DE10254089A1 - Dosiervorrichtung für eine Haushaltsmaschine - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Dosiervorrichtung für Haushaltsmaschinen, insbesondere Geschirrspüler, vorgeschlagen, bei der eine unerwünschte Zudosierung von Klarspüler bei nicht geschlossener Reinigerklappe möglich ist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass ein Sensor (9, 10) zur Erkennung wenigstens der geöffneten Stellung des Deckels (3) der Reinigerkammer vorgesehen ist.
Description
- In handelsüblichen Haushaltsmaschinen wie Geschirrspülern sind Dosiervorrichtungen im Einsatz, mittels denen ein Reiniger in das Spülwasser zugegeben wird, um den Schmutz von dem zu reinigendem Geschirr besser zu lösen. Die Zugabe des Reinigers erfolgt üblicherweise dadurch, dass ein Deckel geöffnet wird, der eine Reinigerkammer verschließt. Der Reiniger wird sodann durch das während des Spülvorgangs im Inneren der Maschine versprühten Wasser aus der Reinigerkammer ausgewaschen.
- In einem späteren Programmschritt nach dem Abpumpen des mit Reiniger versetzten Spülwassers wird Klarspüler über ein Dosierventil dem zum Klarspülen verwendeten Frischwasser zudosiert.
- Zur Kosteneinsparung wird üblicherweise sowohl für die Betätigung der Reinigerklappe als auch für das Ventil zur Klarspülerdosierung dieselbe elektromagnetische Spule verwendet. Eine entsprechende Mechanik trägt dabei dafür Sorge, dass bei der ersten Betätigung der Spule die Klappe geöffnet und bei der zweiten Betätigung Klarspüler dosiert wird.
- Das Schließen des Reinigerdeckels wird über die Bedienperson beim Einfüllen des Reinigers vorgenommen. Nachteilig bei solchen Dosiervorrichtungen ist der Umstand, dass bei einem Ingangsetzen des Spülprogramms ohne vorheriges Schließen des Deckels aufgrund der bekannte mechanischen Kopplung mit der Klarspülerdosierung bereits im ersten Spülschritt Klarspüler in unerwünschter Weise zudosiert wird. Die Reinigerklappe kann jedoch versehentlich geöffnet bleiben, beispielsweise durch Vergessen oder aber auch in der Annahme, dass der Reiniger beispielsweise in Tablettenform direkt in das Maschineninnere gefüllt werden kann, ohne die Klappe zu betätigen.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Dosiervorrichtung für Haushaltsmaschinen, insbesondere Geschirrspüler vorzuschlagen, mit der dieser Nachteil zu beheben ist.
- Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Dosiervorrichtung der einleitend genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
- Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung dadurch aus, dass ein Sensor zur Erkennung wenigstens der geöffneten Deckelstellung vorgesehen ist.
- Mit Hilfe eines solchen Sensors ist es möglich, auf die geöffnete Deckelstellung zu reagieren. So kann die offene Stellung in einer einfachen Ausführungsform optisch oder akustisch angezeigt und/oder der Start des Spülprogramms blockiert werden. In einer automatischen Ausführung kann zum Beispiel auch die Steuerung zur Betätigung der Dosiervorrichtung, beispielsweise über Spule gemäß dem einleitend beschriebenen Stand der Technik so ausgestaltet werden, dass bei geöffneter Reinigerklappe kein Steuerimpuls zur Betätigung dieser Klappe erfolgt. Auf diese weise wird die beschriebene unerwünschte Zugabe von Klarspüler im Reinigungsspülgang unterbunden.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der Sensor als optischer Sensor ausgebildet. Ein optischer Sensor zeichnet sich dadurch aus, dass er berührungslos und im Falle transparenter Materialien auch außerhalb einer geschlossenen Gehäusewand arbeitet. Darüber hinaus können optische Sensoren kostengünstig in großer Stückzahl bereitgestellt werden.
- Grundsätzlich ist jedoch auch der Einsatz anderweitiger Sensoren, beispielsweise induktiver oder kapazitiver Sensoren oder auch mechanischer Schalter denkbar, um die geöffnete Deckelstellung zu erfassen.
- In einer Weiterbildung der Ausführungsform als optischer Sensor wird dieser bevorzugt als Lichtschranke ausgebildet. Lichtschranken bieten den Vorteil, dass der Sensor als komplette Baueinheit mit Sender und Empfänger einfach zu montieren und anzuschließen ist. Darüber hinaus sind Lichtschranken in unterschiedlichsten Ausführungen im Handel erhältlich.
- In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird zusätzlich ein Betätigungselement zur Betätigung des Sensors, beispielsweise zur Unterbrechung bzw. Freigabe des Strahlengangs einer Lichtschranke vorgesehen. Ein solches Betätigungselement ermöglicht es, den Sensor dort unterzubringen, wo er aus konstruktiven Gründen bevorzugt zu positionieren ist, ohne die Bauform der Dosiervorrichtung insgesamt zu beeinträchtigen.
- In einer besonders einfachen Ausführungsform kann ein solches Betätigungselement als Vorsprung ausgebildet werden, der bei einer entsprechenden Klappenbewegung den Strahlengang eines optischen Sensors unterbricht oder je nach Steuerlogik auch freigibt.
- Vorteilhafterweise kann der Sensor zur Erkennung der Deckelstellung bzw. Teile des Sensors für weitere Funktionen verwendet werden.
- Eine solche teilweise vorgesehene Mehrfachfunktion könnte beispielsweise daraus bestehen, dass der Empfänger eines optischen Sensors als Empfänger für einen weiteren optischen Sensor vorgesehen ist. Da die Reinigerdeckelstellung während des gesamten Spülprogramms nur einmal erfasst werden muss, können problemlos der Sensor bzw. Teile des Sensors solche weitere Aufgaben übernehmen.
- So können beispielsweise zwei oder mehrere Sender für verschiedene Sensorfunktionen auf ein und denselben Empfänger gerichtet sein und so eine Vielzahl von Sensorfunktionen über einen Empfänger und gegebenenfalls auch über nur eine Auswerteeinheit ausgeübt werden.
- So kann beispielsweise der Empfänger neben der Sensorfunktion zur Erkennung der Deckelstellung zugleich für eine optische Füllstandsmessung verwendet werden. Es könnte pulverförmiges oder flüssiges Spülmittel, z.B. der Klarspüler in seinem Füllstand erfasst und beispielsweise über eine optische oder akustische Anzeige angezeigt werden, wann das entsprechende. Mittel nachzufüllen ist. Gegebenenfalls kann auch abhängig vom Füllstand ein unterschiedliches Spülprogramm ablaufen.
- Vorzugsweise werden, wie bereits oben angedeutet hierbei zwei Sender, d.h. ein separater Sender zur Erfassung der Stellung des Reinigerdeckels und zur Erfassung des Füllstands vorgesehen. Auf diese Weise sind beide Sensorfunktionen vollständig separat voneinander durchzuführen.
- Grundsätzlich wäre auch eine Kombination dergestalt möglich, dass die Füllstandssensorik nur bei geöffnetem Deckel aktiv ist. In diesem Fall muss der optische Sensor so ausgebildet sein, dass der Strahlengang durch das Öffnen des Deckels freigegeben wird. Eine Füllstandsmessung ist dementsprechend nur in dem Zeitraum möglich, in dem der Reinigerdeckel geöffnet ist. Da eine Nachfüllung des Klarspülers jedoch nur zwischen den Spülgängen vorgesehen ist, wäre eine solche Funktion ohne weiteres praktikabel.
- Als Folge der Erkennung der Deckelstellung könnte beispielsweise das Maschinenprogramm abhängig von der Deckelstellung gewählt werden. Das bedeutet, dass bei geöffnetem Deckel der Betätigungsimpuls zum Öffnen unterbunden wird.
- Eine andere Möglichkeit, die Kennungssensorik zu nutzen, besteht darin, eine optische Anzeige oder einen akustischen Alarmgeber für die Deckelstellung vorzusehen, so dass der Bediener beim Schließen der Maschine auf den geöffneten Deckel aufmerksam gemacht wird.
- In einer aufwendigeren, jedoch besonders komfortablen Weiterbildung der Erfindung könnte über die Sensorik auch eine automatische Deckelschließung erfolgen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Erfindung nachfolgend näher erläutert.
- Im Einzelnen zeigt
-
1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung, -
2 einen horizontalen Schnitt entlang Schnittlinie I in1 , -
3 einen vertikalen Schnitt entlang Schnittlinie I in1 und -
4 eine Darstellung entsprechend3 mit geöffnetem Reinigerdeckel. - Die Dosiervorrichtung
1 gemäß1 umfasst eine Schale2 mit einem Reinigerdeckel3 sowie einem Klarspülerdeckel4 . Die Deckel3 ,4 verschließen eine Reinigerkammer5 sowie eine Klarspülerkammer6 (vgl.2 und3 ). - An dem Reinigerdeckel
3 ist ein Vorsprung7 angebracht, der in eine entsprechende Ausnehmung8 der Schale2 hineinragt. Ein Empfänger9 ist neben der Ausnehmung8 angeordnet. Ein erster Sender10 und ein zweiter Sender11 sind auf den Empfänger9 gerichtet. Der Strahlengang12 des ersten Senders10 wird in der geschlossenen Stellung des Deckels3 entsprechend3 von dem Vorsprung7 unterbrochen. Bei geöffnetem Deckel3 wie in4 dargestellt, wird der Strahlengang12 freigegeben. Auf diese Weise kann mit dem Empfänger9 die geöffnete Deckelstellung gemäß4 von der geschlossenen Deckelstellung gemäß3 unterschieden werden. - Die Wandung
13 der Ausnehmung8 ist dementsprechend aus einem für die verwendete Strahlung wenigstens teilweise transparentem Material, z.B. transparentem Kunststoff gefertigt. Die Position des zweiten Senders10 ist zur Veranschaulichung der Funktion der Deckelpositionserkennung in den2 und4 angedeutet. - Der Strahlengang
14 des zweiten Senders11 ist so angeordnet, dass er von dem Vorsprung7 nicht gequert wird. Er durchquert vielmehr einen Bereich15 der Klarspülerkammer6 , und kann somit zur Füllstandsmessung des Klarspülers verwendet werden. - In der dargestellten Ausführungsform wird der Reiniger in einer Wanne
16 untergebracht, die an dem Reinigerdeckel6 befestigt ist und mit diesem um die Achse17 schwenkt. In der geöffneten Stellung gemäß4 kann Spülflüssigkeit bzw. Spülwasser in die Wanne16 eindringen und dabei dort befindlichen Reiniger ausspülen. Für den Eintritt kann hierbei beispielsweise die in geöffneter Stellung sich seitlich ergebende Öffnung18 genutzt werden. Es könnte jedoch auch eine eigens dafür vorgesehene Öffnung19 stirnseitig an der Wanne16 angebracht werden, die beim Verschwenken in die geöffnete Stellung gemäß4 vor einer Zuflussöffnung20 schwenkt. Der ausgespülter Reiniger kann z.B. über die Überlaufkante21 der Wanne16 ausgespült werden. - Eine solche Ausführungsform vereinfacht die Ausgestaltung der Reinigerkammer
5 und ermöglicht darüber hinaus eine relativ flache Ausführung auch bei geöffnetem Reinigerdeckel3 gemäß4 . - Wie die Reinigerkammer
5 im Einzelnen ausgeführt ist, ist für die vorliegende Erfindung nicht maßgeblich. Ebenso kann die Deckelposition des Reinigerdeckels3 von dem dargestellten Ausführungsbeispiel vollkommen abweichen. Wesentlich ist jedoch die sensorische Erfassung, die eine entsprechende Steuerung der entsprechenden Haushaltsmaschine ermöglicht. -
- 1
- Dosiervorrichtung
- 2
- Schale
- 3
- Reinigerdeckel
- 4
- Klarspülerdeckel
- 5
- Reinigerkammer
- 6
- Klarspülerkammer
- 7
- Vorsprung
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Empfänger
- 10
- erster Sender
- 11
- zweiter Sender
- 12
- Strahlengang
- 13
- Wandung
- 14
- Strahlengang
- 15
- Bereich
- 16
- Wanne
- 17
- Achse
- 18
- Öffnung
- 19
- Seitenöffnung
- 20
- Zuflussöffnung
- 21
- Überlaufkante
Claims (13)
- Dosiervorrichtung für eine Haushaltsmaschine, wie einen Geschirrspüler, eine Waschmaschine oder dergleichen, wobei eine Reinigerkammer mit einem Deckel zur gesteuerten Zugabe eines Reinigers in eine Spülflüssigkeit durch Öffnen des Deckels vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (
9 ,10 ) zur Erkennung wenigstens der geöffneten Deckelstellung vorgesehen ist. - Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (
9 ,10 ) ein optischer Sensor ist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor als Lichtschranke (
9 ,10 ) ausgebildet ist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (
3 ) mit einem Betätigungselement (7 ) zur Betätigung des Sensors (9 ,10 ) versehen ist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (
7 ) als Vorsprung ausgebildet ist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (
9 ,10 ) wenigstens teilweise weitere Sensorfunktionen aufweist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der Empfänger (
9 ) des optischen Sensors als Empfänger für weitere Sensorfunktionen vorgesehen ist. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Sender (
10 ,11 ) für verschiedene Funktionen eines optischen Sensors vorgesehen sind. - Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Funktion eine optische Füllstandserfassung vorgesehen ist.
- Dosiervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gleiche Sender und der gleiche Empfänger (
9 ) für die Erfassung der Stellung des Deckels (3 ) sowie eine weitere Sensorfunktion vorgesehen ist. - Haushaltsmaschine wie ein Geschirrspüler, eine Waschmaschine oder dergleichen, mit einer Dosiervorrichtung, die eine Reinigerkammer mit einem Deckel zur gesteuerten Zugabe eines Reinigers in eine Spülflüssigkeit durch Öffnen des Deckels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiervorrichtung (
1 ) nach einem der vorgenannten Ansprüche ausgebildet ist. - Haushaltsmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablauf des Maschinenprogramms abhängig von der Stellung des Deckels (
3 ) der Dosiervorrichtung (1 ) vorgesehen ist. - Haushaltsmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine optische Anzeige und/oder ein akustischer Alarmgeber für die Anzeige der Stellung des Deckels (
3 ) der Dosiervorrichtung (1 ) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002154089 DE10254089A1 (de) | 2002-11-20 | 2002-11-20 | Dosiervorrichtung für eine Haushaltsmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002154089 DE10254089A1 (de) | 2002-11-20 | 2002-11-20 | Dosiervorrichtung für eine Haushaltsmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10254089A1 true DE10254089A1 (de) | 2004-06-03 |
Family
ID=32240197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002154089 Withdrawn DE10254089A1 (de) | 2002-11-20 | 2002-11-20 | Dosiervorrichtung für eine Haushaltsmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10254089A1 (de) |
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