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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Stromschienensystem, und insbesondere auf eine Verbindungsmuffe
für ein
solches Stromschienensystem.
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Stromschienensysteme für Stromabnehmer von
Kranen und dergleichen, wie in einer Halle oder auf Lagerflächen, können eine
große
Länge aufweisen,
zum Beispiel etwa 60 Meter. Diese Länge wird mit einer Reihe aufeinanderfolgender
Profile realisiert. An einem Ende ist ein erstes Schienenprofil ortsfest
befestigt und die folgenden Profile sind frei verschiebbar in Bügeln aufgehängt.
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Die Profile sind aus Kunststoff und
in der Regel durch Extrusion gebildet. Bei der Montage eines Stromschienensystems
werden zuerst die Kunststoffprofile montiert. Die Kunststoffprofile
werden durch Verbindungsmuffen miteinander verbunden. Darauf werden
Stromleiter, zum Beispiel Kupferstreifen, über die ganze Länge in das
Stromschienensystem gezogen. Bei jeder Verbindung können die
Profile gegeneinander angeordnet und miteinander durch Verbindungsmuffen
verbunden werden.
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Bei Temperaturunterschieden dehnen
sich die Kunststoffprofile mehr als die Kupferstreifen aus. Die
Kunststoffprofile können
ab dem festen Punkt durch die Aufhängepunkte gleiten. Die Kupferstreifen können ab
dem festen Punkt durch die Kunststoffprofile gleiten. Es ist wichtig,
daß die
Kunststoffprofile in Längsrichtung
fest miteinander verbunden werden wegen der großen Zugkräfte, die zwischen diesen Kunststoffprofilen
auftreten können.
Deshalb werden metallene Verbindungsmuffen angewandt. Diese metallenen
Verbindungsmuffen sind jedoch nicht montagefreundlich und manchmal
findet über
die metallene Muffe ein Kurzschluß statt.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung hierin Verbesserung zu bringen.
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In einer Zielrichtung stellt die
Erfindung hierzu ein Stromschienensystem für einen Stromabnehmer bereit,
umfassend zumindest zwei angrenzende Kunststoffprofile, die im wesentlichen
U-förmig
sind, und eine U-förmige
Verbindungsmuffe, die über
Endabschnitte beider Kunststoffprofile reicht, wobei die Verbindungsmuffe
an einer Innenseite zumindest einen Streifen aus hartem Material
umfaßt,
welcher mit Mitteln zum Einschneiden in die Kunststoffprofile zum Verankern
des Streifens an den Kunststoffprofilen versehen ist.
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Hierdurch wird eine kräftige Verankerung zwischen
den Kunststoffprofilen, unabhängig
vom Material der Verbindungsmuffen, erhalten. Die Gefahr eines Kurzschlusses
wird stark verkleinert.
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In einer Ausführungsform des Stromschienensystems
gemäß der Erfindung
umfaßt
die Verbindungsmuffe einen ersten Streifen zum Verankern an einem
ersten Kunststoffprofil, einen zweiten Streifen zum Verankern eines
zweiten Kunststoffprofiles, und Mittel zum Koppeln des ersten und
zweiten Streifens in Längsrichtung
des Stromschienensystems.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
des Stromschienensystems gemäß der Erfindung
reicht der Streifen über
die Endabschnitte beider Profile zum Verankern beider Kunststoffprofile
an dem Streifen. Wenn der Streifen über die Endabschnitte beider Profile
zum Verankern beider Kunststoffprofile an dem Streifen reicht, brauchen
die Kräfte
nicht durch die Verbindungsmuffe aufgefangen zu werden. Die großen Kräfte zwischen
den Profilen durch thermische Ausdehnung oder Schrumpfung, zum Beispiel bis
etwa 800 N, werden dann durch den Streifen statt durch die Wände der
Verbin dungsmuffe getragen. Hierdurch braucht die Verbindungsmuffe
weniger schwer ausgeführt
zu werden und die Konstruktion der Verbindungsmuffe kann einfacher
sein.
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Vorzugsweise umfaßt das harte Material ein Metall
oder eine Metallegierung. Diese Art hartes Material ist für sowohl
das Einschneiden in den Kunststoff der Kunststoffprofile wie das
Auffangen der Kräfte,
die in Längsrichtung
des Stromschienensystem auftreten können, geeignet.
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Vorzugweise umfassen die Mittel zum
Einschneiden Zähne,
welche vorzugsweise entlang des Randes des Streifens angeordnet
sind. Die Zähne werden
zum Beispiel durch scharfe, aus dem Streifen stehende Rändchen gebildet.
Der Streifen ist derartig an der Verbindungsmuffe angeordnet, daß die Zähne in Richtung
auf die Kunststoffprofile ausstecken.
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In einer Ausführungsform sind die Zähne in Längsrichtung
des Stromschienensystems, auf die Mitte der Verbindungsmuffe gerichtet.
Diese Ausführungsform
ist besonders günstig
für das
Aufnehmen von Zugkräften
auf die Verbindungsmuffe durch das Schrumpfen der Kunststoffprofile,
weil die Zähne
entgegengesetzt den Zugkräften
der Kunststoffprofile gerichtet sind.
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Die großen Kräfte durch thermische Ausdehnung
oder Schrumpfung der Kunststoffprofile sind hauptsächlich in
Längsrichtung
des Stromschienensystems gelegen. Für das Aufnehmen dieser Kräfte durch
die Verbindungsmuffe umfaßt
die Verbindungsmuffe vorzugsweise Mittel zum Einschließen des
Streifens in Längsrichtung
des Stromschienensystems.
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Falls diese großen Kräfte durch den Streifen aufgefangen
werden, dienen die Mittel zum Einschließen des Metallstreifens, wie
hieroben umschrieben, hauptsächlich
zum an der Stelle Halten der Verbindungsmuffe.
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Vorzugsweise ist der Streifen nahe
seinen Enden mit einer Aussparung versehen, die mit Querrändern an
der Innenseite der Verbindungsmuffe zusammenwirkt, zum Einschließen des
Streifens in der Verbindungsmuffe. Hierdurch kann der Streifen auf eine
einfache Weise in der Verbindungsmuffe angeordnet werden.
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In einer Ausführungsform ist die Verbindungsmuffe
an dem Ende der Schenkel der U-Form mit einem umgesetzen Rand zum
Umgreifen eines Längsrandes
der Kunststoffprofile versehen, und der Streifen ist vorzugsweise
innerhalb des umgesetzten Randes angeordnet. Es hat dabei den Vorzug,
daß der
Streifen einen U-förmigen
Querdurchschnitt hat, wobei die Schenkel der U-Form einen Aufnahmeraum
für den
Längsrand
der Kunststoffprofile bestimmen, und wobei die Mittel zum Einschneiden
auf den Aufnahmeraum gerichtet sind. Die Mittel zum Einschneiden
und Verankerung greifen an den Längsrändern der
Kunststoffprofile an, statt an den Wänden der Kunststoffprofile.
Die Gefahr eines Kurzschlusses wird mit dieser Ausführungsform
noch weiter verkleinert.
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Es ist weiter vorteilhaft, daß die Verbindungsmuffe
hauptsächlich
aus einem isolierenden Material, vorzugsweise aus Kunststoff, hergestellt
ist. Hierdurch wird ein möglicher
Kurzschluß über die
Verbindungsmuffe weiter vermieden.
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In einer Ausführungsform des Stromschienensystems
gemäß der Erfindung
besteht die Verbindungsmuffe aus zwei zusammenschnappenden Längsteilen,
jedes mit einem Streifen versehen. Beide Längsteile der Verbindungsmuffe
sind durch die Schnappverbindung der Verbindungsmuffe leicht zu installieren,
was das Anordnen der Verbindungsmuffe beträchtlich vereinfacht.
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In einer weiteren Zielrichtung stellt
die Erfindung eine Verbindungsmuffe bereit, die über Endabschnitte von im wesentlichen
U-förmigen
Kunststoff profilen eines Stromschienensystems zum Verbinden der
Endabschnitte von zwei angrenzenden Kunststoffprofilen des Stromschienensystems
passt, wobei die Verbindungsmuffe an einer Innenseite einen Streifen
aus hartem Material umfaßt,
welcher mit Mitteln zum Einschneiden in die Kunststoffprofile und Verankern
der Verbindungsmuffe an den Kunststoffprofilen, beim Montieren der
Verbindungsmuffe, versehen ist.
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Die Erfindung stellt weiter einen
Streifen bereit, der mit Mitteln zum Einschneiden in ein Kunststoffprofil,
offenbar geeignet und bestimmt für
ein Stromschienensystem gemäß der Erfindung,
versehen ist.
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Die Erfindung stellt weiter eine
Verbindungsmuffe bereit, offenbar geeignet und bestimmt für ein Stromschienensystem
gemäß der Erfindung.
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Die Erfindung wird an Hand einer
in den beigefügten
Zeichnungen wiedergegebenen beispielhaften Ausführungsform erläutert werden.
Gezeigt wird in:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Stromschienensystems gemäß der Erfindung;
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2 eine
vergrößerte Teilansicht
von 1, besonders eine
Verbindungsmuffe des Stromschienensystems;
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3 die
vergrößerte Teilansicht
von 2 in auseinandergenommenem
Zustand, worin eines der Profile und eines der Teile der Verbindungsmuffe weggelassen
sind;
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4 eine
perspektivische Ansicht eines ersten Teils einer Verbindungsmuffe
für das
Stromschienensystem gemäß 1;
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5 eine
Endansicht des ersten Teils der Verbindungsmuffe von 4;
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6A, 6B das Anordnen eines Metallstreifens
mit einem gezahnten Rand im ersten Teil der Verbindungsmuffe gemäß 4 und 5 versehen;
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7A und 7B eine perspektivische Ansicht eines
Metallstreifens geeignet und bestimmt für ein Stromschienensystem gemäß der Erfindung,
und
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8 eine
Endansicht des Metallstreifens von 7A und 7B.
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In 1 sind
zwei Schienenprofile, 2a, 2b, wiedergegeben, die
zum Beispiel durch Extrusion aus zum Beispiel PVC hergestellt sind.
Wie in 3 zu sehen ist,
sind diese Profile im wesentlichen U-förmig, mit einem Innenraum,
wodurchhin ein Stromabnehmer (nicht wiedergegeben) verschoben werden kann,
wobei die Öffnung 21 an
der Unterseite zum Durchlassen der Verbindungsteile zwischen dem Stromabnehmer
und dem Netzkabel für
den damit verbundenen Kran oder dergleichen dient. An dem Innenumfang
ist das Profil 2a, 2b mit umgesetzten Streifen 22 versehen,
die Aufnahmeräume 23 für Kupferstreifen
bestimmen. An beiden Seiten des Durchganges 21 sind in
nach innen umgeschlagenen Teilen des Profiles 2a, 2b Aufnahmeräume 24 gebildet,
worin ein flexibeler Dichtstreifen (nicht wiedergegeben) befestigt
werden kann. Hiermit wird auf an sich bekannte Weise Staub und dergleichen
mehr aus dem Innenraum des Profiles 2a, 2b gehalten. Weiter
sind an der Unterseite des Profiles 2a, 2b an beiden
Seiten des Durchganges 21, Längsränder 25 gebildet.
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Die zwei Schienenprofile in 1 sind durch eine Verbindungsmuffe 3 miteinander
verbunden. Diese Verbindungsmuffe is vergrößert in 2 wiedergegeben und besteht aus zwei
identischen Teilen 3a und 3b. An der Oberseite
der Verbindungsmuffe 3 sind die Teile 3a, 3b durch
Flansche 31a, 31b, die jeder nahe dem einen Ende
mit Schnapplippen 32a, 32b versehen sind, und
nahe dem anderen Ende mit einer Schnapphülse 33a, 33b versehen
sind, miteinander verbunden. Bei der Montage der Verbin dungsmuffe 3 wird
die Schnapplippe 32a (oder 32b) des einen Verbindungsmuffeteils 3a (oder 3b)
eine Schnappverbindung mit der Schnapphülse 33b (oder 33a)
des anderen Verbindungsmuffeteils 3b (oder 3a),
und umgekehrt, bilden.
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An der Unterseite sind die Verbindungsmuffeteile 3a, 3b mit
einem umgesetzten Rand 34a, 34b zum Umgreifen
des Längsrandes 25 an
der Unterseite der Schienenprofile 2a versehen.
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3 zeigt
weiter, daß innerhalb
des umgesetzten Randes 34a ein Metallstreifen 41 angeordnet ist.
Eine perspektivische Ansicht dieses Metallstreifens 41 wird
in den 7A und 7B gezeigt. Wie in 7A zu sehen ist, hat der
Metallstreifen 41 einen U-förmigen Querschnitt, wobei die
Schenkel 42, 43 der U-Form einen Aufnahmeraum 44 für den Längsrand 25 der
Kunststoffprofile 2 bestimmen.
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7A, 7B zeigen weiter, daß die Schenkel 42, 43 des
Metallstreifens gezahnte Ränder
bilden. In dieser Beispielsausführungsform
umfaßt
der Metallstreifen 41 eine doppelte erste Gruppe 45 von
Zähnen 49 an
der linken Hälfte
des Metallstreifens, wie in 7A, 7B gezeigt, angeordnet, und
eine doppelte zweite Gruppe 46 von Zähnen 49 an der rechten Hälfte des
Metallstreifens, wie in 7A, 7B gezeigt, angeordnet. Die
Zähne 49 der
ersten Gruppe 45 und die Zähne 49 der zweiten
Gruppe 46 sind auf die Mitte 47 des Metallstreifens
gerichtet. Hierdurch ist der Metallstreifen 41 äußerst geeignet,
um in zwei angrenzende Endabschnitte der Kunststoffprofile 2a, 2b einzugreifen.
Die Zähne 49 der
ersten Gruppe dienen dabei zum Verankern eines ersten Kunststoffprofiles 2a,
wie in 3 gezeigt. Die
zweite Gruppe 46 von Zähnen 49 verankert
dann ein zweites Kunststoffprofil 2b, das an dem ersten
Kunststoffprofil 2a anschließt. Die Endabschnitte der zwei
angrenzenden Kunststoffprofile 2a, 2b schließen nahe
der Mitte 47 des Metallstreifens 41 aneinander
an.
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Wie in den 6A und 6B gezeigt,
wird der Metallstreifen 41 in dem umgesetzten Rand 34a eines
ersten Verbindungsmuffeteils 3a angeordnet. Um den Metallstreifen 41 in
eine Längsrichtung
A der Verbindungsmuffe 3 einzuschließen, ist der Metallstreifen 41 nahe
seinen Enden mit einer Einkerbung 48 versehen. Die Einkerbungen 48 wirken
mit Querrändern 35 an
der Innenseite der Verbindungsmuffe 3 zusammen zum Einschließen des
Metallstreifens 41 in der Längsrichtung A der Verbindungsmuffe 3. Sowohl
das erste Teil 3a wie das zweite Teil 3b der Verbindungsmuffe 3 können mit
einem Metallstreifen 41 versehen sein.