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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung eines Elektrofahrzeugs,
das von Elektromotoren angetrieben wird, und insbesondere die Steuerung
beim Schalten des Elektrofahrzeugs von Vorwärtsfahrt auf Rückwärtsfahrt.
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Ein
Elektrofahrzeug dieser Art ist zum Beispiel in der offengelegten
japanischen Patentpublikation Nr. JP 03-098404 AA mit der Bezeichnung "Kompakt-Elektrofahrzeug" beschrieben. Dieses
Elektrofahrzeug hat einen Elektromotor als Antriebsquelle, eine
Antriebsschaltung für
den Elektromotor, eine elektromagnetische Bremse, die bei Bestromung
die Bremse löst,
eine Steuereinheit zum Steuern des Elektromotors und der elektromagnetischen
Bremse, ein Beschleunigungseinstellvolumen und einen Schalter zum
Schalten zwischen Vorwärts-
und Rückwärtsfahrt,
mit dem man Vorwärtsfahrt
oder Rückwärtsfahrt
und eine niedrige, mittlere oder hohe Geschwindigkeit wählen kann.
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Um
mit Hilfe des Schalters die Richtung des Elektrofahrzeugs von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt umzuschalten,
wird das Beschleunigungseinstellvolumen vor dem Vorwärts/Rückwärts-Schalten
des Schalters auf Null zurückgestellt
(Motordrehung Null).
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Aus
irgendeinem Grund kann der Schalter jedoch ohne Nullrückstellung
des Beschleunigungseinstellvolumens von Vorwärtsfahrt auf Rückwärtsfahrt gestellt
werden. Dies erfordert die Umkehrung der Polarität einer Motorantriebsschaltung,
was zur Einwirkung einer hohen Last auf die die Motorantriebsschaltung
bildenden Schaltelemente führt.
Um dieser Last standhalten zu können,
müssen
Schaltelemente mit großer
Kapazität
verwendet werden.
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Schaltelemente
mit großer
Kapazität
sind unvermeidbar teuer und groß.
Dies führt
zu unerwünscht
hohen Kosten des Fahrzeugs. Daher wünscht man sich ein Elektrofahrzeug,
bei welchem die auf die Motorsteuerschaltung wirkende Last reduziert
werden kann.
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Aus
Dokument
DE 198 33
873 A1 ist ein Elektrofahrzeug bekannt, dass durch Elektromotoren angetrieben
wird, mit einem Richtungssteuerhebel, der zwischen einer Vorwärts-Fahrposition,
einer neutralen Position und einer Rückwärts-Fahrposition verschwenkt
werden kann.
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Das
Dokument
DE 195 06
148 A1 zeigt eine Steuerung einer Getriebeanordnung eines
Kraftfahrzeugs, wobei der momentanen Fahrgeschwindigkeit eine kritische
Zeitdauer zugeordnet wird, die mindestens vergangen sein muss, bevor
das Fahrzeug bei einem Fahrtrichtungswechsel in die entgegengesetzte
Fahrtrichtung beschleunigt wird. Die kritische Zeitdauer wird mindestens
aus der Summe der Verzögerungszeit
und der Umschaltzeit gebildet.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein durch Elektromotoren angetriebenes Elektrofahrzeug bereitgestellt,
umfassend: ein richtungsabhängiges Geschwindigkeitselement
zur Anweisung von Vorwärtsfahrt,
Neutralbereich und Rückwärtsfahrt
des Fahrzeugs und zur Einstellung der Fahrzeuggeschwindigkeit; die
Elektromotoren, die in Übereinstimmung
mit der Betätigung
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitselements arbeiten; und eine Steuereinheit für die Durchführung einer
Steuerung in der Weise, dass bei Erfüllung von zwei Bedingungen,
nämlich
dass die von dem richtungsabhängigen Geschwindigkeitselement
benötigte
Zeit zum Passieren des Neutralbereichs kürzer ist als ein Schwellenwert
und dass sich die Elektromotoren zu einem Zeitpunkt, an dem das
richtungsabhängige
Geschwindigkeitselement von einem Neutralbereich in einen Rückwärtsbereich
geschaltet wird, immer noch in Vorwärtsrichtung drehen, gewartet
wird, bis die Drehzahl der Elektromotoren Null ist, und in den normalen Rückwärtsbetrieb
geschaltet wird, nachdem eine Zeit verstrichen ist, die ab dem Erreichen
der Drehzahl Null der Elektromotoren von den Motorantriebsschaltungen
benötigt
wird, um vorwärts/rückwärts zu schalten.
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Erfindungsgemäß wird daher
zuerst ermittelt, ob das richtungsabhängige Geschwindigkeitselement
auf eine "normale" oder eine "hohe Geschwindigkeit" geschaltet ist.
Wird die "hohe Geschwindigkeit" ermittelt, wird
erfindungsgemäß gewartet,
bis die Drehzahl der Elektromotoren Null wird, und es wird weiter
gewartet, bis die von den Motorschaltungen benötigte Zeit zum Vorwärts/Rückwärts-Schalten verstrichen
ist, woraufhin die Rückwärtssteuerung durchgeführt wird.
Dadurch kann die auf die Motorschaltungen wirkende elektrische Last
zugunsten einer Reduzierung der Kapazität der Schaltelemente und der
Kosten für
die Schaltungen reduziert werden.
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Ist
jedoch die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs niedrig, wird das Fahrzeug
während
der von den Motorantriebsschaltungen für das Vorwärts/Rückwärts-Schalten benötigten Zeitspanne betrieben,
da beim Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitselements
mit hoher Geschwindigkeit von der Vor wärtsfahrt auf Rückwärtsfahrt
keine hohe Last auf die Motorschaltkreise ausgeübt wird. Das Ergebnis ist ein
gleichmäßiger Betrieb.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung werden nachstehend lediglich anhand eines Beispiels
unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen im Detail beschrieben.
In den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
Draufsicht auf eine Schneeräummaschine
mit einer Maschine und Elektromotoren, die als Beispiel für ein erfindungsgemäßes Elektrofahrzeug
dient;
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2 eine
Ansicht in Richtung des Pfeils 2 in 1 zur Darstellung
eines Steuerungsabschnitts der Schneeräummaschine;
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3 eine
Ansicht in Richtung des Pfeils 3 in 2 zur Darstellung
eines Linkswende-Steuerhebels und eines Antriebsvorbereitungshebels;
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4 ein
Diagramm des Steuersystems der in 1 dargestellten
Schneeräummaschine;
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5 ein
Diagramm zur Darstellung des Aktionsbereichs eines in
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4 gezeigten
richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels;
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6A u. 6B jeweils
eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Elektromotorantriebsschaltung
und einer Modentabelle;
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7(a) bis 7(f) jeweils
Diagramme zur Darstellung des Verhältnisses zwischen dem richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebel
der vorliegenden Erfindung und der Fahrgeschwindigkeit;
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8 ein
Ablaufdiagramm entsprechend den 7(a) bis 7(f) zur Darstellung der Bestimmung, ob
der richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel mit einer hohen Geschwindigkeit geschaltet wird
oder nicht;
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9(a) bis 9(e) Zeitablaufdiagramme
zur Darstellung der normalen Startsteuerung der vorliegenden Erfindung;
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10 ein
Steuerungsablaufdiagramm entsprechend den 9(a) bis 9(e);
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11(a) bis 11(e) Zeitablaufdiagramme
zur Darstellung der Startsteuerung bei Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
mit hoher Geschwindigkeit;
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12 ein
Steuerungsablaufdiagramm entsprechend 11.
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Die
folgende Beschreibung hat lediglich beispielhaften Charakter und
soll weder die Erfindung noch deren Anwendung oder Benutzung einschränken.
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Zunächst wird
auf 1 Bezug genommen, in der eine Schneeräummaschine 10 als
Beispiel für ein
erfindungsgemäßes Elektrofahrzeug
dargestellt ist. Die Schneeräummaschine 10 hat
eine an einem Maschinenkörper 11 montierte
Maschine 12. Die Schneeräummaschine 10 hat
ferner einen Arbeitsabschnitt, der aus einer Räumschnecke 13 und
einem Gebläse 14,
die an der Front des Maschinenkörpers 11 angeordnet
sind, aus Raupenketten 15L und 15R, die auf der
linken und der rechten Seite des Maschinenkörpers 11 angeordnet
sind, und einem Steuerungspult 16 auf der Rückseite
des Maschinenkörpers 11 be steht.
Die Schneeräummaschine 10 ist eine
benutzergeführte
Arbeitsmaschine, hinter deren Steuerungspult 16 der Benutzer
hergeht.
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Die
Maschine 12 treibt einen Generator 17 und über eine
elektromagnetische Kupplung 18 und einen Riemen 19 die
Räumschnecke 13 und
das Gebläse 14 drehend
an.
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Von
dem Generator 17 erzeugte elektrische Energie wird über eine
unter dem Steuerungspult 16 angeordnete Batterie 43 (siehe 4)
einem linken und einem rechten Elektromotor 25L und 25R für den Antrieb
eines linken und eines rechten Antriebsrads 23L und 23R zugeführt.
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Die
Räumschnecke 13 nimmt
Schnee, der sich auf dem Boden anhäuft, zur Mitte hin auf. Das Gebläse 14 wirft
den durch die Räumschnecke 13 aufgenommenen
Schnee über
einen Auswurfkamin 21 zur Außenseite der Maschine ab. Die
Räumschnecke 13 ist
durch ein Räumschneckengehäuse 22 abgedeckt.
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Die
linke Raupenkette 15L läuft über und
um das linke Antriebsrad 23L und ein linkes angetriebenes
Rad 24L, wobei das linke Antriebsrad 23L in dieser
Ausführungsform
durch den linken Elektromotor 25L in Vorwärtsrichtung
und Rückwärtsrichtung
gedreht wird. Die rechte Raupenkette 15R läuft über und
um das rechte Antriebsrad 23R und ein rechtes angetriebenes
Rad 24R, wobei das rechte Antriebsrad 23R durch
den rechten Elektromotor 25R in Vorwärtsrichtung und Rückwärtsrichtung
gedreht wird.
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Bei
einer konventionellen Schneeräummaschine
treibt eine einzige Maschine (ein Benzin- oder ein Dieselmotor)
sowohl ein Arbeitssystem (Räumschnecken-Rotationssystem)
als auch ein Fahrsystem (Raupenantrieb) an. In dieser Ausführungsform treibt
die Maschine 12 das Arbeitssystem (Räumschnecken-Rota tionssystem)
an, und die Elektromotoren 25L und 25R sorgen
für den
Antrieb des Fahrsystems (Raupenantrieb).
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Elektromotoren
eignen sich für
die Fahrgeschwindigkeitssteuerung, die Kurvensteuerung und die Vorwärts/Rückwärts-Schaltsteuerung
der Schneeräummaschine 10.
Eine leistungsfähige Brennkraftmaschine
ist für
den Antrieb des Arbeitssystems, das häufigen Lastwechseln unterliegt,
geeignet.
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Wie
in 2 gezeigt ist, hat das Steuerungspult 16 an
der Frontfläche
einer dem Benutzer zugekehrten Steuerbox 27 einen Hauptschalter 28,
einen Motor-Choke 29,
einen Kupplungssteuerknopf 31 und andere Komponenten. An
der Oberfläche
der Steuerbox 27 befinden sich ein Hebel 31 für die Einstellung
der Schneeauswurfrichtung, ein Hebel 33 für die Einstellung
der Orientierung des Räumschneckengehäuses, ein
richtungsabhängiger
Geschwindigkeitshebel 34 als richtungsabhängiges Geschwindigkeitsanweisungselement
für das
Antriebssystem und ein Motordrosselhebel 35 für das Arbeitssystem. Rechts
an der Steuerbox 27 sind ein Griff 36 und ein Rechtswendesteuerhebel 37R vorgesehen.
Auf der linken Seite der Steuerbox 27 befinden sich ein
Griff 36L, ein Linkswendesteuerhebel 37L und ein
Antriebsvorbereitungshebel 38.
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Der
Linkswendesteuerhebel und der Rechtswendesteuerhebel 37L und 37R sind
Bremshebeln ähnlich,
können
aber, wie nachstehend erläutert
wird, keine volle Bremswirkung bereitstellen. Der Linkswendesteuerhebel
und der Rechtswendesteuerhebel 37L und 37R werden
betätigt,
um für
die Kurvenbewegung des Maschinenkörpers 11 die Drehzahl
des linken und des rechten Elektromotors 25L und 25R zu
reduzieren. Deshalb werden diese Komponenten nicht als Bremshebel,
sondern als Steuerhebel bezeichnet.
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Der
Hauptschalter 28 ist ein bekannter Schalter, in den ein
Hauptschlüssel
gesteckt und zum Starten der Maschine gedreht werden kann. Um die Dichte
des Luft-Kraftstoff-Gemisches zu erhöhen, kann man den Choke 29 ziehen.
Für eine Änderung der
Richtung des Auswurfkamins 21 (siehe 1) wird
der Hebel 33 zur Einstellung der Schneeauswurfrichtung
betätigt.
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In 3 ist
gezeigt, dass durch eine Betätigung
des Linkswendesteuerhebels 37L ein Arm 39a eines
Potentiometers 39L in einem Winkel in eine anhand der gedachten
Linien gezeigte Position gedreht werden kann. Das Potentiometer 39L erzeugt
elektrische Informationen in Übereinstimmung
mit der Drehstellung des Arms 39a.
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Der
Antriebsvorbereitungshebel 38 ist um eine an einem Holm 20 befestigte
Achse 38a drehbar und ist durch eine Dehnungsfeder 41 konstant
in eine Abschaltrichtung des Schalters 42 vorgespannt.
Bewegt der Benutzer den Antriebsvorbereitungshebel 38 mit
seiner linken Hand in Richtung auf den linken Griff 36L,
wird der Schalter 42 aktiviert. Kurz ausgedrückt: eine
Betätigung
des Antriebsvorbereitungshebels 38 dreht den Schalter 42 von
AUS nach AN. Das AN-Signal wird einer in 4 dargestellten Steuereinheit 44 zugeleitet.
Die Steuereinheit 44 erkennt nach Empfang des AN-Signals,
dass die Antriebsvorbereitung abgeschlossen ist.
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4 zeigt
ein Diagramm des elektrischen Systems der erfindungsgemäßen Schneeräummaschine.
Die Steuereinheit 44 ist in dem Steuerungspult vorgesehen.
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Die
Maschine 12 wird bei Anschalten des Hauptschalters 28 durch
die Drehung eines mit der Batterie 43 verbundenen Starters
(nicht gezeigt) gestartet. Die Maschine 12 treibt den Generator 17 drehend
an, und die abgegebene Energie wird in die Batterie 43 gespeist.
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Der
Motordrosselhebel 35 ist über ein nicht gezeigtes Drosselkabel
mit einer Drosselklappe 48 verbunden. Den Motordrosselhebel 35 betätigt man, um
die Öffnung
der Drosselklappe 48 und damit die Drehzahl der Maschine 12 einzustellen.
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Eine
Betätigung
des Antriebsvorbereitungshebels 38 dreht den Schalter 42 auf
AN. Das AN-Signal wird zur Steuereinheit 44 geleitet. Die
Betätigung
des Antriebsvorbereitungshebels 38 erlaubt die Betätigung des
Kupplungssteuerknopfes 31. In diesem Zustand wird der Kupplungssteuerschalter 31 betätigt, damit
die elektromagnetische Kupplung 18 des Arbeitssystems 54 in
den aktivierten Zustand gebracht wird, um das Gebläse 14 und
die Räumschnecke 13 drehend
anzutreiben. Der deaktivierte Zustand der elektromagnetischen Kupplung 18 wird hergestellt,
indem man entweder den Antriebsvorbereitungshebel 38 loslässt oder
zum Deaktivieren der Kupplung den Kupplungssteuerknopf 31 betätigt.
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Die
Schneeräummaschine
dieser Ausführungsform
hat eine linke und eine rechte elektromagnetische Bremse 51L und 51R als
Bremsen, die den Parkbremsen eines normalen Fahrzeugs entsprechen.
Die elektromagnetischen Bremsen 51L und 51R werden
in einen Bremszustand gebracht, wenn der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel 34 in einen
Neutralbereich bewegt wird. Im AN-Zustand des Hauptschalters 28 (Startposition)
und bei betätigtem
Antriebsvorbereitungshebel 38, mit anderen Worten, wenn
zwei Bedingungen erfüllt
sind, bringt das Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels 34 in
eine Vorwärtsposition
oder in eine Rückwärtsposition
die elektromagnetischen Bremsen 51L und 51R in
einen gelösten
Zustand (Nichtbremszustand), wodurch die Schneeräummaschine vorwärts oder
rückwärts angetrieben
wird.
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Der
richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel 34 ist im Detail in 5 gezeigt.
Wie in 5 zu sehen ist, kann der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel 34 zwischen
einem Vorwärtsbereich,
einem Neutralbereich und einem Rückwärtsbereich
verschoben werden. Im Vorwärtsbereich
bedeutet Lf langsame Vorwärtsfahrt
und Hf schnelle Vorwärtsfahrt.
Die Vorwärtsfahrgeschwindigkeit
ist zwischen Lf und Hf einstellbar. Insbesondere wird der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel 34 betätigt, um über die
Steuereinheit 44 und einen in 4 gezeigten
linken und rechten Motortreiber 52L und 52R die
Anzahl der Umdrehungen des linken und des rechten Elektromotors 25L und 25R einzustellen.
Im Rückwärtsbereich
bedeutet Lr langsame Rückwärtsfahrt
und Hr schnelle Rückwärtsfahrt.
Die Rückwärtsfahrgeschwindigkeit
ist zwischen langsamer Rückwärtsfahrt
Lr und schneller Rückwärtsfahrt
Hr steuerbar/regelbar.
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Ein
in 4 gezeigtes Potentiometer 49 dient – wie in 5 gezeigt – zur Erzeugung
einer Spannung von 0 Volt bei der höchsten Rückwärtsfahrgeschwindigkeit, einer
Spannung von 5 Volt bei der höchsten
Vorwärtsfahrgeschwindigkeit
und einer Spannung von 2,3 bis 2,7 Volt im Neutralbereich.
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Die
Steuereinheit 44 empfängt
die Positionsinformation des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels 34 von
dem Potentiometer 49 und steuert die Drehrichtung und Drehzahl
des linken und des rechten Elektromotors 25L und 25R über den
linken und den rechten Motortreiber 52L und 52R.
Die Drehzahl des linken und des rechten Elektromotors 25L und 25R wird
jeweils mit Hilfe von Rotationssensoren 53L und 53R erfasst,
und die Erfassungssignale werden zur Steuereinheit 44 zurückgeführt. Auf
Grundlage der Erfassungssignale steuert/regelt die Steuereinheit 44 die
Drehzahl der Elektromotoren 25L und 25R auf einen
vorgegebenen Wert. Infolgedessen drehen sich das linke und das rechte
Antriebsrad 23L und 23R mit einer vorgegebenen
Geschwindigkeit in der gewünschten
Richtung und treiben das Fahrzeug an.
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Zum
Bremsen des Fahrzeugs werden die folgenden Schritte durchgeführt. Die
Motortreiber 52L und 52R dieser Ausführungsform
enthalten regenerative Bremskreise 54L und 54R,
und in dieser Ausführungsform
können
die Elektromotoren 25L und 25R durch elektrisches
Schalten in Generatoren für Energie erzeugung
geändert
werden. Die Erzeugung einer Spannung, die höher ist als die Batteriespannung,
ermöglicht
die Speicherung von elektrischer Energie in der Batterie 43.
Dies ist das Funktionsprinzip von regenerativen Bremsen.
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Das
linke Potentiometer 39L erfasst den Betätigungsgrad des Linkswendesteuerhebels 37L.
In Reaktion auf ein von dem linken Potentiometer 39L erfasstes
Signal aktiviert die Steuereinheit 44 den linken regenerativen
Bremskreis 54L und reduziert die Drehzahl des linken Elektromotors 25L.
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Das
rechte Potentiometer 39R erfasst den Betätigungsgrad
des Rechtswendesteuerhebels 37R. In Reaktion auf ein von
dem rechten Potentiometer 39R erfasstes Signal aktiviert
die Steuereinheit 44 den rechten regenerativen Bremskreis 54R und reduziert
die Drehzahl des rechten Elektromotors 25R.
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Dadurch
macht die Schneeräummaschine eine
Kurve nach links, wenn der Linkswendesteuerhebel 37L betätigt wird,
und eine Kurve nach rechts, wenn der Rechtswendesteuerhebel 37R betätigt wird.
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Eine
beliebige der im Folgenden genannten Operationen stoppt die Fahrt
der Schneeräummaschine.
- i) Rückstellen
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels 34 in die Neutralposition;
- ii) Loslassen des Antriebsvorbereitungshebels 38;
- iii) Rückstellen
des Hauptschalters auf AUS.
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Kurzschlussbremskreise 55L und 55R werden
zum Stoppen benutzt. Der linke Kurzschlussbremskreis 55L schließt die beiden
Pole des Elektromotors 25L kurz. Der Kurzschluss bringt
die Elektromotoren in einen plötzlich
gebremsten Zustand. Der rechte Kurzschlussbremskreis 55R arbeitet
in der gleichen Weise.
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Das
Rückstellen
des Hauptschalters 28 in die AUS-Position, nachdem die
Schneeräummaschine
zu fahren aufgehört
hat, aktiviert die elektromagnetischen Bremsen 51L und 51R zum
Anlegen der Parkbremsen.
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Nunmehr
wird der Antrieb der in dieser Ausführungsform verwendeten Elektromotoren
mit Bezug auf die 6A und 6B beschrieben.
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In 6A ist
ein oberer Teilabschnitt der Antriebsschaltung 56L des
Elektromotors 25L (die obere Hälfte der Schaltung) mit einer
Energiequelle 58 verbunden. Ein unterer Teilabschnitt (die
untere Hälfte
der Schaltung) ist mit der Erde 59 verbunden. In einem
linken oberen Teilabschnitt und in einem linken unteren Teilabschnitt
sind ein E-Antriebselement 61 bzw. ein F-Antriebselement 62 angeordnet.
In einem rechten oberen Teilabschnitt und in einem rechten unteren
Teilabschnitt sind ein G-Antriebselement 63 bzw. ein H-Antriebselement 64 angeordnet.
Dioden 65 bis 68 sind mit den E- bis H-Antriebselementen 61 bis 64 parallelgeschaltet
und arbeiten als Überbrückungsschaltungen.
Die E- bis H-Antriebselemente 61 bis 64 werden
in Abhängigkeit
von Steuersignalen an- und abgeschaltet.
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Feldeffekttransistoren
(FETs) eignen sich für die
E- bis H-Antriebselemente 61 bis 64. Gewöhnliche
Transistoren sind niederohmige Bauteile, die durch Strom aktiviert
werden, während
FETs hochohmige Bauteile sind, die durch Spannung aktiviert werden.
Wegen ihrer Hochohmigkeit sind FETs allgemein für die Zwischenschaltung in
der Schaltung 56L geeignet, wie das in der Figur gezeigt
ist. Nachteile von FETs sind jedoch, dass sie im Vergleich zu anderen
elektronischen Bauteilen langsam arbeiten und eine lange Betriebsdauer
benötigen.
Die zur Betriebsdauer äquivalente
Zeit wird in der vorliegenden Beschreibung als t2 bezeichnet. Die
Zeit t2 wird im Folgenden erläutert.
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6B ist
eine Modentabelle für
die elektrischen Motorantriebsschaltungen, wobei links in der Tabelle
die Modenbezeichnungen und rechts in der Tabelle der AN- oder AUS-Zustand
der E- bis H-Antriebselemente angegeben sind.
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In
einem Kurzschlussbremsmodus sind die F- und H-Antriebselemente AN
und die E- und G-Antriebselemente AUS. In 6A ist
die Energiequelle 58 von dem Elektromotor 25L isoliert,
um einen Kurzschluss im unteren Halbbild zu erzeugen. Der Elektromotor 25L erfährt daher
eine plötzliche
Bremsung. Dieser Zustand wird Kurzschlussbremse genannt.
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In
einem Vorwärtsmodus
sind die E- und H-Antriebselemente AN und die F- und G-Antriebselemente AUS. In 6A fließt Strom
in der angegebenen Reihenfolge durch das E-Antriebselement, den
Elektromotor 25L und das H-Antriebselement 64, wodurch
der Elektromotor 25l vorwärts gedreht wird. In einem
Rückwärtsmodus
wird der Elektromotor 25L unter umgekehrten Bedingungen
rückwärts gedreht.
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In
einem freien Modus sind die E- bis H-Antriebselemente alle AUS.
Da kein Strom durch den Motor fließt, wird der Leerlauf des Motors
ermöglicht.
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Nunmehr
wird zunächst
anhand der 7 und 8 die Bestimmung,
ob das richtungsabhängige
Geschwindigkeitselement auf eine "normale" Geschwindigkeit oder auf eine "hohe Geschwindigkeit" gestellt ist, beschrieben.
Die Normalbetriebssteuerung bei "normaler" Geschwindigkeit
wird anhand der 9 und 10 beschrieben.
Die Betriebssteuerung gemäß vorliegender
Erfindung bei Schaltung auf "hohe
Geschwindigkeit" wird
anhand der 11 und 12 beschrieben.
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Die 7(a) bis 7(f) sind
graphische Darstellungen des Verhältnisses zwischen dem richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebel
dieser Ausführungsform
und der Fahrgeschwindigkeit. Dabei sind alle horizontalen Achse
Zeitach sen. Die 7(a) und 7(b) entsprechen dem Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
bei der "normalen" Geschwindigkeit.
Die 7(c) bis 7(f) entsprechen dem
Schalten des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels bei der "hohen
Geschwindigkeit".
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In 7(a) sind an der vertikalen Achse die Positionen
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels angegeben, wobei das Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
bei relativ niedriger Geschwindigkeit von einem Punkt P1 einer Vorwärtsposition
in eine Rückwärtsposition
dargestellt ist.
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In 7(b) ist an der vertikalen Achse die Fahrgeschwindigkeit
angegeben, die beinahe genau der Positionsänderung des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
bei stufenweiser Reduzierung von einem Punkt P2 folgt.
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7(c) zeigt das Schalten des sich in einer Vorwärtsposition
bei hoher Geschwindigkeit befindenden richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
mit einer hohen Geschwindigkeit in eine Rückwärtsposition bei hoher Geschwindigkeit,
wobei das Erreichen des Neutralbereichs an einem Punkt P3 und das
Verlassen des Neutralbereichs an einem Punkt P4 des Hebels dargestellt
sind.
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7(d) zeigt die Fahrgeschwindigkeit entsprechend 7(c), wobei veranschaulicht ist, dass die
Fahrgeschwindigkeit an einem Punkt P2 abzunehmen beginnt, aber die
Wirkung einer Trägheitskraft
aufgrund der Masse des Fahrzeugs bewirkt, dass ein Punkt P5, an
dem die Fahrgeschwindigkeit Null wird, hinter Punkt P4 liegt (gleich
dem Punkt P4 in 7(c)). Zwischen P4
und P5 ist der richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel im Rückwärtsbereich,
doch die Elektromotoren befinden sich noch in Vorwärtsdrehung.
In diesem Zustand muss eine Umkehr der Drehung der Elektromotoren
vermieden werden, da es sonst zu einer elektrischen Überlastung
kommt.
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In 7(c) ist die Zeit ΔT von P3 bis P4 eine Zeitspanne,
die der richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel benötigt,
um den Neutralbereich zu durchwandern. Liegt die Zeit ΔT innerhalb
eines Schwellenwerts Tstd (dieser Wert wird in der nächsten Figur
verwendet), ist bestimmbar, dass der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel
bei einer "hohen
Geschwindigkeit" von
Vorwärtsfahrt
auf Rückwärtsfahrt
geschaltet wird.
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7(e) veranschaulicht das Schalten des sich
in einer Vorwärtsposition
bei niedriger Geschwindigkeit befindenden richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
mit einer hohen Geschwindigkeit in eine Rückwärtsposition bei niedriger Geschwindigkeit.
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7(f) zeigt die Fahrgeschwindigkeit entsprechend 7(e), in der die Fahrgeschwindigkeit an
einem Punkt P7 Null wird. Bei diesem Beispiel ist eine Trägheitskraft
gering, weil die Geschwindigkeitsreduzierung von einer niedrigen
Geschwindigkeit ausgehend begonnen wird und die Geschwindigkeit ohne
wesentlichen Einfluss der Trägheitskraft
sofort zu Null wird. P7 liegt vor einem Punkt P6 (in 7(e), in der das Schalten vom Neutralbereich
in den Rückwärtsbereich
dargestellt ist). Dies unterscheidet sich völlig von dem Zustand in 7(d). Speziell bei P6 in 7(f) ist
die Fahrgeschwindigkeit bereits Null. Der Beginn der Rückwärtsfahrt
bei P6 ist deshalb nicht schädlich,
weil keine elektrische Überlastung
entsteht.
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8 zeigt
ein Betriebsteuerungsablaufdiagramm entsprechend 7.
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Schritt
(nachfolgend mit ST abgekürzt)
01: Lies Passierdauer ΔT
Neutralbereich (siehe 7(a) und 7(c)).
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ST
02: Bestimme, ob Passierdauer ΔT
Neutralbereich gleich oder kleiner als der Schwellenwert Tstd ist
oder nicht. Falls NEIN, gilt die Geschwindigkeit als "normal". Gehe dann zu ST11
in 10. Falls JA, gehe zu ST03.
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ST
03: Lies eine Fahrgeschwindigkeit Vc des Elektrofahrzeugs während des
Schaltens von dem Neutralbereich in den Rückwärtsbereich. Lies speziell die
Signale von den in 4 gezeigten Rotationssensoren 53L und 53R.
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ST04:
Bestimme, ob das Fahrzeugs noch in Vorwärtsfahrt ist oder nicht. Speziell
wenn Vc nicht Null ist und die Drehrichtung der Elektromotoren vorwärts ist,
wird angenommen, dass das Fahrzeug in Vorwärtsfahrt ist. Wenn NEIN, stelle
fest, dass es aus den zu 7(f) beschriebenen
Gründen
zulässig
ist, auf Normalbetrieb zu schalten, und gehe zu dem in 10 gezeigten
Schritt ST11. Wenn JA, gehe zu dem in 12 gezeigten
Schritt ST31.
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Die 9(a) bis 9(e) sind
Zeitablaufdiagramme, die die normale Startsteuerung dieser Ausführungsform
darstellen und in denen die horizontalen Achsen Zeitachsen sind.
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In 9(a) sind an der vertikalen Achse die Positionen
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels angegeben. Das manuelle Schalten des sich
im Neutralbereich befindenden richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
(der von dem Vorwärtsbereich
in den Neutralbereich geschaltet worden sein kann) in den Rückwärtsbereich
beginnt bei einem Punkt P1 an der horizontalen Achse. Bei einem
Punkt P12 an der horizontalen Achse passiert der Hebel die Grenze
(siehe 2,3 V in 5) zwischen dem Neutralbereich
und dem Vorwärtsbereich.
Danach wird der richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel kontinuierlich geschaltet.
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In 9(b) ist an der vertikalen Achse ein Antriebssteuersignal
an die Elektromotoren angegeben. Das Antriebssteuersignal ist ein
PI-Antriebssteuersignal im Falle einer Proportional-plus-Integral-(PI)-Steuerung
und ein PID-Antriebssteuersignal im Falle einer Proportional-plus-Integral-plus-Derivativ-(PID)-Steuerung.
In dieser Ausführungsform
wird die Antriebssteuerung in einem Bereich von 10% bis 90% der
vollen Skala von 100% durchgeführt,
wobei die untersten 10% und die obersten 10% gekappt sind. Da der
richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel vor P12 in 9(a) im
Neutralbereich ist, wird das Antriebssteuersignal in 9(b) auf 5%, weniger als 10%, eingestellt.
Wenngleich das Antriebssteuersignal 0 sein kann, ist eine Einstellung
auf 5% sinnvoll, um Ausfälle
wie zum Beispiel einen Kabelbruch feststellen zu können. Insbesondere
wird es möglich, einen
Normalzustand bei 5% und einen Kabelbruch bei weniger als 5% zu
erkennen.
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In 9(b) wird das Antriebssteuersignal an einem
Punkt P13, an dem seit P12 die Zeit t1 verstrichen ist, auf 10%
erhöht.
Die Zeit t1 ist die zum Lösen der
elektromagnetischen Bremsen benötigte
Zeit zwischen dem Beginn und dem Ende des Lösens der Bremsen. Messungen
der zum Schalten der elektromagnetischen Bremsen von dem Bremszustand
in den gelösten
Zustand benötigten
Zeit variieren bedingt durch Variationen deren mechanischer Komponenten.
Ein auf Grundlage eines Durchschnittswertes der gemessenen Werte
künstlich
bestimmter Wert wird als die Zeit t1 verwendet. Die Zeit t2 wird
in der gleichen Weise bestimmt.
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Die
von der Größe und baulichen
Beschaffenheit der elektromagnetischen Bremsen abhängige Zeit
t1 wird mit etwa einigen Millisekunden bis einigen Dutzend Millisekunden
bemessen. Ähnlich
wird die Zeit t2 mit etwa einigen Millisekunden bis einigen Dutzend
Millisekunden bemessen.
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In 9(b) wendet sich das Antriebssteuersignal
zum Anstieg an einem Punkt P14, an dem seit P13 die Zeit t2 verstrichen
ist. Die Erhöhung
des Antriebssteuersignals auf mehr als 10% in 9(b),
unmittelbar nachdem der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel
den Punkt P12 erreicht hat und über
den Neutralbereich in 9(a) hinausgeht,
erscheint sinnvoll. Diese Ausführungsform
sieht jedoch gezielt eine Wartezeit (t1 + t2) vor.
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9(c) zeigt den Betriebszustand der elektromagnetischen
Bremsen. Da der richtungsabhängige
Geschwindigkeitshebel in 9(a) im Neutralbereich
ist, befinden sich die elektromagnetischen Bremsen auf einen Befehl
von der Steuereinheit bis P12 im Bremszustand. Bei P12 beginnt die
Steuereinheit die elektromagnetischen Bremsen zu lösen, wodurch
die Kurve in Richtung des Lösens
nach oben ansteigt. Bei P13 sind die elektromagnetischen Bremsen
vollständig
gelöst.
Die Zeit zwischen P12 und P13 stimmt deshalb mit der Zeit t1 überein,
die zum Lösen
der elektromagnetischen Bremsen benötigt wird.
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9(d) ist ein Diagramm zur Darstellung der
Modenvariation der Motorantriebsschaltungen. Bis P12 befinden sich
die Motorantriebsschaltungen auf Befehl der Steuereinheit im freien
Modus (siehe 6B). Im freien Modus können sich
die Elektromotoren im Leerlauf drehen. Von P12 bis P13 befinden sich
die Motoren auf Befehl der Steuereinheit im Kurzschlussbremsmodus
(siehe 6B). Da die elektromagnetischen
Bremsen zwischen P12 und P13 gelöst
werden, kommen in 9(c) stattdessen die
Kurzschlussbremsen zum Einsatz. Dadurch werden die Elektromotoren
in den gebremsten Zustand gebracht.
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In 9(e) ist an der vertikalen Achse die Fahrgeschwindigkeit
des Fahrzeugs angegeben. An dem Punkt (P14) in 9(b),
an dem das Antriebssteuersignal 10% übersteigt, überschreitet die Fahrzeuggeschwindigkeit
in 9(e) 0, und das Fahrzeug befindet
sich in einem Fahrzustand.
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Bei
diesem Beispiel kann man, indem die Zeit t1 eingeräumt wird,
nachteilige Erscheinungen verhindern, so zum Beispiel, dass die
Elektromotoren in den Betriebszustand gebracht werden, während die
elektromagnetischen Bremsen im Einsatz sind. Dadurch wird verhindert,
dass die Bremsen schleifen, so dass deren Lebensdauer verlängert wird.
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Indem
die Zeit t2 eingeräumt
wird, gewinnt man Zeit, in der die Motoren aus dem Kurzschlussbremsmodus
tatsächlich
in Drehung gesetzt werden. Dadurch reduziert sich die auf die in 6A gezeigten
Antriebselemente 61 bis 64 wirkende elektrische Last
zugunsten einer längeren
Lebensdauer oder einer geringeren Größe der Antriebselemente 61 bis 64.
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Ein
weiterer Punkt ist, dass in 9(e) die Elektromotoren
kein Drehmoment erzeugen, obwohl sie im Kurzschlussbremszustand
sind, da das Antriebssignal an die Elektromotoren zwischen P12 und P13
bei 5% liegt (siehe 9(b)). Zwischen
P13 und P14 liegt das Antriebssignal an die Elektromotoren bei 10%
(siehe 9(b), und die Schaltungen befinden
sich im Vorwärtsmodus,
so dass direkt vor dem Starten ein geringes Drehmoment erzeugt wird.
Daher wird zwischen P13 und P14 anstelle der Kurzschlussbremsen
durch die Elektromotoren eine Kraft gegen die externe Kraft erzeugt
(ein für
die Fahrt nicht ausreichendes schwaches Drehmoment). Dadurch wird
das Fahrzeug auch zwischen P13 und P14 daran gehindert, an einer
Steigung zurück
zu rollen.
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10 ist
ein Betriebssteuerungsablaufdiagramm entsprechend 9.
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ST11:
Die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Einstellungen werden gelistet.
Insbesondere wird angenommen, dass der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel
in der Neutralposition ist, dass das Elektromotor-Antriebssteuersignal
bei 5% liegt (siehe 9(b)) und dass
sich die Motorantriebsschaltungen im freien Modus befinden (siehe 6B).
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ST12:
Prüfe,
ob der in 4 gezeigte richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel 34 im
Rückwärtsbereich
(oder im Vorwärtsbereich)
ist. Wenn JA, gehe zu ST13.
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ST13:
Befindet sich der Hebel im Vorwärts- oder
im Rückwärtsbereich,
beginnt die Steuereinheit mit dem Lösen der in 4 gezeigten
elektromagnetischen Bremsen 51L und 51R. Die elektromagnetischen
Bremsen benötigen
eine bestimmte Zeit, bis sie vollständig gelöst sind.
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ST14:
Gleichzeitig schaltet die Steuereinheit die Motorantriebsschaltungen
in den Kurzschlussbremsmodus (siehe 6B).
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ST15:
Starte einen in die Steuereinheit eingebauten ersten Timer.
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ST16:
Prüfe,
ob die durch den ersten Timer gezählte Zeit T1 die zum Lösen der
elektromagnetischen Bremsen benötigte
Zeit t1 erreicht oder nicht. Ist die Zeit erreicht, gehe zu ST17.
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ST17:
Die Steuereinheit schaltet die Motorantriebsschaltungen in Übereinstimmung
mit dem richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebel in den Rückwärtsmodus
(oder Vorwärtsmodus).
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ST18:
Gleichzeitig ändert
die Steuereinheit das Antriebssteuersignal an die Elektromotoren
in 10% (siehe P13 in 9(b)).
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ST19:
Starte einen in die Steuereinheit eingebauten zweiten Timer.
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ST20:
Prüfe,
ob die durch den zweiten Timer gezählte Zeit T2 die zum Lösen der
Kurzschlussbremsen benötigte
Zeit t2 erreicht. Wenn die Zeit T2 die Zeit t2 erreicht, gehe zu
ST21.
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ST21:
Die Steuereinheit erhöht
das Antriebssteuersignal an die Elektromotoren in Übereinstimmung
mit der Position des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
(nach P14 in 9(b)). Dies veranlasst,
dass das Fahrzeug zu fahren beginnt.
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Die 11(a) bis 11(e) sind
Zeitablaufdiagramme zur Darstellung der Startsteuerung bei Schalten
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels ge mäß dieser
Ausführungsform
mit hoher Geschwindigkeit, wobei die horizontalen Achsen Zeitachsen
sind.
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In 11(a) sind an der vertikalen Achse die Positionen
des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels angegeben, wobei das Schalten des sich im
Vorwärtsbereich
befindenden richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels mit einer hohen Geschwindigkeit in den Rückwärtsbereich
dargestellt ist. Der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel beginnt
an einem Punkt P21 sich in Richtung auf den Neutralbereich zu bewegen,
betritt den Neutralbereich an einem Punkt P22 und bewegt sich an
einem Punkt P23 aus dem Neutralbereich heraus.
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In 11(b) ist an der vertikalen Achse ein Antriebssteuersignal
an die Elektromotoren angegeben, wobei dargestellt ist, dass schnelles
Schalten des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels eine verzögerte
Verarbeitung für
die Reduzierung der Signalausgabe verursacht und dass das Signal
an einem Punkt P24 hinter P22 10% erreicht und dann sofort auf 5%
reduziert wird.
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11(c) zeigt den Betriebszustand der elektromagnetischen
Bremsen, die mit einer Zeitsteuerung entsprechend P24 in 11(b) von dem gelösten Zustand in den Bremszustand
geschaltet werden, wobei das Umschalten jedoch dauert.
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11(d) zeit die Moden der Motorantriebsschaltungen.
Die Motorantriebsschaltungen im Vorwärtsmodus werden bei P24 in
den Kurzschlussbremsmodus geschaltet. Diese Verarbeitung dient zur
Ergänzung
des Lösens
der elektromagnetischen Bremsen in 11(c).
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11(e) zeigt die Fahrgeschwindigkeit, bei der
ein schnelles Schalten des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels
eine Verzögerung
beim Stoppen des Fahrzeugs verursacht und die Geschwindigkeit der
Elektromotoren erst an einem Punkt P25 Null wird. P25 liegt hinter
P23 in 11(a). An dem Zeitpunkt von
P25 werden die Motorantriebschaltungen in den freien Modus in 11(d) geschaltet, und es wird ein dritter
Timer gestartet, um zu warten, bis eine Zeit t3 in 11(b) verstrichen
ist. Die Zeit t3 ist eine Zeitspanne, die benötigt wird, um die Motorschaltungen
von der Vorwärtsdrehung
auf Rückwärtsdrehung
zu schalten, und die auf einige Millisekunden bis einige Dutzend Millisekunden
eingestellt ist.
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In 11(b) wird der erste Timer an einem Punkt
P26 gestartet, an dem die Zeit t3 verstrichen ist. In 11(c) beginnt gleichzeitig das Lösen der elektromagnetischen
Bremsen. In 11(d) werden die Motorantriebsschaltungen
in den Kurzschlussbremsmodus geschaltet. In 11(b) setzt
der zweite Timer an einem Punkt P27 ein, an dem die Zeit t1 abgelaufen
ist, und die Steuersignalausgabe wird gleichzeitig auf 10% erhöht. Wie
in 11(d) gezeigt ist, werden die Motorantriebsschaltungen
in den Rückwärtsmodus
geschaltet.
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Ferner
wird in 11(b) das Antriebssteuersignal
an einem Punkt P28, an dem die Zeit t2 abgelaufen ist, auf über 10%
erhöht.
Das heißt,
das Antriebssteuersignal wird auf einen Pegel erhöht, der der
Position des richtungsabhängigen
Geschwindigkeitshebels entspricht. Als Ergebnis beginnt das Fahrzeug
rückwärts zu fahren,
wie das in 11(e) dargestellt ist.
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12 ist
ein Steuerungsablaufdiagramm entsprechend 11.
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ST31:
Warte, bis die Fahrgeschwindigkeit Vc Null wird. Bei JA, gehe zum
nächsten
Schritt. Diese Zeitsteuerung entspricht P25 in 11(e).
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ST32:
Schalte die Motorantriebsschaltungen in den freien Modus. Der freien
Modus schaltet alle Antriebselemente in den Schaltungen ab, was
gleichbedeutend mit einem Zurücksetzen
ist. Das anschließende
Schalten der Antriebs elemente in den Rückwärtsmodus verursacht keine elektrische Überlastung
der Antriebselemente.
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ST33:
Starte den in die Steuereinheit eingebauten dritten Timer.
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ST34:
Prüfe,
ob die durch den dritten Timer gezählte Zeit T3 die Schaltzeit
t3 des Antriebselements erreicht oder nicht. Wenn die durch den
dritten Timer gezählte
Zeit T3 die Schaltzeit t3 des Antriebselements erreicht, gehe zu
Schritt ST35.
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ST35:
Wenn die durch den dritten Timer gezählte Zeit T3 die Schaltzeit
t3 des Antriebselements erreicht, beginnt das Lösen der in 4 gezeigten elektromagnetischen
Bremsen 51L und 51R. Jedoch benötigen die
elektromagnetischen Bremsen einige Zeit, bis sie vollständig gelöst sind.
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ST36:
Die Motorantriebsschaltungen werden gleichzeitig mit dem beginnenden
Lösen der
elektromagnetischen Bremsen 51L und 51R in den
Kurzschlussbremsmodus geschaltet (siehe 6B).
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ST37:
Starte den in die Steuereinheit eingebauten ersten Timer.
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ST38:
Bestimme, ob die durch den ersten Timer gezählte Zeit T1 die zum Lösen der
elektromagnetischen Bremsen benötigte
Zeit t1 erreicht oder nicht. Wird festgestellt, dass die Zeit erreicht
wird, gehe zu Schritt ST39.
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ST39:
Schalte die Motorantriebsschaltungen in den Rückwärtsmodus.
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ST40:
Gleichzeitig mit dem Schalten in den Rückwärtsmodus wird das Antriebssteuersignal
an die Elektromotoren in 10% geändert,
wie das in 11(b) dargestellt ist.
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ST41:
Starte den in die Steuereinheit eingebauten zweiten Timer.
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ST42:
Bestimme, ob die durch den zweiten Timer gezählte Zeit T2 die zum Lösen der
Kurzschlussbremsen benötigte
Zeit t2 erreicht oder nicht. Wenn festgestellt wird, dass die Zeit
erreicht wird, gehe zu ST43.
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ST43:
Das Antriebssteuersignal an die Elektromotoren wird in Übereinstimmung
mit der Position des richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebels erhöht. Dies
bewirkt, dass das Fahrzeug zu fahren beginnt.
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Wie
vorstehend beschrieben, wird durch diese Ausführungsform ein Elektrofahrzeug
des Typs bereitgestellt, bei dem die Vorwärtsfahrt, der Neutralbereich
und die Rückwärtsfahrt
des durch Elektromotoren angetriebenen Fahrzeugs durch ein einziges richtungsabhängiges Geschwindigkeitselement
gesteuert werden, wobei das Elektrofahrzeug eine Steuereinheit für Steuervorgänge enthält, wie
zum Beispiel das Verifizieren, dass eine Zeitspanne, die das richtungsabhängige Geschwindigkeitselement benötigt, um
den Neutralbereich zu passieren, kürzer ist als ein Schwellenwert
(ST02 in 8), das Verifizieren, dass sich
die Elektromotoren an einem Zeitpunkt, an dem das richtungsabhängige Geschwindigkeitselement
von einem Neutralbereich in einen Rückwärtsbereich geschaltet wird
(ST04 in 8), noch in Vorwärtsrichtung
drehen, das Warten, bis die Geschwindigkeit der Elektromotoren Null
wird, wenn die beiden vorgenannten Bedingungen erfüllt sind (ST31
in 12), das Abwarten, bis eine Zeit t3 verstrichen
ist, die nach Erreichen der Geschwindigkeit Null der Elektromotoren
zum Vorwärts/Rückwärts-Umschalten
der Motorantriebsschaltungen benötigt
wird (ST34 in 12), und anschließendes Schalten
auf die normale Rückwärtsbetriebssteuerung
(ST35 und die folgenden in 12).
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Das
erfindungsgemäße Elektrofahrzeug
ist nicht auf die in den Ausführungsformen
beschriebene Schneeräummaschine
beschränkt,
sondern kann beliebig geartet sein, solange es sich um ein Elektrofahrzeug
beispielsweise in der Art eines elektrischen Gepäckwagens oder eines elektrischen
Golfschlägerwagens
handelt.
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Die
Schneeräummaschine
in der vorliegenden Ausführungsform
hat einen linken und einen rechten Elektromotor. Ein Elektrofahrzeug
gemäß der vorliegenden
Erfindung kann dem Typ mit nur einem Elektromotor für den Antrieb
eines linken und eines rechten Antriebsrads entsprechen.
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In
vorliegender Ausführungsform
ist nur ein richtungsabhängiger
Geschwindigkeitshebel vorgesehen. Es können jedoch auch mehrere richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel
vorgesehen sein, die sich die Aufgaben teilen. Das richtungsabhängige Geschwindigkeitsteuerungselement
kann ein Hebel, eine Wählscheibe,
ein Schalter oder ein äquivalentes Element
sein.
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Es
wird ein durch Elektromotoren (25L, 25R) angetriebenes
Elektrofahrzeug bereitgestellt. Das Fahrzeug wird durch einen richtungsabhängigen Geschwindigkeitshebel
(34), der eine Einstellung der Fahrzeuggeschwindigkeit
ermöglicht,
zwischen Vorwärtsfahrt,
Neutral und Rückwärtsfahrt
geschaltet. Wenn der richtungsabhängige Geschwindigkeitshebel
während
der Vorwärtsfahrt
des Fahrzeugs den Neutralbereich mit einer hohen Geschwindigkeit durchwandert,
wird das Fahrzeug in der Weise gesteuert, dass es nach Ablauf einer
vorgegebenen Zeitspanne (T3) seit dem Erreichen der Geschwindigkeit
Null der Elektromotoren in den normalen Rückwärtsbetrieb geschaltet wird,
wodurch verhindert wird, dass eine hohe Last auf die Antriebsschaltungen
für die
Elektromotoren ausgeübt
wird.