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DE1028270B - Verfahren zur Reinigung gebrauchter Walzoele - Google Patents

Verfahren zur Reinigung gebrauchter Walzoele

Info

Publication number
DE1028270B
DE1028270B DEA24018A DEA0024018A DE1028270B DE 1028270 B DE1028270 B DE 1028270B DE A24018 A DEA24018 A DE A24018A DE A0024018 A DEA0024018 A DE A0024018A DE 1028270 B DE1028270 B DE 1028270B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
acid
rolling
cleaning used
abrasion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA24018A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Kilchling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tscheulin Rothal GmbH
Original Assignee
Aluminiumwerk Tscheulin GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aluminiumwerk Tscheulin GmbH filed Critical Aluminiumwerk Tscheulin GmbH
Priority to DEA24018A priority Critical patent/DE1028270B/de
Publication of DE1028270B publication Critical patent/DE1028270B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M175/00Working-up used lubricants to recover useful products ; Cleaning
    • C10M175/04Working-up used lubricants to recover useful products ; Cleaning aqueous emulsion based

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

  • Zierfahren zur Reinigung gebrauchter Walzöle Das Verfahren betrifft die Reinigung von Walzölen, die durch den Walzvorgang mit Abrieb von den Walzen und vom Walzgut verunreinigt sind. Insbesondere bezieht es sich auf Walzöle, die zur Bearbeitung von Leichtmetallen und ihren Legierungen gedient haben.
  • Die Untersuchung zeigt, daß die metallischen Verunreinigungen im Öl zum großen Teil kolloidal dispergiert sind. Ihre Abmessungen sind etwa von der Größenordnung 0,02 bis 10 Mikron und mehr. Infolge der hohen Dispersität des Abriebs der Leichtmetalle wird er von den in der Mineralölindustrie üblicherweise benutzten Filtern (Spaltfilter) nicht zurückgehalten. Anschwemmfilter haben wohl eine qualitativ etwas bessere Wirkung, aber ihre Mengenleistung ist für wirtschaftliche Ausnutzung untragbar, und die Ölverluste sind zu groß.
  • Das in der Leichtmetallwalzerei am meisten benutzte Reinigungsverfahren bestand in einer Behandlung der Öle mit Schwefelsäure bei etwa 80° C. Dabei wurden die Druckmittel, vor allem auch die vielfach benutzte Ölsäure und die Glyceride, weitgehend zerstört und die Leichtmetallteile aufgelöst. Durch gründliches mehrmaliges Waschen mit Wasser gelang es, das regenerierte Öl in säure- und salzfreien Zustand zu bringen. Die Verluste waren sehr hoch. Die Ausbeute an gereinigtem Walzöl lag zwischen 50 und 701/o.
  • Es ist ein an sich bekanntes Verfahren, Verunreinigungen aus Schmierölen dadurch zu entfernen, daß man in diesen die in ihnen dispergierten Polymerisations- und Oxydationsprodukte und Harze (gums) durch Zusätze wie z. B. Phenylalkoholamine oder Wasserglas ausflockt; die ausgeflockten Bestandteile umhüllen die festen Verunreinigungen wie Staub, Ruß, Kohleteilchen, Metallabrieb und sinken mit ihnen zu Boden. Auch Netzmittel von ester- oder salzartigem Charakter, die man in dem zu reinigenden Schmieröl selbst aus mehreren Komponenten erzeugt, bewirken Ausflockung der dispergierten Verunreinigungen. Setzt man gebrauchtem Schmieröl zunächst 4% Fettsäure zu und danach die zur Verseifung erforderliche Menge Natronlauge, so bildet sich die betreffende Seife, die im Öl unlöslich ist und beim Ausflocken die Reinigung von den Umsetzungsprodukten und festen Teilchen besorgt.
  • Auch tierische und pflanzliche Fette können auf ähnliche Weise durch Zusatz von Natronlauge und Zitronensäure von freien Fettsäuren, Farbstoffen, Harzen, Schleim und Phosphatiden befreit werden.
  • In allen diesen Verfahren wird der etwa vorhandene Metallabrieb selbst nicht geflockt, sondern nur durch den im Öl durch die Zusätze entstehenden unlöslichen, in Flocken ausfallenden Anteil umhüllt, adsorbiert und mit ihm durch Zentrifugieren, Sedimentieren oder Filtrieren abgetrennt.
  • Es war aber nicht bekannt, daß der Metallabrieb selbst durch eine geeignete Behandlung aus dem nichtfiltrierbaren kolloidaldispersen Zustand in den filtrierbaren grobdispers geflockten, mechanisch abtrennbaren übergeführt werden kann. Der Metallabrieb wird hierbei selbst geflockt und kann dann mechanisch beseitigt werden. Dies gelingt durch Zusatz von 1 bis 10 Gewichtsprozent Essigsäure, Ameisensäure oder Propionsäure der Konzentration von vorzugsweise 50 bis 1000/0, insbesondere 100°/o. Die Gewichtsprozente des Zusatzes sind von der Menge des zu reinigenden Walzöles zu rechnen.
  • Das Verfahren sei an einem Beispiel erklärt: Ein Walzöl mit einem Gehalt von z. B. 0,311/o Aluminium ist von grauschwarzer Farbe und läuft durch normale Papier- oder Stoff-Filter trüb grauschwarz hindurch. 100 1 solchen Öles werden erwärmt z. B. auf 40 bis 60° C und mit 411/o konzentrierter Essigsäure versetzt. Nach etwa 3 Minuten kann durch Ablaufenlassen einer Ölprobe auf einer schräg gehaltenen Glasplatte die Bildung von feinen bis groben Gerinnseln und Flocken festgestellt werden. Gießt man das Öl jetzt auf Papier-oder Stoff-Filter der obengenannten Art, so fließt es vollkommen klar hindurch, und die Filtrationsgeschwindigkeit ist etwa 10mal so groß als die des ungereinigten Öles im gleichen Filter. Das Öl muß von der zugesetzten Säure befreit werden. Das kann auf verschiedene Weise geschehen, entweder durch mehrmalige Wasserwäsche im Spitzbottich, in welchem es mit Wasser besprinkelt wird, wobei das Wasser in Tropfenform durch das Öl hindurchsinkt und sich im Trichterteil getrennt sammelt und abgelassen werden kann.
  • Statt der Wasserwäsche sind auch andere Reinigungsverfahren möglich, wie z. B. Austreiben der Essigsäure durch Erhitzen ohne oder mit Anwendung von Vakuum. Auch durch Zusatz von chemischen Neutralisierungsstoffen wie etwa gekörntem kohlensaurem Kalk kann die Essigsäure gebunden und danach beseitigt werden. Als besonders vorteilhaft hat sich die Neutralisierung mit gasförmigem Ammoniak erwiesen, weil auf diese Weise kein Wasser in das Öl eingebracht wird und die üblicherweise auftretende unangenehme Emulsionsbildung unterbleibt.
  • Das Verfahren hat gegenüber dem durch Schwefelsäurebehandlung den Vorteil, daß das Öl selbst durch die Essigsäure oder die Ameisensäure nicht angegriffen wird, daß die Reinigung auf mechanischem Wege erfolgt und kontinuierlich leicht durchzuführen ist, während rein chemische Verfahren schwieriger kontinuierlich anwendbar sind. Die verwendeten Flokkungsmittel sind unschädlich für das Öl, die Reinigungseinrichtungen und das Bedienungspersonal.
  • Etwa zurückbleibende geringe Reste der Flockungsmittel sind für die Wiederverwendung des gereinigten Öles unbedenklich, sie schaden weder dem Walzgut noch den Walzen und Ständern.
  • Da die Flockungsmittel wie Essigsäure und Ameisensäure in hochverdünnter Form vollkommen harmlos sind, ist ihre Beseitigung durch Zufuhr in die Flutungswasser nach der erforderlichen Neutralisierung mit keinerlei Gefahren verbunden. Die Ausbeute an gereinigtem Walzöl liegt wesentlich höher als bei den bisherigen Verfahren, nämlich bei 90% und mehr des unreinen Öles, je nach dessen Zusammensetzung und Verunreinigungsgrad.

Claims (2)

  1. PATETTA\SF'RCCIIE: 1. Verfahren zur Reinigung gebrauchter Walzöle von Aluminiumabrieb durch Flockung, dadurch gekennzeichnet, daß dem unreinen 01 1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge unreinen Walzöls, Ameisensäure, Essigsäure oder Propionsäure, zugesetzt werden, der Aluminiumabrieb abfiltriert und die erhaltenen abriebfreien Walzöle in bekannter Weise von der zugesetzten Säure befreit werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennung der Säure durch Auswaschen mit Wasser, Erhitzen, bei Normaldruck oder vermindertem Druck, oder durch Zugabe anorganischer basischer Verbindungen und Abtrennung der gebildeten ölunlöslichen Salze erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 568 583; französische Patentschriften Nr. 555 691, 752 647, 1000 574, 1057 948.
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