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DE10259207A1 - Tragkonstruktion für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz - Google Patents

Tragkonstruktion für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz Download PDF

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DE10259207A1
DE10259207A1 DE10259207A DE10259207A DE10259207A1 DE 10259207 A1 DE10259207 A1 DE 10259207A1 DE 10259207 A DE10259207 A DE 10259207A DE 10259207 A DE10259207 A DE 10259207A DE 10259207 A1 DE10259207 A1 DE 10259207A1
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safety net
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golf
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DE10259207A
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Bluegolf & Co KG GmbH
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Bluegolf & Co KG GmbH
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    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B71/00Games or sports accessories not covered in groups A63B1/00 - A63B69/00
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
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    • A63B69/00Training appliances or apparatus for special sports
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Abstract

Offenbart ist eine Tragkonstruktion 10 für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz 11, das eine Spielfläche 4 einer Golfübungsanlage 1 seitlich begrenzt, in die aus einem Abschlaggebäude 2 Golfbälle spielbar sind. DOLLAR A Damit sich die Tragkonstruktion 10 einerseits optisch harmonisch in die Umgebung einfügt und andererseits dem Nutzer den Eindruck einer "offenen" Anlage vermittelt, weist die Tragkonstruktion 10 eine konvex gekrümmte Oberkante 13 und einen entlang der Oberkante 13 verlaufenden, mit beiden Enden 14, 15 im Boden 16 verankerten Querträger 12 auf.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz, das eine Spielfläche einer Golfübungsanlage seitlich begrenzt, in die aus einem Abschlaggebäude Golfbälle spielbar sind.
  • Golfübungsanlagen, in denen solche Fangnetze meist paarweise an beiden Längsseiten der Spielfläche zum Einsatz kommen können, sind allgemein bekannt und befinden sich insbesondere in oder in der Nähe von Großstädten oder Ballungsräumen. In derartigen Gebieten existieren zumeist keine ausreichenden Freiflächen, auf denen reguläre Golfplätze eingerichtet werden könnten, da deren Platzbedarf bekanntermaßen recht erheblich ist. Den allgemein eher schlechten Möglichkeiten zur Neuanlage regulärer Golfplätze steht die seit Jahren zunehmende Beliebtheit des Golfsports in der Bevölkerung entgegen, die sich in einer stetig wachsenden Anzahl von Golfspielern niederschlägt. Im Vergleich mit anderen Populärsportarten wie Tennis, Turnen oder Skaten hat der Golfsport die zweithöchste Zuwachsrate aufzuweisen und ist in der gegenwärtigen Freizeitgesellschaft im Begriff, sich von einem Elitesport zu einem Breitensport zu entwickeln.
  • Vor diesem Hintergrund existieren insbesondere in Nordamerika und in Japan seit einigen Jahren Golfübungsanlagen, die meist in Ballungszentren, oftmals sogar im innerstädtischen Bereich, angeordnet sind und dem am Golfsport interessierten Publikum die Möglichkeit bieten sollen, in der Nähe ihrer Wohnungen oder Arbeitsplätze dem Sport ihrer Wahl nachgehen zu können. Die ballungsraumnahe Platzierung derartiger Golfübungsanlagen, die für reguläre Golfplätze kaum realisierbar ist, weist den Vorteil auf, dass die Fahrzeiten zum Erreichen der Golfübungsanlagen gering sind, so dass sogar die Möglichkeit in Frage kommt, beispielsweise an Arbeitstagen innerhalb der Pausenzeiten Golfübungen auf den entsprechenden Anlagen auszuführen.
  • Bei solchen Golfübungsanlagen sind in der Regel mehrstöckige Abschlagsgebäude vorhanden, die bis zu mehrere hundert Abschlagplätze in mehreren Reihen übereinander aufweisen können. Die Abschlagplätze sind in Form von einseitig offenen Boxen ausgebildet, die auf die Spielfläche ausgerichtet sind. Diese Spielfläche hat typischerweise ein rechteckiges Format und erstreckt sich über eine Länge etwa von 100 bis 300 Metern, bei einer Breite etwa zwischen 30 und 100 m. Die Spielfläche ist in der Regel der Topographie eines regulären Golf platzes nachempfunden und weist neben Greens auch Bunker und Wasserflächen auf. Abgeschlagene Bälle, die nicht die Greens treffen, laufen ab und werden in nicht einsehbaren Wasserrinnen zum Abschlaggebäude zurück geführt. Bälle, die auf den Greens liegen bleiben, werden in zeitlichen Intervallen durch einen Teleskoparm abgefegt und gleichfalls wiederum zu dem Abschlaggebäude zurückgeleitet. Die Bälle werden anschließend maschinell gesteuert innerhalb der einzelnen Abschlagplätze in einer stufenlos einstellbaren Höhe aufgeteet.
  • Um zu vermeiden, das fehlgeschlagene Bälle nicht neben der Spielfläche auftreffen und die Golfübungsanlage verlassen (und dabei eventuell Personen gefährden), sind die Längsseiten der Spielfläche von jeweils einem ungefähr vertikal ausgerichteten Fangnetz begrenzt, das darauf auftreffende Bälle auf die Spielfläche zurückbefördert oder entlang des Netzes weiterleitet. Die aus Kunststofffäden bestehenden Netze sind mitunter durch ein horizontales Obernetz und ein vertikal verlaufendes hinteres Abschlussnetz zu regelrechten Käfigen ausgebaut. Hierdurch entsteht einerseits für den Benutzer der Anlagen ein eventuell beklemmendes Gefühl, und zum anderen wirken die bekannten Netzkonstruktionen für den außenstehenden Betrachter aufgrund ihrer beträchtlichen Abmessungen als wenig attraktive Fremdkörper.
  • Die DE 100 23 042 A1 und die US 1,543,401 A beispielsweise beschreiben zwei verschiedene Golfübungsanlagen jeweils mit einem überdachten Abschlagfeld. Die Spielfläche ist jeweils an der dem Abschlagfeld gegenüber liegenden Stirnkante durch ein Fangnetz begrenzt. In der DE 100 23 042 A1 ist dieses Fangnetz mit sackförmigen Ausbuchtungen ausgestattet, in denen weit geschlagene Golfbälle aufgefangen werden sollen. In der US 1,543,401 A ist stattdessen eine Zielscheibe mit kreisringförmig konzentrisch angeordneten Auffangkanälen vorgesehen. Die Höhe der Tragkonstruktionen für das seitliche Fangnetz steigt jeweils ausgehend von dem Abschlagfeld bis zu der gegenüber liegenden Stirnkante an.
  • Eine Golfübungsanlage, die beispielsweise über einem Parkplatz installiert werden kann, wird in der WO 98/001190 A1 vorgeschlagen. Hier ist ein Abschlaggebäude mit in mehreren Etagen über einander angeordneten Abschlagplätzen vorgesehen. Die Spielfläche ist eine (nach unten lichtdurchlässige) Netzkonstruktion und ist wiederum seitlich und an der dem Abschlaggebäude gegenüber liegenden Stirnkante durch ein Fangnetz begrenzt, das an Masten gleichbleibender Höhe aufgehängt ist.
  • Aufgabe
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragkonstruktion für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz, das eine Spielfläche einer Golfübungsanlage seitlich begrenzt vorzuschlagen, das sich einerseits optisch harmonisch in die Umgebung einfügt und andererseits dem Nutzer den Eindruck einer „offenen" Anlage vermittelt.
  • Lösung
  • Ausgehend von der bekannten Tragkonstruktion wird diese Aufgabe nach der Erfindung dahingehend gelöst, dass diese eine konvex gekrümmte Oberkante und einen entlang der Oberkante verlaufenden, mit beiden Enden im Boden verankerten Querträger aufweist.
  • Die geschwungene Linienführung der Oberkante verleiht der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion und der durch diese optisch geprägten Seitenansicht der Golfübungsanlage eine zuvor unbekannte Dynamik und Leichtigkeit und – unter dem Aspekt des Marketing – einen hohen Wiedererkennungswert. Die Fangnetze an einer solchen Tragkonstruktion können zudem auf eine Minimalgröße reduziert werden, ohne einerseits ihre Rückhaltefunktion in Frage zu stellen und ohne andererseits ordnungsgemäß geschlagene Bälle bis zum Auftreffen auf der Spielfläche in ihrer Flugbahn zu beeinflussen.
  • Besonders bevorzugt wird der Verlauf der Oberkante der Flugbahn eines Golfballs nachempfunden. So wird einerseits der Materialaufwand ohne Einschränkung der Rückhaltefunktion minimiert, andererseits wird durch diese Gestaltung die assoziative Verknüpfung der äußeren Form der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion mit dem Spielzweck der Golfübungsanlage besonders befördert.
  • Prinzipiell wäre anstelle des erfindungsgemäß verwendeten Querträgers auch ein entlang der Oberkante verlaufendes Seil denkbar. Nur ein weitgehend starrer Querträger übernimmt jedoch einerseits durch seine Steifigkeit und durch die beidseitige Abstützung im Boden eine wesentliche tragende Funktion und betont andererseits optisch den konvex gekrümmten Verlauf der Oberkante.
  • Bei großen Abmessungen der Golfübungsanlage und damit der erforderlichen erfindungsgemäßen Tragkonstruktion ist es erforderlich, den Querträger zwischen seinen Endpunkten zusätzlich abzustützen. Dies erfolgt typischer Weise durch am Boden abgestützte Masten, die in einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion fächerförmig angeordnet sind. Im Vergleich zu einer rein vertikalen Ausrichtung der Masten wird die Dynamik und Spannung der Tragkonstruktion hierdurch weiter gesteigert.
  • Der Querträger an einer solchen Tragkonstruktion besteht vorzugsweise aus Segmenten, die sich jeweils zwischen zwei benachbarten Masten erstrecken. Diese Segmente können dann in vormontierter Form angeliefert und bei der Erstellung der Tragkonstruktion lediglich noch zusammengesetzt werden. So können der Fertigungsaufwand, insbesondere die Montagezeit und in der Folge die Kosten bei der Herstellung einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion deutlich reduziert werden.
  • Besonders bevorzugt weist die erfindungsgemäße Tragkonstruktion Fachwerkelemente auf. Fachwerkelemente, die grundsätzlich sowohl bei der Konstruktion des Querträgers als auch gegebenen Falls für die Masten zum Einsatz kommen können, vermitteln durch ihre durchbrochene Struktur einen eher leichten, geradezu filigranen optischen Eindruck ohne dass hierdurch die Tragfähigkeit der Tragkonstruktion beeinträchtigt wäre. Darüber wird durch die Verwendung von Fachwerkelementen die Vormontage von Teilstücken noch weiter erleichtert, was erneut eine Reduzierung des Fertigungsaufwandes ermöglicht.
  • Vorteilhafter Weise weist die erfindungsgemäße Tragkonstruktion Kragarme, die in Richtung der Spielfläche auskragen, Führungsseile, die an den Kragarmen befestigt sind und senkrecht nach unten verlaufen, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Führungsseilen ein Segment des Fangnetzes führbar ist, und Führungsschienen auf, die mit den Führungsseilen fest verbunden sind, wobei an dem geführten Segment des Fangnetzes befestigte Rollenkörper auf den Führungsschienen abrollen.
  • Das Fangnetz kann an der erfindungsgemäßen Tragkonstruktion dann – beispielsweise bei höheren Windgeschwindigkeiten zur Vermeidung übermäßiger Windlast – besonders einfach zum Boden abgelassen werden. Diese prinzipiell aus der Segeltechnik bekannte Technik ermöglicht – beispielsweise zu Wartungszwecken – auch das Ablassen einzelner Segmente des Fangnetzes.
  • Die Führungsschiene ist vorzugsweise so gestaltet, dass sie die offene Kante des in ihr geführten Segmentes des Fangnetzes verdeckt. Im Gegensatz zu der sonst üblichen Führung des Fangnetzes mittels an dem Fangnetz angebrachten Ringen, durch die die Führungsseile ge führt sind, ist so eine Verbindung der Segmente des Fangnetzes weder erforderlich, noch wünschenswert. Die Segmente des Fangnetzes können einzeln montiert und demontiert werden, wodurch wiederum der Montageaufwand verringert, insbesondere aber auch die Wartung im Betrieb erleichtert wird.
  • In einer vorteilhaften Ausführung weist das Profil der Führungsschiene einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion zwei gegen einander geneigte Führungsflächen auf, auf denen an dem selben Segment des Fangnetzes befestigte Rollenkörper abrollen. Durch den von der gegenüber liegenden Führungsschiene ausgehenden Zug wird das Fangnetz dann gegenüber der Führungsschiene zentriert. Alternativ ist auch eine Führung der Rollenkörper in einem U-förmigen Profil denkbar. Gegenüber der Führung separater Rollen auf gegen einander geneigten Führungsflächen sind hierbei aber Reibungsverluste an den Seitenflächen des Profils und damit – angesichts der erheblichen Windlasten – auch signifikante Widerstandkräfte beim Ablassen und Aufziehen des Fangnetzes nicht zu vermeiden.
  • Besonders bevorzugt ist die Führungsschiene einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion in axialer Richtung segmentiert. Auf diese Weise übernehmen die Führungsschienen die radial gerichtete, das Führungsseil hingegen die axial gerichtete Führungskraft. Darüber hinaus ermöglicht die segmentierte gegenüber einer starren Führungsschiene eine höhere Flexibilität und Biegsamkeit entlang des Führungsseiles.
  • Ausführungsbeispiel
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer beispielhaft dargestellten Golfübungsanlage mit an einer erfindungsgemäßen Tragkonstruktion aufgehängtem Fangnetz erläutert. Es zeigen
  • 1a Draufsicht der Golfübungsanlage,
  • 1b Detail der Draufsicht,
  • 2a Seitenansicht der Golfübungsanlage,
  • 2b Detail der Seitenansicht,
  • 3 vordere Frontansicht der Golfübungsanlage,
  • 4 rückwärtige Frontansicht der Golfübungsanlage,
  • 5 Mast der Tragkonstruktion,
  • 6a Draufsicht auf ein Segment des Querträgers der Tragkonstruktion,
  • 6b Seitenansicht dieses Segments des Querträgers,
  • 6c Profilschnitt dieses Segments des Querträgers,
  • 7a Draufsicht auf einen Hänger der Tragkonstruktion,
  • 7b Seitenansicht dieses Hängers und
  • 8 Prinzipskizze einer Führungsschiene der Tragkonstruktion.
  • Die Golfübungsanlage 1 weist ein Abschlaggebäude 2, an dieses anschließend zunächst eine 34,5 m breite und etwa 40 m lange ebene Rasenspielfläche 3 auf einer geodätischen Höhe von 45,65 m ü. NN und dann in derselben Breite eine etwa 160 m lange topographisch gestaltete Spielfläche 4 mit einer Wasserfläche 5, Greens 6 mit Flaggen 7 auf 50, 90, 130 und 180 m und Sandbunkern 8 auf. Die Topographie der gestalteten Spielfläche 4 ist anhand von Höhenlinien 9 angedeutet, die von der Rasenspielfläche 3 ausgehend im Mittel ansteigend geodätische Höhen bis zu 47,4 m ü. NN repräsentieren.
  • Die Spielfläche 4 ist seitlich begrenzt durch zwei vertikal an erfindungsgemäßen Tragkonstruktionen 10 aufgehängte Fangnetze 11. Die Tragkonstruktionen 10 weisen Querträger 12 auf, die entlang der konvex gekrümmten Oberkanten 13 der Fangnetze 11 verlaufen und mit den vorderen Enden 14 und den hinteren Enden 15 im Boden 16 verankert sind. Das vordere Ende 14 der Querträger 12 liegt noch etwa 22 m vor dem Eingangsbereich 17 des Abschlaggebäudes 2. Das hintere Ende 15 schließt mit der gestalteten Spielfläche 4 ab. Die Spielfläche 4 ist hier zusätzlich durch ein quer verlaufendes Fangnetz 18 gesichert, das von den jeweils letzten Masten 19 beider Tragkonstruktionen 10 entlang der Oberkante 13 der seitlichen Fangnetze 11 zum Boden 16 gespannt ist.
  • Der Abstand vom vorderen Ende 14 bis zum hinteren Ende 15 der Querträger 12 beträgt am Boden 16 etwa 245 m. Der Verlauf der Oberkante 13 der Fangnetze 11 mit einer Bogenlänge von etwa 280 m ist der parabelförmigen Flugbahn eines weit geschlagenen Golfballs nachempfunden. Ausgehend von einem imaginären Abschlagpunkt 20 steigt sie in einem Winkel von etwa 20° am vorderen Ende 14 zunächst über etwa 160 m bis auf 45,6 m über dem Boden 16 an und fällt dann bis zum hinteren Ende 15 über etwa 90 m wieder ab um in einem Winkel von etwa 45° wieder auf den Boden 16 zu treffen.
  • Die Querträger 12 sind jeweils durch insgesamt elf Masten 21 gestützt, deren Fundamente 22 am Boden 16 zwischen 20 und 24 m voneinander entfernt sind. Die Masten 21 sind fächerar tig – zunehmend von den senkrecht stehenden mittleren Masten 23 – aus der Vertikalen 24 in Längsrichtung 25 der Golfübungsanlage 1 geneigt. Die Querträger 12 bestehen jeweils aus geraden Segmenten 26, die sich mit einer Länge von 23,6 m zwischen je zwei benachbarten Masten 21 und mit einer Länge von 19,3 m zum vorderen Ende 14 beziehungsweise 23,56 m zum hinteren Ende 15 erstrecken. Diese Segmente 26 sind in den 1a und 1b, 3 und 4 zugunsten der Sichtbarkeit der andernfalls verdeckten Masten 21 nicht dargestellt.
  • 5 zeigt beispielhaft einen Mast 21. Die Masten 21 sind als ebenes Fachwerk aus Stahlrohr geschweißt und verzinkt und bestehen im Wesentlichen aus zwei Längsträgern 27 und dazwischen diagonal angeordneten Stützstreben 28. Die Masten 21 weisen einen oberen Bereich 29 auf, in dem die Längsträger 27 sich bis auf einen Abstand von 1,35 m einander annähern und können einen unteren Bereich 30 aufweisen, in dem die Längsträger 27 in einem Abstand von 2,60 m parallel verlaufen. Die Längsträger 27 der Masten 21 bestehen im unteren Bereich 30 aus Stahlrohr 355,6 × 25 und im oberen Bereich 29 aus Stahlrohr 244,5 × 16. Die Stützstreben 28 bestehen im unteren Bereich 30 aus Stahlrohr 139,7 × 5 und im oberen Bereich 29 aus Stahlrohr 101,6 × 5. Zusätzlich sind im Abstand von fünf oder sechs diagonal verlaufenden Stützstreben 28 stabilisierende Querstreben 31 aus Stahlrohr mit dem Nennmaß der jeweils benachbarten Stützstreben 28 angeordnet.
  • Am oberen Ende 32 weisen die Masten 21 jeweils einen in Richtung der Spielfläche 4 waagrecht auskragenden 1/2 IPEa 600 Kragarm 33 auf, der durch ein aufgesetztes Tragwerk 34 aus Stahlrohr 60,3 × 5 gestützt wird. An den Kragarmen 33 ist jeweils ein Führungsseil 35 für das Fangnetz 11 angebracht. Das Führungsseil 35 läuft ausgehend von dem Kragarm 33 im Abstand von 1,35 m in Richtung der Spielfläche 4 vor diesem senkrecht zum Boden 16. Im Boden 16 ist ein Köcher 36 ausgebildet, in dem ein an dem Führungsseil 35 angebrachtes Gewicht 37 zur Straffung des Fangnetzes 11 in vertikaler Richtung 24 beweglich ist. Der Köcher 36 weist einen Durchmesser von 1,5 m auf und ist bis in 1,45 m in den Boden 16 versenkt. In derselben Weise ist zusätzlich mittig zwischen je zwei Masten 21 jeweils ein Kragarm 33 mit einem Führungsseil 35 angebracht.
  • Am unteren Ende weist jeder Mast 21 ein Fundament 22 auf, das mittels vier um 3° gegenüber der Vertikalen 24 geneigten Rammpfählen 38 (HEB 300 nach DIN 4026 oder Franki-Pfähle) gesichert ist. Das Fundament 22 weist einen Grundriss von 6 × 3 m auf und ist bis zu einer Tiefe von 2 m im Boden 16 versenkt.
  • Der in 5 dargestellte Mast 21 weist einschließlich des Tragwerks 34 für den Kragarm 33 vom Boden 16 eine Höhe von 44,65 m auf. Oberhalb des Fundaments 22 mit einer Höhe von 0,3 m über dem Boden 16 weist der untere Bereich 30 eine Länge von 26 m, zehn diagonal verlaufende Stützstreben 28 und drei zusätzlich stabilisierende Querstreben 31 auf. Der obere Bereich 29 weist auf einer Länge von 17,3 m neun diagonal verlaufende Stützstreben 28 und eine zusätzlich stabilisierende Querstrebe 31 auf.
  • Zwischen die Masten 21 werden die als räumliches Fachwerk aufgebauten Segmente 26 der Querträger 12 eingehängt. Ein Segment 26 ist beispielhaft in den 6a, b und c gezeigt. In dem Querträger 12 bilden zwei obere Längsträger 39 und ein zu diesen parallel verlaufender unterer Längsträger 40 ein in Richtung des Bodens 16 spitzwinklig dreieckiges Profil 41, das an den Seiten 42 durch treppenförmig diagonal verlaufende seitliche Stützstreben 43, oben durch quer verlaufende obere Querstreben 44 und zusätzlich zwischen diesen durch sich diagonal überkreuzende obere Stützstreben 45 stabilisiert wird. Die Längsträger 39, 40 der Segmente 26 bestehen aus Stahlrohr 177,8 × 6,3, die seitlichen Stützstreben 43 aus Stahlrohr 159 × 10, die oberen Querstreben 44 und die oberen Stützstreben 45 aus Stahlrohr 60,3 × 3,2. Etwa 2 m oberhalb des unteren Längsträgers 40 ist parallel zu diesem verlaufend in dem Profil 41 des Querträgers 12 ein IPE 160 Wartungssteg 46 angeordnet.
  • Das beispielhaft gezeigte Segment 26 ist etwa 5 m hoch, 23,6 m lang und 1,35 m breit. Es weist auf jeder Seite vier diagonal verlaufende seitliche Stützstreben 43, sechs obere Querstreben 44 und 16 diagonal verlaufende obere Stützstreben 45 auf.
  • Bei der Montage der Tragkonstruktionen 10 werden zunächst die Masten 21 auf ihren Fundamenten 22 aufgestellt und mittels zweier M36 Hänger 47, wie sie in den 7a und 7b gezeigt sind, in der jeweils gewünschten, geneigten Position stabilisiert. Die Hänger 47 verlaufen im Bogen etwa parallel zu der späteren Oberkante 13 der Fangnetze 11 und sind mit ihren Enden 48 am Boden 16 in den Fundamenten 22 der Masten 21 verankert. An den Masten 21 sind die Hänger 47 mittels eines Stützwerks 49 aus fünf Streben 50 aus Stahlrohr 60,3 × 5 an beiden Längsträgern 27 befestigt.
  • Die Hänger 47 sind in der fertig montierten Tragkonstruktion 10 zwischen den Stützwerken 49 an den Masten 21 verspannt und verhindern ein Verdrehen der Masten 21 um ihre Längsachse. Die Masten 21 werden so in ihrer 90°-Stellung zu den Fangnetzen 11 stabilisiert.
  • 8 zeigt schematisch im Schnitt die Befestigung des Fangnetzes 11 an den Führungsseilen 35. Mit dem Führungsseil 35 sind zwei sich gegenüber liegende kreuzförmige und in Richtung des Führungsseiles 35 segmentierte Führungsschienen 51 derart verschraubt, dass jeweils zwei innere Schenkel 52 an dem Führungsseil 35 anliegen und zwei äußere Schenkel 53 von dem Führungsseil 35 abstehen. An den äußeren Schenkeln 53 sind zwei zueinander im rechten Winkel angeordnete Führungsflächen 54 ausgebildet, auf denen mit einem Segment 55 des Fangnetzes 11 verbundene Rollenkörper 56 in Richtung des Führungsseiles 35 abrollen.
  • Die Segmente 55 des Fangnetzes 11 erstrecken sich jeweils zwischen der Oberkante 13 der Tragkonstruktion 10, dem Boden 16 und den in vertikaler Richtung 24 verlaufenden Führungsseilen 35. Das Fangnetz 11 weist Brandschutzqualität B2, an zwei Segmenten 57 Brandschutzqualität B1 auf. Neben und vor dem Abschlaggebäude 2 ist kein Fangnetz 11 angebracht. Um zu Wartungszwecken und im Notfall – beispielsweise zur Brandbekämpfung – die Begehung der Spielfläche 4 von außen zu ermöglichen, ist das Fangnetz 11 mit drei je 2 m hohen und 1,25 m breiten Durchgängen 58 versehen.
  • Jenseits der Fangnetze 11 ist die Golfübungsanlage 1 von einer etwa 6 m breiten Grünfläche 59 umsäumt, an die sich die um die Golfübungsanlage 1 verlaufende Feuerwehrzufahrt und ein etwa 2,5 m hoher, die gesamte Anlage einschließlich der Grünfläche 59 sowie weiterer Wirtschafts-, Ver- und Entsorgungs-, Park- und Grünflächen umschließender Zaun anschließt. Die Feuerwehrzufahrt, die anschließenden der Anlage zugeordneten Flächen und der umgebende Zaun sind nicht dargestellt.
  • In den Figuren sind
  • 1
    Golfübungsanlage
    2
    Abschlaggebäude
    3
    Rasenspielfläche
    4
    Spielfläche
    5
    Wasserfläche
    6
    Green
    7
    Flagge
    8
    Sandbunker
    9
    Höhenlinie
    10
    Tragkonstruktion
    11
    Fangnetz
    12
    Querträger
    13
    Oberkante
    14
    vorderes Ende
    15
    hinteres Ende
    16
    Boden
    17
    Eingangsbereich
    18
    Fangnetz
    19
    letzter Mast
    20
    imaginärer Abschlagpunkt
    21
    Mast
    22
    Fundament
    23
    mittlerer Mast
    24
    Vertikale
    25
    Längsrichtung
    26
    Segment
    27
    Längsträger
    28
    Stützstrebe
    29
    oberer Bereich
    30
    unterer Bereich
    31
    Querstrebe
    32
    oberes Ende
    33
    Kragarm
    34
    Tragwerk
    35
    Führungsseil
    36
    Köcher
    37
    Gewicht
    38
    Rammpfahl
    39
    oberer Längsträger
    40
    unterer Längsträger
    41
    Profil
    42
    Seite
    43
    seitliche Stützstrebe
    44
    obere Querstrebe
    45
    obere Stützstrebe
    46
    Wartungssteg
    47
    Hänger
    48
    Ende
    49
    Stützwerk
    50
    Strebe
    51
    Führungsschiene
    52
    innerer Schenkel
    53
    äußerer Schenkel
    54
    Führungsfläche
    55
    Segment des Fangnetzes
    56
    Rollenkörper
    57
    Segment (B1)
    58
    Durchgang
    59
    Grünfläche

Claims (8)

  1. Tragkonstruktion (10) für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz (11), das eine Spielfläche (4) einer Golfübungsanlage (1) seitlich begrenzt, in die aus einem Abschlaggebäude (2) Golfbälle spielbar sind, gekennzeichnet durch eine konvex gekrümmte Oberkante (13) und einen entlang der Oberkante (13) verlaufenden, mit beiden Enden (14, 15) im Boden (16) verankerten Querträger (12).
  2. Tragkonstruktion (10) nach dem vorgenannten Anspruch, gekennzeichnet durch fächerförmig verlaufende Masten (21).
  3. Tragkonstruktion (10) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (12) aus Segmenten (26) besteht, die sich jeweils zwischen zwei benachbarten Masten (21) erstrecken.
  4. Tragkonstruktion (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Fachwerkelemente.
  5. Tragkonstruktion (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Kragarme (33), die in Richtung der Spielfläche (4) auskragen, Führungsseile (35), die an den Kragarmen (33) befestigt sind und senkrecht nach unten verlaufen, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Führungsseilen (35) ein Segment (55) des Fangnetzes (11) führbar ist, und Führungsschienen (51), die mit den Führungsseilen (35) fest verbunden sind, wobei an dem geführten Segment (55) des Fangnetzes (11) befestigte Rollenkörper (56) auf den Führungsschienen (51) abrollen.
  6. Tragkonstruktion (10) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (51) die offene Kante des in ihr geführten Segmentes (55) des Fangnetzes (11) verdeckt.
  7. Tragkonstruktion (10) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (51) zwei gegen einander geneigte Führungsflächen (54) aufweist, auf denen an dem geführten Segment (55) des Fangnetzes (11) befestigte Rollenkörper (56) abrollen.
  8. Tragkonstruktion (10) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (51) in axialer Richtung segmentiert sind.
DE10259207A 2002-12-17 2002-12-17 Tragkonstruktion für ein vertikal aufgehängtes Fangnetz Withdrawn DE10259207A1 (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1543401A (en) * 1922-03-02 1925-06-23 Joseph A Steinmetz Golf-practice apparatus
DE3909467A1 (de) * 1989-03-22 1990-09-27 Publicgolf Gmbh Sport Und Frei Golfanlage
WO1998001190A1 (en) * 1996-07-09 1998-01-15 Clark Davis Golf driving range
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