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Die Erfindung betrifft eine Maschine
zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- und/oder Kartonbahn, mit wenigstens einem in Bahnlaufrichtung
nach einer Trockenpartie vorgesehenen, durch ein Glättwerk gebildeten
Glättnip.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Maschine der eingangs genannten Art zu schaffen, die
eine optimale Online-Glättung
bei hoher Maschinenlaufgeschwindigkeit ermöglicht. Dabei sollen insbesondere
eine kurze, einfache und sichere Bahnführung bis zu höchsten Geschwindigkeiten,
eine geringe Nachverdampfung und entsprechend eine geringe Restfeuchte
in der Faserstoffbahn und ein gleichmäßiges Feuchteprofil vor der Glättung zur
Vermeidung eines Dickeverlusts sowie einer Schwarzsatinage sichergestellt
sein.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Faserstoffbahn ausgehend von der Trockenpartie zumindest
bis zum in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Glättnip in geschlossenem Zug
geführt
ist.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
wird die Faserstoffbahn durch ein umlaufendes endloses Band direkt
vom letzten Trockenzylinder der Trockenpartie übernommen und dem den ersten
Glättnip
bildenden Glättwerk
zugeführt.
Dabei kann das umlaufende endlose Band insbesondere durch ein Trockensieb
oder ähnliches
gebildet sein.
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Bei einer alternativen zweckmäßigen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
wird die Faserstoffbahn durch das in Bahnlaufrichtung betrachtet
letzte Trockensieb der Trockenpartie dem den ersten Glättnip bildenden
Glättwerk
zugeführt.
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Vorteilhafterweise ist das umlaufende
endlose Band bzw. das letzte Trockensieb der Trockenpartie zusammen
mit der Faserstoffbahn zwischen dem letzten Trockenzylinder der
Trockenpartie und dem Glättwerk
um eine vorzugsweise besaugte Leitwalze geführt. Dabei kann der betreffenden
Leitwalze insbesondere ein externer, mit Vakuum beaufschlagter, insbesondere
kastenähnlicher
Stabilisator zugeordnet sein, bei dem es sich beispielsweise um
einen sogenannten Duostabilisator handeln kann.
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Die Leitwalze kann beispielsweise
von innen besaugt sein.
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Der erste Glättnip wird vorzugsweise durch ein
zwei Walzen umfassendes Glättwerk
gebildet. Bevorzugt ist hierbei die zweite Glättwerkswalze an die erste Glättwerkswalze
angepressbar. Die Anpressung kann beispielsweise im Bereich der "3 Uhr"-Position der ersten
Glättwerkswalze
erfolgen.
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Die in Bahnlaufrichtung betrachtet
erste Glättwerkswalze,
an die das umlaufende endlose Band bzw. das letzte Trockensieb der
Trockenpartie die Faserstoffbahn übergibt, besitzt vorzugsweise eine
geschlossene oder glatte Oberfläche.
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Die in Bahnlaufrichtung betrachtet
erste Glättwerkswalze
ist zweckmäßigerweise
beheizt, wobei insbesondere eine von innen beheizbare Walze vorgesehen
sein kann. Grundsätzlich
sind jedoch auch solche Ausführungen
denkbar, bei denen diese erste Glättwerkswalze nicht beheizt
oder von außen beheizt
ist.
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Vorteilhafterweise besitzt die in
Bahnlaufrichtung betrachtet erste Glättwerkswalze einen glatten, jedoch
elastischen Kunststoffbezug.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
läuft das
umlaufende endlose Bahn in Bahnlaufrichtung betrachtet nach der "12 Uhr"-Position von der
ersten Glättwerkswalze
ab, wobei die Ablaufstelle vor dem Glättspalt liegt. Dadurch wird
erreicht, dass die Faserstoffbahn auch beim Überführen sicher der vorzugsweise
glatten Walze folgt.
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Wird die Faserstoffbahn dem Glättwerk durch
das letzte Trockensieb der Trockenpartie zugeführt, so kann dieses letzte
Trockensieb im Bereich des Glättwerks
vorteilhafterweise um eine verstellbare Leitwalze geführt sein.
Dabei ist diese Leitwalze zum Überführen der
Faserstoffbahn vorzugsweise so verstellbar, dass sich der Umschlingungswinkel,
mit dem das letzte Trockensieb der Trockenpartie die erste Walze
des Glättwerks
umschlingt, vergrößert. Bevorzugt
ist die zweite Glättwerkswalze
erst dann an die erste Glättwerkswalze
anpressbar, wenn die Leitwalze wieder zurückgestellt ist.
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Es ist somit also beispielsweise
eine solche Ausführung
denkbar, bei der zur Bahnüberführung eine
Leitwalze im letzten Trockensieb so weit nach unten geschwenkt wird,
dass der Überführstreifen und
die volle Bahnbreite sicher der ersten Glättwerkswalze bis zum Schaber
folgen und erst nach einem Hochschwenken dieser Leitwalze die zweite Glättwerkswalze
an die erste angepresst wird. Dadurch wird die Siebumschlingung
an der ersten Glättwerkswalze
reduziert, so dass mit dem Glättnip
die Faserstoffbahn am Nipeinlauf gespannt werden kann.
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Als zweite Glättwerkswalze kann insbesondere
eine elastische Walze vorgesehen sein. Bei entsprechenden Anforderungen
an die Produkt- bzw. Papierqualität kann als zweite Glättwerkswalze grundsätzlich jedoch
auch eine harte Walze vorgesehen sein.
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Es können beispielsweise auch beide
Glättwerkswalzen
jeweils durch eine harte Walze gebildet sein, wobei in diesem Fall
die zweite Glättwerkswalze vorzugsweise
beheizbar ist. Eine solche Ausführung ist
insbesondere dann zweckmäßig wenn
am Ende der Trockenpartie die Bahnoberseite rauher ist als die Bahnunterseite.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
umfasst die zweite Glättwerkswalze
zur Beeinflussung des Querprofils einer oder mehrerer Bahneigenschaften
mehrere in Querrichtung aufeinanderfolgende, zumindest teilweise
getrennt ansteuerbare Zonen. Dabei kann diese zweite Glättwerkswalze
insbesondere zur Beeinflussung des Bahndickenprofils entsprechend
ansteuerbar sein. Als zweite Glättwerkswalze
kann beispielsweise eine Durchbiegungseinstellwalze vorgesehen sein.
Die verschiedenen Zonen der zweiten Glättwerkswalze können einzeln
oder zumindest zum Teil auch gruppenweise ansteuerbar sein.
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Von Vorteil ist insbesondere auch,
wenn in Bahnlaufrichtung vor dem ersten Glättnip eine der Beeinflussung
des Curls, d.h. der Planlage der Faserstoffbahn dienende Befeuchtungseinheit
vorgesehen ist. Eine solche Befeuchtungseinheit kann insbesondere
einen Dampffeuchter oder dergleichen umfassen. Dabei ist diese der
Curlbeeinflussung dienende Befeuchtungseinheit bevorzugt im Bereich
der zwischen dem letzten Trockenzylinder und dem Glättwerk angeordneten
Leitwalze vorgesehen.
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Die Wirkung des Dampffeuchters steigt, wenn
die unmittelbar darauffolgende Glättwerkswalze beheizt ist.
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In Bahnlaufrichtung vor der der Curlbeeinflussung
dienenden Befeuchtungseinheit ist vorteilhafterweise eine die Faserstoffbahn
beaufschlagende Kühleinrichtung
vorgesehen. Dabei ist die Faserstoffbahn durch diese Kühleinrichtung
beispielsweise mit kaltem Wasser beaufschlagbar. Die Einrichtung kann
unmittelbar vor der der Curlbeeinflussung dienenden Befeuchtungseinheit
angeordnet sein.
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Indem die Faserstoffbahn unmittelbar
vor dem Dampffeuchter mit kaltem Wasser abgekühlt wird, wird die Wirkung
dieses Dampffeuchters erhöht.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
ist in Bahnlaufrichtung vor dem letzten Trockenzylinder der Trockenpartie
bzw. vor dem den ersten Glättnip bildenden,
die Faserstoffbahn vom letzten Trockensieb übernehmenden Glättwerk und/oder
vor dem zweiten Glättnip
eine der Beeinflussung des Feuchtequerprofils der Faserstoffbahn
dienende, vorzugsweise einen Düsenfeuchter
umfassende Befeuchtungseinheit vorgesehen. Mit einer solchen, vorzugsweise
durch einen Düsenfeuchter
gebildeten Befeuchtungseinheit kann also insbesondere das Feuchtequerprofil
entsprechend korrigiert werden.
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Da die Ausdampfstrecke der Faserstoffbahn nach
der Trockenpartie reduziert wird, kann die Bahn vor dem Glättnip höher ausgetrocknet
werden, wodurch das Feuchtequerprofil automatisch besser wird. Zur
Feinkorrektur des Feuchteprofils reichen geringe Wassermengen am
Düsenfeuchter
aus.
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Nachdem die Faserstoffbahn bis in
den Bereich nach dem ersten Glättnip
ständig
gestützt
ist, sind Bahnabrisse praktisch ausgeschlossen.
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Für
die Streifenüberführung sind
keine zusätzlichen
Einrichtungen erforderlich. Eine Messung für die Bahnspannung vor dem
ersten Glättnip
kann entfallen. Überdies
wird die Gesamtlänge
der Maschine, d.h. insbesondere Papiermaschine, reduziert.
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Für
höhere
Qualitätsansprüche können insbesondere
zwei in Bahnlaufrichtung hintereinander angeordnete Glättnips vorgesehen
sein. Dabei ist der in Bahnlaufrichtung betrachtet zweite Glättnip vorzugsweise
durch ein eine Unterwalze und eine Oberwalze umfassendes Glättwerk gebildet.
Die Unterwalze ist vorzugsweise beheizt.
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Von Vorteil ist insbesondere auch,
wenn in beiden Glättnips
jeweils eine beheizte Walze wechselseitig angeordnet ist.
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In bestimmten Fällen ist es auch von Vorteil, wenn
in beiden Glättnips
jeweils eine elastische Walze wechselseitig angeordnet ist.
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Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
bestehen beide Glättnips
aus jeweils einer beheizten und einer elastischen Walze, wobei diese
jedoch in beiden Glättnips
wechselseitig angeordnet sind.
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Als Oberwalze kann insbesondere eine
elastische Walze vorgesehen sein. Grundsätzlich kann diese Oberwalze
jedoch auch durch eine harte Walze gebildet sein.
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In Bahnlaufrichtung nach dem wenigstens
einen Glättnip
kann insbesondere eine Wickelvorrichtung zum Aufwickeln der Faserstoff-
bzw. Papier- oder
Kartonbahn vorgesehen sein.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
ist insbesondere zwischen dem wenigstens einen Glättnip und
der Wickelvorrichtung zumindest eine Messvorrichtung zur Messung
wenigstens einer Bahneigenschaft vorgesehen. Dabei können zum
Beispiel eine oder mehrere Messeinrichtungen zur Messung des Flächengewichts,
der Feuchte, der Dicke und/oder dergleichen vorgesehen sein.
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Bevorzugt ist eine Online-Glättung vorgesehen.
Alternativ oder zusätzlich
kann auch eine Curl-Steuerung und/oder -Regelung vorgesehen sein.
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Vor jedem Glättnip kann ein- oder beidseitig ein
Dampffeuchter zur Erhöhung
der Oberflächenglätte eingesetzt
sein.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand
von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
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1 eine
schematische Teildarstellung einer beispielhaften Ausführungsform
einer Papiermaschine mit einem Online-Glättwerk,
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2 eine
schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Papiermaschine mit
zwei Softnip-Glättwerken,
insbesondere für
Zeitungsdruckpapier mit hohem TMP-Anteil und
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3 eine
schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Papiermaschine mit
einem Online-Glättnip insbesondere
für leicht glättbare Papiere.
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1 zeigt
in schematischer Teildarstellung eine beispielhafte Ausführungsform
einer Maschine 10 zur Herstellung und/oder Behandlung einer
Faserstoffbahn 12, bei der es sich insbesondere um eine Papier-
oder Kartonbahn handeln kann. Bei der Maschine 10 kann
es sich also insbesondere um eine Papiermaschine handeln. Im vorliegenden
Fall ist beispielsweise eine Papiermaschine mit einem Online-Glättwerk dargestellt.
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Wie anhand der 1 zu erkennen ist, umfasst die Maschine 10 eine
Trockenpartie 14, an die sich in Bahnlaufrichtung L ein
Glättwerk 16 anschließt, durch
das ein Glättnip 18 gebildet
wird.
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Die Faserstoffbahn 12 ist
ausgehend von der Trockenpartie 14 zumindest bis zum Glättnip 18 bzw. zumindest
bis in den Bereich des Auslaufzwickels dieses Glättnips 18 in geschlossenem
Zug geführt, d.h.
die Papierbahn ist ständig
mit einer Walzenoberfläche
oder einem Trockensieb in Kontakt und somit ständig gestützt.
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Dazu wird die Faserstoffbahn 12 im
vorliegenden Fall durch ein umlaufendes endloses Band 20,
hier beispielsweise ein Transferband, direkt vom letzten Trockenzylinder 22 der
Trockenpartie 14 übernommen
und der ersten Walze 26 des Glättwerks 16 zugeführt. Das
Glättwerk 12 umfasst
außer dieser
Walze 24 eine weitere Walze 26. Der Glättnip 18 ist
zwischen diesen beiden Glättwerkswalzen 24, 26 gebildet.
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Das umlaufende endlose Transferband 20 kann
beispielsweise durch ein Trockensieb gebildet sein.
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Zwischen dem letzten Trockenzylinder 22 der
Trockenpartie 14 und dem Glättwerk 16 ist das Transferband 20 zusammen
mit der Faserstoffbahn 12 um eine vorzugsweise besaugte
Leitwalze 28 geführt,
der ein externer, mit Vakuum beaufschlagbarer, insbesondere kastenähnlicher
Stabilisator 30 zugeordnet sein. Dabei kann beispielsweise
ein sogenannter Duostabilisator vorgesehen sein.
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Die zweite Glättwerkswalze 22 ist
an die erste Glättwerkswalze 24 anpressbar.
Im vorliegenden Fall erfolgt die Anpressung beispielsweise im Bereich der "3 Uhr"-Position der ersten
Glättwerkswalze 24. Die
beiden Walzenachsen liegen also bevorzugt in einer gemeinsamen Horizontalebene.
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Die erste Glättwerkswalze 24, an
die das Transferband 20 die Faserstoffbahn 12 übergibt, kann
insbesondere eine geschlossene oder glatte Oberfläche besitzen.
Sie kann insbesondere beheizbar sein. Dabei ist beispielsweise eine
Beheizung von innen denkbar. Grundsätzlich kann jedoch auch eine
nicht beheizte erste Glättwerkswalze 24 vorgesehen
sein. Auch eine Beheizung von außen ist denkbar.
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Wie anhand der 1 zu erkennen ist, kann das umlaufende
endlose Transferband 20 in Bahnlaufrichtung L betrachtet
insbesondere nach der "12 Uhr"-Position von der
Glättwerkswalze 24 ablaufen. Die
Ablaufstelle liegt vor dem Glättspalt 18.
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Als zweite Glättwerkswalze 26 kann
eine elastische oder harte Walze vorgesehen sein. Es ist beispielsweise
auch eine solche Ausführung
denkbar, bei der beide Glättwerkswalzen 24, 26 jeweils durch
eine harte Walze gebildet sind.
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Zur Beeinflussung des Querprofils
einer oder mehrerer Bahneigenschaften kann diese zweite Glättwerkswalze 26 mehrere
in Querrichtung, d.h. quer zur Bahnlaufrichtung L aufeinanderfolgende, zumindest
teilweise getrennt ansteuerbare Zonen umfassen. Dabei kann diese
zweite Glättwerkswalze 26 insbesondere
zur Beeinflussung des Bahndickenprofils entsprechend ansteuerbar
sein. Als zweite Glättwerkswalze 26 kann
insbesondere eine Durchbiegungseinstellwalze vorgesehen sein, deren
Mantel durch eine Vielzahl von Stützelementen an einem den Mantel
durchsetzenden Joch oder Träger
abgestützt
ist.
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Die verschiedenen Zonen dieser zweiten Glättwerkswalze 26 können einzeln
oder zumindest zum Teil auch gruppenweise ansteuerbar sein. Im letzteren
Fall können
also mehrere Zonen zu einer jeweiligen Gruppe zusammengefasst sein.
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In Bahnlaufrichtung L vor dem Glättnip 18 ist eine
der Beeinflussung des Curls, d.h. der Planlage der Faserstoffbahn 12 dienende
Befeuchtungseinheit vorgesehen, die im vorliegenden Fall beispielsweise einen
Dampffeuchter 32 umfasst. Wie anhand der 1 zu erkennen ist, kann dieser Dampffeuchter insbesondere
im Bereich der zwischen dem letzten Trockenzylinder 22 und
dem Glättwerk 16 angeordneten
Leitwalze 28 vorgesehen sein.
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In Bahnlaufrichtung L vor dem Dampffeuchter 32,
bevorzugt unmittelbar vor diesem Dampffeuchter 32, kann
eine im vorliegenden Fall beispielsweise einen Düsenfeuchter 34 umfassende
Kühleinrichtung
vorgesehen sein. Die Faserstoffbahn 12 kann durch diese
Kühleinrichtung
also insbesondere mit kaltem Wasser beaufschlagt werden.
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In Bahnlaufrichtung L vor dem letzten
Trockenzylinder 22 der Trockenpartie 14 kann eine
der Beeinflussung des Feuchtequerprofils der Faserstoffbahn 12 dienende,
beispielsweise wieder einen Düsenfeuchter
umfassende Befeuchtungseinheit vorgesehen sein. Dabei kann es sich
beispielsweise um denselben, der Bahnkühlung dienenden Düsenfeuchter 34 handeln.
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In Bahnlaufrichtung L nach dem Glättnip 18 ist
eine Wickelvorrichtung 36 zum Aufwickeln der Faserstoff-
bzw. Papier- oder Kartonbahn 12 vorgesehen.
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Beispielsweise zwischen dem Glättnip 18 und
der Wickelvorrichtung 36 ist zumindest eine Messeinrichtung 38 zur
Messung wenigstens einer Bahneigenschaft vorgesehen. Dabei können zum
Beispiel eine oder mehrere Messeinrichtungen 38 zur Messung
des Flächengewichts,
der Feuchte, der Dicke und/oder dergleichen vorgesehen sein.
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Wie bereits erwähnt, ist im vorliegenden Fall sowohl
eine Online-Glättung
als auch eine Curl-Steuerung und/oder -Regelung vorgesehen.
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2 zeigt
in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform
einer Papiermaschine mit zwei Softnip-Glättwerken insbesondere für Zeitungsdruckpapier
mit hohem TMP-Anteil.
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Im vorliegenden Fall sind also zwei
in Bahnlaufrichtung L hintereinander angeordnete Glättnips 18, 40 vorgesehen.
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Dabei ist der in Bahnlaufrichtung
L betrachtet zweite Glättnip 40 durch
ein eine Unterwalze 42 und eine Oberwalze 44 umfassendes
Glättwerk 46 gebildet.
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Die Unterwalze 42 ist vorzugsweise
beheizt. Als Oberwalze kann eine elastische Walze oder eine harte
Walze vorgesehen sein. Überdies
kann diese Oberwalze 44 insbesondere wieder durch eine Durchbiegungsausgleichswalze
gebildet sein.
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Wie anhand der 2 zu erkennen ist, ist im vorliegenden
Fall unmittelbar vor dem zweiten Glättnip 40 eine der
Beeinflussung des Feuchte querprofils der Faserstoffbahn 12 dienende,
vorzugsweise wieder einen Düsenfeuchter
umfassenden Befeuchtungseinheit 32 vorgesehen. Die beispielsweise
in Form eines Kastens vorgesehene Befeuchtungseinheit 32 kann
auch als Dampffeuchter zur Erhöhung der
Oberflächenglätte vorgesehen
sein.
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Die beiden Walzen 24, 26 des
ersten Glättwerks 16 können beispielsweise
als harte Walzen ausgeführt
sein, wobei in diesem Fall die zweite Glättwerkswalze 26 vorzugsweise
beheizt ist. Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn
am Ende der Trockenpartie 14 die Oberseite des Papiers
rauher ist als die Unterseite.
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Im übrigen kann diese Ausführungsform
insbesondere zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau
wie die Ausführung
gemäß 1 besitzen. Einander entsprechenden
Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.
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3 zeigt
in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform
einer Papiermaschine 10 mit einem Online-Glättnip insbesondere
für leicht glättbare Papiere.
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Im vorliegenden Fall ist anstelle
des letzten Trockenzylinders eine harte Glättwerkswalze 24 vorgesehen,
wodurch weiter Platz eingespart wird.
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Wie anhand der 3 zu erkennen ist, wird im vorliegenden
Fall die Faserstoffbahn 12 durch das in Bahnlaufrichtung
L betrachtet letzte Trockensieb 48 der Trockenpartie 14 dem
den Glättnip 18 bildenden
Glättwerk 16 zugeführt. Zwischen
dem letzten Trockenzylinder 22 der Trockenpartie 14 und
dem Glättwerk 16 ist
das letzte Trockensieb 48 zusammen mit der Faserstoffbahn 12 wieder
um eine vorzugsweise besaugte Leitwalze 28 geführt, der
wieder ein externer, mit Vakuum beaufschlagbarer, insbesondere kastenähnlicher
Stabilisator 30, insbesondere Duostabilisator, zugeordnet
sein kann.
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Die erste Glättwerkswalze 24 kann
beispielsweise wieder beheizt sein. Die zweite Glättwerkswalze 26 kann
beispielsweise weiter als Durchbiegungseinstellwalze vorgesehen
sein.
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Die erste Glättwerkswalze 24, an
die das letzte Trockensieb 48 die Faserstoffbahn 12 übergibt, kann
beispielsweise wieder eine geschlossene oder glatte Oberfläche besitzen.
Sie kann insbesondere wieder beheizt sein.
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Im Bereich der Leitwalze 28 ist
im vorliegenden Fall sowohl ein der Curlbeeinflussung dienender Dampffeuchter 32 als
auch ein der Bahnkühlung
bzw. der Feuchteprofilierung dienender Düsenfeuchter 34 vorgesehen.
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Wie anhand der 3 zu erkennen ist, kann das die Faserstoffbahn 12 dem
Glättwerk 16 zuführende letzte
Trockensieb 48 der Trockenpartie 14 im Bereich
des Glättwerks 16 um
eine verstellbare Leitwalze 50 geführt sein. Dabei ist diese Leitwalze 50 zum Überführen der
Faserstoffbahn 12 vorzugsweise so verstellbar, dass sich
der Umschlingungswinkel, mit dem das letzte Trockensieb 48 die
erste Glättwerkswalze 24 umschlingt,
vergrößert. Zweckmäßigerweise
ist die zweite Glättwerkswalze 26 erst
dann an die erste Glättwerkswalze 24 anpressbar,
wenn diese Leitwalze 50 wieder zurückgestellt ist.
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Im übrigen kann diese Ausführungsform
insbesondere zumindest im Wesentlichen wieder den gleichen Aufbau
wie die Ausführungsform
gemäß 1 besitzen. Einander entsprechenden
Teilen sind wieder gleiche Bezugszeichen zugeordnet.
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- 10
- Maschine,
Papiermaschine
- 12
- Faserstoffbahn
- 14
- Trockenpartie
- 16
- Glättwalze
- 18
- Glättnip
- 20
- endloses
Band, Transferband
- 22
- letzter
Trockenzylinder
- 24
- erste
Glättwerkswalze
- 26
- zweite
Glättwerkswalze
- 28
- Leitwalze
- 30
- Stabilisator,
Duostabilisator
- 32
- Befeuchtungseinheit,
Dampffeuchter
- 34
- Kühleinrichtung
- 36
- Wickelvorrichtung
- 38
- Messeinrichtung
- 40
- zweiter
Glättnip
- 42
- Unterwalze
- 44
- Oberwalze
- 46
- zweites
Glättwerk
- 48
- letztes
Trockensieb
- 50
- verstellbare
Leitwalze
- L
- Bahnlaufrichtung