DE10255035A1 - Vorrichtung zum Herstellen eines gesponnenen Fadens - Google Patents
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Herstellen eines gesponnenen Fadens aus einem Stapelfaserverband enthält einen eine Auslassöffnung aufweisenden Zuführkanal zum Zuführen des Stapelfaserverbandes und einen eine Einlassöffnung aufweisenden Fadenabzugskanal. Zum Erzeugen einer Wirbelströmung um die Einlassöffnung des Fadenabzugskanals ist eine Fluideinrichtung mit Strahldüsenöffnungen vorgesehen. Ein Fluidablasskanal umgibt den Fadenabzugskanal im Wesentlichen ringförmig. Weiterhin ist eine der Auslassöffnung des Zuführkanals nachgeordnete, eine Faserführungsfläche enthaltende, im Bereich der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals angeordnete Drallsperre vorgesehen. Erfindungsgemäß weist der Fluidablasskanal in unmittelbarer Nähe der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals eine Querschnittsverengung auf, die eine im Wesentlichen ringförmige Fluiddurchlassöffnung bildet, welche sich näher an der Achse des Fadenabzugskanals befindet als die Strahldüsenöffnungen.
Description
- Die Endung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen eines gesponnenen Fadens aus einem Stapelfaserverband, mit einem eine Auslassöffnung aufweisenden Zuführkanal zum Zuführen des Stapelfaserverbandes, mit einem eine Einlassöffnung aufweisenden Fadenabzugskanal, mit einer Strahldüsenöffnungen aufweisenden Fluideinrichtung zum Erzeugen einer Wirbelströmung um die Einlassöffnung des Fadenabzugskanals, mit einem den Fadenabzugskanal im Wesentlichen ringförmig umgebenden Fluidablasskanal sowie mit einer der Auslassöffnung des Zuführkanals nachgeordneten, eine Faserführungsfläche enthaltenden, im Bereich der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals angeordneten Drallsperre.
- Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die WO 02/24993 A2 Stand der Technik. Bei dieser Vorrichtung wird ein von einem Streckwerk oder einem anderen Verzugsaggregat kommender Stapelfaserverband durch einen Zuführkanal hindurch zur Einlassöffnung eines Fadenabzugskanals geführt, wobei zunächst die vorderen Enden der im Stapelfaserverband gehaltenen Fasern in den Fadenabzugskanal geführt werden, während hintere freie Faserenden abgespreizt und von der Wirbelströmung erfasst und um die sich bereits in der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals befindlichen, d.h. eingebundenen vorderen Enden herumgedreht werden, wodurch ein Faden mit weitgehend echter Drehung erzeugt wird. Der Begriff „vordere" und „hintere" Enden der Fasern bezieht sich im diesem Zusammenhang auf die Transportrichtung des Stapelfaserverbandes.
- Um den Bereich der Einlassöffnung, die sich in einem stationären spindelartigen, kegelförmigen Bauteil befindet, entsteht auf Grund der Wirbelströmung eine regelrechte „Sonne" von umkreisenden Fasern, die zum Teil auch um das spindelartige Bauteil gewunden werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diese nachteilige Umwindung des spindelartigen Bauteils, die hohe Reibungsverluste verursacht, zu mindern und dadurch das beschriebene Spinnverfahren zu verbessern.
- Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Fluidablasskanal in unmittelbarer Nähe der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals eine Querschnittsverengung aufweist, die eine im Wesentlichen ringförmige Fluiddurchlassöffnung bildet, welche sich näher an der Achse des Fadenabzugskanals befindet als die Strahldüsenöffnungen.
- Durch diese Maßnahme wird die Wirbelströmung in ihrem Durchmesser reduziert, wodurch sich bei im Wesentlichen gleichbleibender Umfangsgeschwindigkeit der Wirbelströmung deren Winkelgeschwindigkeit vergrößert, was auf die Intensität der Einbindung der Fasern um den Kern des Stapelfaserverbandes einen positiven Einfluss hat. Dadurch wird nicht nur die Reibung zwischen dem spindelartigen Bauteil und den Fasern reduziert, sondern im ersponnenen Faden auch mehr Drehung eingebracht. Dies führt insgesamt zu einer verbesserten Fadenqualität.
- Bevorzugt ist der Fluiddurchlassöffnung ein trichtertörmiger Einlauf vorgeordnet. Dadurch wird in Strömungsrichtung des Fluids eine schräge Leitfläche gebildet, die die Wirbelströmung zur Achse des Fadenabzugskanals hin verlagert.
- In weiterer Ausgestaltung ist für die Querschnittsverengung ein Einsatz in einem den Fluidablasskanal bildenden Gehäuse vorgesehen. Dadurch lässt sich die Querschnittsverengung an unterschiedliche Spinnbedingungen und Fasermaterialien anpassen.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
- Es zeigen:
-
1 in etwa zehnfacher Vergrößerung einen Axialschnitt durch eine Vorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Querschnittsverengung, -
2 eine Ansicht ähnlich1 mit einer anders gestalteten Querschnittsverengung. - Die
1 zeigt eine Vorrichtung, mit der einem durch einen Zuführkanal1 zugeführten, losen Stapelfaserverband2 in einer Wirbelkammer3 eine Drehung erteilt wird, so dass ein gesponnener Faden4 entsteht, der durch einen Fadenabzugskanal5 abgezogen wird. Eine Fluideinrichtung erzeugt in der Wirbelkammer3 durch Einblasen eines Fluids, beispielsweise Luft, durch tangential in die Wirbelkammer3 mündende Druckstrahldüsen6 eine Wirbelströmung. Das aus Strahldüsenöffnungen7 austretende Fluid wird durch einen Fluidablasskanal8 abgeführt, wobei dieser einen um den Fadenabzugskanal5 angeordneten ringförmigen Querschnitt um ein spindelförmiges stationäres Bauteil herum aufweist. - Nach der Auslassöffnung
9 des Zuführkanals1 ist als Drallsperre eine Kante10 einer Faserführungsfläche11 angeordnet, die exzentrisch zum Fadenabzugskanal5 im Bereich von dessen Einlassöffnung12 angeordnet ist. - In der Vorrichtung werden die zu verspinnenden Fasern einerseits im Stapelfaserverband
2 gehalten und so von der Auslassöffnung9 des Zuführkanals1 im Wesentlichen ohne Drehungserteilung in den Fadenabzugskanal5 geführt. Andererseits sind die Fasern aber im Bereich zwischen Zuführkanal1 und Fadenabzugskanal5 der Wirkung der Wirbelströmung ausgesetzt, durch die sie oder mindestens ihre Endbereiche von der Einlassöffnung12 des Fadenabzugskanals5 radial weggetrieben werden. Die mit dem beschriebenen Verfahren hergestellten Fäden4 zeigen denn auch einen Kern von im Wesentlichen in Fadenlängsrichtung verlaufenden Fasern oder Faserbereichen ohne wesentliche Drehung und einen äußeren Bereich, in welchem die Fasern oder Faserbereiche um den Kern herum gedreht sind. - Dieser Fadenaufbau kommt nach einer modellhaften Erklärung dadurch zu Stande, dass vorlaufende Enden von Fasern, insbesondere solche, deren nachlaufende Bereiche noch stromaufwärts von Zuführkanal
1 gehalten werden, im Wesentlichen direkt in den Fadenabzugskanal5 gelangen, dass aber nachlaufende Faserbereiche, insbesondere wenn sie im Eingangsbereich13 des Zuführkanals1 nicht mehr gehalten werden, durch die Wirbelbildung aus dem Stapelfaserverband2 gezogen und dann um den entstehenden Faden4 gedreht werden. - Jedenfalls sind Fasern zu einem gleichen Zeitpunkt sowohl im entstehenden Faden
4 eingebunden, wodurch sie durch den Fadenabzugskanal5 gezogen werden, als auch der Wirbelströmung ausgesetzt, die sie zentrifugal, also von der Einlassöffnung12 des Fadenabzugskanals5 hinweg beschleunigt und in den Fluidablasskanal8 abzieht. Die durch die Wirbelströmung aus dem Stapelfaserverband2 gezogenen Faserbereiche bilden einen in die Einlassöffnung12 des Fadenabzugskanals5 mündenden Faserwirbel, dessen längere Anteile sich spiralartig außen um den spindelförmigen Eingangsbereich14 des Fadenabzugskanals5 winden und in dieser Spirale entgegen der Kraft der Strömung im Fluidablasskanal8 gegen die Einlassöffnung12 des Fadenabzugskanals5 gezogen werden. Fasern, deren vorlaufendes oder nachlaufendes Ende nicht in den entstehenden Faden4 eingezogen wird, werden mit einer Wahrscheinlichkeit, die mit kleinerer Faserlänge größer wird, durch den Fluidablasskanal8 abgesaugt und stellen dadurch einen unerwünschten Faserabgang dar. - Es hat sich gezeigt, dass sich um den spindelförmigen Eingangsbereich
14 auf Grund der entstehenden Wirbelströmung sonnenartig umkreisende Fasern winden und infolge der dadurch entstehenden Reibung die Effizienz des Spinnverfahrens mindern. - Aus diesem Grunde ist erfindungsgemäß im Fluidablasskanal
8 in unmittelbarer Nähe der Einlassöffnung12 des Fadenabzugskanals5 eine Querschnittsverengung15 vorgesehen, welche eine im Wesentlichen ringförmige Fluid-Durchlassöffung16 bildet, die sich näher an der Achse17 des Fadenabzugskanals5 befindet als die Strahldüsenöffnungen7 . Dadurch wird der Luftwirbel in seinem Durchmesser reduziert, und bei im Wesentlichen gleichbleibender Umfangsgeschwindigkeit vergrößert sich die Winkelgeschwindigkeit der Wirbelströmung, was auf die Intensität der Einbindung der Fasern um den entstehenden Faden4 einen positiven Einfluss hat. - Wie ersichtlich, ist der Fluiddurchlassöffnung
16 ein trichterförmiger Einlauf18 vorgeordnet, so dass eine schräge Leitfläche24 gebildet wird, die den Luftwirbel nach innen verlagert. - Gemäß
1 ist für die Querschnittsverengung15 ein Einsatz19 in dem den Fluidablasskanal8 bildenden Gehäuse20 vorgesehen. Dadurch wird es möglich, die Querschnittsverengung15 an unterschiedliche Spinnbedingungen oder Fasermaterialien anzupassen. - Die
2 , bei welcher für gleiche Bauteile wie bei1 gleiche Bezugsziffern verwendet wurden, unterscheidet sich von der Ausführung nach1 im Wesentlichen nur durch eine andere Gestaltung der Querschnittsverengung21 . Bei der Variante nach2 wurde auf einen gesonderten Einsatz verzichtet und stattdessen beim Fluidablasskanal8 direkt in seinem Anfangsbereich eine sehr enge Fluiddurchlassöffnung22 vorgesehen, die sich in Strömungsrichtung kegelförmig erweitert. Bei dieser Ausführung wird somit die Querschnittsverengung21 unmittelbar durch das Gehäuse23 und den spindelförmigen Eingangsbereich14 gebildet.
Claims (3)
- Vorrichtung zum Herstellen eines gesponnenen Fadens aus einem Stapelfaserverband, mit einem eine Auslassöffnung aufweisenden Zuführkanal zum Zuführen des Stapelfaserverbandes, mit einem eine Einlassöffnung aufweisenden Fadenabzugskanal, mit einer Strahldüsenöffnungen aufweisenden Fluideinrichtung zum Erzeugen einer Wirbelströmung um die Einlassöffnung des Fadenabzugskanals, mit einem den Fadenabzugskanal im Wesentlichen ringförmig umgebenden Fluidablasskanal sowie mit einer der Auslassöffnung des Zuführkanals nachgeordneten, eine Faserführungsfläche enthaltenden, im Bereich der Einlassöffnung des Fadenabzugskanals angeordneten Drallsperre, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidablasskanal (
8 ) in unmittelbarer Nähe der Einlassöffnung (12 ) des Fadenabzugskanals (5 ) eine Querschnittsverengung (15 ;21 ) aufweist, die eine im Wesentlichen ringförmige Fluiddurchlassöffnung (16 ;22 ) bildet, welche sich näher an der Achse (17 ) des Fadenabzugskanals (5 ) befindet als die Strahldüsenöffnungen (7 ). - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluiddurchlassöffnung (
16 ;22 ) ein trichterförmiger Einlauf (18 ) vorgeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Querschnittsverengung (
15 ) ein Einsatz (19 ) in einem den Fluidablasskanal (8 ) bildenden Gehäuse (20 ) vorgesehen ist.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2002155035 Withdrawn DE10255035A1 (de) | 2002-11-19 | 2002-11-19 | Vorrichtung zum Herstellen eines gesponnenen Fadens |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE10255035A1 (de) |
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| US20170314167A1 (en) * | 2016-04-29 | 2017-11-02 | Savio Macchine Tessili S.P.A. | Air-jet type spinning device |
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2002
- 2002-11-19 DE DE2002155035 patent/DE10255035A1/de not_active Withdrawn
Cited By (7)
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| CN109154110B (zh) * | 2016-05-26 | 2021-06-18 | 里特机械公司 | 用于粗纱机的纱线形成元件和配备纱线形成元件的粗纱机 |
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