DE1027851B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen Stoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen StoffenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B37/00—Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
- C03B37/01—Manufacture of glass fibres or filaments
- C03B37/04—Manufacture of glass fibres or filaments by using centrifugal force, e.g. spinning through radial orifices; Construction of the spinner cups therefor
- C03B37/048—Means for attenuating the spun fibres, e.g. blowers for spinner cups
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf diejenigen bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung
von Formkörpern aus Fasern aus einer geschmolzenen Masse von Glas oder anderen mineralischen
Stoffen, bei denen die geschmolzene Masse einem schnell rotierenden Körper zugeführt und von diesem
unter Umwandlung zu Fasern abgeschleudert wird, die als ein die Schleuderachse umgebender Fasermantel
in axialer Richtung abgeführt und weiterverarbeitet werden. Das Abführen der Fasern bzw.
des Fasermantels erfolgt hierbei in der Regel durch einen von oben auf den entstehenden Faserkranz rings
um die Schleuderachse blasenden Druckluftstrom. Bei Verwendung eines solchen Druckluftstromes ergibt
sich eine unerwünschte Unordnung innerhalb der im Fluge befindlichen Fasern, die zu unregelmäßigen
Zusammenballungen führt, wodurch eine gleichmäßige Verteilung in dem entstehenden Fasermantel und den
aus diesen in Weiterbehandlung gebildeten Formkörpern nur in unbefriedigender Weise möglich ist.
Auch ist man bei den bekannten \^erfahren und Vorrichtungen
hinsichtlich der Form und Abmessungen der Querschnittsprofile der herzustellenden Körper
starken Beschränkungen unterworfen.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bekannten A^erfahren und Vorrichtungen in der
Weise zu verbessern, daß unter Verzicht auf die sonst benutzten Druckluftströme die Abführung des
entstehenden Faserkranzes an allen Stellen gleichmäßig und störungsfrei vor sich geht, und daß Maßnahmen
und Mittel vorgesehen sind, die es gestatten, im Zuge der Erzeugung der Fasern aus diesen Körper
der verschiedensten Querschnittsformen und -abmessungen herzustellen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die von dem rotierenden
Schleuderkörper abgestoßenen Fasern in der Schleuderzone oder im Anschluß an diese von einer die
Achse des Schleuderkörpers konzentrisch umgebenden ringförmigen oder annähernd ringförmigen Saugfläche
abgefangen und von dieser an in Richtung der verlängerten Achse verlaufende, sich fortbewegende und
in einer Mehrzahl um die Achse verteilte Saugflächen abgegeben werden, die je nach ihrer Lage zueinander
und zur Schleuderachse die Fasern zu einem Körper gewünschten Querschnitts und gewünschter Abmessungen
zusammenführen.
Sollen die Formkörper mit Binde- oder Appreturmitteln versetzt sein, so werden diese Mittel erfindungsgemäß
durch Zerstäuberdüsen, Schleuderscheiben od. dgl. zweckmäßig innerhalb des von der ringförmigen
Saugfläche umschlossenen Raumes auf die Fasern aufgebracht.
Eine geeignete Vorrichtung zur Ausübung des Ver-Verfahren und Vorrichtung
zur Herstellung von Formkörpern
aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze
plastischen Stoffen
Anmelder:
Glaswatte Gesellschaft m.b.H.,
Bergisch Gladbach, Jakobstraße
Bergisch Gladbach, Jakobstraße
Friedrich Rosengarth, Bergisch Gladbach,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
fahrens besteht aus einem die Schleuderzone oder eine an diese sich anschließende Zone konzentrisch
umgebenden, an eine Unterdruckquelle angeschlossenen runden oder mehreckigen Hohlring, der an der
der Schleuderachse zugekehrten Seite mit Sauglöchern versehen ist, und aus mehreren, um die Schleuderachse
verteilten, gelenkig mit dem Hohlring verbundenen und an dessen Inneres angeschlossenen Hohlarmen,
die sich in Richtung der verlängerten Schleuderachse erstrecken, eine veränderliche Winkellage zu
letzterer einnehmen, auf den der Schleuderachse zugekehrten Seiten ebenfalls Sauglöcher besitzen und
endlose luftdurchlässige Förderbänder tragen, die mit ihrem der Fortbewegung der Fasern dienenden
Trum über die gelochten Seiten der Hohlarme in deren Längsrichtung laufen.
In der Zeichnung ist schematisch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Abb. 1 ist ein Längsschnitt durch die Vorrichtung in einer Ausführung zur Herstellung von im Querschnitt
rechteckigen Matten od. dgl.;
Abb. 2 ist ebenfalls ein Längsschnitt, jedoch im rechten Winkel zu demj engen der Abb. 1;
Abb. 3 ist eine Draufsicht auf das obere Ende des Abführ- und Formmittels für die erzeugten Fasermassen;
Abb. 3 ist eine Draufsicht auf das obere Ende des Abführ- und Formmittels für die erzeugten Fasermassen;
Abb. 4 ist ein Schnitt nach Linie A-B der Abb. 2;
Abb. 5 ist ein der Abb. 1 ähnlicher Längsschnitt durch die Vorrichtung in einer Ausführung zur Herstellung
von zylindrischen Körpern;
Abb. 6 ist eine Teilaufsicht auf das obere Ende und
Abb. 7 eine Teilunteransicht der Vorrichtung gemäß Abb. 5.
709 959/173
Wie aus Abb. 1 bis 4 ersichtlich, fließt ein Strom i geschmolzener Masse, z. B. Glas, in einen schnell
rotierenden Schleuderkörper 2, aus dem die Masse in bekannter Weise durch die Fliehkraft ausgestoßen
und zu Fasern 3 umgewandelt wird, die den Schleuderkörper in gleichmäßig verteilter Ordnung
strahlenförmig umgeben. In einer zweckmäßig etwas unterhalb der Schleuderzone liegenden Zone werden
die Fasern von Sauglöchern 4 eines zylindrischen oder annähernd runden, beispielsweise achteckigen
Hohlringes 5 abgefangen und angesaugt, der die Schleuderachse konzentrisch umgibt. Die hierbei entstehende
Faserschicht 6 wird von vier oder gegebenenfalls auch acht luftdurchlässigen Förderbändern 7
von dem Ring 5 abgezogen und in Richtung der Schleuderachse um diese herum weitergeführt. Die
Förderbänder 7 laufen mittels geeigneten Antriebsund Führungsrollen über Hohlarme 8, welche mittels
Gelenken 9 mit dem Ring 5 verbunden und an dessen Innenraum angeschlossen sind. Die Hohlarme 8 besitzen
auf der der Schleuderachse zugekehrten Seite ebenfalls Sauglöcher 10. Die Hohlarme 8 erstrecken
sich in Richtung der verlängerten Schleuderachse und sind um die Gelenke 9 schwenkbar, so daß sie in gewünschte
Winkellagen zueinander und zu der Schleuderachse gebracht werden können, um am unteren
Ende den gewünschten Querschnitt für den herzustellenden Faserkörper 11 bilden zu können. Der
Ring 5 ist durch Leitungen 12 an eine Unterdruckquelle angeschlossen, um in dem Ring und in den angeschlossenen
Hohlarmen 8 einen solchen Saugzug zu erzeugen, daß die Fasern auf der Innenseite des Ringes
5 sowie auf dem Transport durch die Förderbänder 7 mit einer gewissen Haftung gehalten und von
letzteren mit Sicherheit mitgenommen werden.
Bei der Anordnung der Saugarme 8 mit den von ihnen getragenen Förderbändern 7 wird der Faserschlauch,
der sich zunächst auf der Innenseite des Ringes 5 bildet, allmählich, wie insbesondere aus
Abb. 4 ersichtlich ist, abgeplattet, d. h. aus zwei Schichten zu einem etwa rechteckigen Querschnitt
zusammengefügt. Die so entstehende, im Querschnitt rechteckige Matte 11 wird, wie aus Abb. 1 ersichtlich,
beispielsweise von einem Förderband weitergeführt. Diese Matte kann weiterhin durch Schneiden in der
Längs- und/oder Querrichtung in Matten gewünschter Größe unterteilt werden.
Bei der Ausführung nach Abb. 1 bis 4 kann das Eintragen eines Binde- oder sonstigen Appreturmittels
in die Fasern durch eine Zerstäuberdüse 14 oder eine rotierende Schleuderscheibe 15 erfolgen, die
zweckmäßig innerhalb der von dem Ring 5 umschlossenen Zone liegen. Das Eintragen von Binde- oder
Appreturmitteln kann aber auch an anderen Stellen während des Herstellungsvorganges erfolgen.
Bei der Ausführung nach Abb. 5 bis 7 ist der Hohlarm
5 annähernd rund und mit acht schwenkbaren Hohlarmen 8 nebst Förderbändern 7 versehen. Diese
Vorrichtung ist besonders geeignet zur Herstellung von zylindrischen Faserkörpern. Durch Verstellung
der Hohlarme mit Förderbändern zur verlängerten Schleuderachse läßt sich der Durchmesser der erzeugten
Zylinderkörper nach Belieben ändern.
Falls als Bindemittel für die Fasern polymerisier ■
bare Stoffe verwendet werden, kann die Luft, die bei in die Schleuderzone durch die Saugwirkung des
Ringes 5 und der Holilarme 8 angesaugt wird und die etwa Temperaturen bis zu 200° C aufweist, zum Aushärten
der Bindemittel ausgenutzt werden.
Die die Vorrichtung verlassenden Faserkörper, je nachdem, ob sie ungeteilt bleiben oder unterteilt
werden, können in Form von Matten, Platten, Streifen, Bändern, Schnüren, zylindrischen oder halbzylindrischen Schalen die mannigfaltigsten Anwendungen,
insbesondere als Isolierungen, als Filterschläuche, als Bewehrungen für Kunststoffgegenstände
usw.. finden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus durch Schleuderung erzeugten Fasern aus geschmolzenem
Glas oder anderen mineralischen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem
rotierenden Schleuderkörper abgestoßenen Fasern in der Schleuderzone oder im Anschluß an diese
von einer die Achse des Schleuderkörpers konzentrisch umgebenden ringförmigen oder annähernd
ringförmigen Saugfläche abgefangen und von dieser an in Richtung der verlängerten Achse verlaufende,
sich fortbewegende und in einer Mehrzahl um die Achse verteilte Saugflächen abgegeben
werden, die je nach ihrer Lage zueinander und zur Schleuderachse die Fasern zu einem Körper
gewünschten Querschnitts und gewünschter Abmessungen zusammenführen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Fasern zuzusetzende Binde- oder
Appreturmittel durch Zerstäuberdüsen, Schleuderscheiben od. dgl. innerhalb des von der ringförmigen
Saugfläche umschlossenen Raumes auf die Fasern aufgebracht werden.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen die
Schleuderzone oder eine an diese sich anschließende Zone konzentrisch umgebenden, an eine
Unterdruckquelle angeschlossenen runden oder mehreckigen Hohlring (5), der an der der Schleuderachse
zugekehrten Seite mit Sauglöchern versehen ist und durch mehrere um die Schleuderachse
verteilte, gelenkig mit dem Hohlring verbundene und an dessen Inneres angeschlossene
Hohl-arme (8), die sich in Richtung der verlängerten Schleuderachse erstrecken, eine veränderliche
Winkellage zu letzterer einnehmen, auf den der Schleuderachse zugekehrten Seiten ebenfalls Sauglöcher
besitzen und endlose luftdurchlässige Förderbänder (7) tragen, die mit ihrem der Fortbewegung
der Fasern dienenden Trum über die gelochten Seiten der Hohlarme in deren Längsrichtung
laufen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 709 959/173 4.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG22218A DE1027851B (de) | 1957-05-31 | 1957-05-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen Stoffen |
| FR1203055D FR1203055A (fr) | 1957-05-31 | 1958-05-29 | Procédé de fabrication de corps de forme en fibres fabriquées par centrifugation,à partir de verre ou autres matières thermoplastiques |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG22218A DE1027851B (de) | 1957-05-31 | 1957-05-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen Stoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1027851B true DE1027851B (de) | 1958-04-10 |
Family
ID=7121904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG22218A Pending DE1027851B (de) | 1957-05-31 | 1957-05-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern aus durch Schleudern erzeugten Fasern aus Glas oder anderen in der Hitze plastischen Stoffen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1027851B (de) |
| FR (1) | FR1203055A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3149944A (en) * | 1961-02-08 | 1964-09-22 | Owens Corning Fiberglass Corp | Method and apparatus for forming and processing linear bodies of heat-softenable material |
| US4140508A (en) * | 1977-10-25 | 1979-02-20 | Owens-Corning Fiberglas Corporation | Method and apparatus for collecting strand formed from streams of molten material |
| US4494970A (en) * | 1980-04-25 | 1985-01-22 | Bayer Aktiengesellschaft | Apparatus for production of fiber mats |
-
1957
- 1957-05-31 DE DEG22218A patent/DE1027851B/de active Pending
-
1958
- 1958-05-29 FR FR1203055D patent/FR1203055A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3149944A (en) * | 1961-02-08 | 1964-09-22 | Owens Corning Fiberglass Corp | Method and apparatus for forming and processing linear bodies of heat-softenable material |
| US4140508A (en) * | 1977-10-25 | 1979-02-20 | Owens-Corning Fiberglas Corporation | Method and apparatus for collecting strand formed from streams of molten material |
| US4494970A (en) * | 1980-04-25 | 1985-01-22 | Bayer Aktiengesellschaft | Apparatus for production of fiber mats |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1203055A (fr) | 1960-01-15 |
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