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Verlängerbarer, an Tragseilen ruhender endloser Bandfördeter Die Erfindung
betrifft einen im Bergbau zu benutzenden, an Tragseilen ruhenden Ban, dförderer,
der schnell verlängert werden kann, um einem vorgetriebenen Stollen folgen zu können.
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Ein. üblicher Bandförderer mit starrem Rahmen erfordert fast eine
Arbeitsschicht für seine Verlängerung.
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Somit verliert der betreffende Grubenabschnitt an dem Tage, an dem
der Bandförderer verlängert wird, eine Schichtproduktion.
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Bei vielen Bergwerksarbeiten, z. B. bei der Kohlenförderung, vergehen
ungefähr 30 Minuten, bis die fertige Schicht die Grube verlassen hat, und weitere
30 Minuten, bis die neue Schicht die Arbeit aufnimmt.
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Das sind zusammen 1 Stunde oder noch mehr Zeit, während der die Arbeitsfläche
des Stollens unbesetzt ist. Die Erfindung bezweckt vornehmlich, einen Bandförderer
zu sch, affen, der in dieser Stunde verlängert werden kann, so daß ein Arbeiten
in drei Schichten innerhalb von 24 Stunden gewährleistet bleibt.
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Der verlängerbare, an TRanseilen ruhende endlose Bandförderer gemäß
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Tragseile, zwischen
denen das Band in Abständen entlang seiner Länge von daran hängenden Walzen getragen
ist, zwischen dem festen Kopf abschnitt und einem Paar Verankerungen gesp, annt
sind, die für sich unabhängig vom Endabschnitt des Bandes, an dem dieses ausgespannt
ist, am Gestein befestigt sind.
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Zur Verlängerung eines solchen Bandförderers wird die Bandspannung
genügend nachgelassen, damit das Band zerteilt werden kann, so daß eine neue Banidstrecke
hinzugefügt werden kann. Darauf wird der Endabschnitt vorgeschoben, das verlängerte
Band wird in seine Arbeitslage ausgestreckt, und ein oder mehrere Paare ven Drahtseilen
werden entlang dem Band zwischen Verankerungspaaren ausgestreckt, die am Gestein
befestigt sind und schon vorher montiert werden können. Sind die Seile gespannt,
was meistens mit Spannschlössern geschieht, so werden gewöhnlich Spreizstützen in
Abständen unter die Seile gestellt, und zwischendenSeilenunddemBoden werden das
Band tragende Walzen gehängt, die gegebenenfalls auch das Leertrum tragen. Damit
ist der verlängerte Bandförderer wieder einsatzbereit. Durch praktische Erfahrung
wurde festgestellt, daß dieser verbesserte Bandförderer innerhalb einer Stunde verlängert
werden kann im Gegensatz zur Verlängerung von üblichen Bandförderern, die erfahrungsgemäß
fast eine volle Arbeitsschicht erfordert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der anfänglichen Länge eines Bandförderers,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht desselben Band-
förderers mit einer in Laderichtung
angefiigten weiteren Länge, Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 1 zur Veranscha.ulichung,
wie das Anfangspaar von Tragseilen mit einem Ende nahe dem Kopfabschnitt befestigt
und mit dem anderen Ende nahe dem Endabschnitt verankert ist, Fig. 4 eine schematische
Seitenansicht zu Fig. 2 zur Veranschaulichung, wie das zweite (und jedes folgende)
Paar Tragseile an gegenüberliegenden Enden im Gestein verankert und somit vom Band
gänzlich unabhängig sind, Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 1
durch eine erfolgreich angewandte Walzenanordnung, Fig. 6 einen Querschnitt nach
der Linie VI-VI der Fig. 1 durch eine Spreizstütze zum Abstützen der Drahtseile
und zum Hallen von Laufwalzen für das Leertrum des Bandes, Fig. 7 eine Seitenansicht
nach der Linie VII-VII der Fig. 1 im größeren Maßstab, die Einzelheiten der Verankerung
am Ladeende der Seile zeigt, Fig. 8 eine Ansicht ähnlich Fig. 7 nach der Linie VIII-VIII
der Fig. 2 zur Veranschaulichung derselben Verankerung, wie sie an dazwischenliegenden
Stellen entlang dem Band verwendet wird, Fig. 9 eine Stirnans, icht einer Verankerung.
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Der in Fig. 1 dargestellte'anfänglicheBandfördereraufbau 22 hat seinen
anfänglichen Abschnitt 23 am Entladeende eines Stollens 21 und fördert in einen
Eingangsstollen
24, von wo das geförderte Material mittels Wagen oder Förderbandes fortgeschafft
wird.
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Die anfängliche Förderlänge 23 hat einen Kopfabschnitt 26, der durch
Deckenwinden 27, 27 nach unten gegen die Streckensohle festgezogen wird, und eine
Antriebswalze 28. Ein Endabschnitt 29, der durch Winden 31-nach unten festgezogen
wird, hat die übliche Spannwalze32.EinendlosesBand 33 läuft über die Walzen 28,
32 und hat ein oberes, lastentragendes Fördertrum 33 a und ein unteres Leertrum
33 b. Kopf-und Endabschnitt sind durch die Winden 27, 31 in festem Abstand voneinander
gehalten, wodurch eine lastentragende Spannung im Fördertrum 33 a aufrechterhalten
wird.
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Zwei biegsame Drahtseile 34, 34 sind straff entlang dem Bandförderer
gespannt. Jedes Seil ist mit einem Ende mittels Verbindung 36 am Kopfabschnitt befestigt.
Das andere Ende ist mit einer T-förmigen Verankerung 37 verbunden. Jede Verankerung
37 ist durch Deckenschrauben 38 an der Decke des Stollens befestigt, kann jedoch
auch in irgendeiner anderen Art nahe dem Endabschnitt befestigt sein. Die Verankerung
37 hat einen Längsträger 39, der aus einem U-Profilstahl mit einem Paar Querlatten
41 ; 41o besteht, die an jedem Ende des Profils quer liegend angeschweißt sind.
Jede Platte hat eine Öffnung 42 für einen Seilhaken, der beim anfänglichen Aufbau
benutzt wird. Vier herabhängende Zapfen 43 sind am Boden des Profils angeschweißt.
Die Verankerung hat femer einen herabhängenden, abnehmbaren vertikalen rohrförmigen
Schenkel 44, der sich teleskopisch verlängern läßt und oben eine angeschweißte Querplatte
47 sowie zur Verstärkung dreieckige Stegbleche 48, 48 hat, die sich seitlich nach
oben erstrecken und in kurzen Querwinkelstücken 49, 49 enden, Die Winkelstücke 49
und die Platte 47 haben Löcher 51 bzw. 52 zur Aufnahme der Zap, fen 43 und für das
Zusammenhalten der beiden Hauptteile der Verankerung. Das kleinere Rohr 53 des Schenkels
44 endet in einem gebogenen Sohuh 54.
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Die Höhe, des Schuhes muß einstellbar sein, um den Endabschnitt des
Förderers und Teile der Seile 34 in derselben Ebene zu halten, wodurch wiederum
das Förderband eben gehalten wird. Diese vertikale Einstellung in der dargestellten
Aussführungsform wird mit praktisch stufenloser Regelung erreicht, indem mehrere
Locher 56, 56 durch das Innenrohr in etwa 6, 5 cm Abstand und eine gleiche Anzahl
von Locherai 57, 57 durch das Rohr 46 in einem anderen regelmäßigen Abstand, z.
B. etwa 5 cm, gebohrt werden.
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Dies ermoglicht ein Verbinden je eines Lochs 56 mit je einem Loch
57 in Stufen von 11/2 cm in der eingestellten Hoche des Schuhes 54.
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Durch Benutzung des separaten Trägers 39 kann die Verlängerung des
Förderbandes bedeutend schneller erfolgen, indem der Träger 39 schon im voraus an
die Decke geschraubt wird. Dies kann während der Arbeitszeit ohne Störung der Förderarbeit
erfolgen, solange der herunterhängende Teil 44 weggelassen. wird, damit er Förderwagen
und anderen Fahrzeugen nicht im Wege ist Dies ist ein sehr wichtiges Merkmal der
vorliegenden Erfindung, denn es dauert manchmal fast 1 Stunde oder mehr, zwei Träger
39 zu montieren und sie bei schlechter Decke auf genaue Hohe zu bringen.
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Nachdem beim Aufbau des Förderbandes die Verankerungsschenkel 44
fest auf die Zapfen 43 geschraubt sind, werden die Seile 34 entlang dem Förderer
und um die Schuhe 54 ausgelegt und durch eine vorläufig angesetzte Spannwinde gespannt,
die zwischen der geschlitzten Platte 41 und dem Seil wirkt. Ist das Seil
straff und
jedes Durchhängen durch Spannwinde beseitigt, wird ein SpannschloB 59 zwischen der
geschlitzten Platte 41 t und dem Seilende befestigt. Die vorläufig angesetzte Spannwinde
wird dann entfernt Um ein. übermäßiges Durchhängen der Seile zu vermeiden und das
Band gut ausgestreckt zu halten, werden Spreizstützen 59 in Abständen entlang dem
Band auf der Streckensohle aufgestellt. Eine solche Spreizstütze hat nach Fig. 6
eine horizontale Platte 61, an die zwei senkrechte Platten 62, 62 angeschweißt sind,
die in V-förmige offene Nuten 63, 63 auslaufen. Zum Abstützen des Leertrums des
Bandförderers kann jede Stütze 59 mit einer Rücklaufwalze 64 versehen sein.
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Das Lasttrum 33 a (Fig. 5) ruht zwischen den Seilenn 34, 34 auf einer
biegsamen, muldenbildenden Walzenanordnung 66, bestehend aus drei Walzen 67, 67,
67.
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Jede Walze 67 läuft auf einer nicht umlaufenden Achse 68. Die innere
Tragwalze 67 ist bei 69, 69 mit den äußeren muldenbildenden Walzen mitteis eines
Schwenkgelenks verbunden, das eine solche Längs achse hat, daß die Verbindung biegsam
nach oben und unten ausweichen kann, um bei schwankenden und exzentrischen Lasten
ausgleichend zu wirken. Die äußeren Verbindungen 71, 71 lassen eine horizontale
Bewegung zu und bewirken die Verbindungen mit den Haken 72, die die Seile erfassen
und mittels Verschlußbolzen 73 befestigt sind.
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Förderwagen 74 können nach Fig. 1 zwischen Arbeitsfläche und Forderband
pendeln, wobei sie auf den Endabschnitt 29 Kohle abladen, die vom Kopfa, bschnitt
auf ein weiteres Transportmittel gelangt.
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Wie oben ausgeführt, besteht ein sehr großer Vorteil der vorliegenden
Ernndung darin, daß der Bandförderer so schnell verlängert werden kann, daß drei
Arbeitsschichten innerhalb von 24 Stunden ermöglicht werden.
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Ist die Abbaufläche so weit vom aefänglichen Abschnitt 23 aus vorgerückt,
daß eiine Verlängerung erforderlich ist, wird ein neuer Abschnitt folgendermaßen
angebaut : Die Winden 31 des in Fig. 1 dargestellten Bandförderers werden gelöst,
worauf der Endabschnitt 29 genügend weit zurückbewegt werden kann, um die ganze
Spannung aus dem Band zu nehmen. Jetzt oder kurz zuvor wird die Antriebswalze 28
so weit gedreht, daß der Riemenverbinder 75 im oberen Trum des Bandes am Entladeende
zu liegen kommt. Der Verbinder wird geaffnet und ein neuer Bandabschnitt eingesetzt.
Hierauf wird der Endabschnitt 29 um die halbe Länge des neu eingesetzten Bandes
vorgezogen.
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Das andere Ende des eingesetzten Bandes wird dann an das ursprüngliche
Band angeschlossen, und das neue Band ist dann gewöhnlich, wie in Fig. 2 dargestellt,
ungefähr doppelt so lang wie der ursprüngliche Bandförderer.
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Als Teil der Vonbereitung dieses Vorgangs wurden die Träger 39, wie
in Fig. 3 gezeigt, vorher an der neuen Stelle festgeschraubt, und die Schenkel 44
liegen einsatzbereit.
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Sobald der Endabschnitt über die Träger 39 an der neuen Stelle hinaus
gezogen wird, werden die Schenkel 44 angehoben und festgeschraubt. Zur Klarstellung
der Beschreibung sind die Verankerungen in der vorderen Stellung in Fig. 2 mit 37a
bezeichnet, während die ursprünglichen, vorher beschriebenen Verankerungen das Bezugszeichen
37 tragen. Dies können Verankerungen mit Träger 39 und Schenkel 44 sein.
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Wie in Fig, 8 gezeigt, werden die neuen Seile 34a, 34a in die Platten
41a der Verankerungen 37 eingehakt und nach vorn um den gekrümmten Schuh 54 und
dann
um den gekrümmten Schuh 54 der Verankerung 37 a und aufwärts
durch das SpannschloB 58 zum Träger 39 gezogen. Der Schenkelteil 53 wird entsprechend
eingestellt, um die beiden Seile ungefähr in gleicher Ebene zu halten. Die Seile
34a werden durch die Spannschlösser gespannt, die Spreizstiitzen 59 in Abständen
entlang dem neuen Abschnitt des Bandför derers aufgestellt und weitere muldenbildende
Walzenaim'rdnungen 66 unterhalb'desoberen Bandtrums eingesetzt. Der Endabschnitt
29 wird dann nach vorn gedrückt oder gezogen, sauber mit dem Kopfabschnitt ausgerichet
und dann mittels der Winden 31 nach unten festgedrückt.
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Weitere Verlängerungen des Bandes können in gleicher Weise vorgenommen
werden, bis die Strecke 21 vollkommen abgebaut ist.