DE10252942B4 - Blasgerät - Google Patents
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Abstract
Ein Blasgerät (1) besitzt ein Gehäuse (10), an dem ein Blasrohr (2) festgelegt werden kann. Im Gehäuse (10) ist ein Verbrennungsmotor angeordnet, der ein Lüfterrad antreibt. Das Lüfterrad erzeugt einen Luftstrom (11) in dem Blasrohr (2). Um zu verhindern, daß im Leerlauf des Verbrennungsmotors Schmutz und Staub aufgewirbelt werden, ist vorgesehen, daß stromab des Lüfterrads eine Reduziereinrichtung (12, 22) im Luftstrom (11) angeordnet ist, die den freien Strömungsquerschnitt im Leerlauf des Verbrennungsmotors verringert.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Blasgerät der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
- Aus der
DE 199 59 557 A1 ist ein Blasgerät bekannt, das ein Gehäuse aufweist, in dem ein Verbrennungsmotor angeordnet ist. Der Verbrennungsmotor treibt ein Lüfterrad an, das einen Luftstrom in einem Blasrohr erzeugt. - Die
DE 197 01 082 A1 zeigt ein Saug-/Blasgerät mit einem in einem Gehäuse angeordneten Verbrennungsmotor und einem an dem Gehäuse festgelegten Blasrohr. Die Welle des Antriebsmotors ist mit einem Gebläserad gekoppelt, das zur Förderung des Arbeitsluftstroms dient. Mit der Welle des Antriebsmotors ist außerdem ein Lüfterrad zur Förderung von Kühlluft für den Verbrennungsmotor gekoppelt. - Blasgeräte sind üblicherweise nicht mit einer Kupplung ausgerüstet. Im Leerlauf des Verbrennungsmotors wird das Lüfterrad somit weiter angetrieben. Dadurch wird auch im Leerlauf ein Luftstrom in dem Blasrohr erzeugt, der zur Aufwirbelung von Staub und Schmutz führen kann. Die im Leerlauf aufgebrachte Förderleistung ist vergleichsweise hoch. Hierdurch ergibt sich auch im Leerlauf ein hoher Kraftstoffverbrauch.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Blasgerät der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei dem im Leerlauf Aufwirbelungen von Schmutz oder Staub verhindert sind.
- Diese Aufgabe wird durch ein Blasgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Verringerung des freien Strömungsquerschnitts im Leerlauf führt dazu, daß die benötigte Motorleistung zur Förderung des Luftstroms abnimmt. Hierdurch ergibt sich zunächst ein Ansteigen der Drehzahl. Diese Leerlaufdrehzahl kann dann reduziert werden. Hierdurch ergibt sich ein geringerer Kraftstoffverbrauch des Motors. Durch den verringerten Strömungsquerschnitt werden gleichzeitig Aufwirbelungen von Schmutz oder Staub verhindert. Insbesondere wird der freie Strömungsquerschnitt im Leerlauf weitgehend verschlossen.
- Zweckmäßig ist die Reduziereinrichtung über ein mechanisches Stellelement gesteuert. Die Stellung der Reduziereinrichtung ist dabei vorteilhaft an die Stellung des Gashebels gekoppelt. Dadurch läßt sich sicherstellen, daß die Reduziereinrichtung den Strömungsquerschnitt nur im Leerlauf des Verbrennungsmotors verringert. Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, daß die Reduziereinrichtung über eine Feder gesteuert ist. Die Reduziereinrichtung ist vorteilhaft in dem Blasrohr angeordnet. Auch eine Anordnung im Bereich des Lüfterrades kann zweckmäßig sein. Durch entsprechende Ausgestaltung der Reduziereinrichtung kann diese gleichzeitig als Schutz vor Verletzungen beim Greifen in die Ansaugöffnung dienen.
- Eine einfache Ausgestaltung der Reduziereinrichtung ergibt sich, wenn die Reduziereinrichtung mindestens eine Drosselklappe umfaßt. Die Drosselklappe ist insbesondere exzentrisch gelagert und in Richtung auf die Schließstellung gefedert. Die Feder wirkt dabei dem durch die Luftströmung erzeugten Staudruck entgegen. Durch entsprechende Auslegung der Feder kann erreicht werden, daß die Drosselklappe ab einem bestimmten Staudruck, also ab einer bestimmten Drehzahl des Motors, öffnet. Bei sinkender Drehzahl kann gewährleistet werden, daß ab einer bestimmten Drehzahl, also einem bestimmten geförderten Luftstrom, der Staudruck nicht mehr ausreicht, um die Drosselklappe offen zu halten und diese aufgrund der Federkraft schließt. Eine Anordnung aus Drosselklappe und Feder ist einfach herstellbar und benötigt wenig Bauteile. Gleichzeitig ist die sichere Funktion gewährleistet.
- Um bei Vollast den Luftstrom möglichst wenig zu beeinflussen, ist vorgesehen, daß die Drosselklappe in Öffnungsstellung etwa parallel zum Luftstrom angeordnet ist. Es kann jedoch zweckmäßig sein, daß die Öffnungsstellung der Reduziereinrichtung anpaßbar ist. Durch entsprechende Stellung der Reduziereinrichtung kann so auch bei Vollast der Strömungsquerschnitt verringert und dadurch eine Düsenfunktion am Blasgerät erreicht werden. Durch entsprechende Ausbildung der Reduziereinrichtung können so Düsenaufsätze auf das Blasrohr entfallen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung eines Blasgeräts mit einer Reduziereinrichtung im Leerlauf, -
2 eine schematische Darstellung eines Blasgeräts mit der Reduziereinrichtung bei Vollast des Motors, -
3 eine schematische Darstellung einer Reduziereinrichtung bei Leerlauf eines Motors, -
4 eine schematische Darstellung einer Reduziereinrichtung bei Vollast eines Motors. - Das in
1 dargestellte Blasgerät1 besitzt ein Gehäuse10 , an dem ein Blasrohr2 angeordnet ist. An dem Gehäuse10 sind ein Tragegriff3 sowie Füße4 zum Abstellen des Blasgeräts1 vorgesehen. Im Bereich des Tragegriffs3 sind Bedienhebel5 am Blasgerät1 angeordnet. Aus dem Gehäuse10 ragt ein Anwerfgriff6 zum Anwerfen eines im Gehäuse10 angeordneten Verbrennungsmotors. Der Verbrennungsmotor treibt ein Lüfterrad an, das einen Luftstrom11 durch das Blasrohr2 erzeugt. - Im Bereich der Ausblasöffnung
15 ist in dem Blasrohr2 eine Reduziereinrichtung12 angeordnet. Die Reduziereinrichtung12 besitzt eine exzentrisch um die Drehachse8 gelagerte Drosselklappe7 . In der in1 dargestellten Schließstellung13 verschließt die Drosselklappe7 den Querschnitt des Blasrohrs2 weitgehend, so daß der sich einstellende Luftstrom11 minimal ist. Die Drosselklappe7 ist in Richtung auf ihre Schließstellung13 von einer Feder9 belastet. Die Feder9 ist dabei stromab der Drosselklappe7 gelagert und stützt sich mit einem Ende am Blasrohr2 und mit dem anderen Ende an der Drosselklappe7 ab. - In
2 ist das Blasgerät1 bei hoher Drehzahl des Verbrennungsmotors dargestellt. Die Reduziereinrichtung12 behindert den Luftstrom11 im Blasrohr2 kaum, da die Drosselklappe7 in Öffnungsstellung14 steht und so weitgehend parallel zum Luftstrom11 im Blasrohr2 angeordnet ist. - Bei der in
2 dargestellten Vollast des Verbrennungsmotors wird das Lüfterrad mit hoher Drehzahl angetrieben. Der sich einstellende Luftstrom erzeugt einen großen Staudruck auf die Drosselklappe7 . Der Staudruck übersteigt dabei die durch die Feder9 auf die Drosselklappe7 ausgeübte Kraft, so daß sich die Drosselklappe7 etwa parallel zum Luftstrom11 im Blasrohr2 legt. Durch die exzentrische Lagerung der Drosselklappe7 kann dabei ein Öffnen gewährleistet werden. - Sinkt die durch den Staudruck auf die Drosselklappe
7 ausgeübte Kraft unter den Wert, der durch die Feder9 auf die Drosselklappe7 ausgeübt wird, so dreht sich die Drosselklappe7 um die Achse8 in die in1 dargestellte Schließstellung13 . Der geförderte Luftstrom11 nimmt dadurch stark ab. Aufgrund der gesunkenen Förderleistung steigt die Drehzahl des Verbrennungsmotors zunächst an. Diese kann jedoch dann auf einen geringeren Wert abgeregelt werden, so daß der Kraftstoffverbrauch im Leerlauf des Blasgeräts1 sinkt. - Es kann zweckmäßig sein, die Reduziereinrichtung
12 im Bereich des Lüfterrads anzuordnen. Die Reduziereinrichtung12 kann anstatt durch den Staudruck auch ausschließlich über eine Feder oder ein mechanisches Stellelement gesteuert sein. Insbesondere ist vorgesehen, daß die Stellung der Reduziereinrichtung12 an die Stellung des Gashebels5 gekoppelt ist. Um mit der Reduziereinrichtung12 , insbesondere mit einer Drosselklappe7 , einen Düseneffekt zu erzeugen, kann es zweckmäßig sein, daß die Drosselklappe7 in Öffnungsstellung14 nicht parallel zum Luftstrom11 , sondern gegenüber diesem geneigt ist, so daß der freie Strömungsquerschnitt vermindert ist. Vorteilhaft läßt sich die Verminderung des freien Strömungsquerschnitts in Öffnungsstellung der Reduziereinrichtung12 vom Bediener anpassen, so daß mit einem einzigen Blasrohr2 die Funktion unterschiedlicher Düsenaufsätze erzielt werden kann. Um bei aus dem Leerlauf ansteigender Drehzahl geringe Rückstellkräfte durch die Feder9 auf die Drosselklappe7 auszuüben, ist vorgesehen, daß die Feder9 degressiv ausgelegt ist. Es kann zweckmäßig sein, anstatt einer Drosselklappe7 zwei Drosselklappen vorzusehen, die jeweils etwa halbkreisförmig ausgebildet sind und die einseitig im Blasrohr gelagert sind. Vorteilhaft sind beide Drosselklappen an einer mittig im Blasrohr angeordneten Achse gelagert und in Richtung auf ihre Schließstellung gefedert. Es können jedoch auch andere Anordnungen vorteilhaft sein. - In den
3 und4 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Reduziereinrichtung22 schematisch dargestellt. Die Reduziereinrichtung22 umfaßt eine Drosselklappe23 , die in einem Blasrohr2 um eine Drehachse24 schwenkbar gelagert ist. Die Drehachse24 ist exzentrisch im Blasrohr2 angeordnet. Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, die Drehachse24 mittig im Glasrohr2 anzuordnen. Die Drosselklappe23 ist mit der Drosselklappe29 eines Vergasers27 gekoppelt. Hierzu ist eine Kopplung30 vorgesehen. Die Kopplung30 kann beispielsweise als eine Koppelstange ausgebildet sein, die einen drehfest mit der Drosselklappe23 der Reduziereinrichtung22 verbundenen Hebel32 mit einem Hebel33 verbindet, der drehfest mit der Drosselklappe29 des Vergasers27 verbunden ist. Die Drosselklappe29 ist in einem im Vergaser ausgebildeten Ansaugkanalabschnitt28 um die Drehachse31 schwenkbar gelagert. - Bei der in
3 dargestellten Leerlaufstellung verschließt die Drosselklappe29 den Ansaugkanalabschnitt28 weitgehend. Die mit der Drosselklappe29 gekoppelte Drosselklappe23 im Blasrohr2 ist in Schließstellung25 angeordnet und verschließt das Blasrohr2 weitgehend, so daß der durch das Blasrohr2 geförderte, durch den Pfeil11 angedeutete Luftstrom gering ist. - Beim Gasgeben mit einem in den
1 und2 dargestellten Bedienhebel5 öffnet sich die Drosselklappe29 . In4 ist die Drosselklappe29 etwa parallel zur Längsachse des Ansaugkanalabschnitts28 angeordnet und befindet sich in Vollgasstellung. Über die Kopplung30 wurde die Drosselklappe23 im Blasrohr2 um die Achse24 geschwenkt und befindet sich in Öffnungsstellung26 , in der sie etwa parallel zum durch den Pfeil11 angedeuteten Luftstrom im Blasrohr2 angeordnet ist. In Vollgasstellung wird der Luftstrom durch das Blasrohr2 so durch die Reduziereinrichtung22 kaum beeinflußt. Im Ausführungsbeispiel in den3 und4 ist die Reduziereinrichtung22 über die Drosselklappe29 an die Stellung des Gashebels gekoppelt. Es können auch andere Kopplungen, beispielsweise eine direkte Kopplung zwischen Gashebel und Reduziereinrichtung22 , zweckmäßig sein.
Claims (10)
- Blasgerät mit einem an einem Gehäuse (
10 ) festlegbaren Blasrohr (2 ) und mit einem in dem Gehäuse (10 ) angeordneten Verbrennungsmotor, der ein Lüfterrad antreibt, das einen Luftstrom in dem Blasrohr (2 ) erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß stromab des Lüfterrads eine Reduziereinrichtung (12 ,22 ) im Luftstrom angeordnet ist, die den freien Strömungsquerschnitt im Leerlauf des Verbrennungsmotors verringert. - Blasgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduziereinrichtung (
22 ) über ein mechanisches Stellelement gesteuert ist. - Blasgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung der Reduziereinrichtung (
22 ) an die Stellung des Gashebels (5 ) gekoppelt ist. - Blasgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduziereinrichtung (
12 ) über eine Feder (9 ) gesteuert ist. - Blasgerät nach Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduziereinrichtung (
12 ,22 ) in dem Blasrohr (2 ) angeordnet ist. - Blasgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduziereinrichtung (
12 ,22 ) im Bereich des Lüfterrads angeordnet ist. - Blasgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduziereinrichtung (
12 ,22 ) mindestens eine Drosselklappe (7 ,23 ) umfaßt. - Blasgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselklappe (
7 ,23 ) exzentrisch gelagert und in Richtung auf die Schließstellung (13 ,25 ) gefedert ist. - Blasgerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselklappe (
7 ,25 ) in Öffnungsstellung (14 ,26 ) etwa parallel zum Luftstrom angeordnet ist. - Blasgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsstellung (
14 ,26 ) der Reduziereinrichtung (12 ,22 ) anpaßbar ist.
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