-
Die Erfindung betrifft eine Schellenmontagezange
mit einem Zangenblockiersystem zur manuellen Erzeugung einer definierten
Mindestmontagekraft durch Einnahme einer vorgegebenen Zangenspannstellung,
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
-
Schellenmontagezangen der eingangs
genannten Art sind bekannt. Beispielsweise zeigen die 1 und 2 eine zum Stand der Technik zu zählende Schlauchschellenmontagezange,
deren konstruktiver Aufbau und Funktionsweise in der Figurenbeschreibung
angegeben ist.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine
Schellenmontagezange der eingangs genannten Art zu schaffen, die
ein handhabungsfreundliches und sicheres Montieren von Schellen
erlaubt.
-
Zur Lösung der Aufgabe ist eine Schellenmontagezange
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgesehen. Die erfindungsgemäße Schellenmontagezange
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zangenblockiersystem einen
die Zangenspannbewegung begrenzenden Anschlag aufweist. Der Anschlag
dient dazu, eine Zangenspannbewegung der sich in einer entsprechenden
Zangenspannstellung befindenden Schellenmontagezange zu verhindern, sodass
die Schellenmontagezange nach automatischem Einrasten des Zangenblockiersystems
in der entsprechenden Zangenspannstellung nicht versehentlich überdrückt beziehungsweise überspannt werden
kann. Hierbei wird unter „Überdrücken" oder unter „Überspannen" eine Spannbewegung
der Schellenmontagezange verstanden, mittels welcher die zulässige Schellenmontagekraft überschritten wird.
Somit wird bei einer korrekten Schellenmontage das Aufbringen einer
definierten Mindestmontagekraft durch Einnahme der vorgegebenen
Zangenspannstellung aufgrund des aktivierten Zangenblockiersystems
gewährleistet
und gleichzeitig die Überschreitung
einer Maximalmontagekraft zuverlässig verhindert,
welche zu einer unkorrekten Schellenmontageführen kann. Es ist nun eine
handhabungsfreundliche und sichere Schellenmontage mittels der erfindungsgemäßen Schellenmontagezange
möglich.
-
Mit Vorteil ist das Zangenblockiersystem
als Rastsystem ausgebildet. Ein Rastsystem eignet sich besonders
zum automatisierten Schließen
des Zangenblockiersystems, wenn die Schellenmontage die vorgegebene
Zangenspannstellung einnimmt, und zur anschließenden, insbesondere manuellen
Entriegelung desselben Zangenblockiersystems, um die Schellenmontagezange
wieder in eine entspannte Grundposition bringen zu können.
-
Der Anschlag ist vorzugsweise Teil
einer Rastvertiefung. Ein derartiger Anschlag ist fertigungstechnisch
relativ einfach herstellbar und kann bei geeignet ausgebildeter
Rastvertiefung automatisch und spielfrei bei eingerastetem Zangenblockiersystem
in der vorgegebenen Zangenspannstellung zur Wirkung kommen.
-
Die Rastvertiefung ist vorteilhaft
als U-förmige
Aufnahme ausgebildet. Dabei dient die U-förmige Aufnahme zur Herstellung
einer Rastverbindung mit einem Rastelement. Aufgrund der U-Form
ist eine manuelle Entriegelung des Zangenblockiersystems relativ
einfach beispielsweise mittels einer Schwenkbewegung realisierbar.
-
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Rastvertiefung an einem mittels einer Federkraft in der
Zangenspannstellung eine Einrastbewegung begünstigenden Rasthebel ausgebildet.
Somit erfolgt die Einrastbewegung des Rasthebels in die Rastvertiefung
automatisiert bei Einnahme der vorgegebenen Zangenspannstellung.
Dies ermöglicht
eine handhabungsfreundliche Betätigung der
Schellenmontagezange, insbesondere auch bei einer verhältnismäßig schwer
zugänglichen
Schellenmontagestelle.
-
Mit Vorteil ist der Rasthebel ein
an einem Zangenarm gegen die Federkraft drehbewegbarer und manuell
entrastbarer Schwenkhebel und weist der andere Zangenarm einen nach
außen
vorstehenden Rastzapfen auf. Eine derartige Schellenmontagezange
ist kompakt ausgebildet und kann handhabungsfreundlich zu einer
korrekten Schellenmontage betätigt
werden.
-
In Weiterbildung der Erfindung ist
in Spannbewegungsrichtung eine nachgeschaltetes, zweites Zangenblockiersystem
zur manuellen Erzeugung einer definierten, zweiten Mindestmontagekraft
durch Einnahme einer vorgegebenen, zweiten Zangenspannstellung vorgesehen.
Eine Schellenmontagezange dieser Art eignet sich zur Montage von
verschiedenen Schellenausführungen
beziehungsweise -größen. Da
das erste Zangenblockiersystem mit dem die Zangenspannbewegung begrenzenden
Anschlag versehen ist, kann ein unerwünschtes Bewegen der Schellenmontagezange
von der ersten Zangenspannstellung in die zweite Zangenspannstellung zuverlässig verhindert
werden. Dies ist insbesondere für
Schellenmontageaufgaben bei erschwerter Zugänglichkeit von Bedeutung. Zum
Bewegen der Schellenmontagezange in die zweite Zangenspannstellung
muss der Schwenkhebel in der vorgegebenen ersten Zangenspannstellung
zuerst vorzugsweise manuell entriegelt werden, sodass der Schwenkhebel
nicht mehr am Anschlag anliegt, sondern eine freie Spannbewegung
der Schellenmontagzangen in die vorgegebene zweite Zangenspannstellung
ermöglicht.
Gegebenenfalls kann die vorgegebene zweie Zangenspannstellung eine
Maximalhandhabungsstelle sein, sodass eine Überbeanspruchung der Schellenmontagezange
in der zweien Zangenspannstellung nicht möglich ist. Dabei kann die Maximalhandhabungsstellung
der Schellenmontagezange beispielsweise durch die Betriebsstellung des
Zangenkopfs o der auch durch einen entsprechenden zusätzlichen
Anschlag im zweiten Zangenblockiersystem beziehungsweise dessen
Rastvertiefung festgelegt sein. Somit kann das zweite Zangenblockiersystem
eine Rastvertiefung aufweisen, die ebenfalls an dem mittels der
Federkraft in der zweiten Zangenspannstellung eine Einrastbewegung
begünstigenden
Rasthebel ausgebildet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel dient somit
der Rasthebel zur sicheren und handhabungsfreundlichen Einnahme
von mehreren Zangenspannstellungen.
-
Die Schellenmontagezange kann beispielsweise
als Schlauchschellenmontagezange insbesondere zur Anbringung einer
Schlauchschelle an einem Kraftfahrzeug ausgebildet sein. Dabei ist
es insbesondere bei der Anbringung von Schlauchschellen von Bedeutung,
dass einerseits eine definierte Mindestmontagekraft mittels der
Schellenmontagezange aufgebracht wird und andererseits ein gegebenenfalls
den zu befestigenden Schlauch beschädigendes Überdrücken beziehungsweise Überspannen
derselben Schellenmontagezange verhindert wird.
-
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der Beschreibung.
-
Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf eine schematische Zeichnung näher erläutert.
-
Dabei zeigen:
-
1 eine
schematische Draufsicht auf eine traditionelle Schellenmontagezange
gemäß dem Stand
der Technik;
-
2 eine
schematische Detailansicht der traditionellen Schellenmontagezange
der 1;
-
3 eine
schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Schellenmontagezange und
-
4 eine
schematische Detailansicht der erfindungsgemäßen Schellenmontagezange der 3.
-
Die 1 und 2 zeigen eine zum Stand der Technik
zu zählende
Schellenmontagezange 11, die zur Anbringung einer jeweiligen
Schlauchschelle an einem Kraftfahrzeug dient. Die bekannte Schellenmontagezange 11 gemäß den 1 und 2 enthält zwei gelenkartig um eine
Drehachse 38 entsprechend den Pfeilen 26, 27 zum
Schließen
der Schellenmontagezange 11 bewegbare Zangenarme 20, 22.
Der Zangenarm 20 ist mit einem Rasthebel 18 versehen,
der um eine Achse 40 entsprechend Pfeil 42 gegen
eine federelastische Rückstellkraft
bewegbar am Zangenarm 20 angelenkt ist. Der Rasthebel 18 ist
mit einem ersten Zangenblockiersystem 12 und mit einem
zweiten Zangenblockiersystem 28 mit einer Rastevertiefung 16 beziehungsweise 30 versehen.
Die Rastvertiefungen 16, 30 dienen bei entsprechender
Zangenspannstellung zur Herstellung einer Rastverbindung mit einem
Rastzapfen 24, der am Zangenarm 22 geeignet nach
außen
vorsteht. Dabei dienen die zwei Rastvertiefungen 16, 30 zur
Befestigung zweier zueinander unterschiedlicher Schellenausführungen
beziehungsweise -größen mittels
des Zangenkopfs 36. Zur Entriegelung des sich in der Rastvertiefung 30 befindenden
Rastzapfens 24 kann der Rasthebel 18 manuell mittels
Betätigung
eines Hebels 34 gemäß Pfeil 42 gegen
die federelastische Rückstellkraft
bewegt werden, sodass die Schellenmontagezange 11 aus ihrer
zweiten Zangenspannstellung problemlos in eine Entspannungsstellung
zurück
bewegt werden kann.
-
Im Unterschied zu der traditionellen,
aus dem Stand der Technik bekannten Schellenmontagezange 11 gemäß den 1 und 2 ist in den 3 und 4 eine erfindungsgemäße Schellenmontagezange 10 dargestellt.
Die erfindungsgemäße Schellenmontagezange 10 entsprechend
den 3 und 4 weist ebenfalls einen Rasthebel 18 auf,
dessen erstes Zangenblockiersystem 12 eine als U-förmig ausgebildete
Rastvertiefung 16 enthält.
Dabei ist in der Rastvertiefung 16 nun erfindungsgemäß ein die
Zangenspannbewegung entsprechend den Pfeilen 26, 27 begrenzender
Anschlag 14 vorgesehen. Somit unterscheidet sich die erfindungsgemäße Schellenmontagezange 10 gemäß den 3 und 4 von der traditionellen Schellenmontagezange 11 der 1 und 2 durch den zusätzlichen Anschlag 14,
mittels welchem ein unerwünschtes Überdrücken beziehungsweise Überspannen
der Schellenmontagezange 10 in der vorgegebenen ersten
Zangenspannstellung verhindert wird.
-
Die Funktionsweise der Schellenmontagezange 10 gemäß in 3 und 4 ist derart, dass selbige manuell an
ihren Griffen 32 aus der dargestellten entspannten Ausgangsposition
gemäß den Pfeilen 26, 27 derart
gespannt wird, dass die Ratvertiefung 16 des Zangenblockiersystems 12 mit
dem Rastzapfen 24 eine Rastverbindung bildet. Hierzu wird
der Rasthebel 18 an seiner Stirnkante mit dem Rastzapfen 24 in
Anlagenkontakt gebracht, sodass aufgrund der weiteren Zangenarmbewegung
um die Achse 38 eine Drehbewegung des Rasthebels 18 um die
Achse 40 gemäß Pfeil 42 entgegen
der federelastischen Rückstellkraft
erzeugt wird. Wenn die Schellenmontagezangen 10 beziehungsweise
die Zangenarme 20, 22 die vorgegebene erste Zangenspannstellung
erreichen, rastet der Rastzapfen 24 selbständig in
die U-förmige
Rastvertiefung 16, wobei der Anschlag 14 nun sicher
verhindert, dass die Zangenarme 20, 22 weiter
gemäß den Pfeilen 26, 27 aufeinander
zu bewegt werden können.
Diese erste vorgegebene Zangenspannstellung dient zur Montage einer
ersten Schellenausführung.
-
Um zur Montage einer zweiten Schellenausführung das
zweite Zangenblockiersystem 28 wirksam werden lassen, muss
das erste Zangenblockiersystem 12, bestehend aus Rastzapfen 24 und
Rastvertiefung 16, zunächst
entrastet werden. Dies erfolgt mittels Betätigung des Hebels 34 entgegen
die federelastische Rückstellkraft,
sodass der Rasthebel 18 gemäß Pfeil 42 solange
um die Achse 40 geschwenkt wird, bis der Anschlag 14 nicht
mehr mit dem Rastzapfen 24 in Anlagekontakt steht und somit eine
freie Spannbewegung der Zangenarme 20, 22 gemäß den Pfeilen 26, 27 möglich ist.
Vor Erreichen der zweiten, vorgegebenen Zangenspannstellung kann
der Hebel 34 losgelassen werden, sodass aufgrund der wirkenden
federelastischen Rückstellkraft der
Rasthebel 18 entgegengesetzt zum Pfeil 42 selbständig zurückschwenken
kann zur Ausbildung einer neuen Rastverbindung zwischen der Rastvertiefung 30 und
dem Rastzapfen 24 in der zweiten, vorgegebenen Zangenspannstellung.
-
Die erfindungsgemäße Schellenmontagezange 10 kann
besonders vorteilhaft als Schlauchschellenmontagezange, insbesondere
zur Anbringung einer Schlauchschelle an einem Kraftfahrzeug eingesetzt
werden. Dank des nun vorgesehenen Anschlags 14 ist eine
handhabungsfreundliche und stets korrekte Schellenmontage mittels
der Schellenmontagezange 11 möglich.