm zugeordnete Schmierstelle versorgt ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichbleibender Förderrichtung der Pumpe jedem Verteiler (L', hl, V2... in Fig.1) in der Ringleitung eine Umsteuereinrichtung (1 in Fig. 2) zugeordnet ist, die nach jedem Arbeitsgang des Verteilers (Il, Tll, h2 ... in Fig. 1) die Förderrichtung innerhalb der Umsteuerein:richtungen (1 in Fi.g. 2) zur Zurückbringung der Verteiler in die Ausgangsstellung umkehrt.
- 2. Zentralschmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderkolben (17) eines jeden Verteilers (18) durch eine Kuppel-Stange (15) mit dem Arbeitskolben (3) einer Zweikolbenumsteuereinrichtung (1, 2, 3) gekuppelt ist, die Schalträume (5, 6, 7 bzw. 8, 9, 10) der beiden Umsteuerkolben (2, 3) und die sie verbindenden Kanäle (30 bis 33. 35 bis 38) so ausgebildet sind, daß sie im Wechseltakt unter Ausschiebung der jeweils verdrängten Schmiermittelmenge nach dem nächsten Umsteuerverteiler von dem durch die Pumpe in die Ringleitung geförderten Schmiermittel beaufsschlagt werden, und der Förderraum des Verteilers (18) in einer der Stellungen der Umsteuerkolben (2, 3) an die Zufuhrleitung angeschlossen ist.
- 3. Zentralschmiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkolben (17) mit einem die An:schJußleitung (25) an die Schmierstelle steuernden Schleppkolben (21) gekuppelt und dessen Stellweg über einen Einstellanschlag (22) regelbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 871545, 550 979; britische Patentschriften Nr. 235 587, 475 745 USA.-Patentschriften Nr. 2269928, 2094271, 2027171.
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|---|---|---|---|
| DESCH12292A DE1028400B (de) | 1953-04-15 | 1953-04-15 | Zentralschmiersystem, bestehend aus einer Zentralpumpe und einer beliebigen Zahl von in Reihe an eine von der Zentralpumpe ausgehenden und zu dieser zurueckgefuehrten Ringleitung angeschlossenen Verteilern |
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| DE1028400B true DE1028400B (de) | 1958-04-17 |
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1028400B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1108018B (de) * | 1958-10-30 | 1961-05-31 | Werkzeugmasch Heckert Veb | Vorrichtung zum Schmieren von Fuehrungsbahnen an hydraulisch betaetigten Arbeitsmaschnen, insbesondere Werkzeugmaschinen |
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-
1953
- 1953-04-15 DE DESCH12292A patent/DE1028400B/de active Pending
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