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DE10252681A1 - Selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter - Google Patents

Selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter Download PDF

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DE10252681A1
DE10252681A1 DE10252681A DE10252681A DE10252681A1 DE 10252681 A1 DE10252681 A1 DE 10252681A1 DE 10252681 A DE10252681 A DE 10252681A DE 10252681 A DE10252681 A DE 10252681A DE 10252681 A1 DE10252681 A1 DE 10252681A1
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filter body
pressure
backwash
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DE10252681A
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Heinz Geisbauer
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Mahle Filtersysteme GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter mit einem Filterkörper, der einen reinseitigen Abströmraum von einem rohseitigen Zuströmraum trennt. Eine Reinigungseinrichtung weist eine rohseitige Reinigungsdüse auf, die an einer rohseitigen Zuströmseite des Filterkörpers angeordnet ist und über einen rohseitigen Reinigungskanal mit einem Reinigungsmedium versorgt ist. Zum Abreinigen von an der Zuströmseite angeschwemmten Verunreinigungen beaufschlagt die Reinigungsdüse die Zuströmseite mit einem Reinigungsstrahl. Eine Antriebseinrichtung ermöglicht eine Relativverstellung zwischen dem Filterkörper und der Reinigungsdüse. DOLLAR A Zur Verbesserung der Reinigungswirkung ist die Reinigungsdüse als Hochdruckdüse ausgebildet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Ein derartiges Flüssigkeitsfilter ist beispielsweise aus der US 3 784 017 bekannt und besitzt einen Filterkörper, der in einem Filtergehäuse einen reinseitigen Abströmraum von einem rohseitigen Zuströmraum trennt. Das bekannte Flüssigkeitsfilter ist mit einer Reinigungseinrichtung ausgestattet, die eine Rückspüldüse umfasst. Diese Rückspüldüse ist an einer reinseitigen Abströmseite des Filterkörpers angeordnet und über einen reinseitigen Rückspülkanal mit einem Rückspülmedium versorgt. Zum Abreinigen von Verunreinigungen, die im Filtrierbetrieb an einer rohseitigen Zuströmseite des Filterkörpers angeschwemmt werden, beaufschlagt die Rückspüldüse mit einem Rückspülstrahl die Abströmseite, um den Filterkörper entgegen der Filtrierrichtung rückzuspülen.
  • Um den Filterkörper entlang seines gesamten Umfangs abreinigen zu können, ist eine Antriebseinrichtung vorgesehen, die zwischen dem Filterkörper und der Rückspüldüse eine entspre chend Relativverstellung ermöglicht. Die Reinigungseinrichtung ist außerdem mit einer rohseitigen Reinigungsdüse ausgestattet, die an der Zuströmseite des Filterkörpers angeordnet ist, über einen rohseitigen Reinigungskanal mit einem Reinigungsmedium versorgt ist und zum Abreinigen der Verunreinigungen die Zuströmseite mit einem Reinigungsstrahl beaufschlagt. Die Reinigungswirkung kann dadurch erheblich verbessert werden.
  • Flüssigkeitsfilter der eingangs genannten Art kommen beispielsweise bei der Reinigung von Kühl-/Schmierstoffen zur Anwendung, die zur Kühlung und/oder Schmierung von Maschinen, insbesondere von spanabhebenden Maschinen, verwendet werden. Die durch die Kühlung bzw. Schmierung in den Kühlstoff gelangenden Fremdstoffe gelangen über einen Rücklauf eines Kühl-/Schmierstoffkreises zum Flüssigkeitsfilter und können sich an dessen Zuströmseite ablagern. Der Abströmraum des Flüssigkeitsfilters ist dann mit einem Vorlauf des Kühl-/Schmierstoffkreises verbunden. Mit zunehmender Ablagerung an der Zuströmseite, d.h. bei der Bildung eines sogenannten „Filterkuchens", nimmt der Durchströmungswiderstand des Filterkörpers allmählich zu. Um die Zuströmseite des Filterkörpers von den angeschwemmten Verunreinigungen zu befreien, wird der Filterkörper mit Hilfe der Düsen segmentweise gespült. Bei bestimmten Anwendungsformen kann sich an der Zuströmseite jedoch ein relativ zäher Filterkuchen ausbilden, der mittels einer herkömmlichen Spülung nicht in ausreichendem Maße abgereinigt werden kann.
  • Die vorliegenden Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein rückspülbares Filter der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere eine verbesserte Abreinigung der Zuströmseite gewährleistet.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die rohseitige Reinigungsdüse als Hochdruckdüse auszubilden. Bestimmte Arten von Schmutzablagerungen, insbesondere zähe Anschwemmungen, können durch den an der Zuströmseite angreifenden Hochdruck-Reinigungsstrahl vergleichsweise gut abgereinigt bzw. abgespült werden, wodurch sich die Reinigungswirkung des erfindungsgemäßen Flüssigkeitsfilters entsprechend verbessert.
  • Es ist klar, dass eine rohseitig angeordnete Reinigungsdüse alternativ oder zusätzlich zu einer reinseitig angeordneten Rückspüldüse vorgesehen sein kann.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.
  • Es zeigen, jeweils schematisch,
  • 1 einen stark vereinfachten Längsschnitt durch ein Flüssigkeitsfilter nach der Erfindung,
  • 2 einen Querschnitt durch das Flüssigkeitsfilter gemäß 1,
  • 3 bis 6 weiter vereinfachte Querschnitte durch das Flüssigkeitsfilter, jedoch bei anderen Ausführungsformen.
  • Entsprechend 1 besitzt ein Flüssigkeitsfilter 1 nach der Erfindung ein Filtergehäuse 2, in dem ein Filterkörper 3 angeordnet ist. Der Filterkörper 3 ist als Zylinder ausgebildet und am Filtergehäuse 2 um seine Zylinderachse 4 drehbar gelagert. Mit Hilfe einer Antriebseinrichtung 5, bestehend aus einem Elektromotor 6 und einem Getriebe 7, ist der Filterkörper 3 um seine Zylinderachse 4 rotierend antreibbar.
  • Das Filtergehäuse 2 besitzt einen Zuströmanschluss 8, durch den die zu reinigende Flüssigkeit in das Filtergehäuse 2 eintritt. Der Filterkörper 3 trennt im Filtergehäuse 2 einen außen liegenden rohseitigen Zuströmraum 9 von einem innen liegenden reinseitigen Abströmraum 10. Während das gemäß 1 untere axiale Ende des Filterkörpers 3 geschlossen ist, verbindet das gemäß 1 obere axiale Ende des Filterkörpers 3 den Abströmraum 10 mit einem Abströmanschluss 11 des Filtergehäuses 2, durch den die gereinigte Flüssigkeit aus dem Filtergehäuse 2 abtransportiert werden kann. Das Filtergehäuse 2 besitzt außerdem an seinem unteren Ende eine Austragöffnung 12, durch die sich am unteren Ende des Filtergehäuses 2 ansammelnde Verunreinigungen periodisch aus dem Gehäuse 2 entnommen werden können.
  • Entsprechend den 1 und 2 ist der Zuströmanschluss 8 so am Filtergehäuse 2 ausgebildet, dass sich eine tangentiale Einströmung in den Zuströmraum 9 ausbildet. Hierdurch ergibt sich eine Zyklonwirkung, die schwerere Verunreinigungen aufgrund der herrschenden Fliehkräfte nach außen gegen eine Innenseite 13 des Filtergehäuses 2 treibt. An der Innenseite 13 können diese Verunreinigungen dann aufgrund der Schwerkraft nach unten absinken.
  • Das Flüssigkeitsfilter 1 ist als selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter 1 ausgebildet und besitzt zu diesem Zweck eine Reinigungseinrichtung 14, die zumindest eine Reinigungsdüse 15 umfasst. Diese Reinigungsdüse 15 ist rohseitig, also im Zuströmraum 9 an einer Zuströmseite 16 des Filterkörpers 3 angeordnet. Diese Reinigungsdüse 15 wird über einen rohseitig angeordneten Reinigungskanal 17 mit einem Reinigungsmedium versorgt und dient zur Erzeugung eines durch Pfeile angedeuteten Reinigungsstrahls 18, mit dem die Reinigungsdüse 15 die Zuströmseite 16 beaufschlagt.
  • Erfindungsgemäß ist die Reinigungsdüse 15 als Hochdruckdüse ausgebildet und wird im folgenden als Hochdruck-Reinigungsdüse 15 bezeichnet. Dementsprechend herrscht im Reinigungsbetrieb im Reinigungsmedium, also im Reinigungskanal 17 ein Hochdruck. Im vorliegenden Fall wird unter einem Hochdruck ein Druck verstanden, der wenigstens fünfmal oder wenigstens zehnmal größer ist als der Druck im Zuströmraum 9. Dementsprechend kann mit Hilfe der Reinigungsdüse 15 ein Hochdruckstrahl erzeugt werden, mit dem sich eine besonders effektive Reinigung der Zuströmseite 16 erzielen lässt.
  • Wie insbesondere aus 1 hervorgeht, können an den Reinigungskanal 17 mehrere Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 angeschlossen sein, die entlang der gesamten Zuströmseite 16 parallel zur Längsachse oder Rotationsachse 4 des Filterkörpers 3 verteilt angeordnet sind. Anstelle von mehreren, aneinander gereihten Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 kann bei einer anderen Ausführungsform eine einzige Hochdruck-Reinigungsdüse 15 vorgesehen sein, die sich, z.B. in Form eines Schlitzes, im wesentlichen entlang der gesamten Zuströmseite 16 und parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erstreckt.
  • Für die Ausgestaltung der Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 sind grundsätzlich beliebige Varianten möglich. Beispielsweise können die Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 wie in 1 dargestellt so ausgebildet sein, dass sich ein Reinigungsstrahl 18 ergibt, der sich in der Strahlrichtung aufweitet. Durch eine geeignete Formgebung der Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 kann diese Aufweitung so gestaltet werden, dass sie quasi nur parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erfolgt, wodurch jede Hochdruck-Reinigungsdüse 15 einen flachen Reinigungsstrahl 18 erzeugt, der sich im wesentlichen parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erstreckt. Ebenso kann bei einer sich entlang der gesamten Höhe des Filterkörpers 3 erstreckenden Hochdruck-Reinigungsdüse ein durchgehender flacher Reinigungsstrahl erzeugt werden, der in einer Ebene liegt, die sich parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erstreckt.
  • Sofern die Hochdruck-Reinigungsdüse 15 bzw. die Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 einen flachen bzw. einen sich in Umfangsrichtung des Filterkörpers 3 nur vergleichsweise gering aufweitenden Reinigungsstrahl erzeugen, erfolgt die Orientierung der Hochdruck-Reinigungsdüsen 15 gemäß den 2 und 3 zweckmäßig so, dass ihr Reinigungsstrahl mit der Zuströmseite 16 des Filterkörpers 3 einen spitzen Winkel einschließt. Dieser Winkel ist in 3 mit 19 bezeichnet und ist zwischen einer Tangente 20, die am Auftreffpunkt des Reinigungsstrahls 18 an der Zuströmseite 16 anliegt, und einer Strahlrichtung 21 des Reinigungsstrahls 18 eingeschlossen.
  • Durch diese Strahlorientierung kann der Reinigungsstrahl 18 relativ leicht in die angeschwemmte Schmutzschicht eindringen. Von besonderem Vorteil ist eine Weiterbildung, bei der die Antriebseinrichtung 5 den Filterkörper 3 gegensinnig zur Strahlrichtung antreibt. Der Drehsinn des Filterkörpers 3 ist in den 1 bis 4 durch einen entsprechenden Pfeil 22 angedeutet. Durch die so erzeugte Relativbewegung zwischen der Zuströmseite 16 und den daran angreifenden Reinigungsstrahl 18 kann dieser die Verunreinigungen quasi von der Zuströmseite 16 abschälen.
  • Entsprechend 4 kann die rohseitig angeordnete Hochdruck-Reinigungsdüse 15 auch so ausgestaltet sein, dass sie einen sich in Strahlrichtung zumindest in Umfangsrichtung des Filterkörpers 3 aufweitenden Reinigungsstrahl 18 besitzt. Zweckmäßig ist dabei die Hochdruck-Reinigungsdüse 15 radial zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 ausgerichtet. Auf diese Weise schließt der Reinigungsstrahl 18 in beiden Umfangsrichtungen des Filterkörpers 3 einen spitzen Winkel mit der Zuströmseite 16 des Filterkörpers 3 ein.
  • 4 zeigt außerdem eine besondere Weiterbildung , bei welcher die Hochdruck-Reinigungsdüse 15 mit einem Überdruckventil 23 ausgestattet ist. Dieses Überdruckventil 23 ist so ausgebildet, dass es bei einem vorbestimmten, im Reinigungskanal 17 herrschenden Überdruck öffnet und unterhalb dieses Überdrucks schließt. Im geschlossenen Zustand verhindert das Überdruckventil 23 den Austritt von Reinigungsmedium aus der Hochdruck-Reinigungsdüse 15. Im geöffneten Zustand kann dann Reinigungsmedium aus der Hochdruck-Reinigungsdüse 15 austreten, um den gewünschten Reinigungsstrahl 18 zu erzeugen. Mit Hilfe eines derartigen Überdruckventils 23 kann einerseits für den Reinigungsbetrieb eine vorbestimmte Strahlstärke gewährleistet werden. Andererseits stellt das Überdruckventil 23 bei deaktivierter Hochdruck-Reinigungsdüse 15 sicher, dass durch den Reinigungskanal 15 keine Fehlströmung entsteht, durch die rohseitige Flüssigkeit aus dem Zuströmraum 9 austritt.
  • Bei den Ausführungsformen der 1,2 und 4 bis 6 umfasst die Reinigungseinrichtung 14 außerdem einen Dichtkörper 24, der an einer reinseitigen Abströmseite 25, also im Abströmraum 10 des Filterkörpers 3 angeordnet ist. Dieser Dichtkörper 24 ist bezüglich der Hochdruck-Reinigungsdüse 15 ortsfest angeordnet und liegt an der Abströmseite 25 dichtend an, so dass er ein Umfangssegment 26 des Filterkörpers 3 gegen eine Durchströmung abdichtet. Im Bereich des abgedichteten Umfangssegments 26 erfolgt somit keine Durchströmung des Filterkörpers 3 von außen nach innen, also von der Rohseite zur Reinseite. Dementsprechend herrscht in diesem Umfangssegment 26 kein Druckgefälle am Filterkörper 3, so dass die Verschmutzungen nicht mehr durch den im Zuströmraum 9 herrschenden Druck gegen die Zuströmseite 16 angedrückt sind. Zweckmäßig ist die Orientierung der Hochdruck-Reinigungsdüse 15 so auf die Positionierung des Dichtkörpers 24 abgestimmt, dass die Hochdruck-Reinigungsdüse 15 gemäß 2 die Zuströmseite 16 des Filterkörpers 3 zumindest im Bereich des abgedichteten Umfangssegments 26 mit dem Reinigungsstrahl 18 beaufschlagt. Da durch die Abdichtung des Dichtkörpers 24 die Haftung der Verunreinigungen an der Zuströmseite 16 reduziert ist, führt diese Maßnahme zu einer erhöhten Reinigungswirkung des Reinigungsstrahls 18.
  • Bei den hier gezeigten Ausführungsformen ist die Reinigungseinrichtung 14 außerdem mit wenigstens einer reinseitig angeordneten Rückspüldüse 27 ausgestattet, die im Abströmraum 10 an der Abströmseite 25 angeordnet ist. Diese Rückspüldüse 27 wird über einen ebenfalls reinseitig angeordneten Rückspülkanal 28 mit einem geeigneten Rückspülmedium versorgt. Zum Abreinigen der Verunreinigungen an der Zuströmseite 16 beaufschlagt die Rückspüldüse 27 die Abströmseite 25 mit einem Rückspülstrahl, der in den Figuren durch Pfeile 29 symbolisiert ist und der den Filterkörper 3 entgegen der Filtrierströmung, also hier von innen nach außen rückspült. Durch die Rückspülung wird ebenfalls eine intensive Abreinigung von Verschmutzungen erzielt. Zweckmäßig ist die Rückspüldüse 27 relativ zur Hochdruck-Reinigungsdüse 15 ortsfest angeordnet, so dass die Drehbewegung des Filterkörpers 3 dazu führt, dass bei einer vollständigen Umdrehung des Filterkörpers 3 die Zuströmseite 16 von der Hochdruck-Reinigungsdüse 15 und die Abströmseite 25 von der Rückspüldüse 27 vollständig beaufschlagt worden sind.
  • Bei den Ausführungsformen der 2 und 4 bis 6 ist der Rückspülkanal 28 in einem Kanalträger 30 ausgebildet, der zentral im Abströmraum 10, also im Inneren des Filterkörpers 3 angeordnet ist. Zweckmäßig ist der Dichtkörper 24 an die sem Kanalträger 30 angebracht, wodurch eine zusätzliche Halterung für diesen Dichtkörper 24 entfallen kann. Des Weiteren enthält der Dichtkörper 24 eine zentrale Durchlassöffnung 31, die mit dem Rückspülkanal 28 kommuniziert und innerhalb der der Rückspülstrahl 29 zur Abströmseite 25 des Filterkörpers 3 gelangt. Bei den hier gezeigten Ausführungsformen der 1, 2 und 4 bildet diese Durchlassöffnung 31 somit die Rückspüldüse 27 bzw. deren Endabschnitt.
  • Auch die Rückspüldüse 27 kann grundsätzlich als Hochdruckdüse ausgebildet sein, wobei dann dementsprechend im Reinigungsbetrieb auch das Rückspülmedium im Rückspülkanal 28 mit einem entsprechenden Hochdruck beaufschlagt ist, der wie oben erwähnt zumindest fünfmal oder zehnmal größer ist als der Druck im Zuströmraum 9.
  • Bei den Ausführungsformen der 1, 2 und 4 ist der Dichtkörper 24 jeweils an einem Träger 32 befestigt, der bezüglich der Längsachse 4 des Filterkörpers 3 in radialer Richtung am Kanalträger 30 beweglich gelagert ist. Federelemente 33 sorgen für eine geeignete Vorspannung, um den Dichtkörper 24 hinreichend fest gegen die Abströmseite 25 anzupressen.
  • Für den Fall, dass die Rückspüldüse 27 mit Hochdruck betrieben wird, ist eine derartige Ausgestaltung jedoch für eine kontinuierliche Drehverstellung zwischen Rückspüldüse 27 und Filterkörper 3 ungeeignet, da der Dichtkörper 24 dann automatisch mit dem im Rückspülkanal 28 herrschenden Hochdruck an der Abströmseite 25 anliegt und eine entsprechend hohe Bremskraft erzeugt. Für eine diskontinuierliche Rotation des Filterkörpers 3 ist diese Konstruktion jedoch verwendbar, sofern beim Drehen des Filterkörpers 3 von einem Segment zum nächsten der Rückspülkanal 28 nur mit einem relativ kleinen Druck beaufschlagt wird, um eine möglichst geringe Reibung zwischen Dichtkörper 24 und Filterkörper 3 zu gewährleisten. Sobald dann die Rückspüldüse 27 auf ein abzureinigendes Segment ausgerichtet ist, bleibt der Filterkörper 3 stehen, der Hochdruck im Rückspülkanal 28 kann aufgebaut werden, um die Rückspülung des jeweiligen Segments zu bewirken.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 3 wird ein Hochdruckbetrieb der Rückspüldüse 27 in Verbindung mit einer kontinuierlichen Drehbewegung des Filterkörpers 3 ermöglicht. Zu diesem Zweck ist die Rückspüldüse 27 zusammen mit ihrem Rückspülkanal 28 von der Abströmseite 25 des Filterkörpers 3 beabstandet angeordnet, d.h. eine Berührung bzw. ein körperlicher Kontakt zwischen dem bewegten Filterkörper 3 und den ortsfesten Komponenten der Rückspüldüse 27 findet nicht statt. Dementsprechend entfällt auch die Kontaktreibung.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 3 besitzt die Hochdruck-Reinigungsdüse 15 einen Düsenkopf 34, der an einem den Reinigungskanal 17 enthaltenden Kanalkörper 35 befestigt ist. Z.B. ist der Düsenkopf 34 an den Kanalkörper 35 angeschraubt. In entsprechender Weise kann auch die Rückspüldüse 27 einen solchen Düsenkopf 36 bzw. 36' aufweisen, von dem in 3 zwei verschiedene Ausführungsformen jeweils hälftig dargestellt sind. Auch hier ist der Düsenkopf 36 bzw. 36' am Kanalträger 30 befestigt, insbesondere angeschraubt.
  • Entsprechend den 5 und 6 können bei anderen Ausführungsformen ebenfalls Düsenköpfe 37 und 38 am Kanalträger 30 befestigt sein, wobei auch hier jeweils eine Einlassöffnung 39 des jeweiligen Düsenkopfs 37, 38 mit dem Rückspülkanal 28 kommuniziert. Durch eine Auslassöffnung 40 des jeweiligen Düsenkopfs 37, 38 kann dann der Rückspülstrahl 29 aus dem Düsenkopf 37, 38 austreten. Bei diesen Ausführungsformen ragen die Düsenköpfe 37, 38 jeweils in die Durchlassöffnung 31 des jeweiligen Dichtkörpers 24 hinein. Dieser Dichtkörper 24 ist bei den Ausführungsformen der 5 und 6 relativ zum jeweiligen Düsenkopf 37, 38 in der Strahlrichtung 29, also radial bezüglich der Längsachse 4 des Filterkörpers 3 beweglich am Kanalträger 30 gehaltert und mittels einer Feder 41 gegen die Abströmseite 25 vorgespannt. Hierdurch ergibt sich eine Entkopplung des Dichtkörpers 24 von dem im Rückspülkanal 28 herrschenden Druck. Daher ist es besonders einfach möglich, die Reinigungsdüsen 27 der 5 und 6 als Hochdruckdüsen auszugestalten, die mit einem Hochdruck versorgt werden. Unabhängig vom Druck im Rückspülkanal 28 ist der Dichtkörper 24 über seine Feder 41 gegen die Abströmseite 25 vorgespannt, um das Umfangssegment 26 abzudichten und durch die Durchlassöffnung 31 eine Rückspülung des Filterkörpers 3 zu ermöglichen.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 5 bildet der Düsenkopf 37 einen Schiebesitz für den Dichtkörper 24, auf dem der Dicht körper 24 in Strahlrichtung verschiebbar gelagert ist. Im Unterschied dazu ist bei der Ausführungsform gemäß 6 der Düsenkopf 38 gegenüber dem Dichtkörper 24 beabstandet.
  • Um eine möglichst geringe Wechselwirkung zwischen dem Hochdruck-Rückspülstrahl 29 und dem Dichtkörper 24 zu erzeugen, sind die Düsenköpfe 37 und 38 so innerhalb der jeweiligen Durchlassöffnung 31 positioniert, dass die Auslassöffnung 40 des Düsenkopfs 37, 38 näher an einem Auslassende der Durchgangsöffnung 31 angeordnet ist, als an einem Einlassende der Durchgangsöffnung 31. Die Düsenköpfe 34, 36, 36', 37, 38 der hier gezeigten Ausführungsformen können beispielsweise so ausgestaltet sein, dass sie sich entlang der gesamten Abströmseite 25 des Filterkörpers 3 und parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erstrecken. Ebenso ist es möglich, mehrere solche Düsenköpfe 34, 36, 36', 37, 38 entlang der gesamten Abströmseite 25 parallel zu Längsachse 4 verteilt anzuordnen.
  • Um eine intensive Reinigungswirkung der als Hochdruckdüse ausgebildeten Rückspüldüsen 27 zu erzielen, können diese so ausgestaltet sein, dass sie einen flachen Reinigungsstrahl 29 erzeugen, der sich parallel zur Längsachse 4 des Filterkörpers 3 erstreckt, oder dass sie einen gebündelten Reinigungsstrahl 29 erzeugen, der im wesentlichen senkrecht auf die Abströmseite 25 des Filterkörpers 3 ausgerichtet ist.
  • Als Reinigungsmedium und/oder als Rückspülmedium eignet sich in besonderer Weise auf der Reinseite abgezweigte Flüssigkeit und/oder Pressluft.
  • Obwohl bei der hier gezeigten Ausführungsform der Filterkörper von außen nach innen durchströmt wird, kann es bei einer anderen Ausführungsform zweckmäßig sein, den Filterkörper 3 so auszugestalten, dass er seine Reinigungswirkung bei einer Durchströmung von innen nach außen entfaltet.

Claims (14)

  1. Selbstreinigendes Flüssigkeitsfilter – mit einem Filterkörper (3), der einen reinseitigen Abströmraum (10) von einem rohseitigen Zuströmraum (9) trennt, – mit einer Reinigungseinrichtung (14), die wenigstens eine Düse (15, 27) aufweist, – wobei die Düse (15, 27) über einen Kanal (17, 28) mit einem Medium versorgt ist und in einem Reinigungsbetrieb zum Abreinigen von an einer rohseitigen Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) angeschwemmten Verunreinigungen den Filterkörper (3) mit einem Strahl (18, 29) beaufschlagt, – wobei eine Antriebseinrichtung (5) vorgesehen ist, die zwischen dem Filterkörper (3) und der Düse (15, 27) eine Relativverstellung ermöglicht, – wobei wenigstens eine Düse durch eine rohseitige Reinigungsdüse (15) gebildet ist, die an der Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) angeordnet ist, über einen rohseitigen Reinigungskanal (17) mit einem Reinigungsmedium versorgt ist und zum Abreinigen der Verunreinigungen die Zuströmseite (16) mit einem Reinigungsstrahl (18) beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsdüse (15) als Hochdruckdüse ausgebildet ist und dass im Reinigungsbetrieb das Reinigungsmedium im Reinigungskanal (17) mit einem Hochdruck beaufschlagt ist.
  2. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hochdruck-Reinigungsdüse (15) im wesentlichen entlang der gesamten Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) und parallel zur Längsachse (4) des Filterkörpers (3) erstreckt.
  3. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Hochdruck-Reinigungsdüsen parallel zur Längsachse (4) des Filterkörpers (3) entlang der gesamten Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) verteilt angeordnet und über denselben Reinigungskanal (17) mit Reinigungsfluid versorgt sind.
  4. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Hochdruck-Reinigungsdüse (15) so ausgebildet ist, dass sie einen flachen Reinigungsstrahl (18) erzeugt, der sich parallel zur Längsachse (4) des Filterkörpers (3) erstreckt.
  5. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass diese Hochdruck-Reinigungsdüse (15) so orientiert ist, dass ihr Reinigungsstrahl (18) mit der Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) einen spitzen Winkel (19) einschließt.
  6. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass diese Hochdruck-Reinigungsdüse (15) so orientiert ist, dass die Strahlrichtung (21) gegensinnig zur Relativverstellung zwischen Filterkörper (3) und Hochdruck-Reinigungsdüse (15) ausgerichtet ist.
  7. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Hochdruck-Reinigungsdüse (15) so ausgebildet ist, dass sie einen sich in Strahlrichtung aufweitenden Reinigungsstrahl (18) aufweist, derart, dass der Reinigungsstrahl (18) in beiden Umfangsrichtungen des Filterkörpers (3) einen spitzen Winkel mit der Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) einschließt.
  8. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Hochdruck-Reinigungsdüse (15) ein Überdruckventil (23) aufweist, das bei einem vorbestimmten Überdruck im Reinigungskanal (17) öffnet, so dass der Reinigungsstrahl (18) aus der Hochdruck-Reinigungsdüse (15) austritt, und das unterhalb des vorbestimmten Überdrucks schließt, so dass kein Reinigungsmedium aus der Hochdruck-Reinigungsdüse (15) austritt.
  9. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtkörper (24) vorgesehen ist, der relativ zur Hochdruck-Reinigungsdüse (15) ortsfest ist, an einer Abströmseite (25) des Filterkörpers (3) anliegt und dabei ein Umfangssegment (26) gegen eine Durchströmung abdichtet, wobei die Hochdruck-Reinigungsdüse (15) und der Dichtkörper (24) so aufeinander abgestimmt sind, dass die Hochdruck-Reinigungsdüse (15) die Zuströmseite (16) des Filterkörpers (3) im Bereich des abgedichteten Umfangssegments (26) mit dem Reinigungsstrahl (18) beaufschlagt.
  10. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Düse durch eine reinseitige Rückspüldüse (27) gebildet ist, die an einer reinseitigen Abströmseite (25) des Filterkörpers (3) angeordnet ist, über einen reinseitigen Rückspülkanal (28) mit einem Rückspülmedium versorgt ist und zum Abreinigen der Verunreinigungen die Abströmseite (25) mit einem Rückspülstrahl (29) beaufschlagt, der den Filterkörper (3) entgegen der Filtrierrichtung rückspült.
  11. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückspüldüse (27) relativ zur Hochdruck-Reinigungsdüse (15) ortsfest angeordnet ist.
  12. Flüssigkeitsfilter nach den Ansprüchen 9 und 10 oder 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper (24) an einem den Rückspülkanal (28) enthaltenden Kanalträger (30) angeordnet ist und dass der Dichtkörper (24) eine Durchgangsöffnung (31) enthält, innerhalb der der Rückspülstrahl (29) zur Abströmseite (25) des Filterkörpers (3) gelangt.
  13. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückspüldüse (27) als Hochdruckdüse ausgebildet und dass im Reinigungsbetrieb das Rückspülmedium im Rückspülkanal (28) mit einem Hochdruck beaufschlagt ist.
  14. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückspüldüse (27) und der Rückspülkanal (28) beabstandet vor der Abströmseite (25) des Filterkörpers (3) angeordnet sind.
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