DE1025541B - Ruehrwicklung - Google Patents
RuehrwicklungInfo
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Classifications
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- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine induktive^ Rühreinrichtung
'für Schmelzöfen, die einen grob lamelHerten
Eisenkern und eine mit symmetrischem Zweiphasenstrom gespeiste Rührwicklung aufweist. Derartige Rühreinrichtungen
werden für Schmelzöfen, insbesondere für Lichtbogenöfen zum Umwälzen der Schmelze verwendet.
Zur Speisung derartiger Rühi wicklungen werden üblicherweise Wechselströme sehr niedriger Frequenz oder Gleichströme
bzw. langsam geschaltete Gleichstromimpulse verwendet.
Bei Speisung der bekannten stationären Rührwicklungen mit symmetrischem Zweiphasenstrom ändert sich die
Phasenlage der Wechselströme von einer Stromzone zur folgenden um annähernd 90°. Bei fünf Stromzonen 1 bis 5
mit nv n2, n3, % und n5 Leitern ist die Phasenlage der
beiden äußersten Zonen 1 und 5 dieselbe. Da die Wicklung außerdem symmetrisch zur Mitte mit der Leiterzahl
Rührwicklung
— -y- = ns und n2
verlegt ist, wird erreicht, daß
die beiden Phasen mit den Zonen 1, 3, 5 bzw. 2, 4 sich gegenseitig nicht induzieren. Diese bekannten Rührwicklungen
werden als gewöhnliche Spulenwicklungen ausgeführt, d. h. wie die Ständerwicklungen von Mehrphasen-Synchrongeneratoren
oder Asynchronmotoren. Die Wicklung ist also in einem grob lamelHerten, genuteten
Eisenkern eingebettet und darin befestigt, wobei die Leiter in den Nuten liegen und die langen doppelt
gekrümmten Spulenköpfe mittels kräftiger Schraubenverbindungen abgestützt sind.
Die beschriebenen Rührwicklungen haben die Nachteile, daß ihre Herstellung teurer ist, daß eine große Anzahl
von Ersatzteilen auf Lager gehalten werden muß, da die Wicklungsspulen ungleiche Abmessungen haben, und
daß die Wicklung ziemlich viel Platz beansprucht.
Die Erfindung bezweckt die Ausbildung einer Rühreinrichtung, deren Rührwicklung ebenfalls mit symmetrischem
Zweiphasenstrom gespeist wird, die aber die Nachteile der beschriebenen Rühreinrichtung nicht aufweist.
Die Rühreinrichtung nach der Erfindung ist so ausgebildet, daß die einzelnen Spulen der Rührwicklung
zylinderförmig hintereinander auf den im wesentlichen stabförmigen Eisenkern aufgeschoben und als in wechselnder
Phasenfolge angeordnete Spulensätze in Reihe geschaltet sind und der Eisenkern eine solche Lage zum
Ofenboden hat, daß die Wicklungsachsen der Spulen sich dem Umriß des Ofenbodens im wesentlichen anpassen.
Die Spulen sind also zu je einem Spulensatz für eine Phase des Zweiphasenstromes zusammengeschaltet. Es werden
vorzugsweise acht einzelne Spulen verwendet, die zu vier Gruppen zusammengeschaltet sind. Je zwei Spulengruppen
bilden einen Spulensatz. Die Spulen einer Spulengruppe des einen Spulensatzes liegen an den Enden
des Eisenkernes. Die Spulengruppen haben bei symmetrischer Anordnung gleiche Windungszahlen, doch kann
Anmelder:
Allmänna Svenska Elektriska
Aktiebolaget, Västeräs (Schweden)
Aktiebolaget, Västeräs (Schweden)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Missling, Patentanwalt,
Gießen, Bismarckstr. 43
Gießen, Bismarckstr. 43
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 11. August 1953
Großbritannien vom 11. August 1953
Dr.-Ing. Ludwig Dreyfus, Västeräs (Schweden),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
die Windungszahl der in der Mitte liegenden Spulengruppe des einen Spulensatzes eine etwas kleinere oder größere
Windungszahl aufweisen.
Die wesentlichen Vorteile der Rühreinrichtung nach der Erfindung sind einmal die Einfachheit des Eisenkernes,
der nicht genutet zu werden braucht, die Möglichkeit, einfache, zylinderartige Spulen verwenden zu
können, die leicht herstellbar sind und in einfacher Weise auf dem Eisenkern befestigt und isoliert werden können,
und schließlich der Vorteil, daß alle Spulen mit gleichen Abmessungen und gleicher Windungszahl ausgeführt
werden können und so der Aufwand für die Lagerhaltung gering wird. Diese Vorteile wiegen den Nachteil auf, daß
bei einer Rühreinrichtung nach der Erfindung nur ein Teil des magnetischen Flusses ausgenutzt wird. Diesem
Nachteil kann im übrigen durch Anbringung von Teilen aus Metall geringen ohmschen Widerstandes, z. B. in
Form von Abschirmblechen, begegnet werden.
Es sind weiter mit Gleichstrom betriebene Rühreinrichtungen bekannt, die aus einem Magnetgestell mit
einer größeren Anzahl von Magnetpolen bestehen. Jeder Pol besitzt eine zylinderartige Wicklung, die für alle Pole
gleich ist. Derartige Rühreinrichtungen haben aber den Nachteil, daß sie mit Gleichstrom betrieben werden
müssen, also z. B. einen rotierenden Umschalter mit Bürsten, der dem Verschleiß unterliegt, oder Gleichrichter
erfordern. Ferner benötigen derartige Rührwicklungen einen komplizierten Eisenkern, der nicht mit
dem einfachen, stabförmigen Eisenkern der Rühreinrichtung nach der Erfindung vergleichbar ist.
Es ist weiter bekannt, bei Hochfrequenzöfen die zylinderförmige, den Tiegel umgebende Hochfrequenz-
709 9C8/362
spule über den Boden des Tiegels hinaus nach unten zu verlängern und hierin einen stabförmigen Eisenkern einzuführen.
Man erreicht durch den Kern eine Verstärkung des Hochfrequenzfeldes, das die Erhitzung der Schmelze
bewirkt. Es ist auch bekannt, dem stabförmigen Kern von der Mitte des Bodens einen größeren Abstand zu
geben als von den Rändern, um die Bewegung des Schmelzbades zu beeinflussen. Bei dieser bekannten
Ausführung handelt es sich nicht um eine mit niedrigdas Gehäuse 50, durch das die Wicklung geschützt wird,
aus einem Metall von niedrigem ohmschem Widerstand zu fertigen. In diesem Fall werden im Gehäuse Streuströme
erzeugt, die den unwirksamen Teil des magnetischen Flusses vermindern mit der Folge, daß die Blindleistung
verringert wird. Wenn die Gehäuse in eine Mehrzahl von Platten unterteilt sind, bringt man diese Platten zweckmäßigerweise
in leitenden Kontakt miteinander.
Falls der Ofen einen ebenen Boden hat, kann das Joch
frequentem Zweiphasenstrom betriebene Rührwicklung, io aus zwei geraden Schenkeln bestehen, wie die Schenkel 30
sondern um eine mit Hochfrequenz betriebene Schmelz- in Fig. 1, die in Linie angeordnet miteinander verbunden
wicklung; weiter fällt die Achse der zylindrischen Hoch- und in geeigneter Weise verstärkt sind. Die mittlere
frequenzwicklung mit der Achse des Tiegels zusammen, Stromzone ist in zwei gleiche Hälften geteilt,
während die Achsen der Spulen der Rührwicklung nach Schließlich kann im Rahmen der Erfindung die Auf-
während die Achsen der Spulen der Rührwicklung nach Schließlich kann im Rahmen der Erfindung die Auf-
der Erfindung etwa senkrecht zur Achse des Schmelz- 15 teilung der Rühranordnung der Breite nach in zwei oder
tiegels liegen und sich dem Umriß des Tiegelbodens an- mehrere schmalere Rühranordnungen von gleicher Länge
und gleicher Zonen verteilung vorgenommen werden, was
passen. Die bekannte Einrichtung gibt also kein Vorbild für die Gestaltung einer mit Zweiphasenwechselstrom
niedriger Frequenz gespeisten Rührwicklung nach der Erfindung.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, in dieser
zeigt
Fig. 1 eine unter dem Ofenboden angeordnete Rührwicklung,
Fig. 2 einen Teil der Wicklung nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Fig. 2 und Fig. 4 eine abgeänderte Wicklung nach der Erfindung.
In Fig. 1 bis 3 ist der Ofenboden mit 10 bezeichnet. Die als Ganzes mit 20 bezeichnete Rührwicklung ist
eine Zweiphasenwicklung für einen Ofen mit gewölbtem Boden. Das grob lamellierte Eisenjoch besteht aus zwei
geraden Schenkeln 30, die miteinander unter einem Winkel von 180° -a verbunden sind, wobei 2cc dem
Zentriwinkel des Ofenbodens entspricht. Die Schenkel können, wenn gewünscht, auch gebogen sein. Jeder
Schenkel trägt vier gleiche zylinderartige Spulen, die drei Stromzonen 1, 2, 3' bzw. 3", 4, 5 bilden, wobei die
Zonen 3' und 3" zusammengehören. Die Symmetriebedingung ist, daß die Windungszahlen der Stromzonen
^1 = n5, K2 = TIi1 = % sind, doch kann die Gesamtwindungszahl
der Mittelzone ns von dieser Bedingung abweichen. Das Joch wird etwas leichter, wenn n3 etwas
kleiner als % + M5 ist.
Die Spulen des Ausführungsbeispiels haben alle gleiche Abmessungen, so daß die Lagerhaltung von Reserveteilen
vereinfacht ist. Die Spulen sind voneinander durch Zwischenstücke 80 isoliert. Die Rührwicklungen können
durch Teile 70 aus feuerfestem Material geschützt sein, das zwischen der Wicklung und dem Ofenboden angebracht
ist. Lüftungs- und Kühlkanäle 40 sind zwischen dem Joch 30 und den Spulen 20 vorgesehen. Die Wicklung
kann selbstkühlend sein oder ein Wasser- oder Luftkühlsystem haben. In diesem Fall sind Abstandshalter
zwischen den Spulen und den Jochen eingesetzt. Das Kühlsystem kann für Umlauf eingerichtet sein.
Maßnahmen können getroffen werden, um die Blindleistung der Wicklung zu verringern. Im Gegensatz zu
Spulen der bekannten Wicklung geht von der Unterseite und den kurzen Seiten der neuen Wicklung ungefähr
derselbe Fluß je Zentimeter Leiterlänge aus. Dieser Fluß trägt nicht zu der Bildung von Rührkräften bei,
vergrößert aber die Blindleistung auf denselben Betrag die Lagerhaltung von Reserveteilen noch weiter vereinfacht.
Diese Konstruktion ermöglicht auch die Verwendung von einem oder mehreren Trägern (vorzugsweise
aus nichtmagnetischem Material), die als Stützteile zum Tragen des Ofenbodens dienen. Diese Ausführung
ist in Fig. 4 gezeigt. Die Stützteile sind mit 60 bezeichnet. Die neue Wicklung ist in ihrer Anwendung bei Schmelzöfen
beschrieben, es liegt aber natürlich im Rahmen der Erfindung, sie bei Mischern für heiße Metalle zu verwenden.
Claims (6)
1. Induktive Rühreinrichtung für Schmelzofen mit Eisenkern aus grob lameliiertem Blech und aus
einzelnen Spulen bestehender, von symmetrischem Zweiphasenstrom gespeister Rührwicklung, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Spulen der Rührwicklung zylinderförmig hintereinander auf den im
wesentlichen stabförmigen Eisenkern aufgeschoben und als in wechselnder Phasenfolge angeordnete
Spulensätze in Reihe geschaltet sind und der Eisenkern eine solche Lage zum Ofenboden hat, daß die
Wicklungsachsen der Spulen sich dem Umriß des Ofenbodens im wesentlichen anpassen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen gleiche Abmessungen und
gleiche Windungszahlen aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Ofenboden nicht benachbarten
Seiten der Spulen oder einige hiervon mit Teilen aus Metall geringen ohmschen Widerstandes abgeschirmt
sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Spulen bzw. die von diesen gebildeten Spulengruppen durch ringförmige Scheiben
aus Isoliermaterial voneinander getrennt sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechpaket aus zwei stabförmigen
Teilen besteht, die der Länge nach stumpfwinklig zusammengesetzt sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Eisenkerne mit Wicklungen
nebeneinanderliegend unter dem Ofenboden angeordnet und zwischen den Kernen mit Wicklungen Tragteile
zum Abstützen des Ofenbodens angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldungen D 9817 VIIId/21h,
oder etwas über den Betrag, der bei Spulenwicklungen 65 St 362 VIIId/21h;
der bekannten Art auftritt. Es ist daher zweckmäßig, deutsche Patentschrift Nr. 610 530.
der bekannten Art auftritt. Es ist daher zweckmäßig, deutsche Patentschrift Nr. 610 530.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 908/362 2.58
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Family Applications (1)
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| US1791934A (en) * | 1925-12-21 | 1931-02-10 | Ajax Electrothermic Corp | Induction heating |
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