DE1028284B - Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfaeden mit hohen Reissfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfaeden mit hohen Reissfestigkeiten und zugleich hohen DehnungenInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F2/00—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
- D01F2/06—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
- D01F2/08—Composition of the spinning solution or the bath
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B32—LAYERED PRODUCTS
- B32B—LAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
- B32B27/00—Layered products comprising a layer of synthetic resin
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/19—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
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Description
DEUTSCHES
Man hat zur Erreichung von hohen Reißfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen bei Viskosekunstseidenfäden
bereits die verschiedensten Herstellungsverfahren angewandt. So gibt es ein Verfahren, bei welchem die Fäden
zweimal verstreckt werden und zwischen den zwei Verstreckungsprozessen im spannungslosen Zustand vollkommen
ausschrumpfen können. Man kann damit zu Festigkeiten von 3,5 g/den Trockenfestigkeit bei 9,2 °/0
Dehnung bzw. 3,1 g/den Trockenfestigkeit bei 15 % Dehnung kommen.
Fäden mit Trockenfestigkeiten von 3 g/den bei einer Dehnung von 20 bis 25°/0 erhält man beim Verspinnen
von Viskose mit einem spezifischen Gewicht von 1,3 in ein Bad, das neben Schwefelsäure, Natrium und Zinksulfat
eine kleine Menge eines weiteren Sulfats, entweder Nickel- oder Kobaltsulfat, enthält. Die Fäden werden im
noch plastischen Zustand um 40 bis 50 % verstreckt. Die Verstreckung erfolgt in diesem Fall bei erhöhten Temperaturen
z. B. in Dampfatmosphäre oder heißem Wasser. Nach einem anderen Verfahren geht man so vor, daß
man eine Viskose nach dem Verlassen des ersten Bades durch ein zweites Bad mit einem Schwefelsäuregehalt
von 25 bis 55 % führt, das eine Temperatur von höchstens 15° C aufweist. Die textlien Daten betragen in diesem Fall
2,5 g/den Trockenfestigkeit bei 18 bis 20% Dehnung. Schließlich hat man — wie ein weiteres Verfahren
deutlich macht — bereits erkannt, daß es zweckmäßig ist, zur Erreichung hoher Festigkeiten und Dehnungen die
Fällung im ersten Bad zu verlangsamen und die Verstreckung erst im zweiten Bad vorzunehmen. Die
Festigkeiten und Dehnungen, die nach diesem Verfahren, bei dem das erste Bad einen hohen Salzgehalt hat,
während das zweite ein reines Säurebad ist, erzielt werden, betragen 3 g/den bzw. 18 bis 22 %.
Das Verspinnen alkalireicher Viskosen in stark zinksalzhaltige Erstbäder mit anschließender Verstreckung in
schwach sauren zweiten Bädern führt zu Fäden mit Festigkeiten von 3 g/den bei Dehnungen von 16 bis 18 °/0.
Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß eine lange Wegstrecke des Fadens in einem zweiten oder dritten Bad
für die Festigkeitswerte von Vorteil ist. Man hat auch bereits erkannt, daß der Zusatz von Formaldehyd in einer
Menge von etwa 1 bis 3 °/0 zu den bekannten Müller-Bädern
einen günstigen Einfluß auf die Verstreckfähigkeit des Fadens im zweiten Bad ausübt. Bei all diesen Verfahren
ist es jedoch nicht gelungen, die Festigkeit auf 4 g/den und mehr zu steigern, wenn die Dehnung über 15°/0
beträgt.
Es wurde gefunden, daß man zu Fäden mit Festigkeiten von 4 g/den und mehr bei wesentlich höheren Dehnungen,
z. B. bis zu 16°/0 Dehnung, kommen kann, wenn man in der Weise vorgeht, daß man alkalireiche Viskose in einem
formaldehyd- und stark zinkhaltigen Erstbad spinnt und den durch diese Zusätze sehr wenig zersetzten Fäden
Verfahren zur Herstellung
von Viskosekunstseidenfäden
von Viskosekunstseidenfäden
mit hohen Reißfestigkeiten
und zugleich hohen Dehnungen
und zugleich hohen Dehnungen
Anmelder:
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A. G.,
Wuppertal-Elberfeld, Am Laurentiusplatz
Wuppertal-Elberfeld, Am Laurentiusplatz
Dr. Richard Elssner, Randerath (Bez. Aachen),
und Dr. Egidius Weifers, Heinsberg (Bez. Aachen),
sind als Erfinder genannt worden
dann unter einer eine Verstreckung bewirkende Spannung durch ein schwach saures zweites Bad mit Temperaturen
über 90° C führt. Die Laufstrecke des Fadens im zweiten Bad muß dabei so gewählt werden, daß der Faden mit
einem Zersetzungsgrad von wenigstens 95% das zweite Bad verläßt. Nach dem Austritt aus dem zweiten Bad
läßt man den Faden über eine Entspannungsgalette laufen. Hierbei und bei den nachfolgenden Waschbehandlungen
wird die Restzersetzung des Fadens erreicht.
Der Formaldehydzusatz zum ersten Bad bewirkt eine Zurückdrängung der Zersetzung. Dadurch erhält man eine
hohe Rehydratisierung im zweiten Bad, d. h. eine starke Ouellung, was wiederum eine Erhöhung der Verstreckbarkeit
zur Folge hat. -
Es ist jedoch wichtig, daß die Temperatur des B-Bades und die Laufstrecke des Fadens darin so gewählt werden,
4.0 daß die Xanthogenatgruppen mindestens bis zu einem
Zersetzungsgrad von 95 % abgespalten sind, solange der Faden unter einer Verstreckungsspannung steht, d. h. ehe
er nach dem Austritt aus dem Bad auf die Entspannungsgalette aufläuft. Während dieses Vorganges erfolgt eine
starke Radialschrumpfung des Fadens und gleichzeitig eine Zunahme der Relaxationsfähigkeit. Bei anschließender
Entspannung relaxiert der Faden so, daß die erstrebte hohe Dehnung erhalten wird, wobei die durch die Verstreckung
erreichte Festigkeit nicht wieder verlorengeht.
Wenn die zweite Badstrecke zu kurz und/oder eine Temperatur des Bades unterhalb 900C gewählt wird,
so kann man zwar die Verstreckung bei einem aus einem formaldehydhaltigen ersten Bad kommenden, wenig zersetzten
und hochgequollenen Faden sehr hoch treiben,
709 %0/40i
»HI |l
jedoch erreicht man unter dieser Spannung im zweiten Bad nicht den erforderlichen Zersetzungsgrad, der
wenigstens 95% betragen muß. Der Faden zeigt dann nicht die gewünschte Festigkeit und Dehnung.
Es ist wichtig, daß die im Erstbad mit den Komponenten des spinnenden Fadens zur Reaktion gelangten Aldehydgruppen
vor dem Erkalten des heißen Fadens im zweiten Bad durch thermische Zersetzung abgespalten werden.
Anderenfalls, d. h. bei vorzeitiger Abkühlung, tritt durch die gebundenen Aldehydgruppen eine Versteifung des
Fadens ein, und seine elastischen Eigenschaften gehen verloren. Selbstverständlich wird hierdurch auch die
Dehnung in Mitleidenschaft gezogen. Das Material wird sehr spröde.
Die Fadeneigenschaften werden um so günstiger, je geringer die Zersetzung im ersten Bad ist. Die Fadenlaufstrecke
im zweiten Bad muß — wie aus dem Vorhergehenden hervorgeht — entsprechend dem Zersetzungsgrad, mit dem der Faden das erste Bad verläßt, gewählt
werden, nämlich so, daß der Faden beim Verlassen des zweiten Bades zu mindestens 95 % zersetzt ist.
In der nachfolgenden Tabelle sind einzelne Komponenten
des Verfahrens in geeigneter Weise aufeinander abgestimmt. Die Werte gelten für eine Viskose der Zusammensetzung
6,5 % Cellulose, 8 % Alkali und 42 % C S2, Viskosität 140 Kugelfallsekunden, Reife 8° H, Gammazahl
45. Das Bad hat eine Zusammensetzung von 110 g pro 11H2 S O4,275 g/l Na2 S O4,70 g/l Zn S O4 (Formaldehydgehalt
entsprechend der Tabelle), Temperatur des ersten Bades 50° C, Abzug 20 m/min.
| Formaldehyd im Erstbad g/l |
Zersetzungsgrad hinter dem A-Bad Vo |
Badstrecke (2. Bad] cm |
| 10 20 30 |
45 37 23 |
100 150 200 |
Formaldehyd im
Erstbad
g/l
30
30
30
30
Badstrecke (2. Bad) cm
120
200
Zersetzungsgrad hinter dem 2. Bad
Vo
52 65 75 96 überschritten werden. Die Festigkeiten betragen dabei 3,2 g/den bei einer Dehnung von 12 % oder 3,0 g/den bei
einer Dehnung von 16 %·
Eine Viskose der folgenden Zusammensetzung: 6,5% Cellulose (Linters), 8% Alkali und 42% CS2 mit einer
Kugelfallviskosität von 150 wird bei einer Gammazahl von 45 in ein Bad der Zusammensetzung 110 g/l H2SO4,
280 g/l Na2SO4, 70 g/l ZnSO4 und 30 g/l Formaldehyd
und einer Badtemperatur von 5O0C versponnen. Die Länge der Fadenlaufstrecke im ersten Bad beträgt 35 cm,
der Abzug 20 m/min. Der Faden wird in einem zweiten, heißen, sauren Bad der Zusammensetzung 10 bis 25 g/l
H2 S O4 (90° C) um 115 % verstreckt. Dabei wird der Faden
über mehrere Rollen geführt, so daß die in diesem Zweitbad durchlaufene Strecke 200 cm beträgt. Die Restzersetzung
des beim Austritt aus dem Bad zu 96% zersetzten Fadens wird bei der Nachbehandlung der als
Zentrifugenkuchen gesammelten und anschließend aufgespulten Fadenmasse erreicht. Es werden Trockenfestigkeiten
von 4,25 g/den (Naßfestigkeit 2,95 g/den) bei Trockendehnungen von 15 % (Naßdehnung 19 %) erreicht.
Eine Viskose der gleichen Zusammensetzung wie im Beispiel 1 wird bei einer Gammazahl von 50 in ein Bad
der gleichen Zusammensetzung wie im Beispiel 1, jedoch mit nur 10 g/l Formaldehyd gesponnen. Der Abzug
beträgt 20 m/min. Es wird um 110% verstreckt. Die Länge des Durchlaufs im Zweitbad beträgt 100 cm. Der
so ersponnene Faden wies Festigkeiten von 4,1 g/den trocken und 2,8 g/den naß und Dehnungen von 16 %
trocken und 19 % naß auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfäden mit hohen Reißfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen, dadurch gekennzeichnet, daß man alkalireiche Viskosen mit hoher Viskosität in stark zinkhaltige Bäder verspinnt, die außerdem einen Formaldehydgehalt von 10 bis 30 g/l enthalten, wonach die Fäden anschließend unter Verstreckungsspannung in einem schwach sauren, 900C heißen Zweitbad eine Strecke von 1 bis 2,5 m geführt werden, bis die Zersetzung wenigstens 95% beträgt, und schließlich in bekannter Weise bei der Nachbehandlung vollständig zersetzt werden.Verspinnt man entsprechend den vorbekannten Verfahren eine alkalireiche Viskose in Spinnbädern ohne Formaldehyd, so kann eine Verstreckung von 80 % kaum In Betracht gezogene Druckschriften: Referat d. ital. Patentschrift Nr. 382 209 im Chemischen Zentralblatt, 1942, I, S. 2481;österreichische Patentschrift Nr. 169 926.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV7383A DE1028284B (de) | 1954-06-12 | 1954-06-12 | Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfaeden mit hohen Reissfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV7383A DE1028284B (de) | 1954-06-12 | 1954-06-12 | Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfaeden mit hohen Reissfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen |
| US19904462A | 1962-05-31 | 1962-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1028284B true DE1028284B (de) | 1958-04-17 |
Family
ID=26001199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV7383A Pending DE1028284B (de) | 1954-06-12 | 1954-06-12 | Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidenfaeden mit hohen Reissfestigkeiten und zugleich hohen Dehnungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1028284B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234916B (de) * | 1960-04-22 | 1967-02-23 | Chimiotex S A | Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Faeden, Fasernoder Folien |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT169926B (de) * | 1946-11-26 | 1951-12-27 | Onderzoekings Inst Res | Verfahren zur Herstellung von Viskose-Kunstseide mit sehr hoher Festigkeit |
-
1954
- 1954-06-12 DE DEV7383A patent/DE1028284B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT169926B (de) * | 1946-11-26 | 1951-12-27 | Onderzoekings Inst Res | Verfahren zur Herstellung von Viskose-Kunstseide mit sehr hoher Festigkeit |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234916B (de) * | 1960-04-22 | 1967-02-23 | Chimiotex S A | Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Faeden, Fasernoder Folien |
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