-
Trimm, Lande, Relaunch, Sicherheits – System
für 2 und
4 Leiner – Lenkdrachen.
Dieses System bezieht sich auf aufpumpbare, pneumatisch geformte und
versteifte Lenkdrachen (international auch Inflatible oder Tube
Kite genannt) zur Fortbewegung auf Wasser (Kitesurfen)
-
Allgemeiner
Stand der Technik Kitesurfen mit Lenkdrachen
-
Lenkdrachen, international auch als
Kite (Plural : Kites) beschrieben erzeugen für neue Sportarten wie Kitesurfen
auf Wasser (auch Kitesurfing genannt) den Vortrieb, vergleichbar
zum Segel von Segelbooten. Ähnlich
wie beim heutigen Windsurfen bzw. beim Snow – oder Wakeboarden ist beim
Kitesurfen der Fahrer mit einem besonders geformten Brett mittels
Fußschlaufen
bzw. Bindungen verbunden. Der Auftrieb im Wasser wird fast ausschließlich dynamisch
durch die Fahrgeschwindigkeit, vergleichbar zum Wasserskifahren,
erzeugt. Der Lenkdrachen ist zum Halten und Steuern einerseits am
Lenkdrachen und andererseits an einer Steuerstange mittels hochfesten
Leinen verbunden. Zur Entlastung von den sehr hohen Haltekräften tragen
die Fahrer am Körper
sogenannte Trapezgurte – oder
Hosen die mit einer Hakenplatte versehen sind, und hängen sich damit
in eine Trapeztampen genannte Schlinge ein, die an der Steuerstange
befestigt ist. Dadurch kann der Fahrer sein Gewicht und seinen Körper als
Hebel zur Aufnahme der hohen Haltekräfte einsetzen. Es verbleiben
für den
Fahrer lediglich vergleichbar geringe Steuerkräfte beim Lenken.
-
Im Notfall enthakt sich der Fahrer
und läßt ggf.
auch die Steuerstange los. Um in einem solchen Notfall nicht den
Lenkdrachen zu verlieren, wurden diverse Sicherheitsleinensysteme
entwickelt. Diese Systeme basieren darauf, daß eine oder mehrere der Halteleinen
bzw. Steuerleinen über
eine zusätzliche sogenannte
Sicherheitsleine fest mit dem Fahrer verbunden sind und der Drachen
beim Loslassen der Steuerstange weitgehendst kraftfrei auswehen
kann. Ein Neustart des Lenkdrachen vom Wasser (international als "Relaunch" beschrieben) nach
einem Notfall, alleine durch den Fahrer und ohne fremde Hilfe, ist
vom Prinzip her möglich,
in der Praxis jedoch häufig,
wegen verhedderter Drachenleinen und Drachen, nicht durchführbar.
-
Stand der Technik aufblasbare, pneumatisch geformte
und versteifte Lenkdrachen (tube kites) mit zwei – und vierleiniger
Steuerung
-
Konstruktionsmerkmale
-
Alle diese Lenkdrachen sind so gebaut,
daß zumindest
die vordere Anströmkante
mit einer eingearbeiteten aufblasbaren Wulst versehen ist. Weitere aufblasbare
Wülste
in etwa rechtwinkeliger Anordnung zur vorderen Anströmkante (Flügelnase)
dienen üblicherweise
der Versteifung des Gebildes in der anderen Richtung. Ersatzweise
oder zusätzliche Versteifungen
mittels in Taschen eingelassener Segellatten sind heute ebenfalls
im Gebrauch. Im Gebrauchsfall werden die Wülste aufgepumpt und mit Stopfen
verschlossen. Durch den Schnitt des Drachentuches und der pneumatischen
Wülste
nimmt der aufgepumpte Drachen von vorne gesehen im Wesentlichen
die Form eines invertierten U bzw. einer Sichel ein. An den Ohren
des U werden die Flugleinen befestigt.
-
Konzept der
zwei – und
vierleiniger Steuerung
-
Unbenommen von zusätzlichen
Leinen, welche Sonderfunktionen, wie z. B. der Rückwärts – Starttechnik, dienen, wird
nach Zweileiner und Vierleiner Drachen unterschieden.
-
Ein Zweileiner hat und braucht nur
je eine Steuerleine recht und links, welche aber über ein
relativ simple Verspannung von Leinen und Umlenkrollen (international
als Bridle beschrieben) mit dem Drachen verbunden sind. Das Bridle
hilft den Drachen bei Lenkbewegungen an der Steuerstange sich aerodynamisch
wirksam zu verwinden um ihn so steuerbar zu machen.
-
Vierleiner haben zusätzlich zwei
Halteleinen zwischen Drachen und Steuerstange, brauchen aber kein
Bridle und sind direkt an dem Drachen befestigt.
-
Merkmale der 4 und 2 – leinigen
Steuerung im Vergleich
-
Ein 4 – Leiner hat gegenüber einem
2 – Leiner
zwei zusätzliche
Leinen. Somit zwei Leinen, die mehr Geld kosten und die sich verheddern
können.
-
Das wesentlichste vorteilhafte Merkmal
der vier Leinen – Technik
ist die Möglichkeit,
den Drachen auf eine sehr große
Bandbreite von Windgeschwindigkeiten einzustellen, indem der Anstellwinkel
des Drachens willkürlich,
sowohl vor Antritt der Fahrt, wie während des Fahrens durch den
Fahrer selbst verändert
werden kann. Dies geschieht zum einen über eine Gurtbandtalje (GBT),
Teil e2, wobei V1 den Verstellweg bezeichnet,
der üblicherweise
bei ca. 200 mm liegt. Siehe Detail X zu 1.
-
Zum anderen sind bei entsprechender
Gestaltung der Befestigung der Halteleinen an der Lenkstange, über die
Anbindung an die sogenannte De – Powerschlaufe,
feinfühlige
Anpassungen der Kraft des Drachens bei böigem Wind, durch ein Dichtholen und
Fieren der Lenkstange möglich..
V2 ist der Hubweg für das Dichtholen und Fieren,
der üblicherweise bei
ca. 150 – 300
mm liegt. Dieser Prozeß ist
vergleichbar mit dem Dichtholen und Fieren der Großschot beim
Segeln oder des Gabelbaumes beim Windsurfen.
-
Der Stand der Technik vier – leinigen
Steuerung ist in 1 und
im Detail X zu 1 dargestellt.
-
Andererseits sind Drachen in zwei
Leiner – Technik
nur über
einen engen Bereich von Windgeschwindigkeiten sicher steuerbar.
Darüber
und darunter müßten andere
Drachengrößen vor
Fahrtantritt gewählt
werden. Der Stand der Technik zwei – leinigen Steuerung ist in 3 und im Detail Z dargestellt.
-
Darstellung des Stands der
Technik vier – leinige Steuerung
siehe 1 und Detail X
zu 1, Zeichenerklärung
- a1
- Lenkdrachen
- b1
- rechte
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b2
- linke
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b3
- rechte
Halteleine, hochfeste Drachenleine
- b4
- linke
Halteleine, hochfeste Drachenleine
- b1a
- rechte
Vorlaufleine
- b2a
- linke
Vorlaufleine
- c1
- Sicherheitsleine
- c2
- Gurtband
mit Klettverschluß zur
Befestigung am Handgelenk des Fahrers
- d1
- optionaler
Standard – Trapeztampen
- d2
- Steuerstange
mit mittlerer Durchführungsbuchse
- d3
- De – Powerschlaufe
- e1
- Mittelleine
- e2
- handelsübliche Gurtbandtalje
(GBT)
- e3
- De – Power – Tampen
- V1
- Verstellweg
der Gurtbandtalje (GBT) e2
- V2
- Hubweg
der Steuerstange d2
- L1
- Entfernung
Anbindungspunkt der Sicherheitsleine c1
- L2
- gestreckte
Länge der
Sicherheitsleine c1
-
Darstellung des Stands der
Technik zwei – leinige Steuerung
siehe 3 und Detail Z
zu 3, Zeichenerklärung:
- a1
- Lenkdrachen
- b1
- rechte
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b2
- linke
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b5
- "Bridle", Satz an inneren
Verspannungsleinen und Umlenkrollen
- b1a
- rechte
Vorlaufleine
- b2a
- linke
Vorlaufleine mit Schlaufenende unten
- b2b
- linke
Vorlaufleine mit Schlaufenende oben
- cx1
- "WIPIKA"Klett – Reißvorrichtung
- cx2
- Reißleine zur
Betätigung
der "WIPIKA"Klett – Reißvorrichtung
- c1
- Sicherheitsleine
- c2
- Gurtband
mit Klettverschluß zur
Befestigung am Handgelenk des Fahrers
- d1
- Standard – Trapeztampen
- d
- Steuerstange
- L1
- Entfernung
Anbindungspunkt der Sicherheitsleine c1
- L2
- gestreckte
Länge der
Sicherheitsleine c1
-
Nachteile
und schwerwiegende Mängel
an heutigen aufblasbaren Lenkdrachen mit zwei – und vierleiniger Steuerung
-
Lenkdrachen
mit zweileiniger Steuerung
-
Trimmung : wegen fehlender Trimm – Möglichkeiten
ist ein Lenkdrachen gegebener Größe nur über einen
engen Bereich von Windgeschwindigkeiten einsetzbar
Landung
: eigenständige
sichere Landung auf festem Boden ohne fremde Hilfe in der Regel
nicht möglich!
Sicherungsleine,
Betätigung
im Notfall: bisher bekannte Systeme funktionieren ausreichend zuverlässig. Jedoch
nach Betätigung
der Notreißleine
cx2 bzw. Loslassen der Steuerstange, häufig Leinensalat, der einen
kontrollierten Relaunch unmöglich macht.
Bei viel Wind fast unvermeidbar, da der Drachen beim Niedergehen
unkontrolliert peitscht oder rotiert. Ursächlich dafür ist u. a. der weite Weg den die
losgelassene Steuerstange zurücklegen
muß, bis der
Drachen voll ausgeweht ist. Siehe 5
Sicherungsleine
während
der Fahrt: Bei Rotationen des Fahrers oder des Drachens verdrillt
sich die, an einer der Steuerleinen befestigte, Sicherungsleine mit
den Steuerleinen. Dies macht die Lenkung sehr schwergängig. Bei
Befestigung des anderen Endes der Sicherungsleine am Handgelenk,
entstehen erhebliche Schwierigkeiten verdrillte Leinen zu entdrillen.
Im Gegensatz zu Vierleinern kann bei Zweileinern der Faher die verdrillten
Leinen regulär
nur bei einem Wasserungstop entdrillen. Zum regulären Entdrillen
der Leinen muß sich
der Fahrer aus dem Trapez aushängen,
die Steuerstange halten und rotieren und dabei umständlich die
Sicherungsleine hinten um die Steuerstange führen um die verdrillten Leinen zu
korrigieren. Ein insgesamt unangemessen umständlicher Vorgang.
-
Relaunch: Wenn der Drachen mit der
Vorderen Wulst, d. h. der Flügelvorderkante
satt auf der Wasseroberfläche
liegt, wird der Fahrer einfach hinter dem Schirm raumschots gezogen.
Ein Relaunch ist aus dieser Position nicht möglich. Der Drachen muß erst auf
den Rücken
kippen. Erst dann bewegt sich der Drachen zum Windfensterrand, wo
er bei entsprechender Steuerung durch den Fahrer selbsttätig starten
kann. Das geringere Seitenverhältnis (Spannweite
zu Flügelbreite)
von Zweileinern macht es vergleichsweise leicht, diese aus der ungünstigen Lage
zu kippen. Der Fahrer muß dabei
aber ziemlich viel schwimmen, um den Drachen und sich selbst in eine
gute Startlage zubringen.
-
Lenkdrachen
mit vierleiniger Steuerung
-
Trimmung : Im Vergleich zum Zweileiner
kein Problem.
Landung: wie beim Zweileiner ist eine eigenständige, sichere
Landung ohne fremde Hilfe in der Regel nicht möglich
Sicherungsleine,
Betätigung
im Notfall: bisher bekannte Systeme funktionieren nicht ausreichend
zuverlässig.
Wegen der vier Leinen, speziell wenn die Leinen durch Dreher des
Drachens oder durch Rotationsprünge
des Fahrers verdrillt sind, kann sich die losgelassene Steuerstange
wie in einem Netz verheddern. Es wurde häufig beobachtet, daß in solchen Fällen, der
Drachen sich voll angeblasen in der Luft in einer Position stabilisiert
und den nun steuerungslosen Fahrer angehängt an die Sicherungsleine
mit voller Gewalt raumschots zieht. Die Betätigung eines ggf. vorhandenen
Notreißsystemes
kann hier die Lage des Fahrers entschärfen, führt aber zwangsläufig zum
Verlust des Drachens. Auch nach regulärer Betätigung, sprich Loslassen der
Steuerstange, häufig
Leinensalat, der einen kontrollierten Relaunch unmöglich macht.
Bei viel Wind fast unvermeidbar, da der Drachen beim Niedergehen
unkontrolliert peitscht oder rotiert. Ursächlich dafür ist u. a. der weite Weg den
die losgelassene Steuerstange zurücklegen muß, bis der Drachen voll ausgeweht
ist. Siehe 5, 1 und 3. Die min. Ausrauschlänge errechnet
sich It. Herstellerangaben aus 0.7 × L4 =
(L3 + L1). Wobei
L3 = L2 + Länge der
Steuerstange d2.
Sicherungsleine während der Fahrt: Im Vergleich zum
Zweileiner ist das Entdrillen regulär verdrillter Drachenleinen
nicht so problematisch; speziell dann, wenn die Sicherheitsleine
an eine der Halteleinen anstelle an einer der Steuerleinen angebunden
ist und des weiteren die Sicherheitsleine durch den De – Powerloop
geführt
und am Trapez oder Körper
des Fahrers anstelle am Handgelenk befestigt ist.
Relaunch:
im Prinzip vergleichbar zum Zweileiner. Allerdings durch die gestrecktere
Form kippt der Drachen nicht so willig. Um das zu erreichen braucht
es erheblich mehr Können
und noch sportlichere Schwimmleistungen als beim Zweileiner. Bei
Wind nahe dem unteren Limit zum Kitesurfen kann es unmöglich sein,
den Drachen zum Kippen in die Rückenlage
und somit zum Relaunch zu bewegen.
-
ERFINDUNGSAUFGABE
-
Der nachfolgend beschriebenen Erfindung liegt
die Aufgabe zugrunde die genannten Mängel zu beseitigen bzw. erhebliche
Verbesserungen der Handhabung und Sicherheit zu bewirken. Die Erfindung
bezieht sich dabei sowohl auf Zwei – wie auch Vierleiner – Lenkdrachen.
Der Lösungsansatz
ist für beide
im Prinzip der gleiche. Allerdings unterscheiden sich die Lösungen in
wichtigen Details
-
ERFINDUNGSGEMÄSSE LÖSUNG:
-
Der erfindungsgemäße Lösung hat fünf Hauptrichtungen:
-
- a) Eine kontrollierte Landung des Lenkdrachens ohne
fremde Hilfe unter allen Windbedingungen zu ermöglichen,
- b) Zweileiner Lenkdrachen für
unterschiedliche Windverhältnisse ähnlich wie
Vierleiner trimmbar und daher kontrollierbar zu machen,
- c) den Relaunch des gewasserten Lenkdrachens ohne große Schwimmübungen zu
gestalten, zu vereinfachen und zu beschleunigen,
- d) das Sicherheitssystem so zu gestalten, daß der Lenkdrachen im Fall einer
Notauslösung
weder verloren geht noch Dritte gefährdet, aber dem Fahrer einen
möglichst
schnellen Relaunch gestattet. Der schnelle Relaunch kann nur dann
gegeben sein, wenn sich weder der Drachen noch die Leinen nach der
Notauslösung
nennenswert verheddern,
- e) das Sicherheitssystem sowohl für Zwei – wie auch Vierleiner so zu
gestalten, daß es
während der
Fahrt und typischer Manövern
den Fahrer nicht unnötig
behindert.
-
Für
sämtliche
nachfolgend beschrieben Lösungen
zu a) bis e) sind die hier nachfolgend genannten Zeichnungen samt
Zeichenerklärungen
maßgeblich.
-
Modifizierter, mit der TLRS – Vorrichtung
ausgestatteter 4 – Leinen
mit zusätzlicher
Mittelleine, Seilklemme montiert auf der Verstelltalje und neuer
Führung der
Sicherheitsleine, siehe 2 und
Detail X1 zu 1. Zeichenerklärung
- a1
- Lenkdrachen
- b1
- rechte
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b2
- linke
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b3
- rechte
Halteleine, hochfeste Drachenleine
- b4
- linke
Halteleine, hochfeste Drachenleine
- b1a
- rechte
Vorlaufleine
- b2a
- linke
Vorlaufleine
- m1
- zusätzliche
mittige Drachenleine
- m2
- neue,
geteilte Vorlaufleine
- a2
- zusätzliche
Tuch – Verstärkungsflicken
- a3
- zusätzliches
Gurtband, vernäht
mit Verstärkung
und Drachentuch
- a4
- neue Öse im Gurtband
- c3
- modifizierte
Sicherheitsleine,
- d1
- optionaler
Standard – Trapeztampen
- d2
- Steuerstange
mit mittlerer Durchführungsbuchse
- d3
- De – Powerschlaufe
- e1
- Mittelleine
- e2a
- modifizierte
handelsübliche
Gurtbandtalje (GBT)
- e3
- De – Power – Tampen
- V1
- Verstellweg
der Gurtbandtalje (GBT) e2a
- V2
- Hubweg
der Steuerstange d2
-
Modifizierte Gurtbandtalje
(GBT) e2a, siehe vergrößerten Details
X1 zu 1 und Schnitt
b – b.
Dünne Linien
zeigen das unveränderte
Teil e2, die fetten Linien zeigen die Modifikationen resultierend
in Teil e2a.
-
Zeichenerklärung
- e1
- Mittelleine
- e2
- handelsübliche Gurtbandtalje
(GBT)
- e3
- De – Power – Tampen
- e4
- Starrschnalle
der GBT
- e5
- Rückstellschlaufe
der GBT
- e6
- Spannschlaufe
der GBT
- c3
- modifizierte
Sicherheitsleine
- c6
- Seilklemme
mit Öse
und Führungsrolle,
z. B. ClamCleat Racing CL 236
- c7
- Schrauben
m. Muttern bzw. Nieten
- L5
- Ausrauschlänge der
Steuerstange d2 bis zum Anschlag am Stoppball c5
-
Modifizierter, mit der TLRS – Vorrichtung
ausgestatteter 2 – Leinen
mit zusätzlicher
Mittelleine, Seilklemme montiert auf der neuen Verstelltalje, Trapeztampen
neuer Bauart und neuer Führung
der Sicherheitsleine, siehe 4 und
Detail Z1 zu 4, Zeichenerklärung
- a1
- Lenkdrachen
- b1
- rechte
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b2
- linke
Steuerleine, hochfeste Drachenleine
- b1a
- rechte
Vorlaufleine
- b2a
- linke
Vorlaufleine
- m1
- zusätzliche
mittige Drachenleine
- m2
- neue,
geteilte Vorlaufleine
- a2
- zusätzliche
Tuch – Verstärkungsflicken
- a3
- zusätzliches
Gurtband, vernäht
mit Verstärkung
und Drachentuch
- a4
- neue Öse im Gurtband
- c3
- modifizierte
Sicherheitsleine,
- d1a
- Trapeztampen,
neuer Bauart
- d2
- neue
Steuerstange mit mittlerer Durchführungsbuchse
- e2b
- Gurtbandtalje
(GBT) , neuer Bauart
-
Trapeztampen d1a und die Gurtbandtalje
(GBT) neuer Bauart e2b, siehe vergrößertes Detail Z1 zu 4 und Schnitt c – c, Zeichenerklärung:
- e1
- Mittelleine
- e2
- neue
Gurtbandtalje (GBT)
- e4
- Starrschnalle
der GBT
- e5
- Rückstellschlaufe
der GBT
- e6
- Spannschlaufe
der GBT
- e7
- integrierte
Durchsteckschlaufe der GBT
- c3
- modifizierte
Sicherheitsleine
- c6
- Seilklemme
mit Öse
und Führungsrolle,
z. B. ClamCleat Racing CL 236
- c7
- Schrauben
m. Muttern bzw. Nieten
- dx
- Durchführungsbuchse
- d1a
- 360° um die y – y Achse
drehbarer Trapeztampen neuer Bauart
- d1b
- Traverse
mit mittiger Hohlachse
- d1c
- in
die Traverse integrierte Befestigungsschnallen
- d1d
- Hohlachse
zur Durchführung
der Sicherheitsleine c3
- L5
- Ausrauschlänge der
Steuerstange d2 bis zum Anschlag am Stoppball
- V1
- Verstellweg
der Gurtbandtalje (GBT) e2b
-
Verstelltalje alternativer
Bauart zu e2b, siehe Schnitt (analog Schnitt c – c) und Ansicht A, Zeichenerklärung:
- c3
- Sicherheitsleine
- e9
- Seilklemme
mit Öse
und Führungsrolle,
z.B. ClamCleat Racing CL 236
- e12
- Schrauben
m. Muttern bzw. Nieten
- e10
- Trägerplatte
- e11
- Schäkel mit
Pin
- e8
- Seilklemme
mit Öse
und Führungsrolle,
z.B. ClamCleat Racing CL 253
- e13
- eingeschorenes
Tauwerk
- e13a
- eingeschorenes
Tauwerk, bewegliches Ende
- e14
- Festmachertau,
angebunden an Seilklemme e8
- e14a
- Festmachertau,
belegt beidseitig von Durchführung
auf Steuerstange d2
-
Lösung zu a)
-
Die Lösung zu a) wird durch den Einbau
und Betätigung
einer Vorrichtung erreicht, die eine Anbindung des Lenkdrachen gemäß 2, Schnitt a – a, Detail
X1 und Schnitt b – b
sowie 4, Schnitt a – a, Detail
Z1 und Schnitt c – c
mittels Elementen m2, a2, a3 und a4 einer zusätzlichen Drachenleine m1 und
deren Integration in das Steuersystem, über Elemente d2, dx, e2a, e2b
samt einer neuartigen Führung
und Einbindung einer besonderen Sicherheitsleine c3 vorsieht. Nicht
dargestellt in den Illustrationen ist die notwendige Anbindung des
freien Endes der Sicherheitsleine c3 am Trapez des Fahrers. Ebenfalls
nicht dargestellt ist eine dazwischen eingeschorene Notreißvorrichtung,
z. B. die der Handelsmarke WIPIKA, Frankreich.
-
Beim Loslassen der Steuerstange d2
im Flugzustand rauscht diese, geführt durch die Seilklemme c6
die Länge
L5 auf der nun gespannten Sicherheitsleine c3 bis zum Anschlag c5
aus. Sehr wichtig dabei ist, daß die
Klemme c6, in der im Flugzustand die Sicherheitsleine c3 festgeklemmt
ist, so gestaltet und angebracht ist, daß sie in jenem Moment, wo sie
von hinten von der ausrauschenden Steuerstange d2 getroffen wird,
sich so dreht daß die Beklemmung
der Sicherheitsleine sofort gelöst
wird.
-
Durch die nun entspannten Drachenleinen b1,
b2, b3 und b4 verliert der Drachen jegliche Kraft. Durch die mittige
Anordnung bleibt der Drachen selbst bei Wind, bisher gemessen bis
Bft 8, absolut stabil und landet sanft und sauber. Siehe
auch 6. Die Zugkräfte des
Drachens an der Mittelleine m1 bzw. Sicherheitsleine c3 können locker
mit einer Hand gehalten werden. Der Fahrer kann nun die Sicherheitsleine
von seinem Trapez lösen
und sichern. Am Sandstrand reicht in der Regel dazu auch sein eigenes
Kiteboard. Allerdings muß das
Kiteboard vorher durch ausreichendes Ankanten und Aufhäufeln von
Sand selbst gesichert werden. Der Fahrer kann nun zum Drachen gehen
und ihn sichern.
-
Lösung zu b)
-
Die Lösung zu b) wird durch den Einbau
und Betätigung
einer Vorrichtung erreicht, die eine Anbindung des Lenkdrachen gemäß 4, Schnitt a – a, Detail
Z1 und Schnitt c – c
mittels Elementen m2, a2, a3 und a4 einer zusätzlichen Drachenleine m1 und deren
Integration in das Steuersystem, über Elemente d2, dx, e2b und
Einbindung einer besonderen Sicherheitsleine c3 vorsieht. Durch
Verstellung der Verstelltalje e2b über den Verstellweg V1 kann der Anstellwinkel des Zweileiner – Lenkdrachens
ebenso verstellt werden, wie das bisher nur bei Vierleinern möglich war.
-
Lösung zu c)
-
Die Lösung zu c) wird durch den Einbau
und Betätigung
einer Vorrichtung erreicht, die eine Anbindung des Lenkdrachen gemäß 2, Schnitt a – a, Detail
X1 und Schnitt b – b
sowie 4, Schnitt a – a, Detail
Z1 und Schnitt c – c
mittels Elementen m2, a2, a3 und a4 einer zusätzlichen Drachenleine m1 und
deren Integration in das Steuersystem, über Elemente d2, dx, e2a, e2b
samt einer neuartigen Führung
und Einbindung einer besonderen Sicherheitsleine c3 vorsieht.
-
In dem Fall, wo der Drachen mit der
vorderen Wulst, d. h. der Flügelvorderkante
satt auf der Wasseroberfläche
liegt, und der Fahrer tendenziell hinter dem Schirm raumschots gezogen
wird, reicht ein kurzer Griff mit der Hand an die Sicherheitsleine
c3 oberhalb der Seilklemme c6 und eine kurze kräftige Zugbewegung zum Körper des
Fahrers um den Drachen in Rückenlage
zu kippen. Das funktioniert selbst mit langgestreckten und schmalen
Hochleistungs – Vierleinern
in Sekunden. Die Rückenlage
des Drachens ist der ideale Voraussetzung für den Relaunch.
-
Lösung zu d)
-
Die Lösung zu d) wird durch den Einbau
und Betätigung
einer Vorrichtung, wie bereits oben im Absatz Lösung zu a) beschrieben, erreicht.
Für die
Notauslösung
vorteilhaft ist die generelle Nutzung eines sog. Quickrelease – Schäkels, der
den De – Powerloop
mit der Hakenplatte des Trapezes des Fahrers verbindet (in den Zeichnungen
nicht dargestellt). Im Notfall betätigt der Fahrer lediglich den
Auslösemechanismus
dieses Schäkels
und die Steuerstange kann unter Last frei ausrauschen.
-
Während
ein regulärer
2 oder 4 Leiner doch sehr weit aufmachen muß (siehe S, 1 und 3) um kraftfrei zu werden (die min. Ausrauschlänge errechnet
sich It. Herstellerangaben aus 0.7 × L4 =
(L3 + L1), Wobei
L3 = L2 + Länge der
Steuerstange d2), ist die Austausch – Länge bei Drachen mit zusätzlicher
Mittelleine vergleichsweise gering.
-
Praxiserprobungen haben gezeigt,
daß die Mindestlänge L5 mit L5 = 0,8 × L4/3,14 gut bemessen ist und damit nur etwa
1/3 des üblichen
Wertes darstellt.. Ein Verheddern der Leinen ist durch diese kurze
Ausrauschlänge
L5 und die mittige Führung der Steuerstange c2 auf
der Sicherheitsleine c3 nicht zu erwarten und wurde in der Praxis
bis jetzt nicht beobachtet. Zum Relaunch holt der Fahrer die Steuerstange
zu sich her indem er die Sicherheitsleine zu sich heranzieht bis
er die Steuerstange greifen kann. Von dort an ist der Relaunch Standardroutine.
-
Lösung zu e)
-
Die ideale Lösung zu e) wird für 2 Leiner – Lenkdrachen
durch den Einbau und Betätigung
einer Vorrichtung dadurch erreicht, daß die Sicherheitsleine c3 mittig
durch die Seilklemme c6, die mittige Buchse dx in der Steuerstange
d2, nachfolgend durch Hohlachse d1d der Traverse d1b des 360° drehbaren
Trapeztampens d1a und zuletzt durch die Schlaufe des Trapeztampens
d1a geführt
wird und nachfolgend am Trapez des Fahrers befestigt wird (nicht
in den Zeichnungen dargestellt). Der Fahrer kann nun selbst im eingehängten Zustand
beliebige Verdrillungen der Flugleinen durch entsprechendes rotieren
der Steuerstange 2b auf einfachste Weise entfernen.
-
Beim 4 Leiner – Lenkdrachen wird durch die zentrale
Anordnung der Sicherheitsleine c3 und deren Durchführung durch
die Seilklemme c6, die mittige Buchse dx in der Steuerstange d2,
und zuletzt durch die Schlaufe des De – Powertampens d3 und deren
nachfolgende Befestigung am Trapez des Fahrers (nicht in den Zeichnungen
dargestellt) eine deutliche Verbesserung beim Entdrillen der Drachenleinen
erreicht. Der Fahrer kann nun selbst im eingehängten Zustand im De – Powertampen
beliebige Verdrillungen der Flugleinen durch entsprechendes rotieren
der Steuerstange 2b entfernen. Allerdings wickelt sich
dabei im Bereich zwischen der Steuerstange und dem Fahrer die Sicherheitsleine
c3 um den De – Powertampen
e3. Praxisversuche haben gezeigt, daß bis zu fünf 360° Umdrehungen ohne Einschränkung der
Sicherheitsfunktion hinnehmbar sind. Darüber hinaus funktioniert das
Sicherheitssystem nicht mehr zuverlässig, da das Ausrauschen der Steuerstange
durch diese Verdrillungen behindert wird. Der Fahrer muß sich alsdann
bei der nächsten Wasserung
aus dem De – Powertampen
e3 aushängen
und die Verdrillungen mit der Hand herausdrehen. Insgesamt eine
erhebliche Verbesserung gegenüber
der herkömmlichen
Anordnung aber noch nicht 100% ideal.