DE1027441B - Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen - Google Patents
Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen FahrzeugenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B63/00—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
- A01B63/02—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors
- A01B63/10—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors operated by hydraulic or pneumatic means
- A01B63/1006—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors operated by hydraulic or pneumatic means the hydraulic or pneumatic means structurally belonging to the tractor
- A01B63/1013—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors operated by hydraulic or pneumatic means the hydraulic or pneumatic means structurally belonging to the tractor and being located inside the tractor body
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Lifting Devices For Agricultural Implements (AREA)
Description
DEUTSCHES
kl. 45 a
INTERNAT. KL. A Ol L·
PATENTAMT
ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEH
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEH
AUSLEGESCHRIFT:
B 37845III/45 a 9. NOVEMBER 1955
3. APRIL 1958
Die Erfindung betrifft eine Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit einem Steuergerät,
von dem aus über ein hydraulisches Druckmittel an einem angefügten Arbeitsgerät mindestens
im Sinne des Aushebens aus dem Boden wirksame Kräfte ausgeübt werden können, und einer Einrichtung,
mit der am Arbeitsgerät außerdem willkürlich eine begrenzte Kraft im Aushebesinne eingestellt
werden kann.
Es ist bekannt, die begrenzte Kraft dadurch herzustellen, daß die Pumpe der Anlage ständig gegen eine
Drossel oder ein Überdruckventil fördert und daß der durch diese Elemente bestimmte Druck auf das
Arbeitsgerät einwirkt. Dabei sind Energieverluste nicht zu vermeiden, die zwar bei manchen Anlagen
vernachlässigt werden können, bei manchen aber auch, besonders wegen der damit verbundenen Erwärmung
des Öles, unangenehm sind.
Es ist auch bekannt, an die Förderleitung einer Pumpe vor einem die Druckmittelzufuhr zu einem
Hubzylinder steuernden, vom Zug des angehängten Arbeitsgerätes beeinflußten Steuergerät einen Druckspeicher
anzuschließen. Dieser dient jedoch nur dazu, einen gleichmäßigen Druck in der Förderleitung aufrechtzuerhalten,
ist mit dem das Arbeitsgerät anhebenden Kolben nicht, unmittelbar verbunden und hat
daher auf diesen keinen selbständigen Einfluß. Er kann daher auch nicht dazu dienen, für einen begrenzten
und bestimmten Druck..an diesem Kolben zu sorgen, da er selbständig unter vollem Förderdruck steht.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß die Hebeanlage einen an sich bekannten
Druckspeicher, erhält, der unter Umgehung des Steuergerätes unmittelbar an den Krafthebezylinder
und über eine mindestens in einer Richtung absperrbare Leitung an die Druckleitung der Druckmittelpumpe
angeschlossen ist.
Die im Aushebesinn wirkende begrenzte Kraft wird vorteilhaft nur so groß gemacht, daß sie das angehängte
Arbeitsgerät nicht anhebt. Sie bewirkt dann, ohne daß sich die Stellung des Arbeitsgerätes ver- ·
ändert, eine zusätzliche Belastung der Hinterräder des das Arbeitsgerät ziehenden Fahrzeugs.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigt
Fig. 1 den schematischen Aufbau der Krafthebeanlage,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für ein Steuergerät.
Eine Pumpe 1 ist durch eine Druckleitung 2 mit einem Steuergerät 3 verbunden. Von diesem Steuergerät
führt eine Leitung 4 in einen Zylinder 5, eine weitere Leitung 6 zu einem Vorratsraum 7 für das
Druckmittel. Dieser Vorratsraum ist durch eine Saugleitung 8 mit der Pumpe 1 verbunden.
Krafthebeanlage
an landwirtschaftlichen Fahrzeugen
an landwirtschaftlichen Fahrzeugen
Anmelder:
Robert Bosch G.m.b.H.,
Stuttgart, Breitscheidstr. 4
Stuttgart, Breitscheidstr. 4
Hans Stürmer, Stuttgart,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Von der Druckleitung 2 ist eine Leitung 9 abgezweigt, die ein Rückschlagventil 10 enthält. Sie führt
zu einem Druckspeicher 11. Der Druck am Leitungsanschluß des Druckspeichers wird von einem dort angeschlossenen
Druckmesser 12 angezeigt. Eine weitere Leitung 13 führt von dem Druckspeicher unmittelbar
in den Zylinder 5.
In dem Zylinder 5 ist ein Arbeitskolbeu 14 gleitend gelagert. Er ist mit Hilfe einer Pleuelstange 15 gelenkig
mit einem Hubhebel 16 verbunden, der auf einer Hubwelle 17 sitzt. Diese Hubwelle trägt außerhalb
eines den Zylinder 5, den Vorratsraum 7 und den Bewegungsraum des Hubhebels 16 umschließenden
Gehäuses 18 Hubarme 19, die gelenkig mit einem Arbeitsgerät
20 verbunden sind.
Das Steuergerät 3 wird mit Hilfe eines Handhebels 21 betätigt. Mit dem Handhebel ist eine Zunge 22 verbunden;
dieser ist ein federnder Anschlag 23 zugeordnet, der mit Hilfe einer Schraube 24 einstellbar an
dem Gehäuse 25 des Steuergerätes befestigt ist.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 enthält das Steuergerät einen Schieber 26, der eine Steuernut 27
und einen Kanal 28 hat und in einer Bohrung 29 gleitet.
Drei Ringnuten 30, 31 und 32 dieser Bohrung sind mit je einer der Leitungen 6, 2 und 4 verbunden. Der
Schieber 26 wird durch Federn 33 und 34 in seine Mittellage gedruckt; durch Schwenken des Handhebels
21 verschiebt sich der Schieber 26, und die Steuernut 27 oder der Kanal 28 stellt verschiedene
Verbindungen zwischen den angeschlossenen Leitungen her, die in Fig. 1 am Handhebel 21 und am Gehäuse
25 schematisch wiedergegeben sind.
709 958/27
In der dargestellten Lage (punktierte Linien der Fig. 1) läßt das Steuergerät das von der Pumpe 1
durch die Druckleitung 2 geförderte öl unmittelbar und drucklos zu der Leitung 6 abfließen.
Stellt man den Handhebel auf »Heben« (ausgezogene Linien), so ist die Druckleitung 2 unmittelbar mit der
Leitung 4 und dem Zylinder 5 verbunden. Das Drucköl schiebt den Arbeitskolben 14 nach links und hebt
das Arbeitsgerät 20 an. Der dabei in der Druckleitung 2 auftretende Druck pflanzt sich über die Leitung
9 in den Druckspeicher 11 fort und füllt diesen. Die Höhe des Druckes kann am Druckmesser 12 kontrolliert
werden.
In der Stellung »Füllen« (strichpunktierte Linien) ist die Leitung 4 am Steuergerät abgeschlossen. Die
Leitung 2 ist mit der Leitung 6 über eine Drosselstelle 35 verbunden. Diese Drosselstelle wird dargestellt
durch das Spiel zwischen der Bohrung 29 und dem oberen Teil des Schiebers 26, der den Zwischenraum
zwischen den Ringnuten 30 und 31 je nach der Stellung
des Handhebels 21 mehr oder weniger weit ausfüllt. Die richtige Hebelstellung wird mit Hilfe der
Schraube 24 eingestellt. Die Pumpe 1 fördert über die Leitungen 9 und 13 und baut dort und in dem Zylinder
5 einen Druck auf, der vom Widerstand der Drosseistelle 35 abhängt und sich auch im Druckspeicher
11 einstellt. Hat dieser Druck die gewünschte Höhe, was am Druckmesser 12 kontrolliert werden kann, so
kann der Handhebel 21 wieder in die Ausgangslage gestellt werden. Die Leitung 4 ist dann am Steuergerät
abgeschlossen, und der Druckspeicher 11 hält über die Leitung 13 den eingestellten Druck im Zylinder 5 aufrecht.
Das Arbeitsgerät 20 bleibt nun frei beweglich, wird aber mit einer diesem begrenzten Druck entsprechenden
begrenzten Kraft angehoben. Ist das Gerät z. B. ein Pflug, so hält es sich durch den Arbeitsdruck im Boden, und durch diese begrenzte Hubkraft
drückt es die Hinterräder des die Anlage enthaltenden Fahrzeugs vermehrt an den Boden.
Legt man den Handhebel 21 in die Lage »Senken« (gestrichelte Linien), so verbindet das Steuergerät 3
die Leitungen 2, 6 und 4 miteinander. Der Zylinder 5 wird daher entlastet, und der Arbeitskolben 14 kehrt,
dem Gewicht des Arbeitsgerätes 20 nachgebend, in seine rechte Endlage zurück.
Der Fahrer kann von hier aus unmittelbar in die Stellung »Füllen« schalten und damit sofort die begrenzte
Hubkraft wirken lassen. Die Zunge 22 berührt den Anschlag 23 dann, wenn der Handhebel 21 die
hierfür richtige Lage einnimmt. Der Fahrer hat es also leicht, diese Lage gefühlsmäßig zu finden.
Die beschriebene Anlage kann nach derselben grundsätzlichen Wirkungsweise auch mit Hilfe anders gebauter
Steuergeräte betrieben werden. Die Drosselstelle 35 kann auch gesondert und einstellbar ausgeführt
sein.
Claims (7)
- Patentanspruch ε-1. Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit einem Steuergerät, von dem aus über ein hydraulisches Druckmittel an einem angefügten Arbeitsgerät mindestens im Sinne des Aushebens aus dem Boden wirksame Kräfte ausgeübt werden können, und einer Einrichtung, mit der am Arbeitsgerät außerdem willkürlich eine begrenzte Kraft im Aushebesinne eingestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebeanlage einen an sich bekannten Druckspeicher (11) erhält, der unter Umgehung des Steuergerätes (3) unmittelbar an den Krafthebezylinder (5) und über eine mindestens in einer Richtung absperrbare Leitung (9) an die Druckleitung (2) der Druckmittelpumpe(I) angeschlossen ist.
- 2. Krafthebeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Druckspeicher(II) und die Druckleitung (2) ein sich zum Druckspeicher hin öffnendes Rückschlagventil (10) eingeschaltet ist.
- 3. Krafthebeanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (3) der Anlage eine Stellung hat, in welcher es eine Verbindung zwischen der Druckleitung (2) und dem Rücklauf (6) über eine Drosselstelle (35) freigibt, die Rücklaufleitung (6) aber noch von dem Zylinder (5) getrennt hält.
- 4. Krafthebeanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Steuergerät (3) ein federnder Anschlag (23,24) angeordnet ist, den ein mit dem Steuerhebel (21) des Gerätes verbundenes Glied (22) berührt, wenn das Gerät die über die Drosselstelle (35) führende Rückleitung (6) öffnet.
- 5. Krafthebeanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Anschlag (23, 24) verstellbar ist.
- 6. Krafthebeanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (35) aus einem Zwischenraum zwischen einem entsprechend eingestellten Steuerglied (26) und dem dieses umgebenden Gehäuse (3) des Steuergerätes gebildet ist.
- 7. Krafthebeanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an die Zuleitung (9) des Druckspeichers ein Druckmesser (12) angeschaltet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 939 115.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 958/27 3.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB37845A DE1027441B (de) | 1955-11-09 | 1955-11-09 | Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB37845A DE1027441B (de) | 1955-11-09 | 1955-11-09 | Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1027441B true DE1027441B (de) | 1958-04-03 |
Family
ID=6965315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB37845A Pending DE1027441B (de) | 1955-11-09 | 1955-11-09 | Krafthebeanlage an landwirtschaftlichen Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1027441B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166540B (de) | 1961-08-19 | 1964-03-26 | Massey Ferguson Inc | Vorrichtung zur Steuerung des hydraulischen Krafthebers eines Schleppers |
| DE102007048697A1 (de) * | 2007-10-11 | 2009-04-16 | Deere & Company, Moline | Hydraulische Hubeinrichtung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939115C (de) * | 1947-03-07 | 1956-02-16 | Massey Harris Ferguson Mfg Ltd | Hydraulische Steuervorrichtung mit einer stetig angetriebenen Druckpumpe, insbesondere fuer an einem Schlepper angeordnete landwirtschaftliche Geraete |
-
1955
- 1955-11-09 DE DEB37845A patent/DE1027441B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939115C (de) * | 1947-03-07 | 1956-02-16 | Massey Harris Ferguson Mfg Ltd | Hydraulische Steuervorrichtung mit einer stetig angetriebenen Druckpumpe, insbesondere fuer an einem Schlepper angeordnete landwirtschaftliche Geraete |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166540B (de) | 1961-08-19 | 1964-03-26 | Massey Ferguson Inc | Vorrichtung zur Steuerung des hydraulischen Krafthebers eines Schleppers |
| DE102007048697A1 (de) * | 2007-10-11 | 2009-04-16 | Deere & Company, Moline | Hydraulische Hubeinrichtung |
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