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DE1027630B - Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Textilgewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Textilgewebe

Info

Publication number
DE1027630B
DE1027630B DEF13880A DEF0013880A DE1027630B DE 1027630 B DE1027630 B DE 1027630B DE F13880 A DEF13880 A DE F13880A DE F0013880 A DEF0013880 A DE F0013880A DE 1027630 B DE1027630 B DE 1027630B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
threads
ready
textile fabrics
carbamide resins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF13880A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Gensel
Hans Herx
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF13880A priority Critical patent/DE1027630B/de
Priority to FR1118663D priority patent/FR1118663A/fr
Priority to GB378055A priority patent/GB788945A/en
Publication of DE1027630B publication Critical patent/DE1027630B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/21Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/285Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated carboxylic acid amides or imides
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Textilgewebe aus natürlichen oder künstlichen Fäden; es besteht darin, daß man dk Fäden mit wäßrigen Lösungen, die polymerisierte Amide ungesättigter niederer Fettsäuren, zur Bildung von Carbamidharzen befähigte Methylolverbindungen und die Bildung der Carbamidharze beschleunigende Katalysatoren enthalten, behandelt, dann bei Temperaturen unterhalb 100° C trocknet und hierauf vor oder nach dem Verweben einer Wärmebehandlung bei Temperaturen über 1000C unterwirft.
Als polymerisierte Amide ungesättigter niederer Fettsäuren kommen vor allem die Polymerisationsprodukte von Acrylsäureamid und Methacrylsäureamid in Betracht. Unter den zur Bildung von Carbamidharzen befähigten Methylolverbindungen sind Umsetzungsprodukte von Formaldehyd oder Formaldehyd abgebenden Verbindungen, wie Paraformaldehyd, mit Harnstoff, Thioharnstoff, Melamin, Guanidin, Dicyandiamid oder ähnlichen Verbindungen, zu verstehen. Als Katalysatoren, die die Bildung der Carbamidharze zu beschleunigen vermögen, seien Ammoniumsalze starker Säuren, wie z. B. Ammoniumsulfat und Ammoniumnitrat, sowie freie organische Säuren, wie z. B. Milchsäure und Glykolsäure, genannt.
Geeignete Mengenverhältnisse lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln; von den polymerisierten Amiden und von den Methylolverbindungen verwendet man im allgemeinen gleiche Gewichtsteile, von den Katalysatoren geringere Mengen.
Die Behandlung der Fäden mit den wäßrigen Lösungen, die die angegebenen Komponenten enthalten, erfolgt in an sich bekannter Weise; das gleiche gilt für das Trocknen der Fäden bei Temperaturen unterhalb 100° C und für die Wärmebehandlung der Fäden oder der hieraus hergestellten Gewebe bei Temperaturen über 100° C.
Vorzugsweise führt man die Behandlung auf Kettschlichtemaschinen mit Zylindertrocknung durch, da hier die zur Bildung der Carbamidharze notwendige hohe Temperatur bereits während des Schlichtens in ein und demselben Arbeitsgang erreicht wird, so daß sich eine Nachkondensation der aus der geschlichteten Kette gewebten Ware erübrigt.
Die erfindungsgemäß anzuwendenden wäßrigen Lösungen mit den angegebenen drei Komponenten können auch zusätzlich noch geringe Mengen nativer Stärke enthalten: man erzielt dann eine erhöhte Steife des Gewebes.
Bemerkenswert ist noch, daß das vorgeschlagene Verfahren bei gefärbter Ware nicht zu einer Verschleierung oder Vergrauung der Färbung führt.
Verfahren zur Herstellung
stuhlfertiger Textilgewebe
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Herbert Gensei und Hans Herx, Leverkusen,
sind als Erfinder genannt worden
Beispiel 1
Eine Webkette, die auf 1 cm 50 Fäden Viskosereyon vom Titer 100 den enthält, wird auf einer Zylindertrockenschlichtemaschine durch Tauchen und Abquetschen mit einer 40° C warmen Lösung behandelt, die im Liter 10 g Polyacrylsäureamid, 10 g Dimethylolharnstoff und 6g Ammoniumnitrat enthält; anschließend wird die Kette stufenweise zunächst unterhalb 100° C getrocknet und dann kurz auf 110° C nacherhitzt. Die Kette läßt sich ohne Schwierigkeiten z.B. zu einem Futterstoff verweben; der Futterstoff besitzt dann eine leichte Steifheit, die waschbeständig ist, und zeigt in der Kettrichtung nur eine geringe Restkrumpfung nach dem Befeuchten.
Beispiel 2
Eine buntfarbige Webkette, die auf 1 cm 40 Fäden einfaches Baumwollgarn von der metrischen Nummer 30 enthält, wird auf einer Lufttrockenschlichtemaschine mit einer Lösung behandelt, die im Liter 6 g Polyacrylsäureamid, 20 g Kartoffelmehl, 15 g Dimethylolharnstoff und 6 g Milchsäure enthält. Anschließend wird die Kette bei etwa 70° C getrocknet. Hierauf wird die Kette zu einem Schürzenstoff verwebt, und der Stoff wird dann 3 Minuten auf 130° C erwärmt. Der Schürzenstoff besitzt einen vollen, leicht steifen Griff, der gegen wiederholte Wäsche sehr beständig ist.
Vor dem bekannten Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Gewebe, bei welchem neben zur Bildung von Carbamidharzen befähigten Methylolverbindungen Ammonium- bzw. Aminsalze von Styrol-Maleinsäure-Mischpolymerisaten zur Anwendung gelangen, weist das Verfahren der vorliegenden Erfindung den Vorteil auf. daß hierbei eine Belästigung durch Ammoniak oder Amine, die bei dem bekannten Verfahren während des Ansetzens der Lösungen und besonders
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während des Trocknens der behandelten Ware leicht auftreten kann, nicht mehr zu gewärtigen ist. Gegenüber solchen bekannten Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Gewebe, die auf der Grundlage von Stärke, Celluloseäthern oder Polyacrylsäureestern vorgenommen werden, zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß es zu Appreturen von besonders hoher Waschbeständigkeit führt und gleichzeitig die Krumpffestigkeit der Gewebe in Kettrichtung wesentlich verbessert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Textilgewebe aus natürlichen oder künstlichen Fäden,
    dadurch gekennzeichnet, daß man die Fäden mit wäßrigen Lösungen, die polymerisierte Amide ungesättigter niederer Fettsäuren, zur Bildung von Carbamidharzen befähigte Methylolverbindungen und die Bildung der Carbamidharze beschleunigende Katalysatoren enthalten, behandelt, dann bei Temperaturen unterhalb 100° C trocknet und hierauf vor oder nach dem Verweben einer Wärmebehandlung bei Temperaturen über 100° C unterwirft.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 895 436;
    französische Patentschriften Nr. 815 908, 827 059; USA.-Patentschrift Nr. 2 469 408.
    © 709 959/397 4.58
DEF13880A 1954-02-10 1954-02-10 Verfahren zur Herstellung stuhlfertiger Textilgewebe Pending DE1027630B (de)

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FR1118663D FR1118663A (fr) 1954-02-10 1955-02-03 Fabrication de tissus finis tombant du métier
GB378055A GB788945A (en) 1954-02-10 1955-02-08 Process for the manufacture of loom-finished textile fabric

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CA1064784A (en) * 1972-11-01 1979-10-23 Frederick C.B.M. Oliver Resinated warp yarns for making woven fabrics for use in the production of permanent-press garments and processes of producing such yarns

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FR815908A (fr) * 1935-10-28 1937-07-26 Rohm & Haas Ag Procédé pour préparer l'amide méthacrylique
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DE895436C (de) * 1944-01-27 1953-11-02 Basf Ag Verfahren zum Veredeln von Cellulose und cellulosehaltigem Fasergut

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GB788945A (en) 1958-01-08
FR1118663A (fr) 1956-06-08

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