DE10254514A1 - Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackierten Blechen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackierten Blechen, insbesondere an Autokarosserien, unter Verwendung von Ausbeulwerkzeugen, wie gekröpften Hebeln mit vorzugsweise gerundetem Kopf, Dornen, Stifen oder Hämmern. DOLLAR A Erfindungsgemäß sind folgende Verfahrensschritte vorgesehen: DOLLAR A a) Überführung der Delle in eine Beule, DOLLAR A - durch Anwendung von Druck auf die Delle von der Rückseite des Bleches her, DOLLAR A - vorzugsweise mittels genannter Hebel, DOLLAR A - und/oder durch Anwendung von Zug auf die Delle von der Vorderseite des Bleches her mittels DOLLAR A - eines auf die Delle geklebten Pfropfens DOLLAR A - und eines am Pfropfen angreifenden Ziehhammers, DOLLAR A b) Bearbeiten der entstandenen Beule mit Ausbeulwerkzeugen, DOLLAR A - vorzugsweise Dornen, Stiften oder Hämmern, DOLLAR A von der Vorderseite des Bleches her, bis diese in seine ursprüngliche Form zurückversetzt ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackierten Blechen, insbesondere an Autokarosserien, unter Verwendung von Ausbeulwerkzeugen, wie gekröpften Hebeln mit vorzugsweise gerundetem Kopf, Dornen, Stiften oder Hämmern.
- Bei der Beseitigung von Dellen an Autokarosserien werden nach dem Stand der Technik in der Regel mehrere Schritte umfassende Verfahren angewandt. Hiernach wird die Delle zunächst grob ausgebeult und anschließend verspachtelt und verschliffen. Dabei müssen die beiden letztgenannten Schritte in der Regel wiederholt angewandt werden, wobei von einem zum nächsten Durchgang häufig die Spachtelmasse und das Schleifpapier durch die nächst feinere Sorte ersetzt werden. Zwischen den einzelnen Durchgängen sind in aller Regel Wartezeiten einzuhalten, da die Spachtelmasse vor deren Bearbeitung erst bis zu einem gewissen Grad aushärten muß. Nach dem letzten Durchgang erfolgt dann schließlich eine Lackierung des ausgebesserten Bereiches.
- Die wesentlichen Nachteile dieses Verfahrens sind in dessen lohnintensiven Arbeitsschritten und in den langen Instandsetzungszeiten zu sehen. Selbst kleine Beulen oder Dellen an Karosserien werden daher in der Regel zu kostspieligen Reparaturen. Darüber hinaus weisen die ausgebesserten Stellen häufig Abweichungen im Farbton oder Stuktur-unterschiede gegenüber der Originallackierung auf. Auch unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutz sind die beim Lackieren frei werdenden Dämpfe und Lacknebel negativ zu werten.
- Neben diesem konventionellen Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackierten Blechen ist ein Verfahren bekannt geworden, bei welchem kleinere Schäden der genannten Art ohne Nachlackierung behoben werden. Voraussetzung für die Anwendung dieses Verfahrens ist jedoch, daß bei der Entstehung der Delle der Lack selbst nicht beschädigt wurde, sondern das lackierte Blech lediglich eine Verformung erfahren hat. In diesem Fall ist es ausreichend, wenn die Delle selbst zurück verformt wird. Das genannte Verfahren umfaßt Reparaturtechniken und ein Werkzeugsystem, mittels derer man in vorteilhafter Weise die Delle reparieren kann, ohne dabei die Lackschicht zu beschädigen.
- Dem Verfahren liegt die Erkenntnis zugrunde, daß beim bloßen Zurückschlagen der Delle mittels eines Werkzeuges in der Delle ein Kraterring entsteht, der das Zurückverformen erheblich erschwert. Bei genanntem Verfahren wird die Delle daher mittels hebelartiger Werkzeuge gleichmäßig vom Rand der Delle zu deren Mitte hin zurück verformt. Je nach Profil der Delle werden Werkzeuge mit unterschiedlich geformten Spitzen eingesetzt. Um einen Zugang zu Dellen zu ermöglichen, die an ungünstigen Stellen liegen, sind die Werkzeuge in unterschiedlichen Formen und in jeweils verschiedenen Längen vorgesehen.
- Das Zurückbilden des Bleches in seine ursprüngliche Form nach dem genannten Verfahren erfordert in nachteiliger Weise jedoch eine große Erfahrung, gutes Augenmaß und hohe Geschicklichkeit. Da sämtliche Arbeiten in der Regel von der Rückseite der Delle ausgeführt werden, sind hiermit, insbesondere bei Dellen an unzugänglichen Stellen, vergleichsweise viele Arbeitsschritte erforderlich.
- Ausgehend von diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackierten Blechen anzugeben, welches die Vorteile des letztgenannten Verfahrens aufweist, die dargelegten Nachteile jedoch vermeidet. Insbesondere werden an die handwerkliche Geschicklichkeit deutliche geringere Anforderungen gestellt, so daß das vorgeschlagenen Verfahren einfacher umzusetzen ist.
- Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit folgenden Verfahrensschritten:
- a) Umwandlung der Delle in eine Beule, – durch Anwendung von Druck auf die Delle von der Rückseite des Bleches her, – vorzugsweise mittels genannter Hebel, – und/oder durch Anwendung von Zug auf die Delle von der Vorderseite des Bleches her – mittels eines auf die Delle geklebten Pfropfens und eines am Pfropfen angreifenden Ziehhammers,
- b) Bearbeiten der entstandenen Beule mit Ausbeulwerkzeugen, – vorzugsweise Dornen, Stiften oder Hämmern, von der Vorderseite des Bleches her bis dieses in seine ursprüngliche Form zurück versetzt ist.
- Bei vorliegendem Verfahren geht dem Arbeitsschritt, durch welchen das lackierte Blech letztlich in seine ursprüngliche Form zurück gebracht wird, ein Schritt voraus. Dieser Schritt sieht die Umwandlung der Delle in eine Beule vor. Ein wesentlicher Gedanke hierbei besteht darin, daß sich eine dem Handwerker zugewandte Beule wesentlich einfacher bearbeiten läßt als eine Delle.
- Bei der Überführung der Delle in eine Beule sieht die Erfindung zwei unterschiedliche Verfahrensvarianten vor, die jeweils für sich oder in Kombination miteinander anwendbar sind. Wesentlich bei jeder Ablaufvarianten ist, daß die vorhandene Lackschicht erhalten bleibt und durch die Bearbeitung der Delle keinerlei Schäden an der Lackierung verursacht werden.
- Die erste Variante baut auf dem oben genannten Verfahren nach dem Stand der Technik auf, bei welchem eine Delle, wie dargestellt, von deren Rückseite her mittels hebelartiger Werkzeuge verformt wird. Wie die Praxis gezeigt hat, gelingt die Rückbildung des Bleches hierbei am einfachsten, wenn die Delle vom Rand zur Mitte hin bearbeitet wird. Um die vorhandene Lackschicht bei der Bearbeitung der Delle nicht zu beschädigen ist in jedem Fall eine behutsames Vorgehen erforderlich.
- Im Unterschied zu genanntem Verfahren nach dem Stand der Technik wird bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung jedoch nicht angestrebt, das Blech in seine ursprüngliche Form zurück zu versetzen. Ziel bei vorliegendem Verfahren ist vielmehr, die Delle nur in soweit zu bearbeiten, daß sie in eine Beule übergeht. Einer wesentlichen Überlegung der Erfindung entsprechend erfordern die hierzu notwendigen Arbeitsschritte weitaus weniger Präzision, sie sind daher mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand und ohne übermäßig hohes handwerkliche Geschick durchzuführen. Da Dellen zudem häufig hinter Verstrebungen liegen und mit den hebelartigen Werkzeugen oft unter komplizierten Winkeln oder aus schwierigen Positionen heraus bearbeitet werden müssen, bedeutet die vorgeschlagene Arbeitsweise eine nicht unerhebliche Erleichterung.
- Die zweite Verfahrensvariante zur Überführung der Delle in eine Beule sieht die Verwendung eines Ziehhammers vor. Hierbei wird mittels eines geeigneten Klebers ein Pfropfen auf die Delle geklebt und daran der Ziehhammer befestigt. Die mit dem Ziehhammer ausgeführten Schläge erzeugen dann am Blech Zugkräfte, welche ein schrittweise Herausziehen der Delle bewirken. In aller Regel ist es dabei nicht möglich, die Hammerschläge und die hierdurch verursachten Zugkräfte so zu dosieren, daß nach Abschluß der Arbeit mit dem Ziehhammer die Delle in die ursprüngliche Form des Bleches zurückgeführt ist. Gemäß vorliegender Erfindung ist daher vorgesehen, vorliegenden Arbeitsschritt solange durchzuführen, bis aus der Delle eine Beule erzeugt ist, um diese dann einer weiteren Bearbeitung zu unterziehen.
- In einem letzten Arbeitsschritt wird die so erzeugte Beule schließlich mit Ausbeulwerkzeugen bearbeitet, wobei hierfür vorzugsweise Dornen, Stifte oder Hämmer eingesetzt werden. Der hierfür erforderlichen Tätigkeiten sind vergleichsweise einfach und in relativ kurzer Zeit auszuführen. Eine abschließenden Lackierung entfällt bei vorliegendem Verfahren, da alle Arbeitsschritte so ausgeführt werden, daß die vorhandene Lackschicht unbeschädigt bleibt.
- Durch das vorgeschlagene Verfahren gestaltet sich der Arbeitsablauf und der Arbeitsaufwand zur Rückführung der Beule in die ursprüngliche Form des Bleches insgesamt wesentlich einfacher als bei der unmittelbaren Überführung einer Delle in die ursprüngliche Form. Die vorteilhafte Folge hiervon ist, daß bei vorliegendem Verfahren wesentlich kürzere Instandsetzungszeiten und folglich geringere Lohnkosten als bei den bekannten Verfahren anfallen.
- Um die dargelegten Arbeitsschritte zum Ausbeulen von Dellen erfolgreiche durchführen zu können, ist neben einer gewissen handwerklichen Geschicklichkeit gutes Werkzeug von Bedeutung.
- Bei einer Weiterbildung des Verfahrens ist daher vorgesehen, Ausbeulwerkzeuge aus Kunststoff oder mit Kunststoffkappen überzogene Werkzeuge einzusetzen. Durch den Einsatz von Werkzeugen dieser Ausbildung ist sicher gestellt, daß bei der Bearbeitung des Bleches die vorhandene Lackschicht erhalten bleibt und keinerlei Schäden an der Lackierung verursacht werden.
- Zur Ausrüstung an Werkzeugen gehört neben den oben genannten Hebeln auch der angesprochene Ziehhammer. Eine bevorzugte Ausführung diese Werkzeuges weist einen Stab auf, an welchem ein Hammergewicht verschieblich festgelegt ist. Das eine Ende des Stabes wird mittels des genannten Pfropfens am zu bearbeitenden Blech befestigt, während dessen anderes Ende einen Anschlag aufweist, gegen den das Hammergewicht anschlägt. Diese Ausbildung führt dazu, daß die eigentliche Hammerbewegung von der Beule weg gerichtet ist. Der beim Aufschlagen des Hammergewichts auf den Anschlag entstandene Kraftstoß wird daher über den Stab und den Pfropfen auf das zu bearbeitende Blech übertragen, wodurch die Delle Schritt um Schritt zurück verformt wird. Die Bearbeitung mit dem Ziehhammer wird so lange durchgeführt, bis die Delle in eine leichte Beule übergegangen ist.
- Besonders hohe Ansprüche werden beim Einsatz des Ziehhammers an den Kleber zum Aufkleben des Pfropfens gestellt. Er muß einerseits eine hohe Klebkraft aufweisen, um den Kraftfluß vom Pfropfen auf das Blech zu vermitteln, andererseits muß er nach teilweise oder gänzlichem Abschluß der Ausbeularbeiten vom Blech lösbar sein, ohne Beschädigungen an der Lackschicht hervorzuru fen. Vorgeschlagen wird seitens der Erfindung ein Kleber, welcher mittels Lösungsmittel oder durch Zufuhr von Strahlungsenergie, vorzugsweise Wärme, vom Untergrund ablösbar ist. Beide Methoden stellen eine schonende Ablösung des Pfropfens vom lackierten Blech sicher.
- Bei der Durchführung des Ausbeulvorganges ist eine ständige Überwachung des Arbeitsfortschrittes unerläßlich. Die Erfindung sieht hierfür eine spezielle Stableuchte vor, die so positioniert wird, daß das Spiegelbild der brennenden Leuchte, vom Standort des Anwenders aus im Bereich der Delle/Beule zu beobachten ist. Bevorzugt werden Ausführungen der Leuchte mit zwei parallel zueinander und in geringem Abstand voneinander angeordneten Leuchtstoffröhren. Das Spiegelbild zeigt dann ebenfalls zwei Lichtbänder, die im Falle einer ebenen reflektierenden Oberfläche parallel zueinander verlaufen, bei geringfügigen Abweichungen von der Ebenheit jedoch einen gekrümmten Verlauf mit einem kontinuierlich sich änderndem Abstand aufweisen.
- Im Bereich von Dellen oder Beulen nehmen die Lichtbänder ein charakteristischen Aussehen an, das durch stark gekrümmt verlaufende Lichtbänder gekennzeichnet ist, zwischen denen die Beule/Delle eingeschlossen ist. Bereits geringfügige Änderungen der Tiefe der Beule/Delle führen zu einer deutlich erkennbaren Änderung der Position der Lichtbänder. Anhand des Verlaufs der Lichtbänder läßt sich der Arbeitsfortschritt daher sehr genau verfolgen. Der Vorteil dieses Verfahrens ist in dessen einfachen Mitteln zu sehen, die dennoch sehr effizient arbeiten.
- Insbesondere bei der ersten Verfahrensvariante, bei welcher zum Ausbeulen der Delle Hebel eingesetzt werden, ist die vorgeschlagene Stableuchte ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Bei jener Ver fahrensvariante werden die Hebelwerkzeuge fast immer außerhalb des Blickfeldes angewendet, beispielsweise an der Unter- oder Innenseite der Karosserie. An welcher Stelle sich das Werkzeug befindet und was es dort bewirkt, muß jedoch von der Außenseite der Karosserie her beurteilt werden. Hierbei erweist sich die vorgeschlagene Stableuchte als sehr wirksames Nachweisinstrument. Selbst Beschädigungen des Blechs, die in normalem Tageslicht nicht mehr zu erkennen sind, fallen unter der genannten Beleuchtung noch auf.
- Bei Anwendung der vorgeschlagenen Stableuchte hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Entfernung der Lampe zur Delle/Beule in Abhängigkeit von deren Tiefe unterschiedlich vorgegeben wird. Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist daher vorgesehen, daß bei vergleichsweise tiefen Dellen/Beulen die Leuchte nahe bei der Delle/Beule und bei vergleichsweise flachen Dellen/Beulen in größerer Entfernung von der Delle/Beule positioniert wird. Im Ergebnis erhält man hierdurch jeweils ein Spiegelbild der Leuchtstoffröhren, das auf Änderungen der Dellen-/Beulentiefe mit einer optimaler Empfindlichkeit reagiert.
- Wie die Praxis gezeigt hat, ist auch die Ausrichtung der Stablampe in Abhängigkeit von der Form der beschädigten Stelle von Bedeutung. Vorgeschlagen wird daher, bei langgestreckten Dellen/Beulen die Längsausdehnung der Leuchte im wesentlichen in Richtung der Längsausdehnung der Delle/Beule auszurichten. Auch hierdurch wird die Nachweisbarkeit von Unebenheiten in lackierten Blechen mittels genannter Stablampe erhöht.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgenden Teil der Beschreibung entnehmen. In die sem Teil wird die Anwendung des Ziehhammers anhand einer schematischen Zeichnung erläutert.
-
1 zeigt: einen Längsschnitt durch den Ziehhammer und das zu bearbeitende Blech - Der in
1 dargestellte Ziehhammer1 findet Anwendung bei Variante zwei des Verfahrens zur Überführung einer Delle in eine Beule. Das mit einer Delle2 behaftete lackierte Blech ist mit dem Bezugszeichen3 gekennzeichnet. Die Delle2 wird zur Vorderseite3a des Bleches3 hin – bei vorliegender Darstellung in die nach rechts weisende Richtung – verformt. Wie der Figur zu entnehmen ist, umfaßt der Ziehhammer1 einen Stab4 , an welchem ein Hammergewicht5 verschieblich festgelegt ist. Das eine Ende4a des Stabes4 ist mit einem Pfropfen6 verbunden, der mittels eines geeigneten Klebers7 von der Vorderseite3a des Bleches3 auf Delle2 geklebt wurde. Das andere Endes4b des Stabes weist einen Anschlag8 auf, gegen den das Hammergewicht5 bei einer Bewegung nach rechts anschlägt. Der Anschlag8 ist gleichzeitig als Griff zum Halten des Ziehhammers1 ausgebildet. Zur Dämpfung des Hammergewichts bei dessen Bewegung in Richtung zum Blech3 dient eine Feder9 . - Beim Anschlagen des Hammergewichtes
5 am Anschlag8 werden am Blech3 Zugkräfte erzeugt, welche ein schrittweise Herausziehen der Delle2 bewirken. Dieser Arbeitsschritt wird solange wiederholt bis die Delle2 in eine (nicht dargestellte) Beule überführt worden ist. Letztere wird dann in einem anschließenden Arbeitsschritt mittels Ausbeulwerkzeugen in die ursprüngliche Form des Bleches zurückgeführt. Der hierbei anfallende Arbeitsaufwand ist jedoch vergleichsweise gering, da eine dem Handwerker zugewandte Beule sich wesentlich einfacher als eine Delle bearbeiten läßt. Da bei vorliegendem Verfahren alle Arbeitsschritte so ausgeführt werden, daß die vorhandene Lackschicht unbeschädigt bleibt, entfällt eine abschließenden Lackierung. - Im Ergebnis gestaltet sich beim vorgeschlagenem Verfahren der Arbeitsablauf und der Arbeitsaufwand zur mittelbaren Rückführung der Beule in die ursprüngliche Form des Bleches insgesamt wesentlich einfacher als bei der unmittelbaren Überführung einer Delle in die ursprüngliche Form.
Claims (7)
- Verfahren zur Beseitigung von Dellen in lackiertem Blech, insbesondere an Autokarosserien, unter Verwendung von Ausbeulwerkzeugen, wie gekröpften Hebeln mit vorzugsweise gerundetem Kopf, Dornen, Stiften oder Hämmern, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte a) Umwandlung der Delle (
2 ) in eine Beule, – durch Anwendung von Druck auf die Delle (2 ) von der Rückseite des Bleches her, – vorzugsweise mittels genannter Hebel, – und/oder durch Anwendung von Zug auf die Delle (2 ) von der Vorderseite (3a ) des Bleches (3 ) her – mittels eines auf die Delle (2 ) geklebten Pfropfens (6 ) und eines am Pfropfen (6 ) angreifenden Ziehhammers (1 ), b) Bearbeiten der entstandenen Beule mit Ausbeulwerkzeugen, – vorzugsweise Dornen, Stiften oder Hämmern von der Vorderseite (3a ) des Bleches (3 ) her bis dieses in seine ursprüngliche Form zurück versetzt ist. - Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß – Ausbeulwerkzeuge aus Kunststoff oder mit Kunststoffkappen überzogene Werkzeuge eingesetzt werden.
- Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß – der verwendete Ziehhammer (
1 ) einen Stab (4 ) aufweist, – an welchem ein Hammergewicht (5 ) verschieblich festgelegt ist, – und dessen eines Ende (4a ) am Pfropfen (6 ) befestigt ist, – während dessen anderes Ende (4b ) einen Anschlag (8 ) aufweist, – gegen den das Hammergewicht (5 ) anschlägt. - Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, daß – der zum Aufkleben des Pfropfens (
6 ) verwendete Kleber (7 ) mittels Lösungsmittel oder durch Zufuhr von Strahlungsenergie, vorzugsweise Wärme, vom Blech (3 ) ablösbar ist. - Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, daß – der Fortschritt des Ausbeulvorganges mittels des Spiegelbildes einer brennenden Stableuchte, – vorzugsweise zweier Leuchtstoffröhren, sichtbar gemacht wird, – welches vom Standort des Anwenders aus im Bereich der Delle/Beule zu beobachten ist.
- Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, daß – bei vergleichsweise tiefen Dellen/Beulen die Leuchte nahe bei der Delle/Beule – und bei vergleichsweise flachen Dellen/Beulen in größerer Entfernung von der Delle/Beule positioniert wird.
- Verfahren zur Beseitigung von Dellen nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, daß – bei langgestreckten Dellen/Beulen die Längsausdehnung der Leuchte im wesentlichen in Richtung der Längsausdehenung der Delle/Beule weist.
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2002
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