DE1026849B - Phasenregelschaltung - Google Patents
PhasenregelschaltungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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- H02M1/02—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Phasenregelschaltung und insbesondere auf ein Netzwerk, in
welchem eine Kombination von festen und von verstellbaren Blindwiderständen einen Phasenunterschied
zwischen der Ausgangsspannung des Netzwerks gegenüber seiner Eingangsspannung herstellt.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet von Phasenregelschaltungen
liegt bei Röhrengleichrichtern und Röhrenweehselrichtern. vor, da dort eine Phasenverschiebung
der dem Steuergitter einer Gleichrichter- oder einer Wechselrichterröhre zugeführten Spannung
gegenüber der Anodenspannung bewerkstelligt werden muß, um diese Röhren im Betrieb in der erforderlichen.
Weise zu steuern.
Für die genannten Verwendungszwecke scheiden die bekannten einfachen Phasenregel-schaltungen, die
mit mechanisch bewegten Teilen arbeiten, wegen ihrer Trägheit aus, obwohl sie einen Bereich von 360° zu
überstreichen gestatten.
Es sind auch Phasenregelschaltungen bekannt, die aus Widerstandskombinationen bestehen, und solche, die
elektrisch verstellbare Widerstandselemente verwenden.
Eine bekannte Phasenregelschaltung, die aus einer mehrphasigen, symmetrischen Spannungsquelle gespeist
wird, besteht darin, daß zwischen je zwei entsprechend der zyklischen Phasenfolge benachbarten
Eingangsklemmen ein fester und ein veränderlicher Blindwiderstand miteinander in Reihe geschaltet sind.
Die Belastungen, denen die phasenverschobene Spannung zugeführt werden sollen, sind zwischen die Verbindungspunkte
der festen und veränderlichen Blindwiderstände ohne jeweils zwischen einen dieser
Verbindungspunkte und den Nullpunkt des Netzes geschaltet. Die bekannte Schaltung gewährleistet bei
einem Dreiphasennetz, einen Bereich, von annähernd 240° durch Änderung der veränderlichen Impedanz
vom Wert Null bis plus unendlich, bei gleichbleibender Spannung an der Belastung zu überstreichen,
wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
1. Die Impedanz der Belastung ist konstant.
2. Der Phasenverschiebungswinkel der Belastung ist gleich der Hälfte des Phasenwinkels zwischen benachbarten
Eingangsklemmen (im folgenden kurz »Eingangswinkel«) und hat das umgekehrte Vorzeichen
wie der Phasenwinkel der festen Impedanz des Phasenschiebers.
3. Die Größe des Betrages der festen Impedanz ist gleich dem zweifachen. Produkt aus dem Sinus des
Phasenverschiebungswinkels der Last und dem Betrag der B el astungs impedanz.
Bei der bekannten Phasenregelschaltung sind die feste und die veränderliche Impedanz stets beide entweder
kapazitiv oder induktiv. Sie besitzen also* stets dasselbe Vorzeichen.
Phasenregelschaltung
Anmelder:
General Electric Company,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
München 23, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5. Juli 1961
V. St. v. Amerika vom 5. Juli 1961
Burnice Doyle Bedford, Schenectady, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung hat den Zweck, den Bereich, des bekannten
Phasenschiebers zu erweitern, so daß im Falle eines Dreiphasennetzes anstatt bisher 240' annähernd
360° überstrichen werden können.
Erfindungsgemäß ist deshalb eine Phasenregelschaltung,
die aus einer symmetrischen, mehrphasigen Spannungsquelle gespeist wird und bei der zwischen
je zwei entsprechend der zyklischen Phasenfolge benachbarten Eingangsklemmen ein fester und ein veränderlicher
Blindwiderstand miteinander in Reihe geschaltet sind,, bei der an. den Verbindungspunkten
zwischen den festen und den veränderlichen Blindwiderständen
die gegenüber den Eingangssparmungen phasenverschobenen Spannungen abgenommen werden
und bei der der Phasenverschiebungswinkel der Belastung die Hälfte des Phasenwinkels zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Phasen der speisenden Spannungsquelle beträgt und ein gegenüber dem Phasenverschiebungswinkel
der festen Blindwiderstände entgegengesetztes Vorzeichen hat, dadurch gekennzeichnet,
daß die veränderlichen· Blindwiderstände von induktiven Werten über Null bis zu kapazitiven
Werten verstellbar sind.
Die Erfindung soll nun in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt eine schaltungsmäßige Veranschaulichung
einer Ausführungsform der Erfindung für eine Dreiphasenscbaltung dar;
Fig. 2 ist ein Vektordiagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 1,
7OT 957/144
Fig. 3 eine vereinfachte Darstellung der Schaltung nach Fig, I, während
Fig. 4 und 5 Vektordiagramme enthalten, weiche die Spannungen und Ströme für verschiedene Blindwiderstandsgrößen
der veränderlichen! Blindwiderstände in Fig. 1 wiedergeben.
In Fig. 1 ist ein dreiphasiges Wechselstromnetz durch die Leitungen 1, 2 und 3 angedeutet, zwischen
denen wie gewöhnlich drei gleich große Spannungen
Vorzugsweise sollen die Größen dieser veränderlichen Blindwiderstandselemente so' gewählt werden, daß ihr
Blindwiderstand von einem praktisch unendlich hohen, induktiven Wert sich über Null hinweg auf
einen beliebigen kapazitiven Wert ändern läßt. Man kann· natürlich die S erieinschaltung 11, 12, 14 in Fig. 1
durch eine Parallelschaltung von kapazitiven und induktiven Elementen ersetzen unter Erzielung von
ähnlichen Ergebnissen. Ferner kann man, statt den
mit 120° Phasenwinkel bestehen. Der im ganzen i° Blindwiderstand von induktiven Elementen wie den
mit 4 bezeichnete Phasenschieber beisteht wenigstens Elementen 11 und 12 zu verändern, auch in. geeigneter
Weise den Blindwiderstand der kapazitiven Elemente 14 verändern. Zu diesem Zweck können bekannte
aus zwei zwischen je zwei Eingangsphasen angeordneten
Blindwiderständen mit geringen und nach Möglichkeit sogar verschwindenden Verlusten, die in
mechanische Mittel dienen oder gewünschtenfalls eine
Reihe geschaltet sind, wobei der eine Blindwiderstand 15 Parallelschaltung eines veränderlichen induktiven
Elementes und kapazitiven Elementes 14. Ferner
können natürlich zur Speisung der Vormagnetisierungswicklungen 13 beliebige geeignete Einrichtungen
verwendet werden. Als Beispiel hierfür ist in Fig. 1
Wert aufweist. Um zwischen dem induktiven und 20 eine Gleichstromquelle 15 gezeichnet, die in Reihe
dem kapazitiven Blindwiderstand leichter unter- mit einem einstellbaren ohmschen Vorschaltwider-
stand 16 liegt, der zur Veränderung des Stromes in den Vormagnetisierungswicklungen. 13 dient.
eine feste Blindwiderstandsgröße hat und der andere eine von praktisch unendlich großem induktivem
Blindwiderstand über Null auf praktisch unendlich großen kapazitiven Blindwiderstand verstellbaren
Gemäß der Erfindung kann das veränderliche
scheiden zu können, wird im folgenden gelegentlich
der kapazitive Blindwiderstand als induktiver Blindwiderstand umgekehrten Vorzeichens bezeichnet werden. In entsprechender Weise kann der Unterschied 25 Element entweder einen kapazitiven oder induktiven zwischen einem nacheilenden Leistungsfaktor und Widerstandswert annehmen, je nachdem, welche einem voreilenden Leistungsfaktor durch einen Vor- Phasenverschiebung hergestellt werden muß. Es zeichenunterschied des Leistungsfaktors ausgedrückt fallen auch Einrichtungen unter die Erfindung, bei
der kapazitive Blindwiderstand als induktiver Blindwiderstand umgekehrten Vorzeichens bezeichnet werden. In entsprechender Weise kann der Unterschied 25 Element entweder einen kapazitiven oder induktiven zwischen einem nacheilenden Leistungsfaktor und Widerstandswert annehmen, je nachdem, welche einem voreilenden Leistungsfaktor durch einen Vor- Phasenverschiebung hergestellt werden muß. Es zeichenunterschied des Leistungsfaktors ausgedrückt fallen auch Einrichtungen unter die Erfindung, bei
denen das feste Element ein. induktives bzw. ein kapazitives Element ist. Somit kann in diesem Falle
das veränderliche Element für bestimmte Größen der Phasenverschiebung auch dasselbe Vorzeichen haben
wie das feste Element, und für andere Größen der
werden-, wenn voreilende und nacheilende Werte des Leistungsfaktors zum Vergleich stehen.
Das Dreiphasennetzwerk 4 in Fig. 1 besteht aus
drei festen kapazitiven. Elementen. 5, 6· und 7, die mit
drei veränderlichen Blindwiderstandselementeii innerhalb der punktierten Linien. 8, 9 und 10 derart in
Serie geschaltet sind, daß ein. Sechseck entsteht. Statt 35 auch von entgegengesetztem Vorzeichen; sein wie das dieser Darstellung könnte auch eine übliche Drei- feste Element. Durch diese Einrichtung läßt sich ein phasendreiecksdarstellung gewählt werden, derart, daß
in. jeder Dreiecksseite ein festes und ein. veränderliches Element in Reihe läge. Die veränderlichen
Elemente 8, 9 und 10 können dabei jeweils innerhalb 4°
des Erfindungsgedankens noch in verschiedener Weise
aufgebaut werden. Wie dargestellt, besteht jedes
dieser Elemente aus zwei miteinander in Reihe liegenden Arbeitswicklungen 11, 12 einer sättigungsfähigen
drei festen kapazitiven. Elementen. 5, 6· und 7, die mit
drei veränderlichen Blindwiderstandselementeii innerhalb der punktierten Linien. 8, 9 und 10 derart in
Serie geschaltet sind, daß ein. Sechseck entsteht. Statt 35 auch von entgegengesetztem Vorzeichen; sein wie das dieser Darstellung könnte auch eine übliche Drei- feste Element. Durch diese Einrichtung läßt sich ein phasendreiecksdarstellung gewählt werden, derart, daß
in. jeder Dreiecksseite ein festes und ein. veränderliches Element in Reihe läge. Die veränderlichen
Elemente 8, 9 und 10 können dabei jeweils innerhalb 4°
des Erfindungsgedankens noch in verschiedener Weise
aufgebaut werden. Wie dargestellt, besteht jedes
dieser Elemente aus zwei miteinander in Reihe liegenden Arbeitswicklungen 11, 12 einer sättigungsfähigen
Drosselspule sowie aus einer Vo'rmagnetisierungs- 45 angeschlossen, so daß der Eingangswinkel 120° bewicklung
13. Die miteinander in Reihe liegenden trägt. Zwischen, die Klemmen 20 und 21 α ist ein Ver-Arbeitswicklungen
11, 12 können aus auf einzelne braucherkreis 23 angeschlossen, der in Fig. 1 aus
Joche aufgebrachten Spulen bestehen, mit denen die einer Zündschaltung für ein Ignitron besteht. Eine
Vormagnetisierungswicklung 13 magnetisch, gekoppelt derartige Schaltung enthält grundsätzlich einen Zündist;
man kann aber gewünschtenfalls auch eine auf 50 kondensator 24, welcher über eine Drosselspule 25
drei Schenkeln aufgebaute Anordnung wählen und die von den Ausgangsklemmen des Phasenschiebers geWicklungen 11, 12 und 13 jeweils auf einem Schenkel speist wird. Der Kondensator 24 entlädt sich nach
der Anordnung anbringen. In Reihe mit den Arbeits- seiner Aufladung durch eine sich selbst sättigende
wicklungen 11 und 12 liegt je ein kapazitives EIe- Spule oder Zündspule 26 und speist einen Sparment
14, derart, daß es einen Teil der veränder- 55 transformator" 27, an welchen die Zündelektroden 28
liehen Blindwiderstandselemente 8_, 9 und 10 bildet. und 29 in bekannter Weise angeschlossen sind. Diese
Wenn die Vormagnetisierungswicklung 13 einen sehr Elektroden werden von dem Spartransformator 27
geringen Strom führt, werden die Kerne der Spulen über einen Gleichrichter 30 bzw. 31 gespeist. Die
11 und 12 nicht gesättigt, und der induktive Blind- Kathode der beiden Röhren ist über eine gemeinsame
widerstand ist relativ hoch, so daß der Gesamtblind- 60 Leitung 32 mit der Mittelanzapfung des Spartrans-
Phasenverschiebung kann das veränderliche Element
viel größerer Phasenverschiebungswinkel erreichen, als es bei der Einrichtung nach der obengenannten
USA.-Patentschrift möglich ist.
Das Netzwerk 4 besitzt drei Eingangsklemmen 17, 18 und 19 und ferner Ausgangsklemmen. 20, 21 und
21a, welche bei dieser Schaltung jeweils zwischen zwei Eingangsklemmen liegen. Die Eingangsklenimen
17, 18 und 19 sind an die drei Leitungen 1, 2 und 3
widerstand in den Elementen 8, 9 und 10 vorwiegend
induktiv ist, da die Größe der Kondensatoren. 14 so gewählt wird, daß der induktive Widerstand die
kapazitive Komponente bei weitem überwiegt, so daß
formators 27 verbunden. Diese Schaltung arbeitet mit einem nacheilenden Leistungsfaktor. Die übrigen
beiden Belastungszweige 33 und 34 sollen ebenso wie der Belastungszweig 23 ausgebildet sein. Diese Be
praktisch lediglich von einem sehr großen induktiven 65 lastungszweige sind in Fig. 1 nur schematisch ange-Widerstand
gesprochen werden kann. Andererseits deutet, und zwar dadurch, daß im Belastungszweig 33
wird durch einen großen Strom in der Vormagnetisierungswicklung 13 der induktive Blindwiderstand
so stark herabgesetzt, daß die kapazitive Komponente,
d.h. der Einfluß der Kondensatoren 14, überwiegt. 70 Klemmen 21 und 21a eine Drosselspule 37 und. ein
zwischen den Klemmen 20 und 21 eine Drosselspule 35 und ein ohmscher Widerstand 36 eingezeichnet
ist sowie im Belastungszweig 34 zwischen den
ohmscher Widerstand 38. Für die Anwendung des dargestellten Phasenschiebers kommt es darauf an, daß
jeder Belastungszweig einen nacheilenden Leistungsfaktor besitzt. Bildet man nun die veränderlichen
Blindwiderstände erfindungsgemäß so aus, daß ihr Vorzeichen den entgegengesetzten Wert der festen
Elemente annehmen kann, so wird der maximale Phasenverschiebungswinkel von 240°, wie er bei einer
bekannten Anordnung erreicht werden kann, auf einen Winkel von nahezu 360° erhöht.
Fig. 2 ist ein Vektordiagramm, welches die Spannungen für einen beliebigen Phasenverschiebungswinkel
wiedergibt. In Fig. 2 ist zwischen, den. Eingangsklemmen
17 und 18 ein fester Kondensator 5 und ein veränderliches Blindwiderstandselement 8
dargestellt. Ein Belastungszweig1 mit der Spule L und
dem Widerstand R ist zwischen dem Punkt 20 und einem Punkt 22 eingeschaltet. Der Ursprungspunkt 22
ist in Fig. 2 nur zur Erläuterung eingezeichnet und stellt den neutralen oder den Nullpunkt des Dreiphasenausgangskreises
in Fig. 1 dar, obwohl die Schaltung nach Fig. 1 eine Dreieckschaltung ist und daher in Wirklichkeit keinen Nullpunkt besitzt. Die
Belastung kann natürlich auch in Sternschaltung angeschlossen werden, bei der ein Punkt nach Art des
Punktes 22 in Fig. 2 entstehen würde. In Fig. 2 ist der Winkel Θ der »Eingangswinkel«, und die punktierten
Linien zwischen dem Punkt 22 und dem Punkt 17 einerseits sowie dem Punkt 22 und dem Punkt 18
andererseits stellen die Spannungsvektoren dar, die vom Punkt 22 ausgehen und die den »Eingangswinkcl«
Θ für einen Zweig mit den Elementen 5 und 8 einschließen. Wenn der veränderliche Blindwiderstand
8 kapazitiv ist, zeigt der ausgezogene Teil des Kreisumfangs in Fig. 2 den erreichbaren Phasen-Verschiebungsbereich
an. Wenn das Element 8 von einem nahezu unendlich hohen kapazitiven Wert auf
Null verändert wird, so ändert sich die Phasenverschiebung von einem nahe am Punkt K gelegenen
Wert im Uhrzeigersinn über die Punkte 17 und 20 +J
bis zum Punkt 18, der den Resonanzfall für den Bestandteil 8, also den Widerstand Null, darstellt.
Wenn die Elemente, welche den Bestandteil 8 enthalten, so eingestellt werden, daß der Widerstand
induktiv wird und dabei dien. Bereich von Null bis zu einem sehr hohen induktiven Wert bestreichen., so
ändert sich die erreichbare Phasenverschiebung vom Punkt 18 im Uhrzeigersinn längs des punktiert gezeichneten
Teils des Kreisumfangs bis nahezu zum Punkt K.
Für eine Serienschaltung der Blindwiderstände 11, 12 und 14 ist eine möglichst große kapazitive
Reaktanz 14 erforderlich. !Die Reaktanz der induktiven Elemente 11 und. 12 muß von einem induktiven
Wert, der absolut höher ist als der kapazitive Blindwiderstand von 14, bis auf einen. Wert, der absolut
kleiner ist als dieser kapazitive Blindwiderstand, veränderlich sein. Wenn die Elemente 11, 12 und 14 dagegen
in einem Parallel resonanzkreis angeordnet werden, sind niedrige kapazitive Impedanzen, also
große Kondensatoren 14 notwendig. Der absolute Betrag des induktiven Blindwiderstands der Elemente
und 12 muß dabei von Größen, die oberhalb, bis zu Größen, die unterhalb des absoluten Betrages der
kapazitiven Blindwiderstandsgröße des Kondensators liegen,, geändert werden können.
Der feste Blindwiderstand, der als Kondensator 5 gezeichnet ist, kann auch ein induktiver Blindwiderstand
sein. Im letzteren Falle gelten ähnliche Verhältnisse, und das Elemente kann von einem hohen Wert
des induktiven Blindwiderstandes über Null auf einen hohen. Wert des kapazitiven Blindwiderstandes geändert
werden, so> daß ebenfalls ein. großer Phasenverschiebungswinkel
von nahezu 360° erzielt wird.
Die Fig. 3 stellt schematisch eine Schaltung dar, wie sie bereits in Fig. 1 veranschaulicht ist. In Fig. 3
sind sowohl die Eingangsklemmen 17 und 18 als auch die Ausgangsklemmen. 20 und 22 enthalten. Das feste
Element 5 ist in Serie mit dem veränderlichen Elements geschaltet, und der Belastungszweig liegt
zwischen den Klemmen 20 und 22. Der Winkel Θ stellt den »Eingangswinkel« dar. Der Strom I5 und
der Strom I8 sind die Ströme in diesen Elementen 5
und 8.
Die Fig. 4 zeigt im Vektorbild die Ströme und Spannungen für die Schaltung nach Fig. 3. Dabei bezieht
sich Fig. 4 auf einen Fall, in. welchem das Element 8 kapazitiv ist, d. h. dasselbe Vorzeichen hat
wie das feste Element 5. In Fig. 4 veranschaulicht die Spannung E1 die Spannung zwischen der Klemme 22
und der Klemme 17, während, E2 zwischen 22 und 18
liegt. Die Spannung E5 liegt am Kondensator 5, während die Spannung E8 am veränderlichen Blindwiderstand.
8 liegt. Man sieht aus Fig. 4, daß die Resultierende: dieser Spannungen durch den Vektor E
gebildet ist. Der Strom I5, der durch den Blindwiderstand.
5 fließt, eilt der Spannung E5 vor, und zwar um
90°, während der Strom /g der Spannung £8 um 90°
voreilt. Der resultierende Strom /, der die Vektorsumme der Ströme /5 und /8 bildet, eilt der resultierenden
Spannung E um einen Winkel 0/2 nach, entsprechend
dem Phasenverschiebungswinkel der Belastung. Die Phasenverschiebung, die unter diesen
Umständen eintritt, beträgt, im Uhrzeigersinn gemessen, α gegenüber der Bezugslinie für die Messung
des Phasenverschiebungswinkels, d. h. der Richtung von E1.
Die Fig. 5 enthält ein Vektordiagramm ähnlich demjenigen der Fig. 4, aber mit der Annahme, daß
der veränderliche Blindwiderstand 8 in Fig. 5 einen induktiven Wert hat. Die Vektoren der verschiedenen
Ströme vind Spannungen sind in. Fig. 5 mit denselben
Bezugszeichen wie in Fig. 4 versehen. Aus Fig. 5 sieht man, daß der Strom I5 durch das feste kapazitive
Element 5 der Spannung E5 an diesem Element um
90° voreilt und daß der Strom /8 der Spannung Es am
veränderlichen Element 8, welches hier induktiv ist, um 90° nacheilt. Der resultierende Strom / eilt der
resultierenden Spannung E um einen Winkel Θ/2 nach, der dem Phasenverschiebuugswinkel der Belastung
entspricht. Der erreichte Phasenverschiebungswinkel ist mit β bezeichnet.
Man kann also gemäß der Erfindung eine. Phasenverschiebung über nahezu 360° erreichen, wenn man
ein festes und ein veränderliches Blindwiderstandselement benutzt und dabei das veränderliche Element
so ausbildet, daß es von einem sehr hohen Wert des einen Vorzeichens durch Null hindurch auf einen
sehr hohen Wert des anderen Vorzeichens gegenüber dem festen Element verstellt werden kann.
Claims (5)
1. Phasenregelschaltung, die aus einer symmetrischen, mehrphasigen Spannungsquelle gespeist
wird und bei der zwischen je zwei entsprechend der zyklischen Phasenfolge benachbarten
Eingangsklemmen ein fester und ein veränderlicher Blindwiderstand miteinander in Reihe
geschaltet sind, bei der an. den Verbindungspunkten
zwischen den festen und den veränderlichen
Blindwiderständen die gegenüber den Eingangsspannungen
phasenverschobenen Spannungen abgenommen werden und bei der der Phasenverschiebungswinkel
der Belastung die Hälfte des Phasenwinkels zwischen zwei aufeinanderfolgenden Phasen der speisenden Spannungsquelle
beträgt und ein gegenüber dem Phasenverschiebungswinkel der festen Blindwiderstände entgegengesetztes
Vorzeichen hat, dadurch gekemnzeichnet,
daß die veränderlichen Blindwiderstände von induktiven Werten über Null bis zu kapazitiven
Werten verstellbar sind.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der veränderliche Blindwider-
stand ein festes kapazitives Elament und ein veränderliches induktives Element enthält, daß der
Blindwiderstand des veränderlichen induktiven Elementes von einem nahezu unendlich großen
Wert bis zu kleineren, induktiven Werten solcher Größe verstellbar ist, daß der resultierende Blindwiderstand
des festen kapazitiven Elementes und des veränderlichen induktiven Elementes kapazitiv
ist.
3. Schaltung nach Anspruch. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der veränderliche Blindwiderstand
aus einer Serienschaltung eines Kondensators und einer Drosselspule besteht.
4. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der veränderliche Blindwiderstand
aus einer Parallelschaltung eines Kondensators und einer Drosselspule besteht.
5. Schaltung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktivität der Drosselspule
durch Vormagnetisierung geändert werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 709 173;
G. Brion und V. View eg, »Starkstrommeßtechnik«,
Ver.l. v. J. Springer, Berlin (1933), S. 104, Abs. 1 bis 3.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709957/144 3.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1026849XA | 1951-07-05 | 1951-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1026849B true DE1026849B (de) | 1958-03-27 |
Family
ID=22291124
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI6094A Pending DE1026849B (de) | 1951-07-05 | 1952-07-04 | Phasenregelschaltung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE512624A (de) |
| DE (1) | DE1026849B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170058B (de) | 1959-01-20 | 1964-05-14 | Vyzk Ustav Obrabecich Stroju | Schaltung fuer Phasenverschiebung in Abhaengigkeit von einer Steuerwechselspannung |
| DE2853358A1 (de) * | 1978-11-26 | 1980-06-04 | Bbc Brown Boveri & Cie | Steuerbarer phasenschieber |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE709173C (de) * | 1936-05-07 | 1941-08-08 | Telefunken Gmbh | Schaltungsanordnung zur Einstellung der Amplitude und Phase einer Wechselspannung |
-
0
- BE BE512624D patent/BE512624A/xx unknown
-
1952
- 1952-07-04 DE DEI6094A patent/DE1026849B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE709173C (de) * | 1936-05-07 | 1941-08-08 | Telefunken Gmbh | Schaltungsanordnung zur Einstellung der Amplitude und Phase einer Wechselspannung |
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| DE1170058B (de) | 1959-01-20 | 1964-05-14 | Vyzk Ustav Obrabecich Stroju | Schaltung fuer Phasenverschiebung in Abhaengigkeit von einer Steuerwechselspannung |
| DE2853358A1 (de) * | 1978-11-26 | 1980-06-04 | Bbc Brown Boveri & Cie | Steuerbarer phasenschieber |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE512624A (de) |
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